Indiana Tribüne, Volume 21, Number 321, Indianapolis, Marion County, 9 August 1898 — Page 2

FndZans Tribüne. Erschein Talch und 2oinria$.

Die tägliche .Tribüne" kostet durch IcnXtl.ex 1 deut ptx Woch. die ontaa8-.Xri5Ü8 Serntl pe, Woche. Seide iuf ra 15 et de, ti (Xentt per l,at. Vtx KerhalS Otd-k zAgeschi im ,rabaHlns V p Üalt. CTJiwi 10 Oüd QUIama Cttft&t Indianapolis, Ind.. 9 August 1898 Zuwachs zu unserer Flotte. Bedeutend stärker, als sie beim Veginn der ZZeindseligkeiten war. wird unsere Flotte aus dem spanischen Jhfra. hervorgehen. Diese Verstärkung ist nicht ausschließlich auf den Ankauf von Kriegsschiffen Zurückzuführen, auch der Feind mußte uns seine schönsten und stärksten Panzerkolosse als Siegesbeute Überlassen. Von kleineren Kreuzern, Kanonenund Torpedobooten abgesehen, lieferten die' Sanier die Panzerkreuzer Infanta Maria Teresa" und Christobol Colon", sowie den gedeckten Kreuzer Sieina Mercedes" als willkommenen Zuwachs zu unserer Flotte. Nach einem Ausspruch des ersten Lords der englischen Admiralität wird die Herrschast auf dem Meere eher den Kreuzern als den Schlachtschiffen zufallen. Ob der Lord-mit dieser Sentenz Recht hat oder nicht, konnte in diesem Kriege nicht entschieden werden, einmal weil beide Schiffstypen Großartiges geleistet haben, wie Oregon und Brooklyn", und dann auch, weil von mehreren der in Betracht zu ziehenden Schiffe eigentlich gar nicht mit Bestimmtheit gesagt werden kann, ob sie als Schlachtschiffe oder als Kreuzer zu klassisiziren sind. Unter einem Schlachtschiffe versteht man im Allgemeinen ein Fahrzeug, das den im Verhältniß zu seiner Größe stärksten Panzer und die schwerste Armirung trägt, während die Schnelligkeit der Maschinen u. die Kohlencapacität erst in zweiter Linie kommen. Beim gedeckten Kreuzer dagegen kommt es Hauptsächlich auf große Schnelligkeit und die Fähigkeit an, möglichst viele Kohlenvorräthe einzunehmen. Nun aber ist diese Definition der Begriffe eine ganz willkürliche, die Grenzen zwischen Un beiden Typen sind oft so verwischt, daß die eine Nation ein Fahrzeug als Schlachtschiff registrirt. welches die andere einfach Panzerkreuzer benennen würde. So ist die Mauu" ursprünglich als Panzerkreuzer klassifizirt worden, man trug sicb sogar eine Zeit lang mit dem Plane, sie mit Takelage zu versehen, bis man endlich die Gefechtsmästen anbrachte und das Fahrzeug als Schlachtschiff zweiter Klasse rangirte. Die neuen englischen Schlachtschiffe von der Canopusklasse erhalten 12,lö?ige Geschütze, doch nur 6zöllige Panzer, während die Schnelligkeit ILLLnoten und die Kohlencapacität 9' i Tnnnn helmntn. Deutschn , i-7 Tueste Schlachtschiffe erhalten völlige Geschütze für dieHauptWährend wir die .Teras" VtU VUlUUiUl giVCUll JIUV rechnen, zählen die Spanier Schiffe desselben Typs zu den Panzerkreuzern. So galt die Jnfanta Maria Teresa" in Marinekreisen alsSchlachtschiff zweiter Klasse, obwohl sie offiziell unter die Panzerkreuzer rangirte. Die Jnfanta Maria Teresa" ist auf der Werfte von Charles Palmer's Anglo spanische Compagnie in Bilbao, Spanien, gebaut worden. Die Länge beträgt 340 Fuß, größte Breite 6 Fuß 2 Zoll. Tiefgang 21 Fuß 6 Zoll, Wasserverdrängung 7000 Tonnen. Der Stahlrumpf ist in Wasserdichte Kompartmcnts eingetheilt und hat doppelten Boden. Das Schisf lief am 30. August 1890 vom.Stapel. doch fanden die Probefahrten erst 3 Jahre später statt.. Die Maschinen entwickeln vs:nl? QQ.(nAWm( itfc 4.s,tr.:kk. ivn.