Indiana Tribüne, Volume 21, Number 250, Indianapolis, Marion County, 29 May 1898 — Page 10
Dr. I.. Bühler
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Pas Tauswasser.
on Robert Kohlrausch. Wo der Harz nach Süden hin sich & skt, liegt ein kleines Dorf. v . ' . .. n - i Die Kirche, die auf einem Qüael steht, blickt zu den waldumrauschten Bergen empor und auf die weite, grüne Fläche zu ihren Füßen hinab. Im Aeuveren ist daö Gotteshaus ein alter, romani scher Bau. im Innern ist es zopfig verunstaltet nach der Unsitte geschmacklos fcr 3cttcn. Auf dem verstaubten Wein und ixn verblichenen Gold an Wänden, Pseilern und Kanzel suchten ine Sommersonnenstrahlen vergeblich nach früherem. frischerem Glanz, der ihr Licht noch Heller hatte erscheinen lassen. Auch über das wuchtige Taufbecken, aus röthlichem Sandstein, das der Entfiellung entgangen war, spielten sie dahin und über die kleine Gruppe von Menschen, die dort sich gesammelt hatte. Auf das braune Haar des jungen Geistlichen mit blassem Gesicht und großen, schwärmerischen Augen dreiteten sie ihr Goldgeflimmer und auf die Gestalt einer jungen Bauersfrau, die gesund, roth und selbstbewußt dem Pfarrer gegenüberstand. Ein alter Mann lhr zur Seite, den Täufling aus 1 SV.- . -k . . C m, ityti vwi jvy vv v' decken haltend, um das geheiligte Wasvem vitm. ton twn icri uoer oasausr. ... .r., (rn;tVv.KMTY t..t. der Geistliche seine Finger in das Näß jci $u zuiy uiiyii. utvivvu luuuti. und sprach mit tiefer, ausdrucksvoller Stimme die Worte: Ich taufe Dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes." Eine Bewegung entstand, dann ein Zaudern, em Schweigen. Der weistTfrfv sfi , Kr nnSrfn SÄTff VmT IIUf I UW Q v mvv v i v Gruppe hinüber, wo eine neu Taus, mm s'ch um timn andern Tau,. I ung schaarte. Hier hielt ein jüngerer Mann das Kmd, ein Bursche Mit blo dem Gesichtsausdruck und weißblondem Haar. Er stierte fragend, verlegen auf den Pfarrer hm, blö dieser ihn mit einem kaum sichtbaren Lächeln und emer lmen Beweauna deS Kovfes em j rf m T luo, zum ausveaen yeranzulrelen. Jetzt gehorchte der Bursche, doch immer noch zögernd, indem er hilflose Blicke um sich herwars und schwerfälligen Ganges emen Schritt vor den andern lcÖlc lul lcl"" u iuni der Schweiß, während er den Säug ling über das Taufwasser hielt, und e setzte. Auf seiner rothen Stirn stand er sah dem Geistlichen mit so angstvollen Augen in's Gesicht, daß dieser für einen Moment selbst in Verwirrung gerieth und nach den vorgeschriebenen Worten suchen mußte. Der . vorige Täufling hatte die heilige Handlung stumm und geduldig Über sich ergehen lassen, dieser schrie auf, als das Wasser ihn berührte. Und alS hätte sein Schrei ein Echo erweckt, so tönte em zweiter im selben Augenblick durch den Kirchenraum, ein balbunterdrückter, dumpfer Laut deö Entsetzens, der gleich wieder verstummte. Die Mutter dieses zweiten Kindes hatte ihn aukgestoßen, eine blasse, kränklich und ärmlich aussehende Frau, die m schwarzen Trauerkleide hier inmitten der sonnendurchleuchteten Kirche stand. Sie hatte die Hände erhoben, als wollte sie den Säugling dem Geistlichen