Indiana Tribüne, Volume 21, Number 260, Indianapolis, Marion County, 8 June 1898 — Page 2
V
ZnvZsua Arivüne. ErsS:w! Täglich imb SouNtagV.
Die täzlich .Tridün- kostet durch en Xtlgtt 2 Ztii pkr Woche, die Eontaal,.bät"I Iet per Woche. Belbc asme 15 5tf k 53 Gents e, titt. Vtx P,ft ierhalS d u lgtschilkt 1 ,raZi,hls V p Iah. onui 10 Süd cntt cttäu Zndianapoliö, Ind., 8. 3uni 1898 Die Mißwirthschaft in Spanien.
Bei der Darlegung der Ursachen deS kubanischen Aufstandes ist bis jetzt zu wenig berücksichtigt worden, daß die allgemeine Unzufriedenheit und die Mißwirthschaft in der Verwaltung der Insel erst ihren Anfang genommen haben, als die Sklaverei aufgehoben, also den blühenden Plantagen.' die Arbeitsfräste genommen wurden. Die - Befreiung der Sklaven auf Cuba war eine unabwendbare Forderung unserer Civilisation, aber Spanien hat .sie jnU Blut bezahlen müssen. Der- Wirthschastliche Rückgang war seitdem unaufhaltbar. Vor der Aufhebung der Sklaverei war auf Cuba nicht von Mißwirthschaft die Rede; von. da an . fand man die Steuern drückend und unerschwinglich, und man gewöhnte . sich, wie der Spanier selbst, über die Steuerlast zu klagen, obwohl der Letztere, wenn er in unserem wohl geordne ten Staate Preußen lebte, noch viel mehr zu zahlen hätt. Indessen die Cubaner wußten, daß die Abgaben, die sie entrichteten, nicht unverkürzt in den Staatssäckel flössen. Wir füllen den Beamten die Taschen, in -der Staats- . lasse beirscht ewige Ebbe.- Das war der ständige Kehrreim ibrer klagen. In keiner Verwaltung aber werden Unterschleife unverblümter und offener betrieben, als in der spaniscken; sie sind dort eben nur ewfache unregelMäßigkeiten. Ein weiterer Gegenstand v htTKhttnhr Sllaatn in Svonkn und
den Colonieen ist die Fälschung der Wahlen und die daraus sich ergebende Fälschung deS Volkswillens.. In. den größeren Städten, : vornehmlich den Provinzhauptstädten,' hat idie Regierung ihre -Hand bei .der Wahlmache stets im Spiele.' -Sieäßt öfters für Alle, die nicht gestimmt haben,- Stimmzettel in die Urne schmuggeln, die natürlich auf den.Candidaten lauten, der ihr genehm ist. Wird der Betrug entdeckt, so zerschlägt bisweilen das aufaebrachte Volk die Urnen; es setzt Faustschläge. .Messerstiche und Revol-, verschüsse ab.' Mißlingt dem von der Regierung angestifteten Beamten das . Wahlmanöver und steht die Wahl eines Oppositionscandidaten in 'Aussicht, so läßt der Beamte felbst wohl jenes aufgebrachte Volk in das Wahllokal stürmen und die Urnen zerschlagen. - Gewählt ist aber dann das stand' schon fest der Regierungscandidat, oder eine erneute Wahl gibt Gelegenheit die Fälschung nochmals zu versuchen. In weniger bedeutenden Wahlkreisen .werden die Stimmen ost gekauft,' ihr VreiS schwankt zwischen 2,50 und 5 Pesetas. Das hindert dann dieselben Stimmenverkäuser nicht, nachher über die schlechte Volksvertretung" zu schreien. Bei Stadtrathsmahlen wird der Stimmenverkauf noch offener betrieben, ja, mancher Candidat soll sich förmlicher Agenten dazu bedient haben. Es gibt noch andere Wahlmanöver; so kommt es z. B. vor, daß ein Wähler mehrmals seine Stimme abgibt ,.vnb damit noch prahlt; einem andern wirt klar gemacht, er habe schon gewählt, obWohl er das Wahllocal noch gar nicht betreten hatte. Auch fand sich zuweilen ein längst Verstorbener noch auf der Wahlliste, und auch dessen Stimmt wird gezählt! Diese Mißbräuche sind allgemein bekannt und sie haben im Laufe der Zeit bewirkt, daß eine große Zahl von Wählern sich ganz von der Politik abwendet, sich der Wahl enthält und unthätig den Dingen freien Lauf läßt. Der Durchschnittssvanier ist zu bequem, sich zu einer Anstrengung 'aufzuraffen, die zur Besserung dieser Zustände führen könnte; solange er seine persönliche Freiheit ungestört genießt fast alle Gesetze werden sehr nachsichtig gehandhabt , solange er der Steuerbehörde ein Schnippchen schlagen und durch Besteckunaen die Strafe für solche Hinterziehungen abwenden tarnt,' kurz, solange es '..ihm nicht an den Beuiel und' an das Leben geht, ist er leidlich zufrieden, . genießt fein Leben, soviel er kann, und schimpft ,ur zur Abwechslung einmal auf die schlechte Regierung. Er hat darin nicht so unrecht, denn besonders das schlechte Beispi?l der Regierung ist es, das die politischen Sitten in Spanien verdorben hat. Stürzt z. B. das liberale Cabinet und überläßt meist ist es so ein unentwirrbares Knäuel von Arbeiten seinem - conservativen Vlaü)oatx, so werden fast alle Beam ten, vom Vrovinzgouverneur herab bis zum untersten Secretär, entlassen und neue, konservative Beamte treten an ihre Stelle. Der Wechsel der Cobinett: aber ist so häufig und regelmäßig, daß die Beamten mit ungefährer Sicherheit berechnen, wie viel Ersparnisse- sie während der Ausübung ihres Amtes zu machen haben, um versorgt zu sein. bis die Reihe wieder an sie kommt. Das schlimmste Uebel ist, daß die Politik such in's Heer getragen wird. Revublikanisch oder carlistisch gesinnte Officiere. letztere besonder, in der Artlllerie, sind keine Seltenheiten: verweist man die Herren darauf, wie be denklich solche Treibereien in der Armee werden könnten, so hält man t V I vj woyi Die roize ÄNtworl: vium em Republikaner oder Carlist weiß sein Vaterland zu vertheidigen!' Gewiß wenn jedoch Don Carlos moraen in Spanien erschiene, würde sich das Heer sofort in zwei Parteien spalten und cn.i tCI KjC ? vit yrc'uuiuuuci luuiucn uu aus oei den absondernd Ein Unglück für Sva nien war und insofern muß man "dem Worte des Carlisten Mella. unbe schadet aller Achtung vor den Vortreff 'lichen Eigenschaften und dem guten
Willen der Königin - Regentin, Recht geben der frühe Tod Alfonso's XII.
