Indiana Tribüne, Volume 21, Number 301, Indianapolis, Marion County, 20 July 1898 — Page 1
s rlO ' 0 A w AO P o ks A svO r w y O y H v llVo vo o w V l Office : No. 1s Sud Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, Zndiana, Mittwoch, den 20. Zuli (898 Jahrgang 81 na 3oi
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Editorielles
ES ist nicht alle? Gold, waö glänzt. Man mag eS als einen großen Erfolg ansehen, daß gegen hundert Millionen der Kriegkanleihe in kleinen Summen gezeichnet wurden und man mag sich darüber freuen, daß wir so heidenmäßig" diel Geld haben, aber die Sache hat auch ihre andere Seite. Sie zeigt erstens, daß man mit kleinen Summen unter den heutigen Verhaltnissen, in denen alles inS Große gebt, nichts mehr anfangen kann, und zweitens, daß der Geschäfts gang ein schlechter und in Folge dessea Geld zu guten Zinsen nicht unter zubringen ist. IH Man hat sich über den Paradegeneral" MileS schon oft lustig gemacht. Man muß ihm nun auch Kredit für sein anstandiges Handeln dem Gen. Shafter gegenüber geben. Trotzdem er als Vorgesetzter deS Gen. Shafter und als Oberstkommandirender alle Ehren der Kapitulation für sich in Anspruch hätte nehmen können, hielt er sich doch bescheiden im Hintergrund und überließ alleS dem Gen. Shafter, der die Campagne gegen Santiago begonnen und glücklich und geschickt geführt hatte. Wenn Fama richtig berichtet, dann unterschied er sich in dieser Beziehung sehr vortheilhast von Sampson, welcher dem Commodore SchleY den Ruhm nicht gönnte, CerveraS Flotte dernichtet zu haben. SS wird berichtet, daß Sampson große Eifersucht an den Tag legte und sich gegen SchleY durchauS nicht zuvorkommend benahm. Wir finden Folgendes in einem Wechselblatte : Wer jetzt Hawaii-BondS besitzt, hat ein gutes Geschäft gemacht. Diese BondS wurden, als sie, ausgegeben wurden, zum KurS von 30 verkauft, aber sie find seit einigen Tagen nicht mehr für Pari zu haben. Unsere Regiernng übernimmt durch die Annexion die $4,000.000 Schuld von Hawaii und verpflichtet sich außerdem, die BondS sofort nach der Annezion einzulösen. Wie diele Congreßmitglieder, fragt der Balt. Corr., mögen früher auS Spekulationszwecken Ha-waii-BondS gekauft haben! Wie diele mögen während der letzten Monate solche BondS zufallig" gefunden haben ?" Also der unvermeidliche Job. Nach Analogie der französischen Frage: Ou cst la fernrne? könnte man hier bei jedem bedeutenden politischen Ereigniß fragen : "Vkere !s the Job?" DaS Temperenzblatt Voice" stellt sich in fünf Spalten entsetzlich entrüstet über die Kantinen deS LagerS von Ehickamauga, aber seine Zllustrationen versöhnen mit dem Blatte. Verschiedene Brauereien erhalten da eine Reklame, wie sie lange keine so schöne umsonst erhalte haben. DaS Blatt photographirt einen von den endlosen Bierzügen, wie sie täglich im Camp ThomaS eintreffen, und die Kantinen machen zum Leidwesen der Temperenzler glänzende Geschäfte Diese Fässerhausen fleht man kaum auf einem deutschen Schützenfeste. Die Kantine deS ersten Ohioer KavallerieRegiments beschäftigt allein vier Sinschänker; die der dritten Montana Kavallerie nimmt täglich $200 ein, natürlich zum Leidwesen der Voice". Den guten ZungenS von Uncle Sam" ist. wie dem Zwerge Perkeo, ihr künftiger Standpunkt klar geworden; sie halten eS, wie der Balt. Corr." sagt, mit dem feuchtfröhlichen Seeköaig Herjulf Herjulfson : Ein Land, dem der Meth fehlt, DaS ist gar kein Land." , w ZjrHMWll. Wetterbericht. Kühleres, schönes Wetter heute Nacht; schön am Donnerstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 92 Grad, niedrigüe 76 Grad. ScbisselSVadeanNalt. Wassertemperatu? 86 Grad. . ,,, Allerlei KriegSnachrichten. Washington, 20. Zuli. Die Vorbereitungen für die Eipedition nach Portorico werden mit möglichstem Eifer betrieben. In einigen Tagen
