Indiana Tribüne, Volume 21, Number 277, Indianapolis, Marion County, 25 June 1898 — Page 1
o A M K r foCi 00 vv ly w y y y yy v l Office : No. IS Göt mc&zvza Gtzafa Telephon 1171 Indianapolis, Indiana Samstag, den 25. Juni (898 Jahrgang S1 NcZS77
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irtt. . Margarets Lchendel. g'stn vSllUU btnd S UHr. iltn,,n1 Jahr und 7Mnte. Dir digung fint Sonntag achmlt tag 2 Uhr. vom Trauerhuse, N,. 410 k,n Ltraie, au fttt. rv,ju einlädt Die Kauernde Eltern,
Alfred und 2,'Zargaretba Cchendel. 3 George Herrmanii r-jhrJ ZsichmbeftMev, Office : ZK Süd Deladareft?. tl&Zt : 120, 122, 124, 128, 128 Ofi Penlft, tlafcon 01 1. Offen Taa und Nacht. Missel's Garten In der, mit dem 27. Juni beginnenden Woche treten jede:, Abend die wundervollt Okouroe Schwestern auf erster Älaffc Sängerinnen. ete NzSnung eine reserdtrtenitze. Vreisr Eintritt. Oiotj 4. Zali Feier, achmittag, und Uni. HTsuILel- HD jxelHä: Montag, den 20. Juni bezinoend. Jede acht. MaUne Mittwoch nd Saftag achm. 3 Uhr. w Musik vo der Tkairbank Uabtüe. eu, Eveialitäien. Der bnShmt Elomn Seo. H. dam, .Tb ountrn tmot Tk hren. Sqmnafte und krobate. arnella und Shirk, Toni und lli da, Sänger nd Zanzerinne. Harr? Sds mit fttnem underoolle Hud ,VoC kander und ton si, 2 Sänger, 2 Tanzn. ' iOe luiril lOc Deutsch lelikateffeu. putschen und 5der wnden keim Eiozang kostenftet untergebracht. Vorstellungen od kge, ohn Sonnenjcheia. Die neueste Mode ä'SSKJfta: kdr und Schuhe ine roß, uwahl. Frauen, fchuh ,sn Svc iil $3.00 ; Mäaierschuh vn $1 611 tzS. xot- und jchutz, all eiua und garden ,! nd oha, AisZtze. Kommt nd überzeugt Euch selbst. JDILm JSnLBaR&9 145 Ost Washington tr. ZuVerläffige Nersichernng. Versicherer von Eigenthum sollten solche Gesellschaften wählen, welche vollständig zu vnlSssig sind und xxtn Geschäftsmethoden im Falle eines Verlustes gerecht find. Die Union, Trust Co. schreibt erster Klasse Versicherung, wie man aus den Ges-Uschaften, welche sie allein repräsentirt, ersehen kann : Niagara Insurance Compar.y von Nero York. Jmxerial Insurance Ccmpany, Limited, von . London. Die Nu, Hamxshire, v m Manchester, N. H. Unser Agent wird, so bald Sie tl wünschen bei Ihnen vorspr chen. Telephon 1576. Office: (etäude der Gesellschaft) o. 118 und 122 Ost Market Str. CLIFF0RD ARRICK. Managkr Insurance Departement Paint&YarnisliCo Alle Sorten von Farben, Selen, Pinseln n für Maler. Fenstergl a S in allen Größen zu mäßigsten Preisen. Zlo. 426 Ost Wasbingtonstr Telephon 344, Bahn Exenrsion nach CineinnKtl 1 Oonntag, 20. Juni, 01.00 Rundah,. $1.00 Extra Zug verlaßt Indianapolis um 7:30 ornttttags. SiLZfahrt von der Ttnttnn Central Union Station um 7 Uhr bendS. Sprechen Sie in den Big Four Offices, No 1 0st rashlngun Str. und em Union azn Hefe wegen Tickets usw. vor.
