Indiana Tribüne, Volume 21, Number 257, Indianapolis, Marion County, 5 June 1898 — Page 6

Wanika. V ' Nicht in den westmdischen Gewäs'fern, nicht auf dem Boden der Peile der Antillen ist das unglückliche Spa nien in dem gegenwärtigen Kriege von dem ersten schweren Schlage getroffen worden, sondern in der Vai ron Mn nila hat das Donnern der amerikanischen Geschütze dem schwankenden Staate verkündet, daß die Tage seiner unseligen Colonialherrschist gezählt find. Die Entdeckung der Philippinen, deren Hauptstadt Manila ist. fällt in das Jahr 1521 und ist ein Verdienst des Seefahrers Fernando de Magalhaes, aber die Eroberung der Inseln gelang erst im Jahre 1569 dem unternehmenden Miquel Lopez de Legcspi, welcher zwei Jahre später auf dem umfangre'chsten Eiland des Archipels. Luzon, die Stadt Manila gründete, welche heute mit ihren Vororten zufam-

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Am Quai. mm etwa 185,000 Einwohner zählt. Von der Natur ist die Insel Luzon reich begünstigt. Die dichten Wälder liefern die werthvollsten Holzarten; der Boden erzeugt Tabak. Sucker, Baumwolle. Reis. Mais. Cacao und Gewürze; auch Farbhölzer sind nicht selren. Von Obstgattungen ragen Bananas hervor. Dazu bergen die Höhenzüge und Bodenwaldungen, die sich an der Küste entlang und durch die Mitte hinziehen, bedeutende Metallschätze in ihrem vulkanischen Schooß. Daß Manila unter einer einsichtsvollen Regierimg heute einer der Hauptstapelplätze von Ostasien sein könnte, kann im Hinblick auf seine vortheilhaste geographische Lage und den Reichthum der Philipp'men an Naturerzeugnissen . aller Art keinem Zweifel unterliegen, allein für das Gedeihen der Colonie geschah seitens der Spanier nichts; brutale Unterdrückung und rücksichtsloses Aussaugen der Eingeborenen war ihr einziger Zweck. Manila liegt an der Mündung des twa 300 Fuß breiten und ziemlich reiAvenueSan Sebastian. senden Pasigflusses. Die alten Mauern, welche die Stadt umgürten, maeben einen düstern Eindruck und lassen Qhnen, daß sie die Hochburg einer bruialen Regierung schützen. Etwa 10 Meilen davon liegt Cavite. dessen Vefestigungen den freudelosen Anblick, welchen die alten Bastionen gewähren, gerade nicht mildern. Die Fortificationen der Stadt Manila sowie ihre Vorwerke sind den modernen RieseygeIchützen gegenüber ohne Bedeutung, ja Don europäischen Officieren wird die Stadt für obsolut wehrlos gehalten, wenn von der Seeseite aus ein energischer Angriff auf sie unternommen werden sollte. Durch einen schlecht placirten Damm wird das Einlaufen der Schiffe bei hohem Seegang bedeusend erschwert und deshalb ankern dieselben häufig in sehr beträchtlicher Entfernung von der Stadt. Durch den Pasigfluß wird Manila in zwei Hälften getrennt, von denen die südZiche bei den Einwohnern als die eigentliche Stadt gilt. Dieser Theil ist i Brücke in der Vorstadt. mit altmodischen Befestigungen umgeden. seine Straßen sind eng und durchaus nicht attractiv. Trotz des lähmenden Einflusses der spanischen Herrschaft ist moderer Fortschritt in Manila unverkennbar. Neben altersrauen Kirchen und Gebäuden orientalischen Styls erheben sich stattliche Aauwerke neuspanischer Architekur, -unter welchen namentlich die Palastähnlichen Wohnsitze des Gouverneurs, des Bischofs und der höheren Municipalbeamten sowie das große Theater, das Rathhaus und die Universität bernerkenswerth sind. Die Kathedrale nimmt, was Großartigkeit des Styls betrifft, wohl mit den ersten Rang ein. Außerdem besitzt Manila einen obersien Gerichtshof, drei Hochschulen, eine Marine-Akademie, ein Handels-Gym-astum und verschiedene Regierungsgebäude. Selbstverständlich hat es auch Kasernen, ein Gefängniß und ein Hospital, sowie eine beträchtliche AnZahl von Klöstern. Unter den Jndustrieanlagen verdienen mehrere umfangreiche Tabakfabriken ganz besondere Beachtung. Der Prado mit der Statue Karl V. träat vollständig den Charakter der Plaza" einer modernen spanischen Stadt. Prächtig sind die ausgedehnUn Gartenanlagen auf dem Platze vor ttt Kathedrale und ihre sarbenpran-

