Indiana Tribüne, Volume 21, Number 321, Indianapolis, Marion County, 9 August 1898 — Page 3

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Stoiircr Magen.

..Nachdem i.f) Sewoenwar, EaSearetS lu terui!)cn, will ich nie me'r ohne st im Hause sein. Meme Lcber war in scdr schlechter Bersassun. mein Kops schmerzte, znd ich hatte Magrubeschwerden. JeLt. sei ich (Ia3cr.rct3 nahm, fühle ich mch prächtig, ajfcine ffrau gebrauchte fte ebenfalls mit Erfolg aeaen sauer Magen.- Jo. Krehltvg. n Souzred et. et l'out, Clo. LAX I R IONS 4 ngencdm, famatflraft, wirksam. Ccdmecken ant, ttran gut, macven nie krank over tctrea, verursachen leine Cchmerzen. Ic. 25c. 50c. Heile Bttftopfnng. Steril KaM4y Cmpmj. Chicago, Iwlrnl, Hern Trfc. 31 Xsl-Tsi-ll i s verkauft und garantter von alle wiJAlj polheker ,ur HeUung der Tabaks geweynhett. Dr. Louis Burekhardt, No. 1134 Sttd Meridian Strafze. Sprechstunden: 9 Morgen? und 7 dend. Willoughby Block, 224 Nord Meridian Straße. Spre'ch stunden: 2 4 Nachmittag. Tel.SZS'k. Dr. I. Wühler, 120 Sst ffcEnrty Str. Sprechstunden : 8 615 9 Uhr Perm. ; 2 613 3 i hr Nachm.; 8 diZ 9 Uhr DendS. Telephon 1446. -kvechde: e?onntaa nux Vortttaal. 0. C. EVEllTS, utscher Zahn - Arzt. De o. 8j floxi Pennsylvania 61t. R Hl wird cuT Wunsch angewandt. ' Die Offlre von Dr. 11. PINK und Dr. COLE, befindet sich in No. 24 Ost Ohio Strafze. Tklexhon Ro. 927 wie biZhn. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, No. 90)6 Ost Market Strotze. Cossin Block. Zimmer 43. Osftce-Ctunden: 9 bU 12 93m., llilSflm., 7 l 9 bd. Sonntag von 10 Nlzr B. bi 2 Uhr N V U i t JUl XATJ M! fftlfellYW VS RlPANS TABülES re intcnded sor cKUdrcn, hdics and al) who prefer a medidne disguised a oorv scctlonery. They may r.ow bc had (put vp in Tin Boxes, sevcnty-twö In a box), price, rwenty-sive ccnts er fivc boxes sor enc dollar. Any druggist will grt them isyou inttst, and thcy may always be -l I 1 i.. .1 t.T . uuioincu iv rciwmrig wjc yutc u Kicmpai viibiiuvuiyriTr Companjyi-waioV-j riQflC L PPRUCgST fclT i i ii i i l MMfMi rncRipans Chemical Dak. Teutsch'Amcrikamsche k? ii editsbureau 1 stotoriat von II. MAKCKAVORTII, 532 Vine St , Cincinnati, O., ist anerkannt da älteste, weitverbrei teste und zuverlässigste in Amerika und Deutschland, und alle Ansprüche auf Erbschaften und Hechte, kann man Vertrauensvoll in seine Hände legen, und versichert sein, daß die kleinsten, tote die größten vollmachtS'Aufträge mit gleichem Eifer und genauer Recht? kenntniß prompt und gewissenhast er ledigt werden. Die sfijiell itste Kl kl ß fii es fi I tl K p P IM II j I KÜ I Vhl vermisster Lrdsn i wöchentlich in diesem Blatt erneuert. Ifei MO tXJLtJ.tXtt4i1J ihl44s 60 YEARS vy X- EXPERIENCE D Tradc Marks Designs rtl' Copyrights Ac Anrem endlng sketch nd dwicription may onlekly Mcertain onr pinion sree whether aa siiV.ntloii tprobblrPtentble. Commnnlc. UoVa Ptrtct yconfldentsaL Handbook on Patent Mit , i rea iVett atrency ser ecurtng : patent. ?;4r!S iitea thront Muyn i Ca recelT trial notier wlthout cbirge. In tbe Scientific American. v...niT tiinatrated weekly. LreetN eolatlon 01 any Ä B..v. ------- iri. Irinrnu. Tenna. 13 a year z fonr montiia. K?,,., . !!.., Vnrfc l. u & C0.381BreillBW JO 1 BAiu-h Mfflea. C5 V fit. Wwhlngton, U U i. BU1 byall newadfaler. Lraoed Me. S& V kVdwron. M. Gierke. Qentsöer Vttchbwdev. 417 Oft McCarty Str. öcke Eaft. Vp Stairs. terr srl tnapanf.T 11 Hlftl Ctrtli atrnnt njeueunrnata tt lain. AflloIwEa HTrey, (Old rreelom A Rlght.) Sotary Public, Translator. Corresponflent etc. No. 970 West Walnut St.

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Alte und Junge.

