Indiana Tribüne, Volume 21, Number 252, Indianapolis, Marion County, 31 May 1898 — Page 1

rl W rvr. r1 Tvf ib W O W i iy y lyy o Vk -l Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Jndiana Dienstag, den 31.. Mai (898 Jahrgang S1 7?i253

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Lditorielles. Wenn eö der französischen Regierung darum zu thun war, die Drey fuö-Zola Affaire bei den Wahlen auizubeuten, so hat sie im Ganzen wenig Erfolg damit gehabt. Die Wahlen haben allerdings gerade keine politische Umwälzung gebracht, indeß ist die Regierung eher schwächer als stärker auö denselben hervorgegangen. Die neue Deputirtenkammer wird in folgender Weise zusammengesetzt sein :

254 gemäßigte Republikaner, 104 9ia dikale, 74 Radikal - Sozialisten, 67 Sozialisten, 38 Ralliirte, 44 Monar chisten und 10 Wilde". 3n drei Wahlbezirken ist da Resultat noch unbekannt. DieGesammtzahlderAbgeordneten beträgt 584. Die frühere Kammer bestand auö 261 gemäßigten Republikanern, 21 Ralliiren, 168 Radikalen, 53 Sozialiften, 61 Monarchisten und 20 Wilden". Eine zuverlässige Mehrheit hat also die Regierung nicht erlangt. Ihre Partei sind die gemäßigten Republikaner und diese allein bilden keine Mehrheit in der Kammer, die radikalen und sozialistischen Elemente haben etwas stärker zugenommen, als die der gemäßigten Republikaner, aber sie haben ebenfalls keine Mehrheit. AuSchlagegebend sind somit die anderen Parteien, von welchen indeß für die radikale Sache wenig zu erwarten ist, welche aber immer bereit sind, der Regierung Verlegenheiten zu bereiten. Nimmt man indeß nicht die Zahl der Deputirten, sondern die Zahl der abgegebenen Stimmen als Maßstab, dann haben die oppositionellen Elemente, namentlich aber die Sozialisten bedeutend gewonnen. 3m Jahre 1889 sielen auf die sozialistischen Kandidaten im Ganzen 91,000, 1893 aber 600,000 Stimmen. Bei der jetzigen Wahl aber hat die sozialistische Stimmenzahl Frankreichs sich weit über die Million erhoben, ein Fortschritt, der gewiß eine Bedeutung hat und der den Fortschritt der sozialiftischen Sache in den letzten vier Jahren illustrirt. Wie die sozialistische Petite Republique", erklärt, habe sich die Zahl der sszialiftischen Stimmen sogar verdreifacht. Andere Berichte lassen diese Angabe als zu optimistisch erscheinen. Der Korrespondent des Berliner VorwärtS" schreibt : Soweit eö sich bisher übersehen läßt, haben die Sozialisten im Vergleich mit 1892 wohl vier biö fünshunderttausend Stimmen geWonnen, waö nahezu einer Verdoppelung der Stimmenzahl gleichkommt. Im Seine-Departement (Pari und neun Wahlkreise der Umgegend) find rund 203,000 sozialistische Stimmen abgegeben worden, etwa 60,000 biö 70,000 Stimmen mehr als 1893." Dieser Fortschritt der Sozialisten in Frankreich wird auch von den Organen der anderen Parteien anerkannt und sie machen ein böseS Gesicht dazu. Der klerik.l-monarchiftische Gau loiö" schreibt: Die bedeutsamste That sache deS Wahltages ist ein neueS, fürchterliches Anwachsen der sozialisti schln Bewegung." Und der TempS" seufzt: Vor wie nach den Sonntags wählen bleibt als einziger lebenökräf tlger Feind der Republik der kollekti vistische und revolutionäre OojlaliJ nuS ; eS ist der einzize Feind, der PH

trotz einiger aufsehenerregender Niederlagen (GueSde und SaureS), rühmen kann, im Lande an Boden gewonnen zu haben.. .." WaS die Niederlage Saureö' und

