Indiana Tribüne, Volume 21, Number 298, Indianapolis, Marion County, 17 July 1898 — Page 6
j ' i? i fr U !' 6
r
!
3 d
Zn ewiger 'Flacht. Sterben ist nichts doch leben, und nicht sehen, das ist ein Unglück! Wer gedächte nicht beim Anblick eines Blinden dieser herzbewegenden Worte, die Schiller in seinem Wilhelm 2H" 'ixn jungen Melchthal beim Empfang trx Nachricht von der Blendung seines Alters ausrufen läßt! Leben und Richt sehen in ewige Nacht gebannt stts. des Lichtes, dieses Lebenselementes oller Kreaturen entbehren. Verzicht leisten zu müssen auf den Anblick aller Schönheiten der Natur und Kunst, alles dessen, was unserem Herzen lieb und theuer ist ja, das ist fürwahr ein schweres Unglück. Der Gedanke, den Blinden, namentlich Blindgeborenen oder früh Erblindeten zur Ausbildung ihres Geistes und zur Aneignung gewisser Handserligkeiten behilflich zu sein, hat erst in der letzten Hälfte -des vorigen JahrHunderts eine faßbare Gestalt gewonneu. Man lehrte sie Lesen und Schrei-
Modellirschule. T6en, brachte ihnen die nöthigen SchulKenntnisse bei und gab ihnen Unterricht in d?r Musik, für die man sie besonÄers befähigt glaubte. In neuester Zeit hat sich jedoch die Blindenerziehung auf einen rationelleren Boden gestellt. Man hat eingesehen, daß die Blindenschule wie jede andere die Hauptaufgabe hat, ihre Zöglinge möglichst zu nützlichen Gliedern der Gesellschaft auszubilden und sie zu befähigen, selbstständig ihren Lebensunterhalt zu gewinnen. In Preußen wurde der Unterricht nach denGrundsätzen des Volksschulwesens gegliedert: Die ersten neun bis zehn Schuljahre werden ausschließlich für den eigentlichen Schulunterricht bestimmt; vom fünfzehnten bis zum zwanzigsten Lebensjahre dauert die Lehrzeit, die Ausbildung in einem Gewerbe. Nach vielfachen Versuchcn, den Blinden eine größere Anzahl ' ZeichnennachderNatur. ten Handwerksgewerben zugänglich zu machen, ist man schließlich zur Erkcnntniß gekommen, daß sich nur die .Korbmacherei und Seilerei für Blinde in einem Maße eignen, das die Wahl '.dieser Gewerbe als zwecknläßig erscheimn läßt; für Mädchen ist neuestens durch den Dircctor der königlichen Blindenanstalt zu Steglitz, Herrn 'Wulff, die Bürstenbindern als besonders geeignet erkannt und erprobt worden. Alle anderen gewerblichenZweige, sowie die wissenschaftliche und musikalisch: Ausbildung I;tzhrc sownt eine berufliche Verwerthung derselben in ".Frage kommen könnte sind aus dem .Lehrplane der Blindenerziehung in "Preußen grundsätzlich ausgeschlossen worden. Da das Streben der Steglitzer Blindenanstalt hauptsächlich darauf gerichtet ist, die Handfertigkeit der Schüler auf eine möglichst hohe Stufe zu bringen, so wird dem Unterricht im Aeichnen und Modelliren besondere Sorgsalt zugewendet. Man leitet die Zöglinge zum Nachbilden geometrischer KorbflechtereZ. Körper sowohl als auch verschiedener G?aenstände des Hausrathes u. s. w. m. Das Zeichnen nach der Natur rotrd in der Weise geübt, daß derSchuler mit einer Hand die Formen des nachzubildenden Gegenstandes (z. B. des Kopfprofils eines Mitschülers) ab tastet und sie gleichzeitig durch entsprechendes Aufstecken einer Litzi mittelst Nadeln auf ein Sandkissen nachbildet. ZZür den Unterricht im Lesen und Schreiben dienen verschiedene Lehrmit tel. Die in starkes Papier erhaben eingepreßte Antiqua - Schrift, welche durch der Zeile folgendes Befühlen mit dem Finger von den Schülern ilöerraschend schnell abgelesen wird, dient dem Blinden nur zum Zweck der Selbstbelehruna durch Lektüre. Da die Herstellung von Büchern in dieser Schrift kostspielig ist, so war n Blinden - Lektüre lange Zelt tin empfind sicher Mangel. Braille in Paris hat
Ni "Lf JJr 4.' 5 UM MWKWS? 'ft I fli ! 1 1 iWvm W i 1 J w
J&QiMä
diesen Manael durch Erfindung einer Punktschrift abgeholfn, welche die Uebertragung der gewöhnlichen Schrift (Schwarzdruck") in Blindenschrift vesentlich erleichtert.