Neman von Emil Kaiser. (Fortsetzung.) Er hatte seinen Muth nöthig, um sich durchzuschlagen durch die nächsten Wochen. Der Gruß Traudchens wurde immer kälter. Und wenn er einmal Mittags Zeit fand, in di Wirthschaft zu kommen und zu plaudern, fo war es ihr oft ungelegen, sie wich ihm aus. Zuweilen traf er auch Tonius in der Schenkstube. den er dort nicht gern sah. da Traudchen sehr freundlich zu ihm war. Er konnte tl sich nicht versagen, ihr einmal Vorstellungen hierüber zu machen. Sie lachte verlegen. Ich kann ihm nicht wehren, zu lom nun, sagte sie. Du verkehrst aber mit ihm so vertraulich, als wäre er Dein Bruder, klagte Neiner. Ich werde doch noch mit den Leuten sprechen dürfen, wie ich will, meinte sie schnippisch. Du hast kein Recht, mir darüber Vorschriften zu machen. Aber wenn ich Dich bitte? wandte er ein. Dann muß ich's Dir abschlagen, entgegnete sie. Gekrankt ging er davon. Sein Weg führte ihn zu den Canalarbeiten. Auch diefe hatten in der wärmeren Jahreszeit m Angriff genom men werden müssen. Ich wurde mich dem fetzt gern entziehen, hatte Gerhardt gesagt, aber der Contrakt mit der Stadt ist einmal gemacht. Für die Zukunft werde ich größere Arbeiten nicht übernehmen. Es ergaben sich beim Ausschachten der tiefen Gräben für den Canal besondere Schwierigkeiten. Der Boden war tn früherer Zeit angeschüttet: um ein Nachrutschen des lockeren Grundes zu verhindern, mußten Spundwände geschlagen werden. Als der Baumeister sich selbst hiervon an Ort und Stelle überzeugt hatte und Reiner die Stärken der Hölzer aufgab, bemerkte, dieser, daß die Firma Pätz und Schell-, bera. die die Ausführung deS angrenSenden Loses übernommen, weit leichtere und zum Theil alte Holzer in dem Schacht verwende. Gerhardt wollte aber hiervon nichts wissen. Wir wollen uns durch Ver-, Wendung geringeren Materials keine Unannehmlichkeiten zuziehen. Indem Reiner heute die Arbeits stätte betrat, bemerkte er mit Genug thuung Gerhardt und Olga aus derselben. Ich muß doch einmal selbst sehen. wie es vorwärts geht, sagte der Baumeiste? nach der Begrüßung. Es klappt ja alles. Morgen wird der erste Sohlstem verlegt werden können. Die drüben ljabeit schon heute damit begonnen. Er wies nach der wenige Schritte entfernden Winde des anstoßenden Loseö. Ich will doch einmal hlnunterstngen, meinte leryarvl. sie vieiven wohl so lange hier oben bei memer Tochter. Damit ging er zu der Winde seines Schachtes, betrat den Forderkorb und wurde langsam von den Arbeitern hinabgelassen. Olga trat neugierig an den Rand des Grabens und spähte in die Tiefe. Es muß kein angenehmes Arbeiten da unten fein, sagte sie. Das ist Gewohnheitssache, sagte Reiner. Diese Leute halten es sicher für angenehm; eS sind Bergleute, die wohl sonst in noch dunkleren Lochern arbeiten müssen. Sie mögen recht haben, entgegnete die iunqe Dame. Man unterschätzt leicht die Macht der Gewohnheit. Was findet man nicht alles zu bedauern an andern, und wenn man die Leute selbst Srnn fn fiiMpn fi firf Ni,I?elckt aan, I i "t - o 1 alücklich in den Verhältnissen, die UNser Mitleid erregt haben. Und darum ist es wohl besser, man gewöhnt sich das Mitleid überhaupt ab. bemerkte Remer leichthin. Olga schaute überrascht zu ihm aus,

j und da sie einen vorwurfsvollen Blick ?!auf sich gerichtet sah. entgegnete sie

kalt: Es kann das a Jeder machen, . . :rr vx ' c an.!..... er. idic er roiu. vlli ver atcinujig,üuj viele Menschen oft an der unrechten Stelle mit Mitleid und Bedauern um sich werfen und doch nicht den Muth haben, thatkräftig zuzugreifen, wenn Hilfe noththut. Reiner wußte daraus nichts zu erwi VlltV v U v . -7 - j -. - dern, und das schöne Mädchen schien w r n i.!. 1I auch aar keine Lust zu haben, die Unierhaltung mit ihm fortzusetzen, sie sah angelegentlich m den Schacht hinab und wandte sich erst wieder zurück, als der Baumeister unten an's Seil trat. um sich wieder hlnaufwmden zu lassen. Während der Unteroaltuna zwischen Reiner undOlga fuhr ein schweres, mit Cementrohren beladenes Fuhrwerk aus die Baustelle der Firma Pätz und Schellvera und gleich darauf erscholl aus dem dortigen Schacht ein Rusen und Schreien, gefolgt von einem Jw cben und Brechen der Bretter und Balken und von dem Schollern niederstürzender Erdmassen. Im Nu waren die Arbeiter aus dem Schacht herauf. Zu dreien hatten sie sich an dasSeil der Winde geklammert. I nocic iieiifiicn uci vie ullVenoen Balken empor. Der Narren hielt, aber I j, , r . , . ' , . andere kletterten über die stützenden. nocy immer rraazien oieoyien zuiammen, und das Erdreich rutschte nach. Reiner eilte der Stätte deö Unfalls zu, die Arbeiter Gerhardts verließen eben faus den Schacht, um ihren Kameraden zu Hilfe zu eilen. Auch der Bauneifter selbst aina. oben anaekomn'kn. raschen Schrittes nach der bedrohter Stelle. ES war ein Schreien und Durchein. anderlaufen um die Winde, doch klang durch den Tumult Reiners Stimme kräftig durch. Ist noch Jemand unten? rief er. Einer sah den Andern fragend an. 3?ch weik es nicht, sagte der Schacht i.ift, Krrn sibftrfit nft ftatftc S m. " ' " " Ich glaube wohl, es ist emer verschüttet, meinte ein Maurer. Der Baumeister ist nicht herausge kommen, sagte der Schachtmeister, sich

