Indiana Tribüne, Volume 21, Number 249, Indianapolis, Marion County, 28 May 1898 — Page 1
A W AO s Cs V K t 00 'ii i i i i i i i i i w iy m w m o- y Ä V Office : No. 18 Süd TUabama Gisafte Telephon 1171. Indianapolis, Zndiana Samstag, , den 28. Mai 1898 Jahrgang o 1 A No 249
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Wetterbericht. Kühleres, schönes Wetter. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 80 Grad, niedrigste 64 Grad. 3m KriegSrath zu Wa sh. in g ton. Washington, D. L, 27. Mai. ES ist die Absicht der KriegSleiter, keinen Vorstoß gegen Portorico oder Cuba zu machen, ehe volle und desinitive Information in Bezug auf den Aufenthaltsort deS spanischen GeschwaderS eingelaufen sein wird. ES find Schritte getroffen, definitiv in Urfah. rung zu bringen, ob sich Admiral CerveraS Flotte im Hafen von Santiago befindet oder nicht und ob das amerikanische Geschwader dieselbe thatsächlich dort gefangen halten kann. Wenn die Flotten-Abtheilung keine direkte und offizielle Information hinfichtlich der spanischen und amerikanischen Flotten innerhalb der nächsten 24 Stunden per Kabel erhatt, wird eS durch Depeschenboote sich diese Information zu verschaffen suchen. Mit aller Bestimmtheit kann hier versichert werden. daß am Schlüsse deS heutigen TageS daS Departement nur der Anficht ist, daß CerveraS Flotte sich im Hafen von Santiago befindet, diese Anficht indesen durch Nichts bestätigt wird. Die Verworrenen Meldungen der ZeitungSDepeschenboote über angebliche Bevegungen deS Sampsonschen und Schlehschen Geschwaders besitzen absolut keinen Werth. Hier wurde heute Abend berichtet, daß Holland, der Eisinder deS nach hm benannten submarinen Boote, morgen mit Capt. O'Neil Chef deS Geschützwesens, über die Thunlichkeit eines Angriffs deS unterseeischen BooeS auf daS spanische Geschwader im Hafen von Santiago eonferiren werde. Die Beamten deS Flotten-Departe-mentS werden allen Vorschlägen deS ErsinderS mit großem Interesse entgegenkommen. um AuS dem BundeS-Senat. Washington, 27. Mai. 3m Senate berichtete heute sofort nach Erössaung der Sitzung, Mr. Carter vom Militär -Ausschüsse, eine Bill ein, durch welche der Präsident ermächtigt werden soll, einen HilfS-KriegSsekretär mit einem Gehalte von $4000 zu er nennen. Die Bill wurde angenommen. Hierauf unterbreitete Senator Morgan daS folgende Amendement zur KriegS-Einkommenfteuer-Vorlage : Sobald irgend eine der Inseln im atlantischen oder pacisischen Ozean in dcn Besitz der Ver. Staaten gelangt, oder wenn solche Insel von den Civiloder Militär-Behörben der Ver. Staaten als Resultat deS Krieges mit Spanien besetzt werden sollte, so soll der Präsident ermächtigt sein, für solche Insel oder Gruppen solcher Inseln einen Civil- oder Mtlitär - Gouvernör zu ernennen, der wiederum Vollmacht besitzt, nach Vorschrift und Rath deS Präsidenten, ohne die KriegSgesetze zu verletzten, Ordnung unter der Bevölkerung so'cher Insel oder Inseln ausrecht zu erhalten und Leben und Eigenthum der Bevölkerung zu schützen. Und über solche Insel oder Inseln sollen sich alle Paragraphen der Bun-deSsteuer-Gesetze erstrecken und dort in Kraft gesetzt werden, sowohl in Bezug auf Einsuhr, wie auch aus Binnen-land-Steuern, solange der Krieg mit Spanien dauert. . Daö Geld der Ver. Staaten,' ob Gold, Silber oder Papier, soll in solchen Inseln als giltige Münze anerkannt werden, so daß auch mit demselben alle Schulden, ob öffentliche oder private, den Ver. Staaten gegenüber abbezahlt werden können und müssen. Alle Paragraphen dieses Aktes in Bezug auf solche Inseln und alle AnOrdnungen deS Präsidenten bezüglich Ausführung dieser Bestimmungen sol len in Kraft bleiben, bis dieselben durch andere Beschlüsse deS SundeS-Con gresseS entweder verändert oder widerrufen werden." Nach Verlesung dieser Vorlage be endete Senator Teller seine gestern begonnene Rede zu Gunsten der Einkommenüeuer zur Deckung der Kriegs kosten. . Er sprach ebenfalls für den Vorschlag zur Ausgabe von sogenann ten Legal Tender Notes zu Oetrage von $150,000,000.