ü mnv 4WMWttiUf lAAJi;ViVltUt UltV 18.5 ist die Geschwindigkeit, Knoten mehr, als siipulirt wird, bei forcirter Feuerung brachte man es sogar auf 13.758 Pferdekraft und 20.5 Knoten Fahrgeschwindigkeit. Freilich sind die zwei vertikalen Triple-Ezpansions-Maschinen wahre Prachtwerke in ihrer Art. die Durchmesser der Cylinder betragen bezw. 42.62 und 92 Zoll, die Huthce46 Zoll. Sechs Kessel gehören zu den Hauptmaschinen, während zwei Separatkessel die Hilfsmaschinen etwa 50 an der Zahl in me v i . - m lrieo leen. -sott lzzomge ö un 6 Zoll breite Panzergürtel erstreckt sich 315 Fuß lang und reicht 4 Fuß über der Wasserlinie und 18 Zoll unter dieselbe. Der Panzer ist auf Teakholzunterläge gebolzt. Das Schutzdeck halbirt das Schiff etwas über der Wasserlinie, an letztexti ist eS abwärts gekrümmt. Seine Stärke ist in der Mitte am größten. ' nämlich 3 Zoll, gegen die Seiten verfüngt ei sich auf 2 Zoll. Der Panzer der Barbette ist 10 Zoll dick, die Munitionökammern sind durch 8zöllige Panzer geschützt. Auch das JnstrumentenhäuZchen ist mit 12zölligen Platten belegt. Das Schiff hat 8 Torpedorohren. Die Kohlenbunken sind so angebracht, daß sie ebenfalls ali Panzerung dienen, sie fassen 1050 Tonnen Sohlen, genügend für eine Fahrt von 9700 Meilen. Noch besser als die Maria Teresaist der Christobal Colon", da er ganz neu und modern ist. Er wurde als . Schwesterschiff des Garibaldi" der ' italienischen Marine geplant und sollte eineS der 6 im Jahre 1891 vom italientschen Parlament bewilligten Fahrzeuge werden. Den Bau dieser Schiffe führte die Firma Ansaldo & Co.. Sestri Ponenti und Sanpierdarena bei Genua aus. Das zuerst vollendete Schwesterschiff ging in den Besitz Argentinien'S über. Die Kiellegung erfolgte erst am 25. September 1895 und da Spanien daZ Schiff kaufen wollte, wurde die Fertigstellung mit größtem Eifer betrieben, so daß der tapellauf bereits am 16. September 1896 vor sich gehen konnte. : Der Sta pellauf estallete sich ju einem sörmli-

chen Verbrüderungsfest zwischen Spaniern und Italienern und die damals herrschende Begeisterung war auch der Anlaß, daß die Frau des spanischen Botschafters in Rom. Madame Venomar, das Schiff nach dem großen Jta-lo-Hispaniolen .Cristobal Colon taufte. Die Länge des Panzerkreuzers beträqt 323 Fuß, die Breite 59 Fuß 8 Zoll. Tiefgang 23 Fuß 3 Zoll und Wasserverdrängung 6840 Tonnen. Die Propellermaschine besteht aus zwei Triple Expansionsmaschinen, mit Cylinder von 42. resp. 63 und 93 Zoll im Durchmesser, Hebhöhe der Kolben 3 Fuß 10 Zoll. Zwölf Kessel liefern den Dampf. Am 29. April 1897 machte das Schiff die rkste. höchst befriedigende Probefahrt. Bei derFahrt mit forcirter Kraft leistete die Maschine 10.671 Pferdekräfte, oder um 2000 mehr als ausbedungen war. so daß eine Geschwindigkeit von 19.35 Knoten resultirte. Durch 6 Stunden hindurch lief das Schiff 18.5 Knoten per Stunde. Das dritte, uns in die Hände gefallene größere spanisch Schiff ist der im Hafen von Santiago in den Grund gebohrte eiserne Kreuzer Reina Mercedes". Das Schiff lief 1887 in Cartagen vom Stapel. Es hat BarkTakelage und nur eine Schraube. Es ist 280 Fuß lang. 43 breit und hat etwa 16 Fuß Tiefgang. Das Displacement beträgt 3100 Tonnen. Die Armjrung besteht aus sechs 6z'ölligen Geschützen, zwei 2.7zölligen und einem Dutzend Schnellfeuerkanonen, sowie 5 Torpedoröhren. Die Kohlencapacität beträgt 600 Tonnen, die Schnelligkeit 17.5 Knoten. Ein anderer neuer Zuwachs zu unserer Flotte, wenn auch nicht von den Spaniern, sondern von William Armstrong zu Elswick. England, herrührend. ist die im Schisfsbauhofe ihrer Vollendung entgegengehende Albanrf , ein Schwesterschiff des Kreuzers New Orleans-, der sich vor Santiago so ausgezeichnet bewährt hat. Der Kreuzer ist 330 Fuß lang. 43 Fuß 9 Zoll breit und hat 17 Fuß Tiefgang. Das Gehalt ist 3700 Tonnen. Der Rumpf besteht aus Stahl, unterfüttert mit Holz und ist mit