im zereue umschauend.

Ja. Herr Patz ff! noch unten, ließ sich ein anderer Maurer vernehmen. Er stolperte, wie er dem Seil zulief, da fielen die Bretter über ihn. Es ist jetzt nichts zu wollen, sagte der Schachtmeister zu Reiner, der sich an die Winde dränate. ES fällt immer

noch nach. j Reiner schaute in die Tiefe hinab. Gerade unter der Winde hatten die Bretter dem Erddruck Widerstand ge- -leistet, aber das Loch war so eng. daß . man unlen Nichts zu erkennen vermochte. Das wird auch kaum noch lange halten, fuhr der Meister fort, und Gerhardt, der hinzugekommen war, bestätigte diese Meinung. ToniuS! rief Reiner in die Tiefe '. hinab. Er lauschte; ein Stöhnen kam von unten, als Antwort herauf. Leute an die Winde! rief er. Sie werden nicht hinuntergehen, Obermann, sagte der Baumeister, das Loch kann jeden Augenblick zusammenbrechen. Schnell, alarmirt die Feuerwehr. Reiner hatte schon den Fuß in der Kette. Der Schachtmeister griff nach der einen Handhabe, ein Arbeiter trat auf Reiners Wink an die andere, langsam senkte sich Reiner zur Tiefe hinab. Auf das Getümmel war jetzt lautlose Stille gefolgt, alles drängte um die Oeffnung. Zurück! rief der Baumeister. Es darf keiner näher als fünf Schritte an den Schacht heran. Die Belastung wird nur größer. Die Menge wich gehorsam zurück, nur die beiden Leute an der Winde blieben stehen,. und auch Olga drängte durch die Reihen der Arbeiter, die ihr ehrerbietig Platz machten. Weit vorgebeugten Leibes spähte sie in die dunkle Tiefe. Der Baumeister sah erstaunt auf seine Tochter. Geh zurück! befahl er. Wenn der Verunglückte heraufgeschafft wird, ist das kein Anblick für Dich. Laß mich! bat sie und sah ihn mit so angsterfülltenBlicken an.-daß er verstummte. Noch immer rollten einzelne Steine und Erdschollen in den Schacht hinab, dazwischen hörte man Reiner drunten sprechen, aber mit leiserStimme, so daß seine Worte oben unverständlich blieben. Laßt ein Brecheisen herunter, schnell! tönte nach einer Weile sein Rus vernehmlich herauf. Was wollen Sie machen? rief der Baumeister zurück. Er ist mit dem Fuße festgeklemmt. Ich muß das Brett heben, damit ich das Bein frei bekomme. Ich wollte, er käme herauf, sagte der Baumeister besorgt zu Olga. Die Bretter haben mehr nachgegeben. Das Loch bleibt keine Viertelstunde mehr offen. Geh Du wenigstens weiter zurück, mahnte er nochmals. Aber sie schien ihn nicht zu hören, unbeweglich verharrte sie an ihrem Platze. Das verlangte Werkzeug wurde hinuntergelassen. Noch in zweites Seil mit einer Schlinge! tönte wieder Reiners Befehl. Wieder vergingen einige bange Augenblicke. Man hörte das Eisen in der Tiese ansetzen, dann ein Krachen des Holzes, ein Nachsturzen der Trummer und des Schuttes und einen lauten Schmerzensschrei. In der lautlosen Stille klang' eS schauerlich aus der Tiefe empor. Einen Augenblick blieb auch drunten alles ruhig, dann hörte man das Wegräumen deS Holzes und der Erde, es wurde an den Seilen gerückt, die von der Wmde herunterhmgen. und nach Kurzem erscholl ein kräftiges: Auf! Hastig arbeiteten die Manner an der Winde. Tonius und Reiners Körper tauchten aus der Tiefe empor. Vorsichtig! rief Reiner, als die Arbeiter dem Geretteten die Hände entgegenstreckten. Er ist ohnmächtig. Als Gerhardt, ehe er zu Reiner trat. mit raschem Blick seine Tochter streifte, sah er, daß diese in die Kniee gesunken war. Der Verwundete wurde auf einige Kalksäcke gebettet und erlangte, nachdem man ihm das Gesicht mit Wasser genetzt, bald seine Besinnung wieder. Gerhardt beorderte einen Arbeiter, den nächsten Arzt herbeizurufen, kurze Zeit darauf rasselte auch schon ein Wagen der Feuerwehr heran. Der Baumeister qmq dem Ospner entgegen und fetzte ihm mit kurzen Worten die Sachlage auseinander; dann wandte er sich zu Meiner, schweigend bot er ihm dieHand hin und schüttelte lange die des muthigen Retters. Sie sind wohl so freundlich, meine Tochter nach Hause zu führen, sagte er darauf kurz. Ich bleibe einstweilen hier, um nach dem Rechten zu sehen; benachrichtigen Sie Herrn Schellberg, wenn er zu Hause ist, von dem, was hier vorgefallen. Remer freute nch, wie Gerhardt so vor ihm stand, daß wieder em Zug der alten Thatkraft und Umsicht aus seinem Wesen sprach. Kurz klangen die -m m w h. A. rm . I . . Befehle, die er oen Arbeitern aao. aoer sie waren die richtigen.und man fühlte. van er nicht m der Hast bandelte, ondern olö Herr der Situation. Auch als Olga jetzt herankam, klang sein Ton befehlend, wie er sagte: Ich habe hier nock zu tbun. Serr Overmann wird Dick nach vause bringen. 1 u Reiner stand abwartend da. lir fühlte, daß der Baumeister ihm sein zuerirauen oeiveiien lvouie, , r . vi. ! V . ... ibn die Tochter nach Lau e vegteiien hieß, aber der Austrag war ihm nicht willkommen. Gehen wir, mußte Olga den ruhig Danebenden mabnen. Er zog den Hut vor Gerhardt und verließ schweigend neben der Dame den Arbeitsplatz. Als sie in die nächste Strake einbogen, näherte sich Olga ihm und bat leise: Reichen Sie mir Ihren Arm. Diese Aufforderung kam ihm uner wartet, doch fügte er sich schweigend ihrem Wunsche. ES ist mir in die Glieder gefahren sagte Olga mit einem schwachen Versuch, einen scherzhaften Ton anzuschla gen. Nehmen Sie mir meine Bitte ich übel. Er fühlte, daß sie sich in der Tha euf seinen Arm Nüdte.

