Indiana Tribüne, Volume 21, Number 304, Indianapolis, Marion County, 23 July 1898 — Page 1
O - s 1 w fVf k A VT s II I r I I V y y w v v w o y KV V . Office : No. 18 Göb Mabama Otraße. Telephon 1171 Indianapolis. Indiano, Samstag, den 23. Juli 1898 Jahrgang Sl.
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Editorielles.
Die Aeußerung bcS spanischen Unterrichtsministers Eamazo, daß in Kurzem ein ehrenhafter Friede abgeschlössen würde, ist vorläufig wohl nur als eine Meinungsäußerung anzusehen. ES find noch gar keine Schritte in dieser Richtung geschehen. . Wir haben nicht die Absicht die Leistungen der amerikanischen Flotte zu verkleinern. DaS Einsahren DeveyS in den Hafen von Manila wäre selbst dann eine äußerst kühne That gewesen, wenn die spanischen VertbeidigungSmittel zehn Mal geringer gewesen wären, alS sie wirklich waren, denn Devey konnte nicht wissen, wie sich die Dinge verhielten. Die vortreffliche Behandlung der Geschütze und das sichere Schießen der Amerikaner sollen auch völlig anerkann! werden, aber man dars doch die völlige Vernichtung zweier spanischer Flotten mit fast gar keinen Verlusten Seitens der Amerikaner nicht der Bortresflichkeit der Letzteren allein zuschreibe, sondern auch dem erbarmlichtn Zustand, in welchem sich die spanischen Flotten befanden. Einer der gefangenen spanischen Offiziere sagt, daß die Flotte an Wassen und Feuerung Mangel litt. Admiral Eervera soll auf die Frage, wo seine Kanonen seien, geantwortet haben : ?n den Taschen der Kontra?toren". Aus den vier Schissen : Eriftobal Colon, ViScaya, Oquendo und Maria Teresa befanden sich bloß sechs Geschütze schweren Kalibers. Der betreffende Offizier sagte, daß die Flotte dem Verlangen deS Volkes, daß etwas geschehe, einfach geopfert wurde. Wir proteöirten alle," sagte er, wir wußten, daß sobald wir Spavien verließen, unsere Vernichtung bloß eine Frage der Zeit war." Wir suhlten, daß die Regierung uns dem össentlichen Verlangen zum Opfer brachte. ES war einerlei, ob wir gut bewaffnet waren, oder nicht. 3e weniger Kanonen, desto veniger Kosten. Der betreffende Offizier beschreibt dann, wie CerveraS Flotte auS Mangel an Kohlen und LebenSmitteln in Saniags einlaufen mußte. Wer hätte glauben sollen," sagte er, daß die zweite Hauptstadt CubaS und die wohlhabendste Stadt leer von LebenSmitteln war? Statt, daß wir Vorräthe an Bord nehmen konnten, mußten wir von den Rationen der Matrosen an die Soldaten abgeben. Die Läden der Kaufleute waren leer und daS Commissariat hatte die Stadt für eine Belagerung nicht verprodiantirt. Die Hälfte der Soldaten war krank und hungrig. Während der Schlacht am 15. Juli wurden 1600 kranke Soldaten in die Laufgräben geschleppt und gefahren, und zum Kämpfen gezvungen. Auf die Frage : Wer schlug den Ausfall der Flotte vor 7" sagte der Betreffende: Ich wünschte, ich wüßte eö. ES war der grausamste und unnöthigste Befehl, der je gegeben wurde, wahrscheinlich um die SensationSbedürftigen zu befriedigen, welche eine offensive Demonstration verlangten. Einige meiner Kameraden glauben, man habe eine Niederlage herbeiführen vollen, um Veranlassung zum Frieden zu schaffen. Niemand vußte von der Absicht, in den sicheren Tod zu gehen, als die Commandeure. Admiral Cervera berief nach dem Einlaufen des Befehles eine Konferenz der Kapitäne, denn man glaubte an ein Mißverfiändniß. Wir konnten nicht glauben, daß unsere Regierung uns dem sicheren Verderben entgegenschicke, aber nach mehrmaliger Anfrage schickte man von Madrid den peremptorischea Befehl auszusahren." Diese Darstellung ist sicherlich interessant. Sie ist auch gut dazu, dem amerikanischen Dünkel, der in der letzten Zeit ins Riesenhaste gewachsen ist, einen kleinen Dämpfer auszusetzen. Eine hiesige Zeitung schrieb kürzlich : Wir könnten die deutsche Flotte ebenso vernichten, wie die spanische." Hoffentlich kommt es niemals dazu, daß deutsche und' amerikanische Och sse Kugeln vechsela, es würde sich dabei sicherlich ein Unterschied zwischen einer deutschen und einer spanischen Flotte ergeben. Die Leistungen der amerikanischen Flotte verdienen volle Anerkennnnng, aber der We- can- lick- the- worid-
