Indiana Tribüne, Volume 21, Number 298, Indianapolis, Marion County, 17 July 1898 — Page 1
4 I w 0 O rsV rfC KP st K fvO r$ 11V W v k O W V k o o w v Office : No. IS Süd Alabama Strafze. Telephon 1171. Indianapolis, Indiana, Sonntag, den 7. Juli 1898 Jahrgang 31 No!398
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The IncLiana Trust Company Kapital $1,000,000 Ueberschuß $35,000 Offices : Truft Gebäude. Ein VertrauenSamt in irgend einer Form sei eS eine Kapitalanlage oder die Führung eine Vermögens, Verkauf von Grundeigenthum und Neuanlage deö Kapitals, um eS mehr nutzbringend zu machen, erfordert Geduld und besondere Aufmerksamkeit, Kenntnisse und die Widmung der vollen Zeit. Die Jndiana Truft Company besorgt diese Arbeit. Mit einem Kapital von 51.000.000, der Verantwortlichkeit der Aktionäre für 51.000.000 mehr, spricht die finanzielle Berantwortlichkeit für sich selb. Ihre Organisation, die gesetzlichen Vorfichtömaß. regeln, mit denen sie umgeben ist, die Qualität der Beamten und Direktoren find Dinge, welche zu untersuchen wir Sie einladen.
ir 3 Todes Anzeige. Fieunden und Vkkannt: die bctrübcnd Nachricht, feafe mein geliebte Tochter, Mathilda Si boldt, Emsta, Abend. 6. Uhr, nach kurzem rankenlagn im Alter vo 18 Jahre, 8 Monate und 2 Zagt, in ihr Wohnung. 314 Nord Roblt Straß,, saust entschlafe ist. Ti Zeit der Beerdigung mird später bekannt gemacht. Ti trauernde Mutter, Anna Lieioldt. Wittive von Herman Sieboldt. ' ' ' Frauenverein dcrJionskirche Tea Mitgliedern deck Frauenverein der Zinkirch zur Anzeige, dab Echmesier TÜtlhelmtne Jette, 8 ftorbea ist. und Montag Nachmittag 2 Uhr, ,m Trauer haus, 9?o. 423 Süd Alabama Straße, au, beerdigt ird. All Mitglieder sind gebeten sich zu betheilige. vov'se Raschbacher. Pr2sid,nti. Vt..PetirS.eekr.täri. George MrrmQQv W' ir: SeichenbepMev, Osftee: 56 Süd Delawareftr. kttalle : 120. 122, 124, 123. 128 Oft Pknlftr ,evb Q1 1. Offen Taa und Nackt. KISSEL'S. 13. Saison und immer noch im Gang. Dies, Woche, bei Regen oder schönem Vetter, seden?bknd Tie beliebte Sängerin Conttanee Wlndom. in populären Celektisne. Ray Bernon, in den neuesten Liedern. Ander Attraktionen und unser beliebte Orchester unter Leitung von Pros, tircutf und Management v5 3.itriB. Keine Umzäunung, keine trimmten Sitze. Eintritt frei. MMchlWn. Spezialdepesche der Jndina Tribüne." Nach Spanien. Washington, 16. Juli. Nun, da die amerikanische Flotte vor Santiago nicht mehr benöthigt ist und sür die Eipedition nach Portorico ein Theil derselben ausreicht, steht der Ab fahrt einer Flotte unter Watfon nach Spanien nichts mehr im Wege. Wenn dies Ihre Leser erreicht, ist Watson vielleicht schon unterwegs. Wiege plant, wird Watson zunächst nach den kanarischen Inseln fahren' und dort Anfangs August ankommen. Er wird dort. Kohlen fassen und dann nach Spanien fahren. Von den kanarischen Inseln nach Spanien kann er die Fahrt in zwei Tagen machen. Seine Flotte wird auS den Schlachtschiffen Oregon und Massachusetts, dem Panzerkreuzer Newark, den Hilfskreuzern Jankee, Diz-ie und Josemite, sechs Kohlenschis, sen und einem Vorrathsschisse bestehen Der erste spanische Hasen, der be schössen wird, wird Cadix sein und sollte CamaraS Flotte nicht zum Schutze von Cadix herbeikommen, dann wird die Fahrt durch die Meerenge von Gi braltar ins mittelländische Meer fort gesetzt, woselbst die balkarischen In seln, Barcelona, Eartagena und andere Häfen den Angriffen der amerikanischen Flotte ausgesetzt find. Indeß ist kaum Wahrscheinlichkeit