und 5lCUtIffllaND oedartement berichtet wtro. eine eschwerde bei ihren respeetiven Regierungen erhoben, wonach die Regierung der Republik Hawaii den Ver. Staaten mehr Gunstbezeigungen erweise alS anderen Ländern. Der Protest hat in diplomatischen wie Congreß. Kreisen daS größte Interesse wachgerufen. Long'S Befürchtung. Washington, D. C., 27. Mai. 11 Uhr Vormittags. Flottensekretär Long erklärte heute Vormittag, daß er noch immer keine positive Mittheilung von der Anwesenheit der spanischen Flotte im Hafen von Santiago habe. Er sagte ferner, so lange diese Flotte nicht zerstört sei oder Gewißheit darüber herrsche, daß dieselbe im Hafen von Santiago gefangen gehalten werde, könnten die Operationen gegen Cuba nicht begonnen werden. General MileS soll ebenfalls seinen ganzen Einfluß aufwenden, die 3nvasion von Cuba auS diesem Grunde hinauszuschieben und erst gegen Porto Rico vorzugehen. SS verlautet. Washington, 27. Mai. SS verlautet, Commodore Schlev habe dem Flotttendepartement eine Reihe Mittheilungen gemacht, wonach die spanische Flotte sich positiv im Hafen von Santiago befinde. ES heißt jetzt, daß CerveraS Flotte nicht zerstört, sondern die Schiffe, wenn möglich, gefangen und der Ver. Staaten Flotte einverleibt werden sollen. Die vier spanischen Kreuzer und die beiden Torpedoboote sollen etwas bessere Schiffe wie der New Jork" und Brooklyn" sein und einen Werth von $15,000,000 repräsentiren und würden eine willkommene Beute für die Sieger sei. Man sagt, daß dieS der Grund der auffälligen Unthätigkeit deS Schley'schen Geschwaders ist, da er erst Vorbereitungen treffen muß, um diesen Plan auszuführen. .- Noch keine 3nvasion. Washingtons?. Mai. glottensekretär Long hzt die bestimmte Srklärung abgegeben, daß keine Landung amerikanischer Truppen behusS Javasion gemacht werden soll, ehe nicht die spinische Flotte vernichtet ist. Die Flotte in Cadix New Bork, 27. Mai. Sine hier von Gibraltar eingelaufene Depesche meldet, daß die spanische Flotte in Cadix aus dem Punkt stehe in See zu stechen. Der Bestimmungsort ist noch immer unbekannt, doch wird als bestimmt angenommen, daß Admiral Camara der bedrängten spanischen Flotte in Santiago zu Hilfe eilen soll. Große Quantitäten Kohlen langen in Cadiz an. Deutsche Schützen! New Sork, 27. Mai. DaS KriegSminifterium hat heute die Dienste der in Ost-Brooklyn organifirten Compagnie von Deutschen Schützen angenommen. Blese Compagnie, die unter dem Commando deS Lieut. Wm. Finkelmeikr steht, hatte bereits beim 1. Aufrufe für Freiwillige sich der BundeSregierung zur Verfügung gestellt, ja bereits sofort nach der KriegSerklärung. Sie wird ihre Uebungen jeden Tag in ihrer Waffenhalle abhalten, bis sie dem zweiten Aufgebote der NewLorker Freiwilligen einverleibt werden wird. OnkelSam'SPrisen. e v W e st, Fla.. 27. Mai. Kurz nach Mittag gab heute BundeS-KreiS-richter Focke seine Entscheidungen be-, treffend die kurz nach Eröffnung der Feindseligkeiten von Onkel Sam'S Schiffen gekaperten ersten 6 spanischen Handelsfahrzeuge ab. Darunter befanden sich die besten Prisen. Die Catalina" und der Miguel Joder" wurden vom Richter sammt Ladungen freigegeben. Der Pedro" und Guido" dagegen werden von Onkel Sam behalten, ebenso die Bueno Ventura" und die Panama". Doch soll die Ladung dervuena Bentura", da die Ladung einer neutralen Macht gehört und durch deS Präsidenten Deklaration geschützt ist, den Sigenthüraera zurückgegeben werden. Die