Seitdem ist das Ministerium mit dem jeweiligen Ministerpräsidenten an der Spitze in Wirklichkeit die einzige Regierung deö Landes. Wohl nie hat daZ Fehlen eines thatkräftigen Monarchen, der auch der oberste Kriegsherr ist, sich so bitter gerächt, wie gegenwärtig in Spanien. Schon im Ansänge des Colonialkrieges war des Schwankens, Zauderns und des Wechsels im Oberdesehl kein Ende. Es gibt in Spanten zur Zeit keinen obersten Kriegsherrn, der Marine und Landheer-unter seinem Oberbefehle vereinigte, der das Vertrauen seines Volkes genösse, der der neidlosen, aufrichtigen Berathung seines Generalstaves sicher wäre. Und so ist nicht abzusehen, wohin Spanien noch kommen wird. Das Volk ist sich semes .stetigen Rückaanaes kaum bewußt geworden; jetzt plötzlich kommt die Einsicht der Schwache und ohnmächtige Wuthausbrüche darüber. Das und nicht blos die Brottheuerung und die politische Verhetzung ist die Ursache der Aufstände, von denen wir jetzt allerorten hören. Der Thron des Zungen Königs ist gegenwärtig ernstlich bedroht, weil das Volk dtt Dynastie ungerechterweise allein für die Lage verantwortlich macht, nachdem es selbst in trägem Schlafe nur an sich selbst und an persönliche, kleinliche Vortheile gedacht und nie versucht hat. auf friedKA, Cm . m . rr r ? r.i ""t" eme cjciung 1 einer Vertretung im Parlament anzustreben. (K.ZQ Ueber Wustenpflanzen. Die WUstenpflanzen oder Xerovbvten zeigen zahllose Anpassungserscheinungen. -Bald ist die Vegetationszeit stark verkürzt, bald .hat die Pflanze andere Hülfsmittel, wodurch sie die Ausdünstung von Wasser verhindern kann. Wirst sie ihre Belaubuna nicht ab, so ist sie sicher vor derAustrocknung durcy Verdlckuna der Blattoberhaut und durch eine Firniß-, Kalk- oder Salzkruste und durch emen Haarpelz auf den Blättern geschützt. Andere Vewachse wiederum besitzen in ihrem Innern große Wasserreservoirs, z. B. i . c r . oie. ourcy lyre iuttulenz bekannten Cacteen. Im Gegensatze hierzu stehen die Ruthengewächse, bei denen der WasserMangel zu der ruthenformigen Ausbildung .geführt hat. Besonders in den Mittelmeerlandern und Australien find; die Pflanzen heimisch. In NeuHolland kommt noch hinzu, daß die Ebenen der Vlattflächen den Sonnenstrahlen parallel sind, wodurch die neuholländischen Wälder den ihnen eigenen Eharakter der Schattenlosigklt erhalten. Auch . die Reizbewegunaen der Mimosen und anderer Pflanzen, sowie das Zusammenrollen der Blätter zahlreicher Kräuter sind Einrichtung gen, die das Fortkommen der GeWachse m -Trockengebleten unterstutzen. Außer diesen Anpassungserschernungen besitzen auch noch die Wurzeln dieler Xerophyten ihre Besonderheiten. Prof. Roll erörtert diese Verhältnisse an der in den Wüsten von Russisch Centralasien heimischen Aristiila piingens. Wie die Wurzeln der meisten Wüstenpflanzen, so dringen auch die auffallend langen, unverzweigten Wurzelfaden der Amtida bis zu erstaunlichen Tiesen in den Boden ein und verzweigen sich erst-dort zu filzartigen Massen, wo sie auf größere Feuchtigseit in der Nahe des Grundwassers stoßen. Die Gefäße der Wurzeln führen dann das Grundwasser auf langem Wege durch die trockenen Landschichten den oberirdischen Theilen zu. Ferner sind die Wurzeln über ihre ganze Länge mit einer festen Sandröhre umhüllt; stecken also gleichsam in einem mineralischen Futterale. Die mikroskopische Untersuchung zeigt, daß die von der ganzen Wurzeloberfläche ausgehenden, zahlreichen langen Wurzelhaare aus'S innigste die benachKarten Sandpartikelchen umwachsen und sie so zu dem zusammenhängenden Futterale vereinigen. Die Fähigkeit kommt ja den Wurzelhaaren aller Landpflanzen mehr oder weniger zu; aber der Haarfilz beschränkt sich fast stets nur auf kurze Strecken hinter der fortwachsenden Wurzelspitze. Demgemäß findet man nur die äußersten Wurzelenden mit den bekannten Höschen auS .Land-, und Erdtheilchen bekleidet, wenn man eine Pflanze vorsichtig aus lockerem Boden entnimmt. - In dem Sandfutteral der Steppengras - Wurzeln sind diese Höschen kolossal entwickelt und hüllen die ganze Länge der Wurzel ein. Man nimmt an. daß diese Sandhülle eine organische Umhüllung dadurch ersetzt, also ein Schutzmittel gegen Austrocknung der ivasserleitenden Elemente der Wurzeln bildet. Ob damit die Funktion der Wurzelsutterale erschöpft ist. läßt sich nur durch Bobachtungen am lebenden Material feststellen. Ausgeschlossen ist nicht, daß der enorm entwickelte Haarfilz zurVergrößerung der