Indiana Tribüne, Volume 21, Number 292, Indianapolis, Marion County, 11 July 1898 — Page 1
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r AO rlC ( oo SY kS AS 6 W v o W V w V y Office : No. I Sud 5Uadaä Strafte. Telephon II 71. Indianapolis. Zndiano, Montag, den U- Juli 1898 Jahrgang 21
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Editorielles.
Der amerikanische Botschafter Andrew White hielt gelegentlich der Frier deS vierten 3uli in Leipzig eine Rede, welche in der Presse dielfach besprechen wird. Er sagte, dah man in Amerika mit Bedauern bemerke, daß in Deutschland eine unfreundliche Stimmung gegen Amerika herrsche und daß man die falsche Anficht derbreite, als ob in Amerika eine allgemeine Deutschenhehe bestehe. Seit über vierzig Jahren, sagte er, habe ich in amtlichen und in Handelsbeziehungen mit dem deutschen Reiche zu thun gehabt und in dieser langen Zeitfrift bin ich zu bt: Überzeugung gelangt, daß daS deutsäe Nolk dem amerikanischen skkundlich gesinnt ist, und daß die Un gerechtigkeit, die unS gegenüber von gewissen Einzelpersonen zu Tage ge legt wird, beim Volke im Großen und Ganzen Bedauern erregt. Er erwähnte dann die Freundschaft welche Deutschland während deS Bür gerkriegeS für Amerika kund gab. hob die strikte Neutralität hervor, welche die deutsche Regierung in diesem Kriege gezeigt habe, und erwähnte, daß seit mehr alS einem Jahrhundert zwischen beiden Nationen eine herzliche Freund schast bestand. Dann fügte er hinzu : Sie (die deutsche Regierung) ist der Anhänglichkeit eingedenk, die Mil lionen amerikanischer Bürger an daS Land ihrer Väter und an ihre dort zurückgebliebenen Verwandten fesselt, und hier in dieser alten Universitätstadt mag ich aus einen anderen Grund hinweisen, weswegen Amerika und Deutschland aus dem Fuße enger Freundschaft stehen sollten. Während wir Großbritannien alS daS Land anerkennen, auS dem die Mehrzahl unserer Bürger herftammt, und während seit dem AuSbruche deS gegenwärtigen Krieges die beiden Länder sich näher zusammengezogen fühlen, alS je zuvor, sollten wir doch auch in Deutschland ein anderes Stammland erkennen, mit dem wir ein ähnliches Bündniß aufrecht erhalten sollen. Denn auS den Unlversttaten und anderen Lehrftätten Deutschlands rühren doch hauptsächlich die Einflüsse her, die daS Lehrwesen in den Vereinigten Staaten gestaltet haben. Ich glaube nicht, daß all diese Gründe, derentwegen Deutschavd und die Vereinigten Staaten Bruderliebe bewahren sollen, leicht zu übersehen find. Die Versicherungen, die unS die deutsche Regierung gegeben, verbieten unS, auch nur einen Augenblick zu glauben, daß Deutschland in seinem Verhalten unS gegenüber Anderes als Gerechtigkeit walten lassen wird. Ich erkenne die gerechte, zulässige Ausdehnung seines eigenen Eoonial- und HandelSgebieteS, die von Deutschland so sehr gewünscht wird, alS beste Gewähr für die ungestörte Fortdauer der freundschaftlichen Beziehungen an, die sür beide Länder so überaus wichtig sind." Die Rede wurde in Deutschland all. gemein gut ausgenommen. BemerkenSverth ist waS die Deutsche Zeiung", daS Organ der Großdeutschen Partei" sagt : Sie lobt die Rede und erinnert die Amerikaner an die bishergen engen Beziehungen. Dann fährt sie fort : Wie haben die Ver. Staaten das Alles erwidert ? Wie hat man uuS die Gefälligkeiten in der letzten Dekade vergolten ? Amerika ist in öconomischer, commerciellerund politischer Hinsicht unfreundlich gegen unS gevesen. und hat unS schlechter behandelt alö irgend ein anderes Land Europas. SS hat heilige Versprechen gebrochen, wie der Präsident Eleveland selbst daS bezeugt hat. Wenn hier Antipathie gegen Amerika herrscht so kommt sie daher, und sie ist gerechtfertigt. Sie umfaßt die gesummte Presse mit Aus nahme von Barth'S Nation" und Liebknechts Vorwärts". Deutschland ist stets ehrlich und gerecht auch gegen seine Feinde gewesen. Die Ver. Staaten sollten anfangen ehrlich und gerecht gegen ihren verdientesten Freund zu sei". Der Vorwärts" sagt : ES wäre Unsinn leugnen zu wollen, öaß die BeZiehungen zwischen Deutschland und Amerika nicht mehr so gute sind, wie man daS in Deutschlands ''Interesse und deS Friedens wegen wünschen möchte. Wir haben keinen Schritt gethan, der als Bruch der Ne'atraKtät gelten könnte, aU in Akrttq
