Indiana Tribüne, Volume 21, Number 247, Indianapolis, Marion County, 26 May 1898 — Page 1
rl W fVO O rlC sVO rlC V iy ly O liVo viy w w Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171 Indianapolis. Indiana Donnerstag, den 26. Mai (898 Jahrgang 21 Viel S47
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Brote: Editorielles. Die KriegSfteuerbill schwebt noch immer im Senate. Bis beide Häuser sich über die Bill einigen, wird noch mancher Tag vergehen. ES ist die allerschönfte Aussicht vorhanden, daß der Krieg sich sehr in in die Länge zieht. Darauf deutet zunächst die Proklamation des Präfi. deuten hin, nach welcher weitere 75,000 Mann zu den Waffen gerufen werden sollen. Jedenfalls ist man zu der Einficht gekommen, daß man zur Besetzung der Philippinen und zur Eroberung und Besetzung von Euba und Portorico ein stattliches Heer braucht. Ein ferneres Zeichen, daß der Krieg noch lange dauern wird, ist darin zu finden, daß Washingtoner Nachrichten zufolge die Absicht besteht, die spanische Flottein Santiago auszuhungern. Natürlich ist dies nur möglich, wenn die glotte noch in Santiago ist, was vorläusig noch Niemand bestimmt zu wissen scheint. Mancher wird sich fragen, warum, wenn die Flotte wirklich noch in Santiago ist, Sampsoa eS nicht macht wie Dewey. Wir vermuthen, daß die enge Einfahrt in den Hafen von Santiago dies nicht möglich macht, iVnfiT7t ftfs9 tn V n fc. O Jk 1 nn VI iiihh v v . tvfctvilt VI VUtUUVC sen wissen, was sie in dem Falle zu II... rCmmUMm fi X t V . V"w"li Ul11 leiner yiorc roinuca noq ln anitago befindet, so vermuthen wir, daß ManIgel an Kohlen oder LebenSmittela ihn dazu zwingt, denn eS ist nicht anzunehme, daß er sich sonst einschließen ließe, um so mehr da Santiago, wie sogar von Madrid auS berichtet wird, die Stadt durch Insurgenten von dem Innern der Insel abgeschnitten ist. Gerüchtweise verlautet, daß jetzt Portorico genommen und besetzt werden soll. Eine solche Bewegung würde allerdings darauf hindeuten, daß Eer!vera in Santiago eingeschlossen ist. Indessen find all diese Gerüchte und Vermuthungen sehr unzuverlässig. Wenn Spanien wirklich, wie eS droht, Kaperschiffe ausrüsten sollte, so dürsten die europäischen Regierungen, wegen der daraus entstehenden Beläftigungen wohl protestiren. Kaperschisse find zu unterscheiden von den riegSschiffen der betreffenden Nation; eS find Privatschisse, die vermöge der ihnen von einem kriegführenden Staate ertheilten Ermächtigung, deS KaperbriefeS, autorifirt find, alle erlaubten Feindseligkeiten zu üben ; sie stehen unter dem Schutze . deö Kriegsrechtes. Der Natur der Sache nach beschränken sich Kaperei-Unternehmun gen vorzugsweise auf die Wegnahme von Privatschiffea und Ladnen. Sie werden von Privaten hre Kosten, wenn auch öfters mit ' . Ult tv m m . i oenen Vegunulgungen letiene . treffenden kriegführendenStaa: 2?,?gerüstet. Die Prisen, die feite Vif ser Kaperschisse aufgebracht 1 -itn, gehören den Besitzern der Schiff der Bemannung, unter dene,. ) Werth derselben vertheilt wird. denn auch der Werth jener Prisen, l'm durch Kriegsschiffe aufgebracht werden zum Theil in einem bestimmten l.-er-hältniß der Mannschaft deS betref :i aden Kriegsschiffes zufällt.Oeit 181ö hat keine eurspäie Großmacht v.tt ClztxlxUU culk-
geben, und in der anläßlich deS Pariser