GueSdeS, der beiden bedeutendsten und hochbegabten sozialistischen Führer in Noulaix resp. Carmaux betrifft, so wurde dieselbe durch die verwerflichsten Mittel, namentlich durch Massenentlassungen der Arbeiter, gewaltsame Auflösung ihrer Verbindungen und Versammlungen und andere Einschüch terungen herbeigeführt. Wenn nun trotz alledem IaureS nur um 148 Stimmen weniger als 1893 erhielt (6516 gegen 6663), während GueSdeS Stimmenzahl sogar von 6879 im Jahre 1893 auf 7971 gestiegen ist, so ist das sicherlich ein bedeutsames Zeichen der Anziehungskraft der sozialistischen Idee. Nach dem französischen Wahlrecht ist eö zulässig, daß in der Stichwahl die Kandidaten gewechselt werden, sodaß Iaureö und Eueöde in einem anderen Kreiö hätten gewählt werden können. AuS Paris, Marseille und Lyon waren den Beiden diesbezügliche Anerbietungen gemacht worden. Beide aber haben abgelehnt, sodaß sie vorläufig in der neuen Kammer fehlen werden, ein Verlust, den übrigen selbst die Gegner als solchen empfinden. Sogar der Figaro", der sich in der letzten Zeit nicht militärfromm genug geben konnte, bedauert dieses Mißgeschick, daö die beiden Erscheinungsformen deS SozialiömuS, die künstlerische und die wissenschaftliche" betroffen hat, und auch linkörepublikanische Blätter, die den SozialiömuS als Rivalen besonderS heftig zu bekämpfen pflegten, sprechen bedauernd die Anficht auS, daß daS Ausscheiden der beiden besahSen Führer deS Proletariats für die Kammer und den Gehalt ihrer Debatten einen unersetzlichen Verlust bedeutet. VrHlilllhrilhkli. Wetterbericht. Wärmeres, schönes Wetter heute Nacht. Morgen trübe und Regenschauer. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 69 Grad, niedrigke 49 Grad. Gelandet. Key West Fla., 81. Mal. Mit dem Dampfer Florida ist eine Expediion von 400 Kubanern mit Waffen und Munition bei Guantanamo gelandet. Sie nehmen für Calizto Gareia 7000 Gewehre und 2 Millionen Patronen mit. ,, ES ist nichts daran. Washington, D. C. 30. Mai. Sorgfältige Nachforschungen im Staatsdepartement und in den britischen Botschaften ergaben, daß die Mittheilung,daß bereits alles für ein angloamerikanisches Bündniß abgemacht sei, vollständig auS der Luft gegriffen ist. Waö nun? W a s h i n g t o , D. E., 20. Mai. Strikte Censur wird -über alle telegraphischen KriegSnachrichtea geübt und nichts gelangt in die Oeffentlichkeit, waS die Regierung für gut findet, geheim zu halten. Alle Preßmittheilungen beruhen deshalb, soweit sie nicht bestimmte Thatsachen angeben, auf Vermuthungen und Spekulation und find von wenig Werth. SchleyS Mittheilung, daß die spanische Flotte sich in Santiago befindet, wird für voll ständig richtig und zuverlässig gehalten und loslassen wird man sie nun nicht wieder. Daß jetzt wichtige Operationen bevorstehen und daß die Abficht besteht, energisch vorzugehen, daö schließt man auS der Thätigkeit in Tampa und vor Allem daraus, daß General MileS mit seinem ganzen Stäbe heute Nacht per Eztrazug nach Tampa abgereist ist. Die in Tampa liegenden Transport schiffe mögen vielleicht jetzt schon mit einer Armee unterwegs nach Cuba sein. Wohin die Erpedition gehen wird, ist nicht bekannt, aber man glaubt, daß eine kräftige Aktion gegen Santiago de Cuba vorgenommen werde wird, und daß der Angriff auf die Stadt und die Flotte zugleich erfolgt. Der Präfi deut, Kriegösekretär Alger und Ma rinesekretär Long hatten heute eine lange Konferenz, aber daö sie beschlos sen, daö -läßt sich nicht in Erfahrung bringen. Nan nimmt jedoch an, daß di: O:itLz .od:r r?kizZ die