Seift ist für ein Bolk, das sich von ihm tragen läßt, immer gefährlicher als für
die Welt. I)nis)linirt)i issjleii. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 92 Grad, niedrigste 72 Grad. SckisselS Badeanstalt. Was sertemperatur 86 Grad. - DaS gelbe Fieber. Washington, 23. Zuli. Gen. Shaster telegraphirte letzte Nacht, daß keine weiteren Todesfälle am gelben Fieber vorgekommen seien. Die Verwicklung Garcia. mit Washington, 22. Juli. Der Vorfall mit Gen. Garcia hat hier eine unangenehme Stimmung erzeugt. Wenn GarciaS Angaben richtig find, dann hat sich Shaster allerdings eine große Taktlosigkeit zu Schulden kommen lassen. Von wie diel oder wie wenig Nutzen die kubanischen Truppen für uns waren, einerlei, sie waren unsere Verbündeten und Militärpersonen sind in Sachen der Etiquette sehr empfindlich. Shaster hätte Garcia nicht vollständig ignoriren sollen. Bis jetzt ist die Wahrheit von GarciaS Angaben nicht in Abrede gestellt worden. 3n AdminiftrationSkreisen sieht man den Borsall als eine wahrscheinliche Quelle vieler Ungelegenheiten an und man wird sich wohl bemühen müssen, die Sache irgendwie wieder gut zu machen und Garcia und Shaster zu versöhnen. Namentlich wird eS nöthig werden, Garcia von seinem Irrthum zu überzeugen, daß von Seiten der amerikanischen Regierung eine beabsichtigte Zurücksetzunvorliegt. ES ist sonderbar, daß Vhaster der Regierung gar keinen Bericht über die Sache eingeschickt hat. Aber Shaster hält mit Berichten überhaupt sehr zurück und hat nicht einmal mitgetheilt, daß General Wood zum MilitärCommandanten von Santiago eingesetzt worden ist. 3m Hauptquartier der kubanischen Junta hält man mit dem Urtheil noch zurück, weil keine zuverlässigen Nachrichten vorliegen. Man giebt zu, daß unter den amerikanischen Soldaten eine böse Stimmung gegen die Kubaner herrscht, schreibt dies aber dem 3rrthum zu, daß man PacificoS für kubanische Soldaten gehalten habe. Sine Inspektion der Hospitäler zeigt, daß sich in denselben mehrere Hundert verwundeter Kubaner besiaden, ein Beweis, daß die Cubaner wacker gekämpft haben. Fieber an Bord des Sen e e a. u New Sork, 22. 3uli. Vom Sanitätöbeamten für DeSinsection wurde der gestern in der Quarantaine eingetrossene TranSportdampfer Seneca", Capt. Decker, zurückgehalten. Sechs Soldaten werden nach Swinburne Island zur Beobachtung und Behandlung überführt werden. Dr. Doty sagt, daß, obgleich diese Fälle nicht sehr ausgeprägt und keineswegs Gelbfieberfälle find, er doch nicht die Verantwortung übernehmen will und er hat entschieden, die Erkrankten unverzüglich nach der genannten 3nsel zu bringen. Der Dampfer wird gründlich deSinsizirt werden. Die am schwersten verwundeten Soldaten werden in das Bellevue Hospital gesandt werden, die anderen nach Hoffman Island behufö Beobachtung. Der Seneca" ging am 6. 3uli von Siboney mit 95 kranken und verwundeten Soldaten und 48 Passagieren ab, letztere waren berits an Bord, als die ersteren auf das Schiff gebracht wurden, das keineswegs zum Hospital eingerichtet war. An Bord mangelte es an Arznei, antiseptischem VerbandMaterial, Thermometern, ärztlichen Instrumenten, Doktoren und Wärtern. Zwei Aerzte und eine Wärterin kamen zur Aushilfe. 3m Zwischendeck war der Dampfer schmutzig und zur Aufnähme von menschlichen Wesen nicht geeignet. Es fehlte an frischem Wasser, so daß sogar die Wunden mit Oalzwasser ausgewaschen werden mußten. Nahrungsmittel baren rar. Qenn üntetvegS Selbes Fieber aus gebrechea feinHvh, däre die Sterb
