Indiana Tribüne, Volume 21, Number 284, Indianapolis, Marion County, 3 July 1898 — Page 2
Aer Schmetterling.
Vom Mia Holm. ' .Fröhlich, ohne Weg und Steg, dring! sie hinein in die Waldeswildniß. Schmetterlinge verscheucht sie. Blumen zertritt sie. jubilierende Vögel übcrju Mi sie. Ist Paul im Walde, hört er mich, denkt sie. Aber Niemand antwortet. Wie vertraut sind ihr diese Tannen, Birken und Eichen! Zu hundert Malen ist sie hier mit Paul um die Wette bis Lum See gelaufen, der jetzt sonnbe- . glänzt herüberblitzt. Und was ist das? Dort am See, halb verborgen von den iief niederbringenden Zweigen einer Trauerbirke, liegt etwas es ist Paul. ZZaul! jubelt sie auf, Paul! Wieder keine Antwort. ' Sie hebt die Zweige o, er schläft fest, tief, friedlich. Noch niemals sah sie ihn schlafen; so fremd erscheint er ihr, so heilig. Mit gefalteten Händen kniet sie zu ihm nieder und hört andächtig seinen Athem kommen und gehen. Einen kleinen roihen Marienkäfer, der sich in feinen kurzen dunklen Locken wie in einem Labylinth verwirrt hat, nimmt sie fort, und dabei liebkost ihr Blick sein schlafendes Gesicht. Wie warm ist dieser braune Teint! Wie lang, länger fast, als der leichte dunkle Flaum der Oberlippe, sind seine schwarzen, kühngeschwungeuen Wimpern, durch die seine tiefen, grauen Augen, wenn sie wach sind, wie verschleiert blicken. Diese Augen möchte Magda sehen sogleich! Unheimlich ist's ihr, daß sie versteckt, wie gestorben, unter den breiten Lidern rutyn, und leise berührt ihre Linke seine Rechte. Er erwacht nicht, aber seine Hand umfaßt ihr Händchen und hält es fest. Geduldig und ganz glücklich kniet sie, so gefesselt, und denkt nicht mehr daian, ihn zu wecken. Durch die Blätter blickt die sinkende Sonne und berührt sie mit einem Strahl; auf den Zweigen dicht über ihnen schmettert ein Fink sein jubelndes Liebeslied wie anders ist die erste Liebe eines jungen MenschenHerzens! Wie anders Magda's Liebe! Endlich, endlich hebt Paul die Lider und ohne Verwunderung blickt er Mazda in's Gesicht, die noch immer neben ihm kniet, ihre 'Hand in der seinen. Mir hat von Dir geträumt, Magda. Schön warst Du im Traum, wie Du's in Wirklichkeit nicht bist oder doch. Du bist schön, ganz so schön, wie ich Dich im Traum gesehen jetzt erst gehen mir die Augen auf" und langsam, ohne ihre Hand loszulasfen, richtet er sich auf , zieht sie mit empor, blickt ihr tief in die Augen, um schlingt sie und legt ihr Köpfchen an seine Schulter. Ich habe Dich lieb, Magda, lange schon, glaube ich; aber eben erst wird's mir klar und es kann nicht anders sein auch Du hast mich lieb." Ja, Paul!Und willst Du meine liebe kleine Frau werden?" .Ja, Paul!" Da küßt er sie zum ersten Male zitiernd auf den Mund. Hand in Hand sitzen sie dann am See in seligem Schweigen. Das Gefühl der Unendlichkeit, jeder echten Liebe eigen, fluthet still von ihr zu ihm. Die Vöglein schlafen in den Zweigen. Dort, wo die Sonne versunken, steht über dem Wasser ein Heller, grünlich schimmernder Stern. Wir müssen nach Hause, Paul!" Leicht gehen sie in ihrem Glück, als batten sie Flügel an den Schultern, dfc sie tragen; aber schwerer werden ihre Schritte, als sie. aus dem Walde heroustretend, die Faade einer eleganten Villa, Paul's Elternhaus, vor sich sehen. Dun Vater, Paul, Dein Vater!" Komm, Magda, sogleich soll er wissen, daß wir uns verlobt haben. Es wird einen harten Kampf geben je eher wir ihn aussechten, desto besser." Zögernd biegen sie um die Ecke und sehn auf der blumengeschmückken, hll erleuchteten Veranda Paul's Vater lesend im Schaukelpuhl liegen. Ein prächtiger Nachtfalter umkreist, belafiigt ihn; ärgerlich ergreift er den Schmetterling, versengt ihm die Flügel und läßt ihn dann wieder fliegen mit einem bösen Lächeln. Magda zuckt zusammen. Sage ihm nichts," haucht sie und zieht ihn zurück in den Schatten des Hauses. Er folgt trübe. Der erste Iittere Tropfen siel in ihren süßen SWch. Wilder Trieb. Won Nobert Waldmüller. Die suchenden Finger streckst du aus, Du grüne Rebe vor meinem Haus, Möchtest halten und fassen. Was sich nicht halten will lassen. Sie nennen's einen wilden Trieb. ' Sie stutzen ihn, den Trauben zulieb'; ' Ich habe es nachgesprochen Und manche Ranke gebrochen. ' Aber dies Jahr geb' ich's nicht zu. ' Suche du nur, ich mach' es wie du, All' meine besten Gedanken Sehnen, suchen und ranken! i i Modern. Familiennachricht. Unser berühmter Sänger Paßlinsky beging gestern in dreifaches Familien fest: Morgens 9 Uhr feierte er mit seiner bisherigen Gemahlin die silberne Hochzeit, um 10 Uhr wurde die Schei dung vollzogen, und um 11 Uhr fand unter großem Andrang des Publikums seine Neuvermählung mit der gefeierten Pianistin Elsa Flügel statt. -Ach so: Sie: Ich gestatte ei nem Manne nie, mich zu küssen, bis wir verlobt sind, aber Er: Aber vas?" Sie: Natürlich können wir hit Verlobung wieder aufheben." :
Kricgs-ßontreöande.