Wasseraufnehmenden Fläche der Wurzeln dient. Wäre dies der Fall, so könnte nicht nur das durch die Wurzelenden aufgenommene Grundwasser, sondern auch daS durch atmosphärische Niederschläge geboteneWasser für die Pflanze nutzbar gemacht werden. Malaien in Louisiana. Durch die Expedition deS Generals Mnritt nach Manila, welche der See sieg des Admirals Dewey zur Notb wmdigkeit gemacht hat, werden die Amerikaner in nähere Berührung mit einem exotischen Volke gebracht, von dem sie nur wenig wissen, wiewohl dasselbe seit langer Zeit in mehreren Colonien in Onkel Sam's. Domäne repräsentirt ist. Freilich sind diese Colonien kaum bekannter als das Innere von Luzon oder einer andren Insel des Philippinen - Archipels, wiewohl sie nur eine kurze Strecke von New Orleans in dem sumpfigen Küstengebiete von Louisiana belegen sind. Diese Eolomen Manllamanner werden
ihre Bewohner allgemein . genannt werd von twenr. Qliken nur ttfci
selten betreten, denn sie bieten nichts, was die Wißbegier oder Habgier reizen ! könnte; ihre Bewohner selbst unterhal-; ten mit der Außenwelt nicht die ge- l
ringste Communication. Sie fuhren ein halbwildes Dasein und geben keinen Pfifferling um die Gesetze desLandes, denn bei Verübung eines schweren Verbrechens wird von ihrer eigenen Obrigkeit selbst die Todesstrafe vollstreckt. Die bedeutendste Ansiedlung der Manilamänner ist St. Malo in dem unmittelbar an New Orleans grenzenden Parishe St. B.ernard und zwei weitere Colonien sind westlich vom Mississippi im Parishe Plaquemines belegen. Wie alt die erstgenannte Ansiedlung ist, läßt sich mit Bestimmtheit nicht angeben, doch wird man mit der Annahme, daß sie aus der Zeit der Spanierherrschaft datirt. kaum fehl gehen. Der- Name St. Malo läßt diese Annahme als richtig erscheinen, denn der berüchtigte Schmuggler und Seeräuber Lasitte, der seiner Zeit im Golf von Mexico fein Unwesen trieb, stammte aus St. Malo in Frankreich. Die ersten weißen Ansiedler im Parishe St. Bernard stammten von den canarischen Inseln; sie bedienten sich der spanischen Sprache und nannten sich lHtnos. Die Vorfahren der Manilamänner". welche ein schauderhaftes Spanisch und unter sich gelegentlich malaiisch sprachen, sind jedenfalls Eingeborene von den Philippinen gewesen, welche in den spanischen Seedienst gepreßt wurden und an einer Küste, die mit ihren Heimathsinseln so große Aehnlichkeit hat, desertirten. St. Malo. das 30 Meilen von New Orleans in dem gleichnamigen Bayou liegt, ist keine eigentliche Insel, wird aber häufig zu einer solchen, wenn die gewaltigen Golfströme das Wasser in mächtigen Wellen, auf das Land werfen. Zum Schutze gegen diese verheerenden Fluthwellen errichten die Manilamänner ihre ärmlichen Hütten auf Pfählen, die bis zu 10 Fuß hoch stnd. Die Dächer sind aus Palmettoblättern und Moos hergestellt und die prlmitlven Hütten haben dasselbe Aussehen wie diejenigen der Eingeborenen auf den Philippinen. Betten, Stühle und Tische sind in St. Malo unbekannte Luxusartikel. Die Leute sitzen und schlafen auf dem mit rohen Matten bedeckten Fußboden und benutzen plumpe Holzböcke mit ungehobelten Brettern als Tische. Fenster und Oefen gibt es dort ebenfalls nicht; ihre Speisen bereiten die Manilamänner an offenen Feuern, wenn sie dieselben überhaupt kochen; gar zu gewählt sind sie in dieser Hinsicht nicht, da sie selbst Fische roh verschlingen. Ihren dürftigen Lebensunterhalt gewinnen sie mit Fischen und waZ. sie von ihrem Fange nicht selbst verbrauchen, verkaufen sie an italienische Händler aus New Orleans. Als allgemein anerkannte Obrigkeit gilt FA Maestro (derHerr). dem einige der ältesten Bewohner zur Seite stehen. Wie die Eingeborenen auf den Philippinen sind alle Manilamänner unverbesserliche Spieler, und Crap" sowie Keno" bilden neben den Hahnenkämpfen ihre einzige Unterhaltung. Bemerkenswerth ist übrigens der Umstand, daß in St. Malo keine Weiber geduldet werden und Männer, welche nicht im Cölibat leben wollen, mehrere Meilen von der Ansiedlung ihr Domicil aufschlagen müssen. Das Aeußere der Manilamänner ist mehr als abstoßend. Klein von Statur haben sie einen zähen, sehnigen Körper; die Backenknochen stehen weit vor, und die dicken Oberlippen sind mit kurzen Borsten, die einen Schnurrbart vorstellen sollen, bedeckt. Da sie mit der Außenwelt fast gar nicht in Berührung kommen, kann füglich unter ihnen auch nicht von Verbrechen gegen die weiße Bevölkerung die Rede sein. Vergehen gegen ihr eigenes Herkommen