lichkeit jedenfalls eine erschreckend hohe
gewesen. Der Seneca" brachte daS Bug-Geschütz der ViScaya" mit, daS vor der Abfahrt an Bord genommen wurde. (An Bord der Seneca befindet sich Herr Wm. E Englifh von hier.) D i e eingefrorenen Wal fischsänge?. Seattle, Wash., 22. 3uli. Ein Mitglied der Bear"-Eipedition beftätigt aus Point Barrov unter dem 27. März die Nachricht des Kapitäns Tuttle, daß man die eingesrorenen Waifischsünger erreicht hat, daß die s i tt 7 nit x. . -1 qisse nicyl ernnnq grillten oaoen, und daß die meisten Aussicht aus Ret tung haben. Etwa 100 Mann sind in Kap Smythe eirquartirt, davon 76 im alten Kelly'schen Hause, der Rest bei Chas. Brever und auf der alten Zufluchtsstation, der Professor Mc3lheny vorsteht. Hier fehlte es an NahrungSmitteln, die sofort verabfolgt wurden. Lieut. 3arvis, der die Ueberland - Expedition führte, legte gegen 2000 Meilen in 102 Tagen zurück. Die Ankunft der zahmen Rennthiere und der Leute vom Bear" machte allen Besorgnissen der Leute ein Ende. Hoffentlich nicht wahr. New Sork, 22. 3uli. Sine Depesche an den Herald" theilt mit, daß spanische Soldaten, welche sich auf dem Wege nach Santiago befanden, um sich zu ergeben, von Garcia angegriffen wurden. Dieser soll geschlagen worden sein. Solches gegen alles zivilifirte Kriegsühren verstoßende Verfahren würde fernere Anerkennung der 3nsurgenten unmöglich machen. Der Brief Garcias an Shaster. NewSork,22.3uli. Der Brief, den Garcia an Shaster schrieb, lautet wie solgt : Mein Herr l Am 12. Mai gab mir, dem Commandeur der kubanischen Armee im Osten der Insel, die Regierung der Republik Cuba den Befehl, mit der amerikanischen Armee zusammenzuwirken und die Pläne und Befehle deö amerikanischen Befehlshabers zu befolgen, und auszuführen. 3ch habe, mein Herr, mein Bestes gethan, um die Wünsche meiner Regierung zu erfüllen, und ich bin bis zu diesem Augenblicke einer Ihrer getreuesten Unterstellten gewesen. 3ch habe eS mir zur Ehre angerechnet, ihre Befehle, soweit ich eS vermochte, auSzuführen. Die Stadt Santiago hat sich der amerikanischen Armee ergeben, doch erhielt ich die Kunde von dieser Uebergäbe von Leuten, die ganz und gar nicht zu Ihrem Stäbe gehören. Sie haben mir nicht die Ehre erwiesen, mich auch nur mit einer Silbe über die Friedens - Unterhandlungen oder die KapitulationS-Bedingungen in Kenntniß zu setzen. Die wichtige Zeremonie de? Kapitulation der spanischen Armee und die Besitzergreifung der Stadt Ihrerseits fanden später statt, doch habe ich über beide Ereignisse nur durch allgemeine öffentliche Berichte Kenntniß erhalten. Sie, mein Herr, haben mir nicht einmal die Ehre erwiesen, mich selbst oder einen meiner Stabs - Offiziere einzuladen, beiden feierlichen Gelegenheiten als Vertreter der kubanischen Armee anwesend zu sein. Endlich haben Sie, wie ich weiß, in Santiago, dieselben spanischen Beamten im Amte gelassen, gegen die dir dreißig Jahre lang, als gegen die Feinde der Freiheit Cuba'S, gekämpst haben. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, daß diese Machthaber resp. Behörden niemals von der Einwohnerfchaft Santiago'S erwählt worden find, sondern daß sie Angestellte der. spanischeu Krone find. Ich gebe zu, mein Herr, daß die unter Ihrem Kommando stehende Armee berechtigt war, die Stadt, die Garnison und die Befestigungen einzunehmen. Gerne würde ich meine LeiHilfe zur Durchführung irgend welcher Maßregeln geben, die gemäß amerikanischem Militär. Gesetz zur Besetzung der Stadt und zur Aufrechterhaltung der Ordnung etc. von Ihnen für angebracht erachtet worden wären, bis die Zeit kommt, da die Bevölkerung der Ver. Staaten ihr heiliges Verspreche, in Cuba eine freie und r'zige Regierung zu etabliren, einlösez Zzzi.