Erholungsstunde. Es würde zu weit führen, alle die scharfsinnigen, den Laien meist durch ihre Einfachheit verblüffenden Behelfe hier aufzuzählen, welche angewendet werden, um die verschiedenen Lehrmittel für die Benutzung durch Blinde geeignet zu machen. Erwähnt sei nur, htf die Steglitzer Anstalt eine sehr hübsche Sammlung von Thiermodellen für den Anschauunqs- oder richtiger gesagt, für den Betastungs-Unterricht, sowie Atlanten mit erhabenen Kartenöildern für die Unterweisung m der Geographie besitzt. Die Handwerkerschule unterscheidet sich für das Laienauge nur wenig von irgend einerWerkstatt der entsprechenden Gattung. Da die königliche Blindenanstalt nur für die Ausbildung der Blinden Sorge tragen, aber nicht den ausgebudeten Zöglingen Arbeit verschaffen kann, so wurde der Verein zur Beförderung der wirthschaftlichen Selbstständigkeit der Blinden" rn's Leben gerufen, um diese Lücke auszusullen. Dieser Verein errichtete in Steglitz ein Heim für Männer und Frauen, in welchem der Schule und Lehrlingszeit entwachsene Blinden als Pensionare aufgenommen werden. Sie erhalten von der Anstalt Arbeit, werden für diese bezahlt und bestreiten aus dem Lohnertrage die Kosten ihres LebensUnterhaltes, können aber, wenn sie fleißig und befähigt sind, ein hübsches Sümmchen in besonders günstigen Fällen bis zur Hälfte des verdienten Arbeitslohnes zurücklegen. Die Mädchen bleiben in der Negel beständige Insassen dieser freundlichenHeimstätte; die jungen Männer bringen hier gewöhattch einige Jahre zu. bis sie reif und selbstständig genug geworden sind, um sich mit Hilfe des Vereins und des erworbenen Sparpfennigs ein eigenes Geschäft zu begründen. Sonderbare Auffassung. Moses, hast Du aber eine krumme Nase!" Sei still! Der Herr Professor hat gesagt, wir sollen uns nicht streiten über religiöse Fragen!" Zu höflich. Verbrecher (v?r die Anklagebank tretend): Entschuldigen Sie, ist dieser Platz noch frei?" Der Knallprotz. Ich halt' 'was auf a' gut's Essen bei mir wird fein gelebt! Meine sämmtlichen sechs Kinder haben schon 's Podagra!" Erkannt. Komiker: Ich leide in den letzten Tagen an Schlaflosiakeit." Kritiker: .Wessen Lorbeeren lassen Sie denn nicht ruhen?" Jdealkaffeklatsch. Die Theilnehmerinnen müssen der Reihe nach einen Gehorverschluß anlegen, da mit die andern übcr das jeweilig künst lich taube Mitglied unginirt klatschen können. Nur dann. Herr; Dora aber einen Kuß darf ich Ihnen doch ge den?" Dora: Warum denn nicht; aber eine Bedingung knüpfe ich daran. Herr: Und die wäre?" Dora: 1 .Daß Sie mich vorher heirathen!"
Heöirgsöatterieen.