Kupfer überzogen. Man erwartet eine Schnelligkeit von mehr als 20 Knoten bei einer Kohlencapacität von 700 Tonnen, ausreichend für eine 8000Meilenfahrt. Das Beste an der Albiy" wird die Armirung sein. Ihre Batterie wird sechs 6zöllige Geschütze und vier 4.7zöllige Schnellfeuerkanonen von 50 Kaliber Länge führen. Erstere können ein 100 Pfundprojectil mit einer Anfangsgeschwindigkeit von 2642Fuß in der Sekunde schleudern. Dasselbe ist der Fall bei den 45 Psündern der Schnellfeuerqeschütze. Die 6-Z'öN können 7 Schüsse, die andern 10 Schüsse in der Minute abgeben. luf Porto Rico. Im Hinblick auf die bevorstehende Annexion von Porto Rico erscheinen möglichst eingehende Schildermigen der Zustände, welche auf dieser blühenden Insel herrschen, -von ganz besonderem Interesse. Nach den neuesten Ermittelungen mag sich die Bevölkerung der Insel auf 900.000 Seelen beziffern. Von diesen sind 140.000 geborene Spanier und dann 12.000 bis 14,000 Fremde, hauptsächlich Franzosen, Italiener, Deutsche, Engländer und Amerikaner. Andere Nationalitäten sind nur sehr wenig vertreten. Die eingeborene Bevölkerung besteht zu zwei Dritteln aus Weißen, welche von Spaniern oder anderen Europäern abstammen, und aus einem Drittel Farbiger, Mulatten und Mischlinge. Die an der Nordküste gelegene HauptstadtSan Juan hat 31.250 Einwohner; Ponce, an der Slldküste gelegen, 44.500; es folgen dann Mayaguez mit 29,500, das mehr nördliche Aguadilla mit 14.000, Arecibo, ebenfalls an der Nordküste, mit 9800 Einwohnern: Zu nwähnen sind auch die Hafenstädte Humacao, Arroya und Fajardo. Andere wichtige Städte im Innern des Landes gelegen, sind German, Januco und Guayama. San Juan, welches auf einer mit dem Fest lande durch die San Antoniv. Brücke verbundenen kleinen Insel liegt, darf mit seinen engen, aber schnurg.eraden Straßen und zahlreichen stattlichen Gebäuden für eine schöne Stadt gelten. Es befinden sich darin mehrere öffentlichen Anstalten, höhere Lehrinstitute, Kirchen und sieben kleine Parks, unter ihnen ist die Plazuela de Santiago mit einer trefflichen Statue Columbus'. Beleuchtung wird durch eine tnglische Gasgesellschaft und dulch eine von einheimischen Unternehmern etablirte elektrische Anlage geliefert. 'Es sind elf Zeitungen verschiedenkc Art vorHanden, von denen La Coerespondencia" mit einer Auslage von 7000 die bedeutendste ist. Die Wohlthat der Preßfreiheit ist gänzlich unbekannt und selbst Artikel, welche in Zeitungen Madrid's ungeahndet veröffentlicht wurden, können, wenn sie die geringste regierungsfeindliche Färbung haben, auf Porto Rico einem Redakteur Strafe eintragend Die Lebensweise auf Porto Rico ist der in europäischen Ländern üblichen sehr ähnlich, sofern die klimatischen Verhältnisse nicht eine Verschiedenheit erheischen. Für die Trachten sowohl der Männer als auch des zarten Geschlechtes sind spanische Moden maßgebend. In den größeren Städten tragen die Männer wie in Europa, das ganze Jahr hindurch wollene Kleidung, während in kleineren Orten Leinenanzüge, welche bei der vorherrschenden Hitze weit praktischer sind, allgemein den Vorzug erhalten. Die spanische Spitzenmantille wird nur von ältlichen Damen getragen, während die jüngeren ihre meist sehr eleganten' Toiletten durch Hüte vervollständigen. Das Leben in San Juan und den anderen Städten der Insel ist sehr monoton. Die einzigen Amüsements bestehen in der Retreta. einem zweimal wöchentlich gegebenen Militär-Concert und drei oder vier ip derLLoche statt-

findenden Tyea5erVorstellunSen, welche von europäischen Gesellschaften ge geben werden. Die Theater-Gebäude selbst sind Eigenthum der Städte und werden an die reisenden Schauspielertruppen vermiethet.

