Indiana Tribüne, Volume 21, Number 317, Indianapolis, Marion County, 5 August 1898 — Page 1
o -xfvr Tn AA Cs ?o rvo O M 'i r l 'i 111 W Ky W V w X A O Office : No. 18 Süd Alabama Otrasze. Telephon 117 U Indianapolis. Indiano, Freitag, den 5. August (898 lahrgang 31 No!317
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Biömarck.
V. Wir können unS an dieser Stelle nicht daraus einlassen, zu schildern, wie die deutschen Arbeiter trotz aller Biö marckschen Verlockungen fortfuhren, die bürgerliche Fortschrittspartei zu unterstützen, wie die sozialdemokratische Partei entstand und wie sie sich ent wickelte. Unsere Betrachtungen führen uni über die zweite Hälfte der Sechzl ger Jahre hinweg. Wir übergehen den Milliardenregen, der aus Frankreich herrüberkam, die entsetzliche GründerPeriode, die darauf eintrat und den wirthschaftlichen Niedergang mit sei nem Gefolge von Elend und Arbeite lofigkeit, die mit der Krisis in 1873 begann, in Folge dessen die Auswanderung nach Amerika ganz riesige Di mensionen annahm. Wir übergehen auch die Verfolggen der Arbeiter in jener Periode und die vergeblichen Versuche BiSmaickS, den Reichstag zur Annahme von allerHand bedrückenden Gesetzen zu veranlassen, um die Arbeiterbewegung zu unterdrücken. Da kam Biömarck ganz unerwartete Hilfe. Am 11. Mai 1878 gab der Klempnergeselle Hödel in Berlin Unter den Linden einige Revolverschösse ab, alö gerade der Kaiser in einer offenen Kalesche vorüberfuhr. Die Schüsse trafen nicht und daß Hödel ein verkommenes, halb idiotisches rechtlich unzurechnungsfähiges Subjekt war, das wurde weiter nicht in Anschlag gebracht. Er wurde später hingerichtet. BiSmarck faßte daö Vorkommniß von der praktischen Seite auf. Er hängte Hödel an die Rockschöße der Sozialdemokratie und telegraphirte auf die erste Kunde von dem Vorfall umgehend auS FriedrichSruh : Ausnahmegesetze gegen die . Sozialdemokratie !" Wenige Tage daraus war daS Machwerk schon fertig. SS hob die Rede-, Preß- und Vereinsfreiheit für die Sozialdemokratie vollständig auf. Aber die bürgerlichen Parteien scheuten noch davor zurück, der Polizei int Blaue hinein diktatorische Vollmachten zu übertragen. Die Vorlage wurde mit 261 gegen 57 Stimmen abgelehnt. Aber BiSmarck hatte Glück. Am 2. Juni (78) schoß Dr. Karl Nobiling, der Sohn eines Domänenpächters aus einem Hause Unter den Linden mit einer Schrotbüchse aus den vorübersahrenden Kaiser und verwundete ihn schwer. Ehe Nobiling ergriffen werden konnte, hatte er sich selbst eine Kugel durch den Kops gejagt, und die erste authentische Meldung, die wieder über ihn in die Oeffentlichkeit drang, war die Nachricht seines. TodeS, der am 10. September erfolgte. Ob und vaS er in der Zwischenzeit über die That und ihre Beweggründe ausgesagt hat, darüber hat die Regierung immer sorgsam geschwiegen, ein negativer, aber durchschlagender Beweis dafür, daß sie für einen Zusammenhang NobillngS mit der Sozialdemokratie auch nicht die entfernteste Spur hat entdecken können. Aber das war einerlei. Nobiling, der den oberen Gesellschaftskreisen angehörte, mußte den Sozialdemokraten angehängt werden, gegen diese mußte allgemeine Entrüstung hervorgerufen erden. Und e geschah, geschah gründlich. Bei der Erregung der Volksmassen dar eS auch nicht schwer. Am 11. Juni löste BiSmarck den Reichstag auf, am 30. fanden die Neuwählen statt. Die ' Sozialdemokraten wurden in der Wahlzeit mit verhörter Heftigkeit verfolgt. Anklagen, Haussuchungen, VersammlungSauslösnngen, Beschlagnahmen, Verhaf tungen waren an der Tagesordnung. Die Wahlen fanden unter einem furchtbaren Druck Seitens der Regierung statt. Die Sozialdemokraten verloren drei von zwölf Sitzen und etwa 60,000 Stimmen. Aber die liberalen graktionen busten etwa dlerzia Oide ein. Dennoch wäre die .Passirung eine Ausnahmegesetzes sehr fraglich gebe sen, wenn die vational-liberale Partei sich nicht von BiSmarck hätte umschmei ßen lassen. Fortschrlttler und Ultra montane hätten sich mit der Ausfüllung der Lücken" im gemeinen Recht be gnügt, aber LaSker führte die Natio nalliberalen in'e BiSmarckfche Lager und am 19. Oktober wurde daS Soziauuenae es nitmi gegen 149 unnnen päsfirt. Sofort begann die Niedersetze
