Indiana Tribüne, Volume 21, Number 250, Indianapolis, Marion County, 29 May 1898 — Page 9
Znvwna Arivüne.
? Eine Schreckcnsnaail. Bon E. Berdau. Die Station Brady Island an der Union Pacific Railroad im westlichen Theile von Nebraska bestand zu der Zeit, als diese Bahn gebaut wurde, nur aus dem Stationsgebäude selbst und einem Hause, welches etwa 100 91118 bnn tr mwl ks,lts in der Prairie stand und von einemMr. Bankers nebst Frau und ihrem etwa zhn Wochen alten Kinde bewohnt wurde. rnr s-?s irifih ,,n,n slatt,nl Handel mit den Sioux-Jndianern. de. vfn r miserablen Wbiskn eaen autel
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Büsfelfelle austauschte. Dadurch war .Hui! Huioh!- brüllen sie und suer zwar zum wohlhabenden Manne, chen taumelnd in den Stallen nach den
aber auch gleichzeitig den Rothhauten rundlich verhakt geworden. In dieser Zeit weilte bei der Familie Bankers, ein junges, hübsches Mädchen, Tressie Baughan mit Namen, die jüngste Schwester der Frau Ban kers. Die junge Dame hatte in Omaha ibre Lebrerinnnvrüfuna alücklick bestanden und eine Stelle an. einer kleinen Landschule, etwa 6 (amerikanische) Meilen nördlicb von der Station angenommen. Morgens fuhr Mr. Ban kers sie binauö und Abends, nach Schluß der Schule, holte er sie wieder zurück. Der jung- Statiosagent hatte sich sterblich in sie verliebt. Sie aber hatte ihn fchr küyl behandelt und ihr Herz mittlerweile an den Conducteur des Personenzuges No. 17 verschenkt, weleher sie im nahenden Herbste als seine junge Frau heimzuführen gedachte. So standen die Sachen, als in einer entsetzlich stürmischen Gewltternacht ein Reiter von der offenen Prairie von Osten her auf das Stationsgebäude zujagte, vom dampfenden Pferde sprang und mit dem Bllchsenkolben heftig an die Thür zum Wartezimmer pochte. .Wer klopft da?" rief der Agent von innen. .Deadshot Bill, der Pawneescout!" antwortete d:r Reiter mit rauher Stimme. Seid Jhr's? Was wollt Ihr so spät?" .Macht, daß Ihr fortkommt! Die Siour sind mir auf den Versen ! Good-bye!" gab der Scout zurück, bestieg sein Pferd und jagte in die von grellen Blitzen geisterhaft beleuchtete Prairie längs der Bahnstraße nach Westen davon. In demselben Augenblick beginnt auch schon der Telegraph zu arbeiten. Der Agent horchte gespannt. .Plum Creek!- lautete die Depesche. .Ueberfall! Siou?! Flucht!" Dem jungen Mann klapperten die Zähne vor Entsetzen. Einen Moment ift r imMiTiifTm hv,2 . fv st 5?, ermannt sich und telegraphirt weiter: .Ogallala! Uebersall! Sioux! - Hilfe! Hilfe!" .Sie sind in Plum Creek, also 10 Meilen von hier. Noch hab' ich Zeit, sie zu warnen und zu retten !" flüsterte I V I I I V4 r V iim f V 4WUU I W fc M er, reucyend von Ausreauna. Dann schließt er schnell die Billets, das Geld und sonstige Werthfachen in den Geld schrank, ladet seine beiden Revolver und die Repetirbüchse. legt die Waffen bereit, löscht das Licht, schlüpft hinaus. verschließt das Gebäude und läuft im strömenden Regen hinüber zum Hause Mr. Bankers. Ein