Indiana Tribüne, Volume 21, Number 312, Indianapolis, Marion County, 31 July 1898 — Page 5
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..Ich ade Cfc wertVslle CaSearetl fit braucht uub sinde fr vvilkommea. Könnt nicht mehr ohne sie lein. JÄ habe sie kineZeit laug gegen Unver. daulichkeit und Gallealklden gebraucht und bin jetzt dollständiq flcljeill. Empfehle sie an jeden. Werst einmal Verlust, wird nie ohne sie in der Familie sein," Edw. H.2Jlatj. Mbaay. N. V. fintwnrtm, fmct6aft, wirksam. dtnefeit (rat, Rn mit, macven nie krank ctet Icdwach, verursache leine Schmerzen. 10c,25c,a. Heile Berftopfnng. 8 trrll.g R ul j CawpanT, Oitrur., Jlotrl, X Yark. 3!lff ICH 'TA- Ti K f ve?ruN nnv garantiert von an! U-UAl; atetljelera zur Heilung tetlataUflcircljnSelt. hat seine Olftce nach dem Willoughby .Gebäude, No. 224 No,d Meridian Str., erst? Etage, verlegt. Osnce-Ttunden : Bon 2 bis 4 Uhr Nackmittag Telephon : Ossice 29Z-Wohnung 93. . Die Wohnung befindet sich tu'it bitzher : 13.7 Jiorb Pennsylvania Straße. Dr. WILH. H. KLUGE, B a d e - A r z t im -:- Haugliville Sanitarium. Bchan"clt alle chronischen Krankheiten, te so.iderS eumatismus, Podagra. Wagen', unzenleiden, Ätervosität und chronische Ge schlechtsrranryellen. Ofsicrstundcn Von 1 bis 5 Uhr. Wohnung: Jrvington. Dle Ossice von Dr. H. VWK UNd Dr. C0LE, befindet sich in 91o. 3-1 Ost Ohio Straße. Telephon No. 927 wie bisher. Dr. IouiL Lurokkarät, No. 1134 Sud Meridian Strahe. Sfirech stunden: 9 Morgen n 7 bends. Willoughby Block. 224 Nord Meridian Sttaße. Sprechstunden: t i Nachmittag. ai. 2.li:i. Dr. I. iU)tet, 120 Sft PZcGnrty Str. Lprechstuuden : 8 bis S Uhr Vorm. ; 2 Ul 3 . lr Nochrn.; bi 9 Uhr AbendS. Telephon 1446. tftHujtbm: Sonntag Vormittag I. Z3Z 11 Alle Teutschen ttinken Scebach's Thee. (Deutsche Schweizer Kräuter.) s ßr beseitizt lrivde. iaizt Viot. Mae, regulirt die Vtber. slZrkt bit 9iievn. besördert Stuhlgang ; tesondklZ grauen j empfehle. Pos' frei 5ttc. Agenten .'langt. S. Sesdack.Peru, Jll. n ,il .Mi i y AiJVWi v I All fillDW VV'tfnV t mll XI 1 A Stunde toi Woiun5 Sftutz u den Ur,n.rga,k ImtM Cmtt,mi Ilsaettaden wmkmf mm ' I HIM. ohne Und,,ueMt,chke,tn. Pre JTJT J .-k n. T--Zlm . . ir'MP, lA't 1T1 HUCB IBfyil WWmw P. O. !Pox sl. Ve vork. ZllNl Sclbstrasircn 8tar Snket knxor Sl50 Taschcnmeffcr und Schccren Die beste Waare zu den niedrigsten Preisen. I8.sSlZIsll 29 & 31 West Washingtouslr. Die neueste Mode l?.' ff&J keder und Ta-chh eine grob wähl, ffr, schuhe von Mc bi .(W ; Nännerschuh von $1 bis $5. 5pabn: und ?:2dchenschuhe, lle Eorte'a und Farbe mit uud ohne AdsJtze. Kommt und ibereugt Such selbst. JDIJl-'JDILciqL&9 145 Ost Wasblngton Otr. . JE. Hin'cgcllo, Leichen- Bestatter, Wieder auf dem alten Platz, No. 221 u. 223 N. Delavare Str.
