Indiana Tribüne, Volume 21, Number 257, Indianapolis, Marion County, 5 June 1898 — Page 1

i w A0 Ä r riO o kV sn svf l iVo k X k W v W V O O y iyy Office: No. 18 Süd ZUabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Indiana Sonntag, den 5. Znni (898 Jahrgang 21. NlttSS7

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Nicht was man verdient, sondern waS man spart, macht Reichthum. Deponieren Sie Zl,re Erspar-

nisse bei der Eh Enäiana Srust Company Kavital $1,000,000 UeberschuS ?33,uuu r - Ä 11. 1 1. Ms " -1 ' 4 Prozent Interessen halbjährlich zum Kapital geschlagen an Depositen von 51 und auswärts. ..k. JUIUC UUt. .Z.n WftSrtrtnffnnB. -U"', tt.:. m..-.. :i M, ein. ,,Mt,'emmr. mit Interessen, obue jeden Abzug erhalten. MAM ' II OfsZkk ? 5i noian i Trust (Zzbäude. rr l" w " " - ' (Sdt Washington Straße . M ? - OVu I uncxiirgima ivt Jährliches PicMc WU äylUiÄrUfclW " --AlAÜ" im Wüte Biver Park. Konzert jeden Abend. Jäbrlicke Eröffnung : : : : Mittwoch Abend, den 3. Zum. Natures Beauty Spot." 1 XU SUUU? ) Sente Abenb und jeden Abend dies Woche. Orchester Konzert und .rn.r ei nifle. na.in CHnttitl-lOc. efeTitUefcelOeertt..l Tlcttnccl Ätt woch unb Samstag 1C AVK.Vl.il.. ftinitt tI Vk sin. Lauvnlllti. H. SBYFRIS D, ' n xfi cr ti Deutscher Advokat, Zimmer 91, Lombard B!ock, I 24 Ost Washington StraLe.I 1 M H i George Herrmuno jt 'vT- - ij-rr FsichsnbeftMeV, SMfi,, . 9 SK Delawa wtex 122. rn. 12S. 128 Oft Pearlft, Ttltnbfif ni 1 . Offen Laa trab AaSt ZIraftillchilhlen. Spezia!depesche der Jndiana Tribüne." I Wakr-sckeinliö aefanaen.I 9s? , 5 o r f. 4 Juni. Eine Naa richt von Key West meldet, daß der spanische Kreuzer Bikeaya versuchte, den Hasen zu verlassen und dabei gevvlnmrn utuc. . i : . fc.r.ir.w Mk t ie lvurvr sttt t,.,,,..., beschädigt, daß sie nicht zurückkehren . ' . "s 'x:. i it. . ronnie. noerr .i c, vk g Hilf, komm. w..n. u.d.n ,.ü. I ' eirleoen. ... , , Krieaönachrichten. epejiancpcscc der nbiana Zribunc." -Washington, D. E., 4. Juni Gt ar in Auskübruna de Befcklusse deS Admirals Sampson, daß daS Koh-I lensckiss ..Merrimac" aeovfert wurde, i i ir den Einaana ium Hafen von tiiiao ,u versverren. Dte That ersor--pvvw derte Heldenmuth und Selbftaufopfe - rtina und e wurden n derselben nrelwillige aufgefordert, aber eS meldeten'

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sich ihrer mehrere Tausend, so baß schließlich doch eine Wahl getroffen werden mußte. Lieutenant Hobson und sechs Mann wurden ausgewählt. Der