p -"-i yp ro t e stiren. W a f h i n g t o n, D. E., 27. Mai. Der deutsche und französische Consul in Honolulu haben, wie dem Staats-
betr. SchiffSeigenthümer wollen appel
liren. , ,, Havana gut v erpro viantirt. Tampa, Fla., 27. Mai. Major W. D. Smith, vom VundeS-Geheim-dienst, kehrte letzte Nacht von Cuba zurück. Sr behauptet, etwa zwei Meilen von Moro Caftell gelandet und in der Verkleidung eines spanischen Soldaten in Havana eingedrungen zu sein. Er brachte in Erfahrung, daß der Montserrat $2,000,000 in Gold gebracht habe und die Stadt auf sechs Monate verprsviantirt sei. ES befinden sich unzefähr 40,000 Mann in der Stadt und den Forts, die auf eine Kampf mit nnS vorbereitet find. ff Der verhafteteSpion. Winnepeg, Man., 27. Mai. Eine Depesche auS Regina an die gree Preß" meldet, daß die berichtete VerHaftung in Tampa, Fla., von Frank Miller, einem früheren Mitgliede der kanadischen berittenen Polizei, unter dem Verdachte, daß er ein spanischer Spion sei, große Ueberraschung hervorgerufen habe. I den Büchern findet sich der Name von Frank Arthur Mellor, der den von Frank Miller am ähnlichsten klingt. Mellor trat 1886 in die berittene Polizei ein, kaufte sich jedoch seine Entlassung schon im Jahre 1887 und fing ein Geschäft -n. Er verließ Moofe 3av im letzten Herbst und begab sich nach Montreal, wo er erst im letzten Monat von Bewohnern von Regina gesehen wurde. ' MIM Deutschlands Neutralität. Verjüngung derArmee. B erlin, 27. Mai. Die Spanier täuschen sich sehr, wenn sie sich einbilden, daß die tägliche Verbreitung .von Lügen Deutschland bewegen könnte, seine Neutralitätspolitik ,u ihren Gunsten z ändern. Die Madrider Meldung, daß 'der deutsche, russische und französische Botschafter k'Sfoft mit dem spanischen Premier Oagafta eonferirt haben, und daß ein baldiges Eingreifen der Mächte in Aussicht stehe, ist eitel Unsinn. Eine Theilnähme Deutschlands an bzrartigen Verhandlungen ist völlig auSgeschlossen. Der spanische Minister deS Aeußeren, Herzog Almodavar de Reio. gilt hier als ein Schüler des französischen Ministers Hanotaux. Selbst in ginanzfragen soll er sich Rath in Paris holen. Fürst BiSmarck ist mit der jetzigen politischen Lage Deutschlands ganz zufrieden und ist der Anficht, daß der Regierungswagen im richtigen Geleise ist. Nur selten kritifirt er noch. Der Altkanzler erklärt, daß neben den Dreibundsverträgen RückverficherungSverträge" zulässig seien. Oefterreich verstoße nicht gegen seine DreibundSpslicht, wenn eS mit Rußland ein eigenes Uebereinkommen getroffen habe. Die Verjüngung der Armee wird rüstig weiter fortgefetzt und wieder find sechs General - Majore pensionier worden, nämlich : Freiherr v. Wangeaheim, von der 72. 3nsanterie-Bri-gade; v. WUdenbruch, von der 9. 