entreißen; jetzt aber, da die Handlung vollendet war, sielen sie ihr schwer an den Seiten nieder, und sie stand von jetzt ab ohne Laut und Bewegung. Der Geistliche waltete weiter seines Amtes; er segnete die Mütter ein bei ihrem ersten Kirchgang nach schwerer Zeit, die Orael ertönte, die beiden Tausgesellschaften verließen langsam. in der unbehilflichen Art der Bauern die Kirche. Draußen auf dem Friedhose, dessen altmodische Blumen von einem warmen Winde bewegt wurden, theilten sich die Leute wieder in zwei Gruppen, die eine zahlreich, wohlgekleidet, yochmuthig, die andere klein, arm lich. schüchtern. Dort wurde laut geredet und gelacht; Gluckwünscht und derbe Scherze wurden an die starke, rotbbäckiae Mutter deS Kindeö aericktet. ffcfet svrack auch sie selbst mit so y . ' . . vernehmlicher Stimme, als sei es ihre Absicht, auch drüben bei den Anderen verstanden zu werden; sie antwortete oNenbar aus Die Aeuneruna eine? Frau an ihrer Seite. .Das ist ja nur so'n dummer Aber glaube. Wer 'mal ein paar Jahre in Vr fötrrh ,ws,n Ist srt tn? iA hr w..'. v)"" l., w ivn lacht über so 'ne Albernheiten. Und wenn wirklich eins von den beiden erben müßte, mein'ö wird eS ja wohl Rf'IL ? Tu iaÄbLc filnf hii(4wlrijA4 nn Vnt H in VuftV"-ü vuw"1 iu Gott sei Dank dazu, daß ihnen nichts abgebt. Ihre Worte hatten das beabsichtigte eicht; die bleiche Mutter drüden im Trauerkleid kehrte sich ab. da r.t r-rtL. : i. r. r"i man ma?i souic, wie seyr sie erschrak. Dann schritt sie eilig hinweg, aber nicht aus der Kirchhossthür hinfnnWrrt n Kr Jt7Aiti nllnnn UU0. VIIVVt U VV AM tUMV V VtiiUilVJ bis m einem einfachen, noch neuen Grabe, fern in der Ecke. Dort blieb sie I wieder stehen, und das kleine Geleit von zuerwanvlen UNS sreunven amI .r. r n. ... iinnt iu uvtiiiiuis uiu jii yti. jiuai von ihnen sprach, alle blickten verlegen und sorgenvoll. Plötzlich preßte die junge Frau daS eben getaufte Kind, daö sie auf dem Arme trug, fest an die Brust und beaann laut u wemen. AuS unverständlichem Stammeln, daö vom Schluchzen erstickt wurde, lösten sich zuletzt ein paar vernehmliche Worte loS: Du nicht auch! Dich sollen sie nicht auch merher tragen! Der junge Mann, ihr Verwandter, der daS Kmd über die Taufe gehalten hatte, wurde sehr roth, räusperte sich - , f ' . m MimirMZ. i uuu juwu iuj luiiwium uwus uuvti iu i i . rrtt ITfivifMr " Wnnt t li m 'cvö v i 1 m jaiilr lOCQ nuOlÄ vusur. üci Kirche darf man doch nicht reden, und Du Hast ja auch selber nichts gesagt. Und eö braucht ja auch gar nicht wahr zu sein: sieb' doch erst mal, wie'
! kommt
Sie schüttelte den, Kopf und blickte starr auf das Grab zu ihren Füßen. Es ist wahr, das weiß ich. Mutter