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toic zürnen Mir wegen meiner xuuuz vott vorhin, begann daS Mädchen wieder. da er noch immer schwieg. Ich sehe ein. daß sie unpassend waren. Glauben Sie. erwiderte er schroff, daß ich nur um Ihrer Worte willen Herrn Pätz beigesprungen bin? ' Nein, Sie handelten nur nach Ihrem natürlichen Gefühl; aber eben, daß ich das einsehe.macht mir meine schlim-! men Worte besonders peinlich. Sie ' haben weit mehr gethan, als thatkräf-' tigcs Mitleid geübt. Sie haben sich selbst in Gefahr begeben, um einen andern zu retten. Ich hatte überhaupt keine Zeit, an ! die Gefahr zu denken. Sie sind ein edler Mensch, sagte Olga warm. Ich hoffe, daß Sie mir deshalb auch verzeihen werden. Retner traute Olga kem aewohnliches menschliches Gefühl zu, deshalb klang seme Antwort auf ihre sreundliche Anrede rauher als nöthig gewesm Ware. Sie haben doch aar keinen Grund, mich um Verzeihung zu bitten, gnädiges Fräulein, ich mußt ja sonst dasselbe thun; denn wenn ich nicht irre, hatt ich Sie gereizt. Das iunge Madchen hatte eme dessere Antwort erwartet, doch versuchte sie noch einmal, eine Verständigung zuWege zu bringen. Wir kennen unö wenig, Herr Odermann, sagte sie. Da entstehen leicht Mißverständnisse. Ich habe Ihnen einm Grund gegeben. Ihr Urtheil über mich, mag es nun sein wie eS will, zu ändern, ich fühle mich aber nach dem, was Sie gethan haben, verpsllch tet, meine harten Wort als ein Unrecht gegen Sie zu bezeichnen. Sie machen viel zu viel aus dem. was geschehen ist, erwiderte er ehrlich; was ich that, war mir etwas ganz Selbstverständliches, die Aufregung hat mich fortgerlssen. Von den andern wollte keiner hinunter, das ärgerte mich, und darum that ich's selbst, schon um ihnen zu zeigen, daß nichts dabei sei. Ich bin überzeugt, daß in kurzer Zeit irgend ein anderer, etwa einer der Feuerwehrleute, bei kaltem Blut dasselbe gewagt hatte. Es mochte alles ganz richtig sein. was Reiner da sagte, auch stand dem nichts im Wege, seine Rede als einm Ausfluß seiner Bescheidenheit zu berächten, Olga aber dachte letzt von ihm nur das gleiche, was er von ihr schon oft gesagt: Er ist hochmüthig. lFonsezung folgt.) Air rchtcn zeyn Mark. Bon Theo. Malade. rn Dr. Scbneidebein. seines 5lrihens wohlbestallter Assistenzarzt aus der chirurgischen Abtheilung des Grünheimer Krankenhauses, ging felostzufrleden n seinem Zimmer auf und ab. Er war soeben von der gemeinsamen Mittaastafel der Ansialtsärzte zurückgekehrt und fühlte in sich v.:. " , i.. v . n . rn.t . r: vir luiycuiuc unu geistige ;ociüyuup Zeit, die ein autes Mahl, aenossen in angeregter Gesellschaft, zu hinterlassen pflegt. .So-, sagte er m sich, .es tu doch eine schöne Wahrheit: Wenn man gut gegessen und getrunken hat, kann man leicht die Arbeit entbehren", und zllndete sich eine Cigarre an. Dann legte er sich auf das Ruhebett and blies wohlgefällig die kleinen Rauchwolken in die Luft. Herr Schneidebein hatte heute Krankenaufnahme. Es ist Thatsache: an den Tagen, an denen Schneidebein die Aufnahme oblag, glich das KrankenHaus einem Taubenschlaae. Ja. in der Nacht seines letzten Dienstes war er das wies das Ausnahmeiournal nach gezählte acht Mal geweckt worden. Die ersten siebenMale erschien er wohlbekleidet mit Beinkleid und Schlafrock im Ausnahmezimmer. Beim achten Male soll er, man weiß nicht, ob im Aerger über die neue Störung oder im Eiser des Berufes, die Beinkleider vergessen und zum Entsetzen der Schwester und der anderen Anwesenden nur angethan mit Schlafrock und Pantoffeln, seines Dienstes gewaltet cc. rr . je t ijr jt c er. iuucu. xjvo) mini ioj micn yur. uic Wahrheit des letzteren Gerüchtes nicht verbürgen. Jedenfalls erzählte man es ficv am nächsten Tage im Asststentenkasino. Heute nun herrschte auffallenderweise große Ruhe. Dr. Schneidebein konnte sich daher, wahrend er den Rest der Cigarre einsoa. völlia seinen Gedanken hingeben. Und diese lenkten sich immer wieder aus die heutige Tischunterhaltung. Herr Schneidebein war beaeisserter Chirurg und stellte, wie sehr viele seiner Berussgenossen, seine Kunst hoch über die innere Medizin. Wenn er dieser seiner Ansicht auch nicht offenen Ausdruck gab, so konnte eine von anderer Seite ausgesprochene gegentheilige Meinung ihn bis zur Wuth reizen. Das hatte Herr Dr. Mever. ein College der inneren Station, bald bemerkt und suchte jede Geleaenbeit. ihn zu argern. Heute wieder hatte er das ' - . . V ' ' . ' beliebte Thema bei Tisch angeregt und wieder hatte Schneidebein mi Freude der Tischgesellschaft sich in eine erregte Erörterung treiben lassen. Jst doch eine einaebildete Gesell schaft. diese Herren von der ' inneren Station! Wie sagte vorhin der Meyer? Da suhlt Ihr den Krebsknoten mit der ganzen Hand, schneidet den Aauck uf. nekmt KZ- siffrf,rm,W heraus, näht ihn wieder zu und fertig ist die ache. Dagegen wir Inneren! Wird mir Einer auf die Abtheilung gebracht, dann muß ich mit einem einzigen genialen Blick in sein Inneres drinaen: Du basis an der Leber. Du am Herzen. Du im Kovfe . . . Aber ick habe es ihm gegeben", murmelte chneldebein. Ganz richtig, lieber College, und wer eö nicht im Kops hat, muß es eben in den Beinen ha den!" Er lächelte zufrieden in der Erinne rung an die allgemeine Heiterkeit, die femer Entgegnung folgte. ; Aber die Äeit der Beschaulichkeit wahrte nicht lange. Ein schriller Ton der elektrischen Glocke weckte lhn aus