Kongresses 1856 vereinbarten See-rechtS-Deklaration wurde die Kaperei definitiv abgeschafft. Fast alle Staaten traten dieser Deklaration bei ; unter den wenigen nicht beigetretenen Staaten befinden sich aber gerade Spanien und die Ver. Staaten. Letztere deshalb, weil sie auch die Kaperei durch Kriegsschiffe abgeschasst haben wollten, Spanien jedenfalls deöhalb, weil der Raub von jeher sein Element war. Nur 48 Jahre war Edward Bellamy alt, als er auS dem Leben schied Von den Büchern, die er geschrieben hat, ist nur Looking Backward" in sehr weite Kreise gedrungen. Um so mehr Aufsehen aber hat diese hervorgerufen. ES ist in vielen Hunderttaufenden von Ezemplaren verkauft und fast in alle Cultursprachen übersetzt worden. Mit diesem Buche hat Bellamy in gewisser Beziehung Schule gemacht, denn seit dessen Erscheinen ist eine ganze Anzahl von Büchern erschienen, deren Verfasser versuchten in der Form deö RomanS oder der Novelle die künftige Form und Organisation der Gesellschaft zu schildern. Aber Keiner hat mit seinem Buche so viel Glück gehabt, wie Bellamy, selbst Wm. MorriS nicht mit seiner Kunde von Nirgendwo". Der utopische SczialiömuS hat ja wohl auch seine Berechtigung, er ist auch eine ganz natürliche Erscheinung und alS Vorschule zum Wissenschaftlichen SozialiömuS und zur Erzeugung einer sozialistischen Bewegung von unschätzbarem Werthe. Wo er der wissenschaftliche Erkenntniß fern steht und nur aus Phantasie beruht, da muß er nothwendiger Weise zu Enttäuschungen führen. Und diese erlebte auch Bellamy. Weil er den SozialiömuS nicht wissenschaftlich studirt, sondern nur utopisch aufgefaßt hatte, weil er von der materialistischen GeschichtSforschung und dem historischen Klassenkämpf keine Ahnung hatte, glaubte er im Stande zu sein, dkS bürgerliche Element, speziell die Mittelklasse für seine Ideen zu begeistern. Er gründete ein Blatt, die "New Nation" und machte sie zum Organ einer voa ihm inS Leben gerufenen Bewegung, die er nationalistische nannte. Die Bewegung machte nie rasche Fortschritte; nachdem sie einen gewissen Punkt erreicht hatte, gerieth sie inS Stocken und ging schließlich unter. In seinem letzten Werke: "Eiality" kam er dem wissenschaftliche SozialiSmuS näher, den UtopiSmuS hatte er zum großenTheile beiseite gelegt. Aber daS Buch hat nicht den Erfolg gehabt, den Lookin backward hatte, denn die Masse zieht daS Unterhaltenwerden dem Lernen vor und träumt lieber als daß sie handelt. ,, ZjrchlMilhleli. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 76 Grad, niedrigöe 64 Grad. Hin Man weiß noch immer nichts. Washington, 26. Mai. Am Schluß deS heutigen TageS war man im Marinedepartement über ten wirklichen Aufenthalt der amerikanischen und spanischen Geschwader gerade so venig unterrichtet wie gestern. ES herrschte nur größere Zuversicht ln der Annahme, daß CerveraS Geschwader im Hasen von Santiago de Cuba liege und darin fanden die Beamten deö Departements große Befriedigung, weil sie die Ueberlegenheit der amerikanischen Marinebefehlöhaber in den kubanischen Gewässern kennen und wissen, daß dieselben den spanischen Admiral in dem enghalsigen Hafen ein geschlossen halten können, bis er sich mit all seinen Schiffen und Mannschaf ten entweder ergiebt oder verhungert. Cervera kann in dem Hafen mit nur venigen amerikanischen Schiffen in Schach gehalten verden und dadurch : vird der Rest der großen yanzerflotte ; und eine große Anzahl ungepanzerter iber sehr dienstfähiger Schiffe für anderweitige Versendung frei. Zvl dem großen Feldlager. C h a t t an o o g a, Tenn., 25. Vlal
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Manöver der ersten Division deS ersten
