Indiana Tribüne, Volume 21, Number 254, Indianapolis, Marion County, 2 June 1898 — Page 1
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4 . 4 o O rO AS rlC O rl 00 TVYs K Of liVo l l O O yv v v W V V w Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171 Indianapolis, Jndiana Donnerstag, den 2. Juni 1898 Jahrgang 21 Ziel 254z
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Zur Situation. Nachdem mit Bestimmtheit festgestellt ist, daß die spanische Flotte sich in Santiago besindet und Störungen Seitens derselben weiter nicht zu befürchten find, scheint man nun rasch vorwärts gehen zu vollen. Die Nachrichten find sämmtlich seh? unbestimmt, aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird eine baldige Aktion gegen Portorico vorbereitet. Indeß hält die Regierung ihre Pläne so geheim, daß Bestimmtes sich gar nicht sagen läßt. Irgend welche Aktion scheint bei Santiago doch stattgefunden zu haben, da aber zur Zeit da wir dieses schreiben, die Regierung selbst noch keine Nachricht hat und die Preßnachrichten sehr verschieden lauten, so läßt sich über Art und Umfang derselben nichts Sicheres erkennen. Die Nachrichten, welche vorhanden find, gehen von Santiago aus und kommen theilweise über Madrid, theilveise über Havaka, theilweise über Haiti. Von der amerikanischen Flotte selbst ist augenblicklich keine Nachricht da. Die Nachrichten von Madrid sprechen von einem Zurückwerfen der amerikanischen Flotte, aber daran ist nichts. Wahrscheinlich handelt eö sich zunächst um eine RecognoSzirung, vielleicht auch um die Zerstörung einiger äußerer Befestigungen. Ueber die Wirkung der Beschießung find genauere Nachrichten noch abzuwarten. Jedenfalls wird man in Kürze von weiteren Angriffen auf Santiago hören, vielleicht auch von einem Angriff zu Lande, Seitens der Insurgenten. Wenn die Berichte, welche über Haiti kommen, aus Wahrheit beruhen, dann wird sich Santiago nicht lange halten können, denn eS mangelt daselbst an Nahrungsmitteln und die Noth soll besonders unter den ärmeren Klassen furchtbar sein. Inzwischen läßt sich über die Situation weiter nichts sagen, denn waS in spaltenlangen Depeschen berichtet wird, sind keine Thatsochen, keine Ereignisse, sondern Ansichten, Erwartungen usw. Man hofft, heißt eS da. man glaubt. man nimmt an usw. AlleS DaS aber ist werthloS. ,, - Editorielles. Ein Humorist, ich weiß nicht mehr wer, sagte einmal, daß eö ganz erstaunlich sei, welche Fähigkeiten jeder Mensch besitze. Man nehme den ersten besten Menschen und man wird erstaunt sein zu finden, wie er ein vortrefflicher Architekt, ein noch bedeutenderer Bildhauer, ein noch größerer Ingenieur u. s. w. u. f. w., kurzum, wie er in allen Künsten und Berufsarten bewandert ist. Wenn er an einem Neubau vorüber geht, dann ist er sicher der Ansicht, daß der Architekt ein Esel ist und daß er den Ban ganz anders ausgeführt hätte, sieht er eine neue Brücke, dann hätte er natürlich alleS besser gemacht, als der Ingenieur, der selbstverständlich nichts vom Brückenbau versteht, u. f. v. So geht eS auch jetzt mit der Krieg führung. ES ist ganz erstaunlich, was für eine Menge großer Strategen und Kriegs verständiger wir haben. Die Moltke laufen zu Hunderten auf der Straße herum, und wenn wir nicht eine so dumme unverständige Krietteiturz in
Washington fitzen hätten, dann hätte der erste Beste der vielen großen Strategen den Krieg schon längst siegreich beendet. ES ist ein Unglück, daß immer diejenigen, welche nichts von einer Sache verstehen, dieselbe zu thun haben, und daß man diejenigen, die sie am besten thun könnten, unthätig beiseite stehen läßt. Der Milv. Herold" sagt in Betreff der Leitung des Krieges Folgendes : Die Ungeduld der Bevölkerung über die Langsamkeit, mit welcher sich die