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vorhanden, daß Spanien ti, ohne Frie
den zu schließen, so weit kommen läßt. Daö Schlimmste des Kriege? ist vorüber. Von den furchtbaren Schwierigkeiten, welche bei Santiago in Folge der Hitze, der taglichen Regengösse, der schlechten Wege und det bergigen TerrainS zu überwinden waren, macht sich Niemand einen Begriff, der nicht dabei war. Sine Aktion gegen Portorico wird diel leichter sein und ein Angriff aus Havana wird, wenn er überhaupt je nothwendig wird, vor Eintritt kühleren' WetterS nicht stattfinden. Einige Regimenter amerikanischer Soldaten, welche aus den Hügeln in der Nähe der Stadt untergebracht werden können, werden neben den Cubanern unter Garcia als Besatzung genügen. Aus den Hügeln find sie nicht dem Fieber ausgesetzt. Die übrigen Truvpen wird man so schnell, wie möglich von Santiago fortschaffen. Durch die Einnahme von Santiago ist Blaneo von allem telegraphischen Verkehr mit Madrid abgeschlossen, d. h. wenn ihm dieser Verkehr über Santiago nicht gestattet wird. Jedenfalls werden seine Depeschen eine? Censur unterworfen. Nach Porto Rico. Sptzialdepesche der Jndiana Tribüne." Washington,I6.3uli. Wenn nicht vorher FriedenSofferten gemacht werden, dann ist eS sicher, daß in kurzer Zeit die (Expedition nach Porto Rico vor sich geht. 26,000 Mann dürsten dazu vollständig genügen. Die Eipedition wird unter den Befehl deS Gen. Brooke gestellt. Sie wird lange nicht die Schwierigkeiten verursachen, welche die Expedition nach Santiago bereitet hat, zumal daS Klima von Portorico viel besser ist und man tat gelbe gieber weit weniger zu befürchten hat. Dank für Shafter.Washington, 16. Juli, golgende Depeschen gingen an Gen. Shaser ab : An Gen. Shafter ! Der Präsident der Ber. Staaten chickt Ihnen und Ihrer tapferen Armee den tiefsten Dank deS amerikanischen Volkei für die glänzende Waffenhat bei Santiago, deren Folge die Übergabe der Stadt und aller spanichen Truppen und deS Gebietes uner General Toral war. Sie haben die Campagne unter Schwierigkeiten und Hindernissen, welche weniger apsere und entschlossene Manner nicht besiegt hätten, durchgeführt. Jeder von Ihnen verdient den Dank der Nation. DaS amerikanische Volk denkt der Kranken und Verwundeten. Möge der Gott der Gnade sie trösten. William MeKinly. An Gen. Shafter ! Ich kann meine'Daakbarkeit sür Sie und Ihre tapferen Leute nicht in Worte kleiden. Sie haben Ihre Sache gut gemacht. Gott segne Sie alle. R. A. Alg er. Kriegssekretär. - Die Unterhandlungen we gen der Uebergabe. Gen. WheelerS Hauptquartier vor Santiago de Cuba, 15. Juli, über Kingston, Jamaika, 16. Juli. Die Unterhandlungen wegen der Uebergabe Santiagos zogen sich mehr in die Länge als erwartet worden dar. Sie fanden unter einem großem Baume statt, und eS war Mitternacht, als sie unter zeichnet wurden. Als die Commissäre am Nachmittag zusammenkamen, ent stand gleich eine Verzögerung, indem die Spanier darauf bestanden, erst die Einwilligung der Regierung von Ma drid einzuholen. Nach der Verfichtrung ToralS, daß dieselbe sicherlich er folgen werde, wurde diek bewilligt, man ging aber mit den Unterhandlangen voran. Zum großen Theile drehte sich die selben darum, die a wenigsten demü thigenden Worte zu finden. Co be standen die Spanier darauf, daß daS Wort Kapitulation und nicht daS Wort Uebergabe gebraucht werden solle, ferner darauf, daß die Ossiziere mit ihren Degen und.die Mannschaften
