Indiana Tribüne, Volume 21, Number 315, Indianapolis, Marion County, 3 August 1898 — Page 1

o 0 rlC AS rlO O A 00 AO W O K t vk o w v w y y y yy o w Office : No. 18 Sud Alabama Otraße. Telephon 1171, Indianapolis. Indiano, Mittwoch, den 3. August (898 Jahrgang 31 No!31S

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BiSmarck.

III. Man wird selbst vom Standpunkte der bürgerlichen Weltanschauung auS zugeben müssen, daß die Aufgabe eines Staatsmannes nicht ausschließlich darin bestehen kann, die militärische Machtstellung eine Landes zu vergrößern, sondern auch darin, das Glück und da? Wohlbefinden der Bewohner zu heben. Glücksgefühl und Glückbewußtsein sind individuelle Empfindungen und können nicht durch daS patriotische Massenge fühl ersetzt werden. Aller Glanz und alle Machtstellung eineö Landes kön neu das GlückSgefühl nicht erzeugen, daS durch individuelle Freiheit und in dididuelleS Wohlbefinden erzeugt wird. Ohne die Wichtigkeit der ä u ß e r e n Politik eineö Staatsmannes in Ab rede stellen zu wollen, dünkt unS doch die innere Politik desselben von größerer Wichtigkeit und von weit größerem Einflüsse auf daS Wohlbe finden der Bürger. Wenden wir unS nun der inneren Politik VZömarcki zu! ES ist selbstverständlich, daß wir nur die Hauptpunkte hervorheben können. Von allen größeren europäischen Staaten ist Deutschland heute der einzige, der daS traurige Schauspiel bietet, daß in seinem Parlamente sich eine politische Partei befindet, deren BafiS die Religion bildet. Nach moderner Anschauungsweife soll die Religion nichts mit der Politik zu thun haben. In daS politische Leben Amerikas ist dieser Grundsatz so sehr eingedrungen, daß jeder Versuch in anderer Richtung, daß z.B. die A. P. A , welche bei Wahlen versuchte Stimmung gegen die Katholiken zu machen, noch immer schmählichen Schiffbruch erlitten hat. Aber daS Volk der Dichter und Denker hat ia seinem Parlamente eine religiöse Partei (da Centrum) und diese Partei ist so stark, daß sie zu jeder Zeit den AuSschlag geben kann und in gewisse, beschränktem Sinne die Gesetzgebung beherrscht. Den Katholiken darf man jedoch laranl keinen Vorvurf machen. Wer angegriffen wird, hat ei Recht sich zu vertheidigen und zu seiner Vertheidigung daS wirksamste Mittel anzuwenden. Wer die Schuld an diesem Stande der Dinge trägt, daS ist Bismarck und daS Mittel, durch welches er hn herbeigeführt. daS ist der be rühmte Kulturkampf. Im Herbste 1870 bei den preußischen LandtagSvahlen bildete sich die Irakion deS Zentrums, die organifirte paramentarische Opposition deö KatholiziSmuS gegen den Kulturkampf". Die FrübjahrSwahlen zum Reichstag m Jahre 1871 schufen die gleiche Fraktion für daS deutsche Parlament. Und dann entbrannte der Kampf auf der ganzen Linie. Zuerst kam der sog. Kanzelparagraph, der den Geistlichen politische Bemerkungen von der Kanzel herab verbot, dann kam daS Jesuitengesetz, in 1873 und 1874 kamen die berüchtigten Maigesetze ur.d daS PriesterauSweisungSgesetz; 1875 kam dazu daS Sperrgesetz, durch welches den Bishümern die staatliche Unterstützung entzogen werden konnte. Wir können an dieser Stelle diese Gesetze nicht im Einzelnen beschreiben, eS genüge, daß eS Ausnahmegesetze uud daß sie gegen die katholische Kirche geichtet waren. AlleS daS ging unter dem hochtrabenden Name deS Kultur kampfeS. ES bleibt sich vom modernen freiheitllchen Standpunkte auS ganz gleich, was die Organisation der katholischen Kirche ist, eS bleibt sich ganz gleich, ob in katholischen Ländern die Protest ten Unterdrückungen zu dulde haben, oder nicht, von dem bezeichneten Standpunkt auS ist jede Einmischung deS Staates in die religiösen Angelegenheiten der Bürger verwerflich. Wir werden in Amerika auch ohne Kulturkamps fertig. Die Gesetze deS Kulturkampfes wur den mit äußerster Strenge durchgeführt. Die Polizei bekam alle Hände voll zu thun. Haussuchungen, Verhaftungen, Berurtheiluagtn, Beschlagnahmen Ankweisungen . s. w. gab .eS in schwerer Nenge. DaS Resultat war daS in solchen Fallen gewöhnliche. Der Druck rie Gegendruck hervor. Man kann in Kürassierftiefeln mit Erfolz rixfna deS Volk bekämpfen, aber nicht inen großen Theil 13 tiztzn. C!:l, rief 0i:r.i:5 ei.-l in tltxZtzzt