lemem Traumen. ' Mit etnem Satze war er aus den Beinen. Diese verdammte Klingelei. Nicht eine Minute hat man " Rrrrr . . . gellte abermals die Glocke durch das Zimmer. Ja wohl, ist ja gut, ich komme schon!" schrie Herr Schneidebein in höchster Erregung und stürzte über den Corridor in das Aufnahm.'zimmer. Dort erwartete ihn bereits der Krankenhausinspektor, ein würdiger alter Herr mit weißem Vollbart. Entschuldigen Sie. Herr Doktor, daß ich Sie stören muß. Hier ist ein Kranker, für den Aufnahme verlangt wird." Und leise fügte er hinzu: Delirium tremens, soll kurz vor dem Ausbruch sein. Ich habe telephonisch im Jsolirhause eine Zelle bestellt." Herr Schneidebein wandte sich um. Auf zwei Stühlen an der Wand saßen zwei Männer. Der Eine, eine kräftige Gestalt, etwa Anfang der dreißiger, blickte ihn mit stieren Äugen groß an. Der Andere schien älter zu sein, rückte lebhaft auf seinem Sitze hin und her und zeigte deutlich ein ausgeregtes Wesen. Es schien, als ob er Schneidebein anreden wollte. Offenbar hielt ihn nur dessen würdevolle Amtsmiene davon ab. Herrn Schneidebeins Gesicht hellte sich auf. Ein Potator kurz vor dem Ausbruche deS Säuferwahnsinns! Hier galt es Verständniß des seelischen Zustandes und List, um ohne Anwen-