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genden Blumenbeete sind wohl geeig net, den ersten düstern Eindruck, den der Fremde von der Stadt erhält, derschwinden zu lassen. Dieser Stadttheil befaß früher nur acht schmale in einer Richtung laufende Straßen, die in ihrer düstern ernsten Stille sast unheimlich wirkten, und ausschließlich Wohnungen der altspanischen Aristokratie aufwiesen. Nach dem am rechten User des Pasig belegenen Stadttheil, dem auch als Vorstadt angesehenen Bimondo, führen zwei Brücken, eine ältere Steinund eine moderne Hängebrücke. Bimondo ist die eigentliche Geschäftsstadt und zeigt das ganze internationale Gepräge eines Handels-Eentrums zur Schau ein buntes Gemisch der verschiedensten Rassen und Nationen, das zwischen den Magazinen und Bazars geschäftig auf und abwogt. Den Brennpunkt des öffentlichen Verkehrs bildet die Hauptstraße Escolta, welche die vornehmsten und elegantesten Schauläden besitzt. Die äußere Erscheinung dieser Straße hat sich in der jüngsten Zeit beträchtlich gehoben' Dem fremden Besucher erscheint es anfänglich sonderbar, daß die meisten Häuser nur ein Stockwerk haben. Diese Bauart erklärt sich durch die Erdbeben, die

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Earabu-Gespann. die Stadt wiederholt heimgesucht; so wurde die Niederlassung zum Beispiel im Jahre 1645 gänzlich von einem solchen zerstört. Die Dächer sind fast durchschnittlich terrassenförmig ; die Höfe sind groß und breit. Die geräumigen Wohnungen gewinnen gewissermaßen noch an Ausdehnung da-' durch, daß in den einzelnen Gemächchern möglichst wenige Möbel aufgestellt sind, da man in der Unbeschränktheit des Raumes mehr Eomfort erblickt, als in luxuriöser Ueberfüllung. Vielfach findet man auch noch Fenster, deren Scheiben anstatt aus Glas aus den geschliffenen Schalen einer Austerart gefertigt sind. Nebst der auf die Augen wohlthuend wirkenden matten Lichthelle besitzen diese Muschelscheiben auch den Vorzug der Billigkeit, besonders weil sie den Stürmen und Bodenerschütterungen einen dauernderen Widerstand entgegensetzen, als das leicht zerbrechliche Glas. Zwischen den Kaufläden in den engeren Straßen sind Zeltdächer ausgespannt, um die Passanten vor den brennenden StrahHütten der Eingeborenen. len der tropischen Sonne zu schützen. Das Hotelwesen der Stadt hat mit ihrer sonstigen Entwickelung ziemlich gleichen Schritt gehalten. Für den Abendländer ist das fremdartige Leben und Treiben auf den Straßen und öffentlichen Plätzen besonders attractiv. Die Bevölkeruna ist das denkbar bunteste Rassengemisch. Besonderes Jntnesse schenkt man wohl allgemein den Tagalen, auch Tagalogs genannt. Diese sind ein kleiner, schwächlich gebaute? Menschenschlag von blaßgelber, in einen leichten Wachston übergehender Hautfarbe, von nicht gerade unan- ! . t cf c. n r i i genehmern neuern uno oyi jogai uo der etwas breitgedrückten flachen Nasen und der schwulstigen Lippen von gefälliger Gesichtsbildung. Hände und Füße sind, wie im Allgemeinen bei der malaischen Rasse, klein und zierlich ge--7 1?. Flußboot. formt: das Haar ist straff und dick und von bläulicher Schwärze, der Bartwuchs, wenn überhaupt vorhanden, sehr spärlich. Die europäische Tracht hat sich bei ihnen vollständig eingebürgert und verursacht oft bei dem belie bigen Gebrauch der einzelnen Kleidungsstücke die possirlichsten Verwechs lungen So sieht man zum Beispiel noch häufig genug, daß ein tagalischer Gigerl das steife Hemd als Paletot über den luftigen Beinkleidern trägt. oder daß em mittelloser Paria den sel nes Bodens verlustig gegangenen ho hen Hut verkehrt auf den Kopf gestülpt hat. Bei den Frauen begegnet man zuweilen noch der eigenthümlichen Tracht der Südsee-Jnsulaner. Diese besteht ähnlich wie bei den Weibern und Mädchen der Javanesen aus einem Sarong von buntem, meist gestreiftem Baumwollenzeug, das von den Hüften bis an die Fußknöchel fällt, und einem den Oberkörper eng anschließenden Jäckchen aus feinem, fast durchsichtigen Fasergewebe, das zoegen seiner Kürze oft noch einen Streifen der Haut unbedeckt laßt.