Von Konrad Gehler. Es war in der Nacht vom 23. zum 24. April dieses Jahres. Ueber die Florida Keys, die Riffinseln des südlichen Florida, fegte braufend der Sturm und peitschte das Wasser an die Felsen. Aus einer der Hafenschenken Key Wests traten zwei Männer. Der ältere von ihnen war, ein langer, hagerer Gesell in der Kleioung eines Seemanns, von echtem Aankeetypus, mit hellen blauen Augen, blondem Vollbart. Sein Begleiter trug den Anzug eines reichen Pflanzers der Südstaaten, aber seine militärische Haltung, wie das ernste, fast finster drohende Wesen widersprachen dieser friedlichen Beschäftigung. Seine-dunklen, blitzenden Augen, das schwarze Haar, der martialische Schnurrbart von derselben Farbe, der blasse Teint, alles verrieth den Creolen des Südens. Erheblich jünger als der Seemann, mochte er gegen 55 Jahre zählen. Das ist eine Nacht, wie geschaffen für unsern Plan," fuhr er lebhaft in dem bereits im Gange befindlichen Gespräch fort. Pechschwarze Finsterniß, daß man einen Panzerkreuzer nicht hundert Schritt weit sehen könnte. Ihr seid also bereit, sofort in See zu stechen. Capitän Jles?" i Ist schon alles fertig wir brauchen nur noch an Bord zu gehen," versetzte der Capitän rasch. Aber der Sturm?" warf der And'ere zweifelnd hin. Bah, eine Mütze voll Wind," rief Jles verächtlich. Das rührt die Lincoln" nicht, Sennor Gomez. Die Gefahren, welche wir zu fürchten haben, sind ganz anderer Art." Ich weiß, ich weiß " Die spanischen Kreuzer bewachen den Eingang des Golfs mit Argusaugen wir werden unsern ganzen Scharfsinn aufbieten müssen, ihnen zu entgehen. Unsere Ladung wäre ihnen willkommene Beute und noch werth : voller unser Passagier. Die würden Augen machen, wenn sich ihnen auf diese Weise einer der einflußreichsten Führer der kubanischen Insurgenten von selbst in die Hände lieferte. Eine Kugel oder ein Strick ist Ihnen in dem Falle sicher, Sennor Gomez." Uns allen, Capitän," erwiderte sinsier der Kreole. Doch was thuts ich liebe mein Vaterland mehr als mein Leben. Und nicht wahr," fügte er entschlössen hinzu, indem er den Arm des Seemannes ergriff, Sie werden doch auch lieber Ihr Leben, als Ihr Schiff und Ihre Ladung opfern?" Der Capitän, der ihn verstand.nickte stolz. Sowohl ich als meine zwölf Seebären sind entschlossen, den Feinden nicht lebend in die Hände zu fallen. Ein Schuß in dasPulvermagazin, und Alles ist vorbei!" Beide Männer drückten einander die Hände und schritten dann hastig und schweigend dem Hafen zu. Im Begriff, in ein bereit stehendes Boot zu steigm, veranlaßte sie ein lau-: tes Ahoi" plötzlich zum Verharren. Waö giebt's?" fragte Gomez befremdet. Gut Freund," entgegnete der Ankommling. ein junger Mann in der Uniform eines amerikanischen Marinelieutenants, leiser. Ah, Lieutenant Volbmg " t HJUt Haut und Haar." rief der Offreier, worauf er im Flüstertöne hinzusetzte: Mr. Gomez, ich soll euch den Rath überbringen, heute Nacht nicht abzufahren. Der irische Dockarbeiter MacDowell. der uns schon lange derdächtig ist, ist seit heute Mittag spurlos verschwunden. Wir vermuthen, daß er heimlich in See gegangen ist, um sich nach einem spanischen Schiffe zu begeben. Der Elende steht zweifellos im Solde Spaniens." . Der Schurke aber was kümmert das uns!" brummte Capitän Jles. Sehr viel es liegt der begründete Verdacht vor, daß er von Eurem Plane Wind hat und Euch die Spanier auf den Hals hetzt." Tod und Teufel", fluchte der In furgentenführer wüthend. Ich muß fort es wird die höchste Zeit! Der Krieg beginnt mit der Mitternacht des heutigen Tages meine Genossen warten auf Nachricht und auf die versprochene Munition. 'Ich muß hinüber . wenigstens muß ich es versuchen. Die Gefahr ist heute nicht kleiner als morgen und übermorgen. WaS frage ich nach dem Tod?" Aber Eure Ladung steht auf dem Spiele", mahnte der Lieutenant. Die werthvollen Waffen, die Geschosse, das Pulver Eure Leute brauchen es nothwendig." Eben deshalb muß eS gewagt werden. Wollt Ihr fahren. Capitän oder fürchtet Ihr Euch?