wird alle? fertig sein. Sampson hat Befehl erhalten, die Landung der Truppen mit seiner Flotte zu decken. DaS Generalcommissariat ist damit beschäftigt, Vorbereitungen für die
Ernährung der an der Expedition Be theiligten zu treffen und hat Angebote für die Lieferung frischen Fleisches eingefordert. Man glaubt, daß in ein bis zwei Tagen zehntausend Mann unterwegs sein werden. Eine Depesche von General Shafter meldet, daß die Zahl der Gefangenen 22,781 betrage und wohl 25,000 er reichen werde. DaS übertrifft weit die Stärke der amerikanischen Armee vor Santiago. ES wurden bis jrtzt 10,000GewhreundzehnMillionenPatro nen abgeliefert. Shafter hat Offiziere abgesandt, um die Uebergabe der Besatzungen von Guantanamo, Baracao und Sagua anzunehmen. Morgen werden in NevJork die Offerten für den Transport der spanischen Truppen geöffnet. Ein Angebot lies vorher ein. Eine Compagnie erbot sich, 25.000 Mann für 125.000 Pf. St. von Santiago nach Cadix zu befördern (baS ist 525 pro Mann). Generalarzt Sternberg kam heute von einer Inspektion deö HospitalschisseS Olivette zurück. Er sagt, daß Sanitätömaßregeln strikt durchgeführt werden und daß eine Ausbreitung deS gelben FieberS kaum zu befürchten sei. Nachrichten über daS gelbe Fieber sind nicht weiter eingelaufen. Eine Depesche, worin um immune Aerzte und Krankenwärter ersucht wird, ist alle?. Dem Ersuchen wird nach Kräften Folge geleistet werden. Die amerikanischen Soldaten sind auf die Cubaner nicht gut zu sprechen, ES ist schwer, die Letzteren zu zivilifirter Kriegführung zu zwingen. Am liebsten hätten sie Santiago geplündert, wenn man eS ihnen gestattet hätte. General Garcia verlangte, daß ein Cubaner, NamenS Castillo, alö Gouvernör der Stadt eingesitztwerde, aber dieS wurde rundweg abgeschlagen. Den Cubanern wurde jede Mitwirkung in Einsetzung der Behörden in Santiago verweigert. ES war dies eine große Enttäuschung für Gen. Garcia, der sehr ärgerlich darüber ist. Am Freitag kam Castillo, ein Bruder deS Gen. Castillo zu Shafter, und fragte ihn : Warum soll Santiago in den Händen unserer Feinde bleiben ?" Gen. Shafter antwortete darauf: Die Spanier find nicht unsere Feinde. Wir kämpfen bloß mit spanischen Soldaten, aber wir wollen nicht die Bürger ruiniren. Kein Cubaner darf in die Stadt, auch kein amerikanischer Soldat. Die Bewohner der Stadt werden über ihre Regierung selbst entscheiden. So lange die amerikanische Armee da ist, wird auch die Stadt nicht übergeben." Die Stimmung gegen die cubanischeu Soldaten ist in der Armee eine sehr bittere. ES ist wenig Verlaß auf sie und sie verweigern jede Arbeit. Gen. Garcia schlug die Einladung deS Gen. Shafter bei der Uebergabe von Santiago mit dem Bemerken ab, er hasse die Spanier zu sehr, um etwas mit ihnen zu thun haben zu wollen. Die Möglichkeit offener Feindschaft zwischen Cubanern und Amerikanern erschwert die Situation. Die amerikanischen Soldaten betrachten die Cubaner als Feiglinge und Diebe, welche stehlen wie die Raben. .- Deutschland und Amerika. W a s h i n g t 0 n, D. C., 19. Juli. In der heutigen Kabinetöfitzung wurde eine Depesche von Admirl Dewey derlesen, welche besagte, daß bei Manila keine Aenderung der Situation vorkam. ES war die Anficht der Mitglieder deS CabinetS, daß der Bericht über gespannte Beziehungen zwischen Admiral Dewey und dem deutschen Admiral in der That ohne irgend welche Begründung ist. DieS zeigt die Thatsache, daß Admiral Deweyö Depesche durch ein deutsches Kriegsschiff nach Hongkong gebracht wurde und Admiral Dewey muß daher mit den deutschen Marineoffizieren bei Manila in freundschaftlichstem Ber kehr stehen. Beide, Präsident McKinley und Sekretär Day, versicherten die Mit glieder deS CabinetS, daß zwischen den amerikanischen und deutschen Streit frästen bei Manila nichts von erschverender Natur vorkam und die Oe merkungen de? Präsidenten und des