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Editorielles. Wir haben wohl im großen (Sanzen keine Ursache über unsere Polizei
zu klagen, wir können aber nicht umhin sie wegen der Verhaftung der Bäcker Redl und Rothenhöfer scharf zu tadeln. Die Untersuchung ergab, daß nicht der gerivgfte Alllaß zu einem Verdachte vorlag, denn ohne viel Mühe hätte sich sofort erkennen lassen wie da Feuer vom Keller auS seinen 13fa nach dem zweiten Stocke genom. men hatte, ohne den ersten zu berühren Wir aeben zu, daß ek auffallend fein kann, wenn ein Feuer ein Stockwerk überspringt, ei ist aber deshalb durch auö nicht gerechtfertigt, ohne forgfäl tige Untersuchung sofort zwei biö da hin ganz unbescholtene Leute zu ver haften und sie so dem Gerede der Welt preiszugeben. Eö war ein Leichte? eine sorgfältige Untersuchung vor der Verhaftung vorzunehmen. Wai der Feuervehrchef später fand, hätte er auch vorher finden können. Wie die Umstanden lagen, war die Verhaftung eine ganz grobe Rücksichtlostgkeit und etwa mehr Achtung vor Menschenwürde wäre der Polizei sehr zu empfehlen. Die physische Beschwerde einer mehrtägigen Haft ist gerade nicht etwa Schreckliche, aber mehrere Tage lang vor der Welt unter dem Verdachte zu stehen, ein Verbrecher zu sein ist eine schwere Last, welche dem ehrenhaften Menschen schwere Seelenleiden verursacht. Irrthümer find zu jeder Zeit möglich, aber hier lag kein zu rechtfertigender Irrthum vor. in i 3n Boston fand dieser Tage eine große Massenversammlung statt, welche den Zweck hatte, gegen die sogenannte imperialistische Bewegung zu Protest!en, welche sich jetzt allenthalben, beanders aber im Congresse breit macht. St wurden Beschlüsse angenommen, worin gesagt wird, der im Namen der Humanität zum Zweck, der unseligen Lage der Dinge auf Cuba ein Ende zu machen, unternommene Krieg dürfe nicht zu einem Eroberungskrieg verkehrt werden; jede als Resultat deö Krieges vorgenommene Annexion von Gebiet würde eine Verletzung des gegebenea Wortes der Nation fein, das n der gemeinsamen Resolution deS Kongresses verpfändet worden sei; in dieser Resolution sei in Abrede gestellt worden, daß die Wer. Staaten irgendwelche Neigung oder Absicht hätten, Souveränität, Jurisdiktion oder Controlle über Cuba auszuüben, ausgenommen zum Zweck der Pacisieirung der Insel, eine Erklärung, welche bedeute, daß die Ver. Staaten keine selbstische Abficht bei der Erklärung deS Krieges gehabt, und die ihrem Seifte nach auf alle anderen Besitzungen Spaniens Anwendung finde. Ja anderen Beschlüssen, die angenommen wurden, wird gesagt, unsere erste Pflicht sei, die in unserem eigenen Lande bestehenden Uebel zu heilen: die korrupte Regierung, von welcher die Städte New Sork und Philadelphia zwei so augenfällige Beispiele bieten; die gestörten Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit; unsere ungeordnete Währung; unser ungerechtes BekeuerungSfhftem; den demoralifirenden Einfluß deS Geldes bei Wahlen und in Legislaturen und den Mißbrauch von Aemtern als Beute. ES heißt weiter : Wenn wir gezeigt haben, daß wir die Rechte der Menschen innerhalb un sereS eigenen Landes zu beschützen ver mögen, wie die der Farbigen im Sü den und der Indianer im Westen, und daß wir im Stande find, gree Städte wie New Sork, Philadephia und Chi eago zu regieren, dann wird eS Zeit sein, in Erwägung zu ziehen, ob wir mit Fug veitentfernte Völke? von an deren Traditionen als die unfrigeo, einladen können, Glieder unseres Vol keS und unsere Mitbürger zu werden, unsere Regierungsform anzunehmen und an der Regierung unseres Landes theilznnehmen." Gegen den Schluß der Versamm lung wurde ein Ausschuß ernannt, der mit anderen im ganzen Lande zu grün denden Organisationen zusammenge hen soll, um den imperialistischen Re gierungSprojekten entgegenzuwirken. ES ist ,u wünschen, daß die in Vofton begonnene Bewegung sich über daS ganze Land ausbreite und Erfolg
habe.