ten und Vereine. Bis zum 30. Juni 1879 waren 217 Vereine. 5 Kassen, 107 periodische Zeitschriften verboten. Und nicht nur gegen die Sozialdemokraten ging eS, sondern auch gegen die
Gewerkschaften. IS GenossenschaftS druckereien, tn denen 400 Arbeiter ihr Brod fanden, wurden sofort vernichtet. Am 23. November wurde über Berlin und andere Städte der berüchtigte kleine Belagerungszustand verhängt, AuS Weisungen und Vernichtungen von Existenzen folgten einander in Menge und die Gefängnisse füllten sich. Aber noch war BiSmarck nicht zufrieden. Nach den Osterserien muthete er dem Reichstage zu, zu gestatten, zwei soüaldemokratiscke Abgeordnete, die alS Berliner Ausgewiesene sich zu den Berathungen deS Reichstages eingefunden hatten, strafrechtlich zu verfol gen und dann sollte die Disziplinarge walt deS Reichstages dahin erweitert werden, daß er seine Mitglieder wegen ungebührlicher Reden ausschließen, ja ihnen die Wählbarkeit entziehen konnte. Aber sür eine solche Selbsterniedrigung war selbst ein Biömarckscher Reichstag nicht zu haben. Für Deutschland trat aber eine Periöde traurigen, sittlichen Niedergangs ein. Die Verfolgung beschränkte sich durchaus nicht ausschließlich auf die sozialdemokratische Presse, alleö waS links stand, mußte sehr vorsichtig sein. Willkürlicher wurde wohl noch niemals und nirgends die Polizeigewalt geübt, Rede-, Preß- und Versammlungsfreiheit waren nicht mehr vorhanden. Die lithographirten Strafanträge Bismarcks wurden berüchtigt, BiSmarckbeleidigung war gefährlicher als MajestätSbeleidigung. Der OhzantiniSmuS, der unter der eisernen Faust BiSmarcks sich breit machte, schlich sich auch in die. Gerichte ein und gefällige Richter fällten llriheile "nach dem Belieben BiSmarckS. SedeS kritische oder mißbilligende Wort wurde zu einer Gefahr und ein häßliches Denunziantenthum drängte sich überall ein. Selbst in Freundes-, ja in Familienkreisen, war man bor Denunziation nicht sicher, und der Lockspitzel war überall. Verwaltung, Polizei und Justiz suchten nur der einen großen Macht hinter dem Throne gefällig zu sein und daS öffentliche Leben Deutschlands war so korrumpirt, wie eS rücksichtslose Gewalt aus der einen und Liebedienerei aus der anderen Seite nur korrumpiren konnten. Dnisjlinifsjiirijleii. Wetterbericht. X Schönes Wetter heute Nacht und am Samstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 76 Grad, niedrigke 61 Grad. SchisselS Badeanstalt. Wassertemperatur 80 Grad. Der Gesundheitszustand der Truppen. Washington, 5. August. ES ist dem Col. Theodore Roosevelt doch gelungen, die Maßnahmen deS KriegSdepartementS in Bezug auf daS Zurückziehen der Truppen etwas zu befchleunigen. Er schrieb an den Kriegssekretär einen etwas unhöflichen Brief, welchen dieser sehr kurz beantwortete, aber eS wird doch besser dafür gesorgt werden, die Truppen baldmöglichst von Santiago zu entfernen, damit sie nicht durch Fieber und andere Krankheiten aufgerieben werden. Die Schwierigkeit liegt darin, daß so lange die spaNischen Gefangenen da sind, die Gefahr vorhanden ist, daS dieselben sich die Abwesenheit der amerikanischen Truppen zu Nutze machen und sich wieder in Santiago festsetzen könnten. . Eine Anzahl der Truppen wird man also immer zu ihrer Bedachung nöthig haben. Die spanischen Transportschiffe, welche die Spanier zurückbefördern sollen, werden vom 9. bis zum 15 Aug. ankommen und der Präsident hat Befehl gegeben, die amerikanischen Truppen zurückzubringen, so rasch wie eS die Entfernung der spanischen Trup pen gestattet. - Die FriedenSnnterhandlnngen. WashinatAn, 5. Aug. ES ist keia Zveifel, daß die FriedenSunter Handlungen zur Zufriedenheit unserer Nelerunz doransreiten, denn auch
