Indiana Tribüne, Volume 21, Number 315, Indianapolis, Marion County, 3 August 1898 — Page 3

i

Siimorrhoidtn. ..Ich Ntt die GMultn der Verdammten in. lolflt vo fcortrtteBben HSmorrhoide. die durch fiopfnng hervorgebracht waren, an de, ich seit zwanzig Jahren litt. Ich stieg ausJhSaca,et in Um tSdtche Newell. Ja., und niemal fand ich ihre leichea. Hente bin ich gänzlich frei von Hämorrhoiten nd kndle wie ein neuer Mensch. . H.e i . 1411 JoneS St.. Cioux Citt). Ja.

Tu)) I ( WM DON-BON5 VMSMM UNOCI MARKC oesoicftT

grn?d, schmaSHaft. wirksam. e&mfm (rat, ebnn tw, ach, nie krank er schwach, verursache keine ,chera. lve.2se.sue. Heile Berftopfnn. BtaHUff RaWj Campaar, Ckleir. Koalrnl, Jw York. ZI?? Xsl.Tsl-Tl 1 s derrauft nd garanNerk von an A' V xi'cVXj potveter ut Hellung der TadatS rVyru. Dr. I. Btttzler, 12 Sst NcSnrty Ltr. Sprechstunden : 8 biZ 9 Uhr Vorm. ; 2 618 3 j 1 hr Nachm.; 8 bis 9 Uhr bendS. Telephon 1446. ?vrtchtrude: ontaa ui ormittaa. C. C. EYERTS, iP jf r r CY a. I Deutscher Zahn - Arzt, No. 8i Nord Pennsylvania Str. a s vtrd ans Wunsch angewandt. Dle Offlee von Dr. H. PINK und Dr. C0LE, befindet sich in No. 24 Ost Ohio Straße. Telephon No. 927 wie biiher. Dr. Louis Eurckhardt, No. 1134 Süd Meridian Strake. . . I Tre chstunden': 9 Morgen, und? 1 icnbi. I Willouahby Block, 224 Nord Meridian Straße. v S,chftden: ,-4 Nachmittag,. I Tel.2ZSZ. ' WALTER FRANZ, Zaytt-Arzt, No. 90 Ost Market Straße. Cosfin lock. Zimmer 42. Dfftct.etnnben: 9bill2m.. lbi,5m.. 7(119 bd. Sonntag Iv Uhr Vm. bt 2 Uhr m RlPANS TABUIXS Are inteaded for cü34ren, tadle iai all who prefer a rnedidne dlsgubed as con Uectlooery. Thcy vnxs oow bc had (put. p iß Tin Boxn seventy-two In z box)' price. cwcnty4Ive ccnUor five boxe tot i .'rti vncuouar, tny urugü wiu uin ü you nit, anathey rnay alwaysbe obtatncd vy tcmtUM the price to . . - ... - - O) l.2 Rlpans Chenycal fslnnnnvw l. S MS ,L?'Sk- 3 " f Vli- s , , .-Ili.t li Vr II i y 7m'- (! r --&fittKl?&ril DaS Deutsch'Nmerttanische editsburoau 1 otopial von h W 1T A(!KW0RTFL R m Vine St . Cinennati, 0.. ß m. & i Kl.l ift anerkannt baS älteste, weitverbrei teste und derlalsigste in Amerika und Deutschland, und alle Ansprüche aus Erbschaften nd Rechte, kann man vertrauensvoll in seine Hände legen, und versichert sein, daß die kleinsten, wie die größten vollmachtS'Aufträge mit gleichem Eifer und genauer Rechtskenntniß prompt und gewissenhaft er ledigt werden. rtkstjillLift . vermisster Lvdon M i i L i! trb Schtlich t ltm Statt cninittt. V IhlJMlJi BO YEARS -EXPERIENCE D TRADC MARX! Designs " Copyrights ac, Abtb Mnding iketch and äoacrtptlot nay 1T MMCwtrt onr opiaton tne wfcetbr a CoVlotioa UprobabTPnta,ble. Conimunlc-ITlrnctlrcnclentüa.-Handbook on HtnU fr, uldeflt Dcr Tr eeartne iMMeats. tilen i tbronjl Mann tVrecelT . i a aw i t ha feläl matUU wunwn , Mznmt Biwican. A tuuidom!r UlnatratM wwklf.' r f-.-MnTnf -A urtantulc loun!.- Tennt. U l "H'n sin 38iBrodi7. jpyjf Ycrkl t Fuüoi i? R - " I för moruh, i. SU by Ui M. mcvlxe, Qezltschkr.B Jh 4 417 Oft MEu. Str. m 0a(t Up Stairs. fjrxt Cirt ?tflpant,TCI laUmt ttttt tB Kl DCmluns r Him AdoüpEa Firey, (014 rreodom Elght.) Hotary FnbllC, Translator, n ' ,4. ÄxÄ Lorresvonaom eiC. .,- 4Anii i..iv n . iio.xuo üuibbüw üu Qf

M mmrmtm

V

T I 1

M

W

r i .

' '

mMiwW

Alte und Junge.