militärischen Operationen zur Zeit dahinschleppen, äußert sich gelegentlich auch in der Kritik der strategischen Behörde iu Washington, die sich vielleicht Mancher alö eine Commission bureauIrakischer Perrückenträger vorstellt. Die Herren vom grünen Tische stehen gegenüber den Aktiven im Felde in der Regel bei dem Publikum in geringerer Gunst. ES wird deshalb nicht schaden, wenn man wieder in Erinnerung bringt, auS welchen Mitgliedern diese Behörde besteht. ES sind Admiral Sicard, Capt. Crowninshield und Capt. Mahan, die dem Marine-Sekre-tär als Berather zur Seite stehen. Admiral Sicard ist bis zum AuSbruch deS Krieges Befehlshaber des atlantischen Geschwaders gewesen. Seine Dienstzeit läuft mit dem 30. September dieses IahreS ab, er ist aber noch vollkommen rüstig und würde im Stande sein, irgend eine FlOtte gegen den Feind zu führen. ES ist eben eine Eigenthümlichkeit unserer bezüglichen Gesetzgebung, daß die Ossiziere auS dem Dienst in einem Alter ausscheiden, wo sie noch für manche? Jahr aktiver Thätigkeit verwendbar wären. Admiral Sicard hat große Erfahrung im SeeWesen und gilt als ein Mann von ruhigem, besonnenem Urtheil. Capt. Crowninshield ist Chef deS SchifffahrtSbureauS. Er hat ebenfalls diel Erfahrung als Seemann und zählt zu den tüchtigsten Ossizieren unserer Flotte. Capt. Mahan genießt nicht nur in den Ver. Staaten, sondern auch bei den Sachverständigen anderer Rationen einen ausgezeichneten Ruf als Ma-rine-Stratege und Autorität im SeeWesen. Man darf wohl erwarten, daß solche Männer in der Leitung der Ma-rine-Angelegenheiten nicht daraus bedacht sein werden, sich vor der Welt durch ungeschickte Planführung zu blamiren. l)riis)tniifs)riffjlcii Wetterbericht. . Schönes Wetter heute Nacht und Freitag, dielleicht Gewitter Freitag Nachmittag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 82 Grad, niedrigke 63 Grad. Allerlei. Auf die Bank von Spanien hat wieder ein starker Anlauf stattgefunden, um Noten gegen Silber auszuwechseln. Eine Depesche von Madrid an die Londoner Morning Post" sagt, Caftillo, der spanische Gesandte in Paris, sei ermächtigt worden, die Intervention der Mächte zur Wiederherstellung des Friedens nachzusuchen. Eine Depesche an den Herald" von Washington sagt, Sampson habe das Commando der Flotte bei Santiago de Cuba übernommen. Zarte Behandlung d e r K o rporationen. W a s h i n g t o n, D. C., 1. Juni. Der Senat machte heute ziemliche Fortschritte mit der KriegSsteuerbill. DaS Interesse conzentrirte sich auf baS vom Senator orman gestellte Amendement zur Erhebung einer Steuer von i Prozent von der Gesammteinnahme aller Corporatioven, die eine Einnahme von mehr als 5260, 000 im Jahre haben. Durch direkte Abstimmung wurde das Amendement mit 34 gegen 27 Stimmen verworfen. Die Stimmenabgabe war folgende. Für Besteuerung der Corporationen stimmten : Bacon, Bäte, Berry, Outler, Cannon, Cockrell, Daniel, gaulkner, Gor man, GraY, Harris, ZoneS (Ark.), Kyle, McLaurin, Mallory, Martin, Murphy, Nelson, PaSco, yerkinS, Roach, Stewart, Oullivan, Tillman, Turley, Turpie und White 27. Dagegen stimmten: Aldrich, All! son, Oqker, OurrowS, Caffery, Carter, Chandler, Clark, Cullom, DadiS, Deroe, FairbakZ, For-k:r, Frye, Oallin-
aer, Gear, Hale, Hanna, Hansbrough,