auS : Nach Eanossa gehen wir nicht." Aber, er ging doch. Der Kulturkampf

scheiterte an dem Widerstand der Katholiken gegen die Regierung. DaS Zentrum erstarkte unter der klugen Führung WindthorstS im Kampfe. ES handelte und ließ mit sich handeln. ES wurde zur ausschlaggebenden Fraktion deS Reichstages. Schon 1880 wurde der erste Schritt nach Canossa gethan, indem eine Modifikation des Gesetzes eintrat. 1887 war eS mit dem Kul turkampf zu Ende. Die Maigesehe und alleS waö drum und dran hing, wurde widerrufen, oder doch völlig ge ändert. DaS Zentrum hatte über Bis marck gesiegt. Freilich war ein Handel dabei. DaS Zentrum bezahlte damit. daß eö für daS Septemat stimmte, d. h. für das siebenjährige Militärbudget. Gewiß ein höchst unrühmliches Ende dessen, was man mit dem großen Worte Kulturkampf bezeichnet hatte. Seitdem find die Handelöbeziehungen zwischen Regierung und Zentrum fortgesetzt worden. Die Regierung hangt von dem Zentrum ab und Zugeständniß um ZugestSndr.iß : das ist die entwürdigende Lage, in welche? sich die Regierung deS deutschen Reiches befindet. Nur zu Einem ist daS Zentrum einstweilen noch nicht zu haben, nämlich zu Ausnahmegesetzen gegen die Sozialdemokratie. ES hat am eigenen Leibe verspürt, waS Ausnahmegesetze sind. Dafür weiß aber auch daS Zentrum, daß die Sozialdemokraten niemals zu Ausnahmegesetz? gegen die Katholiken zu haben find, denn den Sozialdemokraten ist die Religion Privatache und nicht Sache deS Staates. BiSmarckS Kulturkampf endete in Canossa. Er mußte da enden. Denn mit eisengepanzerten gäüften kann man solche Kämpfe nicht siegreich bestehen, sondern nur- mit Waffe deS Geistes und der Aufklärung. VrchllMWn. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und am Donnerstag. Höchste Temperatur nnerhalb der letzten 24 Stunden 78 Grad, niedrigste 05 Grad. SchisselSVadeangalt. Wasertemperatur 80 Grad. Der Frieden nahe. Washington, 3. Aug. Die Sekretäre der französischen Gesandtchast sind an der Arbeit, die Antwort Spaniens zu übersetzen. ES ist dieS ein schweres Stück Arbeit, denn sie ist aus Chiffreschrift inS Spanische und dann inS Englische zu übersetzen. Unoffizielle Berichte lauten dahin, daß die Bedingungen angenommen find. Extras ession deö Cong r e s s e S. Washingtons. August. Nach Behauptung der Post wird Präsident McKinley eine Eitrasesfion beider Häuser deS Kongresses sofort nach Vereinbarung der FriedenSbedingungen mit Spanien einberufen. Eine solche Session wird nothwendig, weil mit dem Friedensschluß die greivil ligen - Armee aufhört zu ezistiren. Man sieht jedoch jetzt ein, daß nach dem Kriege noch 50,000 Mann in Cuba, 30,000 auf den Philippinnen und etwa 20,000 in Porto Rico werden bleiben müssen, und da unsere reguläre Armee dazu nicht ausreicht, so wird man sich im Uebrigen an die Freiwilligen halten müssen, wozu der Congreß seine Zu ftimmnng ertheilen muß. Außerdem müssen Gesetze über die Verwaltung Porto RieoS und der Philippinen passirt werden. Vermuth lich wird jedoch mit der Einberufung deS CongresseS gebartet werden, bis der Senat den FriedenSdertrag geneh migt hat. Ja diesem Falle würde die Session Anfangs oder Mitte Septem ber beginnen und 4 bis 0 Wochen in Anspruch nehmen. DaS Fieber bei Santiago. Washington, 3. Aug. Gen. Shaster erstattet folgenden Bericht: GesundheitSverhältnisse am 30. Juli : Gesamtzahl der Kranken, 3892 ; Ge sammtzahl der JieberfSlle, 2692 ; neue Fikberfälle, 543 ; gleberpatientes zum Dienste zurückgekehrt, S15 ; Gestorb:? 6. . -3 t:z ci:r:n ten :ztt dstirten