- bemerkte er höhnisch, als der Amerikaner zu zögern schien. Ich fürchten?" brauste dieser auf. Ihr kennt mich doch vorwärts ! Dank Euch, Lieutenant, für den guten. Willen 006 niglit ! Wir haben Eile, wenn wir noch fort wollen!" Mit diesen Worten sprang der alte Seemann entschlossen in daö Boot, das die beiden Männer der Lincoln" zutragen sollte. Tiefe Nacht. Der Sturm fährt fort zu toben und zu heulen. Die Lincoln", ein zwar nicht großes, aber gutgebautes Dampfyacht, hält sich wacker auf dem wildbewegten' Meere. Wir kommen rasch vorwärts 'du ßerte Gomez. der mit dem Capitän auf dem Vorderdeck stand, zufrieden. Ja, das Schiff ist ein guter Fahrer," bestätigte dieser. Das Fatale ist nur, daß wir keine direkte Linie halten können die 110 Meile hätten wir bald hinter uns. Aber die leidige Vor-
sicht Ihr kennt boch den LandungS platz genau?" Wie meine Tasche. Er ist nur etwa sechs Meilen von Matanzas entfernt." So lange die Nacht anhält, sind wir ziemlich sicher aber der Tag. das helle Licht," murrte Capitän Jles. In zwei Stunden wird die Sonn: aufgehen. Bis 'dahin lassen Sie uns ein paar Knoten schlafend zurücklegen, Sennor, die Ruhe thut Ihnen so noth wie mir." Jles begab sich in seine Cajüte, wo er nach fünf Minuten schnarchte, wie ein Seemann nur schnarchen kann.. . Ein ungestümes Pochen an der Cajütenthür schreckte ihn auf. Eilig sprang er aus dem Bette das Licht des Tages schien durch das kleine Fen-' sier. Holla, was ist los?" Es war Gomez' Stimme, welche antwortete: Schiff in Luv, Capitan!" Teufel " der Capitän riß & Thür auf und stürzte hinaus. Kann man's erkennen?" Noch nicht." Das Glas her." Capitän Jles blickte eine Weile angestrengt nach der ' bezeichneten Richtung. Kein Zweifel, ein spanischer Kreuzer " Hat er uns gesehen?" Natürlich. Wenn wir ihn wahrnehmen können, muß er uns auch gesehen haben. Beweis genug dafür ist, daß er auf uns zuhält." Verwünscht wir c müssen ihm entgehen. Lassen Sie Dampf geben, Capitän, was der Kessel hergiebt." Daß ich ein Narr wäre. Sennor," brummte der Amerikaner. Sie vergessen, daß wir unter neutraler Flagge segeln. Wenn wir uns im Geringsten ängstlich zeigen, schöpfen die Hallunken Verdacht nein, nein, Sennor, lassen wir sie ruhig nahe kommen. Hoffentlich werden die edlen Hidalgos vor der französischen Flagge Respekt haben!" Und wenn es nicht der Fall ist ? Wenn sie bereits Wind von uns haben auf einer Durchsuchung bestehen?" Dann bleibt uns nichts übrig, als uns auf dieSchnelligkeit unseres Schisfes zu verlassen." Denkt Ihr, wir können es mit dem Spanier in dieser Hinsicht ausnehmen?" Jles zuckte die Achseln. Die spaNischen Kriegsschiffe sollen zum größten Theil den unseren an Geschwindigkeit über sein. Freilich ist die Lincoln" kein Kriegsschiff, wohl aber einer der schnellsten Fahrer des mezikaNischen Golss wir müssen es eben abwarten." Darauf ertheilte der Capitän die nö thigen Befehle, um für den Fall einer nothwendigen Flucht sofort bereit zu sein. Gomez stand indessen, das Glas am Auge, erwartungsvoll da. Die müssen die Flagge erkannt haben," sagte er aufgeregt. Nahe genug sind sie dazu. Die Frage ist nun, sollen wir die Schufte weit genug kommen lassen, um ihre Aufforderung, unsere Schiffspapiere vorzuweisen, abzuwarten?" Keinesfalls." Sie würden an meinem Französisch sofort spüren, daß ich noch nie im Le ben diesen Boden gestampft habe. Auch habe ich nicht das geringste Französi sche an mir," lachte der Capitän. Unsere Flagge hält sie nicht ab. soviel steht fest geben wir also Fersengeld." Mit mächtiger Stimme donnerte der alte Seebär seine Commandos über das Verdeck hin. Seine Leute, wohl