Hawley, Lindsay, McEnery, McMillan, Mantle, Mitchell, Pettigrew,Platt (Conn.), Pritchard, Proctor, Sewell, Shoup, Spooner, Wetmore, Wolcott 34. Mr. Pettigrew stellte daraus daS Eorman Amendement wieder mit Weg lassung der Beschränkung auf 5250,000 und auch dieses wurde mit 37 gegen 25 Stimmen abgelehnt. Senator White, Demokrat von Californien, stellte darauf das Amendement so, daß eine Steuer von i Prozent sür alle Corporationen, welche sich mit der Raffinerie von Zucker oder Petroleum befassen vorgeschrieben werde. Der Senator erklärte, er wünsche, daß der amerikanische Zuckertruft und die Standard Oil Company besteuert werden. DaS Amendement wurde mit 33 gegen 26 Stimmen angenommen. Die Abstimmung ergab folgendes Resultat: Dasür stimmten: Bacon, Baker, Bäte, Berry, Butler. Cannon, Carter, Chilton, Cockrell, Cullom, Daniel, Faulkner, Gorman, Gray, Harris, Joneö (Ark.), Kyle, Lindsay. Mallory, Mantle, Martin, Mitchell, Murphy, Paöco, PeerkinS, Pettigrew, Roach, Stewart, Sullivan, Tillman, Turley, Turpie und White. 35. Dagegen stimmten: Aldrich, Allissn, BurrowS, Caffery, Chandler, Clark, DaviS, Deboe, FairbankS, goraker, Frye, Gallinger, Gear, Hale, Hanna, HanSbrouph, Hawley, McEnery, McMillan, Nelson, Platt (Conn.) Proctor, Sewell, Shoup, Spooner und Wetmore. 26. ; Für die Besteuerung stimmten 22 Demokraten, 4 Republikaner, 5 Populiften und 2 Silberrepublikaner. Dagegen stimmten 24 Republikaner und 2 Demokraten. Die verwundeten und kranken Soldaten. Washington, D. C. 1. Juni. Generalarzt der Armeee, Dr. Sternberg, hat von vielen patriotischen Damen briefliche Anfragen erhalten, welche Artikel zum Gebrauch für unsere kranken und verwundeten Soldaten im Felde am meisten erwünscht seien. Er hat deshalb eine Denkschrift vorbereitet. die an alle Personen, welche sich in der Sache an ihn wenden, versandt werden wird. Dieselbe besagt : Geld kann an den Generalarzt (Surgeon General) der Armee gesandt werden. Diese Gelder werden den behandelnden Aerzten zugeschickt werden, um für Delikatessen sür die Kranken verauSgabt zu werden. Diejenigen, welche eS vorziehen, können Suppen, Clam broth", Orangenmarmelade, Gingerale, BiöcuitS, WassercrackerS und ähnliche Artikel in hermetisch verschlossenen Büchsen zum Gebrauch auf dem Hospitalfchiffe Relief" und in den Hofpitälern in Key West, Fla., Fort McPherson, Ga., Fort ThomaS, Ky , und Fort Mayer, Va , versenden. Bandagen, Charpie und Verbandzeug find nicht erwünscht, weil man daS jetzt von Fabrikanten fierilifirt kaust. Hemden und Hosen werden von der Regierung geliefert, werden aber angenommen und Genesenen beim Verlassen deS Hospitals gegeben.. PajamaS, auS Leinen oder Gingham gemacht, werden brauchbar für die Kranken, die außerhalb deS BetteS sein können, sein; auch lange Nachthemden auS leichtem MuSlin find erwünscht. Breite Bandagen auS leichtem glannel zum Schutze des Unterleibs find sehr empfohlen und können von den Sol baten im Felde getragen werden. Die genannten Artikel können direkt an den Generalarzt (Surgeon general) der'Armee, oder an die behandelnden Aerzte der genannten Hospitäler ge sandt werden." Havana'S Proviant. New Sork, 1. Juni. ES find jetzt Nachrichten ans guter und sicherer Quelle eingelaufen über die Verprovi antirungSverhältnisse deS blockirten Havana. Danach ist nur Proviant für etwa drei Monate vorhanden und keine Möglichkeit geschaffen, weitere Vorrä the heranzuziehen. O i cknell i n F l a m m e n. VineenneS, 2. Juni. Kurz vor 11 Uhr letzte Nacht wurde die hiesige Feuerwehr nach Licknell, einem zwanzig Netten von hier gelegenen Städtchen zu Hilfe gerufen. Einige Minuten später kam eine weiter? Depesche mit
der Mittheilung, daß eS zwecklos für