Corps der Freiwilligen-Armee. ES fand ein Scheingefecht statt, in welchem die erste und die zweite Brigade die dritte Brigade, die aufdem SnodgraSHill verschanzt war, einschloß. Nach genauer Zählung befinden sich jetzt 34.888 Mann im Chickamauga Park. Die Truppen bestehen auS 25 Infanterie- und 2 Kavallerie - Regimentern und 8 Batterieen Artillerie. Bezüglich derAuSrüftung kann gesagt werden, daß die Armee in fünfzehn Tagen bereit sein wird, nach Cuba abzugehen. Heute Morgen traf daS 8. New gorker Jnfanterie-Regiment, 1000 Mann stark, unter Oberst Henry Chauney, jr. hier ein. Dieses Regiment ist die älteste militärische Organisation deS LandeS; eS wurde 1678 organisirt. Während deS Scheingefechts ereigneten sich mehrere Unglücksfälle. Lieutenant Bathy, vom 6. Penn. Ins. Regt, war mit einer Abtheilung seiner Soldaten von Compagnie C deS 1. Ohioer Jnf. Regt, umringt und wurde aufgefordert, sich zu ergeben. Anstatt dieser Aufforderung nachzukommen, befahl Lieutenant Bathy einen Bajonettangriss. AlS die Gegner einander nahe gekommen waren, schoß ein Mann deS Ohioer Regiments direkt auf Lieutenant Bathy, daS Feuer flog dem Lieutenant inS Gesicht und verursachte dort und am Halse schmerzhafte Verletzungen. Beide Augen wurden verletzt und der Unglückliche wird wahrscheinlich erblinden. ES entstand durch daS Ereigniß böseS Blut und die Leute rannten auf einander loS. Nur durch die Kaltblütigkeit und GeisteSgegenwart der Ofsiziere wurde Blutvergießen verhindert. Abfahrt amerikanischer Truppen nach Manilla. San Francisco, 25. Mai. Die erste amerikanische Armee, welche von den heimischen Ufern nach einem fremden Lande abfuhr, schwimmt jetzt auf dem großen Ocean. Heute Nachmittag um 4 Uhr signalifirte Brigadegeneral Anderson vom Tranöportdampfer Australia" den Dampfern City of Peking" und City of Sydney" sich auf die Fahrt zu machen. Die Signale wurden von den Menschenmassen am Ufer bemerkt und erschütternder Jubel durchwogte die Luft. 3n kurzer Zeit waren die Anker gelichtet uud die riesigen Dampfer setzten sich in Bewegung. Im selben Augenblicke brachen die 2600 Soldaten auf den Schiffen, die ungeduldig die Abfahrt erwartet hatten, in Jubel auS. Sie erkletterten die Takelage uud schwärmten jubelnd und schreiend über die großen Schiffe. Die Bai war mit Fahrzeugen aller Art gefüllt und Fährboote brachten große Menschenmengen an die Spitze deS goldenen Thores, um den scheidenden Söhnen Onkel SamS noch daö letzte Lebewohl zuzurufen. Der Lärm, den die patriotischen Bürger am Lande und auf dem Wasser verursachten, war erschütternd; jede Dampfpfeife in der Stadt schien zu heulen und dazwischen donnerten Kanonenschüsse; daS Getöse dauerte eine Stunde. ES war kurz nach 6 Uhr, alö die Schisse in den Ozean einfuhren. AlS die Lootsen von den Dampfern entlassen waren, nahmen die Schiffe eine größere Fahrschnelligkeit an und wenn alleS gut geht, werden sie in sechs Tagen in den Hafen von Honolulu einlaufen und sich dort mit demCharlefton" zur Weiter fahrt vereinen. Die drei Transportschiffe haben nahezu 2,500 Mann an Bord. Die Expedition steht unter dem Commando deS Brigadegenerals Anderson und be steht auö 4 Compagnien regulärer Soldaten unter Commando deS Ma jorö Robe, aus dem 1. California Freiwilligen Regimente. unter Oberst Smith; aus dem 1. Oregon greidil ligen Regimente, Oberst Summers auS einem Bataillon schwerer Artil lerie, unter Major Gary, und auS un gefähr 100 Seeleuten und 11 Marine ofsizieren. " Die Flotte ist mit Vorräthen für ein ganzes Zahr beladen und hat eine groß, Ladung von Munition und Marine Borräthe für Admiral Deveys Flott, an vord. ES ist nicht wahrscheinlich daß vor einer Woche noch weitere Trup. ea abgesandt verden. Die Anknnf der Ochisse ln Nenilla vird em 20 Jsni er2rt:t.