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Köchsie Feöe Zweigt.
Son N. Meymund. 3 st Herr Justizrath Torstensen zu Hause?" fragte eine in elegantes Schwarz gettidte Dame das Dienstmädchen, das auf den hastigen Klingelzug an der Eingangsthür des großen Stockwerks erschienen war. s;e Justizrath hat Sonntags keine Sprechstunde", lautet die Antwort. Sagen Sie Ihrem Herrn, bitte, daß ich ihn in dringender Angelgenheit sofort zu sprechen wünsche", entgegnet die Fremde. indem sie vergeblich mit dem kleinen Halbschleier die erregten Züge ihres blassen, anmuthigen Gesichtes zu verdecken sucht. Eine Karte ist nicht nöthig" als dasMädchen mechanisch die Hand ausstreckt mein Name thut nichts zur Sache." Nach einigen Minuten kehrt die Dienerin zurück und und läßt die Dame in ein hohes, mit solidem Geschmack ausgestattetes Studirzimmer treten. Die junge Frau sinkt aus einen Stuhl neben der Thür. Ein schwerer, zitternder Seufzer hebt ihre Brust; sie preßt die behandschuhten Finger fest ineinander und ihre thränenlosen, angstvollen Augen hasten an dem Zeiger eines Regulators. dessen lauter, gleichmäßiger Schlag das einzig Lebende in derStille des großen Amtshauses zu sein scheint. Unter dem Vorhang einer Seitenthür tritt Justizrath Jens Torstensen im grauen Straßenanzuge herein. Er ist Anfang der Vierziger., mit schlichtem, blondem Haar und matter Hautfärbe, wie sie dem angestrengt geistig Arbeitenden eigen ist; nur die Augen des Juristen beleben daS farblose Ge sicht. Ich empfange Sonntags nicht," sagte er förmlich, mit einer Handbewegung dle Besucherm ln emen tocjjel nöthigend, .indessen. . Was ich Ihnen mitzutheilen habe, Herr Justizrath," unterbricht sie mit bebender Stimme, betrlsst Sle ebenso sehr, wie mich. Geben Sie mir aber vorerst Ihr Ehrenwort, daß das, was Sie ersahren. nicht gegen meinen Willen benutzt werden wird." und sie streckt ihm die Hand entgegen. Er berührt diese nicht. richtet sich befremdet empor, indem er sie mit durchdringenden Blicken mm stert. Ich weiß in der That nicht. . ." sagt er kühl. Die junge Frau hebt, ihn unterbrechend, die zitternde Hand empor. Bitte, hören Sie mich!" Und dann Nck aewaltsam zur Ruhe zwinaend: .?lbre Schwägerin. Fräulein Anna, ist verreist? In die Nähe doi Tondern. auf ejn Pastorat, zu Verwandten?" Ja"., sagt, er elsig, ader . . Und kehrt erst übermorgen von dort zurück?" fährt sie dann fort. .Nun ia!" .Man bat Sie belogen" fällt sie ihm mit fliegendem. Athem in die Rede, Ihre Schwägerin trltst heute Nachmittag mit ihrem Geliebten, einem verbeirätheten Manne, zusammen und geht mit ihm über die daniscke Gren. um zwei Nachte und einen Tag ungestört mit ihm zusammen zu r ' u rr:-' r' . OÜ..I sitl lein, ine injamc -eugei iutji Torstensen aufspringend aus. sein . ri irt r.vi . ' , r Diatlr iz)tltCDi von ouniler Jollirslvit Uberflammt. Auch die Fremde hat sich erhoben. Natürlich müssen Sie das denken aber es t so, ich yave die Beweise, bitte, glauben Sie mir, Kalten Sie uns UM nicht auf ! Der 5Zua. mit dem Ihre Schwägerin heut! u : . . Nachmittag nordwärts fahren null aebt in wemaen Minuten vom die Watn Bahnhofe ad. Ich beschwöre feie, verdt ? . o .1 1 rr. . tteren ie icinc o"l "mi" u.. eilen, damit wir sie einholen, damit W sr,trTfT hhl abkante ulam. mensein, unterbleibt : wir haben keine