Unschädlichmachung der spanischen Flotte alö Hauptsache betrachtet wird, alleö andere kommt in zweiter Reihe. ES gehört durchaus nicht zu den UnWahrscheinlichkeiten, daß ein Angriff

auf Havana niemals erfolgen wird. Falls Santiago und Portorico in amerikanische Hände fallen, dürfte Spanien wohl geneigt sein, um grieden zu bitten und Cuba preiszugeben Man darf annehmen, daß eS schon in wenigen Tagen zu bedtutendenAktionen kommen wird. Die Regierung ist ent schlössen, so bald wie möglich einen entscheidenden Schlag zu führen und die Möglichkeit dazu ist jetzt, nachdem die spanische Flotte in Santiago eingeschlossen ist, vorhanden. DaS Finaazcomite d eS SenatS. Washington, 30. Mai. DaS Finanzcomite deS Senats berieth heute 3 Stunden lang über die vorgeschlagenen Amendemevtö zur Kriegösteuerbill und beschloß alle Ämendementö abzulehnen, welche mit der Bill an sich nichtö zu thun haben, namentlich LodgeS und MorganS hawaiische Resolutionen, Pettigrewr Amendement über Aushebung deS hawaiischen ReciprocitätövertragS etc. Die AmendementS betreffs Aenderung der Methoden der Besteuerung von Transaktionen an der Fonds- und Produktenbörse und der Versicherung?makler wurden erwogen, aber schließlich sämmtlich abgelehnt. Nur zwei Aenderungen von Bedeutung wurden vorgenommen. Ein Amendement bezüglich der Befteuerung von Quittungen ezimirt Beträge unter $5, und in der Bestimmung über die Besteuerung von Medikamenten und Patentmedizinen wurde der Wortlaut so geändert, daß die Steuer erst beim Verkauf fällig ist. Auch können die Apotheker kleine Quantitäten von Medikamenten, welche nicht in Packeten auö dem Laden bezogen werden, ohne Aufkleben eines Stempels .verkaufen. Ferner vereinKarte man, daß, wenn GormanS Amendement im Senat angenommen werden sollte, über welches das Comite getheilter Ansicht ist, noch weitere Aenderungen in der Stempelsteuer nothwendig werden. Streik von Schiffsmann schaften. NeSork,30.Mai. DerHilfSkreuzer St. LoniS" kann nicht in See gehen, weil 360 Kohlenschleppe?, Heizer und Trimmer einen Streik begonnen haben. Als am Samstag daS Schiff angelangt war, wurde den Leuen Urlaub versagt, und die AuSzahlung deS MonatSlohnS auf heute derschoben. Die Leute hielten deshalb eine Versammlung ab und beschlossen, nicht an Bord zu gehen,-ehe sie ihren Lohn erhalten haben. Sie klagen auch über schroffe Behandlung, zu schweren Dienst und ungenügende und ungesunde Kost. Der Streikbeschluß wurde heute ausgeführt. Der Hilfskreuzer St. Louis" stach noch im Laufe deS TageS in See, nachdem der Streik eine halbe Stunde vor der Abfahrt gütlich beigelegt worden war. HilfS-BundeScommissör Martin Z. Harrigan hielt auf dem Pier eine Anspräche an die Leute, in der er sie als Deserteure und Feiglinge bezeichnete, wenn sie ihren Dienst nicht wieder aufnehmen, und von den 360 Streikern blieben 41 hartnäckig, deren Stellen sofort durch andere Leute besetzt wurden. Die St. Louiö" soll nach Key West gehen. Neue Tripel-Allianz. New Sork, 30. Mai. Depeschen an den New Sork Herald" auö Berlin und Köln behaupten, daß die Vorbedingungen für eine angelsächsische Al lianz niemalö in besserem und günsti gerem Maßstabe vorhanden waren, wie gerade jetzt. Der Berliner Correspondent deö Herald" schreibt : Alleö waö nöthig wäre, dieses Bündniß per fekt zu machen, wäre, daß England an Deutschland einige gegen Rußland ge richtete Konzessionen in Ostasien ge währe und der Kölner Korrespondent berichtet : Ein entschieden sympathi scheS Gefühl für die Ver. Staaten ist hier im Wachsen begriffen. Die Köl nische Zeitung, eines der einflußreich sten Blätter in Deutschland, spiegelt diese Ctir. dkRtliH bieder. Die