Merrimac" fuhr in den engen Kanal, darauf wurde ein auf dem Schiffe selbst befindlicher Torpedo gesprengt und da Schiff sank. Die Leute befinden sich in den Sanden der Sparn als GeAnss,ntlick werden iie alS ßri,HinttAnatnt Sandia bebandelt o mr vii r ---- - , " I M ..-k u.:.V ;tAmf G(tkt tat UllV UIUU iVHU uulll; "v 3 U . but( Auswechslung frei zu " m.lfm , , on 3iooui Binöc 4rx:c. rnf..... k. k... uu tuuu,,.H .n: Ift ..-fc. na oiuiuimunH 11 hhviwhhi, muthlich aber werden sie vorläufig nicht weiter alS nach Tampa gehen. ... DaS Depeschenboot der assocurken Presse bei Santiago hat Beseyi verom men. kick ,ebn Meilen weit au entfernen DieS läßt darauf schließen, daß e,ne - . r V ernstliche Aktion bevorsteht. Die Regenzeit auf Cuba hat bereits begonnen und die kurzen aber heftigen Gewitter mit starken Regengüssen find bereits sehr zahlreich. Sampsonö Flotte ist bereits zu der Flotte SchlehS gestoßen und die AnWesenheit eines so starken Geschwaders vor Santiago läßt darauf schließen, daß Bedeutendes unternommen werden soll. Sechzehn große Kriegsschiffe liegen da mit einer Bemannung von etwa 4000. Da von einer Einfahrt in . v c r M t oen Pasen reine yuoe sein rann, io Ih,: - k ,.k in iiIVtW W MlfM, , MM ... J sammenschießen der sämmtlichen Hafenbesefttgungen abgesehen sem. Inzwischen glaubt man hier immer mehr, daß die Lage Spaniens eine derartige ist, daß es nicht lange mehr Krieg führen kann und daß der Friede bald kommen muß. In wohl unterrichteten Kreisen wird allen Ernstes davon gesprochen, daß der Krieg noch Ende dieses Monats zum Abschluß kommt uf welche spezielle Thatsache l.lit. ex Kt.i. Att nitnnt ntivn UVli VUf V gv, w nicht gesagt. Die Kri egösteu erbill im Haus e. Washington, 4. Juni. VorIPienbcr Divgley vom Komite für I Wßitt1 ii S,, fiviAt fitit rinp Resolution ein, welche daS Versahren im Hause ordnet, wenn die KriegSim vuulc ixvuiif ivkuii "euerbill au, dem s.nat ,u,ückkmmt. Danach wird der Antrag in Ordnung sein, den AmendementS des Senats zu tu Bill in Bausch und Bogen die Zu. ftimmung zu versagen und die Blfferenzen einer Konferenz zu überweisen. Ueber diese Antraa soll sofort aoaestimmt und falls er durchgeht, ein Kon1 t . i e(i . : . icxcnjM.omuc oqnc onitiuitionca.ee nannt ..de. Die .1, mtu an das (omtte für siegeln verwiesen und dieses wird sofort eine entsprichende Regel einberichten. Alle Kabel entzweige schnittn. Depeschenboot Wanda, über Kingston, Jamaika, 4. Juni. DaS lehte Kabel, daS Cuba mit der übrigen Welt verbmdek, ist enkzwet gesqnttien, Heute wurde das Kabel nach Samaiea und das nach Haiti entzwei geschnitten und ebenso daS, welches Santiago mit Guantanamo verbindet. Da verschiedene der Telegraphenlinien aus dem Lande sich in den Händen der Zusurgenten befinden, so ist Blanco nicht nur von deu telegrapbischeu Verkehr nach außen abgeschnitten, sondern auch von der Verbindung mit dem sten vtt Jltt. Strick und Feuer. a p , . Terarkana, Ark, 4. Zuni. h,,.-v ..; trtx.h:-ln ?' f" 'll ' X an Ze fie Scott, der klelnen Tochter des i , b'.ft.b.n.n El.. , d., ..I...ch., I "1 57 aü hAH Mnim MTiAr XsAtri.nl . Wll WH IIHHI IMf IIIIHf äx. ?..s. k.. (HV yuVkMf v u wykM vg"g"l I Der Verbrecher wurde gestern Abend verhaftet und eingesperrt. Kurz vor Mittag holte ihn ein omue ver oepen Männer in der Stadt vaviea naa dem Hause der Frau Scott, brachte ihn nach dem Stallgebaube, wo er die That ve San-Iaanaen und so bald daS Mädchen her v w eintrat, identlfizirte eS den ervreqer 1 auf daS Entschiedenste. Derselbe wurde dem Mob uberaeben. velaer ihm einen Strick um den Hals legte und mit ihm