wissend, was auf dem Spiele stand, zögerten nicht mit der Ausführung. Nicht lange, so begann daS Tempo des Schnelldampfers sich zu beschleunigen, und bald glitt die Lincoln" wie ein Pfeil in südlicher Richtung auf den Wogen dahin. In demselben Augenblicke hörte man eine laute Detonation eine Kugel zischte pfeifend über die Fluthen und schlug nur etwa hundert Fuß von dem Fahrzeug entfernt in das Wasser. Beinahe,- schrie zornig der 'Capi tan. Vorwärts, meine Burschen, vorwärts, es geht um unser Aller Leben!" Wie schade, daß der Sturm sich ge. legt hat,- meinte Gomez. Da seid Ihr gewaltig auf dem Holzwege. Je leichterer Seegang, desto besser für uns. Wenn ich nur erst wüßte, wer von uns beiden am schnellsien läuft." Die Entfernung vergrößert sich zusehends " Vorläufig, Sennor, bis die Herrchen Dampf genug haben, waö gleich der Fall sein wird. Das Schlimmste bei der Geschichte ist, daß sie unö von der Seite nehmen wir sind daher gezwungen, unsern Kurs statt, wie bisher südlich, südwestlich zu nehmen, was einen gefährlichen Umweg bedeutet. Ich wollte, eS wäre erst Nacht, dann hätten wir vielleicht Aussicht, ihnen zu entkommen." Es ist erst neun Uhr Morgens." Wie Gott will." murmelte Jles phlegmatisch. Wir thun unsere Pflicht, damit basta!" Auch die Fahrgeschwindigkeit des spanischen Schiffes vergrößerte sich jetzt zusehends, weshalb die Lincoln" alle ihre Kräfte aufbot, um sich wenigstens aus dem Bereiche der feindlichen Geschösse zu bringen. Nach einer halben Stunde verkündete das Hurrah der wetterharten Matrosen den Erfolg ihrer Bemühungen Der spanische Kreuzer blieb sichtlich hinter der 2m.-. coln" zurück. Noch zwei Stunden, und w sind ihm aus den Augen," jubelte Capitän Jleö. Die zwei Stunden, vergingen, aber noch immer folgte daS feindliche Schiff
mit rasender Eile dem Kielwasser bei blitzschnell dahingleitenden Amerikaners. Der Mittag kam, die Situation hatte sich nicht verändert. Niemand von der Bemannung der Lincoln" mochte auch nur einen Bissen genießen. Die Aufregung war zu groß. Wohl war die Entfernung zwischen beiden Schiffen noch weiter gewachsen, doch nicht beträchtlich genug, um die Hoffnung des Seemanns zu erfüllen. Wie hartnäckig der Kerl ist polterte der letztere mißmuthig, uns wie ein Wild zu Hetzen! Er muß Wind von unseren Geheimnissen haben, oder die Mühe hätte ihn längst gereut." In der That zeigte sich das spanische Schiff von einer Ausdauer ohne Gleichen. Als sein Führer die Unmögliche seit einsah, das erstrebte Ziel auf dem bisherigen Wege zu erreichen, verdoppelte er seine Anstrengungen. Ganze Wolken von Dampf stiegen von dem Fahrzeug auf. Die Spanier schienen lieber in die Luft zu gehen, als auf die Einholung des amerikanischen Fahrzeuges verzichten zu wollen. Sie kommen uns wieder näher," meinte Gomez betroffen. Jawohl, und ziemlich rasch," bemerkte Jles ärgerlich. Zum Henker, wir sind am Ende unserer Kraft wir fahren mit der äußersten Schnelle, deren die Lincoln" fähig ist. Wenn nur die Nacht kommen wollte." Ja. die Nc.ht bis dahin konnten immer noch mehrere Stunden vergehen. Schiff in Sht." ertönte da die Stimme des Auslugers. Noch eins dann ist es vorbei mit uns," erklärte der Capitän mehr zornig als furchtsam. Dachte ich es doch, daß die Hallunken den gesammten Golf mit ihren Spionageschiffen überschwemmt hätten." Ein Blick durch das Fernrohr zeigte ihm, daß die neue Gefahr von SüdWesten drohe. Die Lincoln" befand sich afjo zwischen zwei Feuern, es blieb ihm nichts übrig, als sich, so rasch es ging, nach Westen zu wenden. Das heißt, wir thun damit nur unsere Pflicht bis zuletzt eine Hoffnung. zu entrinnen, besteht nicht mehr," äußerte Jles resignirt zu dem aufgeregt auf rtn Deck promenirenden Cubaner. Verflucht." rief dieser außer sich. Alles verloren!". . . Halten wir uns bereit." flüsterte ihm