Die Geschichte der spanischen Verwaltuna ist eine fortlaufende Chronik ' yaarurauoenoer rauiamien uno n c er r i V ' Spitzbüberei. In jedem Zweige der Verwaltung herrscht die Himmelschreiendste Corruption, die Gesetze werden von den Spaniern beständig verletzt und den Eingeborenen ibr Recht verweigert. Aus den Wahlen geht die spanische oder conservative Partei stets als Siegerin hervor, obwohl sie bedeutend in der Minderheit ist. DaS Versammlungsrecht ist in'den letzten Iahren arg ingeschränkt worden. Mehr als neunzehn Personen dürfen nicht ohne Erlaubniß in einer Versammlung beisammen sein. Ertheilt die Behörde aber die Genehmiguna ,u einer Versammlung, so wird dieselbe stets durch einen Beamten überwacht, welcher daraus zu achten hat, daß nicht die Würde der Nation verletzt wird-. Selbst für ein Tanzkränzchen muß polizeiliche Erlaubniß eingeholt werden. Wie aus den telegraphischen Meldüngen des General Miles ersichtlich, sind die amerikanischen Jnvasionstruppen auf der Insel allgemein mit Jubel begrüßt worden. Dies kann nicht überraschen, bedeutete doch die Ankunst der Amerikaner die Befreiung vom spanischen Joche, dessen Druck unerträglich geworden war. Daß auf die Vertreibung der Spanier von einer starken Partei hingearbeitet wurde, erhellt aus den Mittheilungen des Gen. Antonio Bluveras, der, vom KriegsDepartement zum Mitglied der Porto Rico-Commission ernannt, den General Miles nach unserem neuen Territorium begleitet hat. In Porto Rico besteht, dem Gen. Bluveras zufolge, ein Geheimbund La Justicia".. dessen Endzweck die Vertreibung der Spanier ist. Die Mehrzahl der Mitglieder dieses Bundes, der über die ganze Insel verbreitet ist, sieht in der Einverleibung derselben in die Vereinigten Staaten die einzige Möglichkeit einer besseren Zukunft, andere träumen von der Unabhängigkeit der Insel, alle aber sind in der Ueberzeugung einig, dasie nur von Onkel Sam Heil zu erwarten haben. Im Falle der Annexion von Porto Rico erwarten die Patrioten bei der Umordnung der Dinge eine möglichst weitgehende Berücksichtigung des heimischen Elements. Bühnenhelden im KriegSseld. Viele Berufszweige sind und waren in den Freiwilligen-Heeren unter dem Sternenbanner vertreten. Unter denjenigen derselben, welche ein besonderes Interesse beanspruchen können,' ist jedenfalls auch die Schauspieler-Zunft, die auch jetzt wieder verhältnißmäßig zahlreich dem Ruf zu den Waffen gefolgt ist. Der Dichter sagt, daß die Musen schweigen, wenn die Waffen klirren-; oies ist jedoch keineswegs in jeder BeZiehung zutreffend, wie schon ein Blick auf das derzeitige Theaterleben in unserem Lande und die Auswahl der Bühnenstoffe zeigt, und wie noch manche andere Erscheinuen uns lehren können, z. B. auch das Anschwellen der patriotischen Poesien mit und ohne Gänsefüßchen. Aber auch soweit die Musen schweigen, brauchen ihre Jünger darum keineswegs unthätig zu sein; gar manche derselben scheinen sich sogar mit Vorliebe gerade da aufzuhalten, wo die Waffen am lautesten klirren, gelegentlich als Schriststeller und Correspondenten, ost aber als active Krieger. Und von Jüngern der Muse Thalia scheint dies in besonderem Maße zu gelten. Es erscheint, im Grunde genommen, auch ganz natürlich, baß Leute, welche ihr ganzes Leben der darstellenden Kunst gewidmet und gar manche Heldenthaten auf der Bühne unter dem Beifall einer bewundernden Menge verrichtet oder nachgeahmt haben, und welche einen tiefen Hang für alles irgendwie Malerische und Dramatische besitzen, auch eine starke Neigung fühlen sollten, in den Krieg zu ziehen. Mag das dortige Leben sich auch bedeutend vom