mit ihren Seitengewehren abmarschi
ren können. Gen. Toral appellirte immer wieder an die Großmuth deö Siegers und bat, seine tapferen Solbaten zu ehren, die nur der Uebermacht weichen mußten. So zogen sich die Unterhandlungen hin, daß eS Mitternacht wurde, ehe eS zur Unterzeichnung kam. 6 0.0 00 Mann. Washington, 16. Juli. Aus den zweiten Ausruf deS Präsidenten hin, in welchem 75.000 Freiwillige einberufen wurden, haben sich bis jetzt etwa 60,000 Rekruten gemeldet, von denen die meisten eingemustert worden find. AuS Manila. Washington, 16. Juli. DaS Staatsdepartement publizirt durch Anschlag eine Depesche deS Admirals Dewey, worin er den Chinesen an Bord der amerikanischen Schiffe wegen ihreö Verhaltens in der Schlacht vor Manilla große Anerkennung zollt, und empfiehlt, ihnen in Anerkennung ihrer Verdienste daö amerikanische Bürgerrecht zu ertheilen. Die vierte Expedition. S a n F r a n c i S c o, 16. Juli. Die vierte Expedition mit der City of Puebla" als Flaggschiff ist nach Manila abgegangen. Dreihundert Fieberkranke. S i b o n e y. 16. Juli. Dr. GuiteraS hat sich überarbeitet und wird zurückkehren. An seine Stelle tritt Dr. W. F. Parker von New Orleans. Es liegen diele Soldaten an Malaria darnieder und drei hundert am gelben Fieber. An letzterer Krankheit starben einige. Alles Mögliche geschieht um die Fieberkranken zu isoliren. Nun da die Truppen bald Santiago verlassen können, braucht man nichts Schlimmes mehr zu befürchten. DaS Quarantaine - Lager liegt auf einen Hügel in gesunder Umgebung und die Kranken haben ärztliche und andere Pflege. Die Flüchtlinge von Santiago müss?n in die Stadt zurück und dann ist auch weitere Ausdehnung nicht zu befürchten. Beklemmungen in Porto R ic o. St. Thomas, 16. Juli. AuS San Juan de Porto Rico wird gemeldet, daß die dortige Bevölkerung äußerst beunruhigt ist. Sie erwartet einen Angriff der Amerikaner, und wer kann, flüchtet ins Innere, so daß die Stadt und die Vorstädte schon beinahe verödet sind. Ein Weltumsegler. London, 16. Juli. Wie auS Wien gemeldet wird, ist auf der Straße in Vratz ein gewisser Harry Dantmont, angeblich der Sohn eines reichen ChicagoerS, der sich .anläßlich einer Wette auf einer Reise um die Welt befinden soll, bewußtlos ausgehoben und in ein HoSpital befördert worden. Wie eS scheint, hat Dantmont aus einem Marsch von Wien nach Trieft die Kraft verlassen. Clara Ward todt. P a r i S, 16. Juli. Der Correspondent der Libre Parole in Buda Pest meldet den Tod von Clara L. Ward, der geschiedenen Gattin deS Fürsten Joseph von Chimay und Caraman. Die Todesursache war Milchsieber. Der Papft wohlauf. Rom, 16. Zuli. 3n Anbetracht der hartnäckigen Gerüchte, daß der Papst einen Schlaganfall erlitten habe, ver sichert der Leibarzt bei heiligen VaterS, daß die Nachricht unbegründet ist, und daß der Papst sich deS besten WohlbefindenS erfreut. Die dritte Expedition nach Manila. Honolulu, 8. Juli. Gestern liefe hier der TranSpartdampfer Va leneia und die Newport ein. Letztere hatte eine kleinere Reparatur an der Maschine vorzunehmen, die einige Stunden in Anspruch nahm.