abzog und ihn an einem Baum er

hängte, der nur wenige Fuß von der Stelle steht, wo vor etlichen Jahren Ed. Eoy wegen eines gleichen VerbrechenS verbrannt wurde. Die Leiche wurde von Kugeln durchbohrt und hing noch stundenlang nach dem Vollzug deS AktS der Volköjustiz. DalaS, Tei,3. Zuni. Wie aus kZhreveport, La., gemeldet wird, versammelten sich in Dryline an der VickSbürg, Shreveport und Pacisie-Bahn, etwa 18 Meilen von dort, etwa 1000 Personen, um den Neger- William Street verbrennen zu sehen, welcher in der Nacht deS 30. Mai versucht hatte Frau Varish zu schänden und zu ermorden. Die Bande errichtete an der Bahn einen Pfahl, schleppte Holz herbei, tränkte eö mit Petroleum, und kettete Street an den Marterpfahl. Der Unglückliche war ein hellfarbiger Neger von 28 Jahren. Er bekannte ein Verbrechen einem farbigen Geistichen, bezeichnete aber einen farbigen Priester, Namens John Rhodek, als feinen Mitschuldigen. Aus dem Wege zum Pfahl sah er entsetzt auS, und sprach nicht. Er wurde an den Pfahl geseselt und schwieg auch noch. alS die Flammen ihm über den Kopf zufammenschlugen. Der Scheiterhaufen wurde um 1 Uhr angezündet. ES dauerte etwa 10 Minuten bis der Körper deS Unglücklichen zu einer verkohlen Masse verwandelt war Die angegriffene grau befindet sich in höchst kritischem Zustande und konnte Street nicht identifiziren, als ihr der Arzt die Augenlieder öffnete. Revolution auf San Dom i n g o. Cap Haiti en, 4. Juni. Die Insurgenten in San Domingo sollen die Stadt Santiago de los EaballeroS genommen haben. ES verlautet, daß der Präsident Henreauf ermordet wurde. , ,,. .. , Unruhen in Turkestan. St. Petersburg, 4. Juni. Allgemeines Aufsehen erregt in amtlichen Kreisen die Nachricht von einem unerwarteten Angriff Seiten einer Abtheilung von 1000 Eingeborenen auf einen russischen Posten Infanterie von 300 Mann in Andyan in der Provinz Ferghana, Turkestan. Zwanzig Soldaten sollen gelödtet und 18 verwundet worden sein. Seit vielen Iahren hat Rußland keine solche Schlappe in Eentral-Afien zu verzeichnen gehabt. Die Lage i n M a n i l l a. Lond on. 4 3uni. Der Berliner Korrespondent der Times sagt : Nachrichten deutscher Handelshäuser aus Manilla besagen, eS zeigten sich dort keine Anzeichen eineS Nothstandes in der Stadt, welche mit Wasser und Proviant reichlich versehen sei. Die Anwesenheit deS amerikanischen GeschwaderS berührt die Kingeborenen kaum. Nur den Ausländern wird durch die Blockade Schaden zugefügt, und die Europäer meinen, ihre Negierungen sollten sich zu ihrem Schutze einmischen. Mt . Die auffallendsten Seilungen von Scrofeln, die man kennt, sind mittelst Hoob'S Sarsaparllla ermit. Dieses Mittel sucht seines Glei. chen bei Blutkrankheiten. Zebraucht nur 0 0 0 6. H o o b'ö Pillen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich anGröße und Gewltdt. 2b ff. Bor Kälte ftq rr und ftejf wurden- in inem Rcsrigeratorwagen der Illinois Centralbahn vier jiing Tramps gefunden. Die vier Männer, die sich Charles King.Jke de Boe. Cdwrd Wheelcr und I. M. Gnffith nannten, hatten die. Pacht jit dem ejs? kalten Äagkn erbringen müssen. Jhper Erzählung nach hatte. sie dm Waaen. der sich in einem Frachtzuge lxfand, in der Nähe von Nansakee bestje? gen. um nach Chicago zu gelangen, UniernxgK hajtp ein Bremser die aus dem Dache des WagenS besindliÄ Klappe geschlossen und die vier hlintxn Passagiere mukten in dem elsiaen (3t - fängniß verbleiben, ; bis man sie am : je n cm . r r , . imuyu awxgtrr oesieile. juü9 vier blätterige Kleeblatt touxU dem Poli zeirichter vorgeführt, der aber Gnade für Recht ergehen ließ, und die Verhaf teten entlieh.