dung von Gewalt die Uebersuhrung in die Zelle zu bewerkstelligen. Warten Sie nur, verehrter Herr College Meyer mit Ihrem genialen Blicke, heute sollen Sie erkennen, was in Chirurg an medizinischer Beobachungsgabe und an psychischem Vehandlungsvermögen zu leisten vermag!" Der Inspektor nahm semen Hut und fragte höflich: Wünschen Sie noch etwas. Herr Doktor?" Nein, danke. Herr Inspektor wenn Sie das Nationale aufgenommen haben " Alles in Ordnung. Empfeble mich. Herr Doktor." Der Inspektor ging. Schneidebem drückte auf einen Knopf in der Wand, neben dem in großen Buchstaben Zum Oberwarter stand. Nach einer Welle lopste es an die Thür. Sie sind es. Müller! Ist drüben Alles fertig?" Ja wohl, Herr Doktor. Schön." Und flüsternd gab er' die weiteren Weisungen: Sorgen Sie mir dafür, daß in einiger Entfernung unbemerkt zwei Warter folgen. Ich komme gleich mit dem Kranken." Darauf nahm er eine möglichst freundliche, doch würdevolle Miene an: Nun, welcher von Ihnen will denn bei uns hier Heilung finden?" Sind Sei de Herr Dokter?" fragte der Eine, der Aeltere von Beiden. Der bin ich," antwortete Schneidebei. Na, denn is 't man gaud. Ick wull nemlich oll längst to Sei komm'. Bi uns doa is doch keen Beternis nich. Awer nu ward Tid, man markt orrnlich, wie 'c in 'n Kopp rum rumort. Ick heww't je immer scggt: dat verflucht Supen, dat verflucht Supen! Merkwürdige Selb terkenntniß , dachte Schneidebein, jedoch man findet sie ja zuweilen, wenn das Gefühl der nahendm Strafe sich einstellt. Da sind Sie ja bei uns gerade an rechter Stelle-, fugte er laut hinzu, es ist wohl am besten, wenn Sie gleich mit mir kommen." Ick? Je, wo soll ick denn hengähn?" Oh Herr Schneidebein machte ein sehr harmloses Gesicht oh. wir wollen nur em bischen spazieren gehen, wir kehren gleich zurück. Sie", sagte er, zu dem Anderen gewandt, s können einstweilen hier sitzen bleiben. Der Angeredete sah ihn ebenso dumm und stier an wie bisher und rührte sich Nicht. Der Arzt entfernte sich Mit seinem Schützling. Sie gingen über den Hauptkorridor und gelangten durch eine Hinterthür am Ende desselben in den Garten der Anstalt. Dort erwarteten sie unauffällig, wie in der UnterHaltung begriffen, zwei Warter. Auf einen Wink ihres Vorgesetzten schlössen sie sich in kurzer Entfernung der Gruppe an. Schneidebem fchlug den Weg auf ein Haus ein, das im Hintergrunde des Gartens stand. Bis dahin war ihm sein Begleiter ruhig gefolgt. In den letzten Augenblicken ledoch wurde er sichtlich unruhig und blieb endlich still stehen: Nu seggen's m: awer, Krüzdunnerwedder, wat soll de ganz Kömedie? Ick bin doch nich hierher komm', mit Sei spaziern to gähn. Det kann 'k to Hus vel beter hewwen." , Seien Sie ruhig, lieber Freund, seien Sie ruhig", besänftigte ihn Schneidebein, ich will Ihnen nur zeigen, wie schön eö bei uns ist." . , Dabei sah er forschend in das Antlitz des erregten Mannes. ! Na, wenn Sei't denn abslutemang wull'n, denn man tau in drei Deuwels Namen. Awer wotau kiken Sei mi denn immertau so schwienplitsch von de Sied an?" Aba". dachte Schneidebem. .wie interessant: der reine Schulsall. Jetzt glaubt er sich bereits von der AufzenWelt auffallend beachtet, bald werden wohl auch VerfolgungSideen auftre ten." Von der nahen Schule lautete eme Glocke zum Beginne des Unterrichts. Schneidebem war, so sehr in seine Ge danken vertieft, datz er sie gar nicht hörte. Um so mehr fielen dem Anderen auf. die Töne . Seggen's, Herr Dokter, wat is dat för'n Bimmeli am hellllchten Dag?" forschte er mit erstaunter Miene. Herr Schneidebein erschrak beinahe ob dieser Frage. Lieder Gott, jetzt bekommt er schon Sinnestäusckunaen. da kann ja der Anfall jede Minute ausgelöst werden! Und in dem plötzlichen Bewußtsein der vorhandenen Gefahr faßte er ihn an den Arm: Kommen Sie, kommen Sie schnell, mein Lieber, wir müssen eilen." 1 Sie waren ganz nahe an die Tbür

