Indiana Tribüne, Volume 21, Number 324, Indianapolis, Marion County, 12 August 1898 — Page 2
SnDfcma Tribüne.
Erschein Täglich mit sovlüaz Vie tägliche .Tribüne" kostet durch benXrlaet i Scntt per Woche, die eonntsgS-,Trtbüe'S Ztntt per Ooe- Veib usxe IS SctS .es Kl Gcntl p nntt. Ver yeft tu6x5al5 bei Ub lgeschi tx V,raIiih!ns P p? i3t. cfni 10 ca auömö ctts&u Indianapolis, Ind., 12. August 1898 Der Nothstand in NuZland Petersburg, Gnde JuN. Der Einspruch dZ Grafen Tolstoi gegen Gleichgiltigkeit und Formalismus der russischen Verwaltung einem Nothstande gegenüber, der einem schleichenden Fieber gleich am Volksorganismus zelzre, aber nicht amtlich anerkannt werde, weil er nicht, wie in Indien, unmittelbar das Leben der Darbenden bedrohe, wird trotz der Maßregelung der Russj-, in der der Aussatz: junger oder kein Hunger" zum Abdruck kam, seine Wirkung nicht verfehlen. Die Nummer der Zeitung findet'reißenden Absatz, und die Keulenschläge des Alten von Jasnaja Po liana werden doch wohl den Dornröschenschlaf der russischen Gesellschaft zeitweilig unterbrechen. Der Aufsatz berichtet zunächst von den Versuchen Tolstois, durch Volksküchen in den Dörfern der Noth in den seinem Landsitz benachbarten Gegenden zu steuern. Die Mittel zu diesen Veranstaltungen .waren Tolstoi von verschiedenen Personen zugegangen, denen er auf diesem Wege Rechenschaft ablegt. Die Beobachtungin, die Tolstoi während seiner Fahrten durch die Dörfer machte, faßt er dahin zusammen, daß ein zwanzigjähriger Mangel dem russischen Bauern der schwarzen Erde am Lebensmark zehre. Die diesjährige Mißernte fordere keine unmittelbaren Opfer an Menschenleben, aber die Noth steige mit jedem Jahre und werde im nachsten Jahre noch größer sein, weil heuer die Roggenernte noch schlechter ausfalle als im vorigen Jahre. Unerwarteter Weise stieß Tolstoi bei seinen humanen Bestrebungen, der Noth durch Volksküchen in den Dörfern zu steuern, wobei er insbesondere die Alten, Kranken und Minderjährigen im Auge hatte, auf Widerstand. Der Gouverneur von Orel knüpfte die Erlaubniß zur Fortsetzung der Volksküchen und ihrer Weiterverbreitung an eine Anzahl formeller Bedingungen, die einem Verbot gleichkamen. Infolge dessen hat der Graf seine Thätigkeit eingestellt und fordert die Spender auf. ihre Gaben zurückzunehmen. Alsdann wendet sich Tolstoi zur Beantwortung dreier allgemeiner Fragen: Giebt es eine Hungersnoth oder nicht? Wodurch ist der Nothstand verursacht? Wie iss der Noth zu steuern? Die Beantwortung ix? ersten Frage ist schon imVorstehendem gegeben worden. Faßt man die Hunge'rsnoth als den Sensemann auf, der Tausende hinmähe, so findet daö Wort weder auf das Jahr 1891 noch auf das jetzige eine Anwendung: giebt man aber zu, daß die Degeneration der Bevölkerung des besten Landes -einen Nothstand ausmacht, wie er jiuy in vcii iiciiuicuuusicuuiiiii uitv einem auf dem Gemüth der Bevölkerunq lastenden Druck ' kundgiebt, so kann die Noth nicht abgeleugnet werden. Bevor sich das Volk von diesem Druck befreit hat, werden keine äußeren Maßnahmen weder des MinisteriumZ der Landwirthschaft, noch Tarisandcrungen, Befreiung von Loskaufszaülungen oder die Aufhebung des Zolles auf landwirthschaftliche Maschinen viel helfen. Wie hebt man diesen Druck, wie entlastet man -den Bauern von dem lahmenden Einfluß dieser über ihn gekommenen KraftlosigZcit? Indem man aufhört ihn zu bevormunden, die Ausnahmegesetze, die für die Bauern bestehen, aushebt, ihm die Freiheit, zu wandern und zu lernen giebt, die entchrend Körperstrafe, die nach den jetzigen Gesetzen von der Gemeinde verhängt werden darf, au'fhebt. .Denn", sagt Tolstoi. .derBauer hat mehr Verstand und wirklichsWissen als die Leute am grünen Tisch und wird, wenn man ihn gewähren läßt, bald selbst herausfinden, was