Die DwllliNJc. Von Eduard Jurgcilsen. Ludolf und Rudolf fließen sie und

waren einander von 5Zuaed auf täu schend ähnlich gewesen. Sogar der eigene Vater konnte sie durchaus nicht von einander unterschciden. und hätte er Ludolf nickt mit einer Kneifzange ein ganz kleines Stück aus ocm .imken Ohrzippel herausgeknipst, so würde er Rudolf stets für Ludolf und Ludolf für Rudolf gehalii yaoen. So zogen sich diese immerwährenden Verwechslunaen durck ikre an,e ngendzeit hindurch und -wurden ihnen' schltttzlicy zur sogenannten zweiten Gewohnheit. Hatte Rudolf z. B. mal Heidelbeeren genascht, so bekam Ludolf die Prügel dafür und nahm sie auch geoulvlg ym. obgleich er durch bloßes Ausstrecken der 3nae sein Alibi" ic hätte ganz gut nachweisen können, denn seme Zunge war ja nicht blau gewesen! Rudolf tröstete fieb dann aber mit dem Gedanken, daß nunmehr sein uaei ebenso blau geworden war. wie Ludolf's Äunae nack dem verbotenen Heidelbeergenuß, und das mochte ihm oann woyl die innere Zufriedenheit wieder geben, denn die beiden Zwillinge liebten einander zärtlich. Jetzt waren sie aber erwachsen und bereits lange von einander getrennt, indem Ludolf als junger Kaufmann in Frankfurt am Main und Rudolf in gleicher Eigenschaft in Fulda thätig war. Da erhielt Ludolf eines Tage's von Rudolf einen Brief mit derBitte. doch am nächsten Sonntag in dem Badeorte Orb imSpessart, welcher von Fulda ungefähr ebenso weit entfernt liegt, wie von Frankfurt, zusammenzutreffen und einen vergnügten Tag Mit lym zu verleben. Ludolf willigte denn auch sofort ein und da ihm sein Bruder Rudolf als Treffpunkt das Hotel Schneeweiß in Orb angegeben hqtte.m in dortiger Gegend sehr viel besuchtes und als ausgezeichnete Verpflegungsstätte bekanntes Gasthaus, so war von einem gegenseitigen Verfehlen natürlich gar keine Rede. Die Schwierigkeiten bestanden nur darin, daß die Züge vom Norden einerseits und vom Süden anderexseits zu verschiedenen Zeiten in hen dem Badeorte Orb nächstgelegencn Bahnstationen Wachtersbach undGelnHausen eintrafen, daß man von jeder dieser Stationen noch einen kleinen Marsch über die herrlichen SpessartHügel zu machen hatte und nicht genau über die table (Thore - Zeit informirt war. Im Hotel Schneeweiß wird nun aber sm Sommer eigentlich immer gegessen, wie dies