Zeitung schreibt unter Anderem : Wir

Deutsche, oder vielmehr die Majorität derselben, betrachten die Handlungweise, der Ver. Staaten, indem sie Krieg an Spanien erklären, alö eine Verletzung der internationalen Gesetze. Eö ist biö zu einem gewissen Grade gegen unser Gerechtigkeitsgefühl gegangen, in klaren Worten, wir glauben, daß 'Spanien nur sein guteö Recht vertheidigt. Anderseits aber stehen unsere Interessen entschieden auf Seite der Ver. Staaten. Spanien ist unS nichts, wogegen zwischen uns und den Ver. Staaten immerhin eine gewisse Gemeinsamkeit in Rasse und Civilisation vorhanden ist. Amerika ist ein fortschrittliches Land, gerade wie Deutschland und die in Amerika lebenden Deutschen müssen natürlicherweise zu ihrem Adcptiv - Vaterlande halten, und nach Allem was wir hören, thun si e das auch. Waö den deutschen Kaiser anbelangt, so ist er in dieser Beziehung der Dolmetscher der Gefühle Deutschlandö". ES scheint der Moment aekommen zu sein, der für eine Verständigung zwischen England, Amerika und Deutschland äußerst günstig ist, und vielleicht bald zum Abschluß eineS Bündnisses führen dürfte. Sin britisches Schiff als Prise. Key West, Fla., 30. Mai. (MorgenS 6:60). Der britische Dampfer Reftormel" wurde heute Morgen als Prise hier eingebracht. Er wurde gefangen, als er versuchte, in den Hafen von Santiago de Cuba mit Kohlen einzulaufen. Der Reftormel" ift 1882 in Newcastle erbaut und Eigenhum der Reftormel Steamship Comp., I. Cory & SonS, von Cardiff. DaS Schiff wurde vom Beobachtungskreuzer St. Paul gefangen. Der Reftormel" wurde am 26. Mai unter den Kanonen von Morro Castle bei Santiago de Cuba abgefangen. Er hatte 2400 Tonnen der besten Sorten von Kohlen, die wahrscheinlich für die Flotte deö Admirals Cervera bestimmt waren, als Ladung. Der St. Paul", welcher sechs Tage bei Santiago de Cuba gelegen, feuerte einen Schuß über den britischen Dampfer hinweg, woraus derselbe beilegte. Schach. New Sork, 30. Mai. Laut heute auS Wien hier eingetroffenen Depeschen st alles für das große internationale Schachturnier bereit, dessen erste Runde am nächsten Mittwoch gespielt werden soll. Steinitz traf am 13. Mai in Wien ein und Bayard am vorigen Dienstag. Ohowalter wurde am Freitag erwartet, während PillSbury am nächsten Tage in Liverpool ankam und heute oder morgen Wien erreichen muß. Am Dienstag werden alle Theilnehmer am Tournier eingetroffen sein. Jeder Spieler muß mit jedem anderen zwei Spiele spielen. Die Liste der Theilnehmer ift wie folgt : Amerika Steinitz, PillSbury, Showalter und D. 3. Bayard. Großbritannien Blackburne, Burn und Caro. Frankreich 3anowöki. Rußland Tschigorin, Schiffers und Alapin. Deutschland Tarr, Walbrodt und Lipke. Oesterreich Marco, Schlechter,Halprin und Schwarz. Ungarn Charousek und Maroczy. In jeder Woche sollen fünf Spiele gespielt werden. An Donnerstagen und Sonntagen wird nicht gespielt. Die spanische Flotte in Santiago. 3 ö l e S t. N i ch o l ö, 30. Mai. Der Correspondent der Associated Preß, welcher sich bei ber amerikanischen Flotte bei Santiago de Cuba befindet, sandte folgende Depesche hierher : Bor Santiago de Cuba, 27. Mai. Commodore Schley und daö fliegende Geschwader haben die spanisch, Flotte im Hasen von Santiago de Cuba ein geschlossen. Durch ein sehr geschickte? Manöver brachte Commodore Schley die Spanier zu der Annahme, daß er abgefahren sei. Sie bissen an den ihnen vorgeworfenen Köder und fuhren in den Hafen. Commodore Schley be vegte sich heute Morgen heran und war um 6 Uhr dit am Hafen; er sah den Chri?obsl Col". die Neria