b,e Feuerwehr fei, zu kommen, da doch nichts mehr zu retten und der ganze GeschästStheil verloren sei. Seit 2 Uhr heute Morgen fehlen weitere Nachrichten. Der Kampf vor Santiago. P o r t-a u.P r i n e e, 1. Juni. ES ist bis jetzt unmöglich Einzelheiten über den gestern Abend ftattgefundenen Kampf vor Santiago zu erhalten. Speziell ist über den Umfang sowohl, wie über daS Resultat nichts bekannt. ES ist möglich, daß Commodore Schley sich den Eingang in den Hafen erzwungen hat, aber nicht sehr wahrscheinlich. Sollte ihm dies gelungen sein, so wäre er jetzt sicher Herr der Situation, da die schwächere spanische Flotte sich nicht lange der. Uebermacht hätte erwehren können. Auö anderenQuellen verlautet, daß Schley nur die Forts bombardirte, um deren Stärke und Widerstandskraft zu erproben, um beim späteren, ernsten Angriff, der zu Land und See gleichzeitig unternommen werden soll, bessere Anhaltspunkte über Lage und Stärke der verschiedenen Befestigungen zu haben. So weit bis jetzt in Erfahrung gebracht werden konnte, war der Angriff folgendermaßen: Um 2 Uhr Nachmittags näherten sich die großen Schlachtschiffe deS amerikanischen Geschwaders und .zwar die Schiffe Iowa", Massachusetts", TexaS", New Orleans", daS Flaggschiff Brooklyn",owie der Marblehead" und daS Kanonenboot Nashville" den Mörser- und Strandbatterieen, welche zu beiden Seiten deS engen Kanales liegen. DaS Wasser ist dort sehr tief, so daß die Schiffe so zu sagen unter den Kanonen der Morro-Socapo-Fortö, die beide sehr hoch gelegen find, ziemlich dicht am Ufer entlang fahren konnten, ohne daß die Geschütze der beiden genannten Forts die Schisse hätten streichen können. Auf etwa 3000 Fard Entfernung wurden alödann diese Batterien beschössen und wie eS heißt, zertrümmert und zum Stillschweigen gebracht. Dann wurden die großen '13zölligen Geschütze der Schlachtschiffe auf die vorgenannten Fort gerichtet. Wenige Schüsse ließen jedoch Commodore Schley zu der Einsicht gelangen, daß die beiden Forts zu hoch lagen, als daß die amerikanischen Geschütze in so geringer Entfernung einen nennenSwerthen Schaden hätten anrichten können. Die Schisse erhielten hieraus Befehl, wieder in See zu stechen und dort Pofition zu nehmen. Die Beschießung der Forts wurde hierauf in einer Entfernung von etwa vier Meilen aufgenommen. Die bis jetzt empfangenen Nachrichten lassen nichts darüber verlauten, welche Wirkung mit dieser zweiten Beschießung der FortS erzielt wurde, eö wird jedoch gemeldet, daß nach Anficht deS Com modore Schley der angerichtete Schaden ein ganz bedeutender sein muß. ES wird weiter gemeldet, daß meh rere Schiffe der spanischen Flotte wäh rend der Beschießung der FortS, auö dem inneren Hafen herausfuhren und sich an dem Kampfe betheiligten. SS wird mit großem'Jnteresse wei teren Depeschen über den Verlauf deS Kampfes, sowie über die beiderseits gen Verluste entgegengesehen. Havana, 1. Juni. Die amerikanische Flotte, bestehend auS den Schis sen Iowa, Massachusetts, Brooklyn, Texas, New Orleans, Marblehead, Minneapoliö und einem anderen uube kannten Kreuzer nebst sechs kleineren Fahrzeugen, nahm am 32. Mai Nach mittags 2 Uhr eine Position auf der westlichen Seite der Santiago CanalMündung ein und begann die Forts zu beschießen. Der spanische Kreuzer Christobol Colon dar in der Nähe von Punta Gorda verankert 'und konnte von der offenen See auö gesehen derden. Daö Feuer der amerikanischen Flotte wurde von den FortS Morro, Soeapo und Purto Cordo, sowie dem Kreuzer Cristobol Colon" beantwortet. Die amerikanischenSchiffe feuerten siebenzig Schüsse ab und zwar mit Geschossen No. 32, ohne jedoch den geringsten Schaden zu verursachen. Die Beschießuvg währte 50 Minuten, vorauf sich die amerikanische Flotte mit einem beschädigten Hilfskreuzer zurückzog. Zvei Kugeln ezplodirten am Hinter! heil Z del TezaS". und auf einen anderen (lachtsiss brach Feuer euZ.
Mehrere Geschosse sielen in den inneren Hafen in der Nähe der spanischen Schiffe nieder.