selig hat es immer gesagt, und Großmutter auch. Die hat so 'nen Fall erlVfrf Vma fi nt sZ, mir selbst nnck aHfilt. Und Pastor Evers. unser alter Pfarrer, hat es auch niemals gethan; aber er, dieser Neue, dieser 2 . Sie brach ab. die Verzweiflung schien sie zu ersticken. Jetzt legte eine alte Frau mit mildem Gesicht ihr die Hand auf den Arm. Er hat es wohl nicht so gewußt, er ist ja noch neuUnd ? i a v i i -7 Dann oeni' auaz oaran. was er oeure gesagt hat: Gott wird alle Dinge zum Besten lenken." . Ein leiser Strahl von Hoffnung und Vertrauen brach aus den Augen der jungen Mutter. Aber gleich verschwand dieses Licht wieder, von den Wolken des Wahns verdunkelt. Von Neuem brachen ihre Thränen hervor, sie blieb wortkarg und in sich gekehrt und der Täufling hatte eine unfrohe Feier zu dem ersten Ehrentage seines Lebens. (Siis Inrtnt VI. (?ltf. Trr& ttrn fi. Vn uiiyt viv .vutt ttvu um it uu ren. hatte Christine den heißenWunsch, allein zu sein; doch alö sie dann wirklich mit ihrem Kmde einsam zuruckgeblieben war in ihrer Hütte, da faßte die Angst sie mit verdoppelter Gewalt. Sie setzte sich an das Lager des Knaben und versuchte zu beten, aber es ersfrauen, doch heute ging alle Reli glon unter in c$m wilden Strudel deS Aberglaubens, der sie gepackt hatte und Mit wüthender Gewalt in die Tiefe riß. Wohl alaubte sie an Gott und " - w ' J D "w den Erlöser, aber nicht umsonst war sie ein Kind des Harzes, in dessen düsteren Mildern das Licht sich nur lang. sam verbreitet, finstere Kründe ab es auch in ihrer Seele; dort wohnte der Glaube an den wilden Jäger, der mit seinem Troß durch die sturmerfüllten Lüfte einherzieht. an die Zwerge, fct im innern der Rer bansen an Zauberei und Hexenkunst, womit man Menschen und Vieh zu Grunde richtet, Dort lebte auch der Aberglaube, unter - - 1 .0 . dem sie in diesen Stunden wie zer - trllmmert zusammenbrach: daß von zwei Kindern, die vom Geistlichen mit W. ' 1 ein und demselben Wasser getauft werden. das eine mit Bestimmtheit sterben muß. Ihre Großmutter hatte es gesaat. Wie Mutter hallt ,8 bettätiat und nun haftete eö in ihrer Seele fest, UNauslöschlich. Wenn ihr Hans es war. der sterben mußte! Sie schrie fast auf tn ihrem stummen Grübeln, so oft diese Frage drohend vor sie trat. Ihr Mann 0 ' 1 . ' war gestorben, vor vier Monaten st, nachdem er ein halbes Jahr ihr gehört hatte. Und nun sollte vielleicht auch diefeö Kind ihr entrissen werden, dies junge, kaum erst erwachte Leben sollte wieder erlöschen! Sie besaß nur diel! eine; konnte der Himmel so grausam r.t ... ... nrr...... ...- I letn. es zu moroenz xutnn eins von 1 r,.n fftn st,rkkn muhlt. warum nickt I das der andern Frau? Die war gefund und reich, sie hatte einen Mann, hatte fünf andere Buben und Mädchen, die frisch und fröhlich heranwuchsen, Warum das ihre, warum ihr einziges, - ' ' vor ibr ans? I . . I Das AlleS fühlte sie nur dumpf, in halber Klarheit, mit den verworrenen Instinkten des ungebildeten Weibes. I Darum aber nicht minder leidenschaftlich und tief, als die geistig höher stehende Frau, die es gelernt hat, ihr Empfinden in Gedanken und Worte umzusetzen. Ein Zweifel an der Unabänderlichkeit des über den beiden Kindern schwebenden Schicksals hatte nicht Raum in ihrer beengten Seele; I nur ein einziger Trost ging ihr auf! gleich einem Stern, der Gedanke, daß vielleicht der Himmel den Knaben der Anderen zum Opfer wählen könnte, Und indem Glauben und Aberglauben in ihr zusammenflössen, kmete sie me-1 der an der kleinen Wiege ihres Kindes und betete zu Gott em neues Gebet: er möae das der anderen, beglückteren