Theresia" und zwei Torpedoboote. Er glaubt, die ganze Flotte fitzt in der Falle. Commodore Schley handelte während der letzten sechs Tage nach eige-

nem Ermessen und Urtheil und er glaubt, daß daö ganze Geschwader Cerveraö in der Falle fitze. Heute Morgen saß Commodore Schley auf dem hinteren Oberdeck biö nach der Entdeckung deö spanischen Geschvaderö und ging darauf zum Frühstück, sagend : Ich habe sie und sie werden niemalö heimkehren." Der V. St. Beobachtungökreuzer St. Paul" lief hier ein und wurde mit Depeschen nach Molo St. Nicholaö abgesandt. Die Offiziere und Mannschaften deö fliegenden Geschwaderö jubeln über die Thatsache, daß der Aufenthaltöplatz der spanischen Flotte endgiltlg feftgestellt ist. Die Temperatur steht hier auf 110 Grad im Schatten und in den Stahlthürmen herrscht eine Hitze, die über die Eindildungökrast hinauögeht. Die hier befindlichen amerikanischen Schisse find: Brooklyn", Texaö", Massachusettö", 3ova", Marblehead" und Vizen"; ferner ein Beobachtungötorpedoboot. HungerSnoth in Aussicht. Kingston, Iamaica, 30. Mai. Eingelaufene Nachrichten au cubanischen Lagern in der Gegend von Santiago zufolge,, befürchtet die Einwohnerschast von Santiago den baldigen Auöbruch einer Hungerönoth, da die Landsoldaten sowohl wie die Mannschaften der spanischen Schiffe alle vorhandenen Vorräthe Monopolisten, während die Anwesenheit der amerikaNischen Kriegsschiffe jegliche Zufuhr von Proviant verhindert. Große Aufregung und Unzufriedenheit Herrscht unter der Bevölkerung. PatriotischerEnthufiaömuö ist untergeordnet, daö Volk fühlt, daß durch daö Hierherbringen deö spanischen Geschvaderö ein Fehler gemacht worden ist. Eö wurde berichtet, daß Cervera nur beabsichtigte Vorräthe einzunehmen, Depeschen zu empfangen und dann Sampson aus See aufsuchen werde. Die spanischen Behörden in Santiago halten eö für absolut unmöglich, baß die amerikanischen Schisse sich nach dem Hafen begebe und dort Cervera angreisen werden, da der Kanal außer den vielen Fortö zu beiden Seiten auch noch unterminirt ift. Man glaubt auch, daß Cervera von dem Herannahen der Cadizflotte unterrichtet ift. Die Insurgenten ziehen alle verfügbaren Kräfte ringö um die Stadt und find bereit, für den Fall eineö amerikanischen Seefiegeö außerhalb deö Haseuö, die Stadt von der Landseite özugreifen und den Versuch zu machen, den Spaniern daö letzte Bollwerk ihrer Macht im östlichen Cuba zu entreißen. Der Papst läßt von sich hören. London, 30. Mai. Eine Vondoner Nachrichten-Agentnr behauptet, daß der Papst Friedenöverschläge an Präsident McKinley übermittelt habe. Ochis?S. Nachrichten. Angekommen in : New S ork: Bovie" von LiverPool; Spaarndam" von Rotterdam; Mobile" von London; City os Rome" von Glaögov. Bremen: Friedrich der Große" von New Fork. Liverpool: Cephslonia" von Boston. H a v r e : La Gaöcogne" von New Sork. Antwerpen: Frieöland" von New Sork. Lissabon: Peninsular" von New Sork. Hamburg: Seotia" von Baltimore. Salzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertheile Hood'ö Sarsapanlla, ber große Llut reiniger heilt Salzfluß. Hood's Pillen wirken Vorzuglich nach der Nahlzeit und kuriren opfcV 26.

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