er nöthig hat. Je weitcr der Bauer vom Beamten entfernt ist, z. B. im Gouvernement Samara. Wiatka, in Sibirien, desto größer ist ausnahmslos sein Wohlstand." Am Schluß seines Aufsatzes erzählt Tolstoi, was er während seiner Fahrt durch die Kreise Tschern. Gouvernement Orel. und Jefremow, Gouvernement Tula, gesehen habe. Im ersteren Kreise stand der Roggen schlecht, viel schlechter als im vorigen Jahr: im Kreise Jefremow übertraf das Gesehene alle Befürchtungen. Ich fahre eine. zwei, fünf Werst und zu beiden Seiten des Weges sehe ich auf den Ländereien der Gutsbesitzer den reinen Häcksel, auf Bauerland nicht einmal das rein gar nichts. Sobald aber der Bauer für sich und seinen Hausstand kein Getreide hat' und das ist für das nächste Jahr zu erwarten , so wird seine Lage unerträg'lich. Er gleicht dem Beamten, der Stelle und Gehalt verloren hat und fortfahrt, sein? Familie in der Stadt zu erhalten.. Der Beamte ohne Gehalt muß, um leben zu können, entweder feine Ersparnisse angreifen oder seine Sachen verkaufen, jeder Tag bringt ihn dem endgiltigen Ruin näher.. Der Unterschied ist nur der, daß der Beamte durch eine Wiederanstellung die Möglichkeit hat, sich herauszuarbeiten, der Bauer aber, der um Pferd und .Feld gekommen ist und kein Getreide zur Aussaat hat, ist rettungslos derloten." In dieser äußersten Bedrängniß befinden sich zur Zeit die Bauern des centralerr Rußland. Im nächsten Jahr wird sich die Sache noch schlimmer gestalten. Gerade jetzt., wo die Hilfe Zeder Art seitens des Staates und Einzelner so dringend nothwenbig ist, werden von der Verwaltung Maßregeln zur Verhinderung privater Hilfe jeder Art getroffen, und zwar smd das nicht vcibergehende, fondern eöLitte , bestandiae Maßregeln. So TZ -JC 2. Vim (üf.tlMitl.Hiin..tt rnir
werden im Jefremowschen Kreise keine Hilfeleistungen mehr zugelassen. Die von der Kaiserlichen Freien Oeconomi. schen Gesellschaft eingerichtete Bäckerei wurde in Gegenwart des Grafen geschlössen und der Bevollmächtigte der Gesellschaft ausgewiesen. Dasselbe geschah früher auch mit anderen Personen. Man nimmt eben an, daß in dem Kreise kein Nothstand vorhanden ist und er der Hilfe nicht bedarf. In Tschern, wohin der Graf seinen Sohn geschickt hatt, um eine Volksküche einzurichten, erschien die Polizei und verbot den Bewohnern, die ihnen gebotene Speisung anzunehmen; zur Bekräftigung ihrer Befugnisse zertrümmerten die Wächter der öffentlichen Ordnung die Tische, ohne den Hungernden, denen sie das Stück Brot auZ dem Munde genommen hatten, einen Ersatz geboten zu haben. Es ist schwer, sich ein Bild zu machen. was in, den Köpfen derer vorging, an denen das Verbot vollstreckt wurde. Noch schwieriger ist es fährt der Graf fort, sich vorzustellen, was in Kopf und Herz derer vorgeht, die es für nothwendig halten, folche Verbote zu erlassen." Der Verfasser verbreitet sich fodann über die Beweggründe, die kleinliche Eitelkeit und Äengstlichkeit. die den Maßregeln zu Grunde gelegen haben. Tolstoi schließt seine Aussührungen mit einem Appell an die christliche Nächstenliebe, die nicht trenne, sondern vereinige. Nur die Bemühungen zur Hebung der gesunkenen Volkskraft durch Verbreitung von Volksbildung würden zur Besserung der gegenwäriigen Schäden führen und der Wiederholung des gegenwärtigen Nothstandes vorbeugen. Calixto Garcia. Der Insurgenten - General Ealixto Garcia, der sich jetzt mit den Amerikanern überwarfen hat, ist einer der altesten Veteranen der kubanischen Aufständischen; er ist nämlich bereits ein Greis von siebzig Jahren. Nach einer ausführlichen Biographie, die dem Temps- zugeht, ist es geradezu wunderbar zu nennen, daß er aus den vielen Kämpfen und Gefahren seines langen Lebens mit heiler Haut, davon gekommen ist. 