Bühnenheldenthum unterscheiden, so bieten sich doch nicht selten gemeinsame Berührungspunkte, und schon eine Armee an sich, ob im Lager oder im Felde, gehört entschiehen zu den theatralischsten Dingen! Viele Belege für den gelegentlichen Hang von Schauspielern, oder Angehörigen von Schauspieler-Familien, zum activen Soldatenleben ließen sich aus der Geschichte verschiedener Länder sammeln; doch mag es hier mit unse rem eigenen Lande sein Bewenden haben. Bald nachdem unser Bürgerkrieg ausgebrochen war, eilten viele mehr oder weniger bekannte amerikanische Mime zu den Fahnen, im Skorden soWohl wie im Süden. So wurde Lawrence Barrett ein Gemeiner in einem Freiwilligen-Regiment von Massachusetts; doch ist nichts weiter von seiner kriegerischen Laufbahn bekannt geworden. W. E. Sheridan machte den ganzen Krieg activ mit und that sich bei verschiedenen Gelegenheiten hervor. Louis James war einer der Ellsworth'schen Zuaven". Capitän Pryor, seinerzeit ein besonderer Liebling des Bühnen-PublikumS der Gartenstadt. wurde ein hervorragendes Mitglied des 72. Illinois Regimentes und ließ sein Leben sür dieUnionssache. was für die Bühne als ein scbwerer Verlust empfunden wurde. Ja fast das ganze männliche Personal Des vamaligen McVickers-Theaters trat auf den ersten Aufruf in den Kriegsdienst, darunter auch die ausgezeichneten Komödienspieler Charles Beach und Cdward Lawrence. Und dies ist durchaus nicht das einzige Beispiel, daß Bühnen-Personale sich beinahe vollzahlig dem Kriegsheer anschlössen. Mancher darunter hat nicht blos patriotischen Gefühlen und seinem Hang zum Romantischen und Theatralischen Gmüge gethan, sondern nebenbei such. Spille (Irsahrunen

sammelt, welche ihm später, w'enn es ihm vergönnt war, mit gesunden Gliedern zu seinem vormaligen Beruf zurückzukehren.' , zugestandenermaßen schauspielerisch zum Vortheil gereichten, was ja auch glaublich genug ist und sich auch nach dem jetzigen Krieg, mit seinen theilweise neuartigen Scenen. wiederholen dürfte. Freilich ist diese practische Kunstschule sehr theuer bezahlt. Auch jetzt wieder sind, wie gesagt, verhältnißmäßig viele unserer BühnenHelden im Kriegsfelde zu finden. Einer der ersten-bekannteren ThespiskarrenRitter, welche in die Reihen der Kämpfer traten, war Mason Mitchell. Die Verlust-Listen weisen noch keineSchauspieler auf; aber Burr McJntosh liegt nach den letzten Berichten zu Siboney, Cuba. am Gelben Fieber darnieder. Ernest Wittes ging mit den Grigsby'schen Rough Riders" nach Chickamauga und dürfte bald mit in Action kommen. Auch aus anderen Freiwilli-gen-Regimentern ließen sich' noch mancke Solcke aufzählen, welche die

Bretter, die die Welt bedeuten, mit der verhängnißschweren Wirklichkeit und den Theaterdonner mit dem Kanonendonner vertauscht haben. Keiraty aus Ließe. Bon E. Hildebrandt. Elise Bertram huschte schnell an das Fenster, um ihrem soeben fortgehenden Verlobten noch einen liebevollen Blick nachzusenden. Sie war nicht mehr jung, sie zählte bereits neununddreißig Jahre; auch besonders schön konnte man sie nicht nennen, und doch lag eine Frisch und Schönheit wie ein Hauch über ihrem, ganzen Wesen: die Schönheit einer edlen reinen Seele und eines prächtigen Charakters. die EliseS Antlitz ihren Stempel aufgedrückt hatte. Fräulein Bertram war gütig und liebenswürdig gegen Jedermann, großmüthig bis zur Verschwendung gegen Nothleidende, und sie wurde darum von allen ihren Freunden und Bekannten geliebt und geschätzt. Zu diesen Vorzügen ihres Herzens gesellte sich aber noch eine Tu gend sie war sehr reich. Herr Franz Biber liebte Elise hauptsächlich dieser letzten Tugend