Roman von Emil Kaiser. (Fortjehung.) ' Das Gedränge !)a!!e etwas nachglassen, man konnte den Saal ganz übersehen. Unter den Eintretenden fiel Reiner Overmannö hohe Gestalt Olga auf. Sie kannte ihres AaterZ gute Meinung von dem jungen Mann und toar eben im Begriff, ihm zuzuwinken, als sie bemerkte, dah er eine nxibliche Maske am Arme führte. Der Charakter der Vermummten erschien Olga zweifelhaft. Der Anzug, ein Atlasdomino, war nicht unfein, aber daö Auftreten verrieth nichts von einer Dame. Reinr schritt grüßend an ihr vorüber und nahm mit seiner Begleiterin an einem Nebentisch Platz. Olga sah. wie diese lebhaft aus lhn einsprach. Ohne daß sie die Worte hätte verstehen können, ärgerte sie dieses Schlagen mit dem Paplersacher, dieS unweibllche Lachen. Sie beobachtete, welches Gesicht Reiner zu dem Betragen seiner Gefährtin mache, aber da er im aleichen Augenblick forschend zu ihr hinüberschaute, wandte sie sick ab. Was kllm. merte sie sich im Grunde auch um ihn? uu ic ttkl uno oa irnirn mer ihres Vaters getroffen und einige fi wc ic ci w w 1 o: zäune mu lym qtrocmieu yalie, und doch verdroß es sie, daß er mit solch' einem Mädchen verkehrte. Ihre lln oesangenheit war durch Tonlus Huldigungen gänzlich zerstöri. Auch als nun em zunges Madchen in einem abgetragenen Sammtkleide und einem bunt aufgepuhten Strohhut am Eingange des, Saales sich aufstellte und ein Lied von Mai und Liebe sana zu der jämmerlichen Begleitun?. die ein alter, schmutzigerVann aus einer alten, wimmernden Geige dazu kratzte, erschien Olga das unpassend. Sie begriff nicht, wie ein gutes Publikum Gefallen daran finden konnte. Die Worte des ihr werthen Liedes aus diesem Munde erschienen ihr als eine Mamrung der Gefühle, die jedem iwuicji. r,3 tm-A.. c-u. v.i n jjiuvh iuuc gccnuci. -canqsam von Tisch zu Tisch sammelnd. mt af . a? mm ram es nayer. iö lag in lyrem blasen Gestcht etn Zug von Leiden und Mudiakeit. der Qlaa rübrt,. ci, wndt. sich mit der Bitte an ihren Vater, ihr reichlich zu geben. Sie sieht so unglücklich aus. Gerhardt schaute auf. da das Madcyen eoen yeramral. legte ein Markstück auf ihren Teller. Ein dankbarer Blick aus zwei großen, dunkeln Augen traf ihn und die Fllrbittende. Die Sammlerin wollte weitergehen, aber da Tonius den Arm bereits erhoben hatte, ihr gleichfalls zu 'spenden. hielt sie diesem den Teller hin. Ein Nickel fiel darauf nieder, aber das Danke im Munde der Unglücklichen erstarb, alö ihr Blick Tonius' Gesicht streifte. Der Teller erklirrte in ihrer Hand. Mit emer Miene unsäglicher Verachtung suchte sie das Geldstück aus dem Häuflein der andern hervor und warf n vor dem Geber auf den Tisch. Dann wandte sie ihm den Rücken und setzte das Einsammeln an den Nachbartischen fort. Der Baumeister sah erstaunt fragend zu dem Zungen Patz hin. Man verwöhnt solches Pack leicht. sagte dieser. Sie waren so grokmu thig. da ist ihr jetzt ein erbärmlicher Groschen zu wenig. Ein Errothen war in sein Gesicht aekommen. Olga fühlte, daß er eine Luge gesagt hatte. Es war etwas in dem Wesen deS armen Geschöpfes zum ÄUSvrua aerommen, vas der zungen Dame verrieth, wie zene ein Rechi habe. diesen Menschen mit dem dreisten Lachen im Fuchsgesicht zu verachten. Und nun beaann das Mädcken nock . r " , ? 'Ä'? wii uu Aiif ycuyiiuuci ui ixi

!j erste Lied. Ihre Stimme verrieth soh gar einige Schule. Unausgesetzt richtete dabei die Sängerin ihre großen,

dunkeln Augen aus Gerhardt's schöne Tochter. Auch sie selbst mochte einst geblüht haben, aber der Wurm war gekommen mVi-&U n AftMtun lif Uln l.fj? Uili iyuiK i( yvvwiyr mj Uio IU9 Herz hinein. Da schwand Duft und Sckone. Olga ward web zu inne. le, die köstliche Nose in all' ihrer blühen. den Vrackt. erschauerte in der tiesslen &ttit. waorenv ltc ric arme rocue : ' r- Lit. Schwester ansah, gefallen, beschmutzt. zertreten .Laß unö gehen bat sie idren aier. Der erklärte sich zum 'Äusbruch bt rett. ToniuS langweilte sich, als er so allein am Tisch sah. Er war Reiners gewahr geworden und Pedelle an ocj sen Tisch hinüber. Auch ' Traudche:. haste er erkannt. Von tdrem Bruder wüßte er. dafe zwischen ihr und Reiner vertrauliche Beziehungen bestanden. Er hatie einiges Interesse daran, die Art dieser Beziehungen näher kennen zu lernen: denn ihm war der Gedanke aukaetauckt. sich um die Tochter deö reichen Schellberg selbst zu öewerven. ' f ' ' ' ; Oa stekt nan. was )U iur nan. was )u iur em Duckmäuser bist, sagte er zu Reiner. Geht immer herum mit einem Gesicht . k I m .11 f 1. 1VK.1 f! jt c wie cm eileimoncy uno iani n? oann im Carneval in Gesellschast der schon sken Dame erwischen. DasUr ist ja Carneval. erwiderte Traudchen an Reinerö Stelle, der 'sich damit begnügte, ein finsteres Gesicht zu mächen. So kennt Ihr Euch nur vom Carne Ist das nicht genug? meinte das Mädchen. . ' . - jT Mir wentastens wäre es mqx genua. ich mükte Dich schon näher ken nea lernen, wenn Du mit mir gingst, meinte der straaer galant. UebrigenS hast Du Dir einen knauserigen Herrn ausgesucht. Trakttrt Dich mit raune Uiatt. Dabei wird einem ja das Blut dünn. Mit Deiner Erlaubniß werde was Besseres bestellen, wandte, er I sich an Reiner. Du maast trinken, wonach Dir der I Gaumen VM. ich bleibe bei dem. waZ

ich bezahlen kani!,' versetzte der Angere dete mit Schärfe. Die Kleine gestattet aber jedenfalls ein Glas Champagner, beharrte der andere unerschütterlich. Heda. Kellner! und alsTraudchen zögerte, das