'In dem Aufstand, der 1868. ausbrach, war er einer der hervorragendsten Führer; aber im fünften Jahre der Insurrektion hatte er das Unglück, von den Spaniern gefangen zu werden. Er wollte sich erschießen; seine Stirn trägt heute noch eine tiefe Narbe von der Kugel, die ihn nur verMundete, ohne seinem abenteuerlichen Leben ein Ziel zu setzen. Er wurde nach Spanien gebracht und dort gefangen gehalten; nack drei Jahren, gerade zu der Zeit, wo der kubanische Aufstand durch den Vertrag von El Zanion beendet wurde, gelang es ihm. zu entfliehen. Er ging nach den Vereinigten Staaten und dort plante er mit Jose Marti einen neuen Ausstand. Er ging mit Marti und einer Hand voll Leute nach Cuba und erhob dort t die Fahne des Aufruhrs, aber er wurde von den Cubanern nicht genügend un terstlltzt. Nach fechs Monaten fiel er den Spaniern abermals in die Hände, und er wurde wieder nach Spanien gebracht. Dort behandelte man den rückfälligen Rebellen mit großer Rücksicht; man ließ ihn frei unter der Bedingung, daß er in Spanien bleibe und nicht mehr gegen die spanischeOberherrschaf! über Cuba 'unternehme. Er versprach es und hielt sein Versprechen fünfzehn Jahre lang. Während dieser Zeit lebte und arbeitete er als Angestellter in einem Bankhause. Das Ruhehalten muß ihm oft sehr schwer gefallen sein: so na-
mentlich 1884, als Gomez und Maceo in den VerelnigtenStaaten einen neuen Aufstand vorbereiteten, und in den folgenden Jahren, als Limbano Sanchez. Benitez und Agüero Aufstandsversuehe machten, die indeß Alle keinen Erfolg hatten. . Inzwischen verfolgte Gania ganz aufmerksam die spanische Politik. Im Vertrag von Zanion waren den CudanernReformen versprochen worden und die neue Partei der Autonomisten suchte diese Reformen, auch wirklich zu erreichen. Aber Garcia konnte sich bald überzeugen daß es der Regierung gar nicht Ernst mit ihren Versprechungen war. Diese Ueberzeugung verbreitete sich auch auf der Insel selbst und so war der Boden . vorbereitet für. den neuen Aufstand, der im Februar 1895 begann, als Jose Martiund Mazimo Gomez mit einigen Hundert Leuten in Varacoa landeten. Weil die spanische Negierung ihre Versprechungen nicht erfüllte, so hielt sich Garcia auch an seine Zusage nicht gebunden; im Spätjähr 1895 ging er nach New )ort und stellte sich zur Verfügung der dort errichteten cubanichen Junta. Es wur de für Garciä eine Expedition beschlossen und zu diesem Zwecke ein kleiner Dampfer, der Hawiimo" ausgerüstet und bewaffnet. Das'Schiff lief aus. scheiterte aber schon an der Küste von Long Island. Fast die ganze Mannschaft ging mit dem Schis s zu Grunde; Garcia und einige c,,idere wurden gerettet. Eine zweite Expedition fuhr am 24. Februar 1896 mit der .Bermuda" ab, die englische' Flagge trug und angeblich nach Santa Martha in Columbien bestimmt war. Aber de: spanische Consul in New York hatte Wind bekommen und ließ das Schiff, als es in Liberty Island Halt machte, durch die amerikanischen Behörden be. schlagnahmen. Garcia und sechzig seiner Gefährten wurden verhaftet, aber sie wurden sammt dem Schiffe nach kurzer Untersuchung wieder freigege fcen. Die .Bermuda- hatte zwei Hotchkiß - Kanonen und eine Menge Waffen und Munition an Bord und es gelang ihr. an der Ostküste Cuba's zu landen. Garcia erhielt sofort das Commando über die Aufständischen der Provinzen Camaguez und Santiago. Sein Heer betragt gegenwärtig zwi schen vier- und fünftausend Mann, die jetzt zwei Jahre den kleinen Krieg geführt haben rnrt alle Schlupfwinkel des Landes genau kennen. An den Kämvfen von Casina 'und El Caneu.
den Kämpfen um Santiago, nahmen jedoch nur etwa tausend Leute Garcia's Theil, denn General Shafter hatte die übrigen nach Acerradores gefchickt, um denJnsurgentenführer Rabi zu verstärken, der den Anmarsch der spanischen Hilfstruppen aufhalten tfvi w Ä i.