greller Blitz zeigt ihm die Rich. tung. Endlich steht er davor. .Hallo! Mr. Bankers! Hallo! ist er laut, indem n ml, der Faust an die Fensterladen schlägt. in cy,'T ,?';., . . I rusene erschreckt .Rettet Euch! D!e Siouz iiberfal. Xtn unä! KAnni 1 .Geht doch! In dieser entsetzlichen .06! Kave Wtel Es mir X;7 .74,"rr:r """" u" inc ' " Mr Wh , werden Euch ausräuchern! Es stehen rnebme Viehwagen aus dem Geleise ! W- vxuut, i lt 8 miwssm Schnell! u .in v'.. mj-l I Jru:"V a vucuc uno ll?ieoi Mil oer raft I der Verzweifluna einen leeren Waäaon heran, öffnet die. Schiebethüre. ordnet kirk nt 2 kartet uo c,ml. .r. .... n m,Mr; 9; die Fmstermß .Wo bist Du? " toUtetfgrM. irn't 7i i riL llfJT1 ra K ? w Zfc enden Baby m.den Waggon, und hilft seiner Frau herein Indessen lt der gu sorr, sinoer o ynmaazttge dbt sie auf und trägt die fuße Last auf tm2 ach dem Waggon. Clfrr iHn?.9 I" M V vJ? Lrw V r v dieser hebt das lebkose Madchen ,n den cm . . . .. r t r' r t. yXnJ . "VrCU 0(35 ."0Y ln der Eae! Grukt ne von mir! Braver Junge, Jim! Wo aber bleibst Du?Auf meinem Posten! Lebt wohl!" Dann schiebt er die Thür des WaggonS zu und eilt in das Stationsgeoauoe zuruex. ... 9 -ui 9, ymy: Hiodul ! er.. .. ei . . . . 9 US yunoeik INdianerkehlen von Osten her. . cr n-v rn. rut i T J V arm, treuer Jim. tust Bankers "e tze r per u, um,
Beim Schein der bläulichen Blitze kann man die befiederten und bemalten Fratzen der blutdürstigen Rothhäute fast erkennen. Im Nu umzingeln, sie das Haus des Mr. Bankers. Hallunken!" knirscht dieser. Jhr werdet mir meinenWhisky aussaufen !" Die Hälfte der Bande ist abgesessen und macht einen Anlauf gegen die
Thür. Diese sinkt, von Kolbenschlägen zerspttttert, zusammen unv uver me C-w V f. J V! CV V: Trümmer drängen sich die Indianer hinein. Huih! Huioh! Hiohuiih'.- Sie haben den Ladenraum erbrochen und rollen die Whiskyfässer heraus, .Huioh! Hui! Hmh!" jauchzen sie. die Draukenstebenden fifern ab. schlagen den Fässern den Boden ein und trinken sich voll. Einer nach dem An dern. Dann zündet Einer ein Bündel .eltunaen im mute selolt an uno bald schlagen die Flammen zu Fen stern und Thüren heraus. ewoynern. Aucy in ocn e uimw ler drinaen sie ein und leuchten mlt 5Veuubränden "umher. Wo ist Jim? Sehen wir uns schnell nach ihm um. Als er das Stationsgebäude erreicht hatte, schloß er die Thür von innen, schob mit Aufbietung aller seiner Kräfte den. Geldschrank davor, setzte sich im Dunkeln in eine Ecke des kleinen Zimmers, welches als Billetschalter und Schlafraum diente und spannte den Hahn seiner Repetirbllchse. Als auch er das Geheul vernahm, stand er auf und eilte an's Fenster. Hier sah er. wie das Wohnhaus des Mr. Bankers in Flammen aufging, Tbank God! Sie ist -gerettet!" flüsterte er. .In den Waggons wer'den sie Niemand vermuthen! Aber kommt denn keine Antwort?" Schnell sprang et; an .den Tisch. suchte hastig nach dem Taster und telegraphirte: Brady Island ! Ueberfallen ! Hilfe! Hilfe!' Sofort kam dieAntwort von der Station Ogallala her. ' Extrazug, mit .Governmentscouts abgelassen Aushalten ! In 20 Mmuten Hilfe! Aus halten !