In gebirgigem .Terrain wird die Beweglichkeit der Artillerie durch den Mangel an fahrbaren Straßen im höchsten Grade erschwert, st sogar vollständig unmöglich gemacht. In verschiedenen Ländern wie England, Frankreich, Oesterreich-Ungarn, Jtalien, Schweiz u. s. w. sind deshalb besondere .Gebirgsbatterieen geschaffen worden, deren Geschützmaterial sich auseinander nehmen läßt, um auf dem Rücken von Saumthieren fortgeschafft zu werden. Es liegt auf der Hand, daß Gebirgsbatterieen 'besonders gegenüber einem Feinde, der sich auf den Guerillakrieg legt, sehr schwierige Aufgaben zu erfüllen haben. In gebirgiges Terrain, das für große Truppenkörper mit bespannten Geschützen absolut unpassirbar ist, müssen sie eindringen und sie dürfen sich auf ihrem Vorrücken von keiner unwegsamen Schlucht zurückhalten lassen, stets 'dem Feuer eines im Hinterhalt versteckten Feindes ausgesetzt. Trotzdem die Gebirgsbatterieen verhältnißmäßig jungen Ursprungs sind, haben sie, dank der EntWickelung der modernen Technik, bereits einen hohen Grad der Vollkommenheit erreicht. In früheren Zeiten machte die Unbeholfenheit der Artillerie die schnelle Vorwärtsbeweauni einer Armee im Gebirge zu einem Ding der Unmöglichkeit und noch unter dem ersten Napoleon bedürfte es Verladen der Geschütze. eines ganzen Bataillons Infanterie, Ä ST I l C UM nur ein einziges i2ei,cnuR in oen Schweizer Alpen vorwärts zu bringen. heute dagegen braucht ein Heerführer mit derartigen Schwierigkeiten nicht mehr zu rechnen. Die Gebirgsbatterieen sind nicht blos überaus beweglich, sondern sie können sogar schneller m Äction treten, als die gewöhnli hen Feldbatterieen. Dabei sind ihre Geschütze höchst respectable Waffen, denn sie feuern Geschosse von 9 Pfund Gewicht, so daß ihre Wirksamkeit den Zwolfpfundern der gewöhnlichen Feld artillene nur wenig nachsteht. . Ihre moralische Effectlvitat ist womöglich noch größer, da sie dem Feinde ihre stählernen Grüße senden können, ehe em bespanntes Geschütz abzuprotzen Vermag. Onkel Sam s boys in blue machten von traavaren Kanonen zum ersten Male im merikanischen Kriege (1845 48) Gebrauch und zwar stets Auf dem Marsch. mit dem besten Erfolge. Als die Bun destruppen unter General Scott die Hauptstadt Mexiko besetzt hatten, vergma kein Tag ohne Angriffe seitens der Mexikaner und in den blutigen Straßenkämpfen wurden die tragbaren Geschütze auf die flachen Hausdächer gebracht, von denen aus dann ein vermchtendes Feuer auf den Feind abgegeben wurde. In ihren nie endenden Kämpfen mit den wilden Gebirgsvölkern Asiens haben die Engländer die Wirksamkeit der Gebirgsbatterieen schätzen gelernt und auf die Vervollkommnung dieser Wasfe denn auch die größte Sorgfalt verwendet. Nach eng lichem Vorbilde ist die Batterie ausgerüstet, welche der New Yorker Multü Millionär I. I. Astor der Bundes-Re: yierung zum Geschenk gemacht hat. Die Batterie ist mit Hotchkiß-Kanonen neuester Eonstruction sowie rapider Feuerges-hwindigkelt ausgerüstet, und es steht zu erwarten, daß sie in dem gegenwärtigen Kriege höchst wirksame rr. n i. 1 Glenne leinen wlro. HöchsteZerstreutheit. Professor (nachdem er in's Bad ae stiegen): Hm. hm! Was habe ich denn nur da eigentlich gewollt?!" Manche Frau verräth ein Geheimniß. nur um zu zeigen, daß man es ihr anvertraut hat. Dumme Frage. Wohin gehst Du m dieser Hitze mit dent Ueberzieher?" Frag' nicht so dumm:
66 . In der modernen Kriegführung ist das Dynamit kein unbekanntes Mittel, allein die Gefährlichkeit seiner Handhabung ist seiner Verwendung zum Laden von Wurfgeschossen lange hindernd entgegen getreten, bis der amerikanische Marine-Officier Zalinski dem Gedanken, mittels Luftdruck Dynamit auf größere Entfernungen zu werfen, durch die Eonstruction geeigneter Wurfapparate Gestalt gab. Nach langem Zögern verstand sich die BundesRegierung dazu, nach den Plänen Zalinski's ein Schiff zu bauen, das diesem Zweck allein dienen sollte, und so entstand endlich der sehr treffend Vesuvius" getaufte Kreuzer. Es ist ein ganz eigenthümliches Schiff, mit sehr geringer Bordhöhe und Deckobersläche, um möglichst wenig Zielfläche zu bie.ten; es ist schnell, aber von geringem Kreuzer VesuviuZ". Tonnengehalt und daher auch nur einen geringen Kohlenvorrath zu fassen im Stande. Das Interessante sind die drei nebeneinander m das Deck emgebauten, in einem Winkel von 18 Grad sich über dasselbe erhebenden pneumatischen Röhren, die Geschützröhren gar nicht unähnlich sind. Die mit 500 Pfund Dynamit geladenen Geschosse werden unter Deck in die Rohre erngeführt und mittels Luftdruck fortgeschleudert. Die Anfangsgeschwindigkeit muß eine sehr geringe sein, weil durch jede plötzliche stoßartlge Bewegung, wie z. B. bei Entzündung einer Pulverladung. dasDynamu ezplodiren und das Schiff in Stucke reißen w!;rde. Auch die weitere Geschwindigkeit kann keine große sein, aus demselben Grunde. und sie übersteigt daher 100 Jards per Secunde nur wenig. Dadurch sowie durch den Umstand, daß die Schleuderröhre mit dem Schiffsdeck fest verbunden und somit unbeweglich sind, also kein Zielen im eigentlichen Sinne des Wortes gestatten, wird natürlich die Tresssicherheit wesentlich vermindert, Eom. Pillsbury. denn das Zielen muß durch die Richiung des Schiffes ersetzt werden, wäh . t ir i r . reno je nacy oer nuernung oes Jicles der Luftdruck erhöht oder vermindert wird. Aber die Dynamitbomb: braucht auch nicht mit der Sicherheit eines Geschosses aus einem Geschütz zu treffen, denn ihr Wirkungsradius ist ungleich größer. Wie verheerend sie wirken kann, ist bei dem neulichen Versuch zur Genüge gezeigt worden. Die Hauptnachtheile sind zweierler.Erstens ist die Tragweite keine sehr große, der Kreuzer kann also nur in gewissen Fällen in Action treten, dann allerdinas Mit um so größerem Erfolg. Und zweitens ist die Gefahr, daß das Schiff durch eme Explosion des Dynamits an Bord infolge eines feindlichen Treffers m die Luft gesprengt wird, eine sehr große. Im Uebrigen wurde noch zu Beginn des gegenwartigen Krieges der Dynamitkreuzer Vesuvius" als ein werthloses Fahrzeug mit Achselzucken betrachtet, bis seine erfolgreiche Verwendung unter Eom. Pillsbury bei der Beschießung der Hafenbefestigungen von Santiago die Welt eines Andern belehrte. Unverbesserlich. Vor der Auslaae eines Tabak- und Lotto - Geschäftes steht ein Weib und mustert die dort ausgehängten Tafeln Mit Nummern zum Setzen in die loge nannte kleine Lotterie. .Aber, ftniu.' bemerkt eine Dame, die vorübergeht. Sie könnten 3br Geld schon besser verwenden!" Aha," sagt das Weib. .unberufener Ratbschlaa das ist 34!" reibt diele Nummer ab und beaibt sich mit den Worten: Die muß ich gleich setzen!" m das Bureau. Von der Schmiere. Schauspieler: Herr Director. ich ersuche um zwölf Pfennige Vorschuß, ich will mir einen geräucherten Hering kaufen!" Dir:ctor: Das gibt's nicht. meinTheater ist keine Pflegestätte kür Gourmands!-