Frau zu sich nehmen in seinen Him-1 mel. Sie schlief nicht in dieser Nacht und! auch in der folgenden nicht. Weißer und hagerer wurde ihr Gesicht, größer c.". r f oV . uno ounller illZienen iyre 'uugen ourcu w, . m m mm m ms die grauen Rmge, die sich darum her legten. Sie that ihre Arbeit und sie zwang sich zum Essen, um ihr Kind nähren zu können, aber ihre wirren Gedanken gingen immer denselben Weg und ihr ganzes Dasein war nur noch ein bebendes Warten auf das, mt m 4 was kommen mutzte. Wenn t aus dem Hause ging, so hatte sie den einzi aen Zweck, zu hören, ob daS Kind der Anderen noch gesund sei, und ihr Herz that ihr weh, so oft sie vernahm, daß -0 ..ri nnii . t. . n es luiiig geoieq. lir xxiooppcuct, fieberhafter Angst horte sie nach solchen Gängen auf jeden Athemzug ihreS Knaben und fühlte erst dann einen Schatten von Befreiung und Freude, wenn der Klein willig seine Nahrung nahm, und mit den rothen, winzigen Handen nach ihr griff. Und dann kam ein Tag, an dem auch dieser Trost ihr verloren ging. DaS Kind wurde unruhig, sein Korper war heiß, ein rauher Husten erschüt, terte die zarte Brust. Bei diesem Ton schauerte die Frau zusammen, ali faßte deS Todes Hand sie selbst. Jetzt war die Stunde gekommen, jetzt sillte daS Kind ihr entrissen werden! Wie der begann sie zu beten, rang die Hände, daß die Nägel sich in's Fletsch gruben, und flehte immer von Neuem: fTHtriTn hnS mtn nimm hrtS hf andern Frau!" So kämpfte sie eine! itM tttwy. vu Mtttv. iiitniit im vv Nacht und einen Tag mit sich und ih - rem Gott. Aber kein Zeichen der ur - horuna belohnte ihr Gbet; härter und rauher tonte der vusten des indes, heißer und röther brannte seine Stirn. Als der Abend kam und keine Besseruna sich zeigte, stand di Frau von
schien ihr, als hätte sie alle Gebet der. ,?V' uuk u' int. die sie ftmalt gekannt hatte. M n 'hier Brust. Dann beugte sie Sonst war sie rmm und gläubig in V Lml.uW das Kmd. gab .!f.i l.,k. s,( v,., . s"ner Huterm ein paar Anweisungen
Vll IttllUkUVti, tuutvu V k 4 lUUU'
ihrem Sifc cm Lar dtA Kleinen auf:
ewe mifafflc. starre Entschloisenbett
war in ihren Augen, die fast wie die einer Schlafwandelnden blickten. So gmg sie und rief erne Nachbarin herbei, die sie' bat, bei dem Kinde zu bleiben; sie wolle gehen und einen Arzt aus dem Nachbarort holen. Die Gebetene kam schnell und gern; sie war eine Wittwe. die Kinder hebte, aber selbst keine besaß. Es war lhr eine Freude, für :rn paar Stunden tin wenig hier Mutter spielen. Als Christine schon m der Thür war. wandte sie sich nock einmal um. rj"n.AA in i& .s :t a-iu. 4lu mu mu mehr da wäre," fragte sie, würdest Du dann auch wohl für das Kleine Zorgen'k .Wenn Du Nicht mehr da wärst?" .Ja, wenn ich mal stürbe oder so. meine ich." Was soll denn das Gerede? Du bist doch nicht krank?" Nem, krank bin :ch nicht. Ich fraqe nur so. Thätest Du es wohl?" Ach, laß doch." Warum willst Du es nickt saaen?" Es ist ja nur Unsimi, daß Du mich f a kn UM so wa frag, t. . Zber sagen kannst Du es mir doch. Na ja, wenn Du es nicht anders Willst. Ich würde mich um das Wurm schon annehmen; ,ch habe sie ja so qern. die kleinen