man das Gefühl, daß unsere Neutrali-
tät nicht zugleich Sympathieen sür Amerika bedeutet. Leider hat unsere Presse Anlaß zu diesem Glauben qegeben, und Regierungsblätter haben! mm . rw r ioaat nnn tintr lYeihfln cer iiniitoüt l n w w - " w " w - -1 l" -r t '--r r nen an eine neutrale Macht gesprochen Wir Haben gleich damals bemerkt, daß eS einen CasuS belli abgeben würde." ES wäre zu wünschen, daß daS, vaß Herr White sagte, auch in Amerika nicht unbeachtet bleibe und daß man daselbst nicht übersehe, daß von eng lischer Seite auS alleS Mögliche geschah, um Mißstimmung zwischen Deutschland und den Ver. Staaten zu erzeugen. Die unfreundliche Haltung der deutschläadischen Presse lieferte den englischen Korrespondenten genügend Stoss und an Uebertreibung ließen sie eö nicht sehlen. Hoffen wir, daß hüben und drüben sich bessere Einsicht geltend macht und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern wieder vollständig hergestellt werden. ArchlMilhlell. Wetterbericht. Wärmeres, schöne? Wetter heute Nacht und am Dienstag. Höchste Tem peratur innerhalb der letzten 24 Stunden 76 Grad, niedrigüe 64 Grad. SchisselS Badeanstalt. Was sertemperatur 78 Grad. .' DaS Bombardement von Santiago. Washington, 11. Juli. Zm Kriegsdepartement lief heute Morgen zwischen 3 und 4 Uhr eine Depesche ein, worin Gen. Shaster seine Abficht kundgab, heute Morgen mit der Beschießung der Stadt zu beginnen. A g n a d o r e S, 11. Juli. Die Beschießung von Santiago wurde heute Morgen fortgesetzt. Schreckliche Zustände in Santiago. Playa del Este, 9. Juli, über Hayti, 11. Zuli. Seit der Flucht der Einwohner von Santiago hause die spanischen Soldaten wie Wilde in der Stadt. Sie dringen in die WohnHäuser und nehmen fort, waS sie wegchleppen können. Namentlich haben sie eS auf die Getränke in den Kellern abgesehen und Hunderte von Soldaten aumeln betrunken durch die Straßen. Eine reiche grau, welche geblieben war, wurde von Soldaten, welche in ihr HauS gedrungen waren, niedergestochen und alle Kostbarkeiten wurden geraubt. ,.,. Depeschen von Shaster. Bombardement wahrscheinlich begonnen. Washington, 10. 3uli. Eine heute Abend von Gen. Shafter eingeausene Depesche meldet : Ich habe eben einen Brief von Gen. Toral erhalten, der an Stelle LenareS in Santiago befiehlt. Er verweigert unbedingte Uebergabe. Beschießung zu Land und zur See wird gegen 4 Uhr Nachm. beginnen." Eine spätere Depesche ShafterS autet : Der Feind eröffnete daS Feuer einige Minuten nach 4 Uhr mit leichem Geschütz, daS bald zum Schweigen gebracht wurde. Wenig Gewehrfeuer. Feind halt sich in den Verschanzungen. Drei Mann leicht verwundet. Werden morgen genügende Kräfte haben, um alle Straßen nordwestlich zu blockien. Bin ganz wohl. General Garcia berichtet, daß der Feind den kleinen Ort DoSeaninoS, drei Meilen von Santiago räumte. ". Ganz anders all d i e Maine". n Bor Santiago, 11. 3uli. Sachverständige, welche die Wracks der spanischen Kreuzer Maria Teresa" und Almirante Oquendo" gesehen haben, sagen, daS Aussehen der Schiffswände und Verdecke Kieser von Innen explodirten Panzerschiffe seien der beste Beweis dafür, daß die Maine" im Hafen von Havana nicht von Innen explodirt, sondern von Außen durch die Explosion einer Mine oder eine Torpedoö zum Explodiren gebracht worden sei. Die Platten der spanischen Schisse sind sämmtlich nach Außen gebogen. Die Kanten der vnbogenea Platten stehen 4 bis 12 Fuß vom (Zchissskörper e) r,-! t:5 drei Zoll dicke OberdkZ ist