- Da! Ein fürchterliches Geheul, wie von hundert Höllenhunden! Der bezechte Schwärm der 'rothen Teufel wälzt sich nun nach demStationshause. Schon sind sie aanz nahe. Da schießt Jim auf's Gerathewohl durch die Holzwand. .Ein Stöhnen, ein schwerer Fall auf die hölzerne Platform und der Häuptling der Rotte wälzt sich umher und verröchelt.' Nun prasselt eine Salve egen die Wand von außen her und ein halbes Hundert Kugeln pfeift an Jim, vorüber in die gegenüberstehende BretterVerkleidung, welche das Wartezimmer abschließt. Jm wirft sich nieder und kriecht 3 Telegrapn. A. T i8,1 ZAmd! Statwn txi Gefahr! - .äse! HUfer sianallsirt tt xrt rafcnixr Eile. Dann " " . . . . ' springt er hinter den Geldschrank, indessen Salve auf Salve durch das Zimmer kracht. - .Aushalten! Aushalten! Hilfe nah!" lautet die Antwort. Jim wird muthig, kriecht hervor und sangt an, daö Feuer der entmenschten Bien zu erwidern. Als tx seine Revetirbllchse geleert hat, greift er zu den Revolvern und feuert im Liegen nach allen Seiten. Ein Dutzend zu Tode Getroffener rollt von der schlüpfrigen Platform in den Graben. Eine Gesechtspause tritt ein. Einige Rothhäute ..sind nach dem Wohnhause getaumelt, um auö den im Regen ver.löschenden Ruinen desselbel Feuerbrande herbeizuholen. cmnit.-i-.-if. t c rx aJ yJtiy Siuz heimlich den Waggon! ge. nähert. Sie huschen lautlos von Wa L' Wagen und stechen durch die kfe whUren mit den Mch. sknlolben In dem Stroh umher. Ban. "?5' .schlossene Thür muß uns die Hallunkcn auf den Hals ziehen!" murmelt er und schiebt die Thür langsam auf. aS thusi Du, Mann?" . flüstert . 1: die Frau bebend. Sie werden finden!". . "jCi uns W i Die brauen kriecken in den Winkel. Das f&a m mn. ' :i,. ' tsu iun .?'- anderen Sloux haben 0lt Pmi? mCPX chung der Wagen aufgegeben und sind zu 'der Bande zurückgekehrt, welche B'and auf Brand brbeifchleppt und UM das tationsgedäude aufthürmt. Pllich steckt der dritte, zurückae BIW3bUt ,Un&km fc maltesGesicht durch die Thür deö WaagonS unb schwi?at sichmit einem Ruck hinauf. 5Da saust die Brech. stange nieder und die Rothhaut taumelt ZautloS nieder auf das Stroh. verdammte Bestie! Daö hast Du Deine Neugier!" flucht Bankers und wirft Stroh über den Leichnam. . ' m . mt ma m amtn 3'm : I V' erge Schon ist das Wohnhaus bis auf I ,.,,.4 .. gen hat die Flammen fast gelöscht. Je der Versuch, daö Stationsgebäude an UUWW ViUllltk M I & i yLL zuzünden. ist vergeblich, und nun be. reitet sich die Rotte vor. dasselbe mi Sturm zu nehmen. Es fällt Bankers sVnr ntntrt trn MUrtrtn ail rvTfnn I iwrfvv, m4u .... vvwv.. a v.vvw I während der Agent um -fein Leben xHi Aber er muß die Frauen be rfu u 1 luJUKCIX. Hui! Hua! Huioh!" heult die blutgierige Notteund beamtet die al,c axne TbÜr zu dem Billetzimmer mit TomahawÜ und Gewehrkol Jim feuert seine .leen Vatr.
nen.. vann nnrr vynmacyi mc n seinem Blute. Er kann mcht meh5.