verschiedenen kleinen Details ist man den Wünschen deS französischen BotschasterS nachgekommen, darunter dein Verlangen, daß die FriedenScommisfion ihre Sitzungen außerhalb der
Ver. Staaten, womöglich in Frankreich hilte. Der Präsident hatte dagegen nichts einzuwenden und eS kann als ausgemacht gelten, daß die ComMission in Paris fitzen wird. Unter allen Umständen aber wird die Regie rung auf vollständiger Räumung von Cuba. Porto Rico und einer der Ladronen-Jnfeln bestehen. ES wurde dem französischen Botschafter nach drücklichst zu verstehen gegeben, daß an ein Abweichen von diesen Bedingungen unter keinen Umständen zu denken sei. Sekretär Day sprach die Ueberzeugung auö, daß die Unterhandlungen in Kürze zur Unterzeichnung der FriedenSpra liminarien führen werden. ES soll gespart werden. W a s h in g t on, 5. Aug. Sekretär Long hält eS j,tzt für zeitgemäß, die riesigen Ausgaben des MarinedePartementS, die durch den Krieg fo enorm vergrößert wurde, zu vermindern. Einer der ersten Schritte, welche das Marinedepartement auszuführen im Begriff steht, ist die Verminderung der Flotte von Beobachtungödampfero. Diejenigen solcher Schiffe, die unnöthig geworden, aber Eigenthum der Regierung sind, werden auS dem activen Dienste zurückgezogen werden ; während in anderen Fällen, wie z. B. in denen der Schisse der American Linie, das Marinedepartement den Eigenthümern die Schiffe zurück geben und die Pachteontrakte aufheben wird. JeM M M M ne vacylconlrarle waren lyettwelse so hoch, daß man sür die gezahlten Preise die schon lange Zeit gebrauchten SchiIe hätte kaufen könne. ... Mtl Von Porto Rico. Pon ce, 4. Aug. Soweit bekannt ist, wird keine weitere VorwärtSbewegung der amerikanischen Truppen stattfinden, biS weitere Transportschiffe, die stündlich erwartet werden, eingetroffen find. BiS jetzt haben, soweit bekannt ist. keine Kampfe stattgefunden. Man erwartet, daß die Spanier bei Aibonito, 35 Meilen von hier, den ersten Stand machen werden. Man glaubt, daß dort 5000 spanische reguläre Truppen verschanzt find. Die gegenwärtige Aussicht ist, daß noch in mehreren Tagen kein wirklicher Kampf stattfinden wird. , ,, Das Fieber. Santiago de Euba, über Hayti, 3. Aug. Bericht für den 2. August. Gefammtzahl der Kranken 4290. Gesammtzahl der gieberkranken 3038. Neue Erkrankungen am Fieber 594. Wieder hergestellte gieberkranke 705-TodeSsälle am 31. Juli elf. , i Spanien nimmt sich Zeit. M ä d r i d, 5. Aug. DaS spanische Kabinet war heute Nackmittaa in Sitzung, um die FriedenSbedi'ngungen zu bespreche. Die Königin präsidlrte selber. Anscheinend erzielte man keine bestimmte Entscheidung. Später conferirte Sagasta mit den Präsidenten beider Kammern und mit anderen hervorragenden Politikern. Die UnterHandlungen werden vollständig geheim gehalten und die strengste Censur dird geübt. Die Besprechungen tragen keinen Parteicharakter. El Correo", daS ministerielle Organ sagt, daß die Königin Regetttln mit Professor Salmeron, dem republikanischen Führer und mit einem einflußreichen Carllsten conseriren werde. UM Die Gedachtnißfeier. Berlin, 4. Aug. Die Gedächtnißfeier, welche hier heute zu Ehren deS Fürsten BiSmarck stattfand, war vom eindrucksvollsten . Charakter. Derfelben wohnten der Kaiser und die Kaiserin, die verschiedenen deutschen Prinzen und Prinzessinnen, alle Mitglieder deS diplomatischen CorpS und die obersten militärischen und bürgerlichen Würdenträger bei. Eine Ehrengarde dar vor der Kaiser Wilhelm. EedSchtnißkirche, in welcher die Feier stattfand, aufgestellt. Von den Verwandten Biömarck hatte sich nicht einer eingefunden. Die Familie war der vom Kaiser veranstalteten Feier demonstrativ fern ce-bliei.