2 Fuß in die Höhe gebogen. Augen-
scheinlich wurden beide Schiffe nur von wenigen Projektilen großen Kalibers getroffen, denn in ihren Platten finden sich größtentheilS von kleinen Geschos- " T . m .ien oerruorenoe i:ocoer. woraus aeI ? ' ' schlössen wird, daß die Explosion der kleinen Geschosse die Schisse in Brand steckte und die Explosion ihrer MunitionSmagazine herbeiführte. Hotelbrand. St. Joseph, Mich., 11. Juli DaS Hotel St. Joseph wurde gestern Morgen um 1 Uhr durch Feuer zerstört. Von den 40 Gästen und Angestellten deS Hauses entkamen alle, mit AuS nähme von 3. B. Benson, von Lo ganSport, 3nd. Benson war ein Angestellter deö Hotels und verlor er sein Leben alS er versuchte, Bücher auS der Office zu retten. DaS Hotel hatte 200 Zimmer und war Eigenthum 3. H Graham'S, von de? Graham u. Mor. ton Transportation Eomp. Schaden 5130,000 ; Versicherung $17.500.(Herr Gustav Schnull nebst Familie befand sich zur Zeit deö Brandes im Hotel. Er telegraphirte gestern Herrn Hermann Wetzet, daß Niemand verletzt sei und daß er heute Abend zurückkeh ren werde) DiespanischenGefangenen. PortSmouth, N H., 10. Juli. Der Hilfskreuzer St. LouiS kam heute mit etwa 7ö0 Gefangenen an; unter denselben befanden sich 54 Offiziere. Die Offiziere, mit Ausnahme deS GouvernörS von Santiago, konnten gegen Ehrenwort sich frei auf dem Schiff bewegen. Ausgenommen war der Gouvernör von Santiago, der sich weigerte, sein Ehrenwort zu geben und der in einer Eabine unter Wache gehalten wurde. Admiral Eervera und die Ossiziere werden nach AnnapoliS gebracht. Sie sind mit ihrer Behandlung sehr zufrieden. Unter den Gefangenen befinden sich 91 Kranke und Verwun dete, welche von gefangenen spanischen Aerzten behandelt werden. 9Die deutsche Presse lenkt ein. Berlin, 10. Juli. Nicht nur der Flotte der Ver. Staaten wird jetzt in deutschen Zeitungen hohes Lob gezollt, auch die Armee Onkel SamS erringt sich, wenn auch nur schrittweise, mehr und mehr die Anerkennung unserer Presse. So erklären die heutigen Zeiungen fast wie in einem Tone, daß die Landtruppen der Vereinigten Staaten hre F.aerprobe mit Ehre bestanden hätten. Hier nur eine Blüthenlese von Ausdrücken, die zu ihren Gunsten lauen : Schneldigkeit", wildes UngePSm", Physische Ausdauer" und, last but not the least, unerschütterliche rücksichtslose Tapferkeit". Alle diese Eigenschaften, so wird gesagt, hätten sie während der letzten Tage zur Genüge dokumentirt. Von den tonangebenden Zeitungen wird bezweifelt, ob Spanien dirklich o lange kämpfen werde, bis die letzte Vatrone verpulvert ist. Die Berliner Neuesten Nachrichten" glauben nicht, daß die spanischen Festungen vertheidigungöfähig find, weil für dieselben kaum mehr geschehen sei, als sie mit den in erster Linie in Betracht kommenden Kriegsmitteln zu versorgen. Mordanschlag auf Kaiser Franz Joseph. B e r l i n, 10 Juli. Wie sich durch den gegen drei anarchistische Arbeiter n Budapest eingeleiteten HochverrathSprozeß herausstellt, war von ihnen ein Mordanschlag auf den Kaiser Franz Joseph geplant worden. DaS Attentat sollte im Dezember d. 3., wenn der Kaiser anläßlich der 3ubiSumSftstlichkeiten in der Hauptstadt Ungarns weilen würde, zur AuSführung kommen. Sine AlumenhSndlerin, die von ihren Absichten erfuhr, denunzirte sie der Polizei. Zwei der Angeklagten, Hartmann und Kovacz, leugnen noch, der Dritte aber, ein gewisser Muschick, hat bereits , ein Geständniß abgelegt. Wie er sagte, wollten er und seine Mitverschvorenen die Kettenbrücke mittelst Dynamit in die Lust sprengen, während der Monarch dieselbe pasfiren mußte. AlS Grund sür sein verbrecherisches Vorhaben gab Muschick an, daß der Kaiser sich nicht um daS Land kümmere und 3 den Ministern überlasse, den 5?olk di: C-t abzuzirn,.