r . "jTi! ; v. Es muvvalvausml lymiem. .Tressie! Tressie! Der .yimmel . r ' . schütze Dich ! stöhnt et I. Horch! In der Ferne rollt und ras. selt eS heran! Bankers lausch Der heulende Sturm trag den Schall deu llch herDer stromende Regen kann das Geräusch nicht mehr dampfen. g vurray: nist aniers. .um kommt!" Er schaut aus dem Waggon und erblickt etwa 500 Yards westlich auf den Schienen ein heranschleichendes. schwarzes, funkenstiebendes Ungethüm. Es ist die Maschine des Extra Zuges von Ogallala, die langsam, ohne Kopflaterne, heranrollt. .Der Zug lst da! Hurrah! Hurrah! 'Hdt aus, Jim. braver Junge! Halt aus! Noch zwei Minuten, und wir Alle sind ge. utt! r i tu Der Waggon fangt an zu zittern und zu schwanken. Man hört das Brummen des künden Wassers im Dampfkessel. Ein Zischen, narren, Drohnen und Donnern und der ?ug. ne Maschine nebst Tender und iv üracylwaggons 11 wwanncwii Scouts rollt an dem Stationsgebäude vorüber und bremst. Das Gebrüll der Rothh'aute. das Geprassel des Gewehrseuers hindert diese daran, den Zug rechtzeitig zu bemerken. Sofort öffnen ficb die Tbüren der Waggons heraus springen die tapseren Seouls, lynen voran ein jniciei der U. lÄ.-Jnfamerie mn gezogenem Ziegen, unv im yiu lyiuiuuu vic iui form von blitzenden Flintenläufen und Bajonetten. Salve!- commandut der Offner. . in Clst..an! r! m Hei! Me das blitzt und knallt! Hurrah! Die rothen Teufel sinken paarweise zusammen. Der Rest eilt zu den Ponies und jagt davon. Bankers ist mit der eisernen Brechstange herbeigeeilt und schlägt die 'sich etwa Erhebenden erbarmungslos nieder. .Hallo! Mr. Bankers!" ruft eine Stimme durch den Lärm. . Hier! Hier!" brüllt dieser I&ti Mik 2me? L.bl sie noch?" ri rr i i . 1 y I ES ist bet jung. Conducteur, welcher auf der Maschine mitgefahren war. .Sie lebt! Hurrah! Wir sind ge rettet! Hurrah!" jubilirt Bankers und fällt dem jungen Mann um den Hals. .Kommt! Kommt! Dort sind sie Alle wohlbehalten im Woggon! Der brave 5!unae bat unö Alle aerettet ! y , Y ourray für im ooneu: cein aus st hin! Mein Whisky ist ausgetrunken! Ar to sind gerctUU nrntf s,n R,d nnm dem uüaa .... 7 o aon. Tressie! Mein Engel!" Bob! Mein guter,. lieber Bob!" Braut und Bräutiaam liegen sich in den Armen und weinen vor Glück und Freude. Inzwischen haben die Truppen die schwelenden Brände von dem Sta tionsgebäude weggeräumt und die Leichen bei Seite geschoben. Auf!" ruft der Conducteur. Laßt
uns unsern Sieg nach Ogallala tele- schwarzen Hosen habe', weil er sie vergraphiren! Man lst gespannt aus die gt habe.
iacyricyl! auo: zimmiei , . , cm a l Damit lt der junge Mann in das Billetzimmer. . , setzt Prallt er zurück. DaS iunge Maocyen nonr nen 1 rzzerreibenoen Schrei aus und sinkt ohnmachtig lhrem Geuevlen an vie Arujl. : Aus dreizehnSchußwunden blutend, bleich wie Schnee, die Arme mit den lchosscnen Revolvern weit vpon sich gestreckt, lieg der Agent da in den n Sugen.. Noch ein? Mal erhebt er den Kopf. Sein brechender Mck streift fc, irttl iMTfrtit TTniTa IVttt nn r -lt" , o-i 7 t or " muthiges Lächeln auf Lippen, n FTa.. LT V. i i . tAh' mi wuiät v iu, vu Sie so lieb und er stirbt zu ihren Ijußtu ... . peäzmiZller. Humoreske von Paul Bltß.. . Leopold Müller war ein friedliebender Mensch, der sich durch nichts von einem sogenannten Durchschnittsmenen unterschied - bis aus die e.ne - wen man so sagen darf - Eigenthumllchkeit. daß er seit frühester Ju- , . 1 t 1' .- gend von einem geradezu unheimlichen Pech verfolgt ward k S-ÖmX-yVT das Unheil. Die Wartefrau steckte ihn teiU-fei652Öa,fö; f bs 6 " "ÖU verbrüht wäre. Als er dann em wemg mr war. heraus gottlob ohne sich Schaden zu thun. Und ? S Öit1 i"fn l2nnftc'Äte,n sich die Unfälle zusehends, so daß sein vt -1. iinnt I .mmM (c4a. ri t w 1 K i r bJ i "Ä itt ' du wttst noch der reine PeoZmuller wertxL em.., .ü.l. Rl v ' xn aöir wagiiicrc pann mm JL. TatVl ttt hTX Vr f ,, t uuu iu, u a u.v. kleine Kerl konnte gar nichts mehr thun der unternehmen, ohne daß etwas, im mer mißlang oder ihm ungelegenheiken eintrug. Und so kam es .denn, daß seinesVaterS prophetisches Wort schnell populär wurde und alle Welt ihn .Pechmüller" nannte. ; .... Jetzt, war er ein junger Mann von V. 1 . fj W L ? '. . t
sechsundzwanzig Jahren und ging aus Freiersfüßen. 'Er war ein ganz netter Kerl, an dem in Mädel schon Gefallen finden konnte, und er war mittlerweile Philosoph genüg geworden, um sein pechöses Schicksal mit Humyr und Laune zu ertragen. ' " Seine Angebetete war die einzige Tochter eineö reichen Mannes, der es partout nicht zugeben wollte, daß 'sein einziges Kind, mit dem er hoch hinaus wollte, diesen armen Farbenkleckser", genannt Pechmüller. Heiräthen sollte: - : Das blonde Gretchen aber erklärte standhaft: Wenn ich diesen Mann Nicht bekommen soll, dann will ich Überhaupt keinen, sondern gehe in's Kloster."