der Capitän nach einer weiteren halben Stunde 'zu. In zehn Minuten sind mir in Schußweite unseres Verfolgers, in einer halben Stunde haben wir sie anBord. Auch das zweite Schiff kommt uns rapid näher! Seid Ihr noch bereit. Sennor Gomez, zu sterben, oder soll ich den Dampf einstellen lassen und das Signal der Unterwerfung geben?" Führt mich zu dem Magazin," erwiderte dumpf der Jnsurgentenhäuptling. Der Capitän willfahrte feinem Wunsche. Gomez öffnete entschlossen die Thür des mit Pulver für die Cubaner gefüllten Raumes. Dann zog er ein Pistol und hielt es ohne zu zittern auf die Oeffnung gerichtet. Hier stehe ich Wacht, Capitän so wahr Gott über mir ist, wird das Schiff in demselben Augenblicke in die Luft fliegen, als der erste spanische Scherge feinen Fuß auf unser Deck setzt." Falls das überhaupt nöthig ist " Wieso?Bevor uns die Spanier entern. werden sie auf uns feuern wenn ihre Kugeln Zerstörung genug anrichten, so machen wir mit dem Meeresgrunde Bekanntschaft, ehe Ihre Besürchwng sich erfüllt. Wer weiß, vielleicht nimmt Ihnen auch eine feindliche Kanonenkugel die Arbeit ab." Noch zehn qualvolle Minuten verflössen, da sauste, wie Jles richtig vorausgesagt, die erste Kugel des Versolgers am Lincoln" vorbei. Verloren!" rief der Cavitän. Soll ich feuern?" fragte Gomez. Der Capitän warf einen verzweifel. ten Blick auf den spanischen Kreur, darauf einen weiteren noch verzweifel teren auf das zweite Schiff, dem man bisher wenig Beachtung geschenkt hatte, da das Schicksal der Lincoln- auch ohne seine Unterstützung entschieden schien. Die Mannschaft stand schweigend im Kreise umhr. Wenn wir auch ihm entgehen, so fallen wir dem andern in die Hände," sagteGomez traurig. Soll ich feuern?" Wozu die langsame Marter " Einen Augenblick.- rief Jles. indem er zum Fernrohr griff. Was soll das Zögern?" eiferte der Cubaner. Ich verspüre keine Lust, mich in den spanischen Kerkern foltern zu lassen. Es lebe Cuba, es lebe die Freiheit!" Mit diesem begeisterten Rufe erhob der Insurgent die vernichtungdrohende Waffe, um den entzündenden Funken )r. die mit so furchtbarer Expansionskraft ausgestattete Substanz zu schleudern. Da siel ihm Capitän Jles blitzschnell in den Arm. Halt halt !- Laßt mich Ihr seid ein Feig, ling." schrie Gomez wüthend. Wer mich hindern will " Wtld suchte er sich loszureißen. Da schallte die Don. I nerstimme des Amerikaners heftig in seine Ohren: Gerettet, Gomez. gerettet!" Der Insurgent ließ die Waffe sinken und fchaute ihn erstaunt an. Das zweite Schiff ist ein amerikanisches Vorwärts, Jungens, zieht das Sternenbanner aus Hurrah für Amerika!" Hurrah für Amerika," erklang eS begeistert im Kreise, während mehrere Kanonenkugeln, hinter und neben dem Dampfer in das Wasser schlugen. Im nächsten Augenblicke verstummten die Geschosse: man hatte auf dem spanischen Schiffe die nahe Gefahr erkannt. DaS amerikanische Kriegs-
schiff war ein gepanzerter Kreuzer und dem Spanier weit überlegen. Das erkannte der Capitän ebenso schnell, als der Befehlshaber des spanischen Fahrzeuges, daö nun plötzlich entgegengesetzten Dampf gab und mit derselben Schnelligkeit, mit der es die Lin-coln-gejagt hatte, sich der Verfolgung des amerikanischen Schisfes zu entzieDen strebte. Der Commandant des amerikanisahen Panzerkreuzers tauschte nur wenige Worte mit dem Führer der Lincoln" aus, dann jagte er eilig hinter dem Spanier her. Besser, wir hätten unter seinem Schutze die Fahrt fortsetzen können," sagte Jles zu seinem Schützling. Aöcr seine Ordre ruft ihn weg. Doch was thut es wir sind nun sicher, in eine: Stunde ist' es finster, und noch während der Nacht landen wir in der versteckten Bucht bei Matanzas!" Hurrah für Cuba! Hurrah für Amerika!" jubelten dieMatrosen, während Gomez mit echt südlicher Leidenschaft dem Capitän Jles um, den Hals siel...