VrchllilllhrilhKli.
Wetterbericht. Kühler, gelegentlich Regen oder GeWitter heute Nacht und am Sonntag, gefolgt von schönem Wetter. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 90 Grad, niedrigSe 78 Grad. Ein heftiges Gefecht. DepeschenbootWanda, 24. Juni. Heute Morgen griffen Abthei lungen deS ersten und des zehnten KavallerieregimentS und Roosevelt'S rough riders, im Ganzen etwas weniger als tausend Mann, zweitausend spanische Soldaten in einem Dickicht, etwa fünf Meilen von Santiago, an. Die Spanier wurden geschlagen und in die Stadt getrieben. Die Amerikaner Hatten dreizehn Todte und wenigstens fünfzig Verwundete, von welch letzterea sicherlich zehn sterben werden. Die Spanier hatten ohne Zweifel große Verluste, zwölf Leichen wurden im Gebüsche gefunden. Die Amerikaner befinden sich nun an der Schwelle Santiagos und der Angriff wird in Bälde erfolgen. Edward Marshall, Korrespondent des N. I. Journal und Advertiser, wurde schwer am Rücken verwundet. Unter den Todten befindet sich Hamllton Fish, jr., einer von RooseveltS rough ridtr Er war ein Enkel von Hamilton Fish, der unter Grant StaatS-Sekretär war. Er dar Bankier, sechs Fuß groß und von herkulischen Körperbau. Vom Kriegsschauplatz. An Bord deS Ass. Preß-Depeschen-booteS Dauntleß," vor B a i q u i r i, Donnerstag, 23. Juni, Nachmittags. Via Kingston, Jamaika, Freitag, 24. Juni, 10 Uhr Vormittags. Spät gestern Nachmittag wehte das Sternenbanner vom Gipfel der AltareS-Ge-birge hinter Baiquiri. DaS Aufhissen der Flagge erfolgte unter dem wildefien Jubel. Major Lamotte mit zwei Semeinen der Freiwilligen-Cadallerie erkletterte die Höhen und pflanzte die Fahne auf. Die unter Befehl von Gen. DemetriuS Castillo stehenden Cubaner, welche Baiquiri nach der Flucht der Spanier besetzten, boten einen erbarmungSwerthen Anblick. Sie sind nur mit Lumpen bekleidet und die meisten waren halbnackt. Viele trugen nur zerrissene Hemden, keine Hosen und nur wenige trugen Schuhe. Sie bestanden der Mehrzahl nach aus Negern, und eS befanden sich viele Knaden von etwa IS Jahren unter ihnen. Ihre Gewehre stammten aus mancherlei Fabriken, da gabS die alten Schloßgewehre, Mauser, RemingtonS und unzählige andere Schießwaffen. Aber Alle waren mit Macheten ausgerüstet. Die Sonne brannte nur so vom Himmel herab, und diele der Jnsurgenten sowie der Bundes - Truppen wurden von der Hitze übermannt und aufs Hofpitalfchiss gebracht. Die Truppen find alle wohlgemuth und freuen sich über General ShafterS energisches Vorgehen. Leider hat das schnelle Vorrücken der BundeS-Truppen zur Folge gehabt, daß den gelandeten Truppen der nöthige Proviant fehlt. Gen. Lawton sandte heute Nachmittag an daS Pro-viant-Amt auf den Transportschiffen die energische Aufforderung, sofort den nöthigen Proviant in die Lager der gelandeten Truppen zu schicken. Proviantmeister Col. HumphreyS versprach, die Eßwaarea bei Tagesanbruch abzuschicken, so daß sie vor Abend in Juragua anlange müssen. ) Eine stürmische Sitzung. Madrid, 24. Juni, 8 Uhr Vermittags. Die gestrige Sitzung der De putirtenkammer, in der die Philippi nen-Frage besprochen wurde, war eine sehr stürmische. Senor Romero I. Roblebo, der Leiter der Konservativen, griff den früheren Kriegsminister Gen. Polavieja in heftiger Weife an, weil derselbe sich mit Agnlnaldo, dem In-surgenten-gührer, auf Unterhandlun gen eingelassen hätte. Er wurde durch Rufe DaS ist gelogen" unterbrochen, und eS erfolgte ein solcher Aufruhr, daß die Sitzung suSpendirt werden mußte. Als die Ruhe wiederhergestellt war. fuhr Oenor Nobledo in seiner Nede