wegen. Hätte sie kein so großes Vermögen besessen, es . würde Herrn Biber gar nicht eingefallen sein obgleich er selber reich war sich mit ihr zu verloben. Das wußte Jedermann, der ihn kannte, nur seine Braut nicht. Sie liebte ihren Verehrer von ganzem Herzen und traute ihm nicht das mindeste Schlechte zu. Daß er sie einzig und allein um ihres Geldes willm nahm, das würde sie. wenn man es ihr gesagt hätte, mit Entrüstung von sich gewiesen haben. Franz Biber machte sich aus dem Urtheil der Welt nicht gar zu viel. Daß er viele Feinde besaß, die sein krasser Egoismus ihm geschaffen, wußte er recht gut. In dein Hause seiner Braut besaß er auch einen gar nicht zu unterschätzenden Feind, und zwar in der Person Augustes, Fräulein Bertrams Stubenmädchen. Dieses mochte den alten Mitgistjäger", wie sie ihn innerlich nannte, durchaus nicht leiden. Wenn sie schon von Anfang an eine tiese Abneigung gegen ihn gehegt hatte, so artete diese später geradezu in Haß auS. als Biber eines Tages die Dreistigkeit besaß. Auguste küssen zu wollen. - Hin und her hatte Auguste schon überlegt, wie sie sich für die erlittene Kränkung an Biber, rächen könne; es war ihr aber noch nichts eingefallen, was nicht auch Fräulein Elise getroffen hätte. Endlich kam die erwünschte Gelegenheit, freilich in einer Weise, wie das Mädchen sie immer ersehnt hatte. Eines Morgens besuchte Herr Bertram seine Schwester zu unmöglich srüher Stunde. Er sah auffallend bleich und verstört aus. Noch keine Viertelstunde weilte er im Hause, da wurde hestia nach Auguste geklingelt. Als diese in's Zimmer trat, fand sie ihre Herrin in Weinkrämvfen. Elises Bruder war der Ueberbringer schlimmer Nachrichten. Das Bankhaus, in welchem Fräulein Bertrams Vermögen angelegt war, hatte Bankerott gemacht, nur eine geringe Summe konnte gerettet werden. Ach. mein Gott, mein Gott." jammerte Elise, nachdem ihr Bruder sie verlassen. Was fange ich nun an! Ich muß Franz sein Wort zurückgeben die Verlobung lösen " Herzbrechend schluchzend barg sie das thränenüberströmte Antlitz in die Hände. .Auguste war ihre Vertraute in dieser schwersten Stunde, ihres Lebens. sie schüttete der treuen .Dienerin ihr Herz aus. Aber, gnädiges Fräulein, glauben Sie , denn nicht, daß Herr Biber nun erst recht zu Ihnen hält?- fragte diese tröstend. Und in ziemlich verächtlichem Tone fügte sie hinzu: Wenn er sich jetzt, wo dies Unglück Sie heimgesucht, zurückzöge, müßte er, ja keinen Funken von Ehrenhaftigkeit besitzen!" Ach. Auguste, es ist nicht recht, wenn ich ihn jetzt an sein unter anderen Verhältnissen eingegangenes Wort binden' wollte.- seufzte Elise. Ich muß ihm seinen Ring zurückschicken ach mein Gott - Das arme bedauernswerthe Mädchen brach von Neuem in Thränen aus und blickte voll tiefen Schmerzes auf den Vrillantring. den Franz Biber als Zeichen ewiger Liebe und Treue ihr an den Finger gesteckt hatte. In diesem Moment zuckte eine Idee durch Augustes Hirn; sie kam mit so elementarer Gewalt über 's, daß sie beinahe, laut aufgelacht hätte, sich jedoch schnell noch besann! und verlegen hustete. Dann sagte sie: Kommen Sie, gnädiges Fräulein, legen Sie. sich nieder und ruhen Sie ein wenig aus. Wenn Herr Biber heute kommt, lassen Sie sich nicht sehen. Sie sind zu. erregt und sehen mit den verweinten Augen gar nicht gut aus. Ich werde ihm sagender solle morgen wiederkommen. 71 Ach, Auguste, konntest Du 4- ihm nitxmIi. NtlLzSAnalückl ZiÄ ! i

betroffen häts Ich selber vermag es nicht es ist mir zu schrecklich.Ja, gewiß, das will ich erne thun, erwiderte Auguste so schnell und so vergnügt, daß Elise verwundert zu ibr aufblickte.