ImSonnenschein. Von Philipp Wengerhoff. Ganz lichte Wölkchen, ein blasses Roth fliegt über den Horizont. Ein Lüftchen kräuselt sich ein Zirpen ertönt so leise, so unaufdringlich nahen die Vorboten der lebenspendenden Frau Sonne. Und doch lassen sie die Vögel in den Zweigen erwachen, wecken die Jniecten auf Blatt und Gras, huschen über die Blumen hin, die ihr Köpfchen heben, und s.haffen die erwartungsvolle Stimmung für den Empfang der Königin des Tages. Noch liegt im Thal tiefe Dämmerung. nur die aerötheten Firne werfen einen Lichtschein binein. der stetig zunimmt und die Landschaft immer klarer aus den Schleiern der Morgennebel hervortreten läßt. Doch das Blau des Himmels wird leuchtender, die rothen Flammenstreifen goldiger, und nun zuckt der erste Sonnenstrahl über die Berge in'ö weite, weite Land. Er hat auch das Häuschen in der Thalmulde, das sich so fest an den Felsen lehnt, getroffen, und zwei Augen, zwei matte, alte Augen grüßen ihn mit einem freudigen Aufleuchten. Das Mütterchen, das dort an dem kleinen Fenster vor dem Spinnrocken sitzt, harrt seiner schon eine Stunde und länger. Der Schlaf hat ihr Lager geflohen, die Gedanken hinter der blassen Stirn ließen sie nicht zur Ruhe kommen, und sie machte dem Urenkelkinde, das mit-ihr das große Himmelbett theilt, Platz, um hier den Tag zu erwarten; es zu erwarten, daß die Sonne, die schöne, liebe Sonne ihren goldigen Strahl über die Berge und in ihr Stübchen sendet. Einmal vor langer Zeit, als dieser Frühlingssonnenstrahl in diesen kleinen Raum fiel, begrüßte ihn der erste Schrei eines winzigen Menschenkindes, das mit ihm in das Erdenleben trat. Das war heute vor achtzig Jahren und jener kleine Mensch war sie. Hier war sie geboren, hatte, ein fröhliches, frisches Kind, hier auch ihren Lenz erlebt, hatte Rosen gepflückt und in's Haar geflochten und nach heißem Sommer es über sich herbsten und dann den Schnee des-Alters auf ihrem Haupte gefühlt. Achtzig Jahre unter dem nämlichen Dach, in den gleichen Mauern, da reden die Steine und die Balken, und diese stumme Sprache kann Wohl die Stille der Nacht durchdringen, daß das Mütterchen auffährt vom Pfühl und meint, es rufe sie Jemand. Sie 'hat ein Tüchelchen fest um das weiße Haupt geknüpft, denn MaiNächte sind herbe wie ein junges Menschenherz, das erst dem Lenz entgegengeht, und sie legt die Arme aus das Fensterbrett und wartet, während ihre Augen nicht von der Bergwand drüben lassen, der Sonne. Die alte Uhr, die ihr alle bedeutsa men Stunden ihres Lebens geschlagen hat, hängt gegenüber, und sie theilt ihre Aufmerksamkeit zwischen ihr und jener Stelle am Firmament, an der das Tagesgestirn kommen muß. Da ... da blitzt es auch auf, es flimmert über Berg und Thal und taucht alles in ein goldenes, strahlendes Licht, daß sie die Augen schließen muß vor all' dem Glanz und all' der Pracht. Sie wirft einen Blick nach dem Zifferblatt, richtig, es ist so, wie sie es gestern dem Enkel gesagt: um ine halbe Minute kommt die Sonne jetzt später hierher als in ihrer Jugend. Der Berg drüben ist gewachsen, daS heißt sie lächelt nicht der Berg, aber der Wald, der auf dem Berge steht. Sie weiß es ganz genau, wie der angepflanzt wurde zum Schutz der Ortschaften die drunten liegen. Der Wilm hat ja mit dabei geholfen, der kam zum Förster damals 0 solch' schmucker, schöner Bursch. Der Wald ist groß geworden und der Wilm mein Gott, Du hast es so gewollt auf Erden ist daö Vergänglichste der Mensch. Aber wonnevoll, wonnevoll war jene Zeit .... so im Lenz des Lebens und der Natur, inmitten dieser Vlllthenpracht, umfangen vom köstlichsien Frllhlingssonnenschein sich Herz an Herz zu halten. Heute scheint das goldene Licht auf andere Glückliche, heute läßt es in Anderer Herzen sprießen und blühen; aber das unverwelkliche Pflänzlein Erinnerung grünt auch in Deinem Schein, Du Segenspenderin. Das Mütterchen sieht noch immer mit klaren Augen in den goldenen Feuerball, sie leuchten, als hätte ein Strahl jenes Glanzes sich drin verfangen daö war die hohe ZeU ihres Lebens, die jetzt an ihrem Geiste vorüberzieht. Sie hört die Geigen und Klarinetten noch, die an ihrem Hocheitötage erklangen, sie (pürt den Duft