omt. ksx lonnle es aoer Nicvl oermn dern, daß 8000 Spanier wirklich in Santiago einrückten. Die Amerikaner . w rm i i r c . ri..r i ' icylonen varaus, vag oie nurgenien nur für den Hinterhalt und den Auf klärungsdienst etwas taugen, aber gegen geschlossene Bataillone in offener Schlacht nichts ausrichten könnten. In der That haben es die Cubaner bisher stets vermieden, mit den Spaniern sich in ein, regelrechtes Treffen einzulassen. Sonst wäre es den Spaniern ein Leichtes gewesen, diese schlecht bewaffneten Banden, die von der militärischen Tactik keine Ahnung haben, zu vernichten. Garcia hat un ter sich noch die Generale Rabi. Castillo und Capeto. Er verfügt auch über ein tapferes und entschlossenes Officierscorps, dessen Patriotismus freilich weit größer ist als seine militärischen Kenntnisse. Mit dem General Gomez steht Garcia auf dem besten Fuße. Nur hat sich Gomez häufig darüber zu beklagen gehabt, daß die Amerikaner ihn vollständig sich selbst überließen, sodaß er' an Allem, an Waffen. Kleidern, Munition und Lebensmitteln Mangel litt, während sie Garcia mit allem Nöthigen reichlich verfahen. Der Grund dieser ungleichen Behandlung liegt darin, daß die amerikanischen Hilfsexpeditionen an der Küste, wo Gomez sich befindet, nicht landen können, und daß auch Garcia ihm auf dem Landwege nichts von dem zukommen lassen konnte, was ihm die Amerikaner verschafften. Die Cap'Diamanten. Die Entstehung der Cap-Diamanten ist durch eine wichtige Untersuchung von Dr. Friedländer, die im englischen Geological Magazine" veröffentlicht wird, in ganz neuer Weise aufgeklärt worden. Die Entstehung dieser Diamantenfelder war bisher noch räthselhaft, und man konnte nur erwarten, daß weitere Erfolge in der Erzeugung künstlicher Diamanten eine richtige Erklärung herbeiführen würden. Der Pariser Chemiker Moissan erhielt künstliche Diamanten von winziger Größe dadurch, daß er geschmolzenes Eisen, das reich an Kohlenstoff war, unter hohem Druck erkalten ließ. Später wurde nachgewiesen, daß der Druck für die Entstehung der Diamanten im Eisen gar nicht besonders pari zu sein braucht, und daß sich mikroskopische Diamanten ganz gewöhnlich auch im Gußeisen finden, das bekanntlich stets feinvertheilten Kohlenstoff enthält. Die Erkenntniß dieser Thatsachen trug zur Erklärung der Entstehung der Cap - Diamanten wenig bei, da sich in deren Muttergestein, der sogenannten blauen Erde", Eisen in metallischem Zustande nicht findet. Es blieb noch die Annahme übrig, daß die Diamanten zwar zunächst unter der Erdoberfläche in geschmolzenem Eisen entstanden und dann später mit vulkanischen Massen weiter nach oben getragen wurden; aber dies ist unwahrscheinlich, Weil die vulkanische Masse im Zustande des Schmelzflusses die in ihr befindlichen Diamanten wieder aufgelöst haben würde. " Friedländer hat nun durch neue Versuche nachgewiesen, daß Diamanten auf künstlichem Wege auch in ganz anderen Stössen als in Eisen erzeugt werden können. Er schmolz ein kleines Stück Olivins, eines Minerals, das in vielen vulkanischen Gesteinen einen wichtigen Bestandtheil bildet, und berührte den oberen Theil desselben, noch während er sich in ceschmolzenem Zustande befand, mit einer kleinen Stange von Graphit, so daß auf diese Weise kleine Mengen von Kohlenstoff. aus dem der Graphit besteht, in den Olivin übergingen. Nachdem die Masse erkaltet war. fand Friedl'ander in dem Olivin eiste große Jabl mikro skopifcher Krystalle, die nach allen ihren Eigenschaften nur Diamanten fein konnten; dieselben saßen nur an den Stellen, wo er die Masse mit dem Gräphitstäbchen berührt hatte. Daraus ist zu schließen, daß die südafrikanischen Diamanten sich auf folgende Weise aebildet haben: eine geschmolzene vulkanische Masse von ähnlicher Zusammensetzung wie der Olivin durchbrach Gesteinsschichten. die Kohlenstoff etwa in Gestalt von Graphit enthielten, und aus den in die gluthflüssige Masse gelangenden