Depesche sagt General Shaster, daß er

2,181 verwundete und kranke Gefangene in Hospitälern hat. Für den 31. Juli berichtet Shafter: Gesammtzahl der Kranken 4,256. Gesammtzahl der Fieberkranken 3,161 Neue Fieberkranke 053. Geheilte Fie berpatienten, die zum Dienst zurück kehrten, 722 ; gestorben?. Frieden in naher Aussicht. L o n d o n. 3 Aug. Der Madrider Korrespondent der Daily Mail" sagt: Die Regierung hat im Prinzip die amerikanischen Bedingungen ange nommen, aber die Annahme wird nicht veröffentlicht, bis Anfragen in Wash ington über Details erledigt sind. Der Madrider Korrespondent der Daily NewS" sagt : Die Antwort auf die amerikanischen FriedenSbedingun gen ging hier Montag Abend ab. Die Regierung glaubt, daß der Erfolg von der striktesten Geheimhaltung abhängt. Der Korrespondent der Daily Chronicle" berichtet von Rom: ES wird hier versichert, daß Spanien die amerikanischen Bedingungen mit un wichtigen Vorbehalten angenommen hat und die Friedenspräliminarien werden vor Samstag unterzeichnet." Der Madrider Korrespondent deö Standard" telegraphirt : Die Crwiderung der Regierung auf die amerikanischen Bedingungen wurde gestern Abend abgeschickt. Man nimmt an, daß dieVer. Staaten einigen Aenderungen betreffs der Philippinen nicht opponiren werden. Eine Ministerfitzung wird nicht stattfinden ehe Weiereö von Washington eingetroffen. New I o r k, 3. Aug. Eine Spe-zial-Depesche an daS Evening Journal von Madrid sagt: Spanien nimmt die FriedenSbedingungen an, und sobalo.einiseSinzelnheiten festgestellt find, werden die Feindseligkeitenelngestellt werden. Nachweine? fiattgefnndenen Ministersitzung wurde offiziell erklärt, daß die Friedensbedingungen angenommen werden würden. Falls einige Aenderungen-angenommen werden, wird Frieden sofort erklärt. Deutschlands Erklärung. Berlin, 3. Aug. Die Halbossizielle Norddeutsche Allgemeine Zeiung" veröffentlicht eine Erklärung über die deutsche Politik in Manilla, bafirt aus offiziellen Mittheilungen. Die Erklärung wird mit der Abficht erlassen, Entstellungen Seitens auSländischer Zeitungen zu corrigiren. ES heißt darin, daß, um der deutschen Kolonie nöthigenfallS sofortigen Schutz zu gewähren, einige gemiethete Dampfer neben der Irene" geankert wurden.. Die französischen und britischen Kolonieen haben daS Beispiel befolgt. Aguinaldo hat der genannten Zeitung zufolge Admiral Devey daS schriftliche Versprechen gegeben, daß die Insurgenten menschlich handeln werden und auf AguinaldoS Ersuchen und mit Dewey'S Zustimmung hat der Befehlshaber der Irene" vier spanische Frauen und sechs Kinder auS der Provinz Bataan auf einen der Dampfer und unter seinen Schutz genommen. AlleS geschah in freundlichem EinVerständniß mit Admiral Dewey und Generalcapitän Augusti. Die Norddeutsche" fügt hinzu: DaS kaiserliche Konsulat in Manilla hat nicht bloß die deutschen Bewohner unter seinem Schutz, sondern anch die Italiener, Oestreicher, Schweizer, Hol lönder und Portugiesen. Aus all diese wird der Schutz der Kriegsschiffe, wenn nöthig ausgedehnt. Verbrecherischer Tempe-renz-FanatiSmuS. Frankfort, Ind., 2. Aug. Ein auö Stein und Backstein errichtetes Gebäude in Sedalia, das von einem Klub okkupirt war, wurde gestern am frühen Morgen vermittelst Dynamit in die Luft gesprengt. ES wird offen gesagt, daß eS eine That ber Tempe renzler sei. DaS Gebäude ist vollftän dig zerstört und man kann eS als ein Wunder bezeichnen, daß der Sanitär, der in demselben schlief, mit dem Leben davonkam. Die Temperenzler führen in dieser Nachbarschaft seit Langem einen du thenden Krieg gegen die Wirthschaften und in Burlington wurden innerhalb kurzer Zeit drei Wirthschaften in die Luft gesprenzt. 0:3 d-5 nhlr.U ölubh-u, be triff r, so b:52!:n die Tc-:p:::?zl:?,