Die Deutschen amerikafreundlich. Berlin, 2. 3uni. ES herrschte hier in den letzten Tagen große Unruhe über daS Ausbleiben aller Nachrichten vom westindischen Kriegsschauplatz. DaS Publikum umdrängte täglich die Stellen, wo die Depeschen auShängen, mußte aber bis letzte Nacht stets enttäuscht weitergehen, wo man endlich gerüchtweise von einer bei Santiago geschlagenen großen Schlacht vernahm. ES ist im Gegensatz zu gewissen Preßäußerungen allgemein eine lebhafte Sympathiebekundung für die Ver. Staaten bemerkbar, und man sieht mit Spannung weiteren Nachrichten vom Kriegsschauplatz entgegen. Ein Bund der DeutschBöhmen. Berlin, 1. Juni. In Reichenberg in Böhmen traten 3500 Delegaten zusammen, um einen Bund zwecks Erhaltung deS DeutschthumS in Böhmen und Hebung seiner ökonomischen Lage zu gründen. Hundertundfünfzig Städte haben ihren Beitritt bereits angemeldet. Die Stadt Reichenberg hatte sich zum Empfang der Gäste prächtig geschmückt und ein schwarz-roth-goldeneS Feftgevand angelegt. Unter den Gästen befanden sich ganze Gesangvereine au Oesterreich, z. B. der SchubertbundrauS Wien. Der Bürgermeister Bayer begrüßte die Stammeögenossen mit einer glänzenden Rede, in welcher er erklärte, die Losung für die Deutschen Vöhmenö müsse die.Zweitheilung nach Sprachgebieten und die Loötrennung von cn Tschechen sein. Der Statthalter von Böhmen hat gegen die Satzunge deö. Bundes Einwand erhoben, trotzdem wurde auf Antrag deS RelchSrathSabgeordneten AloiS Funke. deS Vertreters von Veitmeritz, beschlossen, an den Satzungen fest zu halten. Sollte die Statthalterei dieselben nicht genehmigen, so soll dagegen an daS Reichsgericht appellirt werden. Den gemaßregelten Grazern wurde der Brudergruß der Versammlung entsendet und daö tiefste Bedauern über die Auflösung deS GemeinderatheS ausgedrückt. Die Tschechen geben sich dem Vertrauen hin, daß daS Ministerium deS Grasen Thun - Hohenstein die Deutschen noch stiefväterlicher behandeln werde, alS daS Kabinet Badeni eS gethan, und glauben, Graf Thun habe mit der deutschen Linken vollständig gebrochen und werde, falls sie ihm durch ihre Obstruktionspolitik Kindernisse in den Weg legen würden, den Reichsrath schließen und, auf den Paragraph 14 gestützt, ohne Parlament regieren. Von dem Paragraphen 14 war auch auf dem Parteitage der österreichischen Sozialisten die Rede. Eduard Rieger erklärte, man werde mit allen Mitteln gegen den Absolutismus ankämpfen, wenn Graf Thun eS versuchen sollte, mit dem Paragraphen ohne Parlament zu regieren. Der ungarischen Regierung wurde degen der von ihr veranstalteten Sozialistenhetze die Verachtung deS Parteitages ausgedrückt. Ein Antrag, die Deutsch - Nationalen (Wolf, Schönerer u. s. w.) energisch zu bekämpfen, wurde verworfen. Der Verein deutscher Kampf genossen wird im Juli eine Excurfion nach Terre Haute veranstalten und in Gemeinschaft mit dem dortigen Verein ein Picknick abhalten. Mucho'ö Cigarrenladen befindet sich in No. 199 OS Washington Ctr. Mary Austin, 23 Jahre alt, underheirathet, Dienstmädchen, wurde heute irrsinnig erklärt. Sie bildet sich ein, daß ihr rechtes Bein bis zum Knie abgenommen ist und daß Aerzte deö StadthofpitalS sie nach dem Hospital bringen wollen. Außerdem bildet sie sich ein mit Dr. Tom Eastman verheirathet zu sein und daß man Versuche macht sie von ihm zu trennen. RheumatiSmuö im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Clbogen oder Handgelenken enfteht durch zu viel Säure im Blut. Hood'ö Sarsapanlla Heut RheumatiSmuS. Hood'ö yillen sind die .beste Absuhr-und Lever-edlzia ssrami lienebrauch. 25.
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