ihr dargebotene Getränk zu kosten, be : hauptete er, es sei Fastnachtsrecht, er könne es verlangen, daft sie es an-, nehme. Der prickelnde Schaumwein rann dem Mädchen, das solcher Genüsse nicht gewohnt war. angenehm durch die Kehle. Sie ließ sich zu einem zweiten und dritten Glas überreden. Jh? Kinn und ein Stückchen der Wangen leuchteten roth hervor unter der halbaufgeschlagenen schwarzen Maske, ihre Augen funkelten mit begehrlichem Glanz. Sie lachte wie toll zu den'unziemlichsten Scherzen, die Tonius zum Besten gab. Je ausgelassener sie sich der Lust hingab, um so einsilbiger und verdrießlicher wurde Reiner, und als Tonius. dem das Getränk auch zu Kopfe stieg, in seiner Begeisterung für das feurige Mädchen sich zu den Worten verstieg: Es ,st gut. Kleine, tok Du Dich heute Nacht nicht mir anvertraut hast, lch wäre an Deiner Seite nicht Herr meiner selbst, da sprang Reiner auf, rief dem Erschrockenen ein hartes: Es ist genug! zu und zerrte seine Dame vom Stuhl empor. Ohne ihren Einspruch im Geringsten zu beachten, führte er sie aus dem Local. Traudchen war ob dieser Behandlung sehr ungehalten. Sie zoa ihren Arm unter dem seinen hervor und bedeutete Reiner, daß er seiner Wege gehen solle, sie könne den ihrigen allein finden. Der Abgewiesene versuchte ruhia sich ihres Armes wieder zu bemächtigen, nach einigem Sträuben ließ sie es zu, daß er ihn wieder unter den seinen zog. aver sie mußte doch ihrem Unmuth noch einmal die Zügel schießen lassen. Wenn es Dir nicht gefällt, dak ich mit den Leuten lache, sagte sie. dann kannst Du ja fortbleiben. 5ch kann noch einen andern Jungen krieaen als Dich. Wenn ich überhaupt gewußt hatte, daß Du so sein wolltest, wäre ich Fästnacht sicher nicht mit Dir ausgegangen. Das war ganz das Bauernmädchen. das in diesem Augenblick bei ihr zum Durchbruch kam. Reiner bemerkte es mit Verdruß, aber er schwieg bebarrlich. Die kalte Nachtluft kühlte allmä. lig ein wenig Traudchens in Wallung gerathenes Blut. Sie nahm die Maske, die ihr längst lästig geworden, ab, schmiegte sich dicht an ihren Führer und versuchte ihm von unten herauf ...l.ri.ti i wi. 5, ... ' laiiicui lll vie ittugtn zu oliaen. Meiner war nicht unempfindlich ae. gen diese Zärtlichkeit. Er erwiderte den Druck ihres Armes und beugte sich, l "'i-r. r. ." vu vie voiraBcn oes uiueren uiaot theils erreicht waren, nieder, ihren Mund zu küssen. Du bist ein Brummbär, sagte sie noch schmollend. Darf man denn nicht einmal em viscyen lustig sem? Er schüttelte den Kopf. Es thut mir leid. Dich in diesen Trubel gebracht zu haben. Ich hätte bedenken sollen, daß er mitreißt, auch wenn man sich dagegen wehrt. Das ist die Folge von der Heimlichkeit. Es darf so nicht weiter gehen. Ich werde einmal mit Deinem Vater sprechen. Ach. das hilft a nichts, erwiderte sie leichthin. Wenn Du erklarst, daß Du mich haben willst.? Du kennst den Vater nicht, verthdigte sie sich. Mit so was darf man lhm gar nicht kommen. Das ist alles dummes Zeug, sagt er, Romankram. Ich werde auch allein mit ihm fertig, sagte Reiner nach einer Weile. Dein Vater hat einen harten Kopf, aber mei ner ist auch kem rohes El. Es ist nichss mit diesen späten Spaziergängen gegen den Willen Deiner Familie. Es ist nicht gut für Dich und meiner nicht würdig. Traudchen verstand ,hn Nicht. Du bist heute komisch, saate sie. Traudchen und Reiner hatten die Thür von Schellbergs Haus erreicht. Traudchen Lsfnete, und da ebenSchritte die Annäherung von Vorübergehenden ankündigten, zog sie Reiner in den dunkeln Flur, um unbeobachtet einen zärtlichen Abschied von ihm nehmen zu können. Einen Augenblick hielten sich die beiden auf dem Flur umschlungen, wahrend die Schritte auf der Straß,: näherkamen. Da erscholl plötzlich draur f.fte e r t i. rt . ..s Ben cm Hilferuf uno irreale ne auseinander. Der Schrei schien aus den Fenstern deS Gerhardt'schen Hauses zu kommen. Reiner war lm Begriff hin auszueilen, aber das Mädchen hielt ihn ei der Hand fest. Jetzt horte man deutlich Gerhardts Stimme draußen. Ein Dieb, em Dieb! rief sie den Vorübergehenden zu. Et ist über's Dach hier in's Nachbarhaus. Klopsen Sie, bitte, Schellberg? heraus. Die Tour ist ossen, antwortete eine andere Stimme, die Reiner als die senige 'des Tonius Pätz erkannte, nur mnetn! Mehrere Personen näherten sich eun laut redend der Hausthür. Traudchen wich tiefer in den Flur zurück. Sie flüchtete auf d:e Treppe und hoher. Ihre Hand hielt die Remers fest um klammert, willenlos folgte er ihr. Der zwelte Absatz der Treppe war erreicht. Sie stieß eine Thür auf und zoa noch immer wortlos ihren Beglet ter sich nach. Schon hörte man die Eindringlinge auf der Treppe. Geräuschlos schloß sie die Thür und schob l ... i i t n i.c r. . ca.l . n Niege! vor, oann trii lieg ic Nl! ners Hand loö. Athemlos lauschend standen beide in der Dunkelheit. Das Hilfegeschrei und das Poltern im Hause hatte den alten Schellber.z erweckt. Sein Rufen ward draußen vernehmbar und vielstimmige Antwort der Eingedrungenen. Man verlangte nach Licht, und dann ging es wieder höher. Die Speicherthür knarrte, das Stapfen vieler Fuße über lhnen ver rieth den beiden Lauschenden, daß nun d Treppe frei sei. Ich wlll Licht machen, meinte das Machen leise. ES könnte auffallen.