be. straft El Maestro gewöhnlich sehr strenge. Originell ist das Gefängmß" von St. Malo. Dasselbe besteht aus einem schwimmenden, mit Löchern versehenen Fischkasten, in den der Armesünder auf längere oder kürzere Zeit gesteckt wird. Nur der Kopf des Delinquenten ragt aus dem schwimmenden Verließ hervor und das kalte Bad. verbunden mit den Bissen der Stcchflicgen.hat gewöhnlich sehr schnell den Effect, einen Hitzkopf zur Ruhe zu bringen. Unverbesserliche Uebelthäter werden auö der Colonie verjagt. Im Großen und Ganzen stehen die Manilamänner auf einer sehr niedrigen Culturstuse und daß sie kaum culturfähig sind, erhellt aus der Thatsache, daß ihre Colonien auch nicht den geringsten Fortschritt aufzuweisen haben. Europäische Rundschau. Provinz Brandenburg. Berlin. Consul Arnold Friedmann, in Firma Gebr. Friedmann, ist an den Folgen einer Operation gestorben. Oberverwaltungsrath Oskar Hahn, der sich in der sog. Berliner Bewegung hervorgethan hat, ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Er war früher auch preußischer Landtags- , und Reichstagsabgeordneter. An den Folgen einer Blutvergiftung ist der 69 Jahre alte Rector C. Schumacher gestorben. 80.000 Mark gefunden hat der Kutscher Johann Schülke von der Firma Robert Keilpflug, Friedrichstraße 11, in der Schadowstraße. Das Geld war in Tausend-, Hundert- und Zwanzigmarkscheinen in einem 'LeinWandbeutel verpackt. Der ehrliche Finder machte sofort auf dem Polizeirevier Anzeige und dort meldete sich als Verlierer der Kassirer des Union - Clubs in der Schadowstraße. Der Kutscher erhielt 1000 M. Finderlohn. Die 52jährige Feuermannswittwe Auguste Heinemann erhielt wegen des Selbstmordes , ihres Mannes keine Unterstützung aus dem Pensionssonds und lebte so mit ihrer Tochter in großer Armuth. Kürzlich fand man Frau Heinemann mit dem Gesicht in ihrer kleinen Waschwanne todt vor. Ob ein'Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, ist nicht festzustellen. Beim Angeln ertrunken ist der 13 Jahre alte Schn Oilo d:Z 57kur:rZ C::n
Todtschlags verhaftet wurde der Töpfer Friedrich Thieme. Er hatte in der Schankwlrthschaft von Zimmermann den Heinrich Niegisch. mit dem er in Streit Gerathen war, mit einem Queue so auf den Rücken geschlagen, daß bei Niegisch der Tod eintrat. Bei einer Bootfahrt ertrank in . der Havel der 21jährige Sohn des Eigenthümers Bauchwitz. Charlottenbnrg. Der 64 Jahre alte Oberstlieutenant a. D. Max Bendel von hier stürzte auf dem BahnHofe Friedrichstraße in Berlin von der Treppe rücklings herab und blieb besinnungslos liegen. Die Aerzte stellten eine lebensgefährliche Schädelvcrletzunz fest. Provinz Ostpreußen. Königsberg. Vier junge Leute. die Lackirergehilfen Max Klein und August Marklein, der Anstreicher Warschinski und der Pionier Beer vom 2. Eisenbahn Regiment, welch' Letzterer sich gerade hier auf Urlaub befand, unternahmen eine Segelfahrt den Pregel aufwärts nach Jerusalem zu. Plötzlich schlug der Wind um, das Boot kenterte und alle vier Insassen fielen in's Wasser. Hierbei ertranken der 20 Jahre alte Beer und der 25jährige Warschinski, während es Klein, einem guten Schwimmer, gelang, sowohl sich als auch Marklein in Sicherheit zu bringen. Gr. - Glanden. Kürzlich fuhr der Abbaubesitzer Eggert nach Landsberg, um Einkäufe zu besorgen. Als er jedoch bis zum nächsten Morgen nicht zurückgekehrt war, begab man sichauf die Suche und fand ihn einige hundert Schritte vor der Stadt am Landwege todt unter dem umgestürzten Wagen liegen. Provinz Westpreußcn. Da n z i g. Beim Exercieren ließ der Husar Glaus seine Lanze fallen; der Schuh der Lanze kam auf die Erde, während die Spitze sich nach oben kehrte. Glaus wollte noch nach der Lanze fassen, aber zu spät, das Pferd ging vorwärts.und die Lanzensvitze durchbohrte dem Gl. das Herz. Er war auf der Stelle todt. F o r d o n. Infolge Genusses von