Dinger." in Betreff des Knaben und verließ oaö HauS. Es war gegen Abend, aber noch hell. Der aan, reine öimmel färbte sich nach Westen hin mit einem lieblichen j . r r - iy tf . .. Gemisch von Roth. Gelb und Grün. uno uoer vle erge ves Harzes breitete Zarter Dunst. Die junge Frau gmg. ohne das Alles zu sehen, durch die Straßen des Dorfes. Ein paar ie. w ocpcgiuicn, riefen ne an. oder sprachen mit ihr. und sie gab ihnen Antwort aber sie wußte nicht, was sie sagte. Nur als sie über die niedrige Kirchhofsmauer hinweg daS Grab ihs Mannes sah. kam em Strahl von klarem Erkennen m ihre Augen und s5ir-.i-l onr . 4 . c J" "8"remfn v0 uoeriegeno. Sollte sie dort noch emmal beten und oes lmme JQHt erbitten? Aber t.ijc er. 17 je c bkv noic 1 sieg wieoer ao uno sKritt vorwärts mit verdoppelter Hast. Bwm yane ne genug; es war umsonst gewesen, und wo" Gott nicht half, da mußte sie selber helfen, Jetzt warsie am Hause der reichen Frau der Mutter von sechs Kindern, r der rothen Mauer des neu errichteten Wohngebaudes saß in einer VohmmT,..C vi. vn.n. fyjci ? m-i. lc..?P"Slt cm caovon Zwölf Jahren, und hielt den kwns en Knaben auf dem Arm. Als ?nfUnc stehen blieb und ihr guten Abend bot. , fmg das geschwätzige Kind u B ! Yler p auem Ntzen müsse und den Kleinen warten. nlfo nt MTllH1 frtrt n nur ti mtV?. o ,vMBvbuHöui u, Feld, um den Vater belmzubolen. und daß die anderen Alle hatten Mit ihr laufen dürfen p .Ich bm ihr begegnet und soll Dir sagen, daß Du auch kommen sollst." ty Christine mit rauher, entstellter C 1 1 (VJt ... Y ca r "'"iiir. rorn oas ictnc icyon T . f , J - IXj t. 4a9f nearnen, w yr 50mmiDas Madchen erhob sich schnell; ihr mürrisches Gesicht leuchtete auf. Sie reichte Christine den Knaben hin und schlang das dicke Tuch um Beide, das sie selbst zum Schutze des Kindes getragen hatte; ihrer Lasten entledigt, sprang sie dann jubelnd davon. Christine hatte sich auf die Bank in der uauve gesetzt und hielt den Knaben im Arm. Das Kind schien ihr seltsam jchwer; ihr war. als lete sich dieStille des Abends erstickend über sie. und als striche eine eiskalte Hand ihr lanasam den Rücken entlang. - Als der Kleine, ver zuerst beim Anblick, der Fremden I das Gesicht zum Weinen verzogen yane, sich m die neue Lage fand und I ste anzulachen beaann. ertrua sie es nicht mehr. Sie stand auf und blickte I umyer; Alles war still, die Straße war verlassen, und nur in der ??erne schwebte eine Wolke von Staub, die lein verspäteter Wagen aufgewirbelt Y.: Jt itfü . .. v. i"c, tttciu rolyllcyem ceoei. I CT Tl t . m orinine gma deyutsam um das Hauö herum und durch den großen, grünenden Obstgarten, der dahinter lag. Von hier führte eine Pforte di rekt in'ö Freie; der Wald war nicht fern, daran her zog sich eine schon ge schnittene Wiese, zwischen ihr und dem fT - - s?F . V m ai juscgc uey ein oouer, ausgeMuter Bacy, der zur Mühle strebte. An ihm ging die Frau entlang, ohne aufzuschauen. die Augen unverwandt auf daS tiefe, vulme, kraftvoll strömende Wasser geI 1 1 i W 1 -! t i. n. r t. r p . !ii nuyi, u ivactru? ne 10 wxinicnrui, bewegten sich ihre Lippen im stummen Selbstgespräch. Die