wenn 'ich bei dem Larm ganz ruhig bliebe. Ich kann wohl jetzt hinaus, sagte Reiner. Er suchte nach dem Thürgriff, konnte ihn aber in der Dunkelheit nicht finden. Nein, bleib hier, bat sie flehentlich. Wenn einer Dich sähe. Ich lasse Dich nachher hinaus, wenn alles ruhig ist. Sie ergriff wieder seine Hand, nachdem sie die Kerze angezündet. Den Domino hatte sie abgeworfen; mit glühcnden Wangen stand sie vor ihm. Reiner wurde schwach, er schlang den Arm um sie. Sie erwiderte seine Liebkosungen mit ungestümer Innigkeit. Aber ich muß mich zeigen, ich muß

fragen, was der Lärm im Hause bedeutet, sagte sie. Und dabei darf ich nicht so aussehen. Sie griff in ihr Haar und zog die Nadeln heraus, 'die es hielten. Schwer fielen die gelösten Strähne über den Nacken hernieder. Sie sah sich nach ugend etwas um, m das sie sich 'hüllen könne, um den Anschein zu erwecken. als sei sie in der That aus ihrer Ruhe aufgestört worden. Es war nur ein Augenblick, daß sie die glühenden Augen von Reiner abwendete, aber er genügte, diesen zur Besinnung zu bringen. Ein frostiges Gefühl ergriff ihn, als schwebe er :n großer Gefahr, dann aber trat er in ruhiger Entschlossenheit zur Thür und schob den Riegel zurück. Bleib hier. Remer! 'horte er ..noch einmal Traudchens bittende Stimme ; aber schon hatte er die Thür aufgerissen. Der Lichtschein der Kerze nel aus den Flur hinaus und bestrahlte eine Gestalt, die mit verschränkten Armen der Thür gegenüber am Treppengeländer lehnte. Du hast's schemt's doch noch Nicht genug, sagte Tonius mit höhnender Stimme. Traudchen stieß einen leisen Schrel der Ueberraschung aus, dann schloß sie heftig die Kammerthür. Was hast Du hinter mir d'rem zu spioniren? begann Reiner mit nicht ganz fester Stimme. Die plötzlichen Uebergänge aus einer Stimmung in 'die andere hatten ihn seiner gewöhnten Festigkeit beraubt. Suchst Du etwa jetzt noch Streit? gegenfragte Tonius. Du solltest froh sein, wenn ich stillschweige. lForisezung folgt.) m Fürst BiSmartk. 3to erfolgreichste Staatsmann un seres Jahrhunderts, der einst gewaltige Schöpfer des deutschen Kaiserreichs und sem erster, sem eiserner Kanzler, Otto Eduard Leopold Zurst von Bismarck. Herzog von Lauenburg, ist nicht mehr: m Friedrichsruhe, wo er sett seinem Rücktritte von dem Kanzleramte meist weilte, ist er aus dem Leben geschieden. Einem altmärkischen Adelsgeschlechte entstammend, dessen ältester nachweisbarer Ahnherr, Herebord von Bismarck. 1270 Vorsteher der Kaufmannsgtlde zu Stendal war, ist Otto von Bismarck am 1. April 1815 auf dem elterlichen Stammgute Schönhausen geboren. Sem Vater, Ferdinand von Bismarck. war ein Land-Edel-mann vom alten Schlage, seine Mutter dagegen eine Bürgerliche, die ebenso schöne wie feingebildete Louise Wilhelmine Menken, die Tochter eines Berliner Cabinetsraths. Aus die geistige Entwicklung des Knaben war der Einfluß dieser hervorragenden rau von der höchsten Bedeutung, denn, seine außergewöhnliche Begabung erkenncnd. bestimmte sie ihn für die diplomatische Laufbahn und diesem Endzwecke entsprechend regelte sie seinen Unterrichtsgang von der frühesten Jugend. Schon als 5Inabe eignete er sich die englische wie sranzösische Sprache vollständig an. Nachdem er auf dem Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin das AbiturientenExamen bestanden hatte, bezog er im ?kabre 1832 die Universität Göttingen, um die Rechtswissenschaften zu studlren; von dort gmg er nach Berlin, wo er seine Universitätsstudien beendete. Mit seiner Studen tenzeit begannen seine .tollen Jayre, in :nen seine überschäumende Krast mkbr als einmal zum Ausbruch kam. was wohl am besten daraus erhellt, daß er vor dem vollendeten 20. Lebens' ahre bereits 27 Duelle hatte. Nachdem der junge Auscultator an den Gerichten zu Berlin gearbeitet hatte, wurde er im Jahre 1836Reserendar bei ver vteateruna m Aacven uno em .layr später in gleicher Eigenschaft nach Potsdam versetzt, um dort gleichzeitig r mi'i'i'.' .'! " CV emer uumarpiiimi zu genügen. Am Herbste des folgenden Jahres ließ er sich nach lreisswald versetzen, um neben dem Waffendienste landwirthschaftliche Studien an der Akademie Eldena zu betreiben, wozu ihn die Verhältnisse der väterlichen Guter m Vommern veranlagten. Das von ihm später bewirthschaftete Gut Kniephof wurde damals' Kneiphof- genannt, der Gutsberr aber dien überall der tolle" Bismarck. In jener Aeit er warb Bismarck sich übrigens den ersten Orden, die Rettungsmedaille, denn mit Einsetzung seines eigenen Lebens rettete er seinen Reitknecht Qildebrand vom ' Ertrinken. Nach seines Vaters Tode (1845) erhielt Bismarck außer dem vommerschen Gut Kniephof daö Stammgut Schönhausen, wohin er nunmehr übersiedelte. Dort wurde er Deichhauptmann und im Jahre 1846 zum Abgeordneten der Ritterschaft des Kreises Jerichow für den sächsischen Provmzlal-Landtag in Mersebucg ge wählt. Als Gutsherr von Schönhau sen fübrte er am 28. Januar 1847 Jo Hanna v. Puttkamer. die am 11. April 1824 geborene Tochter des verstorbenen Ritterautsbesskers Seinrick v. Vuttkamer auf Viartlum heim. Dieser Ehe entsprossen: Gräsin Maria Elisabeth Johanna v. Bismarck. vermahlt mi Cuno Grafen v. Rankau: Graf Her bert v. Bismarck - Schönhausen und Gras Wilhelm v. Blsmara ozon hausen. In seiner Gattin hatte Bis marck eine wakrkaft ideale Lebensge fährtin gewonnen, die ihm nahezu ein halbes Jahrhundert eine ebenso kluge