so im Character der kleinen lieben Gebirgssommerfrisch?n liegt, deren Besucher' merschdendeels ziemlich gesund und heiter sind, daher ihre kleinen Touren unternehmen und von diesen ziemlich unregelmäßig, aber stets mit einem ungeheuren Appetit zuzurückzukehren Pflegen. Nun, Ludolf war also von Franksurt über Gelnhausen grade rechtzeitig zur eigentlich festgesetzten table Tliotc Aeit eingetroffen und da er die Crnäkruna seines Körvers für eine or Ersten, ernstesten und' nnabweislichen Pflichten zu halten gewohnt war. so etzte er sich denn quch sofort mit dem enkbar colossalsten Avvetit an die siberaus reichbesetzte Tafel und kam diesen seinen Pflichten in der gewissenhaftesten Weise bis auf's tz. d. i. E:s. Butter und Käse, nach. Jnzwisücn hatte sich der Speisesaal nun immer wieder auf's Neue gefüllt, Leute lamen und gingen, aßen und tranken, erhoben sich wieder, machten anderen Platz u. s. w.. wie das eben in lcbhaften Badehotels zuzugehen pflegt. ' Vergeblich aber hatte Ludolf unter her'wogcnden Masse stets nach stinem Zwillingsbrüder. ausgespäht und da er diesen immer noch nicht erblickte, so stand e? denn auch auf. um sich auf ein halbes' Stündchen auf sein Zimmer No. 3 zurückzuziehen, welches ihm. die bereitwillige Oberkellnerin Käthe bereits tinfyi angewiesen hatte. Kaun: ba'te sich jedoch die Corridorthür hinter Ludolf geschlossen, als vl-n der Straße herein auch 'bereits Rudolf der soeben vonWächtersbach heranmarfchirt kam, in den Speisesaal trat. ' Dieser nun, von der unbedingten Pojhwendigke.it der Ernährung des menschlichen Körpers genau so äbcrzeugt, Wie Ludolf, setzte sich denn a!so sofort, nachdem es die Anwesenden aeUiufterj pnd feinen Bruder nicht unter ihnen erblickt hatte, voll innerer Lust an die table d'hote. die wie aesaat in solchen Gebirgssommerfrischen neh? c , i t . : r,& .. v . . vozx lucuigci u jiuiuycii cm u.'iu vier llhr eigentlich in Permanenz erklärt jst. nieder pnp that ihr denn auch gMdlich'gll? Ehre an. W Selhstverftändlich war dies nun freilich, obwohl der Saal dichlbesetzt war, dem scharfen Blick der roroenannten Kätbe vock nickt entaann und sie machte Herrn Schneeweiß tci'n auch eine hierauf bezügliche -Mitihei-lung, doch dieser als einsichtiger Mann c cm!ifc i i. iino couianicr juiiig enlgegneie tin