Heute Morgen gingen die Jndiana,
Ohio und Morgan City nach Manila ab und ihnen folgten später die City of Paris, Valencia und Newport, welch' letztere General Merritt urd Stab an Bord hat. Die Jndiana und die übrigen Schisse mit Ausnahme der Newport kehrten -t gegen Abend aber nochmals zurück, wegen eines LeckS in den Bunkern der Jndiana, welcher 12 Stunden zur Reparatur in Anspruch nahm. Die Flotte geht morgen früh wieder in See. Jack. Von Armand Svlvester. Cs war an einem schönen Aprilmor gen, als Herr Anton Minaret, Bureau chcf eines größeren Handlungshuuses zeitlicher, als eS sonst seine Gewöhn heit war, sein behagliches Heim verließ. Herr Anton Minaret hatte seine guten Gründe für diesen srühen Spaziergang, er wollte doch seiner jungen Frau einen Papagei kaufen einen Papagei, gescheidt und beredsam, wle em berühmter Abgeordneter. In einer seiner endlosen vormittägigen Bureaustunden war ihm nämlich plöklich einmal eingefallen. wie lang so ein Vormittag eigentlich erst für eine junge, hübsche, lebenslustige Frau sem müsse, für eine Frau, die noch dazu weder Lust an Lektüre, noch an der Einsamkelt hatte. Und daß gerade seine ihm angetraute Gattin solch eine Frau war, machte seine Gedanken nicht rosiger; denn lange, einsame Stunden können Frauen gar oft gefährlich werden, zumal in unserer gottlosen verderbten Welt, wo Verführ rung und Unmoral an allen liefen und Enden lauern. Und was konnte es wohl Besseres geben, als Beschäftigung Beschäftigung in Gestalt einer Harmlosen Zerstreuung,, emer unschuldigen Zuneigung zu einem Thier. So war Herrn Minaret der geniale Einfall gekommen, einen Papagei anzuschaffen. Seine Wahl fiel auf einen prächtigen Joko, einen Vertreter. -jener Graupapageien, welche an Klugheit, Intelligenz und Lernfähigkeit den Menschen gleichkommen sollen, wie die Bogelsreunde zuweilen behaupten. Was spricht der Papagei?" erkun. digte sich Herr Minaret vorsorglich bei dem Händler. Alles," antwortete dieser, Alles, was er hört!" Nun, hoffentlich ist er auch wohlerzogen?" Gewiß, mein Herr, nicht minder als Sie es kommt einzig und allein auf die Umgebung an." Der Handel wurde abgeschlossen und Herr Minaret trug glückstrahlend seinen gelehrten Papagei nach Hause. Die junge Frau war geradezu gerührt über diese zarte Aufmerksamkeit; und selbst wenn sie böse Absichten gehabt hätte, angesichts des reizenden Spiel zeuges würde sie selbe zum Mindesten verschoben haben. Und der Händler hatte nicht gelogen. Jack", wie der Papagei benannt wurde, machte seinem Renommee alle Chre er sprach deutlich und klug wie ein Mensch. Seine Besitzer waren denn auch entzückt und verhätschelten das gelehrige Thier. Da, eines Tages, neigte Jack sein Köpfchen kokett zur Seite, indem er mit einer Stimme, die frappant an die von Madame Minaret erinnerte, zärtlich flötete: Guten Morgen, mein angebeteter Felix!Nein das ist zu stark!" meinte Herr Minaret etwas aufgebracht, ich heiße doch Anton und nicht Felix. Das mußt Du ihm doch beibringen, Felicie!" Aber wenn Papageien einmal eigensinnig sind, helfen weder Worte noch Vorstellungen. Sei es. daß Jack diesen Namen oft gehört, sei es, daß ihm der. selbe so ausnehmend gefiel, kurz, Jack blieb konsequent bei seinem angebctetcn Felix", bis Herr Minaret in gelinden Zorn gerieth. Sag', Männchen, was liegt Dir denn eigentlich daran?" fragte Frau Minaret lachend ihren Gatten. Was mir daran liegt?? Du bist köstlich! Sehr viel! Ich will nicht, daß man glaubt. Du empfängst vielleicht während meiner Abw.'fenycit Jemand, der Felix heißt !" Herr Minaret!" . Schon gut. meine Liebe, Du brauchst nicht gleich beleidigt zu fein aber die Welt ist gar schlecht, wenn es sich um eine hübsche Frau bandelt," Ja, Männchen, was ist aber dagegen zu machen: denn, ich erkläre Dir feierlich, daß ich mich von diesem süßen Thier, das mir um so theurer ist. als es von Dir kommt, -nie und nimmer trennen werde!" Brauchst Tu auch nicht! Die Sache ist sehr einfach, da der Papagei nicht nachgeben will, so werde ich der Klügere sein und mich einfach umtaufen. "Und da ihn seine Frau erstaunt betrachtete, fuhr er fort: Gewiß, mein' Schatz, umtaufen! Nichts ist leichter, als das! Kein Mensch, außer Dir und meinen engeren Bureaukollegen, kennt meinen eigentli eben Namen. .Du bist ins Vertrauen