3asanterie - Brigade; Pochhammer, von der 6. Feldartillerie - Brigade; Graf Reventlow, von der 5. FeldartillerieBrigade und v. Bonin, von der 12. Kavallerie-Lrigade. Dem Passage-Panoptikum verdankt Berlin nach der Behauptung deS ProfessorS Senator eine Windpockenepidemie. ES find dort 26 schwarze Mädchen" auS den deutsch - afrikanischen Kolonieen ausgestellt und mehrere Neger. Einer der Togo. Neger erkrankte an den Pocken und der AnsteckungSftoss theilte sich anderen Personen mit. Der Berliner Stadtverordnete Ewald Bogtherr, Vertreter deS S. Berliner ReichStagSwahlkreiseS, wurde in Magdeburg der MajeftätSbeleidigung schuldig befunden und zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Hin Spanische Ansichten. Madrid, 27. Mai. Der Gedanke, die spanische Flotte gefangen zu nehnen, wird hier einfach belächelt. Man glaubt, Cervera habe den Befehl erhalten, seine Schiffe lieber selbst in den Orund zu bohren oder in die Luft zn sprengen, als sie in die Hände deS Feindes fallen zu lassen. Man hält die ganze Idee nur für eine AuSrede, um die Unmöglichkeit deS Eindringens der amerikanischen Schiffe in den Kanal von Osntiszd zu kkRäteln.
Französisches Geld für Spanien. London, 27. Mai. Der Chronicle lill bestimmte Informationen erhalte haben, daß Frankreich an Spanien die Summe von 400 MillioneaFrancS geliehen und davon bereits 40 Millionen angezahlt habe. Der Chronicle meint, daß Spanien wahrscheinlich die Canarischen 3nseln als Unterpfand gegeben habe. SS jft unmöglich, die Thatsächlichkeit dieser Behauptung zu ergründen, doch scheint die Mittheilung auf die Nachricht zurückzuführen zu sein, daß die Bank von Paris und die Niederländische Bank große Summen an daS spanische Schatzamt eingezahlt habe. .
Se rü chte. London, 27. Mai. Die Gerüchte, baß Frankreich mit Spanien über den Ankauf öder die Uebertraguvg von Territorium insgeheim verhandelt, hat hier große Aufregung verursacht. ES heißt,' daß Spanien bereit sei, gegen gewisse Hilfeleistungen, die Philippinen oder die canarischen Inseln, oder auch die nordafrikanischen Colonien SpanienS an Frankreich abzutreten. ES wird offiziell erklärt : Da die Ber. Staaten durch daS Recht der Eroberung Befitz'von dem Haupthafen der Phllippinen ergriffen haben, so würde eS hier als ein kriegerischer At angesehen werden, wenn Frankreich von einem auf diese Weise eroberten Territorium Besitz ergreifen wollte. Wenn die Ver. Staaten im Herbst Besitz von Luzon und Cuba ergriffen haben, so werden wohl gewisse Mächte ihre Ansprüche gelten machen in Bezug auf die Regelung der Zukunft der Philippinnen. oqiffs.nayriqten. , i Angekommen in : . Soiuthampton: Augufta lQIctoria von New gork nach Hambürg. , f 5kev frort: Fürst BiSmarck" von Hamburg; 'Alsatia" von Neapel. Liverpool : Cymric" von New Sork. QueenStown: Campania" von New Sork. Genua: EmS" von New Sork. allerlei. DergrötzteDampfer, welcher je, außer dem Great Eastern", die Chesapeake . Bai heraufkam, befindet sich zur Zeit im Hafm von Baltimore. ES ist der Dampfer Brasilia" von der Hamburg . Amerika - Linie. Dieser Dampfer kann 13.800 Tonnen laden, ist 600 Fuß lang, 62 Fuß breit und 32 Fuß tles. Bei voller Ladung hat einen Tiefgang von 23 Fuß. Erhängt hat sich Alonzo HedaeS in Mountainville, N. Y.. dem die LectUre der sensationellen Neuigkeiten vom Kriegsschauplätze denVerstand geraubt hatte. Er wähnte, von Gott zum Bombardiren von