Dle Stimmung in Sp anien.
Madrid, 10. Zuli. 3a osfiziellen Kreisen herrscht eine sehr bittere Stimmung. Man sieht endlich die Hoffnungslosigkeit deS KriegführenS em. Die griedenöstimmung im Mi nisterium ist im Wachsen. ' Man sieht jetzt ein, daß Santiago vollständig belagert ist und nicht auS halten kann, da eS an Lebenömitten und Munition fehlt. Man hält eS für sicher, daß die Amerikaner nun auch andere Hafen blockiren werden und man glaubt nicht mehr, daß andere Mächte intervenirea werden, selbst wenn spanische Häfen beschossen werden. - Trotzdem bestehen einzelne Zeitungen, wie El Liberal" und El 3mparcial" darauf, daß der Krieg fortgesetzt werde und behaupten, daß die Bevölkerung von Cuba sich niemals Amerika unterwerfen werde. 'London, 11. Juli. Eine Spezialdepesche von Madrid sagt : AlleS Geschwätz über Frieden scheint bis jetzt noch zu keinem greifbaren Resultate geführt zu haben. Die Regierung würde ohne Zweifel eine Gelegenheit willkommen heißen, direkt mit den Ver. Staaten zu verhandeln, eS find aber fo viele Umstände zu bedenken, daß eS den Anschein hat, alS ob die abwartende Politik fortdauern wird, bis Santiago gefallen ist. ES wurde ein detaillirter Bericht über Spaniens Verluste an Schissen veröffentlicht und derselbe weist 21 Kriegsschiffe und 12 Handelsschiffe gegen keine wirklichen Verluste auf de? amerikanischen Seite aus. Dies wird selbst die rabiatesten Befürworter deS Krieges zur Vernunft bringen. Jeder Tag, der ohne Ruhestörungen vorüber geht, stärkt die Friedenspartei. Madrid, 10. Zuli. Marschall Martinez CampoS sagte in San Sebastian im Verlaufe eineS Interviews, eS sei unmöglich, daß FriedenSunterHandlungen zwischen der spanischen und amerikanischen Regierung unternommen werden könnten, weil die Zeit dazu noch nicht reis sei. Er hatte seit 189S stets Reformen für Cuba, aber keine Selbftregierung befürwortet. Er erkannte vollkommen an, daß die Selbstregierung die erwarteten Resulate nicht ergeben habe, theilweise wegen der inneren Zwiste und theilweise, weil sie. zu spät bewilligt wurde. General CampoS stellte in Abrede, die hm zugeschriebene Bemerkung, daß er weniger über den Verlust deS GeschwaderS deS Admirals Cervera, als um die Stellung der Königin-Regen-in bekümmert sei, gemacht zu haben. Er erklärte : , Ich glaube, daß Spanien und die Anarchie eng mit einander verbunden find; ich bin aber vor allem Anderen ein Spanier. Meine Neigung sür die Königin - Rengentin ist groß, aber meine Hingabe für mein Land ist gröder. n . "- AuS Madrid über Paris. Paris, 10. Juli. Ein Brief von Madrid sagt, daß General Blanco in Beantwortung deS Gesuchs der Regieung, seine Ansicht über die Situation mitzutheilen. Krieg bis zum Ende" empfiehlt und behauptet, daß die cubanischen Freiwilligen mit der Idee, die Insel den Amerikanern zu übergeben, besonders jetzt, wo eine große Majoriät der Eubaner zu den Spaniern hält, nicht versöhnt werden können. Paris, 11. Juli. Der Madrid Correspondent der TempS" sagt : DaS Ende wird ungeduldig erwaret; , selbst die Regierung versucht nicht änger, ihre Ueberzeugung zu verbergen, daß nach dem Fall von Santiago die Zeit, an Friedenövorstellungen zu denken, gekommen sein wird, besonders weil alle europäischen auswärtigen Aemter dozu rathen. Die Versammlungen, die in Bayonne, in der Provinz Navarra und ängS der Grenze der Pyrenäen abgehalten werden, beunruhigen daS Ministerium sehr. Die Anhänger Don CarloS machen keine Geheimniß daraus, daß eS ihre Abficht ist, aufzustehen, wenn die Bedingungen, auf deren Grund die FriedenSderhandlungen geführt werden, einen Gebietsverlust einschließen sollten. CC)l&naC)xQUn. Angekommen in: i tt t a 9 1 1 1 ..California" von New
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Ein zerrüttetes Nervensystem Cchliebttch Herzbeschwerden. esdhlt wiederhergeftellt durch Ar. Nileb'A Nervlne.