Kind rief der Alte erbost, m'Ur U hnR2 miMl.
I. wenn's noch wenigstens ein braver - - drt 0 abcr , mvii kuivti i vmw dermaler, dessen Gemälde Niemand Umi r uft?. Wovon wollt ctr nn ben?" retchen aber blieb standhaft. .Er lfl zr recht unbekannt, aber er wird Utümt den, und' dann wird man um reint Bilder reißen!" - Unb bis dabin bunaert ?lbr. was?" w I I J -V w Du hast ja Geld qenua! .Aha! Nein, liebes 5lind, ich habe mein Geld zu sauer erworben, um es auf solche Weise zum Fenster hinaus ZI, tnvf,Tt!" Derartige Gespräche gab es jeden zwischen Vater und Tochter. Und M QnU ham stets, daß beide Utnb auseinander gingen, während c k mma zu Gretchen trat und ihr leise Trost zusprach: .Sei nur fest. lkU Älstb bann irst Du Deinen willen schon noch durchsetzen !" Un)) Ul nit Pechmüller war ebenso fl unb UtVL unb f c . fam toit gtorf un3 nsthaft lieb haben und uns heirathen wollen, dann kann keine m?ackt der Welt uns trennen ! - Im Städtchen war Ball. Gretchen mit ihren Eltern wollte hin, und natürlich mußte auch Leopold hin, denn der Gedanke, daß ein Anderer sie tm Arm hielt, war ihm einfach unerträglich. o diesem Zweck hatte er sich ein neue schwarze Hosen machen las en. yotx tzsHneloer, vti dem er zwar chon hoch in der Kreide stand, wollte ich zuerst nicht zu nocb neuem Credit ,k,Zsss,n, ls r Ur KAri, hnfc yt -j-m-mm v w V Vf y junge Maler heimlich mit dem reichen Gretchen Schwarz verlobt war, ließ sick willia herbei und versvrack die schwarzen Unaussprechlichen zur rech ten Zelt zu liefern. Leopold war glückselig und ging hoffnungsfroh nach Hause, wo ihn bereits ein Freund erwartete. Ach, lieber Leo, Du mußt mir einen großen Gefallen thun! Ich reise heute aitr Jftnsfiatt itnS hnfo ftn fiflnnrjni VSrn ZTJZwm HSZ "W v , V . Mttv .v.w itii ib'vitiv baden ia die aleicke Gröke - in acht Tagen bekommst Du sie wieder. Mit dem arökten Veranüaen! sagte der gutmüthige Leopold und gab seine alten schwarzen Hosen hin, denn er konnte sie ja entbehren, weil er ein mnnr nJLm v ri.. i... mrr , 4VI lUUKl IVUl Utl UU. war bereits secks Ubr. und nock mm,r f.., r d'r . , ? - - - Endlich ging I n.'r -7 IXCVÜlü U iiIN. Ja, lieber Herr Muller." sagte ach selzuckend der Meister, ich habe geHört, daß der alte Herr Schwarz gar flicht daran denkt, Ihnen seine Tochter 'zu geben, und da habe ich mich denn eines Anderen besonnen und kann ihnen nichts mehr borgen." ' Leopold erbleichte. Aber Meister, ich muß den Ball besuchen, ich muß den alten Herrn heute für mich gewinnen !" Und nun erzählte cr, daß er keine i 5vr(ii?,5fr,r irff TSArnK ,,nK ri. 1 v wv4v uiiv uuii bosbaft: Dann kann ick n nr ratben. sick auch trn Nar , hnm.n " Leopold bat und flehte, aber der MZst blieb kühl und verneinte lä chlnd. man weiß ja. wie solche lie den Leute in solcken Auaenblicken s,!n können. j Der'arme Neckmüll,r ynnr rnnu glich besann er sich, daß Freund Lhmann ein Paar neue Hosen hatte, ihm auch passen mußten. Im Sturmschritt eilte er zu diesemFreund. v n y V. 1 caiuriicy war eymann Nicht ZU Hause. Aber seine Wirthin, die Herrn 1 iscoDolD aenau kann e. saa e: ..tch tniirW v ? ;. cr. Jz' t v iiiit 1 iv jv iii lllUi UClil I V.C . . r 1 t - S acircn, wenn icy muiLie. oa Herr eyjti c u mann iuic