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WaS die aeistiae Entwicklung der

Tagalogs betrifft, so stehen dieselben dem modernen Fortschritt durchaus nicht, so passiv gegenüber, wie vielfach G e n. M e r r i t t. angenommen wird. Gerade die in ihrem zetzigen Stadium zur größten Aktivität gereifte Erhebung der Einaeborenen kann wohl als Beweis dafür angesehen werden. Daß in ihrem Befreiungskampfe das barbarische Element vorherrschend ist, kann im Hinblick auf die langjährige Unterdrückung seitens der Spanier keineswegs überraschen. Der Oberbefehl über die Occupationstruppen, welche nach den Philippinen gehen, ist dem General-Major Wesley Merritt übertragen, unter seiner gleichzeitigen Ernennung zum' Ge-neral-Gouverneur; der Zweite imCommando der Expedition ist der BrigadeGeneral Otis. Diese Expedition besteht nicht nur aus einem TruppenaufG e n. O t i s. gebot, das stark genug ist, um die Philippinen gegen die Spanier zu behaupten, sondern sie bringt auch dem Admiral Dewey die zur Fortsetzung seiner so ruhmreich begonnenen .Campagne erforderlichen Vörräthe an Munition u. s. w.; Ersatzmannschaften bedarf der Letztere glücklicherweise nicht, da er bekanntlich in der Seeschlacht von Cavite nur ein halbes Dutzend Verwundete verloren hat. General Merritt's Ezpeditionscorps ist übrigens stark genug, um ohne Cooperation mit den Führern der Insurgenten alle Versuche der Spanier, sich mit Waffengewalt wieder in den Besitz der Philippinen zu setzen, mit Erfolg zurückweisen zu können. Während der Tragödie Warum verläßt Ihre Frau jetzt schon das Theater?" Die geht immer nach der dritten Leich'!Im Gebirge. Fremder: Sie haben in Ihrem Dorfe nun auch einen Verein welchen Zweck verfolgt derselbe?" Gebirgler: Daß's beim Raufen ordentlich zugeht!" Der Pantoffelheld vor Gericht. Sie sind also zu zwei Jahren Gefängniß verurtheUt! Ha den Sie noch etwas zu bemerken?" Da muß ich zuerst meine Frau fra gen!" . EinFriedensstifter. Richter: Aber sagen Sie mir nur. wie konnten Sie denn die Beiixn so furcht bar verhauen, wenn Sie an demStreit ganz unbethelllgt waren?" Ange klagter: I' hab' nix mit dene' g'habt i' hab' s' halt nur pacisicirt!" Familien-Oekonomie. Onkel (zu den Kindern, welche von der Mutter gerade Leberthran erhalten): Nun. Ihr mögt wohl gern Leberthrän?" Kinder: O nein, gar nicht. Aber für jeden Löffel bekommen wir 6 Pfennig'!" Onkel: Dafür kauft Ihr Euch wohl schöne Sachen?" Kinder: Nein, die legt Mama in die Sparbüchse!" Onkel: Aber dann kauft Ihr Euch doch etwas dafür?" Kmder: Nem; dafür kauft Mama unZ wieder Leberthran!"