Kohlentheilchen entstanden beim Erkalten die Diamanten Diese Erklärung wird durch die geologischen Verhältnisse der Diamantfelder des Caplandes durchaus unterstützt. Eine üot' luge. Humoreske von Rudolf Nawrocki. Es hatte schwere Kämpfe gekostet, ehe die beiden Naturen sich an einander gewöhnten, das heißt, bis es ihr gelungen war, ihn unter den Pantoffel zu bringen. Nicht durch gewaltsame stürmische Austritte war er dabin gekommen. O nein, in aller Ruhe und unter den liebenswürdigsten Formen hatte sich dies heimliche Ringen um die häusliche Hegemonie abgespielt. Nach außen hin suchte der Herr Doctor freilich den wahren Zustand der Dinge zu verschleiern, doch sah er bald ein, daß dÄs ein vergebliches Bemühen war. Und sein sanftes Elschen behauptete ihre einmal gewonnene Machtstellung mit so sicherem Erfolge, daß seine gelegentlichen Versuche, eigene Wege zu wandeln, stets einen kläglichen Vrrlauf nahmen. So war er. ein Philister bester Art geworden. Jahre gingen hin. Die junge Frau konnte sich kaum des kleinsten Zwistes entsinnen, der jemals den häuslichen Frieden bedroht hatte. Doch nein! Ein Vorkommniß haftete unauslöschlich in ihrem Gedachtniß. Sie erinnerte sich der Nacht noch genau, als ihr Hans nach einem gemütyttchen Zusammensei?. ; snt hy Ler.Collegtn nicht nur nicht zur et
winken lunoe, onoern ertt am frühen Morgen und in. gar. kläglichem Zustande heimgekommen. Es überlief sie noch jetzt ein Schauder, wenn sie an jene Nacht dachte. Freilich hatte er damalö unter der Einwirkung tiefster Zerknirschung das feierliche Versprechen gegeben, nie wieder derart gegen seine Natur und den heiligen Frieden ihrer Ehe zu sündigen, aber .... sie hatte ihn seitdem immer nur schweren Herzens außerhalb des Machtbereichs ihrer Augen gewußt. So auch heute, als ein paar seiner ehemaligen Studiengenossen, die nur vorübergehend in der Residenz weilten, ihn besucht und am Abend zu einem gemüthlichen Plauderstündchen nach irgend einer der sündhaft zahlreichen Weinstuben verschleppt hatten. Nur für ein Stündchen wollten die Freunde ihn ihres bestrickenden Zaubers berauben . . ., damit hatten sie schmeichelnd ihr seine Freiheit abgerungen. und Hans, das eindringlich beredte Minenspiel seiner jungen Frau mit sicherem 'Verständniß deutend, hatte versprochen, pünktlich heim zu kommen. . AuS dem einen Stündchen aber wurden zwei, drei ... Mitternacht kam heran. Schauerlich klangen die dumpsen Schläge der alten Kirchenuhr durch die Stille der Nacht. " ! '' Wenn ihrem Gatten ein Unglück zugestoßen wäre! Else wagte nicht, das Bett aufzusuchen. Wozu' auch? An Schlaf war bei ihrer hochgradigen Aufregung doch nicht zu denken. Ihre Phantasie war erschrecklich rege und zeigte ihr den Gatt.cn in tausend Gefahren. Brachten die Zeitungen doch erst kürzlich die 'Nachricht von dem arausigen Ueberfall eineS friedlichen Passanten! Konnte ihr Hans nicht un ter Mörder gefallen, verunglückt oder sonst in eine gesarhvolle Lage gerathen sein. . .?! , Je länger sie so in peinvoller ErWartung dasaß, desto schmerzlicher litt, sie unter den gewagtesten Wahn-
Vorstellungen ihrer gefolterten Seele. Schon graute der Morgen. In den Straßen wurde es lebendig. HanS kam immer noch nicht. Die volle Tageshelle fluthete in's Zimmer. Wenn er nur käme , so käme wie damals! Schon trollte ein Trupp munterer Schulbuben die Straße herauf, wenn die ihn sehen würden! Aber ihre Sorge war überflüssig; er kam nicht. Herrgott! und m genau einer halben Stunde mußte er in der Klasse sein! In ihren Schläfen hämmerte und pochte es unerträglich. Auf jeden Fall mußte sein Ausbleiben aus der Schule entschuldigt werden.' Sie selbst wollte dies besorgen. Wenige Minuten nach Acht betrat sie das Schulgebäude. Im Corridor des Erdgeschosses traf sie den Director der sie mit sichtlicher Ueberraschung empfing. Nun. meine verehrte Frau Doctor, was verschafft, uns die Ehre Ihres so frühen Besuches? - Gewiß em ormgendes Anliegen an den Herrn Gemahl? Darf ich .. Sehr liebenswürdig, Herr Director . . . .. aber mein Mann ist . . ., mein Mann kann beute : . .. ick ' bitte meinen Mann für heute zu entschuld! gen. er . . : ist .'