Nähe dieses frem. den Kindes an ihrer Brust, zusammen Mit den halb nur klaren Gedanken, die ihr Hirn durchschwirrten, erfüllte sie mit einem Gefühl, wie sie cS noch I niemals gekannt hatte. Hilslongkett und Zorn, Haß und Verzweiflung, Entschlossenheit und Mitleid vereinig ten sich zu einerEmpsindung. so surcht. bar gemischt, so grausam beängstiaend, daß sie dadurch vorwärts trieben wurde, widerstandslos, unaufhaltsam, Gab eS keinen Ausweg? Mußte sie thun, was sie sich vorgesetzt hatte? Sie sah auf daö Kind tn ihrem Arm, als könnte das unmündige Wesen ihr Ant wort geben. Ein von den beiden mußte sterben, daS stand unabänderTIA fst 1Tni k.st 5 ttt tvy v Htiv VVtitlv lllt tttiv vjv ihrer Seele: ihr Kind sollte leben! 1 Was konnie sie thun, um des Todes 1 Hand von ihm abzuwehren? Hundert I mal, tausendmal hatte sie in den verI ganaenen Taaen und Nachten diese Frage durchrübelt, ihr müdes Gehirn hatte sie zermartert und immer wieder dieselbe Antwort aefunderr; aus dem
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I Keck W&K si. r(im.e.n. paö ihr Kind
verdrängen wollte aus den Reihen der Lebendigen. Hier hielt sie's im Arm. hier fand sie die Farbe der Gesundheit auf sanft gerötheten Wangen, hier erblickte sie die Verheißung fröhlichen Wachsens und Gedeihens. Und da heim lag ihr Hans, krank, fieberheiß, zum Tode verurtheilt, wenn sie nicht half? .Hier aber zu ihren Füßen sah sie das Mittel zu seiner Rettung, das tiefe, gleitende, tödtliche Wasser) das ihm Genesung bringen mußte, indem es verschlang und mit sich hinwegtrug, was seinem Dasein verderblich war. Es mußte geschehen, und sie that, was sie mußte. vom eigenen Thun im selben Augenblick doch wieder überrascht und erschreckt. Sie löste das Kind aus dem umhüllenden Tuch, hielt es nahe über das Wasser, indem sie sich auf die Kniee niederließ, und öffnete die haltenden Hände, so daß es fast geräuschlos hinunterglitt in die rasche Fluth. Als es geschehen war, fühlte sie sich einen Augenblick wie ge fesselt an allen Gliedern; dann aber sprang sie empor, wandte den Kopf hinweg, um nicht zu sehen, preßte die geballten Hände vor die Ohren, um nicht zu hören, und eilte fort von der Stätte . der That. Erst als sie zwischen die Häuser des Dorfes einbiegen mußte, lammte sie den raschen Fuß und ging nun langsam, mit versteinerten Mienen durch die in Dämmerung versinkenden Straßen dahin. Wenn Jemand jetzt sie ansprach, so nickte sie ihm zu. ruhig, geistesabwesend, aber sie gab keineAnt wort. So kam sie in ihre Hütte zurück, wo die Nachbarin sie mit erstaunter Frage begrüßte, wie sie so schnell von ihrem werten Wege zurück sei. Christine antwortete mit erlogener Ausflucht und ließ sich das Kind auf den Arm geben, das ihre Blicke mit banger Frage suchten, seit sie den dammengen Raum betreten hatte. Wir sind gut miteinander fertig geworden," fagte die Bauersfrau. Der Junge hat schon wieder gelacht; das ist keine schlimme Krankheit." Wie ein heller, trostreicher Klang tönten diese Worte in Christinens Seele. Für sie bedeuteten sie die Genesung des Kintxs, und sie, die Mutter, hatte ihm die Rettung gebracht! In diesem