Minute zu verlieren'. Sie heutet auf VW U v7 r rWW0W Z T I das Zifferblatt der Uhr, deren sonore? Pendelschlag glelchmatzlg in die zlttern. de Frauenstimme kineinttmgt. seit es der unverkennbare Elndruck der Wabrbeit. die 'Selbstbeberrschng. die die Fremde trotz der sie durchwüfi. i-f . "ItO CV 3 lenven Erregung ycnw? env stensen aekorckt ihr. Rasch reift k? Z Sut und Mantel, öffent die Äimmerthue, das Entree. und eltt neven iyr die breite, eichenholzgeschnitzte Treppe binunter. Beide sprecken nickt. Nur einmal unterbricht er daö Schweigen und fragt: Wer ist der AerfuhrerV Mein Mann saat dle junge Frau leise, indem sie den Namen hinzuaesüat und ein gMhnj)eS Roth der Scham ihr blasses Gesichtchen ubergletzt. Ao? der Hgusthür blickt sie, sich vrjentirend. die Straße hinunter. Nicht dorthin,saai tt baMa. Sxtx ist ein Richtweg und er führt sie jn ,Zn enges Gäßchen, ' ' trr .... W iXX ifrtin Vttn öTl aJluUClU UUU ViUlt cuiiiu, vvui BZhnhos zu, dessen Geleise sie jkreuzen. . ' ... .ir l.a rl'J..l. ' 2jä em eniiernles aiöuuu, ciu Mkiff. da St2mvfen der Maschine, Zug setzt sich in Bewegung und in weNtgen vulgen.otlaxn oxaui f vorüber. Jbet Scknellzua nach Norden: Wlx kommen m spät!- stöhnt die junge rau aus. iqzaSl oerzwcijtUttVvoll die fcande vors Geslckt und lehnt r i r f 1" 1 , i .iCf..3 erschöpft an der Barriere dS ls&m ' ' TJ m' m 1.1 n.t. m.l anaes. mnen Auaenoliu neven xi V ' - . . - de, außer Athem vom xazazen eyen, sckweiaend nebeneinander. Dann fakt JenS Torstensen sich. Lassen Sie un? hier eintreten,- sagt er, aus etnen ttu nen ttaffeegarten deutend, der men- . mm tfV 1 sckxnleer noch tu wlntexttaxr ude pa. liegt. Wir wollm Überlegen, wag ibua ist." Sie solat ihm und nimmt neben ihm auf einer geschützten Bank Platz. , W e enudren Ste , die Saazev fragte er. '.Mein Mann vernifte. & stern Abend auf kurzea Urlaub M rietet lie. .Er erkundigte sich wieder. holt nach dem Vrieströttk, nach ewem Briefe, er war " so seltsam UNrubiil. Als heute Morgen . in ; Damenkt ll ' ! ' I wUsY! l.imhM aniain, mir einer mit roinium Sandschrift, überkam Mich 1 eine blödlick Anast. ' Ti& öffnete den Brief und erfuhr Alles!" .Geben Lste tyn mxxr m. . f.c.riri ffci - ,
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zusamnienzllän: . Mein qeli'ebttt Schatz!- Es ist die Handschrift seiner Schwägerin, der Schwester seines Weibes, .der geliebten, gehüteten, sittenreinen Schwester seines brüderlichen Herzens! Er wird immer blasser, je wei. ter er liest; seine Hand zittert bei den leidenschaftlichen, rückhaltlosen Liebes Worten, die ein intimes Verhältniß verrathen, bei der !Zuhe und Umsicht,
mit der sie die nöthigen Schritte für diese Reise bespricht, bei dem Hohn, mit dem sie den liebenswürdigen Aufmerksamkeiten'des Schwagers, seinen Aufmerksamkeiten zu entgehen sucht. Wo haben die Velden sich kennen gelernt?- fragt er, das Schreiben mit müder Handbewegung zusammenfaltend. Ich glaube, vorigen Sommer in Harzburg und dann diesen Winter in der Geselligkeit: ich bin in Trauet um meine Mutter, mein Mann ging immer allein aus Was thaten Sie, als Sie dies gelesen?