! Sekretärs Day geben zu der Annahme
Veranlassung, daß der Präsident neue Versicherungen über Deutschlands Abficht, streng an seiner Neutralitätöpolitik festhalten zu wollen, erhielt. - Die Lage in Santiago. Santiago, 19. Juli, (via 3amaica, 20. Juli.) General Shafter ließ durch Dr. Goodsellow, vom Generalstabe, und Dr. Orlando Dwiker, einen Civilarzt, die Gesundheit? Verhältnisse von Santiago untersuchen. Die Aerzte fanden, daß, obwohl gegen wärtig nur sechs Fälle von Erkrankungen am gelben Fieber und zwei verdächtige Fälle in der Stadt Herrscheu, die Stadt dennoch reif sür eine Epidemie ist. Santiago und Rio Janeiro werden sür die schlimmsten Btutstätten deS gelben giebers in der Welt gehalten. 3a der Stadt befinden sich vier Hospitäler; eines dersel ben steht unter der Leitung der barm herzigen Schwestern. 3n den Hospitälern befinden sich im Ganzen 1747 Patienten. ES ist dieseS nach der Belagerung und dem Mangel an Nahrungsmitteln eine sehr kleine Zahl. Man muß aber bedenken, daß ReconcentradoS in den Hospitälern niemals Ausnahme fanden und daß jeder Patient, der nur wanken konnte, nach der Ankündigung deS Bombardements hinaus in die Straße getrieben wurde. Die größte Anzahl der Patienten besindet sich im MilitärHospitale, wo 37 verwundete spanische Offiziere und 431 verwundete Solbaten und Seeleute behandelt werden. Der Nothstand in der Stadt ist ein furchtbarer. Gestern Nachmittag um 6 Uhr traf der Dampfer State of TexaS", von der Gesellschaft deS rothen Kreuzes, im Hafen ein und heute Morgen, bei TageSanbruch. sicherte Dr. Elwell, welcher die Ausladung der LebenSmittel überwachte, acht Laden im Herzen der Stadt und einen großen Schuppen am Dock; er engagirte ferner achtzig AuSlader und um sechs Uhr Morgens begann die Ausladung deS Dampfers, der 1400 Tonnen LebenSmittel als Ladung hatte. Die Vertheilung an die Hungrigen begann um drei Uhr und erhielt jeder Bewohner eine Ration von anderthalb Pfund. Der Andrang der halbverhungerten Menschen war so stark, daß Streitereien entstanden und Mehrere unter die Füße getreten wurden; Kisten wurden erbrochen und der Inhalt gestohlen. Schließlich wurden Truppen an der Werste ausgestellt und diese verweigerten Jedermann den Zutritt. Die Wasserversorgung der Stadt, welche am 3. Juli abgeschnitten wurde, wird heute Abend wieder in Betrieb gesetzt werden. 3n dem hiesigen Gefängnisse besinden sich noch immer 25 politische Gefangene. Die kubanischen Bewohner haben aber dem temporären Gouvernör General McKibben einen Bericht darüber unterbreitet und eS wird deren Entlassung erwartet. Admiral Sampson, begleitet vom Commodore Schley und dem Marinestabe, landete heute Morgen um neun Uhr vom Vizen" und wurde von den städtischen Beamten von Santiago empfangen. Alle Wirthschaften und GetränkeHandlungen sind geschlossen. Bettler find in großer Zahl vorhanden. Die vermögenderen Flüchtlinge find noch nicht zurückgekehrt. Ehe die Flüchtlinge El Caney verließen, wurde in Santiago Mehl zu 5150 daS Faß, Bohnen zu 590 der Zentner, kondenfirte Milch für 55.00 eine Büchse verkauft. Zn El Caney wurden für eine Büchse kondenfirte Milch 525 bezahlt. Deutschland und Amerika. Berlin, 20. Zuli. Bezüglich deS Irene - Ereignisses und deS Berichtes, daß Admiral DiedrichS ein Interview mit Kapitän Chichester gehabt habe, ist gar keine offizielle Aeußerung oder Mittheilung erhältlich. ES wird bloß zugegeben, daß MeinungSdifferevzen zwischen Admiral Dewey und Admiral von DiedrichS in Bezug auf daS Recht der Durchsuchung von Kriegsschiffen vorgekommen seien und daß Admiral von DiedrichS die Durchsuchung deut scher Kriegsschiffe nicht erlaubt habe. Berlin, 20. Zuli. Die Bosfische Zeitung" behauptet in einem viel be sprochenen Artikel, der durch die Sr-
klärung eingeleitet ist, daß eine O
richtigung der Irrthümer über die