wie treue Bckätherin war, die Vertraute feines ganzen Wirkens und Strebens. über die er einst an einen intimen Freund schrieb: .Sie ahnen nicht, was diese Frau aus mir gemacht hat." Sein erstes Debüt in der Politik machte Viömarck als Mitglied des vereinigten Landtages in Berlin, wo er als ein in der Wolle gefärbter Junker, als entschiedener Vorkämpfer des Königthums von Gottes Gnaden auftrat. Mit aller Energie bekämpfte er das Verlangen nach einer constitutionellen Regierung, ja er war sogar ein Gegner deö Antrages, den Juden die politische Gleichberechtigung zu gewähren. Auf seiner Hochzeitsreise in Venedig wei-: lend, hatte Bismarck Gelegenheit; dem Preußenkönige Friedrich Wilhelm IV. seine Ultra - reaktionären Ansichten zu entwickeln, und damit hatte er das Vertrauen des schwachen Monarchen gewonnen. Während der Stürme des Jahres 1843 war Bismarck naturgemaß der erbittertste Feind aller freiheltlichen Regungen und im Landtage sprach er offen seine Mißbilligung über die März - Errungenschaften aus. Um die liberalen Vereine und ihre Presse zu bekämpfen, half er conservativeVereine und Zeitungen gründen, namentlich that er sich als Mitbegründer der Kreuz - Zeitung- hervor. Aus jener Zeit datirt sein Ausspruch: Die großen Städte, diese Herde der Revolution, sollte man sämmtlich vom Erd-

boden vertilgen. Als Stadtevertilger" und Vorkämpfer der absoluten Monarchie kämpfte' er im Abgeordnetenhause als emer der Fuhrer der Reckten und von demselbenGeiste zeigte seine Thätigkeit im Erfurter Parlament (1850). Sein energisches Eintreten für die Rechte des Königs brachte Bismarck im Jahre 851 seine Er nennung zum ersten Legationssecretär bei der preußischen Bundes - Gesandtfchaft zu Frankfurt a. M. und bereits 3 Monate später wurde er Gesandter am Deutschen Bunde, der zwar im Jahre 1848 auf den Barrikaden in Stucke gegangen, aber im November 1850 zu Olmütz wieder in's Leben gerufen war. In dieser Stellung konnte es Bismarck's Scharfblick nicht verborgen bleiben, daß der künstlich in's Leben zurückgerufene deutsche Bund auf die Dauer unhaltbar sei und Deutschland emer kräftigen Fuhrung bedürfe, um zu der ihm unter den Völkern gebührenden, Stellung gelangen zu können. Um diese führende Leitung seinem Vaterlande. Preußen zu sichern, mußte Oesterreich kaltgestellt werden. Da er gegenüber den Anmaßungen Oesterichs, dem die meisten Duodez-Fur-sten blind ergeben waren, mit seiner einen Stimme unter 17 machtlos war, mußte er sich meistens defensiv verhakten, aber er verstand es ausgezeichnet, Preußen mit Erfolg zu vertreten. Wahrend lener Zelt führte er auch verschiedene diplomatische Missionen mn Erfolg aus, fo in Wien und Paris : namentlich war es aber sein Verdienst, daß. Preußen sich weder wahrend des Krimkrieges noch später während des sardmlsch-französischen Krieges von Oesterreich in's Schlepptau nehmen ließ. . Bismarck's Thätigkeit als Bun-des-Gesandter nahm ein Ende, als der spätere Wilhelm I. als Prinz-Regent an Stelle semes erkrankten Bruders Friedrich Wilhelm IV. die Zügel der Regierung in die Hand nahm. Wegen semer antl-osterreichischen Haltung wurde er von dem damals am Ruder befindlichen Ministerium Hohenzollern kalt gestellt-, d. h. als Gesandter nach Petersburg geschickt. Diese Stellung verstand er zur Festigung der Freundschaft mit Rußland,, deren Nutzen Oesterreich gegenüber er wohl erkannte, mit großem Erfolg auszunutzen. In Petersburg blieb er bis zum Frühjahr 1862, um diesen Posten Mit der Gesandtschaft in Paris zu vertauichen, aber auch sein dortiges Verweilen war nur von kurzer Dauer. Die geplante Reorganisation der preußischen Armee hatte eine ernste Krisis hervorgerufen, zu deren Losung sich das Ministerium Hohenzollern außer Stande sah. Ein starker und gewandter 'Mann mußte das Ruder des hin und her schwan kenden Staatsschiffes m die Hand nehV m ASfc Das lefeUSilb be übten. nun unb dazu wurde Bismarck auser-) sehen, der am 23. September löbZ m terimistisck Borsikender des Staats Ministeriums und nach dem definitiven Ausscheiden des Fürsten von oyenzollern am 8. Oktober zum MinisterVräsidenten und Minister der auswär, tigen Angelegenheiten ernannr wuroe. , Von Anfang an war Blsmara'S wti luna überaus sckwieria. da die Libera, len in 'ihm den .Städtevertilaer-. den reactionären Bunker.' bakten und die Antipathie gegen ihn machte er noch schlimmer durch die Bemerkung, van aroke?Vraaen nur durck .Blut und Ei sen- gelöst würden. Als das Abgeordnetenhaus die Mehrforderungen für die Armee verwarf' erfolgte derSchluß deö Landtages und' die Erklärung der Regierung, den Staats-Hauöhalt ohne die in . der Berfassuna sestaesedte Unterlage fortführen zu wollen. Der - . ' . am V f 0 Conflict dauerte 4 Jahre, die oilsVertretung wurde wiederholt aufgelöst und Bismarck weaen des BerfassungSbruchS in der entschiedensten Weise bekämpft. Es kam sogar zu einer Duellforderung Bismarck's an Bir6cft). fco wurde die Sacke aütlick beiEklest' ftefcui den inneren Oerwicklun- ' s;:n , wurde OiZmarck'S Aufmerksamkeit

for , Sflmrner Crulse Tcf

. . . take the iuaoi NEW STIEL PASSINQIR 8TEAUER0, OPEED, OOMPORT AM8AFETY

To Detroit, Mackinac, QeortfnnBay, Peloskey, Chicago H otfca tin oSwi Fkiortak of MW bUm of qaal Ywtty and tntoi-M.

ftmr Ms fr Wwk Toledo, Detroit ind Mackinac RT08UT, "n ROO," KABqVITTB ISO BEUTH. LOW KlTIft t Mtarao m4 Botara, iMladla at aa4 Bftaa Aaaraa Imt m fraai CU.alaaa. Araaa Tataaa, 14; fra llatralt, !..