per Kreuzer Vesuvim
J-fte, J tST' 3r y h '
i'
Nach Spanien. Nwt soll Spanien auch im eigenen Lande die Schrecken des Krieges 'zu kosten bekommen, denn die Entsendung eines spanischen Geschwaders unter Admiral Eamara nach den Philipp!ren ist vcn Washington m'.t dem Befehl an Eommodore Watson, mit einem besonders starken Geschwader den Krieg nach Spaniens Küste zu tragen, beantwortet werden. Eommodore John Erittenden Watson ist ein erprobter Qfficier, und hat an Schlachten von New Orleans. Mobile Bay. Vicksburg und Port Huron ruhmreichen Antheil genommen, namentlich hat er sich unter dem Admiral Farragut rühmlichst hervorgethan, als dessen Flaggschiff in der Bai von Mobile von dem conföderirten Panzerschiff Tennessee" angegriffen wurde. Von den für Eommodore Watson's bestimmten Schiffen ist das beste die Jowa". welche bekanntlich Fighting Bob" Evans befehligt. Sie hat 11.296 Tons Deplacement. 16; Knoten Geschwindigkeit und ist mit ihren 46 Geschützen, darunter vier in Thürmen montirte Zwölfzöller, eine schwimmende Festung. Die Oregon", das Schwesterschisf der Jndiana". ist ebenfalls eines der besten Schiffe der Marine, steht hinter der Iowa"' nur, was die Vertheilung der Panzerplatten betrifft, zurück. Ist aber mit vier Dreizehnzöllern in den Thurmbatterien noch besser armirt. Das Flaggenschiff
s ,fL"x r rn '
Eommodore Watson. Ncwark" ist ein sogenannter gedeckter Kreuzer, der durch Reparaturen in wunderbare Form" gebracht ist. Die Newark" hat eine Geschwindigkeit von 19l Knoten. Die Kreuzer Nosemite", Aankee und Dinr sind drei ehe malige New Jorker Morgan Liner", neue, schnelle, starke Stahlschiffe von 7500 Tons Watterverdranguna, welche durch Armlrung mit ie 10 funfzolllgen Schnellseuergeschutzen und Panzergurtel um ihre empfindlichsten Stellen in ausgezeichnete Hülfskreuzer umgewandelt worden sind. Die Kohlenschlffe - Scandia" 5294 Tons Deplacement, Abarenda" 6700 Tons, Alexander' 7400 Tons sind mit je 2 Kanonen ausgerüstete frühere Kaufsahrteldam pfer. v Tic wildm Ncitcr. Mit Lützow's wilder, verwegenen Jagd" vergleichbar sind die Reiterschaaren des Eolonel Leonard Wood, die in dem ersten größeren Landgefechte, bei La Quasina. die Feuertaufe erhalten haben. Einem vielfach überleEol. Wood. genen Feinde gegenüber hielten sie Nicht blos Stand, sondern ste ttieoen denselben sogar m die Flucht, denn von den 1200 Mann des Reaiments bedeckten ca. 60 Mann an Todten und Verwundeten die Mahlstatt. Das traute Heim. Hrr Schwager! (der sich heute in der Stammkneipe ungewöhnlich verspätet hat und nun beim Gedanken an die sicher zu erwartende Gardinenpredigt unschlüssig am Hausthore stehen bleibt): So geht es! Erst müht und plagt man sich, um sich em traules Heim zu gründen, und wenn man's hat, traut man sich nicht heim! D i e Sparbüchseber Erinnerunaen füllt uns das Leben schneller als wir wollen. Eine Vielgeliebte. Herr (zu dem neuen Dienstmädchen): Aber Anna, vier Briefe Sie haben ja eine größere Eorrespondenz wie ich!". Dienstmädchen: Ach, das ist noch gar nichts; wie früher hier die Garnison noch lag. da hatte ich sogar em Briefsach auf der Post!"
llllifcv
Instinkt oder Ueberlegun g.