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Frieden oder Krieg wünsche. Wenn sie Frieden wünsche, so solle sie direkt
mit den Ver. Staaten verhandeln, ohne Zwischengänger; denn die Mächte würden doch daraus bestehen, daß ste ihre Commission" erhielten, falls der Friede durch ihre Vermittlung erreicht werte. Er ermähnte Alle, Parteifragen zu vergessen und nur dessen eingedenk zu fein, daß sie Spanier" seien. Der Marine-MinifterCapt. Aunon, suchte die Marine gegen die von Senor Robledo in seiner Rede gemachten An griffe zu schützen. Ein weitere Szene folgte, als Senor Salmeron, der Führer der Republik ner, in energischen Worten gegen den beantragten Schluß der Debatte prote ftirte und sich anschickte, die Regierung anzugreifen. Seine Rede wurde durch Rufe und Gebrüll vo allen Seiten übertönt. Als der Sturm sich endlich einiger maßen gelegt hatte, verkündete der Präsident, daß die Kammer die Fragen in Gehelmfitzung besprechen werde. Die ReichStagSvahl. Berlin, 24. Juni (Mitternacht). AuS 117 Wahlkreisen find folgende Berichte über daS Resultat der Stichwählen da : Conservative 18, Reiche Partei 6, Centrum 10, Antisemiten 5, Nationalliberale 21, Freifinnige (welche 7) 7, Radikale (?) 24, süddeutsche Volkspartei 7. Bund der Landvirthe 1, Sozialdemokraten 18, Welsen 3, Unabhängige 4. H K r i.e g S r e ch t. London, 26. Juni. Der Madrlder Korrespondent deS Daily Telegraph" sagt : Nach Schluß der CorteS wurde KriegSrecht proklamirt. DaS Sagafta-Kabinet wird einem neuen Platz machen, welches Unterhandlungen für den Friedensschluß eröffnen wird. Der Madrider Korrespondent . her Financial NewS" sagt Senor Gamago wird der neue Premier sein, .mit Senor Salvador als Finanzminister und zwei Silveliften im Kabinet. Die neue Regierung wird Frieden schließen. ES ist kein Zweifel darüber, daß Spanien alle seine Kolonieen verlieren wird. Admiral CamaraS Flotte verließ Cadix, um die öffentliche Meinung zu beruhigen. Bis er die Philippinen erreicht, wird wohl Frieden geschlossen sein. Judenhetzen. L o n d o n, 25. Juni. Der Wiener Korrespondent der Daily NevS" sagt : Die Ausstände gegen die Juden find durchsuch noch nicht zu Ende. 3ll Sandee mußte gestern daS Militär einschreiten. Angriffe auf die Juden und Plünderung derselben find in den Dörfern alltägliche Ereignisse. Am 15. Juni befanden sich 22 Ortschaften in offener Revolte. Ein blutiger Kampf entstand in Fryftak, wobei zwölf Bauern getödtet wurden. Unter den Bauern ist der Glaube verbreitet, daß Kronprinz Rudolph noch lebe, sich in Amerika aushalte und die JudenHetze gutheiße. NeneS Ministerium. Paris, 24. Juni. Mr. Peytral ist eS endlich gelungen, ein neues Cabinet an Stelle des abgedankten Meline - Ministeriums zu bilden. DaS neue Cabinet besteht aus folgenden Mitgliedern : Premier und Minister deö Innern: M. Paul Peytral; Minister des Auswärtigen : M. Charles de greyclnet; Kriegsminister: M.Godefrey Cadognac; Marineminifter : Contre-Admiral grancois göurnier; Finanzminister: M. Paul de Lombre; Suftizminister : M. Ferdinand Sarrien; Colonialmlnifter : M. Theophile Deleasse; Handelsminifter : M. Emile Maruejouls; Ackerbauminister: Senator vadnel; Minister der öffentlichen Werke : M. Georges Leugues; Minister deS ErziehungSvesenS : M. Charles Dupuy.