daß eS nichts weiter als eine Wirth ' fft w..r.... f -i

iyu tyiiUCcn Die Ezplofion fand um 1 Uhr Mor genö statt, erschütterte die ganze Um gegend und beschädigte auch benach barte Gebäude. ) Die Mitglieder deS Klubs hielten sofort eine Versammlung ab, eine An zahl neuer Mitglieder wurde gewon nen, eine Auflage erhoben und der Contrakt für Wiederaufrichtung deS GebSudeS vergeben. Sie sagen, wenn nöthig, werden fie bewaffnete Wachen anstellen. Die Temperenzler behaupten, baß du Zeit deö Getränkeverkaufö in Se dalia für immer vorbei sei. i S m a r ck. FriedrichSruhe, 2. Aug. Der Kaiser und die Kaiserin trafen heute in Begleitung deö VaronS von Bülov, des Ministers für auswärtige An gelegenheiten, hier ein. Die Kaiserin war in Trauer. Die Mitglieder der Familie deS verstorbenen Fürsten Bismarck empfingen die kaiserliche Gesellsck)aft und der Kaiser küßte den Fürsten Herbert BiSmarck beim Verlassen des Zuges auf beide Wangen und reichte dem. Grafen Wilhelm BiSmarck die Hände. Die Gesellschaft begab sich daraus in daS Schloß, dabei daS 31. Jnfanterie-Regimeat, welches längs deS WegeS bis zum Schloßthore aufgestellt war, paffirend. Friedrichsruhe, 2. August Der Platz bei dem Schlosse des Fürsten BiSmarck war heute von frühem Morgen an mit Menschen gefüllt. Große Menschenmassen waren von Hamburg gekommeu. Viele der Leute trüge Trauerabzeichen und Hunderte kamen auf Fahrrädern. Unter den Bäumen hatten 60 Mau vom 31. InfanterieRegiment von Altona und die Oergeante des NegimenteSlSmarFSön Magdeburg, ihr Mittagsmahl arrangirt. Die Sergeanten, in ihren weißen Iniformen mit gelben Schnüren und glänzenden Helmen bildeten eine Wache, die auf der Terrasse hinter dem Schlosse nach dem Garten zu, in Dienst war. DaS Schloß blieb verschlossen und nur gelegentlich wurde eine kleine Seitenthür geöffnet, um Boten mit Depeschen und Kränzen, die sortvährend eintrafen, einzulassen. WaS im Sterbezimmer stattfand, daS ist nicht bekannt, jedoch wird eine offizielle Erklärung dielleicht darüber erscheinen. Pastor Wefiphal, von BrunStorf, leitete den Gottesdienst nach den Gebräuchen der reformirten Kirche. Der Text war, dem.Wunfche deS Fürsten BiSmarck gemäß, aus der ersten Epistel deS Apostels PauluS an die Corinther, Kapitel 15, BerS 53 bis 57. Die anwesenden Trauernden, eingeschlössen die kaiserliche Gesellschaft, bestanden auS 30 bis 40 Personen. Gleich nach dem Gottesdienste brachea der Kaiser und die Kaiserin nach Berlin auf. MIH Vermahlung. Coburg, 2. August. Der Herzog Ernst Günther von Schleswig Holstein, Bruder der Kaiserin von Deutschland, wurde heute in der hiesigen Hoskirche mit der Prinzessin Dorothea Maria Henrietta Augustine Lonise von Sachsen Coburg vermählt. DaS HochzeitSfrühstück wurde im Thronsaale deS Schlosses eingenommen. ,, , CQWnaC)tC)Un. Angekommen in : N e w I o r k : Anchoria" von Glasgow; Königin Louise" von Bremen; Wefternland" von Antwerpen. Oouthampton: Trave" von New Jork nach Bremen. DaS Opfer ernes Lynchgerichts ist ff. W. A. Pappe aus Milbank. S. D., der eine GoldsucherMpcdition nach Alaska ausrüstete, geworden. Pappe soll jedem Theilnehmcr einn einträglichen Claim in dem goldreichen Copper Creek River Distrikt, die nur ihm und dem Entdecker augeblich bekannt waren, versprochen haben. Durch solche süße Versprechung gen veranlaßt, schlössen sich 40 wohlausgerüstete Männer seiner Expedition an. In Seattle erfuhren sie, daß Pappe das Leben jedes Einzelnen auf seinen Namen versichert hatte. Als dann die Leute in der Copper RiverGegend ankamen mrt die Dinge ganz anders fanden, als sie ihnen vonPappe geschildert worden waren, hielten sie ein Gericht und verurtheilten Pappe zum Tode. DaS Urtheil wurde dann von den entrüsteten und enttäuschten C;ru:ni r-JstreZt. ..