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Santiago de Cuba Behörden anzustel
len, nachdem wir dreißig Jahre lang gegen spanische Herrschast gekämpft haben, dann kann ich eö nur mit tiefe? Trauer ansehen, daß solche Behörden nicht von de? kubanischen Bevölkerung erwählt werden sollen, und daß man statt dessen die Angestellten der spani scheu Krone, die Vertheidiger deö spanischen Königsthrones dazu be? stimmt. ' Gerüchtweise, ich kann eS kaum glauben, General, ist mir die Mittheilung geworden, daß Sie diese Beamten deShalb wieder angestellt und daß Sie mir und meiner Armee den Eintritt in Santiago deshalb verboten hätten, weil Sie befürchteten, wir würden durch Massenmorde unsere Rache an den Spaniern auSlassen. Gestatten Sie mir, mein Herr, dagegen entschieden Verwahrung einzulegen. Wir sind keine Wilden und kennen die Vorschriften der modernen Kriegsführung. Wir sind allerdings eine arme, lumpenbedeckte Armee, so arm und so zerlumpt wie einst die Armee Ihrer Vorfahren in ihrem edlen Kampfe um die Unabhängigkeit war, aber wir haben, wie die Helden von Saratoga und gorktown, zu große Hochachtung für unsere Sache, als daß wir sie mit Rohheiten und Feigheiten besudeln könnten. ÄuS allen diesen Gründen bedauere ich ausrichtig, nicht länger in der Lage zu sein, den Befehlen meiner Regierung nachzukommen, und deshalb habe ich heute dem Oberbefehlshaber der kubanischen Armee, General-Major Mozimo Gomez, meine Resignation alS Commandeur dieses Armee-CorpS eingereicht. Während ich auf seinen Bescheid harre, werde ich meine Truppen in'S Innere zurückziehen. Bkit vorzüglicher Hochachtung, Calizto Gareia." AuS Spanien. Mad?id,22.3uli. Die Ankunft deS Generals Palavieja hat dem Gerede über eine bevorstehende CabinetSKrisis neue Nahrung gegeben. Die Königin-Regevtin rief, als sie hörte, der General werde kommen, auS : Gott fei Dank !" Die Meinungen, ob ein halbmilitärisches Cabinet den Frieden suchen oder den Krieg fortsetzen werde, find getheilt; doch stimmen Alle darin überein, daß ein solches Cabinet die jetzige schläferige und unthätige Politik nicht fortsetzen werde. Aus Gen. Polavieja setzt man die größten Hoffnungen. Er kennt die Stimmung der Armee, er braucht sich um Constituenten nicht zu scheeren und er wird sich durch Furcht vor UnPopularität nicht abschrecken lassen daS zu thun, waS er für recht hält. Hier glaubt man, daß die Verschiebung von Comm. WatsonS Abfahrt deshalb angeordnet worden ist, um Gen. Polavieja Gelegenheit zur Bildung eineS CabinetS und zur Anknüpfung von Friedens. Unterhandlungen zu geben. Furcht vor dem Gelben Fieber. B e r l i v, 22. Juli. Europa ist in Schrecken gerathen über die Nachricht, daß die Garnison von Santiago de Cuba, welche sich den Amerikanern ergebcn hat, nach Spanien zurückgeschickt werden soll, weil eS von ihr eine Masseneinschleppung deS gelben FieberS befürchtet. Dieser Befürchtung giebt die Rassische Zeitung" heute Ausdruck in einem langen Artikel, in welchem fie an die Regierungen der verschiedenen Staaten Europas die dringende Mahnung richtet, energische Maßnahmen gegen die drohende Gesahr zu ergreisen. Am sichersten wäre, meint sie, die heimkehrenden spanischen Soldaten auf den kanarischen Inseln zu landen, fie dort unter Quarantäne zu halten, bis sich herausstelle, daß kein Fall von gelbem Fieber vorliege. Die Quarantäne könnte gleichzeitig als GenesungSstation dienen. CQlU0.5?QriQU. Angekommen in : Liverpool: Vovic" von New Sork. Southampton: Kensington" von New Sork nach Antwerpen. N e v Jork: Fürst Vismarck" vea Hsbsrg. atfUa: leiser Oilheln II." 3 Hxd z?::k.
QueenStown: Campania" von New Jork. Philadelphia: Missouri" do London.