Session der CortsS a u f g ehoben. Madrid, 24. Juni, 4 Uhr Nachmittags. Die Königin-Negentin hat soeben den die Tortes" aufhebenden Erlaß unterzeichnet. DaS Cabinet hielt heute unter vorfitz der Königin-Negentin eine Sitzung ab, während der Premier - Minister Sagafta in Kürze die Lage in Spanien und in den Kolenieea beschrieb. Oei-
tere Nachrichten waren weder von den
Philippinen noch von Cb eingelaufen. Der die Session aufhebende Erlaß wird heute Abend in der Versammlung der CorteS verlesen werden. Der. Kriegsminister, General Cor rea. sagte während der CabinetSsitzung, daß er sofort aktive Maßregeln treffen werde, um die bei Santiago de Cuba in die Falle gegangenen amerikanischen Truppen zu vernichten." Man erwartet, daß die Republikner in der Deputirtenkammer ftürmische Szenen als Nachtrag der geftrigen aufgeregten Sitzung veranstalten werden. Madrid, 24. 3uni, Abends. Die CorteS" lösten sich heute Abend, nachdem der Erlaß der Königin-Negentin verlesen worden war, auf und vertagten sich, ohne die sonst üblichen Hochrufe auf de Thron Spanien? auszubringen. Bon einer Granate getroffen. Playa del Este, 24. 3uni. Wahrend der Beschießung Santiagos platzte über dem Schlachtschiffe Texas eine sechszöllige Granate, wobei ein Mann getödtet und acht verwundet wurden. SHissS-NaHriHten. Angekommen in: Southampton: Augusta Victoria" von New Sork nach Hambürg. a N e d S o r k : Fürst Bismarck" von Hamburg und Southampton; Palatia" von Hamburg; Nomadic" und Lueania" von Liverpool; Ebam" von Amsterdam. Queenstovn: Campania" von New Sork. allerlei. Frank u r p h y. 40 Yayre alt, ist dem Tode nahe und zwei andere Männer, Thompson und Hunt, sind in dem Hospital in Newark, N. I., als Folge davon, daß sie in den Straßen jener Stadt mit ihren Fahrrädern gerast hatten. Thompson und Hunt auf einem Tandem und Murphq auf einem Fahrrad rasten mit niedergebeugtem Kopfe Broadstraße hinab, als ein Cab plötzlich in die Straße bog. Murphy fuhr mit solcher Gewalt in den Wagen hinein, daß die linke Seite desselben zersplitterte. Das Tandem traf das Cab mit gleicher Gewalt. Murphy's Schädel war gebrochen und Thompson und Hunt wurden innerlich verletzt. Von einer riesigen schwern Schlange attackirt wurde der Constabler W. U. Hendriekson auS Cum berland, Md., während er an einer Quelle im Walde seinen Durst löschte. Hendrickson hatte daö Reptil rechtzeitig genug bemerkt, um einen Baumast zu rareisen und des ÄhiereS ersten Angrzsf abzuwehren. Trotzdem ließ die Schlange nicht ab und in dem wüthenden Kamvfe hob sie sich auf ihrer Schwanzspide empor, um dem Manne ihre Fängt tn das Gesicht zu schlagen. Dem Reptil wurde nach einem verzweiselten Kampfe endlich von Hendrickson'S Gefährten, George Struckman, der Garaus gemacht. Die Schlange hatte eine Lange von über 5 Fuß. In trunkenem ueoermuth t der Kutscher Jameö Thompson in ort Richmond, Staten Island, sein thtn verloren. Nacbdem er tllcktia gebechert hatte, erkletterte er einen Telegraphenmast und hielt, auf einem Querbalken sitzend, an