. . krank-. . Endlich war's heraus. Aber davon hatte er mir ja kein Wort gesagt!" erwliderte kopfschuttelnd der Director. freilich, schlecht sah er aus; sehr schlecht . . Ja, und nun ist's über Nacht noch schlimmer geworden,' so daß es ihm unmöglich ist, zu unterrichten", fuhr sie muthiger fort. - - ' 1 Na, da ist freilich am besten, Sie nehmen ihn gleich wieder mit . . Der Director - wandte sich zur Thur des nächsten Classenzimmers, aber Frau Else-Hielt.ihnauf. ' Vielen Dank. Herr Director, aber mein Mann ist garnicht hier; ich habe ihn- lieber gleich zu Hause behalten....2öa a ?!" In des Direktors Mienen spiegelte sich für einen Augenblick der Ausdruck maßlosesten Erstau nens wider. Aber daseist ja unmöglich! stieß er nach einer kurzen Pause mit so merkwürdiger Betonung hervor, daß Else heftig' zusammenschrak. Und doch ist es, wie ich Ihnen sage . betheuerte sie 'verwirrt. Auf ihren Wangen kamen und gingen die rosigen Wellen. , "'Plötzlich machte der Director nach kurzer Ueberlegung eine entschlossene Wendung. Aber so überzeugen Sie sich' doch selbst . . ." .Mit diesen Worten öffnete er die ThUr des. zunächst .liegenden Klassenzimmers, und die junge Frau erblickte . sie meinte, in die Erde sinken zu müssen ihren Gatten, wie er. wenn auch ein wenig blaß und übernächtig, fo doch gesund und, soweit mpn .'dies nach, einer durchschwärmten ' Nacht fein " kann, frisch und munter seine Schüler in' die Geheimnisse -der' sphärischen Trigonometrie einzuweihen bemüht war'. .' Im nächsten Augenblicke standen die beiden Gatten sich ohne Zeugen' wortlos gegenüber . . . Der Director. dem allmälig der wirkliche Zusammenhang klar geworde., war, hatte sich in sein Amtszimmer zurückgezogen, um die nothwendig gewordene Vertretung anzuordnen. , Wenige Minuten sväter verließ die Frau Doctor in Begleitung ihresMannes das Schulgebäude ... In eingeweihten Kreisen war für einige Zett nach diesem Vorfall das Capitel von den Nothlügen ein außerordentlich beliebtes Gesprächsthema. Rückfällig ist der Herr Doctor nicht mehr geworden . . . ' DasSchwurgerichtzu Thorn verurtheilte wegen Mordversuchs bezw. Anstiftung zum Morde den Maschinisten Borkowki aus Culmsee und den Besitzer' Ciesielski aus Wielkalonka zu. je 7 Jahren ZuchtHaus. Ersterer hat die , Ehefrau , deö Ciesielski, durch zwei Revolverschüss zu todten versucht, zu welchem Verbrechen er; durch Ciesielski angestiftet worden Nar, der ihm für die Ermordung der s?rau 500 Thaler versprochen hatte. ..
Vom Jnlande.'
Mit Drillingen, lauter Mädchen, beschenkte Frau Joseph Lawine in Trenton, N. I., ihren Gatten. Eines der munteren Kinder wog bei der Geburt nur 40 Unzen und war 7 Zoll lang. Zweitausend Eisenbahnzüge von je zwanzig Waggons werden nach conservativen Schätzungen erforderlich fein, um den Weizenreichthum von Süd - Dakota's südöstlichen Gefilden nach den Märkten des Ostens zu befördern. D e r k l e i n e, 500 Einwohner zählende Ort Beckwith, Cal., ist durch Feuer fast vollständig zerstört worden. Fünfzehn Wohnhäuser, mehrere Läden, die Freimaurerhalle, die Bahnstation, wo das Feuer ausbrach, und andere Gebäude wurden eingeäschert. JnSantaCruz, Cal., machte Frau Klotzley einen Versuch, ihren geschiedenen Mann und sein G Jahre altes Kind zu tödten. Der Mann erhielt eine Kugel in der Schulter, das Kind blieb unversehrt. Die Frau verschluckte 'darauf eine Dosis Morphin. , . Auf einem unbebauten Grundstück in Rozbury, einer Vorstadt von Boston, wurden die Leichen von sechs kleinen Kindern gefunden, die fämmtlich in baumwollene Tücher eingewickelt waren. Die Polizei ist mit der' Untersuchung der Sache besch'aftigt. Ein lebendes Hündchen, das nur sieben Achtel Zoll 'lang und fünf Achtel Zoll hoch