- fragt er und sieht sie mit einem langen,- mitleidsvollen Blicke an. Zuerst wußte ich nicht. was ich anfangen sollte, ich war wie verzweifelt." entgegnete sie leise, auf ihre, im Schooß gefalteten Hände niederbllckend. Dann nahm ich mich zusammen: es mutzte ja doch etwas geschehen! Ich telegraphirte an ihre Adresse: Das Zusammensein darf nicht stattfinden, und meinen Namm.Das war das Rlchnge, sagt er ausathmend. Ja, aber wenn sie das Telegramm nicht rechtzeitig erhalten hat, schon abgereist war, als es ankam? Das Pfarrdorf, hat kern Telegraphenamt, wie ich erfahren habe es ist Sonntag wer weiß, wann man es bestellt hat? Als der Tag weiter vorrückte, wurde meine Angst immer größer. Endllch emschlotz ich mlch, zu Ihnen zu gehen, Sie zu bitten, ihnen nachzureisen, sie anzuhalten sie ist in einem fremden Hause wer weiß, ob ich mir dort Einlaß hätte verschaffen können. Und nun ist es für alles zu spat!- Beide schweigen und sie sieht rathlos, hilfefordernd zu ihm hin, der mit gesenktem Haupte neben ihr sitzt und mit der Spitze seines Stockes im Sande zeichnet. Wir müssen war-! ten bls zum nächsten Zuge, der 9.20 fährt," , tröstet er. Aber wenn die Depesche sie nicht mehr erreicht hat. ihr Plan zur Ausführung gekommen ist, sie zusammen fort sind wohin uns dann wenden? Es steht nichts darüber in dem Briefe.- Und wieder sahen die Beiden sich an mit stummer, verzweif- ' . ' v rr- m. jf. i !..!' lungsvouer rage. ine cacoi ncgl dann dazwischen. was kann sie in ihrem dunklen Schooße bergen? Und doch bleibt nichts anderes übrig, I als zu warten.- Er sagt ihr das so ruhlg, w!e er es vermag und vlttet sie heim zu gehen. Es ist unnöthig, daß ry cirm.fr. k o 1t irr. :i to olel.e.lllkil.e ins ullgrloli.se um um theilen, gnädige Frau!" Sie erhebt sich von der Bank. Und was haben Sie für die Zukunft beschlossen?-.fragt er theilnahmsvoll, als sie ihm abschiednehmend die kleine.feste Hand hinreicht, die er herzlich drückt, indem er ihr in das junge schmerzdurchwühlte Gesicht sieht. Ich will schwelgen und es zu tragen versuchen,- erwidert sie gepreßt, schon um meiner mder wlllen. Eine Scheidung würde ihre Existenz, ihre Zukunft vernichten, auch die meines rm - nr jdi rif.jc. in Manne. l niazi lajica fr lsi nur leichtsinnig und schwach, und sie ist ihm doch auch sehr entgegen gekommen sugt sie schüchtern hinzu. Lieben Sle den Elenden denn noch immer?" fragt er erstaunt. Ja", sagt sie und sieht ihn an mit. einem so schonen,, offenen Blick, daß er meint, in den klaren Augensternen eine ganze Welt der , Treue liegen zu sehen, und wlll ihn iekt nlcht verlassen, wo er meine Hilfe doppelt .nöthig hat. Vielleicht bessert er sich; ich will es we nigstens hoffen, schon um der Kinder willen versuchen." Ich bewundere Sie. daß Sie so tapser handeln wollen " .Wenn Si5 dgs thun," sagt . sie b ttend. ihm nochmals d and Wreichend, so seien Sje um meinetwillen c' i cn.:v.. u ruma uno geoulvlg mi prn rtpitt. Und darum bitten Sie mich?" fragt er düster. Ja-, sagt sie und Thränen, hiV rrstn in nss htffen stunden, tropsen ihr von denWangen herab, Glück . r. !Jt i. C ! .f TC-ir.l. . gieor es tut rnicg naa; üicjcm vru'c lhen nicht mehr; aber Schande und Verzweiflung können wir uns Allen ersparen." So scheiden sie. Er sieht ,hr nach, wie die graziöse Gestalt durch die mit tym ersten Grun sich deckenden Felder ver ?lavk zugeyr, perl ?aum lyrrs sewengesütterten NletoeS letchf emlosz gehoben das schwarze' Hutband' im Abendwinde flatternd. Niemand sieht ihr an. daß eme Welt der Schmerzen, der zerrissene Liebesiraüm eineL Lebens in ihrer Brüst lieget und sie urq Kraft ringt für jenen täglichen, intimen NMPs. einer ßnc silst rr-t . i. . ' .3 1.1.... l?rii. i ä . r ' ' 1 iijt 't'in UPC, IN vem C ICHCH HUslUJl giebt, nur Frieden oder Unfrieden, nur Glück oder Verderben füf 'ein galizes Haus. V ? 