nlöete 2(lv Jahre. LVUK r . MaryLewiS. Iran eine promi. JJfamtü ffarmer? und wohlbkkanut trat "wa1ltn Bewohnern nahe Belmont. . -schreibt: .Seit 27 Jahren titt ich sortwädrenb o nervöser Srschlassung nd de,ahlte rode Geldsummen für Doktoren und aageieigte Mittel ohne bhilse. Vor drei Jahren wurde mki Zu stand bkSngstigknd. d,r gkringfte Lärm erregt ich und machte mich nervö. Ich tonnte nicht schlafen und hatte eine Anzahl verderblicher Nn sälle und wurde allmählia schlimmer. Ich begann Dr. VliUV Steftorative ervine und Rerven und Leber-Pillkn ,u gebrauchen. Anfang schien di Medizin nicht , wirke, aber nachdem ich iuig Flaschen genommen, trat Aenderung ei. Ich ruhte achtl desier. mein Appetit besserte sich und ich befand mich bald Kodier; nun bin ich ah,, wieder ä,lich gesund, wie in, Person meine Alter e erwarten kann, tt segne Dr. Mile,' erdine. Xr. ile' Mittel werden durch lle Apotheker versauft unter einer positive Garantie; die erfte S lasche nützt oder da eld wird ,urücker stattet. Buch der die ikrankhelken dek Her,en und der rve frei. y 5 f'crv!rio3 ncrtcrcs jk.im Adresse: Dr. ttldtal.. lkhart. Jnd Auf der Wolga stieh Nachts ein Personendampfer mit inem Schleppdampfer zusammen, der drei Barken im Schlepptau hatte. Durch den hestigen Stoß wurde die Bordwand des Schlafraums der dritten Klasse des Personendampfers ein gestoßen, wobei drei Reisende getödtet und 16 verwundet wurden. Bei der großen Verwirrung fielen eine Anzahl Personen in's Wasser, mindestens 10 - - ; - - rfc. " - find ertrunken. In BernHateinejunge arme Frau Namens Hasler, deren Mann krank im Spital liegt, ihre beiden Kinder, em Madchen von 8 Monaten und ein Knabe von 2 Jahren, aus Verzweislung mit Phosphor vergiftet. Stt vergiftete sich nachher selber mit Kohlengas, kam aber wieder zu sich. D:e Kinder sind todt. Die Münchener Raths. Herren haben sich im neuen Rathhaus bekanntlich auch ein lunstlerlsch schon angelegtes Trinkstübchen eingerichtet. in dem bei edlem Rebensaft gar manche wichtige Frage der Stadtverwaltung entschieden wird. An 'der Ausgestaltuna dieses welyevollen Raumes wird fortgesetzt gearbeitet. So bekommt derselbe ledk einen kunstvoll gearbeiteten Pokaschrank in Renaissance, den Professor Hauvernsser. der Schöpfer des Monumentalbaues des neuen Rathhzuses, entworfen hat. An der lmken und an der oberen Seite sind sechs ver. schließbare Kastenabtheilungen. Unter der oberen Abtheilung ist eine offene Gallerie, die ebenfalls zur Aufstellung von Pokalen bestimmt ist. Darunter befindet sich in der Breite des Schrankes eine rechteckige Nische mit einerSitzbank. Alles reich durchgearbenet. Die Thüren der sechs verschließbaren Behälter sind von dem bekannten Maler Jos. Rösl bemalt. Es sind dies in Goldornamentik entworfene Pokalbil der, unter denen namentlich ein rn Ko. rallen aufwärtsschnellender Fisch, der einen schneckenartig gewundenen Mu schelbecher tragt, durch graziöse Form und interessante ??arbensebuna, sesselt. ' Hl Wer einen Catarrb heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Hood'S Sarsaparilla beseitigt die Urfache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß fie daS Blut reinigt. Hood'S Pillen wirken milde aber rasch und sicher aus die Leber und den Magen. 25. Der Torfe Ztsss. lMablirt 1853.) Ä.Le,.e Butterick Muster ! Blusen auS den feinsten PercaleS angefertigt, in dunklen Farben, mit. abnehmbaren Kragen und Manschetten, reg. inn PreiS ZI 00 für lülj Waschbare Muderkleider. Größen von 6 bis 12 Jahren, zu halben Preis. Zweiter (Ztock. ffi DU3

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