verdorbenem Fleisch sind hier gegen 30 Personen erkrankt. Wie bereits sestge stellt ist. haben die Leute Fleisch von ei nem erkrankten Stück Vieh gegessen, welches der Besitzer geschlachtet und an einen hiesigen Fleischer verkauft hatte. M a r i e n b u r g. Der Kaiser hat genehmigt, daß die Stadt die Zuwen dung der verstorbenen WittweWitanski von ungefähr 33.000 Mark zu Wohlthätigkeitszwccken annehmen darf. Nachts ist das der Wittwe Hind ge hörige Wohnhaus in der Ziegelgasse bis aus die Umfassungsmauern niedergebrannt. Provinz Pommern. Stettin. Weil er sich eine Cigarre in der Kirche angesteckt hat. , ist der Arbeiter Wilhelm Belz aus Politz zu drei Monaten Gefängniß verur theilt worden. Freienwalde. Zwei MesserHelden, die Eisenbahnarbeiter Riedel und Mellenthln, welche in eine Schla gerei verwickelt waren, bei welcher der Arbeiter Buchholz durch einen Messer stich lebensgefährlich verletzt worden ist, wurden durch den Gendarm Bluhme nach dem Gerichtsgesängniß in Stargard transporurt. Aus dem Transport rettete Riedel dem zweiiah rigen Knaben des Schuhmachermeisters Schröder das Leben. Das Kind, wel ches vor dem Thore spielte, war aus die Waschbank gegangen und kopfüber in's Wasser gefallen. Der gerade mit dem Gendarm vorüberkommende Riedel sprang schnell entschlossen hinzu und riß den Kleinen aus dem Wasser. Provinz Schleswig-Holstein. Altona. Unter' der Anklage, ihren Mann im Streit mit einem Mes ser lebensgefährlich verwundet zu haben. wurde die Frau des Arbeiters Ohlsen verhaftet. Die Ehefrau Havekost, welche sich zum Feueranmacheik deS Petroleums bediente, ging dabei so unvorsichtig zu Merke, daß ihre Kleider von den Flammen ergrisfen wurden; sie erlitt schwere Brandwunden. Der frühere Turnlehrer H. Schmidt, seiner Zeit eine stadtbekannte Persönlichkeit. Gründer der früheren Volksturnanstalt in Altona, ist in der städtischen Jrrenpflegeanstalt gestorden. Apenrade. Der lange Jahre bei der Sonderburoer Exportbrauerei beschäftigte Böttcher Brandt . fiel unglücklich von einer Leiter nieder, .daß der Tod nach kurzer Zeit eintrat. Der Unglückliche hinterläßt Frau und Kmder. ; Provinz Schlesien. ' j B re s la u. Der Bürgermeister und Amtsanwalt Dr. Ludwig Brink,mann in Neumarkt wurde von der hiesigen Strafkammer - wegen Vergeh hens gegen die Sittlichkeit, begangen an der in seinen Diensten stehenden, noch nicht sechszehn Jahre alten Martha Ullmann zu zehn Monaten . Gefängniß verurtheilt.- j " ' - Buschen. In einer Wirthschaft brach Feuer aus, das in kurzer. Zeli sechs andere Gehöfte in Asche legte) Als derBrandstiftuna verdäcktia wurde . : . i Glück Im Hause. i Hausll'chcvFriede und Glück werd immer bewahrt werden wenn die El tcrn die nöthige Vorsicht bei Erkältung,' oder HalS und Lunczcn Lcidrn 'dcr. Kleinen anwenden.' Kmd'cr sind immer geneigt eineErkaltulig leicht zu nehmen, Dr. Bull's Husten Syrup jedoch kun'rt sie rasch und sicher. - "Ich gebrauchte Dr. Bull's Husten Cyrup für nrnnen acht Jahre alten Sohn. Er hatte die; Bräune und ich versuchte viele Mittel fand jedoch daß Dr. Vull's Husten Eprup das beste von allen war." Frau A. Gcib, 317 Dcmott Str., WestHli boken,N.J. Dx.Bull'öHiistmSyr,' up kostet nur 25 Cents und er ist besser und billiger als wie alle' die. anderen Mirturen welcher derHändleranpreist.. ICzvift Dr. Hst?.-: c?pru? l f a O f;r rr;rrn m ,A
der Stellenbeslker Wiesemann dem
Amtsgericht in Wohlau eingeliefert. Domnowitz. Wittwe Rosina Nowack vollendete bei verhältnißmäßig reger Frische des Geistes und Körper ihr 106. Lebensjahr. Eckerödorf. Beim Uebersteigen eines Zaunes blieb der 18jährige Sohn des Bauerngutbesitzers Sabe an einem der Staketen mit seinem Leibgurt hän. gen und vermochte sich nicht loszumachen. Am Morgen wurde der junge Mann todt aufgefunden. Provinz Posen. Posen. Wegen gröblicher Beschimpfung der Bibel wurde der Stellmachermeister Gustav Hübner aus Obersitzko von der hiesigen Strafkam mer zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. Bromberg. Beim Abbruch des alten Postgebäudes stürzte der Zimmergeselle Trojan aus Schöndorf aus dem zweiten Stockwerk herab. Trojan starb im Krankenhause infolge der erhaltenen inneren Verletzungen. In dem Speicher der Droguen- und Farbenhandlung von Karl Wenzel in der Friedrichstraße entstand Feuer. Das Gebäude brannte vollständig aus. Zu 3 Jahren Zuchthaus verurtheilte die Strafkammer den Händler Jsidor Seelig von hier wegen Wechselfälschung. Als seine Verbrechen vor etwas über Jahresfrist ruchbar wurden und der Staatsanwalt sich seiner annehmen wollte, wurde Seelig fluchtig und ging nach Amerika; von dort ist er kürzlich zurückgekehrt und hat sich dem Gerichte gestellt. ; Provinz Sachsen. Magdeburg. Ein Gespann des Fuhrherrn Dröz, das unweit des Neustädter Hafens an der Stromelbe Kohlen laden wollte, gerieth in den Stronz und ging sofort unter. Während der Knecht sich durch Abspringen nöck rechtzeitig zu retten vermochte, ertranken die beiden Pferde. . A ' r ö l eben. Der Handlanger G. Müller von hier brach beim Heben schwerer Steinplatten plötzlich ohnmächtig zusammen. In der Klinik zu Halle, wohin er überführt werden mußte, starb er. Bad Kosen. Schwer verletzt wurde der Bahnarbeiter Karl Walther, dem von einem Güterzuge beide Arme überfahren wurden. Erfurt. Der Kanonier Herrmann vom Thür. Feld-Art.