5 .Seien Sie milde mit ihnen", wiederbolte er zähneknirschend, als die Eisenbadn ikrn iinkae Stunden später mit aalvoller Lanasämkeit durch die ein-' ? ...! ' oyi r..i..v.. tr.Ki r.kA, d;t. rormle viaiwv utnuiv qi ' cn 4X w.. f.iir f. emgcrju jj i- wvHtiM iht trette' erw'llrae Zck Zbn mit meinen bänden." Dann lenken M et e rr :.' . ' ' . . i-i dänken ans jene Zeit zurück, wo er Anna und ihre Schtvester, m ui.gi Frau, kennen lernte, die Töchter seines Amtsvoraanaers. Er nadm nur em, ai Varterrextmmer der aroßen Dienstrrjf tu i o- r...x. .. w ..4 rooynung TU? isx) st llipk u"? v,. däb die verwaistm Mädchen mit ihrer alten Tante in bislana bewohnten Räumen blieben und sorgte von nun an sür sie, wie eö "nur die brüderliche Güte seiner edlen Natur ermnen konnte." " Z Beide Mädchen wurden ihm Neb. Warum er die Vettere. Stillere, zu ftt
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nnrt Weibj erlvählteZ Er hätte' es kaum zu sagen vermocht. Vielleicht, weil er in.ihrem sanften, zurückhaltenden Wesen- eine tiefe Neigung für sich emporwachsen fühlte, vielleicht weil Anna, die Schönere. Lebensfreudigere, sich weniger um ihn kümmerte, auch dazumal von einem Lieutenant um-'. chwarmt war. Es wurde eine glucklche Ehe zwischen ihm und Marie. friedevoll und harmonisch, fast m friedevoll, denn sie blieb kinderlos und seine Frau ordnete sich ihm vollständig unter. Anna verlobte sich nicht, und wie ein Bruder half er ihr über diese Enttäuschung fort; wie em Bruder schloß er sie in die Atmosvbäre zärtlicher Fürsorge ein. die er über sein Hauswesen ausbreitete. Endlich, mit ziemlicher Verspätung. kam der Zua in Tondern an. Es war Nacht; erst nach müheseligem Umherragen fand er ern Fuhrwerk und im Morgengrauen näherte er sich dem kleinen Pfarrdorse. Er ueß den Wagen zum Dorfkruge vorausfahren, sprang uver dle ntedrlge Hecke, dle den Vastoratögarten umsäumte und eilte- dem Hause zu. Wenn die akte. strohgedeckte Wohnstätte . seiner Verwandten das Madchen nicht mehr beschütze? Wenn ,:e doch abgerelst war? Das Herz 'tand ihm still bei dem .Gedanken. Er ennt dle Emrlchtuna des Hauses genau. Dort das Eckfenster im Parterre gehört dem Logirstübchen. Die Gardinen sind geschlossen. Gottlob, es ist bewohnt! Er klopft. Fast im gleichen Moment ertönt ein leiser Schrei. Ein blasses, übernächtiges Mädchengesicht erscheint zwischen den Vorhängen; entsetzt starrt es ihn an: Du hier?- .Lak mich berein. öffne'Sie gehorcht; er stemmt sich auf die Senjterdank und schwmgt sich herein. Der Zweig einer Spalieraprikose reißt JC tf..l'. i . ' n iyn vtung, er merli es ern, als lym die Tropfen über die hämmernden Pulsädern laufen. Sie stehen sich einen Augenblick schweigend gegenüber. Sein Blick umfaßt die schlanke Mädchengestalt in dem bis auf die nackten tfufe? relaxenden Nacht kleide und den balbgellTsten Flechten, als sahe er sie heute zum ersten Male in seinem Leben. Wo ist Dein Verführer?