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Hkadstone. In dem hohen Alter von über 83

fahren ist William Ewart Gladstone, Englands grand old man , aus seinem Landsitze Hawarden aus dem Leben aeschieden. Am 29. December 1809 als Sohn eines reichen Kaufmanns in Liverpool geboren, studlrte Gladstone zu Oxford und wurde schon als junger Mann von 23 Jahren zum Parlamentsmitglied für Newark gewählt. Von diesem Zeitpunkte an datirt seine o.fentllche Laufbahn, d mit der Geschichte Englands m unserem Jahrhundert auf das Engste verknüpft ist. Ein Mann von ungewöhnlichcnNaturanlaaen, hat Gladstone nicht blos als Redner und Staatsmann sich hervorgethan, fondern auch als Schriftsteller Bemerkenswerthes geleistet. Und dieses Zugestandniß werden ihm auch diejenigen seiner Gegner machen müssen, die durch die Parteueldenschaft nicht allzu sehr verblendet sind. Daß er in früheren Jahren weder bei den Amerrkanern noch bei den Deutschen allzu große Sympathien fand, ist erklärlich, denn wie er wahrend des amenkanischen Bürgerkrieges die Consöderirten begünstigte, so war er während des deutsch - französischen Krieges ein entschiedener Gegner Deutschlands. Beim Beginn seiner politischen Laufbahn war Gladstone ein eifriger Tory und wurde als solcher im Ministerium Peel im Jahre 1834 Lord des Schatzamtes und 1835 Unter - Staatssecretär für die Colomen. Im Laufe der Jahre änderte er aber sein politisches GlauWilliam E. Gladstone. bensbekenntnit? und aus dem früheren Tory wurde der anerkannte Führer der Whigs und Liberalen. Er trat für die Emancipation der ?luden ein. befurwortete einen Gesetzentwurf, der aewisse Beschränkungen der politischen Nechte der Ztathollken beseitigen sollte, und als die irische Frage in den Vordergrund kam. erklärte er sich entschieden für die Entstaatlichuna der irischen Kirche. Nach dem Rücktritt des Cabinets Disraell wurde Gladstone im Jahre 1863 selbst zur Bildung eines liberalen Ministeriums berufen. Nachdem er in Folge der Wahlsiege der Tories am 17. Februar 1874 seine Entlassung genommen hatte, legte er im folgenden Jahre auch formell die Führerschaft der liberalen Partei nieder und widmete sich vornehmlich literarischen Arbeiten. Trotzdem dachte er nicht daran, sich vom öffentlichen Leben vollständig zurückzuziehen, wie aus seiner energischen Opposition gegen die Orientpolitik des Lord Veaconsfield zu ersehen war, und nach dessen Rücktritt trat er als Greis von 72 Jahren abermals an die Spitze des Ministeriums, um dasselbe bis zum Jahre 1885 zu leiten. Ihm folgte Salisbury und diesen stürzte er im Jahre 1886, worauf er zum dritten Male an die Spitze der Regierung berufen wurde. Mit den Jahren war er immer radicaler geworden und diefe Richtung trat besonders in seinem Verhalten in der irischen Frage zu Tage. Sein Verhalten hatte eine Spaltung der liberalen Partei und am 20. Juni 1886 seinen Rücktritt zur Folge. Aber da die Neuwählen das conservative Ministerium in die Minderheit versetzten, wurde Gladstone schon am 16. August zum vierten Male zur Bildung eines Ministeriums berufen. In der ParlamentsSession von 1893 sekte er endlich die Annahme seiner Homerule - Bill durch, die freilich von den Lords abgelehnt wurde. Durch ein schweres Augenleiden wurde er im Jahre 1894 zum Rücktritt gezwungen und blieb von nun an dem öffentlichen Leben fern, um nur noch im Jahre 1896 aus Anlaß der armenischen Greuel gegen den Sultan Abd-ul-Hamid in der schärfsten Weise aufzutreten, was freilich ohne praktische Folgen blieb. Am Schlüsse seiner politischen Wirksamkeit wurde ihm von der Königin die Peerswürde angeboten, die er aber ablehnte. Seine letzten Lebenstage verlebte er, von kurzen Unterbrechungen abgesehen, in Hawarden, wo er denn auch die Augen zum Todesschlummer geschlossen hat. . Er weiß sich zu helfen. - - viA t?.,. . r -s. 1 i " - Wie Förster Fuchs seinen Feldmann ..oft2 1. f. . auiiainiic, ais vieler wegen eil er- ? i i t . . 1 reu nicji oeuen tonnte. Aus dem Schmierenleben. Wir möchten Sie um einen kleinen Vorschuß bitten, Herr Direk'toi." Vorschuß? Nicht zu denken. Wir spielen beute ein Trauer spiel und da soll Ihre Trübsal echt tuir