SNmmung betreffs Amerikas nothwendig sei, daß die unfreundlichen Neigungen von der interessirten englischen Presse genährt würden. DaS Blatt erklärt, daß Deutschland stets an der Seite Amerikas stand und erinnert die Amerikaner an Deutsch landS freundschaftliche Stellungnahme wahrend deö Bürgerkrieges. Anderer seits sagt daS Blatt: Deutschland hat viele Unannehmlichkeiten von Spanien erfahren, eS kann aber nicht umhin, die spanische Tapferkeit zu bewundern." Der Artikel ist ein Beispiel der allgemeinen Haltung der Presse zu Gunst en der Ver. Staaten. Cavite, 14. 3uli, H on g k 0 n g, 20. Juli. Admiral Dewed saat heute, daß die Situation betreffs der deutschen Kriegsschiffe ganz zufrieden1 , n - - 'stellend sei. Nach dem Vorfalle in der Subig Bucht fand eine längere Correspondenz zwischen Dewey und von DudnchS statt und diese führte zu einem besseren gegenseitigen Verständniß. Die Deutschen strllen in Abrede, daß sie die 3nsurgenten in irgend einer Weise hinderten. Sie verweigerten bloß eine Anwort auf die Signale deö SchisseS der Insurgenten. Die Situation in Madrid. Madrid, 19. 3uli. Strenge Censur herrscht hier und die Zeitungen find kaum im Stande irgend etwas über den Krieg zu veröffentlichen. Die Zeitungen erscheinen mit zum Theil leeren Spalten. Eö heißt, daß die Minister überrascht davon seien, daß Gen. Toral die ganze Militärdivision der Provinz übergeben habe und daß er wahrscheinlich vor ein Kriegsgericht gestellt wird. El 3mpa?cial" will von mehreren Mitgliedern deö Ministeriums die Anficht gehört haben, daß wenn Spanien jetzt um Frieden bitte, dies einer Erklärung gleichkomme, daß eS sich für besiegt halte. BiS jetzt ist noch kein Zeichen vorhanden, daß die Regierung an Frieden denke. L on d on, 20. Juli. 3n Folge der strengen Censur in Madrid haben die Londoner Zeitungen keine Nachrichten von dort und die Madrider Zeitungen sind ohne Nachrichten von Paris und London. ES scheint, daß man in Madrid noch immer mit der Möglichkeit der Intervention Europas rechnet und daß daS Ministerium darin getheilt ist, ob man Frankreich oder Deutschland zur Intervention auf den Philippinen veranlassen kann oder soll. Nach Mittheilungen deS Wiener Korrespondenten der TimeS" ist man in Wien sehr darüber enttäuscht, daß Spanien keine Schrittein der Richtung deS Friedens unternimmt und man fängt an zu glauben, daß nichts geschehen wird, ehe Havana fällt. MIM Zola auf der Flucht. P a r i S, 20. Juli. Emile Zola ist nach der Schweiz geflüchtet, um der Verhaftung zu entgehen. DerPrinzofWaleS. L 0 n d 0 n, 20. 3uli. Der Prinz of Wales hat sich durch einen Fall schwer an der Knieschneibe verletzt, und man befürchtet, daß daS Bein lahm bleibt. allerlei. Von Vrigan ten beraubt wurde auf einem Spaziergang nach Palazznolo der frühere preußische Rittmeister Graf v. Haugwitz, der mit Frau und Kind zur Sommerfrische in Castel Gandolfo weilt. Drei Strolche traten ihm plötzlich in den Weg und forderten ihn auf. sein Portefeuille herzugeben. Der Graf händigte ihnen seine Brieftasche mit 200 Lire aus. Als die Strolche sich dann auch seiner Uhr 'bemächtigen wollten, schrie er ihnen zu: Die nicht! Die ist ein Fa milienandenken!" und bedrohte sie mit seinem Stock, worauf die drei Wegelagerer im Walde versckwanden. Schenken, schenken, wie. d e rg e b e n . . . An dieses kindliche Spiel rinnert lebhast eine Klaae, die in Wien eine Dame gegen den Operet-ten-2enor des Theaters an der Wien Karl Streitmann angestrengt hatte. Sie zählte zu seinen alühendsten Verehrerinnen und überhäufte ihn mit Blumen, Lorbeer und Geschenken, ja sie ging in ihrer Begeisterung so nxit, ihm eine Lebensrente zuzusichern, wenn er ihr allein seine Liebe schenke. Als sie aber zur Einsicht gelangte, daß dieö nicht der Fall sei. verwandelte sich Liebe in öak. und auf dem prosaisch.