Ktp7 Das m4 llfkt Bwm Clsvland, Put-In-Bay and Toledo.

Send ac for Illuatrated Pamphlet. Addreaa A. A. BNANTZ. m. . DSTHOIT MIOM. und Gewandtheit durch die Bestrebungm Oesterreich's, welches die Vor Herrschaft in Deutschland erlangen wollte,' immer mehr m Anspruch ge nommen. Auf sein Anrathen nahm der König Von Preußen an dem Fürstencongreß in Frankfurt a. M. (1863) nicht Theil, da semeBedmgungen für eine Bundesreform abgelehnt waren. Inzwischen wurde . die schleswig holsteinische Frage durch den Tod des Königs Friedrich VII. von Dänemark ln den Bordergrund gedrangt und als Friedrich's Nachfolger. Christian IX., am 18. November 1863 die GesammtstaatsVerfassung unterzeichnete und damit, entgegen den Bestimmungen des Londoner Protokolls, die wirkliche Einverleibung Schleswigs in Dänemark erklarte, ruckten hannover'sche und fachfische Truppen in Holstein ein. Trotzdem hob Dänemark dieGesammtstaatsVerfassung nicht auf und am 1 Februar 1864 überschritten preußische und österreichische Truppen die Eider. Dänemark wurde geschlagen- und mußte Schleswig, Holstein und Lauenbürg abtreten. Die Erfolge, welche Bismarck in der fchleswig - Holstein!scken Zsraae erzielt hatte, brachte am 15. September 1865 die Verleihiing des G rasen standes. Durch die Abtretung der genannten Landestheile erhielt die Rivalität zwischen Preußen und Oesterreich neue Nahrung und es olgten die überaus verwickelten polltichen Intriguen, welche schließlich dazu iihrten, daß auf Oesterreichs Antrag am 14. Juni 1366 die Mobilisirung der Bundes - Armee gegen Preußen beschlossen wurde. Wenige Tage vorher, am 7. Mai, hatte das Attentat des Fanatikers Cohen Blind auf Bismarck stattgefunden, welches ihm persönliche Sympathien verschaffte. Preußen zeigte sich für den Kampf gerüstet: mit affenartiger- Geschwindigkelt wurden die Oesterrelcher, Sachsen. Hannoveraner, Bayern, Hessen und sonstigen Bundesbrüder von den Preußen geschlagen. Nicht geringe Verdienste erwarb sich Bismarck durch die Geschickllchkelt. mit welcher er sowohl die französischen Jnterventiosgelüste zu vereiteln, wie den preußischen Slegeszug bis vor die Thore Wiens zu beschränken verstand. Er ersparte Oesterreich eine unnöthige Demüthigung und erleichterte dadurch eme Verständigung. Oesterreich schied auf dem Prager Frieden aus dem Bunde, mit Bayern, Württemberg und Baden schloß Bismarck geheime Schutz- und Trutzbündnisse, Hannover, Kurhessen. Nassau, Schleswig - Holstein sowie Frankfurt a. M. wurden m Preußen einverleibt unb der Norddeutsche Bund wurde begründet. Bismarck's ungeahnte Erfolge hatten in Preußen inzwischen einen gewaltigen Umschwung herbeigeführt, die nationalliberalePartei trennte sich von den Fortschrittlern und der Landtag ertheilte nicht blos die Indemnität für die ohne Staats-Haushaltsgefetz geführte Verwaltung, sondern bewilligte außerordentliche Credite für Heer sowie Marine und Dotationen für Bismarck und die Heerführer. Bismarck wuroe zum Bundeskanzler ernannt und übernahm die Verwaltung der Bundes Angelegenheiten. Die gewaltigen Erfolge der preußischen Politik konnten nicht verfehlen, in Paris sehr böses Blut zu machen. Napoleon hatte gehofft, als Lohn seiner Vermittelungen em Stuck des linken Rheinufers zu erlangen, allein Bismavck hatte das zu vereiteln verstanden. Auch das Verlangen Napoleons nach Luxemburg machte Bis marck zu Wasser und- seine Emmischungsversuche Preußen gegenüber scheiterten an der diplomatischen Gewlandtheit des Mannes von Blut und Eisen". - Unter diesen Umständen könnte es nicht ausbleiben, daß die an der Seine herrschende Erbitterung immer großer wurde und man dort schließlich nach emem Krlegsvorwande ä'tout prlx suchte. Ein solcher war kn der Throncandldatur des Erdprmzen von Hohenzollern gefunden und am 19. Juli 1870 erfolgte Frankreichs Kriegserklärung an Preußen. Der Krieg war für die deutschen Waffen siegreich. Napoleon wurde gefangen und venagt, ln Versailles erfolgt am .18. Januar 1871 die Verkündigung von der Bildung des neuen deutschen Reiches mit Wilhelm I. als Kaiser und im Frankfurter Frieden mußte Frank reich sich zur Abtretung von Elsaß Lothringen verstehen. Eme sehr reiche Dotation, die Verleihung des erblichen Fürstenstandes und seine Ernennung zum Reichskanzler waren die Beloh nungen. welche Bismarck selbst am 21. März 1871, am. Tage der Eröffnung des Ersten Deutschen Reichstages er hielt. 'Schwere innere Kämpfe beeinträch tigten den Frieden des jungen deutschen Reiches. Im Rahmen dieses 'Artikels gebricht es . an Raum, auf die Ursachen i M, m m und den Verlaus derselben naher em OQönbeit sitzt In Olut. Heine Olut bedeutet reine Haut. Ohne diese kewt Cqonfititv 5ak reiß, Candy Cathartie ttinigea tak Olut, nastigen die Lebn und estternea alles Unreine au5 de Körper. Bangen Cic heute an; yupew, Oer . m . m ' 11

jsure, llkiln es 5 so ONln vertreideu. OchZ-heit fü? IC:. ' 1-3 Ch. . ru n.f4A V.