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err Edward Hardv. der joviale Maaa hj ger deS großem Stores der Shepperd Eo. vp zuBraceville. Jll.. schreibt: .Ich war ie einen Tag krank in meinem Leben, bi 1390. Ich litt fo schlimm an nervöser Erschlaffung, lai ich meine Stelle nicht versehen konnte und ,u medt ,?niren ansangeu muszte. Ich versuchte unsere Lokal-Aerzte und einen in Joliet. aber keiner konnte mir helfen und ich dachte, ich würde per den. Ich wurde verzagt und stand unsägliche ngft auS. Konnte weder effen. noch schlafen und ruhen, e schien als könne ich nicht eriftirea. ach Verlauf von sechs Monaten war ich nur ein Schatten und zuletzt wurde mein Herz ergrif fen und ich war wahrhaft elend. Ich nahm sechZ oder acht Flaschen von Dr. MileS' Rervine. die nur von Anfang an Linderung brachte und mich fchllcszlich kurirte. Der größte Segen meines Lebens. Dr. MileS' Mittel werden durch alle Apotheker verkaust unter einer positiven Garantie; die erste Flasche nützt oder daS Geld wird zurückerstattet. Buch über die Krankheiten des öerzeS und der Nerven frei. ?8 y r.::i4 3 f ficrvino Itestörea HzdtÜt Adresse: JlLs Dr. M i l , M e d i e a l 0.. Elkhart. Jd. Liverpool: Canada" von Boston. Southampton: Barbarossa" von New Jork. New Aork: La Bretagne" von Havre. Weil er Zhrwieein Schatt e n folgte, ließ die 26 Jahre alte Frau Emma Kcnniston irr New Yor! den jungen Deutschen Christoph ttirk verhaften, und im Westseite Polizeigericht vorsührkn Si'xit bebautet:, er habe von einem Mann $10 per Woche bekommen, mit dem Auftrage, der Klägerin auf Schr'.tt und Tritt nachzugehen. Magistrat Kudlicy glaubte dem Angeklagten nicht. Was Sie da sagen." begann er. ist nicht wahr. Ich urtheile " Weiter kam er nicht, denn plötzlich rief eine Stimme im Zuhörerraum: Jedes Wort, das der Mann gesprochen, ist wahr", und gleichzeitig trat ein Mann vor den Richter hin und sagte, er sei der Gatte der Klägerin, und habe den Beklagten thatsächlich als Wächter engagirt. weil seine Frau dem Trunke ergeben sei, statt für ihre Kinder Sorge zu tragen. Kenniston. ein anständiger, intelligenter Mann, bat schließlich den Richter, er möge seine Frau statt den Kirk verurtheilen. Der Magistrat sprach natürlich den Deutschen frei und sagte, er wolle es sich überlegen, wie man der Frau am Besten ihre Untuaenen abiiewö.bn-n Wenn ihr ein gutes Mittel haben wollt Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Conftitution zu kräftigen, gebraucht Hood'S Sarfaparilla. Gebraucht uun Hood'S. Hood'SPillen heilen Brechreiz, Kopsschmerzen auS dem Magen und UnVerdaulichkeit. Der qw York Store. lEtablkt 1853.1 Wkenfur Butterick Muster! Als ein Muster von Dienstag's Jahresverkauf Bargajns nehmen Sie dieses.. .. 10c faneh gestreifte fcarnn wollene Strümpfe gehen zu SPaarfürSCentö. Wollen Sie nicht einige Paar derselben ? m w c Bin. Soeben erbalten : Eine Partie, schöner junger, mexikanischer
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