facy: viun, was tu denn weiter da

bei? Der junge Herr wird eben einen recht guten Appetit besitzen, wenn er unser Menu zweimal herunterißt! So etwas ist ja nur schmeichelhaft für mich!" So aß denn also Rudolf und aß, bis er sich ebenfalls bis zum Eis und zu Butter und Käse durchgegessen hatte: da stand er auf und sprach zur Käthe: Es hat doch Wohl noch Niemand nach mir gefragt? Rudolf Esser ist mein Namel" Nein, Herr Esser! erwiderte die gewandte Käthe leise schmunzelnd, aber Sie werden sich vermuthlich doch jetzt etwas auf Ihr Zimmer zurückziehen wollen! Wenn also Jemand kommen sollte und nach Ihnen fragen, so werde ich hinausschicken." Danke, danke! Sehr freundlich und entgegenkommend!" Ja. also Zimmer No. 3 im ersten Stock! Bitte, hier, durch den Corridor!" Nochmals verbindlichsten Dankt Ich fühle mich wirklich etwas angegriffen!" Ja, das glaube ich!" meinte die schelmische Käthe, indem sie wohl bei sich denken mochte: Nach solcher Fresserei muß ia selbst ein Elephant müde werden! Dann schob sie Herrn Rudolf Esser sanft auf den Corridor hinaus. Tiefergehende Gefühlsscenen, wie Abschiednehmen. L-ebeserllärunen mit Kniefall, Wiedersehen und ähnliche Dinge zu schildern, ist nun nicht Jedermanns Sache; ich berichte daher einfach, daß die beiden Zwillinge sich wenige Minuten später oben auf Zimmer No. 3 im ersten Stock in den gegenseitigen Armen lagen und vor weh müthiger Freude fast vergingen. Nachdem sich dann aber der erste Sturm gelegt hatt und Ludolf sowohl wie Rudolf zu ruhigerer Aussprache gelangten und sich ihre letzten Erlebnisse mittheilten, meinte der erstere plötzlich: Du, weißt Du was, Bruder? Demnach glaube ich fast, daß die Leute uns hier für eine und dieselbe Person gehalten haben!" Ja. Bruder, das kommt mir auch so vor!" Na. natürlich Mensch! Da kommt mir übrigens eine großartige Idee!" Und die wäre?" Nun. wir nutzen diesen Vortheil einfach aus! Wenn es heute zum Abendbrod geht, so verfügst Du Dich zuerst hinein und ißt Dich tüchtig satt, läßt meinetwegen noch ein halbgeschmiertes Buttcrhrod auf dem Teller liefen, eine halbvolle Tasse Thee stehcn und dann thust Du. als ob Du nur einen Augenblick hinausgingest, worauf ich dann nachher wieder hineintrete und tüchtig mit erneuten Kräften weiteresse!" Sublime Idee! Völlig einverstanden. lieber Ludolf! Und das Zimmer wird "ja heute Nacht auch für uns Beide reichen, da hier noch eine Chaiselongue steht, auf der ich schlafen kqnn!" NatürljchZ Vnd morgen früh beim Kaffee machen pzirs ebenso,, dann verschwindest Du nach hinten hinaus, ich bezahle meine einfache Rechnung.für einen Tag und draußen aus der Chaussee treffen wir uns wieder, damit Du nach Mchtersbach und ich nach GelnHausen abrücken und in unsere Beschäftigung zurückkehren können." So war der geniale Plan denn gefaßt und wurde auch richtig ausgeführt. Jeder wunderte sich über den schmächtigen jungen Herrn, der ym Abend zwölf Butterbrode qh und acht Tassen Thee dazu rank, während e? am andern Morgen in Kaffe und Hörnchen genau dasselbe stete, Per gute Herr Schneeweiß mag abe? doch üm Ende wohl recht e.rZei.chtert aufgeathmet haben al.s der unheimliche Gast dann seine. Rechnung forderte und daS Bad Och verlieh. Draußen auf der Chaussee aber sprach Ludolf zu Rudolf: Weißt Du. lieber Bruder, diese unsre Idee ist et gentlich eine General - Idee! ich mtnt, sie ist noch weiter ausdchnungsMig! Wie so, liehe, Ludolf? Ja, wann trittst Dü Deinen tzom merurlaub an?" In etwa 14 Tagen und dauert dann drei Wochen ' Hm! Genau fo steht es bei mit auch. Das trifft sich ja prächtta! WaS meinst Du nun, wenn fei? diese drei Wochen in den verschiedenen kleinen Badeorten hier herum wir dürfen UNs natürlich nur die belebtesten auSsuchen in genau derselben Weise verlebten, unsere Kosten auf die Hälftt reducirten und mit unserer täuschenden Aehnlichkeit aber den richtigen Gebrauck machten. di Leute zu tauschenk Donnerwette? Ludolf, ich bin da-bei!-Na, denn ist eS gut. Rudolf!Und so muß es denn wohl auch geschehen sein. Wenigstens habe ich in diesem Sommer an den verschiedenen tadle d'hote's der verschiedenen HU nen Spessartbader verschtedenUrH etnen im Uebrigen sonst czujfaÜyid mageren jungen hartlösen Mann getroffen. der. mit seinem. Lowenapvetit aU