des jungen Laubes, der ersten Blüthen, sie fühlt den warmenFrühlings sonnen chein von damals sie umfächeln, als sie ,m Myrthenkranz am Arm ihres Wilm zur Kirche ging. O Wonnezeit des Lebens, unwiederholter Augenblick des Glückes! und doch die höchste Lust blieb noch aufgespart: das erste Kind. Ob arm. ob reich, ob hoch, ob niedrig, dieses Gefühl theilen sie Alle miteinander: das Herz ist fast zu eng für das Glück, umfangen vom Arm des geliebten Mannes das Kind, sein Ebenbild, an ihrem Herzen zu halten. Welch' rosige Wangen der Bub' hatte und welch' strahlende Augen man sah's, es war ein Frühlings kind. gedoren im Lenz des Lebens und desGlücks. Wie er krähte und wie er stra.-.ipelte mit den dicken Beinchen, gab's wohl zehn Meilen in der Runde noch einmal solchen Prachtkerl? Er blieb auch das Sonnenkind der Ellern, obschon das Häuschen von Jahr zu Jahr sich mehr füllte, und er blieb das Sonnenkind der Mutter, als die Sonne ihrcs Lebens versunken war, um nie mehr aufzugehen. Ach. dieser Tag vollQual, voll Schmerz und Thränen; dieser Tag trotz allem Frühlings - Sonnenschein schwarz wie die Nacht, durch kein Licht erhellbar! Wie sie den blühenden Mann, von einem stürzenden Baum zerschmettert, ihr sterb-nd ins Haubrachten kein Wort gibt's, das von diesem Jammer sagen kann. Das Mütterchen am Fenstc? senk: tief das Haupt, die welke Hand sucht nach einer Stütze und faßt den Spinnrocken. Auch ein alter Freund! An ihm spann sie ihren Brautschatz, ihrer Kinder erstes Hemdchen und ihrcs Wilm Leichentuch. Wie sie neben der Bahre gekniet, wie sie ihn in die Arme gepreßt, als könnte sie das fliehende Leben halten, und wie er noch einmal die Augen aufgeschlagen ach, mit einem unvergeßlichen Blick Lotte." sagte er dann mit stockender, brechender Stimme, gräme Dich nicht. ich hole Dich bald bald; wenn wieder der Frühlingssonnenschein .. Das war sein letztes Wort gewesen. Sie wollte es nicht gehört haben, nein, nein, es konnte nicht sein! Erst wenn wieder der Frühling, erst wenn wieder die Lenzessonne kommt erst dann wollte er sie holen? Nein, das ist nicht möglich, das kann nicht sein, hat er denn nicht versprochen: bald bald und er sollte sie zwölf Monate harren lassen. zwölf Monate follte sie leben ohne ihn! Ob das ein Menschenherz erträgt? Sie hat's erfahren, was ein Menschenherz und ein Mutterherz tragen kann. War auch ihr Leben fortan ohne jenen Sonnenschein, der uns über alles Leid und alles Schwere unseres Weges hinweg hebt, es gibt einen Stab und eine Stütze im Leben des einsamen Weibes die Erfüllung der Pflicht. Hatte sie auch erst gemeint, sie könne den Zeitraum von einem Jahr ohne ihren Wilm nicht überleben als die Zeit kam, da die Sonne über den Berg steigen sollte, faltete sie die Hände und betete herzlich: laß mich leben, Gott, um der Kinder willen. Die Kinder wurden tüchtige Männer und brave Frauen und ihr Herz hat oft in mütterlichem Stolz und hoher Freude geklopft. Dieses Häuschen sah noch reiches Liebesglück in seinen Mauern, sah Kummer und Herzeleid, sah auch ihr stilles Darren durch fünfzig lange Jahre. Ihr Aeltester schläft längst neben dem Vater unter dem Fliederbusch: sei Sohn, im Antlitz und an Bravheit ihm gleich, ist jetzt der Besitzer des Hauses. Die Ahne wird geehrt und geliebt, und sein Kind, das dort in dem Himmelbett schläft, hängt an ihr mit seinem ganzen kleinen Herzen. Es ist ihr Sonnenstrahl, der sie des Alters Last nicht fühlen läßt, und sie lächelt, da sie der weichen Händchen gedenkt, die so oft am Tage und oft genug noch Nachts ihr welkes Gesicht streicheln. Ahne," sagte er gestern Abend, nicht wahr, ich darf Dich morgen wecken ich will zuerst Dir inen Glückwunsch sagen." Sie schaut nach dem Bette. Wie sanft er schläft, das Köpfchen ist dicht an den Bettrand geglitten, sie sieht die rothen Wangen, die frischen Lippen eine Menschenknospe, die schönste Blüthe und Frucht versprechend, und dankbar legt sie die Hände zusammen. Ihr ist so. müde jetzt, der alte Kopf ist schwer geworden von all' dem Denken, aber ihr Herz ist still. Das weiße Haupt sinkt aus das Fensterbrett, und der Frühlingssonnenscbein legt sich warm und lind darauf und läßt es silbern erglänzen wie in Verklärung. Das Bübchen schlägt die Aeuglein auf: wo ist denn die Ahne? Er richtet . sich auf und sieht sich um, ah. sie schläft, er wird thun wie er gesagt und sie wecken, denn heute ist Urgroßmutters achtzigster Geburtstag. Leise erhebt er sich, auf nackten Füßchen tappt er vorsichtig näher, nur klettert er auf ihren Schooß. schlingt die Aermchen um das gesenkteHaupt und liebkost as friedlich lächelnde Antlitz. Aber die Ahne erwacht nicht ... ihr Wilm hat endlich Wort gehalten und sie heimgeholt . . im Frllhlingssonnen schein.