- keuckt er, während es ihm die Kehle'zusammenschnürt. Ich weiß es nicht", sagt sie, die Augen abwendend. . ick. bin nicht hingereist, ich bekam eine Depeche, daß Alles entdeckt sei.-' .Gieb mir einen Brief!- Sie zögert, .öer mit dem Brief." sagt er. mit dem Fuße aufstampfend. Sie geht an ihr Bett und zieht unter den zerwühlten Kissen das Blatt Papier hervor, ein Seitenltucr zu dem lyngen. W viel muß sie dem Manne erlaubt haben, bah er so zu schreiben waat. wie oft bat sie diese Llebesbetheuerungen gelesen, daß der Brief so zerknittert sein kann! Und was w llst Du nunthun?" fraat er. Ihr Trod erwachte WaS aebt es Dich an," erwidert sie hochmüthig und ein finsterer Entschluß tritt in ihre Augen. Dich tödten?- fragt er heiser. Und wenn ich es will?- fragt sie zurück. Er taumelt. Nein, Anna, nein! Das darfst Du nicht!" Es ist nicht der Todesgedanke, der ihn erschreckt es ist eine andere, furchtbare Erkenninißdie wie ein Blitzstrahl btt pleser MoglichkeN ihm semer Seele geheimste Tiefen enthüllt, es ist das Bewußtsein, daß er sich in Leben ohne ie ja gar nicht denken kann, daß sie zu hm gehört, wie ein Theil seiner selbst. daß er sie liebt, schon lange, lange liebt mit einer heitzen Leidenschaft, sie, in ihrer berückenden leichtsinnigen Jugendschöne. und daß er diese Nei gung. sich selber unbewußt, durch ihre tete Nahe m sich genährt bat und nur niedergehalten in der lauen Atmosphäre emes Eheglücks. NeZ nicht sterben! flüsterte er. r?j ..i!rif r . . u) gewalljam oeyerrcvena. .enle - denke xln uns Alle, an Deiner Ellern ehrenwertben Namen! Komm. ich war zu hastig; ich will ruhig sein. will Dir hel en!" Ew Zittern, durcht M w - laust lyr bestall; Thränen stürzen ihr. sie eNkichternd. hervor: sie streckt die Arme aus, um. wie so oft schon. -sie trostsuchend um den Halö 'deö allzeit bllssbereiten Schwagers zu schlmgen. . Er stößt Ne urück. Nur iekt nicht den weichen, bebenden Körper an fernem Herzen suhlen, lhre warmen Arme um seinen Hals, er müsse sie an sich pressen m der ettporgeloderten Gluth seiner Leidenschaft, Mhs? rnj ;i r.; : . .v..!1 aiimcn mll lelncn ng sYS KI ?gnn. ne M. Er fuhrt sie zum Sessel, setzt sich ibr gegenüber, durch den Tisch getrennt. um? wollen überlegen, was zu thun ist!" beginnt er. ohne sie anzusehen. Du gehst am besten einige Äeit fort. zu den Cousinen ya,ch Kopenhagen. meiner tz?a)wner sagen wir nicht alles, 7 eine Unglückliche Ne.iau.ng, Du wirst es durch die'ne'uen Eindrücke verwinden. ich helfe Dir : Wahrend sie sich amm und f!!, die Neise fertig mach?, flfet er in der kgt tH rf M . . . ' 1? Lauve des wrncn Psarrgar.ten . Die Lerche wirbelt aus der n'aben Ackerfurche empor ; der junge Dust bei ersten Grüns schwebt m dtesw srikd lichen Erdenwinkel und Moven. die ffrühlingShoien. des Nordens' streichen LLil rr- jt j 11. uns yei,ereiii. pajicu Cjlf wHßCN Schwingen jn den Moraenstrahlen aufglänzend, über die endlose. Flach der Marschen dabin. Jens torstensen sieht.es nicht. Ihm ist zu Muthe wie Einem der vom Kirchhof kommt, wo er sein Bestes be araben: er bat seine Mannesebre, ver lo.rcn. sein auf sich selbst vertrauendes Ehrgefühl, nur ein Stück Lüge ist von ihm übrig geblieben. Nichts kann er thun, als die erwachte Sünde iederkämpfen.. sie vernichtend. seinem Herzen reißen, daMi! kein Laut nach außen "dringe, kein Schatten die reine Stirn' seines WeibeS 'trübe und da?