ulöete 2lD ahre. stzHrS. Mary LerolS. Frau emeS promiZJ nente ffarmers und roohlbckanut unter w allen Bewohnern nade Belmont. 9t. . schreibt: .Ckit 27 Jahren litt ich fortwährend an nervöser Erschlaffung und bezahlte grobe Seldsummkn für Tokloren und angezeigte Mittel ohne bhilfe. Bor drei Jahren wurde mein Zustand beängstigend, der geringste Värm erregte mich und machte mich nervöS. Ich konnte nicht schlafen und hatte eine nzahl verderblicher An falle und wurde allmädlig schlimmer. Ich begann Dr. MileZ' Stestorative 'tkervine und Nerven- und Leber-Pillen zu gebrauchen. Ansang schien die Medizin nicht u wirken, aber nachdem ich einige Flaschen genommen, trat Aenderung ein. Ich ruhte Nacht! besser, mein Appetit beffcrte sich und ich befand mich bald wodler: nun bin ich nahezu wieder gänzlich gesund, wie eine Person meine! Alterk ti erwarten kann. Gott segne r. 3Ku,' erv,e. Tr. MileS' Mittel werde durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erste Flasche nlltzt oder daS Geld wird' zurlickerstattet. . Buch iiber die Krankheiten deS Herzen, und der erven frei. Adresse: 1X7 ,v Dr v r.As? 3 vKcrvino ncctorca HeaKh JMlLiS D r. M i l e M e d i a l .. glkhart. Ind. sien Wege'machi sie nun ihre Ansprüche an den Künstler geltend. Sie lieb durch einen Advokaten Herrn Streit mann belangen und wünscht, daß er ihr 3400 Guldcn. die sie für ihn bezahlt, dann Geschenke, wie Brillantringe, einen Stock mit Goldgriff usw. zurückstelle. He:r Streitmann weigerte sich, dies zu thun, da ihm die Geschenke bedingungslos gemacht worden seien, worauf die Klage beim Civillandes gericht erfolgte. Herr Streitmann sagte, es. handle sich hier um den Liacheact eines verschmähten Weibes und fragte, ob die Dame vielleicht auch alle Lorbeerkränze. -Bäume und.Blumenschleifen zurüäbegehre, erklärte sich aber bereit, alle Geschenke zurückzuerstatten. Dies hatte zur Fola.e, daß die Klage g5gen Herrn Streitmann zuruckgezogen wurde. Bei einem furchtbaren Wolkenbruch, welcher nächtlicher Weile über Noveant hereinbrach, wurde der südliche Theil des Dorfes durch die kühne Entschlossenheit eines LLjährigen Mädchens vor großem Schaden bewahrt. Ein von Gorze kommender Bach mündet oberhalb Noveant in die Mosel, nachdem sein Wasser noch das vtaderwerk iner Sägemühle. der Scierie Mercier" in Bewegung gesetzt yai. Als das Unwetter hereinbrach. war dieser unbedeutende Wasserlauf in wenigen Minuten zum reißenden Strom geworden, und da man die Falle herabgelassen hatte, ward die Mühle und ihre ganze Umgebung überschwemmt. Die frühere Dienstmagd des Mühlenbesikers. Michel. welche bei ihrer Mutter in der Nach Barschaft wohnte, ahnte die Gefahr, lief eilend herzu und auf einem nicht viel über einen Fuß breiten, rings von Wasser umgebenen Pfad nach der etwa 200 Meter entfernten Schleuse, deren Falle sie aufzog. Obwohl nun das Wasser sofort abfließen konnte, ging es ihr beim Rückweg doch bereits bis an die Brust, und ohne die llfe emes jungen PZannes. der ihr auf halbem Wege entgegenkam, wäre es vielleicht noch um das muthige Mädchen geschehen gewesen. Mtl ES lohnt sich, Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, DiphteritiS oder Fieber. Hood'S Pillen find von den auögesuchteften Pflanzen sorgfältigst zubereitet. Der Sf&w York Store. lMablirt 1853.) W!e,ur Butterick Muster ! 159 Paare tz2undS2.30 Tan-Schuhe für Frauen mit Stoss. Obertheil und genähten Sohlen, morgen zu 27 das paar ! 3m Hinteren Theil des Ladens. ii i m &
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