-Regt. No. 19 hierselbst, von Sehnsucht nach seiner in Osterfeld wohnenden Frau erfaßt, machte sich ohne Urlaudspaß auf die Reise. Ehe er jedoch seine Gattin begrüßen konnte, nahm ihn die Osterfelder Polizei in ihren Schutz. Tags darauf trat er unter militärischer Begleitung seine Rückreise nach der -Gar-nison Erfurt an. Beim Essen gerieth der 19 Jahre alten Alma Bauer ein Bissen in die Luftröhre, woran sie erstickte. Provinz Hannover. " 'Hannover. Die Näherin Lina Meyerwurde in ihrer in der Kirschenstraße gelegenen Wohnung bewußtlos aufgefunden. Dieselbe hatte Karbolsäure getrunken, in der Absicht, sich das Leben zu nehmen. Sie wurde in's Henriettenstift geschafft und ist verstorben. Grund zur That war Liebesgram. Ba d Lau terberg a. H. Der Eisenformer W. Holzapfel, ein Mann von etwa 34 Jahren, wurde an der Innenseite der Thür seiner Wohnung erhängt aufgefunden. Der Schmerz über den Verlust seiner Frau scheint den Mann in den Tod getrieben zu haben. G ö t t i n g e n. Die Ehesrau' des Oekonomen Peek aus Grüncnplan bei Alfred consultirte in Begleitung ihres Ehemannes einen hiesigen Arzt. In dem Sprechzimmer wurde die junge Frau plötzlich von einer Ohnmacht befallen und verstarb nach wenigen Sekünden. Ein Herzschlag hatte dem Leben der Dame ein Ziel gesetzt. Hann..- Münden. In dem Nachbarorte Oberscheden feierte das Ludwig Winkelmann'sche Ehepaar das seltene Fest der goldenen Hochzeit. ' ' Provinz Westfalen. ' . Mllnste r. Der Wiesenbaumeister Paul Stübner (früher in Osnabrück) ist verschwunden. Er hat sich anscheinend das Leben genommen. B ü z t n. Äöaebronnt ist ein am alten Kirchhofe belegenes Wohnhaus, in dem die Familie Theodor Schäfers und Wittwe Schlüter wohnten. Enger. Gestorben ist hier Abraham Vorreuter im Alter von 106 Iahren. - Ennigerloh. Durch ein Fuhrwerk wurde der an einem Ringofen der Firma Moll beschäftigte Arbeiter Piro zu Falle gebracht; er gerieth unter ein anderes Fuhrwerk und trug schwere Verletzungen davon, die den Tod zur Folge hatten. Piro hinterläßt eine Frau und vier Kinder. .' Rhemprovinz. Köln. Das 5 Reichsgericht hob das freisprechende Urtheil gegen den Schutzmann Kiefer auf und erwies die Angelegenheit an das Landgericht Bonn zurück. Kiefer hatte eine anständige junge. Dame als Dirne verhaftet und unter Mißhandlungen zur Polizei geführt. Der außerordentlicht Professor der Mathematik an der Universität Heidelberg. Dr. Hermann Schapira. ist auf einer Reise in Köln einer ,. Lungenentzündung erlegen. Schapira. ein geborener Russe, hat ein Alter von 58 Jahren erreicht. j Aachen. Wegen ZweiZamvfes wurden von der hiesigen Strafkammer die beiden Studirenden der hiesigen polytechnischen Hochschule Klein und Pasqueur zu je 3 Monaten Festungshaft und Freiherr v. Elst. der es als Kartellträger unterlassen hat, zwischen den Duellanten' einen Ausgleich versucht zu haben, zu einer Woche Festungshaft verurtheilt. . . rcdiuz Hessen-Nessan. Kassel.- Die Keltere Kasseler Turnzkmeinde- feierte unter Theilr.ah.e von Vertretern der staatlichen :77.i s.ädtisl ZtUil: !5r coiäbri-
MMMMMMMMMMMMM
Die
Frühlings -Medizin Unordnungen des ffi.t6 der 5cöcr und des Magens elche man um diese Jahreöjelt gebraucht ist Ar. August Ksnig'sgalnbLrgerTronsca.
Mzzttmm!ttmmmmmm!jz!iUM
A joarneyrnan barber in Cindnnad, a spedally intelligent man and a farorite with his patrons, says of RWM TaWes " I want to say that for eight months I hare talccn three a day, and have not been to see a doctor once since I commenced to take them. Befor I would have to have a big tube put down my throat and have my stomach flushed (I believe thet is what they call it) three times every week by a doctor that charged rae 50 cents for every tinac. Of Course, that gave ma relief, but the trouble always came back again, and I can teil you it was no fun to be pumped out about every two day. The doctor said I had catarrh of the stomach. Whatever it was, it don't bother me now. For four years I was troubled, so that I nsed to lose about three days out of every month." When this barber observes that a customer has a feverish breath, he occasionally presents bim with a Tabule, and if talccn it removes tha difficulty forthwith.