Die Zeremonien wurden mit einem Chorale, gesungen vom Chor deS Opernhauses, eröffnet. Der amtirende Prediger bezog sich auf die großen Dienste, die der verstorbene Kanzler für
die Wohlfahrt feines Lande? geleistet. priedrichSruhe,4. August. Auf den Sarg des verstorbenen Fürsten BiSmarck wurde heute durch eine Dele gation deS deutschen Reichstages, beste hend auS den Herren Spähn, Dr. Ba chem und Jungheim ein prachtvoller Krünz mit der Inschrift : Der deutsche Reichstag dem ersten Kanzler des deutschen Reichs" niedergelegt. Fürst Herbert und Graf Wilhelm von Bis marck sowie die Gräsin von Rantzau empfingen die Delegation und geleite ten dieselbe zur Todtenkammer, wo die Delegation daö Beileid deS Reichstags formell auöfprach. Herbert von Biö marck dankte im Namen der Familie. OHisss-NachriHten. Angekommen in : Glasgow: Ethiopia" von New Sork. N e v S o r k : Lahn" von Bremen. Q u e e n S t o v n : Belgenland" von Philadelphia. allerlei. Seit drei Jahren werden die städtischen Schulen in Boston täglich von Aerzten inspizirt und das System hat sich in seinen Resultaten als. außerordentlich erfolgreich erwiesen. Zum Zweck der ärztlichen Besuche,ist die Stadt in Districte einge, theilt und jeder Arzt hat die Schüler einer oder mehrerer Schulen zu untersuchen. Die Lehrer resp. Lehrerinnen melden die Fälle, wo Kinder krank und leidend zu sein scheinen und der Arzt entscheidet, ob das Kind unverzüglich nach Haufe gesandt-werden soll. Der Präsident ' der Schulbehörde sagte, durch dieses JnspektionLsystem werde eine Epidemie von. Diphtherie- iifld Scharlach unmöglich gemacht und überhaupt Fälle von Ansteckung auf ein Minimum reducirt. . Elne schreckliche Rolle hat jüngst in der tunesischen Chronik das Feuer gespielt. Bei Malga brannte die aufgehäufte Ernte fast der ganzen Umgegend nieder, in der Ebene von Sbiba verbrannte die reife Gerste auf dem Felde auf einem Gebiet von 25 Acres, in Tunis geriethen die Unterkleider einer durch ihre große Mildthätigkeit bekannten Dame, Wittwe des Banquiers Cardoso, in Brand, so daß sie nach 20 Stunden unter gräßlichen Qualen verschied; in einer Kinderbewahranstalt stieß eine kleine 10jährige Italienerin die Petroleumlampe um, die Kleine lief von Flammen umgeben zuerst im Paito unter ihren Gefährtinnen laut schreiend umher und stürzte zuletzt auf die Straße, wo sie zumEntsehen der Vorübergehenden zur Erde sank. Es gelang nur, die Flammen zu ersticken, aber nicht, das arme Kind zu retten. Außerdem ereigneten sich zwei Hausbrände, wobei eine Jüdin erstickte. Bei all diesem Unglück gab es auch einen Augenblick der Komik. Die Bewohner des zweiten brennenden Hauses hatten sich, wie sie sagten, alle gerettet, da bemerkte einer der Feuerwehrmänner in einer der brennenden Stuben eine Wiege und in dieser einen Kinderkopf mit blonden Locken und rothen Backen. Er drang mit Lebensgefahr hinein, ergriff den Wiegenkorb und brachte ihn unverletzt glücklich heraus.bemerkte akxr nun erst, daß er eine große, allerdings sehr schöne Puppe ge. rettet batte. HiesigS! HilsöbundeSmarschall Boyd verhaftete gestern in Muneie einen Dr. Nelson Roß aus die Anklage des BetrugS an der Post. Der Mann ist beschuldigt einen Geldbrief durch die Post erhalten, daö Geld herausgenommen und den Beamten gleich daraus gesagt zu haben, daß der Brief leer gewesen sei. BundeSkommissär Moore übervieS den in Muneie allgemein bekannten und sehr geachteten Mann unter Z500 Bürgschaft den SundeSgroßgeschworenen. CO Carl Harveh, der in dem Redmund-Mordprozeß eine fo traurige Berühmtheit erlangte, wurde gestern Rachmittag von den Geheimpolizisten Gerber und Morgan wegen Erlangung von Geld unter falschen vorspiege lungen wiederum verhaftet. Er hatte eine Rechnung von einer Frau Adelia Pahud bezahlt bekommen, war dann zu deren Mann geganzea und hatte
dort dieselbe Rechnung och einmal sich bez!:hlkn lassen. Cr xzit den CT"'?s'' "? -? tf"" r w v-rltf ...