Allerlei. Dem E inwanderung S - o m m r s s a r Col. Billinas in Bo ston fuhr ein nicht gelinder Schreck in die Glieder, als an Bord des CunardDampfers Pavonia" ein menschliches Wesen mit drei Beinen eintraf. Äußer den zwei regelrechten Beinen, wie solche be: normal gebauten Menschen zu sinden sind, hat der neue Ankömmling, der 9 Jahre alt ist und Francisco Len tini heißt, noch ein drittes Bein, das ihm jedoch beim Gehen nicht hinderlich ist, sondern, wenn er sich ermüdet fühlt, sogar als Stuhl Dienste leistet. Das sonderbare Wesen durfte landen, und möglicherweise wird dasselbe nächstens in einem Dime-Museum von sich hören lassen. Sem Bestimmungsort war Middleton, Ct. Nicht in einziges Wort hatte Louis Mohlscldt in San Frcrncisco während voller 10 Jahre mit seiner Frau gewechselt, bis er dieser Tage sein Schweigen brach und ihr die Mikt Heilung machte, daß er Selbstmord begehen werde. Er borgte von einem Nachbar einen Meißel und brachte sich auf den Sutrohügeln eine leichte Wunde am Handgelenk bei. Als er sein Blut fließen sah. bekam Mohlseldt Furcht. Ein benachbarter Apotheker verband seine Wunde. Am nachsten Abende, schoß dann Mohlfeldt auf einem leeren Bauplatz einen Revolver auf seine Schläfe ab, verbrannte sich jedoch nur die Stirn. Nun richtete er die Pistole gegen sein Herz. Der Schuß hatte jedoch wiederum kein. Resultat, lockte aber einen Polizisten her bei, welcher den Lebensmüden irr das Hospital brachte, wo man ihn vorläufig in der Jrrenabtheilung deternirte. JnderUmgegendvon Fairhope, Ala., gegenüber der Bai von Mobile, an der Mobile & Ohio-Eisen-bahn, sind sehr erfolgreiche Versuche mit dem Weinbau gemacht, worden. Ei? ner der Weingärten, welcher im Frühjähr 1894 von Frau Clara E. Atkinson angelegt wurde, hat mit diesem Jahre schon die dritte zahlende Ernte geliefert. Es wurden fast keine Düngmittel verwandt, doch würden sie ohne Zweifel die Ernte vergrößert l)a ben. Am meisten Nutzen bringen die Delawares. Sie sind früh reif und erzielen die höchsten Preise. Frau Atkinson sandte im Vorjahre die ersten Trauben Mitte Juni auf den Markt, in diesem Jahre am 22. Juni. Die Niagara- und Jves-Trauben gedeihen in dem Theile Alabama's ebenfalls außerordentlich gut, bringen aber nicht die hohen Preise wie die DelaWare's. In einem von der Fürstm Adolph Wrede, geborenm Maldaner. gegen ihren Gatten angestrengten Bigamieprozesse gab das Appellgericht dem Recurse der Klägerin Folge und entschied, daß die in das franöfische Civilstandsregister erfolgte Emtragung eines bayerischen Urtheils, welche die erste, in Frankreich geschlossene Ehe für ungiltig erklärte und dem Fürsten Wrede ermöglichte, in der Schweiz eine zweite Ehe einzugehen, zu streichen sei, da das bayerische Urtheil in Frankreich nichtig sei und der französische öffentlichen Ordnung zuwiderlaufe.' Dr Erzherzog Franz Salvator besuchte dieser Tage von Wallsee aus mit d.'m Fahrrade und im Civilanzuge die Officiere in Enns, um in kameradschaftlicher Weise mit denselben Lawntennis zu spielen. Der Erzherzog begab sich nach Ankunft in Enns in's Officiercasino. um nach den Herren zu sehen. Im Casino machte eben ein Oberlieutenant die Bedienungsordonnanzen etwas unsanft mit der militärischen Ordnung bekannt. Bei demEintreten des Erzherzogs wendete sich der Oberlieutenant gegen den vermeintlichen civilistischen Eindringling mit der Frage, was er da wolle, und als der Erzherzog sich nach den Herren erkundigte, fragte derOblieutenant etwas gereizt zurück: Wre sind Sie, Sie Civilist?" Worauf sich der Erzherzog mit den Worten: Sie haben Erzherzog Salvator vor sich!" vorstellte. Tableau! Der sechszehnjährige Will. Dyneö, welcher am Mittwoch bei einem Straßenbahn. Unglücksfall schwer verletzt wurde, starb gestern Abend infolge de? erhaltenen Verletzungen. Wenn ihr ein gutes Mittel haben wollt Eue? Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Conftitution zu kräftigen, gebraucht Hood's Sarsaparma. Gebraucht uun Hoods. Ho ob's Pillen heilen Brechreiz, Kopsschmerzen aus dem Magen und Unverdaulichkeit. Heute Abend um 8 Uhr findet im Grand Hstel die permanente Organisation deS Aquatie Clubs" statt. Zeder, der sich den Klub anschließen will, ist eingeladen.
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