der Schrecken der Wirthe bezetckntt

wurde, stets bald wieder von der Bildsläche verschwand und sich überall als Herr Esser vorgestellt hatte. Das war jedenfalls der tadle ü'dote-Zwil-ling!! Demnach scheint also das Zwillingswesen doch auch seine praktischen Seiten zu haben und ist somit amEnde aus rein ökonomischen Gründen allen geehrten Eltern bestens zu empfehlen! Sie gehören dazu. Ein Soldaten-Geschichte. Der Herr Major z. D. und Land. Wehrbezirkscommandeur war eben da bei, den letzten Gesuchsteller, der sich zum Rapport eingesunken hatte, abzufertigen. Leutselig winkte er dem Manne im Arbettsgewande, daß er näher herantrete und seine Sache vorbringe. Doch eS schien nichts alltägliches zu sein, um das dieser bitten wollte, denn er drehte seinen Hut verlegen zwischen den beiden Händen hin und her und erst als ihn derOfficier darauf aufmerksam machte, daß seine Zeit gemessen sei und begann er stockend zu sprechen. Da hawwe mer e ganz eegetiemliehe Geschicht'. Herr Major, un ich haww' mer vierezwanzig Schtunne lang de Kopp dariwwer znbroche, wo als ich dodermit bw soll. Vwwer jetz' bin ich im reine: Die Angelecheheet geherrt vorö Landwehrhezirkscummando!" Sprechen Sie nur weiter, lieber Mann." Sehe Sie, Herr Major, ich feier' morche mei' silberne Hochzeit. Ich war früher beim Militär und gehör' noch jetzt zum Landschturm mei' Zugehörigkeit zumBezirkscummando schteht also außer Frag'. Morche hat aber aach mei' Tochter Hochzeit. Die awwer wor beim vorige Herrn Landwehrbezirkscummandeur siwwe Johr Köchin, sie hat ewwefalls ihre unleugbare Bezuhunge zum Militär. Sehe Sie, Herr Major, die Brautjungfere hätte mer, nu' bawwe aber, ewwe weil sie sich mit die Jungfere iwwerworfe hawwe, die zwee Brautführer abg'facht . . Mein lieber Mann, waö soll denn aber ich bei der Geschichte . . .? Warte Sie nor e bisselche, Herr Major, donn werde mersch gleich hawwe . also die zwee Kumpane hawwe uns sitze lasse un mir schtehe jetzt' do un' hawwe ke' Brautführer nit! Do Hot mir mei' Sohn, der aach Widder zum Landwehrbezirkscummando ge hört, weil er Reservischt isch, dadruff geholfe, daß me? do am bischte dahin sich wenn duh, wohin mer alle gehöre: ewwe ans Landwehrbezirttcummando UN zum Herrn Major! Der. facht mei' Sohn, cummandirt ganz fach e poor flotti Soldate, un mir sinn herrisch aus 'm Desakrement . . .sehe Sie, Herr Major un dadrum thät ich ewwe gehorsamscht bitte!" Belustigt sah der Major seinen Adjutanten an; das war ihm in semer Dienstprazis denn doTH noch nicht vorgekommen und dem Adjutanten auch nicht, das sah man an seiner Miene. Der Herr Major war ein jovialer Herr, daher beauftragte er seinen Ad jutanten das Nöthige zu veranlassen und binnen kurzem standen ein paar sonst zu Schreibdienste verwendete Soldaten schmusizlndest Antlitzes t Rapportzimmer. Jjlvm sind diese rechts Ei jo, Herr Major, awwer die Gefchtcht Hot immer noch en' Hake . . So. und welchen? Ich meen. wenn sie alle zwee in Untsorm Zeuge mache, hernoch merke die LeuT am End die ganze Schos . . . Herr Major für' de Größere könnt ich en schwarze Anzug un en sehr scheene Cylinder besorche . . . erkaaben Sie, daß er'n tragt?" In Gottesname auch das noch . . . aber nun Jg, Herr Major! Un ich bedanT mich aach vielmals un morche Vormittag um elfe kumme also in eme Wage dt Brautjungfere um die BravtfShnr abzuhole . . ." Mein Lieber, daraus kann nichts werden, die Soldaten kommen zu Fuße in 5ihre Wohnung oder gar nicht!$9 mir aach recht, awwer schon warS gewese, wenn aach die Braut jungfere zum BezirkSkummando gehört hätte!Die Sorge ist flrmanchen der Hecht im .Karpfenteiche deS Lebenö fr erhält ih mrmter! Schöne Aussichten Frau: Sie haben also das Ideal et neö Mannes in Ihrem Bräutigam ge funden?- Mädchen: Ich glaube.Frau: Und wenn Si ßch geirrt hätten?Mädchen .Pann wird ers bü. ßen!- . . GtesÄmutoia. Sie lauf hen Balle): Hast Du mit Papa ge. Brocken?- ?: ßtrf Sie (gespannt): So, "was sagte er denn?- Er: JfairL was- man so sagt. Wir haben vom. W.etter und. der-. gletchen. s.esp.roLey,"- .