war. befand sich unter einem Wurf von acht Jungen, die eine 150 Pfd. schwere Hündin in Tottenville, S..J., zur Welt brachte. Das Thierchen 'war munter und alle s,ine Gliedmaßen ' durchaus normal entwickelt. In der Nähe von Lenson, Ark.. hat Jasper. Simpson, welcher sich seiner Verhaftung widersetzte, die Bundesmarschälle I. B. Grady und L. S. Hill erschossen. Der junge Grady war ein Sohn des Bundesmarschalls Grady vom Centraldistrikte. Hill war Hülfsmarschall in Cameron, Ark. Der Mörder entkam. Im Zustande der Trunkenheit machte der Gemeine Stanley. Comp. G des 1. Montana-Regiments. in San Francisco mit einem Messer einen, Angriff auf Lieut. Conrad von derselben Compagnie. Serg. Frank Morford streckte ihn mit einem Kolbenschlaae besinnungslos zu Boden und überlieferte ihn der Polizei. Sehr lohnend erweist sich für die Fischer in Hadlyme. Conn.. der Storfang. Die Leute sind nämlich hinter das Gehelmnm der Cavmrfa brication gekommen und verarbeiten jetzt den Rogen der gefangenen Störe an Ort und Stelle. Der Rogen eines einzigen Fisches bringt $8 bis $15 und das Störfleisch wird mit 6 bis 10 Cents pro Pfund bezakä. . Der12Jahre alte Chaö. Horner half femem Vater, der auf der Farm von Henry Wheaton in Hopewell Township, N. I., beschäftigt ist, und futschirte ein Paar Maulesel, die vor einem Wagen . gespannt waren. ,Die Thiere wurden scheu, der Knabe stürzte aus dem Wagen, ward übersahren und gekostet. Auf der berühmten Dal-rymple-Farm in Nord-Dakota sind 4000 Acres halbreifen Weizens verha gelt. 4000 Acres, das sind 6 Quadrat Meilen. Da die ganze Dalrvmvle Farm 32.000 Acres umsaßt, und beinahe die ganze Flache davon Jahr auS Jayr ein mit Sommerweizen bestellt ist werden sich die Dalrymple's selbst über diesen Hagel-UnfaU zu trösten wissen. B ei'' m Ck ras mähen fuhr die Mähmaschine von Georg Hertzog in Uniontown, Pa., über eine Schlange und schnitt derselben 5$ Fuß von dem Korper ab. wahrend das Reptil selbst sich tn hastigen Sätzen dem naheqeleae nen Gehölz zuwandte. Man vermuthet. daß es sich in diesem Falle um die Schlange handelte, die seit 1889 die Gegend namentlich "zur Sommerszeit unsicher gemacht hat. Wie verlautet, soll das Reptil nahezu 22 Fuß lang sein. Im CrimZnal. Distriktsaerichte zu Dallas. Ter wurde der Neger Josh Malone zum Tode verurtheilt. Derselbe hatte die 75jährige Frau Freden Stein vor etwa 14 Tagen vergewaltigt. Malone gestand seine verbrecherische That kaltblütig ein-. Das entsetzlich zugerichtete Opfer deS schwarzen Unholds war im Gerichtssaal in einem Tragsessel anwesend und erregte allgemeines Mitleid. EineFranziskane r-Schwe-ster. welche 107 Jahre alt ist, gibt es in Baltimore, Md. Es ist die Schwester Ellen Joseph, ine Negerin, welche als Sklavin in Marlboro, Prince George's County, Md., geboren wurde und' im Jahre 1827 ihre Freiheit erhielt.. Dem Orden, in den sie. noch durch dessen Begründer P. I. Joubert aufgenommen wurde, gehört sie über 40. Jahre an. Derälteste Weiße Bewohner der Vereinigten Staaten dürfte James Walsh sein, der in Allegheny County, Md., bei seinem Schwiegersöhne Patrick Mullooly wohnt. Der alte Herr, welcher vor eingen Tagen sein 10ö. Lebensjahr, vollendete, ' ist ein Jrländer von Geburt, trotz seines ungewöhnlich holen Alters aber noch sehr rüstig.' ' Den Bürgerkrieg hat er seiner Zeit als Siebzigjähriger mitgemacht und zwar als Stellvertreter für einen seiner Söhnen A u s d e m C o u n t y-G e f ä n gniß zu Salem, N. I., entsprangen zwei Gefangene, Wm. Mason und Harry Halvin, die unter Beschuldigung des Einbruchs verhaftet worden waren. Sie gruben-sich einen Weg durch den Fußboden ihrer Zelle hindurch, nach dem Keller, und von dort aus war es ihnen eine Leichtigkeit, za entfliehen.' Man verfolgte' sie. stellte sie im Walde, doch vertheidigten sich die Kerle mit Revolverschüssen, woraus man schließen kann, daß Jemand draußen auf die Ausbrecher gewartet und ibnert Waffen gegeben hatte.