mcqi meyr ivieoerrame. ; Wo ist er denn hin?" Er ist per Rad eine Partie chen." i Ach was. dann geben Sie sie her. ich nehme alles auf mich." manur , So bekam Leopold Freund Lehrnanns Hosen und ging seelenvergnüg! - s war auch hohe Zeit, nn um acht Uhr begann bereits das l,n lttlS 2 TK c?H m?4 ,5?; Uvl v wuin tlklV VlVllXlil Abredet, daß er sie zur Polonaise un toÜrbt um möglichst viele Tänze von vornherein zu sichern 0 Ö . . ! In dem hellerleuchteten Saal drängt Welt des Städtchens. t0tblb und Gretchen eröffnen den Ifln Reigen der Polonaise. : Der a'te Herr Schwarz war zwar 6Ü trüber, aber seine Frau redete ' - V ihnr gut zu, so daß er, wenn auch $Jäf ed, nichts weiter dazu sagen konnte. j m uiUn verliebten jungen Leute I ... - sind glückselig und erklären sich auf' Neue ihre treue Liebe, dabei Wechsel, sie heimlich Handedrucke und heiße LtebeSbllcke Plötzlich, als die Polonaise zu Ende Glück Im Hause. ' Hausll'chcr Fn'ede und Glück werden vnmer bewahrt werden wenn die El-
tern die nöthige Vorsicht bei Erkältung, öder Hals und Lunczcn Leiden der Kleinen anwenden. Kinder sind immer geneiat eincErkältung leicht zu nehmen, Dr.Bull's5)nstcnSyrup iedoch kurirt sie rasch und sicher. (Jch gebrauchte Dr. Bull'S Husten Syrup für meinen ächt Jahre alten Sohn. Er hatte die Bräune und ich versuchte viele Mittel fand jedoch daß Dr. Bull's 5)ustcn Syrup das beste von allen war." Frau A. Gcib, 317 Dcmctt Etr.,WestHoboken, N. I. Dr. Bull's 5ustett Syr,' up kostet nur 25 Ccntö und tx ist besser und billiger als wie alle die anderen Mirturcn welcher derHändler anpreist. Kauft nur Dr. Vull'6 Husten Sprup I denn er ist immer w!rk5un und gL
ist und Leopold sich bereits alle Tänze gesichert hat, kommt ein Kellner und meldet, daß draußen Jemand sei, der mit Herrn Müller zu sprechen wünsche. Pechmüller eilt entsetzt hinaus, denn er ahnt ja, daß es nur Freund Lehmann sein kann. Natürlich ist er es. Und er ist empört. Lieber Müller, ich finde es denn doch ein wenig sehr sonderbar, daß Du so ohne weiteres in meineHosen steigst." Ab, lieber Freund stottert Pech, müller. ich glaubte. Du würdest, wie schon so ost, eine größere Partie ge macht haben." . Also sei so gut und zieh' die Hosen aus, denn ich will selbst tanzen." Pechmüller bittet und fleht und beschwört den Freund, aber alles ist umsonst, denn dieser hat auch ein Liebchen hier und will sich also auch amüsiren. Endlich geht der geknickte Leopold zuruck, entschuldigt sich bei seinem Gretchen er werde gleich zurück sein, wann dies gleich" sein würde, das
wußte er im Augenblick selbst noch nicht. . Dann geht er nach Hause, chlüpst in sein Alltags-Beinkleid und rägt die so ungern entbehrten Pantaons zu Freund Lehmann zurück. Als er zu diesem kommt, meint der lächelnd: Weißt Du. geh' doch mal zum Hellwig. der hat ja auch ein Paar neue Buchsen, vielleicht kann der sie entbehren." Leopold nickt dankend und eilt zu Hellwig. Als Hellwig den erregten Pechmuller sieht, lächelt er heimlich und sagt: Ja, meine Hosen kannst Du haben, -erst aber müssen sie noch gestopft werden, ich hab' nämlich gestern Malheur damit gehabt." Die Hosen werden besehen, und es ergibt sich, daß von der rechten Seitentaicye ein klaffender Riß bis zum Knie heruntergeht. - Leopold neigt zwar bedenklich den Kopf. Aber was thun, hin zum Ball muß er unbedingt wieder. Also schnell zur Wirtbin. dan sie den Schaden so gut wie nur möglich reparirt. Nach einer qualvollen halbenStunde ist es endlich so weit, daß der gequälte Pechmllller zurück kann. Es war aber auch die höchste Zeit, denn Gretchen war bereits, m großer Angst, daß ihrem Leo etwas zugestoßen sein könnte. 