Weißwaaren

und Leinen. Die Reduktionen, welche wir an Sachen die biö jetzt langsam weaaingen, eintreten lassen, sollten im Stande sein eine solche Anziehungskraft autzuüben, daß sie alle Montag verkauft werden, aber sollte dieses nicht der Fall sein, so bleiben die Preise dieselben, c: n . .rr- r r? . ' ' i io (ic auc üti nno. Auöwahl aller 10e und 124c ae. streiften und karirten weißen in- QA difchen Leinen, die gard 0ü Einfache weiße indische Leiuen. regulär 10c die Jard, gehen zu., sb 250 Fardö haarfein gestreifte DimitieS, welche 15c und 18c die 0 1 n Sard kosteten, gehen zu ILb Alle farbigen Blusen Leine Waaren die 26 Zoll breit sind und zu 40c vle zgaro verkauft wurden, find nnn jetzt die Jard ZüC 500 JardS einer guten Qualität weißen Drillich. reduUrt die I 1 Sard auf 12 Weniger wie vier Score deS weißen eorbed Scotch Zephyrö, die rea. 50c Qualität, so weit eö reicht, die d ' 29c Sard 50 JardS gelbkarirten Crasb, On 12c Sorte, die Sard 00 Das ideale kurze Corfett. Einige der kurzen Corsette, welche kürzlich prozudirt wurden, sind nichts weiter wie ein werter Gürtel. Als Corfett sind fie ein totaler Mißerfolg, aber daS ist keine Ursache warum daö französische kurze Buße Corfett verworsen werden sollte. ,,Ser Maiefth'S franz. kurzes Corfett hat eine ideale Form. ES ist kurz genug um die modernste Frau zu befriedigen, aber doch genügend lang um diejenigen, welche sie tragen, genügend zu stützen. ES hat sich als eine der populärsten Formen erwiesen, welche och je auS den Fabriken der Princeß of Wales Company hervorgingen. Wir zeigen eS gerne Jedermann, der vorspricht. Es Alleinige Agenten für Standard Muster. Den besten 30c in der Stadt bei l Markthaus. :3ggg B Da Deutsch.Amerikanische p I(eGl)tsbuFeau 1 Hotoriat von t Cn n nr a Tir.Ts wotitil g 532 Vine St , Cincinnati, O., ist anerkannt daS älteste, eitderbrei, teste und zuverlässigste in Amerika m und Deutschland, und alle Ansprüche ' Erbschaften und Rechte, kann men Vertrauensvoll in seine Hände legen, und versichert sein, daß die kleinsten, wie die größten vollmachts-Aufträge mit gleichem Eifer und genauer Recht? knratniß prompt und gewissenhaft er ledigt werden. Bt,ksiikll,Lift H t verrnisflier Aroen u ick SchmUichlt dise ltU tvatavA. R Ä. TT 1 --- T2nLirJ Oicrhc, QtztfStt vev. 417 Ost CcCcrtj 6tr. C Je Last. Up Otairs. Cert Carl t;ißoc!,7GUtniU CtTilt siaatt CcttSxsgcrn fix ich taraau

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