Havana ausersehen zu sein, und da er diese MisIon nicht ausführen konnte, machte er einem Leben mit eigener Hand ein Znde.Auch die Zuchthäusler in Joliet, Jll., werden- mit KriegSneuiareiten versorgt und zwar von AmtS wegen. An jedem Morgen werden in der AnstaltSoffice die KriegSdepeschen gesichtet, condensirt sowie in der Anstaltödruckerei vervielfältigt und Nachmittag um 2 Uhr erhält jede Zelle ein Blatt mit den neuesten Nachrichten. Sold im Werthe von $15.871.401 und Silber im Werthe von $452,789 hat der Staat California während deö Jahres 1897 producirt. Im Vergleich mit dem Jahr 1890 bedeutet dies eine Abnahme der Goldproduction im Werthe von $1.310,161 und einer Zunahme der Silbergewwnung im Betrage von $30.325. In San Antonio, Tex.. ist man der Heilsarmee müde geworden, und der Stadtrath hat den Leutchen verboten, auf der Straße ihren sögenannten Gottesdienst abzuhalten. Trotz deß Verbotes haben ste ihr schauderhafteö 'Geplärre mit Pauken und Trompeten auf der Straße fortgesetzt und wurden prompt verhaftet. Ste leisteten Bürgschaft und beabsichtigen, das Recht deö Stadtralheö in den Gerichten zu contestiren. In den letzten Tagen wurden in der Nachbarschaft von Jamaica, L. 3, drei Kindesleichen gefunden; eine in der ttraftfiation der Brooklyn HeightS - Bahn, eine im Cvpreß Hills Cemetery und eine dritte auf der Land, straße zwisaxn MaSpeth und Winfield. Alle drei Leichen lagen in kleinen Särgen und Coroner Rouff vermuthet, daß Leichenbestatter, welche Grabkosten 'ersparen wollten, die Leichen einfach an rnp.eöten Ylätm abgeladen hahen.
3 Melbourne sind in den letzten Ä-agen Versuche v.M einer neuartigen Schiffsschraube, Patent der dortigen Constructeure Coopcr und Stellner. vorgenommen worden, deren Ergebnisse sehr befriedigt haben sollen. Es soll nämlich der für diese Versuchsfahrten verwendete Dampfer Otter", dessen bisherige Maximalgeschwindig keit trotz wiederholter Experimente mit neuen Propellern nicht über 9 Knoten in der Stunde gesteigert werden konnte, mit Leichtigkeit 10 Knoten erzielt haben. Ueber die Construction der neuen Schraube verlautet, daß sie von ?-sör-miger Gestalt ist, im Uebriaen soll sie im geraden Gegensatze zu den bisher für den Bau von Schiffsschrauben geltenden Grundsätzen entworfen und ausgeführt sein. Auf dem Charlottenburger Pferdemarkte hatte ein Bürger aus Nauen ein schweres Arbeitspferd erworben und begab sich, als das GeWitter ausbrach, mit dem Verkäufer nach einer Wirthschaft, nachdem der gekaufte R a p p e an einen Baum gebunden, war. Als der Ackerbürger, besorgt um daS Pferd, spater während deS Gewitterregens hinausging, war der . Rappe verschwunden. Statt dessen stand ein S ch i m m e l da. Der Landwirth rief sofort einen Schutzmann herbei, und dieser verhaftete den sorglos in der Kneipe sitzenden Verkäufer. Nach kurzem Leugnen gestand der Pferdehändler auch, daß das Pferd von ihm gestohlen sei. Der Verhaftete ist ein gewerbsmäßiger Pferdedieb, ein ehemaliger Kutscher Neumann, der von der Behörde schon seit längerer Zeit gesucht ward. I n Bremen feierte die ehemalige Musiklehrerin Fräulein Caroline Lacroix ihren 100. Geburtstag. Ihre Vorfahren waren von franz'ösischer