'Jcirn wurde alles ersaumte nachgeholt.. Man tanzte und scherzte und amllsirte stch so gut, daß .Leopold der gesiialen üotn gar mcyt mehr gedachte, und m der That war za auch der Schaden so gut reparirt, daß man die Naht nur in aanz unmittelbarer Nähe erkennen konnte. . Aber Pechmüller entging seinem Schicksal nicht. ' Beim Eontre stand ein älterer Herr neben ihm, der ihn verdächtig ansah und dann plötzlich mit stechendenAugen aus die geflickte Hose blickte. Leopold wurde vor Schreck so blaß. daß Grete tast Angst bekam. Kaum war der Eontre zu Ende, als auch schon der ältere Herr auf Leopold zugmg und ihn um ein paar Worte bat. Zitternd ging der Aermste mit hinaus. Mein Herr," begann der Alt., ich habe Sie sofort erkannt! Sie haben gestern Abend meine Tochter angerem pelt !" Leopold wurde immer rathloser und versicherte seine Unschuld. Aber Ihr Beinkleid . verräth Sie 1! schrie der alte Herr ergrimm! auf. Da. der lange Riß. der nothdürftig gestopft ist! Den habe ich Ihnen ja gestern m der Dunkelheit beigebracht! Als Sie mir entfliehen wollten, griff ich nach Ihrem Rockschoß, gerieth aber an die Hosentasche, und so brachte ich Ihrem Beinkleid diesen Schaden den Ganz roth und verlegen starrteHans aus das verratherische Beinkleid. Jetzt sollen Sie mir aber nicht entkommen, rief der alte Herr, so fort folgen Sie mir auf's Polizeibu reau, damit ich Ihren Namen feststellen lassen kann! Aber, mein Herr, diese Hose aelzört mir ja gar nicht!" versicherte stammelno Leopold. Sie wollen noch streiten? Das ifi arg!" Jetzt wurden andere Gäste aufmerksam. Es wurde lauter und lauter. und schließlich war der Scandal da der damit endigte, daß der gequälte Leopold dem alten Herrn zur Wache folgte. Als Herr Schwarz die Sache er fuhr, sagte er triumphirend: Na, wer hat nun wieder, mal Recht!?" Gretchen aber erklärte standhaft: Und ich fage Dir, Papa, daß Leo unschuldig ,st! Ich schwöre darauf! cyivarz zucne nur gering schätzend mit den Schultern. . ; Am nächsten Morgen aber, als Leo pold zu Gretchen kam, um sich zu ent schuldigen wegen des gestrigen Vor falls, und nun die ganze Geschichte der Unaussprechlichen erzählte, da lachte nicht nur Gretchen laut auf. sondern da wurde auch der alle Herr Schwar von einer so unbändigen Stiterkeit er griffen, daß er mit einem Male für ' cm:zrr ! i rr i . oen jungen Ottuucr inierenirr war. : Von dem Tage an kam Leopold häu fiaer in das Haus de5 errn Sckwarz und als es wieder Frühling wurde, da hatte der gestrenge Papa seinen mstl aen jungen freund so lieb gewonnen daß er nichts mehr gegen die Heirath hatte. , . . , . , Und so würde ausGretchen Schwarz eine Frau Pechmuller. Und beide leb ten in glücklicher Ehe trotz deö eh !kmallgen PeevS NvterfNt die
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