gezogen und wirst reinen Mund halten, und für die Anderen werde ich eine kleine Geschichte erfinden. Uebrigens ist Felix ohnedies weit hübscher und wohlklingender als Anton, ein Name, der mir so wie so nie recht gefallen hat. Und damit abgemacht: ich heiße von heute an Felix und werde mir dementsprechend auch sofort neue Visitkarten bestellen. So, mein eigensinniger Freund Jack, nun kannst Du getrost Deinen angebeteten Felix" in allen Tonarten anrufen denn Felix" bin ich!" Gesagt, gethan! Natürlich wurde der Gatte nun auch sofort von seinen Kollegen ins Verhör genommen, wa3 diese Namensveränderung zu deuten habe. ??amensänderung? Ach, es '.st ja gar keine," antwortete Herr Minaret gelassen: denn ich heiße ebenso Felix als Anton, wie Euch mein Taufschein beweisen könnte. Nur habe ich so viele Namensvettern, daß mir eine Namensänderung wünschcnswerth erschien. Meine Frau hat mich übrigens nie anders als Felix gerufen, der beste Beweis dafür, daß mich unser alter Papagei unter keinem anderen Namezi kennt. Uebrigens soll diese kleine Affaire durchaus nichts an unseren Gewohnheiten ändern, meine Freunde. Wie alljährlich, werden wir auch Heuer meinen Namenstag mit einem guten Tropfen feiern. Nur daß Ihr, statt am Sankt Antons- am Felixtage bei mir sein werdet, der hoffentlich ebenso heiter und vergnügt, als seine Vorgänger verlausen wird. Und da werdet Ihr Euch auch überzeugen, daß ich zu Hause immer nur Felix genannt werde. Mein kluger Papagei wird es Euch sagen, wer der Herr im Hause ist!" ' Drei Monate später war der Tisch bei Herr Minerat festlich gedeckt und der Ehampagncr in Eis gekühlt. Frau Minaret strahlte in einer neuen Toilette, die ihre Schönbeit vortheilhaft hervorhob. Ueberhaut war mit der jungen Frau eine höchst ortheilhafte Veränderung vorgegangen. Ihr nervöses, aufgeregtes, unruhiges Wesen hatte einer stillen Zufriedenheit Platz gemacht. Man sah ihr's ordentlich an, sie war glücklich und Herr Minaret hatte allen Grund, seinem klu gen Jack dankbar zu sein. Sein Einzug hatte ja Frau Minaret in die fügsame, nachgiebige, zärtliche Gattin verwandelt. Herr Minaret war denn auch überselig und konnte sein stilles, häusliches Glück nicht genug vor seinen Freunden rühmen. Das Diner verlief glänzend und zum Dessert wurde Jack, der Begründer all dieses Glückes hereingebracht. Natürlich wurde er liebevoll von allen Seiten betrachtet, gebührend bewundert, und nun harrte Alles schweigend des großen Momente, wo Jack zu sprechen beginnen würde. Freund Jack lüftete sein graues Gefieder, sah sich mit seinen runden glänzenden Augen um, fast o. als ob er Jemanden suchen möchte und plötzlich ertönte es im zärtlichsten Tone: Adieu, mein süßer Paul!" Wie von einer Tarantel gestochen, fuhr Herr Minaret in die Höhe, wäh rend die junge Frau erröthete, und die übrigen Tischgenossen konnten nur mit Mühe das Lachen verbergen. Unglücklicherweise hatte der lange Guingaret den genialen Einfall, die Situation mit einem Witze retten zu wollen, indem er scherzte: Nein, wie gescheidt diese Thiere sind! Hat der Papagei da errathen daß ich Paul heißet Klatsch hatte er die Ohrfeige, die Herrn Mincrat für den ominösen Paul in der Hand brannte. Und so kam's, daß der Felirtag lange nicht so heiter und vergnügt endete wie sein Vorgänger, der Tag des heiligen Anton.
Seyrverzagt. Dem Zaren Paul !. von Rußland mußte über alle in Nußland ankommenden Ausländer Bericht erstattet werden, weil er dak Einsch'.eichen von Jakobinern befürchtete. Einst sah er in der Liste- der in Riga angekommenen Fremden den Namen Unverzagt". Ein solcher Name erschien ihm so auffälliq und verdächtig. daß er den harmlosen Kaufmann Unverzagt schleunigst über die Gre.ize schaffen liek. tn arttgerttnave. mmun, Hanschen, bist Du auch immer recht yrtig?". O gewiß! Alles, worüber sich Papa oder Mama ärgern könnten, thue ich heimlich!" Flammen und Asche. Sieh nur, wie Commercienraths Frida in der Nähe des Lieutenants in Flammen aufgeht." Das wird Jenem äußerst angenehm sein, denn er kann Asche brauchen!" Wenn ihr ein gutes Mittel haben wollt Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Confiitution zu kräftigen, gebraucht Hood'S Sarsaparilla. Gebraucht nun Hood'S. Hood'S Pillen heilen Brechreiz, Kopsschmerzen auS dem Mageu ud unveroaullchkett.
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