ssjäss a 23ta k VSrnmWonrK
yccNycAvyc KlEREjw6T0PrUNG f JH A MUm MWHCm .gx7
aeS Bestehen durch ein großes Fest im Stadtpark. Frankfurt a. M. Hofphotograph Hugo Thiele wurde in der Kaiserstrabe auf der Trambahn von einem tödtlichcn Schlaganfall ereilt. Im Alter von 82 Jahren ist der Kunstgärtncr Nikolaus Siesmeyer gestorben. Die Maschine der Materialienbahn an den Schleußenbauten bei der Gerbermühle hat den dort beschäftigten Arbeiter Wilh. Gruber aus EppertsHausen, der sich vorsichtigerweise auf das Gleis der Bahn begeben hatte, überfahren. Wttltcldeutschc Stiaten. B r a u n s ch w e i g. In einer hiesigen Maschinenfabrik gerieth der Arbeiter Moritz Kretschmar zwischen zwei Pusscr, wobei ihm der linke Oberarm und die lmke Schulter arg gequetscht wurden. Eichsfelde. Der Knecht Dirk war mit Eggen beschäftigt; in dem Augenblicke, als er die Eqae aufhob, gingen die Pferde durch und die Zinken drangen dem D. unglücklicherweise in den Kopf ein. Man fand den Unglücklichen blutüberströmt und besinnungslos im Felde liegend. Zwei Stunden darauf war er todt. Jena. Im hiesigen Erematorium wurde am 12. Mai die erste Leiche von auswärts, die des Privatiers Engel aus Stettin, durch Feuer bestattet. Mühlberga.E. Der in der Grube Ferdinand" in Zschorneposda beschäftigte Arbeiter Lehmann aus Kleinleipisch that beim Einschaufeln von Kohlen in einen Fülltrichter einen Fehltritt und stürzte in den Trichter, wo er von der nachfallenden Kohle verschüttet wurde.' Trotz schneller Hilfeleistung konnte der Verunglückte nach angestrengter Thätigkeit nur als Leiche an's Tageslicht befördert werden. N e u st a dt a. O. Im Jahre 1874 erkrankten hier zahlreiche Personen an der Trichinose, ja ein kräftiger, in den besten Jahren stehender Mann starb nach qualvoller Krankbeit. Die anderen an der Trichinose erkrankten Personen erholten sich zwar nach und nach, doch blieben bei den meisten verschiedene Leiden zurück, namentlich häufiger Kopf- und Rückenschmerz. Vor einigen Tagen starb nun die Frau des Flei schermeisters, der 1874 das trichinenbaltige Schwein geschlachtet hatte. Der Arzt entnahm dem Oberarm einiges Fleisch und fand sehr zahlreich eingekapselte Trichinen, d, wie angestellte Veksuche ergaben, noch lebensfähig waren. Hier feierte der Tuchmachermeiste? Ferdinand Schulze mit seiner Ehefrau das Fest der diamantenen Hochzeit. loenourg. Oldenburg. Der Oberlandes gerichts.Präsident und frühere Reichstagsabgeordnete Becker ist gestorben. A p e n. Das Haus des Halbkäthners Hermann Behrens an der Strei. chenstraße ist. abgebrannt. Da daS Feuer rasch um sich griff, konnten die Bewohner nur das Haus durch ,die Fenster verlassen, und so das nackte ' Lehn retten.
bcsti
Bahn Bezi,ksTrFest in Damille, Hl., von II. bls'14. Juni. Ein Fahrpreis für dieRundfuhr rickets sind am II. und 12. Juni auf allen Augen für die Hinfahrt gilt'g und für die Nuckfahrt ins zum 15. Jun,. Spezielle Exeursiott Sonntag, den 12 Juni. $1.25 für die Rundfahrt Hl. 23 Dcr Smz'alzug verläßt den hiesigen Bahn Hof 7,25 Uhr Vormittags und Danville 8 Uhr Abends. Für nähere Einzrlnheiten wende man sich an die A,g 4 Tlcket-Offlce, No. 1 Ost asy. Str; und Union Bahnhof. P. zn. Bronson. A. $. P. A, Cwcinnati Züge ! C.EL &D.R. R Abfahrt Indianapolis bfahrt 8 45 , 8 05 ra , iaLBm , Z5Nn 4 4LM . 7 VON Ankunft Cincinnati Ankunft 7S0Bm 112013 m . !!5Nm 009101 , 7 SM , 10 Nm Dayton Züge, C. H. & D. N. R. Abfahrt Ankunft Indianapolis Dayton Abfahrt 8 02Vm , l4SVm 2 4591m , 4 45M I oom ukunft 11038m 3 S5NM , 6 20ttm , 7 5LM . 11 VNtm Toledo ü Detroit Züge. C. H. & D. R. R. Abfahrt Ankunft Ankunft Ind'plS : Tolelo : Detroit bfahrt10 4Sm nk'ftSttNm fft84! . 7lN , 4VLm , 1163m ) Ausgenommen Sonntag! Ticket-Offieen : Union Station und No. 25 West Washington Straße, Ecke Meridian. Die populäre (jÄ tft die befte Linie nach GkkllGGG. -rOi SSg! Verlassen Iudianapoli 1 7ooi3m HMSm f8 LL ii bS acht nkunft in Chicago...... fNMt k5ited " 8 40 8ib T13m ""':'"''"-""! !M a,ag lies au eaen. eoMtuaas. le neuesten verbesserte Vestibüls Zangen, Wngner Schlnfwngen elegante YarlorQagen und (7ßvagen. Lkal,cklafaae i 5dlaa,tt ficfet 8 zovbend bereit. ertakt cqieaga 2 4 Vkoraen. an jeder Zeit ach 9 88 ded deStzt erde. chl ?,.s,i. ..k Ticket'OssittS ' Union Bahnhos. Massachu. m WUC sktt,. Bahnhof , u. Dlrag. . , Qeo. W. Haylep. D. V. V. W tmnUk Tryiif. W mmn .... , ri. Th Xmmj t tmrm Aw 7NfiriifWMn,iil7MiUMIiltowi. TklitoM Hniy U4m4 Mags w4M Heim to rnry work MtaMiinnlMlwUlifilku4M, I to r V mm knU -
n fi st R I E"? f rnM.t llrlrL 7pMT ni7.t I 1 1 I I I II ilkr " Tt oU, 4 im m
i irnivir ii iwtimwkrw ih
tfVawUB W miuiki wk.