2iiobt erlch. Und Anna? Me m
wttd sie feststehen? Wann wird die nächste Versuchung, von ihrem heißen Blut gerufen, vom Leichtsinn ihr geboten, wieder nahen? Wie bald? Und wenn es geschieht, wird er neben ihr stehen, wenn sie strauchelt, sie emporheben, wenn sie fällt, die Schmach mit ihr tragen, geduldig, o, so geduldig ! Denn nicht ihr Richter ist er mehr, nein, ihr Mitschuldiger mit seiner sündigen, unausgesprochenen Liebe in seinem Herzen. Als Torstensen mit seiner Schwägerin wenige Stunde später dem Eisenbahnzug entsteigt und durch das BahnHofsgebäude der heimathlichen Stadt
zuschreiten will, bemerken seine scharsen Augen eme dunkle Frauengestalt, die sich unter der Menge verbirgt. Er erkennt trotz des dichten Schleiers die junge Frau und es ist ihm, als ob sie erleichtert aufathme, wie. er mit seiner Schwägerin am Arm im unbefangenen Gespräch daherkommt. Annas Blicke sind der Richtung seiner Augen gefolgt. Auch sie erkennt die Frau, die sie so todtlich beleidigt, und es ist ihr, als müsse sie zusammenbrechen, als könnten die zitternden Kniee sie nicht an ihr voruoeriragen. Em Officier m dunklem Civil entsteigt einem der letzten Waaen : sein hübsches Gesicht trägt trotz des keck auswartögevreyten Schnurrdärtchen einen befangenen, unsicheren Ausdruck, die junge Frau tritt auf ibn au: es ist als ob ihr Fuß zögere. dann bezwlngl ne sich und legt ihre Hand ln die entgegengestreckte ihres Mannes. . Vor dem Vortal treffen die vier Menschen zusammen, umdrängt, geschoben von der bin- und berflutbenden Menge. Eine Sekunde ruhen der beioen Manner Blute m einander, wie Schwerter, die sich kreuzen und cm Strahl 'lodernden Hasses bricht aus Torstensens stahlblauen Augen. Aber die kleine, zitternde Hand seiner Schwägerin auf seinem Arm bändigt yn. wie eme Kette, an der man ibn auruckreibt. Er faßt danach., führt das Madchen. das. vernichtet, mit tief aesenktem Haupte an der verschleierten Frau vorübergeht, die Stufen hinab, in die Straße hinein, und die Wellen der Großstadt schlagen hinter ihnen zusammen. Klein-Älaska. Johann: Herr Baron. eb?n habe ich beim Sofaklopfen ein Zwanzigmarkstück aclunden!- Baron: Kerl.wirst Du gleich weiter klopfen!" Wa r n u n a. Vater llelse zul Clavier spielenden Tochter): Bertha jetzt hör' auf! 3lch sehe in dem Gesicht. Deines Bräutigams schon die Verlobungsauslosung zucken! Ein P u m t a e n i e. ?5ln Neffe, der Studiasus, leistet wohl was Erstaunliwes ,m Schulden machen V .Na. ich glaube, wenn der plötzlich stürbe, pumpte er als Geist weiter." wlranenboshelt. A. :, Sieh nur. wie sich die dicke 5?rau Meier von ihrem schwitzenden Ebemann wieder auf dem Tandem fahren tatzt. B. : Ja, der arme fCövnWt flöt im Oltit. Reines Mut bedeutet reine Saut. Ohne diese keine Schönheit. . EaScaretS, Candy Cathartic reinigen daö Llut, kräftigen die Leber und entfernen alles Unreine aus dem Körper. Fangen Olt heut an, Pusteln, 3e czdüre, Mitesser und so weiter zu vertreiben. OchSnherk für 10e. 3n allen Avotheken. Zufriedenstellung aaranllrl. iQc Söe. öc.
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