. 1 i. f . lVv k.ii C -

I Sha in Mnhlnn

Lilie iu lYiauuiiQi Th Qrtiteit Ptrfio ttonyat ttaln4 In BitCmtructln: Lixarloat . Equip Mtnt. Artlttlo Ff nlifctng.Dictntltn cndEScUntSmle Dar m Rarvtaa Batvaas ' DETROIT AND CLEYtlAND Fara, M .BO Mraatlaa. Barika, J ta., i. fHalaraaa. l.ll. OotuiertioBa ars mad at Clerelaad wtth Earliaat Train for all aolcU Em. 8ota ao4 Soothwaac and at Detroit for all 1 pointt ftorth and Northweat, Daaaay Triaa immm, Jaly, iirut, Baataaar a4 Oataaar ( WaJy. Detroii and cieYeiana Kaviaation comDani zugeyen, uno wir müssen Lns daraus beschränken, ihrer kurz zu erwähnen. Die unheilvollsten Wirkungen hatte der Culturkampf, der . schließlich in dem Canossagange endete, , und während dessen das erfolglose Kullmann - Attentat in Kissingen stattfand. Nach vielen Mühen brachte Bismarck das Septennat zu Stande und mit seiner eisernen Entschiedenheit ging er gegen seine persönlichen Widersacher vor, wie der Arnim- und Geffcken - Proceß fowie die vielen Hunderte von Beleidigungsprocessen beweisen. Am Hofe selbst entstanden ihm bittere Gegner und deren Intriguen brachten ihn im Jahre 1877 dazu, um seine Entlassung zu bitten. Allein der Kaiser hielt ' an seinem Rathgeber fest und antwortete m!t dem berühmt gewordenen NiemälsV Die neue Wirthschaftspoliti! brachte neue Parteigruppirungen und er' mußte zur Durchführung feiner Pläne, von denen manche scheiterten, bei seinen früheren Gegnern Freunde werben. Nur theilweise vermochte er eine Reform der Steuern und Zölle durchführen, die Einführung des Tabaksmonopols setzte er nicht durch, ebensowenig den Plan, alle deutschen Eisenbahnen an das Reich zu bringen. Sein erstes Socialistengesetz wurde verworfen, das zweite dagegen angenommen (1878). Größer waren Bismarcks Erfolge in der äußeren Politik, denn es gelang ihm die für Deutschland erwünschte Freundschaft mit Oesterreich wieder anzuknüpfen und das gute Einvernehmen mit Rußland zu festigen. Mit Geschick verstand er die Schwierigkeiten zu lösen, welche im Jahre 1887 in einem Conflikt mit Frankreich zu enden drohten, sein Hauptwerk in der Friedenspolitik bei war das Vertheidigungsbündniß Deutschlands, Oesterreichs und JtalienS. Der Tod des Kaisers Wilhelm I..' 9. Marz 1888, brachte für die Thätigkeit Bismarcks einen Wendepunkt. Nur wenige, Wochen saß Kaiser Friednch III. auf dem Throne und ihm folgte dessen Sohn als Wilhelm II., der emst Bismarcks glühender Verehrer gewesen war. Von gewaltigem Ehrgeiz beseelt, betrachtete dieser nur seinen eigenen, souveränen Willen als Richtschnur seiner Handlungen und darin, wurde er noch durch die geheime Höfcamarilla, die den mächtigen Kanzler unter allen Umständen beseitigt wissen wollte, bestärkt. Der Conflikt kam während der Arbeitergesetzgebung zum Ausbruch, als der Kaiser ohne des Kanzlers Gegenzeichnung in Erlassen sejn weitgehendes Programm auf diesem Gebiete am 4. Februar 1890 bekannt gab. Bismarck bewies dem Monarchen, daß der Verfassung gemäß der Kanzler die ' einzige verantwortliche Person im Reiche sei und die übrigen Minister nur mit Wissen des MinisterPräsidenten mit dem, Könige berathen dürften. Der Kaiser verlangte eine Aenderung, doch Bismarck lehnte eine solche ab. Am 1. Marz verhandelte Bismarck in einer Besprechung mit dem Centrumsführer Windthorst in Betreff der Arbeitergesetzgebung und daraufhin forderte der Kaiser Msmarcks Entlassung. Dieses Verlangen wurde am 17. März in einem bestimmten Befehl wiederholt und am folgenden Tage reichte Bismarck sein Entlassiingsgesuch ein. daö unter Verleihung der Würde eines Herzogs von Lauenbürg und Ernennung zum GeneralObersten der Cavallerie genehmigt wurde. Am 29. März verließ Bismarck Berlin unter noch nie dagewesenen Ovationen. . Grollend zog sich Bismarck nach Friedrichsruh zurück. ES folgten Jahre lange Preßfehden, die gewaltige Erbitterung hervorriefen. Die widerliche Sache wurde schließlich, wenigstens oberflächlich, beigelegt, als Bismarck im Jahre 1894 als Gast deö Kaisers nach Berlin kam. Während seiner letzten Lebenswahre sind dem AltKpnzler von seinen Anhängern wiederholt Ergebenheitsbeweise und Huldicninaen. wie sie in der Geschichte wohl eiizia dasteben. dargebracht worden. . vnlanat Nuöo's Oift Hava &tal." . V 2a?-.a,, . ..w'fMlSS, 0 3 4 3 4 ?I -fn m ! i f?anmsii irUilllKM7 u 552 QUIYIOGO UwLun j UUiniuito r mr r" r r"r fnDÄUv '!s Z fTUu CrcC3, CC2Cf. :0c!:ct end ctl tutchcn end PlctcUtcncll T222tzNe22. ncrUv, Pcr vr s? . wtM..a asaw C20RCQ VU UOFFMAr l ... Emtiyx mU frtiru, , . f MCAITWMHiMTalVUltllaMlli T s TII Cn-EEFr KSB: !: .4 7" P-in T!t7nf s7vt,s 4 m A afl AM, pt ' Qjwmmw "wvfnn y w w y w wm