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Spinne und Kriege. Zu den hübschesten artistischen Pro-

dnctionen, mit welchen moderne Zauberkünstler das Publikum überraschen gehört der Trick spinne und Fliege , der, wie das Mädchen ohne Kopf" und ähnliche Vorführungen, mit Hülfe eines Spiegels hervorgebracht wird. Nach Aufzug des Vorhangs erblickt man am Meeresgestade gelegen em Landhaus, umgeben von Rasenflächen und. Buschwert. Es ist dies aemalteScenerie. 5Zu dem Hause empor führt eine steinerne treppe (Flg. 1), die außerhalb der Bühne liegt und ebenso wie die Eingangspforte zu dem Hause eine natürIlche ist. Die Treppe wird zu beiden Seiten von einem Geländer begrenzt, auf dessen untersten Abstufungen rechts und links je eine Blumenvase aufgestellt ist, während stch auf den folgenden je ein mit zierlicher Lampe gekrönter Ständer erhebt. Das Haus steht, wie die Sage erzählt, seit langer Zeit verödet da, und ein mächtiges Spinnengewebe breitet sich über die Stufen der Treppe von einem Gelander zum andern. Inmitten dieses Spinnengewebes sieht der Zuschauer den Leib einer Spinne mit dem Kopf eines schönen Weibes (Fig. 1). Da erscheint ein Mann auf den obern frei daliegenden Treppenstufen, um hinabnimn!HH.i.ii.nnuiB MMMMMMUW WMNIMM.M.!!!,,, sW i mmi im im zugehen, hemmt aber, nachdem er einige Stufen hinabgeschritten ist, bestürzt den Fuß. als er die Spinne erblickt, und erweicht. Dies geschieht nur, um die Illusion vollkommen zu machen, damit Niemand von der Anwen dung des Spiegels etwas merkt. Letz terer füllt die ganze Breite zwischen den Geländern aus und ist, auf einer der untern Treppenstufen ruhend (Fig. 2), in einem Winkel von etwa 45 Grad nach vorn geneigt, fodaß er mit feinem obern Rand mit dem Fuß der Lampenständer in einer Linie liegt. In der Mitte des obern Randes ist in dem Spiegel ern halbkreisförmiger Aus schnitt vorgesehen, der zum StützPunkt des Kopfes der bei der Vorführung mitwirkenden Dame dient. Der Spinnenleib, den die Dame an ihrem IfM ? ! ?, WlJs ! rä Kopf befestigt, wird von dem das Spinnengewebe darstellenden Netzwerk gehalten. Die Dame selbst wird durch den Spiegel verdeckt, in dem sich die untern Stufen der Treppe widersp geln, als wären sie deren natürliche Fortsetzung. Der obere Rand des Spiegels wird durch einen der Sicherheit halber an dem Glas befestigten Faden des Spinnengewebes verborgen. Der aus der Pforte des Hauses heraustretende Mann hat nur darauf zu achten, daß er auf der Treppe nicht tiefer hinabgeht als bis zu der mit dem obern Rand des Spiegels paralle len Linie, da sonst die Füße der betreffenden Person hinter dem Spiegel ebenfalls verschwinden würden. Am deutlich ten ersteht man die ganze Anordnuna bei dem Experiment aus der Schnittzeichnung Fig. 3, in der mit 1 die Treppenstufen, mit 2 der Spiegel, mit 3 das Spinnengewebe und mit 4 die mitwirkende Dame bezeichnet ist. Reflexion. Junge Frau (welche selbst kocht): Nein dieser Mann, mich möchte er aufessen und den Braten rührt er nicht an!" Scbreckliches Gefühl. - 1. Bummler: Ede. wat iö det eeientlick Alvdrücken?- 2. Bummler: Das weeßt Du nich?! Alpdrücken is, wenn Eener von der Arbeit träumt! Warnung. Lehrer: Frankie Fizzletnp. Du bist heut' Morgen zu spät gekommen. Frankie: Jawohl. Wir haben daheim ein neues Baby gekriegt. Lehrer: Nun gilt, aber gieb Acht, daß es nicht wieder vortommt. Entgegenkommen. Gast wirth: Ja, baar Gld gebe ich meiner Tochter nicht mit, aber wissen S', Sie können die Mitgift ja bei mir adtrin ltrum