Ein scklaues Tbier." eri'äblt der Menageriebesitzer Wolf an der Stammtafel. ist der Eisbär, meine Herren! Vergaß ich da neulich die Ziaslglyur zuzumachen und geh' aus trn : . r -i cm:. . dci jjiciiugciic ori. ujüiz iuj ruicocikomm' ist der Eisbär auf und davon! Ich ihm nach! Da eilt ganz athemlos ein Mann auf mich" zu. Kommen Sie schnell." sagt er. Ihr Eisbär ist drüben in der Eonditorei!" Ich also im Galopp hin! Rich tig! da sttzt mein Bar und jchleat und schleckt! Und was meinen Sie, was er schleckt?! Gefrorenes! Das bat er drautzen aus dem Schild gelesen!" Schicksalstücke. j .Es ist entsettich. Serr Doctor. icb darf beginnen, was ich will und noch so wenig genießen ich nehme doch immer zu! Schicksalsdicke, gnädige Frau!' ModerneGutherzigkeit. . 33 . . . Mein Mann hat schrecklich viel' Schulden!, Damit er sich aber vor mii nicht gar so sehr zu geniren braucht mach' ich zet auch Schulden! Verliebt. illi:xr Aufseher (zu einer Dame, die sich einer Uebertretung schuldig gemacht): .Wie ist Ihre Adresse?" Fräulein (verschämt): VulchHi' postlagernd!" Eurova. Asien. Afrika und Australien' kenne ich!" Nun und Ww I ' Amerika?" Da fabr' ick Nicht hmüber da wohnt em Bekannter von S.m ii& vitf&l rnftA Ulll, UCH. 11 lliui Jiiuy. Von: Kasernenhof. Unterofficier: Müller. Mensch, wenn Sie bei den alten Centauren jedient hätten, wo die Mannschaften und die könialicken Dienstvferde noch aus eenen Stück bestanden, ick jloobe, da war'n Se ooch noch 'runteriesallen! Socialer Maßstab. Pfr tient: Nun, Herr Doctor, habe ich die Kickt?" Arzt: .Hm. wie ist denn Ihr Einkommen?" Patient: Dreitausend Mark jährlich!" Arzt: Nein, da haben Sie geschwollene Füße." ...
" 'p, Jmi i i w(A ) BMmmi 1 mmim r
ii w ii r. Fra w . ir-i
lll Ii
ji 1 . H Äiffl I VMMßUM ifHi
Zuvorslchtig.
j
Kindliche Reflection.
Vm' I M JtV r V." , ri I xisS) , , AM
a o Peterl (zu seinem Vater, der beim Waschen den Krug vom Waschtisch heruntergeworfen): Du hast's gut, Papa, daß Du kein Kind bist!" Arg verliebt. Herr (dem von der dritten Etage, in welcher seine Angebetete wohnt, ein Blumentopf auf den Kopf fällt): Reseda . . . halt, was bedeutet das in der Blumensprache?" Aus der Jnstructionsstunde. jjy Kerl, an Dir hat mir das deutsche Reich wieder 'mal 'ne Nuß zum Knacken gegeben!" VomExercierplatz. HE Unteroffizier (zu einem kleinen Rekruten. der sich bei Antreten" an den rechten Flügel gestellt hat): Aber. Hartbauer. Kameel! Ich hab' doch befohlen, nach der Große antreten und nicht nach der Dummheit!" SchlechteBehandlunz. So? einmal. Marie, das ist sehr wenia Wurst für einen Dragoner! n TVit Vrt2 n'Ar&ft VTOrrl trtsf mthv I HÄktltl VU9 VUt 41IU) t, a.:.n. an weaen Ssl- ' -v - datenscbinderei!" Allmälige Vorstellung. I A. (in Gesellschaft leise zu seinem Nachbar): Wer ist denn die Dame dort, die fortwährend so schrill spricht und lacht?" B. : Ihnen gefällt se also ooch nich? L'is nämlich meine Alte!" Weit entfernt. Alte Jung, fer (singt aus Der Tiroler und sein Kind"): Und ruft die Zugendzeit zurück." A. schwerhörig): Was singt 'sie da?" B.: Sie ruft ihre Jugendzeit zurück." A.: Darum schr! sie auch so!-
r
d
4Nppv S-
UW V MI k
S!
tAj'ry p I' . ' j ' hSy D MMö' rZMw,.
i