AlS Franz Biber am Nachmittag! kam, wunderte er sich nicht wenig uver den Umschwung in Augustcns sonst so frostigem Wesen. Sie war ungemein freundlich und blickte ihn aus ihren hübschen dunklen Augen halb rührend, halb traurig an, daß er sie forschend betrachtete. Fräulein Bertram ist nicht wohl, sie läßt um Entschuldigung bitten," begann das hübsche Mädchen. Bitte, wollen Sie einen Augenblick näher treten und sich ein wenig ausruhen?" Herr Biber folgte ihr in's Zimmer, ein wenig verdutzt über ihr seltsames Gebühren; doch bald gewann seine Dreistigkeit wieder die Oberhand. Er ergriff Augusiens Hand und hielt sie fest. Schon wollte diese aufbrausen, doch sie bezwäng sich und ließ ihm die Hand. Eigentlich war ich böse auf Sie, Herr Biber.- begann sie in freundlichschmollendem Tone. Doch Sie haben das damals vielleicht gar nicht schlimm gemeint und ich will Ihnen jetzt nicht mehr zürnen. Es ist mir nun einmal angeboren, daß ich mit Menschen sympaihisiren muß, wenn sie von anderen verdächtigt werden und wenn man versucht, ihnen Schaden zuzufügen. Und das ist bei Ihnen der Fall." Bei mir?- stotterte Biber. Mich verdächtigt man? Und wer?" Mehrere Personen.- gab das Mädchen mit einem Seufzer zurück, der Theilnahme auszudrücken schien. Eigentlich darf ich garnicht darüber reden - hier senkte sie wie beschämt die Augen und drehte, ein Bild holdester Verlegenheit, an ihrem Schürzenzipfel herum aber ich kann nicht anders. Sie thun mir zu leid.Biber horchte auf. . Die Menschen sind doch zu schlecht.- fuhr Auguste fort. Denken Sie nur. man behauptet. Sie Heiratheten mein Fräulein nur aus schnöder Berechnung ihres Geldes wegen von Liebe sei bei Ihnen keine Spur Sie wären der größte Egoist von der Welt - Bibers Gesicht färbte sich dunkelrot vor Wuth und seine kleinen graugrünen Augen blinzelten tückisch. Das ist ja empörend!"knurrte er. Die Leute sollten sich um sonst was bekümmern und mich und meine An gelegenheiten in Frieden lassen..?ka. das ist meine Ansicht auchsiel Auauite ein. .Aber die Leute kümmern sich nun einmal um Sie, besonders Fräuleins Bruder scheint aar nicht gut auf seinen zukünftigen Schwager zu sprechen zu lein. . Diesmal wurde Herr Biber bleich, er wußte recht gut, daß Herr Bertram ihn nicht leiden mochte. .Sören Sie also mein Geheimniß, Herr Biber. Man hat sich gegen Sie verschworen. Herr Bertram sagte seiner Schwester rund heraus, es wäre Ihnen durchaus nicht um sie selber, sondern um ihr Geld zu thun. Fräulein Elise glaubte das natürlich nicht. Heute kam nun die Nachricht, das Bankhaus, in welchem Fräulein Bertrams Geld angelegt ist. habe Bänkerott gemacht. Aber dieses Geld ist. Gott sei Dank, vor kurzer Zeit dort fortoenommen und anderswo angelegt worden. Nun will man Ihre wahre Gesinnung erforschen, indem man su sozusagen auf die Probe stellt. Herr Biber.Auguste hielt inne und beobachtete gespannt die Wirkung ihrer Worte. Herr Biber rutschte unruhig aus seinem Sitze hin und her, es schien ihm recht unbehaglich zu Muthe zu sein, denn auf seiner Stirn perlten große Schweißtropfen. Das ist doch wahrhaftig schändlich, unerhört,- keuchte er. Und Elise meine Braut ließ sich wirklich verleiten, mir diese - Ach. Herr Biber, Sie müssen bedenken, daß das arme Fräulein förmlich dazu gezwungen wurde," fiel ihm Auguste in's Wort. Sie konnte ga; nicht anders. Und schließlich thut sie es ja gewissermaßen für Ihre Ehrenrettung. Sie hat sich fast die Augen ausgeweint, ganz kreuzunglücklich ist sie." Hm hm - Fräulein Bertram schüttete mir ihr Herz aus und sagte, sie würde es nicht überleben, wenn Sie Sie na. Sie wissen schon, was ich meine. Ich halte es geradezu für eine Sünde, daß man auf eine so leichtfertige Weise zwei Menschen, die sich von Herzen lieben. trennen will. Deshalb nahm ich mir vor, Sie zu warnen. Aber, Herr Biber, strengste Diskretion ist selbstverständlich. Meine Herrin würde untröstlich sein, wenn sie je erführe " . , Ich bin stumm wie das Grab,versicherte Biber schnell. Sie sind ein liebes gutes Mädchen, ich danke Ihnen herzlich. Wenn wir verheirathet sind, bleiben Sie natürlich auch bei uns, und Sie sollen es sehr, sehr gut haben.Darin irrst Du Dich. Du alter Sünder.