den zahlreich versammelten Janhagel eine ultige Bierrede, in welcher er seine Zuhörer auffordert, ihm zu folgen. Da Niemand seiner Einladung Gehör schenkte, rutschte er hinab und klettert? abermals in die Lohe, wobei r fein Aussorderung wiederholte. Ms diese auch jetzt unbeachtet blieb, wollte Thompson wieder hinabsteigen; dabei ßerieth er aber in Contact mit zwei Lettunaödrähten, und der elektrische Schlag schleuderte ihn auö der beträchtlichen Höht köpfüber zu Boden. Als Leiche wurde der Unglückliche aufgehoben. In Tacoma, Wash., erschoß Jameö Bartlett den Clarence Emery und die Tillie Millet und jagte sich dann selbst eine Kugel in den Kopf, die seinen sofortigen Tod herbeiführte. Die Blutthat ereignete sich im Donnelly - Hotel. Smery und die Millet saßen in einem Privatzimmer deö Hotelö beim Frühstück, als Bartlett plotzlich hineinstürzte und AU schießen begann. Die Millet hatte Bartlett in Dyea, Alaska, verlassen, um mit Emery zusammenzuleben, der als SchanteUner auf dem Dampfer City of Seattle" angestellt war. Früher hatte sie in Seattle gelebt. Sie war etwa 25 Jahre alt und mit einem ge. wissen Chandler veryeirathet gewesen, der jedoch vor mehreren Jahren verschwand. Seitdem war sie unter dem Namen Millet bekannt aewesen.
Eine bemerkenswerthe Verfügung hat die preußische Regierung m Erfurt ellassen: Es ist zu unserer Kenntniß gekommen, daß in Singvereinen, die unter Leituna von
j Lehrern stehen, der Chorgesang lmmer " t. c c i . er ..-! incic juiuuiim, iuui;ccnu mz viPupici ganz besonders gepflegt werden. Auch sollen Lehrer es mit ihrer Dienststellung vereinbar finden, den Gesang solcher Couplets, deren Inhalt nicht'ganz unbedenklich ist. auf dem Klavier zu begleiten. Auch sollen Lehrer mit ihren Vereinen zum Zwecke von Gesangaufführungen bezw. Concerten gegen ErHebung von Eintrittsgeld nach benach Karten Orten reisen. Wir ertheilen in jedem Falle unsere Genehmigung zur Leitung von Gesangvereinen durch Lehrer in der bestimmten VorausAtzung, daß die Lehrer es sich angelegen ein lassen, einestheils die idealen Zwecke des Vereins zu fördern und anderntheils die Würde ihres Amtes und das Interesse der Schule gewissenhaft zu wahren." Die Zerstreutheit der Professoren besteht denn doch nicht nur in den Witzblättern. Das zeigte dieser Tage wieder ein Fall in Straßburg. Herein tritt da in den Tiefen Keller", die Stirne vomDenken tiefgefurcht, ein bekannter Herr Professor. Den Uev?rrock hat er auf dem Arm liegen. Nun that er nicht etwa, wie jener berühmte Mann, daß er den Ueberrock an den Tisch setzt, sich selbst aber an den Nagel gehängt hätte nein, so zerstreut sind die modernen Professoren nicht mehr. Er hängt also ganz richtig den Ueberrock an den Nagel, aber der Ueberrock ist gar kein Ueberrock, sondern ein Unterrock seiner Frau. DieRettunaS-Statio-nen an der Westküste Jütlands haben dieser Tage ihr 50jähriges Jubiläum gefeiert. Es befinden sich in Jütland 57 Rettungsstationen, die fast alle mit den besten Apparaten versehen sind und in