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Send ac sor Illustrated Pamphlet Addres A. A. 8"MAMTZ. . m. .. OBTROIT. MIOH. des iSeuenr.auu aetommen. SJtclIcictt gelang es auf diese Weise, den Kranken in seine Zelle zu befördern. Doch Schneidebein hatte die Rechnung ohne den Wirth gemacht. Wie von einer Wesve aestochen. rik der Andere sich von dem Griffe des Doktors los und schrie aus ihn em: Himmelschockschwiernotb! Wat fällt Sei in. Herr? Dat is ja rein tau dull. Sind Sei verrückt oder ick? Wenn Sei ssck noch mol erdiiesten un packen mi an. denn " Er konnte nicht weitersprechen. Vier kräftige Männerfäuste hatten geschwind seine Arme umklammert und ehe er noch einen Gedanken fassen konnte, war er im Hause und wurde durch eine Thür, die der Oberwärter geöffnet hielt, in einen halbdunklen kahlen Raum geschoben. Mit heftigem Krach flog die Thür hinter ihm zu. ' Fast betäubt von -den Ereignissen der letzten Augenblicke sah er sich seinen Aufenthaltsort an: Vier graue Wände, in zwei Männerhöhe eine Art von Fenster, vergittert, das nur wenige Sonnenstrahlen hereinließ, auf dem blanken Fußboden in einer Ecke eine Matratze, über die ein Bett gebreitet lag. Er fuhr Mit der Hand über die AuC'n, wie um sich zu überzeugen, daß er nicht träume. Nein, Alles war Wirkllchkeit! Da auf einmal kam es Mit furchtbarer Gewißheit über ihn: Gefangen, eingesperrt, getrennt von der Außenwelt! Eine plötzliche Wuth überfiel ihn. Er stürzte auf die Thür zu und schlug mit beiden Fäusten gegen die Bretter. Dazu brüllte er mit einer Stimme, die der Haß heiser klingen ließ: Malen S' up! Ick will rut, rut!" Unterdessen stand Schneidebein mit den Wärtern im Gefühle wohlgethaner Pflicht vor der Zelle und gab feine Anordnungen. Von drmnen her donnerte Fauste gegen die Thür, dann krachte es, als ob schwere Stiefel gegen das Holz geschlagen wurden, zuweilen ertönte em dröhnender Laut, wie wenn ein schwerer Korper mit voller Wucht gegen eine Resonanzfläche geworfen wird. Und dazwischen ein wüstes Geheul: Rut! Ick will rut. rut. rut!" Sie sehen wieder einmal", belehrte Schneidebein, was man bei Geisteskranken durch eine ruhige und dabei energische Behandlung erreichen kann, natürlich eine gewisse Begabung vorausgesetzt, sich dem seelischen Empsln den des Kranken anpassen zu können", fügte er mit einem Anfluge berechtigten Stolzes hinzu. Maken S' up, laten S mi rut. lck bin nich verrückt!" schrie es aus der Zelle. - Ja wohl", antwortete SchneideKein, ich kenne das schon, das sagen sie Alle da drinnen. Auch dies ist ein Eharakteristikum", setzte er weiter auseinander, wenn Einer immerwährend behauptet, er s nicht verrückt, dann ist erS sicher. Sie finden dasselbe übrigens bei der akuten AlkoholVergiftung. Ich kenne Leute, die im Hohestadlum derselben unaufgefordert fort und fort erklären, sie wären vollkommen nüchtern. Am nächsten Morgen sehen sie dann die Unwahrheit dieser Behauptung selbst ein." In der Zelle war es allmählich still geworden. Jetzt klopste es leise und bescheiden an die Thür: Maken S' doch up, min leiw Dokting, maken S' doch up!" Nein, das geht nicht, lieber Freund, beherrschen Sie sich, es hilft nichts." Krach! ertönte es wiederum von innen her: Na warten S', Sei verfluchter Kirl, wenn ick Hernachens rut kümm, denn schmiet ick Sei an de Wand, dat Sei de Engel in Himmel singen hüren sollt." Und von Neuem erscholl das Getöse und Geheul. Schneidebein entfernte sich. Er war im Grunde seines Herzens ein guter Mensch und faßte feinen Beruf von der edelsten Seite auf. Und deshalb beschlich ihn jetzt, wo er mit einem Geisteskranken zu thun gehabt hatte, ein eigenes Gefühl von Traurigkeit und von Mitleid. . Aber wie er durch den lachenden Garten schritt, da wurde sein. Antlitz wieder heiter. Er pfiff leise ein Lied vor sich hin und fast übermüthig pflückte er im Vorbeigehen eine Rosenblüthe, roch daran und sog den Duft ein, gerade als ob er jetzt erst zu erkennen vermöchte, wie schön das alles sei. Er war in seinem Zimmer angelangt und lauschte aus dem Fenster, das nach dem Garten zu lag, zum Jsolirhause hinüber. Alles war still. Er wird sich beruhigt haben, sagte er zu stch. . So setzte er sich denn voll innerer Befriedigung an den Schreibtisch und nahm das Eentralblatt sur Ehirur gie".zur Hand. (ffsrtsehung und Schluß.) ,,, verlangt cucho's .veft Havana Cloatl." QövnUit sitzt im DlnU Reines Llut bedeutet reine Haut. Ohne diese keine Schönheit. Eakca retö, Candy Cathartic reinigen daö Olut, kräftigen die Leber und entferven alles Unreine aus dem Körper, gangen Gif heute an, ynfteln, veschvüre, Nitesser und so veiter . zu rertreiden. . oSnhett für 10e. n3n allen Oöetheken. önfriedenpellunz