Dr.Miles'HeartCnre knrirt einen Prominenten Andalt.
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A'" - P Y elp i, der leitende Penstoa H Snwalt von Belsast, N. schreibt: -fto schlkcht Sksundhkit und litt seitdem a Heribe schwkrdkn. Ich hatte hSustg Ohnmachten und erftickendt solle. Ich ging aedeuat wie in tvurve au der rmee euilassea weaeu an von 80 Jahren. Ich trug sortwöhrend ein, Ueberrock. selbst im Sommer, um mich nicht 5u erkälten, onnte mein Geschäft nicht Verse e. Mein, uhe war durch heftige Schmer,? m oxt V"irgrno und ver tlNlen Schulter at brauch von Dr. Mile,' yeart Eure, ungeachtet, dad ich so diele Patentmedizinen und verschrei bu,ge von Aer,ten genommen hatte, ohne da e, mir geholfen hatte. Dr. Milek' Heart Eure stellte meine Gesundheit wieder her. El ist wahr hastig eine wunderbare Medizin und k macht mir viel Bergnttgen. diese Mittel Jedermann ,u empfehlen. Dr. Milek' Mittel werden durch alle Apotheker vertäust unter einer positiven Garantie: die erste A Flasche nützt oder da Geld wird ,urltcker stattet. Buch über die Krankheiten det Herzen und der Nerven frei. dresst: testet Us&j VujiUW Dr. Milek Medleal Eo.. lkbart. 2d. Livingßon D. goodrey, 47 Jahre, unverheirathet, BiSmarck Ave., Haughville, wohnhast, wurde irrsinnig erklärt. Er hat in den letzten drei Jahren $10,000 verjubelt und bildet sich ein immer noch Geld zu haben, während er thatlächlich nichts mehr hat. Der-neuliim Sause deS Senators FairbankS gegründete grauenverein für die" Indianapolis leichte Batterie hielt gestern Nachmittag eine weitere Versammlung und schickte darauf ein Komite von fünf Damen zum Gouvernör, welches ihn bat, den Verein in seinen Bestrebungen zu unterstützen. Die Damen, vollen jetzt einen Mann zur Indianapolis Batterie schicken, der jeden kranken oder verwundeten Mann von Zndiana nach Hause schicken muß. Gouvernör Mount ist einverstanden. Die auffallendsten Seilungen von Seroseln, die man kennt, sind mittelst Hobd'S Sarsaparilla erzielt. Dieses Mittel sucht seines Gleichen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur Ho od'S. Hood'S Pillen find mit der Hand gemacht und völlig gleich anGröße und Gewiebt. 25. Die Wassergesellfchaft erwirkte gestern einen temporären SinhaltSbesehl gegen die Monon Bahn. Die Geleise der Monon Bahn gehen nämlich gerade bei der Schleuse, welche daö Wasser in den Kanal einläßt, über den Fluß. Die Monon ließ kürzlich Pfähle eintreiben, so daß der Abfluß gehindert wurde und die Vassergesellschaft ließ dieselben ohr j ein Wort zu sagen wieder absägen."' Die Monon sagte auch nichts und ließ die Pfähle wieder eintreiben und die Wassergesellschaft lieb sie wieder absägen, reichte aber zu gleicher Zeit ein Gesuü u einen Einhaltsbefehl gegen die Monon ein. Richter Harvey gewährte einen temporären EinhaltSbefehl und wird den Fall am 10. August hören. Der Stfew York Utero. lMadlirt 1853.) W!k..r Butterick Muster ! Neue und frische Waaren zu etwa 40 Prozent des wirk' lichen werthes. ES sind Tan farbige Schnürschuhe für grauen und Mädchen. DaS Obertheil ist Tuch. Lesen Sie diese Vreise : Größen 8z bis 11 für 70c daS yaar G.ößen IU bis 2 für 07c daS Paar Größen 2 bis 6 für 01.10 d. Paar. Im Hinteren Theile des HauptslurS
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