dieser Gegend, wo Strandungen jedes Jahr so viele Opfer erheischen, vorzügliche Dienste leisten. Seit 1848 find dort 2760 Strandunaen vorgekommen, bei denen 1750 Schiffe vollständig untergingen. Von den Besatzungen dieser Schiffe wurden durch die Rettung - Stationen 21L50 Menschen gerettet, während 1069 ertranken. Das dänische ReNungswesen kostet dem Staate 130.000 Kr. jährlich. Leider werden die braven Fischer, die ihr Leben der größten Gefahr aussetzen, um ihre Mitmenschen zu retten, sehr schlecht bezahlt. Die Vicomiesse de Westheimer, Gattin des bekannten Banquiers, hat sich in ihrem Palais. Avenue Raphael in Passn bei Paris, erschossen. Sie war . eine Wienerin, hieß mit ihrem Mädchennamen Angela Berger und stand imAlter von 36 Iahren. Seit langer Zeit soll sie an einer nervösen Krankheit gelitten und Spu ren von Tiefsinn gezeigt haben. Dieser Tage sagte sie noch zu ihrer Kammerzofe. Anna Witt. sie würde glücklich sein, wenn sie stürbe. Um 5 Uhr Nachmittag schickt ste die Zofe fort, schloß sich in ihrem Toilettezimmer im ersten Stock des Palais ein und gleich darauf hörte man eine Detonation. Als der Gatte und die Dienerschaft herbeieilten, fanden ste die Vicomiesse sterbend vor; sie hatte sich die Kugel ins Herz gejagt. In Madrid verhaftete die Polizei einen gewissen Ambite. Dieser war ein leidenschaftlicher Jäger nur betrieb er seinen Sport" auf eigenthümliche Weise. Er besaß nicht weNiger als dreizehn Hunde, die vorzüglch abgerichtet waren. Ber Tage chmugaelten sie alle möglichen Waaren n die Stadt, da die Zollwächter ihren linken Sprüngen nicht zu folgen vermochten, und bei Nacht ging ihr Herr mit hnen auf die Jagd m verschwiegenen Gassen und Höfen. Herr Ambite war nämlich der regelmäßige Versorger zahlreicher Wirthshäuser Madrids mit Katzen. Die Dachhasen wurden dann fein säuberlich mit Tunke, oder auf dem Rost gebraten, den Gästen als Kaninchen vorgesetzt. Die heilige Hermandad war so grausam, den Biedermann in seinem ehrlichen" Gewerbe zu stören. DieOrgelfürdieErl'ös e r k i r ch e in Jerusalem wird augenblicklich im großen alten Saal des StadtmissionShauseö zu Berlin probeweise aufgebaut. Sie ist im romanischen Stil entworfen und in ihrer Form den Raumverhältnissen in der Bogenseitennische an der Breitseite neden der Altarapsiö der Kirche angePaßt. In die symmetrisch angebrachte Rundbogennische auf der Kelchseite neben dem Altar kommt etwas hervorgerückt die Kanzel zu stehen. Die Orgel wird von Gebrüder Dinse erbaut. Das in Eichenholz hergestellte Gehäuse und das Werk nkrd nach Fertigstelluna alsbald wieder abgebrochen und soll Ende Juni nach Jerusalem abgesendet werden. Die Orgel kostet etwa 11.000 Mark, wozu noch 2000 Mark Beförderungskosten treten. Es lohnt sich, Hood's Sarsaparilla zu gebrauchen. Oei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Srippe, Lungenentzündung, Diphteritis oder Fieber. ?ood'S Pillen sind von den aukge. testen Pflanzen sorgfältigst zube reitet.
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