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Golden Tage.

Won Heleue v. Engelhardt. Eirenen duften um mich her, Hollunder blüht im Haage Nun gibt es keine Sorgen mehr und keine trüben Tage! Nur Lerchen gibt'S und Veilchen hold, Vtnx Jugend. Gluck und Liebe, Und Lenzesgrun und Sonnengold, Uno upp'ge Bluthentnebe. Es zwitschert in der Waldesnacht Aus tausend Kehlen heiter, Ob meinem Haupt der Kuckuck lacht, Und schwingt stch fröhlich weiter. O wachsen mir nicht Schwingen auch, Die.mich von hinnen tragen. Empor m lichten Aetherhauch In diesen gold'nen Tagen?! Die moderne Orientalin. Die Herrschaft der türkischen Frau erstreckt sich noch immer nicht über die Grenzen des Harems hinaus und auch hier gilt ihr Wille nur, so lange der Gatte oder vielmehr der Herr nicht sein Antlitz zeigt. In dem Augenblick, in dem dieser über die Schwelle der Frauengemächer tritt, verändert stch die ganze Haltung der Türkin in auffälligster Weise. Aus der gebietenden Herrin wird die unterthänigste Sklavin, die in Demuth den Befehlen des Gestrengen entgegensteht. Sobald sie ihren Gatten erblickt, erhebt stch die orientalische Frau und setzt sich nicht eher nieder, bis der Herr und Gebieter selber Platz genommen hat. Wo immer sie ist, muß sie seine Autorität anerkennen. Und wäre sie von Geburt eine Prinzessin und würde einen tief unter ihr stehenden Mann heirathen, so ist sie von dem Augenblick an seine Untergebene und darf ihn nie anders anreden, als Effendim, das soviel bedeutet als mein Herr". Bei den Mahlzeiten wird sie sich me eher zu Tisch setzen, als bis er sich niedergelassen hat: der Ehrenplatz an der Tafel gebührt ihm und den Platz zu seiner Rechten darf sie auch nur dann emneh men. wenn kein älterer Verwandter ihres Gatten anwesend ist, dem sie sich ebenfalls unterordnen muß. Dem Mann wird zuerst servirt und die Gattin muß in Gemeinschaft mit den Dienerinnen gewissenhaft darauf ach ten, daß alle seine Wünsche befriedigt werden. Ein türkisches Diner besteht aus verschiedenen Gerichten, von denen jedes einzelne herumgereicht wird. Das Mahl beginnt gewöhnlich mit Oliven, dann folgt Suppe, eine oder zwei Sorten Fisch, der Beurek" (eine leichte. mit Käse gefüllte Mehlspeise), einige Entrees, gebratenes oder gekochtes Fleisch, zwei bis drei Gemüsesorten. Geflügel, der Pilaw- (eine Reissveise. die am Schlüsse jeder Mahlzeit servirt wird), Süßigkeiten, Kuchen und Des sert aus Früchten. Die Teller werden nach jedem Gang sorgfältig gewechselt. Tafeltücher, Servietten. Messer und Gabeln werdin nur in den besseren Häusern benutzt. Oft hat eine feinere Turkm weibliche Gaste vom Lande bei sich, die es nicht anders gewohnt sind. als mit den Fingern zu essen. Die Wirthin zeigt jedoch mit keiner Miene, daß Ihr diese Manieren mißfallen. Je der Fremden gegenüber ist das Benehmen von so zarter Rücksicht, daß ihre abr.idlandlschen Schwestern nur von ihr lernen könnten. Aeußerst amü sante Scenen entstehen oft. wenn die turtljcyen amen den Besuch einiger Freundinnen bei sich haben und der Gatte, ohne eine Ahnung von der AnWesenheit fremder Frauen zu haben. plötzlich m den Gemachern des Harems erscheint. Dann ergreift jede der entfetztrn Schönen sofort den ersten besten Gegenstand, der in der Nähe liegt den Zipfel einer Tischdecke oder Gar dine, ein Kissen, ine Schale oder sonst etwas, um sich das Gesicht damit zu bedecken. Eme junge Französin, die viel m dem Hause einer vornehmen Türkin verkehrt, erzählt, daß eines Tages, als sie bei ihrer türkischen Freundin einen kleinenLunch einnahm, bei dem sie von zwei circassischen Skla vmnen bedient wurde, diese beiden ur plötzlich mitsammt den Schüsseln, die sie in Händen hielten, unter dem Tische verschwanden. Die Ursache hierzu bot ein harmlos aussehender zunger Mensch, der unerwartet mit einer Botschaft aus dem Selamlik in die Thür getreten war. Diese Furcht der Skla binnen vor dem männlichen Geschlecht ist hauptsächlich deshalb so groß, weil die Herrin auf dasGrausamste zu strafen weiß, wenn sie erfährt, daß ihre Dienerin es gewagt hat, ihr Gesicht einem Manne zu zeigen. Das Loos dieser circassischen Sklavinnen ist in jeder Beziehung äußerst beklagenswerth. Auch eine Beschäftig u n g. Richter: Was für einen Beruf haben Sie?" Strolch: Beruf?" Richter: Na, was arbeiten Sie?" Strolch: Ich komme den Vorladungen nach, die mir von den Bedrden zugehen." Wohlmeinend. Papa (zur Tochter td der Soiree): Ich bitt' Dich. Lura, sing' nicht! Du versingst Dir sonst wieder einen Bräutigam!'' Die s q o n st e Klangwirkung. Hat Deine Braut musikalische Anlage?" Ihr Alter wenigstens klimpert den ganzen Tag im Golde herum." , ' gefährlich. Warum hast Du ixr.r. den Dienst bei Doktors so plötzli verlassen?" AuS Gesund'heitsrilclchten die Frau Doctor fing selbst an zu kochen." Verzwickt. Frau A.: Haben Sie viele Kinder?" Frau B.: Fünf! Drei von meines zweiten Mannes erster Frau und zwei von rneine ersten ManneS Zweiter .