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' You see, to start with," said a Cereland, Ohfocomposltor, mjr work that of settingtype at the c&s allows ine little chane (or exercise, and is too confining for anybodjr wbo 1s la the least subject to indiges tion or dyspepsia.' That has been my troublo for years, and I attribute the recent noticeable improvement la mj physlcal condilioa to tho occasional use of
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I sirst heard of thera through a fcllow-workman who, on hearing my ta!e of woe, one day offered me a Tabule and said he would guarantee it to act on the lirer. I took it under protest, but was surprised with the result. It was gentle but effective, and since then I have gradually noted an entire change In the working of my System, and I think that Ripans Tabules are the best remedy for liver and stomach troubles this side of anywhere. They are really in my case a substitute for physical exercise."
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Vom Auslande. Nunis:dasFahrra iY auch in den Dienst der Geburtshilfe gestellt to.rden. In Bern haben sich nämlich ein halbes Dutzend Hel:mmen zum Zwecke rascher Hilfeleistung Stahlrosse angeschafft. Das klein st e Buch der Welt" haben jetzt die Brüder Salmin in Padua hergestellt. Das typographische Kleinod ist ein volunitto" von 10 : 6 Millimeter mit je 10 Linien auf 203 Seiten, enthaltend einen bisher ungedruckten Brief Galileis an Chrislina von Lothringen aus lxm Jahre 1023. t- In der Nähe der Stadt Brückenau wurde die Sinn durch Zusührung giftiger Stoffe derart verunreinigt, daß eine große Anzahl Forellen verendeten. Die That stellte sich als ein Racheact gegen den Besitzer des Fischwassers, Commercienrath Roth, heraus, der als Pächter des Bades Brückenau mit den Bewohnern der Stadt Brückenau schon mehrfach Differenzen batte. D i e Kinderwärterin der Gräfin Boni de Castellane. die ihre todlgeborcnen Zwillinge den Hun den eines an das Hotel Castellane anstoßcndcn Gartens vorwarf, wurde vor dem Zuchtpollzeiqerlcht zu 2 Iah ren Gefängniß verurtheilt. Wie man sich erinnert, hat der Boraana ein Di:cll zwischen dem Grafen de Castel .ane und dem Socialisten Graultvllchard veranlaßt. D i e Gesammtzahl de infolge der Mai - Unruhen unterdrückten Zeitungen Italiens beläuft sich auf 111. darunter W) socialistische, 3 anarchistische, 10 republikanische, 25 clericaie; 21 andere Zeitungen haben kerne bestimmte politische ??ärbunq. eine (l voro ruolfV) war Gegnerin des italienischen Einheitsstaates, und eine (Mattino) war monarchisch - constitutionell, dabei aber fanatisch crispirnsch. An den drei Universi täten der deutschen Schweiz studiren in diesem Halbjahr im Ganzen 335 ffrauen. In Zürich allein studiren 194 fxrauen bei einer Gesammtzahl der Studlrenden von 804. In Zürich stu diren 6 Damen Staatswiss enschaften. Die Universität zählt 124 Medizinerinnen; ihrer Nationalität nach 6 Zu richennnen. 7 aus anderen Cantonen der, Schweiz. 25 Reichsdeutsche (unter ihnen wieder 4 Berlinerinnen) und G Oesterreicherinncn. ' Arberr er auf Zeche Borussia" bei Dortmund, die mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt waren, fanden wenige Fuß unter der Erde ein menschliches Skelett, d nach Angabe von Sachverständigen etwa 8 Jahre in der. Erde ' gelegen haben . kann. Es wird, wie man annimmt, das Skelett des Knechtes Pinke aus dem Dorfe Kley sein, der im Jahre 1890 plötzlich verschwand. Er ist offenbar erschlagen worden. , Seine Mörder haben die Leiche vergraben. In Schottland gibt es eine Kohlenzeche, die über 50 Jahre lang brannte. Jetzt endlich ist sie ausgebrannt. Die Grube liegt auf den Dalguarrhan'schen Gütern bei Dailly. Häufig sind kostspielige Versuche unternommen worden, dasFeuer zu dämpfen, aber sie haben niemals Erfolg gehabt. Mehr als einmal hörte man donnerähnliches' Geräusch unter ' der Erde. Nur Felsmassen verhinderten, daß sich das Feuer auf die angrenzenden Minen ausdehnte. Bei dem großen Rennen in Odense auf Fünen stürzte der Husaren - Officier Baron Gregers We-dell-Wedellsbarg im Officiers-öinder-niß-Renncn über eine Verhinderung und trug so schwere Verlekunaen des Rückgrats davon, daß, wenn sein Leben überhaupt gerettet werden kann, völlige Lähmung des Unterkörpers .befürchtet werden muß. Barcm Wedell, einer der flottesten Reiter Dänemarks, i . . rlir ammeryerrn earenius Anisecd", die im Falle das Genick brack
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