Heimliche Wonne. Erster Füsilier: Wat hat dennDir Deine Juste heute Abend vorjesetzt. dat d: jar so schmunzelst?- Zweiter Füsilier (Geliebter der Köchln des Compagniechefs): Det halbe Huhn, det der Hauptmann kriegen und de Katze jestöhlen haben sollte!" , Was geben Sie für diese Taschenuhr mit der goldenen Kette?Wenn Sie können führen den Nachweis vom rechtlichen Erwerb, geb' ich zwanzig Dollars, im anderen Falle fünf." Her mit den fünf!" H euteverachtetGestern. SQtutt denkt aber nicht, daß: ' morgen Heute Gestern sein wird.
Arachcn im Kriege.
Bon der höchsten Wichtigkeit vx Kriege ist das Auskundschaften der feindlichen Stellungen und des Vor terrains. Genaue Kenntniß davon schützt einerseits die eigenen Truppen vor Ueberrumpelungen und erleichtert, andererseits Offensivbewegungen. Dem Aufklärungsdienst wird deshalb von jedem einsichtsvollen Führer die größte Aufmerksamkeit geschenkt und für den Patrouillendienst im Vorterrain werden stets die besten wie intelligentesten Leute verwendet. In der Campagne auf Cuba. welche durch das gebirgige und waldige Terrain in hohem Grade erschwert wird, soll nun im Aufklärungsdienst die Photographie Verwendung finden und zwar mittels selbst thätiger Apparate, die mit großen Drachen in die-Höhe geschickt werden. Zu diesem Zweck ist unter dem Befehl des Lieut. Wise vom 9. InfanterieRegiment der regulären Armee ein freiA d j u st i r e n der Kammer williges Drachencorps- gebildet worden, dem außer dem Genannten der Corpora! Toole sowie die Gemeinen Hardwick und Webster angehören. Die Ausrüstung dieser Abtheilung besteht aus acht Drachen von sechs bis neun Fuß Höhe, eines photographischen Apparat? und einer vollständigen Garnitur Signalflaggen. Die Drachen sind derartig eingerichtet, daß sie beim Freisliegen durch das Aufblähen deS Ueberzuges nach rückwärts nicht bloI gewissermaßen einen Kiel bilden, der ihre Bewegung stetig macht, sonderrl auch die Luft von einem Flügel aus den andern gleiten lassen, wenn der Wind auf die eine oder die andere Seite zu stark drückt. Da die Drachen nur aus einem leichten Ueberzug mit Lwei dünnen Hölzern bestehen, läßt sich die ganze Ausrüstung bequem zusam- . Aufstieg der Drachen. menpacken und kann derselbe, von den vier Mann ohne Schwierigkeit auf den Rücken getragen werden. Lieutenant, Wise hat nun eine Vorrichtung erfunden, welche es ihm ermöglicht, den mit einem Drachen in die Höhe geschickten pbotozraphischen Apparat unter jefoem Winkel nach jeder beliebigen Richtung zu stellen und dadurch alle er wünschten Terrainaufnahmen zu machen. Nachdem die Platte die erforderliche Zeit exponirt gewesen, bewirkt eine automatische Vorrichtung den Ver-. schluß und in gewöhnlicher Weise er folgt die Entwickelung des Negativs, welches nicht blos die topographische: SignalisirenmitFlaggen. Beschaffenheit de Vorterrains mit der größten Genauigkeit zeigt, sondern auch alle in demselben befindlichen Truppenkörver dem Auge enthüllt. Von welchem unschätzbaren Nutzen dieser Aufklärungsdienst für jeden Vor-Posten-und Avantgarde - Commandeur sein muß. liegt auf der Hand. Aber auch zum Signalisiren auf große Entfernungen können die Drachen ver. wandt werden, da sich an ihren Schnüren die Signalflaggen hissen lassen. Lieutenant Wise hat in Florida umfassende Versuche mit seinen Drachen gestellt und seine Leute in der Handhabung der Luftkundschafter" gründlich ausgebildet. Sie: Dieser Weg ist sehr steil. Gibt es hier denn keinen Esel, der mich hinaufbringen könnte? Er: Lehn'' Dich nur auf mich, mein Herzchen! Uebergefällig. Hausirer (zu dem, der ihn zur Thüre hinausgewarfen): Ae Seif' hätt'' ich. ä billige, wenn Se sich vielleicht haben gemacht schmutzig de Händ' an mai Rock!" Unverbesserlich. Zucht. Hausdirektor: Wie, erst vor einemMo. nat wurden Sie au Ihrer Sjahrigen Strafhaft entlassen und nun hat' 17.2:1 Sie schon wieder bei einem Einbruch erwischt?" Verbrecher: Ach p, -gut Direktor, ich bin durch die fünf Jhrr ' eben ganz auL der ?razis Lek:.:nl-
jt"
fäm