WaS ein Häkchen werden

will. Klein Mchen: Mama, gibt's nicht auch Puppen mit Schnurrbart?" Modern. Kauft Mausfall'n, Fahrräder, Vogelhäuser!" Falsch aufgefaßt. Lehrerin (Abbildung eines Fächers zeigend): Was ist das?" Lieschen schweigt. Lehrerin: Nun. was thut denn Deine Mama, um sich in der Sommerhitze Kühlung zu schaffen?" Lieschen: Sie trinkt Bier!" Stolz. Sie sind, so scheint es mir, sehr stolz auf Ihren Mann?" Sollt i's net sein? Er war di: Zierd' des Zuchthauses, in dem er acht Jahr' g'sessen." Radler -Standpunkt. TZ Sag' warum Heirathe st Du nicht das hübsche, liebenswürdige Mädchen? Was hast Du denn gegen sie?" Aber, Mensch, ein Mädchen, das noch per Eisenbahn fährt!!" Vom-Hörensagen .vyvNs ,M)Ä MMMM Fremder (im Eisenbahncoupe): Sie haben ein ganz vorzügliches TrinkWasser in München beneidenswerth!" Münchener: Ja. ja unser TrinkWasser soll sehr gut sein!" Fatales Verständniß. Lehrer (bei der Schulprüfung. No alle Dorfgrößen anwesend sind): Xaverl. Dein Vater ist Wirth. Wenn ich nun zu ihm gehe und esse eine Portion Käse und drei Brote und trinke ein Viertel Wein, vier Glas Bier . . . Xaverl (mit Gönnermiene): Ah, geht nur der Herr Lehrer aussi. der Vatei rechnet e niz!

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