Abkunft. Das hohe Alter hat zwar einige Spuren bei der Dame hinterlassen, aber geistig ist sie noch so reg sam, daß sie fließend von ihren reichen Erinnerungen zu erzählen vermag. In langjähriger Freundschaft mit der bekannten Schriftstellerin Marie Mindermann verbunden, theilte sie deren Vorliebe für die schöngeistige Literatur. Ihre zahlreichen Geschwister hat sie alle überlebt; ihr Bruder Fritz, der acht Jahre älter war. wurde Militäratzt und stand lange in Aurich, wo er auch eine bedeutende Privatpraxis hatte. Die Leute vermochten den Namen Lacroix nur schwer auszusprechen, aber als Lackwart war er allgemein beliebt.- Später als Oberstabsarzt nach Osnabrück versetzt, starb er dort im hohen Alter von 93 Jahren. Unter dem Verdacht, seine Ehefrau ermordet au haben, ist der 47 - jährige Agent August Hofsmann in Graudenz verhaftet worden. Die Frau wurde als Leiche in ihrem Bette aufgefunden. Sie wird von ihren Hausgenossen und Bekannten als eine ruhige, ordentliche Frau geschildert, die ihrem Manne keine Veranlassung zu den von ihm häufig erregtm Streitigleiten gab. In dem letzten Jahre war sie kränklich und mußte meist im Bett liegen. DaS scheint ihren Ehemann, der nach den Aussagen seiner Mitbewohner oft betrunken war und in diesem Zustände meist Streit mit seiner Frau anfing, ganz besonders zum Unfrieden geneigt gemacht zu haben. Die Leiche hatte an den Armen viele blaue
lecken, die wohl von erlittenen Mißndlungen herrühren: am Kopfe beanden sich mehrere offene Wunden. Hoffmann suchte die Wunden durch die Behauptung zu erklären, daß dieFrau gegen den Ofen gefallen sei. Die Todte war Hoffmanns zweite Frau und lebte seit acht Jahren mit ihm in kinderloser Ehe. Als auf Schloß Glienicke bei Potsdam der achte Geburtstag der ältesten Tochter deö Prinzen Friedrich Leopold gefeiert wurde, waren auch die Capellen deS Kaiser Alexander - Garde - Grenadier - Re. gimentS aus Berlin und des Regimentö der GardesducorpS auS PotSdam nach Schloß Glienicke befohlen, um der Prinzessin eine Morgmmusik zu bringen. Es geschah dies gerade zu der Zeit, als in der unweit deS SchloseS belegenen Klein - Glienicker Ca?elle der ' Sonntags - Gottesdienst iattfand, den der auS der antisemitichen Bewegung bekannte OrtSgeistliche, Pfarrer Rodenbeck, abhielt. Als die Gemeinde versammelt war und die lebhafte Militärmusik in die Capelle drang, erklärte Pfarrer RSdenbeck von der Kanzel herab, daß er unter diesen Umständen, wo die Gemeinde doch keine rechte Andacht haben könne, den Gottesdienst aushebe und denselben Abends 6 Uhr abhalten werde. Die Gemeindemitglieder verließen unter allerlei Bemerkunaen die Cavelle. um ! sich Abends 6 Uhr dort wieder einzu- ' finden. Pfarrer Rodenbeck ist es schon ( einmal passirt, daß er nur mit großer Mühe den Gottesdienst zu Ende fühj ren konnte, weil derselbe durch Musik hrm ßifiTnfcfirvF fcr it-ftnrl hntrS ' WM. 5 "f Vl I V . Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Sood'S Sarsaparilla beseitigt die Urfache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie das Blut reinigt. AaaV Rillen kirre milde aber ! rasch und sicher aus die Leber und den Nez. 35.
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