Gefühl ging alles Andere unter; Entsetzen, Mitleid, Grausen vor sich selbst verstummten mit einem Mal und nur die Stimme befriedigten Mutterglücks erklang noch in ihrem Herzen. Ein paar Dcmkesworte sprach sie noch zur freundlichen Nachbarin, dann blieb sie allein mit ihrem Kinde. Sie machte Licht, um S noch einmal deutlich zu sehen, setzte sich still nieder, nahm es an ihre Brust und gab ihm seine Nahrung. Sie wußte, daß es daö letzte Mal war, aber keine Spur von Angst und Sorge um ihr eigenes Geschick e:schüttert die plötzlich wiedergekehrte Ruhe ihres Innern: So saß sie fast eine Stunde lang, bis ein verworrener Lärm sich von Weitem vernehmen ließ, bis er näherkommend wuchs und sich in ein dumvfes Getöse verschiedener Menschen-
stimmen auflöste, aus denen die eine, wilde, schrille eines Weibes laut hervortönte. Auch Säbelklirren mischte sich hinein, und als die Thür aufgestoßen wurde, betrat die breite Gestalt eineS Gendarmen zuerst die Schwelle. Hinter ihm aus der Dunkelheit hervor tauchten rothe Bauerngestchter auf, erhitzt, wüthend, von der stillen Freude am Schrecklichen zugleich erfüllt. Das Weib, das fo laut gezetert hatte, die Mutter deS getödteten Km deS, wollte den Gendarmen bei Seite stoßen und sich auf die Mörderin stürzen, er aber hielt sie zurück von der Frau, die dem Gesetz verfallen loar. Nun heulte und schrie sie über ihn hinweg und schleuderte Christine Flüche und Verwünschungen zu. Mörderin. Mörderin, Du sollst es mir büßen! Auf'L Schaffst sollen sie Dich schleppen und den Kopf sollen sie Dir herunterschlagen!" Christine war langsam aufgestanden, hatte daS Kind behutsam in seine Wiege gelegt und stand nun ganz ruhig m der Mitte des Zimmers. Das können sie thun," gab sie zur Antwort, indem sie die Hände den Fesseln bot. An mir ist ja nichts gele gen, aber mein HanS, der wird nun am Leben bleiben." Kindermund. Fritzchen: Onkel, sag' 'mal, kannst Du Deinen Kopf aufmachen?" Onkel: Aber, Fritzchen, daS ist doch nicht möglich, und wozu denn auch?" Frischen: Ja, Papa hat gesagt. Du hättest nur Stroh im Kopf, und das will ich mir 'mal anseh'n." Pralfssch. Frau B.: So, det iö Ihr neier Herr Jemahl? Man recht kleene; ux dachte. Sie hatten 'nen Kieker uff den langen Seifensieder?" Frau K.: I ja doch, aber dem hätten die scheenen Sachen von meinem Seligen nicht so schon jepabt. Ein Bubenstreich. Mutter: Der Onkel debnt aber beute sein Nachmittagöschläfchen lang aus!" Kleiner Frttz: ur war icyon einmal wach, aber er wird glauben es t Nacht, weil wir ihm die Brillengläser verklebt haben!" Ä e i7m D o'r f b a r b ie r. Kun. de: Na wissenSie.' JhreScheer schneidet ja Wie eene olle yaleimasazine. Barbier: Det iS nich anders, wenn man mit'n Strohkopp zu duhn hat." Immer im Geschäft. Sott. Moieöleben. in Deinem letzten Briefe haste mer versprochen tausend Küsse und nun biste so kargl' .Sarahleben, biste a' AbzahlunasgeWst?SöchsteLiebe. Sie: Willst Du Mlr also daö Armhand kaufen? So sviich doch, ich fraa jetzt schon zum MUro Mje. Ja waruzn redest Du denn icht?- Er: . Höchste Liebe schweif . . t
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