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Eisenbahn -Tabelle

Entmist und Abgang der derschicdcmn iscn kahnige im Unicn Depot, Indianapolis. Vandalia. Abgang Posizug 7 00'Äd 11 20 Nm 12 iülKm 7 20 Am 4 00 9;n 8 10 ?n n40 3?m 4 45 Am lOOOm 2 Am 7 15 Vm 1 20 TiXtx Cxxreß Expreß Accomodation Erpreß Erpreß Ankunft Expreß Expreß Accomodatisn Expreß Schnellzug .' Acromadetion Cledelaad, Cincinnati, Chicago und St. Louik. Indianapolis und Clcveland Division. Abgang Expreß. 4 15 Tn Expreß 35 Expreß 10 35 ?m Limited Expreß 11 15 Vm Erpreß 6 25 92m Ankunft Expreß 4 10 Nn Expreß 1130 V Limüed Expreß 8 45 Ab Expre 310Nm Expreß 10 50 91m St. LouiS Diviston Abgang Expreß 7 30? Limited Expttß 11 45 Vm Expreß 1120 51m Erpreß. tSaliS 3 50Nm Ankunft Expreß täglich 4 05 Vm Expreß 10 30 5m Limikd Expreß 5 30 32m Expreß 6 10 5m Tlzieago und Cincinnati Diviston öftliS. Abgang Schnellzug 3 45 5m Accomodatuzn laglt 7 00 5m Accomodation 10 50 5rn Postzug 2 45Nrn Accomsd. (nur Sonntags). Accomodatton 6 30 ihn Ankunft-Rufhville ccomodation. Pomua ..1140 Jnd'plS STcc. (nur Sonnt.). Accomodation 11 15 5m Accomodation tt 40 Ab Schnellzug. 1lv5Nm Chicago und Cincinnati Diviston dcstlia) Abgang Accomodation 7 10 5m Scbnell'Post 11 45 5m kafayette Accomadation 5 15 9hn ScbnellZiua 12 30 5m Ankunft Schnellzug 3305m Lafayette Accomooatlsn ... 10 SO "im Schnellpost 2 35 ?km Accomodation 5 45 Nm Peoria Diviston westlich. Abgang Expreß 7 25 5m Expreß 11 45 Nm Danville Accomodation. ... 4 35 Nm Expreß 11 15 5m Ankunft Expreß 3 83 5m Danville Accomodation. ... 10 30 5m Expreß 2 42 Nm Expreß 616 91m Peoria Diviston östlich. Abgang Expreß 6 20 5m Accomodation Expreß 8 25 Nm Ankunft Expreß 11 35 Accomodation Expreß..... 9 00 Lake Erie und Western. Abgang Expreß 7 00 5m Expreß 1 20 Nm Expreß 7 00Nm Schnell'Expreß Ankunft SchneU'Expreß Expreß 10 20 5m Expreß 2 40 Nrn Expreß 5 00 Nrn Pittkburg, ffincinnati, Chicago und St. LouiS. Indianapolis Division. Abgang Expreß 6 00 Nm ColumbuS Accomodation.. . 8 30 5m Expreß.... 5 50 5m Richmond Accomodation. .. 1 30 3lm Expreß 7 20 Ad Ankunft Richmond Accomodation I 00 5rn Schnellzug 8 00 5m Expreß 12 30 Nm Accomodation 3 15 Nm Expreß ti 50 Nm Expreß 10 15 Nrn Chicago Divifton vi ckomo. Abgang Expreß Expreß Ankunft Expreß Expreg LouiSville Division. Abgang Expreß LouiSville Accomodation.. Schnellzug Accomodation Ankunft Accomodation Schnellzug 11 35 5m 12 35 Nm 3 3l5m 3 20 3 40 5m 8 10 5rn 3 25 Nm 4 0) Nm 10 15 5m 11 30 5rn 5 50 Nm 12 25 Nm ccomooatum.... Spezial täglich . . . Cincinnati, Hamilto und Dayton Abgang Mail 8 Abgang Expreß 3 Cincinnati Accornortion . . 10 Expreß 7 Expreß 4 Expreß 2 ALkunft Accomodation 11 Expreß 12 Expre i 7 Expre 10 Ejxreß 6 05 5m 45 5m 45 5m. 00 Ab 45 Nm 45 Nm 45 5rn 45 5m 50 Nm 35 23a 50 51 Ankunft MaU 6 50 5m Indianapolis und LinrenneS. Abgang Ereß 8 15 Lm i Bincennes Accomodatio .. 4 00 Nrn Ankunft LmcenneSAccomodat en!0 40 5m Expreß 4 53Nm Cincinnati, Wabafh und Michigan Abgang Expreß 6 35 5m Expreß 11 15 5rn Expreß 4 50 Nrn Alckmft Expreß 8 25 5m Expreß 3 10 Nm Expreß S 45 Nm Indianapolis, Deeatur und Weßern. Abgang Expreß 815 5m Accomodation 3 45 S5n Schnell.Expreß 11 10 5im Onkunft Schnell'Expreß 3 35 5m Aeeomodatio 10 40 5m Expreß ; 4 40 5m Chicago, Indianapolis und LouiSville. Mono Route. Abgang Expreß.' Flyer Kail Expreß (via I D 5 W).... Ankunft Expreß ail Expreß (viaJDOZ.... Lionon Flyer .12 55 5m . 3 35 91m .7 00 5m .1150 5m . 8 30 5m . 7 55 Nm . 2 40 Nm . 4 37Nm Tho Ttrentictli Centiry, lae ausgezeichnete Wochenschrift, teilte 'vrrschritUuh gesinnt Lesern sehr zu empfeh ,en ist. , In der Tendenz ,var sozialistisch, erden doch andere fortschrittlich Thcorii varin unparteiisch besprochen. Oan bestelle direkt bet der Humboldt PubUolüna Co-19 Ccr Wzn, n;3 CM

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