. ... . ' ' "V ' --v
MjkMWchr
Indianapolis. cberßanblungcn. Ilidc, Lcather & Bettln g Co., 125 S. Meridian öu Schuhe und Stiefel (Retail.) Sckaurotb. & Co., 18 O. Washington St Pianos und Ülusikalien. Carlin & Lennox, 31 Ost Market St. Lebendes Vieh. Mercliants Union Stock Yards. Barber A. & Co. M. Seils & Co. Tolln, Totten, Tibbs & Co. Stockton, Gilles ple & Co. Clark, Wysong & Voria. candwirthschafl. Geräthe u. wagen Holten W. B. Mfg. Co., 177 O. Wasn. Gale Mfg. Co.. 117 W. Washington SU IL T. Cönde Implement Co., 27 N. Capitol Ave. Bau und Leihvereine. German-American Bldg Ass'n, 100 N. Delaw&re 5t International Bldg & Loan Ass'n 23 ust Märtet, su Indlana Mutual Bldg & Loan Ass'n Journal ucoxuae. Zuckerwaaren, llVholesale.) V&ggett & Ca, 18 West Georgia St. - DreschMaschinen. MlnneapolU Tlirashlng llacblne Oa, ttf ITT , , A 43 ii( y. asamgwjuöu Riemen und Leder. Taylor & Smith, 137 & Meridian St Schnittwaaren. Murphy, lübben & Ca, 97 S. Meridian Erwin, D. P. & Co., 10 S. Meridian Apotheken. Sloan Drag Ca, 22 W. Washington St Thierärzte. G reiner I A., 18 S. East St. Feuer.Versicherung. McGlllard Agency Ca, 83 O. Marke 3ce Crcam. Furnas B. W. 112 N. PennsylTanla SU Milcherei. Indianapolis Creamery, 52 Mass. Av. - Trust Compagnien. Indlana Trust Ca & Sasety Vault The Marion Trust Ca. Monument Plaes Grundeigenthum und Versicherung. Spann John S. & Ca, 8 Ost Market Bauholz. Ooburn Henry, Georgia St Weißblech. Tanner & Sulüvan, 116 & Meridian St Putzwaaren. Fahnley & McCrea, 140 S. Meridian St r Bäckereien. The Parrott & Taggart Bakery. TeL Soa Bryce's Bakery, 14 Ost South St Schuhe und Stiefel lwholesale.) Nendrloks & Cobper, 85 S. Meridian St McKee B. & fe Son. 102 S. Meridian. ütt, Handschuhe etc. IlendricksoD, Lesler & Co., 89 S. Merid. Eisen und Schmiedewaaren. Van Camp Hardware & Iron Co., 75 ä Illinois St Ilildebrand Ilardware Ca, 52 R Merld, Layman & Cary Ca, 63 S. Merld Ion St Francke & Schindler, 35 S. Meridian. Clemens Vonnegut, 184 fe 186 E. Wash. Eisen und Stahl. Üolllday W. J. fe Ca, 59 S. MerlcMan. Farben, Gel und Glas. Burdsal fe Ca, 34 8. Meridian St. Indianapolis Paint fe Color Ca, 40 Massachusetts Av& U)agen und Kutschen. Irr In, Robbin s fe Co 32 O. Georgia St plumber Artikel. McElwalne, Richards fe Oa, 62 W. Maryland St Spiel und Aurzwaaren. Mayer Charles fe Ca, 29 W. Wash'gt Extracte und Gewürze. Ths Grocers Mfg. Ca, 80 S. PennsyL Banken. Capital National, 23 S. Meridian St Indlana. National Bank. Gummiwaären (Wholesale.) Indlana uhder Ca, 127 S. Meridian. Blechwaaren (lvholesale.) Cooney, Seiner fe Oa, 17 E. South St Bücher und Schreibmaterialien. Ind. Book fe Statlsnery Ca. 75 S. Meridian St "i i , Kommission Blerchantk. Syerap fe Oa, 22 S. Delairar St Keach J. L., 62 S. Delaware St Dkoguisten (Wholesale.) Indianapolis Dmg Oa, 21 E. Mary land Ward Broa, 72 & Meridian St (SroccrU (lvhslesale.) Schnull fe Ca, 00 S. Meridian St Seieria, QuUrmeyer & Oa, U 8. Meridian St Kothe, Wells fe Bauer, 123 S. Meridian O'Connor M. fe Ca, 47 S. Meridian St Perry J. C & Ca, 23 W. Georgia St' Geschirr, und Sattel. Indianapolis Harne-, Ca. 10 McCrea. Holliday fe Woa, tZ S. Penneylvanla. Gefe und Heerde. Home Store Ca, 79 S. Meridian St Lbkns.Versicherungs.Gesellschaften Th Indlana Wt Ins. 0. Moatreaent Plaee
i
r
I
) ; r 1
7.