Asaas

n

iflrH " t ÄÄfil& f

nii3 ujjü rnio u

' w VV 1

tqcen vj--. i . . - - " V --- -

Eisenbahn 'Tabelle

Cnkunft und bgang der verschiedenen EiZcn bahnzüge im Union Depot, JndianapoliZ i Vandalia. Mgang Postzug. ... 7 00 ...11 20 Vtm ...12 40 Nm ... 7 20 Vm ... 4 00Nm ... 8 10Vm ... r,40$m ... 4 47. Nm ...Itt wym ... 2 37, ... 7 l'.?m ... 1 Li).M Expreß..... , Ezvreß ., 2lc:omobatton , Expreß Erpreß , Ankunft Expreß , xpreß Accomodation , Expreß , Schnellzug Lccomaoatien Cledeland, Cineinnati, Chicago und t. LouiS. Indianapolis und Eleveland Division. .. 41.? 5a. Abgang Expreß. Expreß Expreß Limited Expreß L.'Lm ..las.', Vm ..11 15, ?m "6 25S!n' .. 4 10 Nn..11 30 Vm .. 8 45 Ab .. 2 10 Nm ..10 50Nm Crvreb Ankunft Expreß . . . Expreß . . Limited Expreß , xpre . . . Expreß... 6t Loui Division. Abgang Expreß... . .. 7 30Pm ...11 47, Vm ....11 20 Nm .... J K0Nm ' .... 4 05Vm' ....10 30Vm .... k30S!m ---- 610Vm Limited Expreß. Expreß Srvreß. tSalick An?unft Expreß tSglich xpreß Limited Expreß....... Expreß Thicago und CincinnaU Diviston östlich. Abgang Schnellzug 3 45 S?tn l - ccomooatun tsgltz 7 00 tm' Accomodation : 10 50 S?nt Postzug 2 45Nm ; Accom,d. nur Sonntags). ' Accomodation 6 30 Um nZkunst-Rushvill Accomodation. I Vonzug.. .....11 40 i Jnd'pli ce. (nur Sonnt.). Accomodation 1115 Vm ccomodatto 6 40 Ab j Schnellzug. 11 05 Nm Ehlcago und Cincinnatt Division ?csiiiax ort" nr .1! n in m - Kvniwg ccomscanüu in iw 1 SmeU.Pofl 11 45 Vm Lasa?ette Accomadation 5 15 öttn &AnT!itti 12 stsl m Ankunft Schnellzug . . : 3 30 Vm I Lafayette ccsmodatton ... 10 SO Vm Schnellpoft 2 35 Nm Rccomodation 5 45 Nm ; Peoria Division veftllch. Abgang Expreß.. ....... . 7 25 Vm Expreß '. 11 45 Nm ! Danville Accomodation 4 3.5 Nm Erpreß II 15 Vm Ankunft Expreß 3 89Vm ( Danville ceomsdatton. . . . 10 30 Vrn Expreß 2 42 Nm Expreß 16 Nm Peoria Division östlich. , Abgang Expreß S20VN I rrrtrtViftJt I ......... xpreg öv:m Ankunft Expreß 11 35 ( Accomodation Expreß..... 9 00 Lake Srie und Western. - Abgang Expreß. ....... 700 Vm Expreß 1 20 Nm ' . rr rvrt tV"p w Schnell Erpreß Ankunft Schneü'Sxpnß ........ i in nn cr. I Ulliril M.ß mA3 ! Expreß 2 40Nm Expreß 6 00 m Mttburg, iueiaati, Chicago und ! Ct Louis. JndianapoliZ Divifton. Abgang Expreß.... 5 00 Nm 30 Dm 50 Vm 30 Nm 20 Ab 00 Vm 00 Vm 30 Nm 15 Nm 50 Nm 15 Nm Kolumbus Accomodattsn.. . Expreß 5 Richmond Accomodation. . . 1 Expreß 7 Ankunft Richmond Accomodation 9 l Schnellzug 8 I Expreß 12 Accomodation 3 Expreß... 6 Expreß 10 Chicago Divifton via ftolomo. Abgang Expreß 11 Expreß 12 Ankunft Expreß 3 35 Vm 3.5 Nm M Vm 20 rpreß s LouikviL Divifton. Ak gang Expreß S 40 Vm II Vm 25 Nm 0) Nm 15 Vm 30 Vm 50 Nm 25 Nm oulSville ccomovanon.. . Schnellzug. 3 Accomodation 4 Ankunft Accomodation 10 Schnellzug.. 11 Accemodation 5 Spezial täglich 12 Clncinnati. öamilto und Dahton . 8 05 5 m . 3 45 VM . 10 45 Vm . 7 00 Zb . 4 45 Nm . 45Nm .11 45 Vm .12 45 Vm . 7 50Nm .10 35Vm Al!zang-Nail Hgang Expreß Cmemnati Accomortion . Expreß .T... Gmrtn ' . . . I Erpreß. Aiüunft Accomodation Expreß i Expreß Expreß ! CxpMfc öOVm 6 50 V Ankunft-Mail Sndianapslik und OinrenneS. Ab gana Expreß 8 15 Vm incennes Accomodatto .. 4 00Nm Ankunft JmeenneS Accomodat enlO iO Vm Sxpreß 4 58Nm Cineinnati, Oabash und Michigan Abgang Expreß 6 35 5rn 1 , Erpreß 11 15 Vm ' i Expreß 4 50 S?m Ankunft Expreß 9 2SVm j S10N I 45 Nm Jydiarucholis, Decatu? und Qesiern. Abgang Ervreß 8 15 Vm , uccomodatton S 45 Nm Schnell'Sxpreß 11 10?Jn Nnkunft Schnell'Expreß 3 35 Vm , Accomodatwa 10 40Vm ' Expnß 4 40 In i Chiesgo, Indianapolis und LouisdiUe ' Nonon Noute. Abgang Expreß 12 55 Vm i Flyer 3 85Nm ail 7 00Vm Expreß (viaJDWZ llöOVm Lnkunft-Erpreß '. SSOVm ait 7 55 Nm Expreß (via I D & 3) 2 40Nm ' ! Z7.LNenFlZ 4 87NM Tüo TY70nt!otIi Century, . " int . c.:itt .nochratchrift," trtlcht ertschrMllZ tfz? tvx :x r: -. 1 1 .eqtft. In ur.r... j i?:zz r erd doch ertrr. U-'- i . tx .Mt t.liMj'tA f . "r ) r ( V.t i;.-; iu;:x irr iinnjciut PntlicSlra Co- w ci t:,

I?rtr

p f Expreß..

ri V mm

- x Wt