- dachte Auguste bei sich, sagte es aber nicht. Herr Biber hatte Augustens Hand ergriffen, um ihr seinen Dank mit einem Händedruck zu bekräftigen. Sie entzog sie ihm jedoch schnell und hob warnend den Finger in die Höhe! ihr scharfes Ohr hatte das Geräusch von Schritten , vernommen. Sie öffnete die Thür und trat hinaus. Dort am Ende des Korridors stand ihre unglückliche Herrin und winkte ihr. Hast Du ihm die Unglücksbotschaft erzählt?" flüsterte sie mit zitternder Stimme. Ich hielt die Ungewißheit wie er sie aufgenommen, nicht mehr aus.- ' Herr Biber war, bald nach Auguste ebenfalls aus dem Zimmer getreten. Als er seine Braut erblickte, öffnete er weit und mit theatralischer Geberde seine Arme und rief: Meine Elise, meine . süße Braut! Komm an meine Brust, da ist Dein Platz für ewig. Wie konntest Du nur an mir zweifeln und mir zutrauen, ich

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könnte in meiner treuen Liebe zu Dir wanken !" Auguste hatte noch gesehen, wie Viber seine Verlobte stürmisch umarmte, dann war sie weggegangen, triumphirend vor sich hin 'lächelnd: sie hatte sich gerächt die Zukunft ihrer lieben Herrin gesichert. Thatsächlich fand vier Wochen später d:e Hochzeit statt. Auguste verließ gleich am nächst. Tage nach derselben ihre Stellung, obgleich Elise sie bat und anflehte, doch bei ihr zu bleibn. Aber Auguste licß sich in ihrem Entschluß nicht wankend machen; sie hielt es nunmehr für die höchste Zeit, daß sie aus Herrn Bibers Nähe kam was sie dazu bewog, davon hatte ja die nunmehrige Frau B'.b.'r keine Ahnung. Einige Wochen später begegnete Auguste Herrn Biber auf der Straße. Sein Gesicht wurde fast grün, als er das frühere Stubenmädchen seiner Frau erblickte. Statt seines früheren süßlichen Lächelns, mit dem er Auguste sonst stets b'grüßt, schoß ein giftlger Blih aus seinen kleinen Luchsäugen auf Auguste, was diese mit einem boshaft triumphirenden Lächeln vergalt. D.'.nn ging er ohne jeden Giuß voilxi. Auguste freute sich ganz nnbändZc?, daß ihre List so vortrefflich gelungen. Der schlaue Fuchs war in die ihm gestellte Falle qeaangen. ihre Herrin die Frau des Mannes geworden an den sie ihr Herz nun einmal verloren hatte. Franz Biber wagte es nie. seine Gattin anders als liebenswürdig zu dckndcln. ' Er fürchtete am meisten das Gerede der Leute und würd unglücklich gewesen sein, wenn man ihn öffentlich der schnöden Berechnung geziehen hätte. So gefiel sich seine Eitelkeit jetzt in der Rolle des uneigennühlgcn gutcnMcnschen. die ihm unter so merkwürdigen Umständen aufgczwungcn worden war. und er spielte sie umso sorgfältiger, als es ihm auch fürchterlich gewesen wäre, von Elises Bruder, vor dem er ganz gewaltigen Respekt hatte, in seinem wahren Lichte erkannt zu werden. Im Badeorte. Mutter: Nun. wie weit bist Du denn mit der Bankierstochter? Ich glaube. Du hast mit ihr noch kein Wort gesprochen. Sohn: Nein, aber ich habe mich mit ihr durch die Augensprachc verständigt. Mutter: So, wann denn? Sohn: Als sie bei der Table d'lioto das beste Stück vom Kalbsbraten nahm, zwinkerte ich ihr mit den Augen zu. Backfischbetrachtung.-. Backfisch (bei derAufführung eines von eincr Schriftstellelin versaßt.n mo ernen" Stückes): Du, Mama, die muß sich aber beim Schreiben geschämt ha-ben!-Backfischprotest. Martha: Der Capitän soll ein sehr tüchtiger Marineoffizier sein.- Bertha: Geh doch! Ein tüchtiger Ofizier, der als Capitän noch nicht den Hafen der Ehe gefunden!GureArohung. Ein junger Ehemann beklagte sich bei seinem Schwiegervater beständig über das zänkische Wesen seiner Frau. Als die Beschwerden gar nicht aufhören wollten. rief der aufgebrachte alte Herr endlich aus: Nein, das ist doch zu stark; höre ich noch eine einzige. Klage, dann enterbe ich das schlechte Kind. Dicse Drohung wirkte wunderbar; nie wieder schien der junge Mann Grund zur Klage zu finden. Borundnach der Hochzeit. Sie (sarkastisch): Es ist doch ein großer Unterschied in der Art, wie der Mann vor der Heirath. mit seinem Gelde umgeht und wie nachher." Er: Gewiß, meine Liebe, da hast Du recht. Wenn er vor der Hochzeit eine halbe Krone für einen Blumenstrauß ausgibt, dann sagt sie: O, ich danke Dir. George! Du bist so gut, so einzig. so großmüthig!" und später, wenn er ihr drei Viertel seines Sehaltes gibt., dann sieht sie ihn verwundert an vnd saat: Ist das Alles?-

Coke. Coke.

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