Der O r e a o n anaekommen.
Jupiter, Fla., 2. Mai. ES ist jetzt über allen Zweifel festgestellt, daß der Oregon hier eingelaufen ist. Er ging mit dem Marietta" und dem Buffalo" gestern Abend gegen 11 Uhr vor Anker. Nach Mitternacht kam ein Boot mit mehreren Marinesoldaten und Ojficieren an Land und bestätigten, daß die auf der Rhede liegenden Schiffe, der Oregon, Marietta und Buffalo seien, die schon seit geraxmer Zeit gesucht wurden und nun endlich in Sicherheit sich befinden. Lieutenant Austin R. DaviS vom Oregon erklärte, daß die Heimfahrt deS SchisseS eine höchst aufregende gewesen sei, da man von Bahia an jeden Moment mit spanischen Kriegsschiffen zusammen zu reffen glaubte. Wir waren jedoch kampfbereit und wären wir auf den Feind gestoßen, so hätten wir unS uuerer Haut gewehrt." Wie eö heißt, werden die Schiffe zunächst Key West anlaufen, ehe sie zu SampfonS Geschwader stoßen. " m ,, m Deutfchländische Nachrichten. Berlin, 26. Mai. Die agrarische Presse und die ihr nahe stehenden Blätter zetern weiter gegen die amerikanische Concurrenz. Wenn irgendwo Trichinen entdeckt werden, wird sofort die Behauptung aufgekellt, daS betrefende Fleisch sei auS Amerika imporirt worden, und die Regierung aufgefordert, die Einfuhr von Schweinefleisch zu verbieten, widrigenfalls sie mit der Entziehung ihrer Unterstützung drohen. Was das künftige Schicksal der Phiippinen betrifft, so wird die deutsche Regierung einem Besitzvechsel nicht hindernd in den Weg treten. Sie st der Ansicht, daß die Bereinigten Staaten denselben Standpunkt einnehmen verden, wie die preußische Regierung ach dem dänischen Kriege. Wenn die Vereinigten Staaten die Philippinen erobern, so werden sie nach der Anficht der hiesigen Regierung kriegSrechtlich denselben gehören. Die Behauptung der Petersburger Zeitung Nowoje Wrenja", daß daS im Anfang neutrale Deutschland zu Gunsten Spaniens umgeschlagen habe, wird alö ein plumper Schwindel bezeichnet, da man in politischen Kreisen hier nicht gut auf Spanien zu sprechen sei. Man zweifelt hier daran, daß Spanien sich zu einem energischen Handeln vird aufraffen können, denn die zahlreichen Meldungen zeigen daS deutlich, daß Spanien in dem Wahn befangen ist, eine Macht müsse endlich helfen. Die Frage, veShalb der deutsche Kreuzer Geier" bei seiner Einfahrt in den Hafen von Havana daS amerikanische Blockadegeschwader nicht salutirt hat, beantworteten die Berliner Neueste Nachrichten" dahin, daß, da kein Schiff deS Vereinigten Staaten Geschwaders die Admiralsflagge zeigte, der Geier keinen Salut abgeben durste, da nur die höheren Chargen der bei dem Einlausen in einem Hafen die LandeSflagge salutirt wird. Zu Pfingsten findet in Köln daS diesjährige niederrheinische Mufikfest statt, aber PaderewSki kann nicht kommen und die Festleiter sahen sich genöthigt, sich nach einem Ersatz für ihn umzusehen. Ihre Wahl ist auf eine Deutsch. Amerikanerin gefallen; Frau Bloomfield-ZeiSler, die hochtalentirte Gattin eines Chieagoer Kaufmannes, vird mitwirken. Die zweite spanische Flotte. G i b r a l t a ?, 26. Mai. ES vird hier mit Bestimmtheit behauptet, daß die jetzt in Gabis befindliche glotte nicht nach den Philippinen gehen wird; eS vird dielmehr behauptet, daß dieselbe zunächst nach den Canarischen Inseln beordert und von dort nach unbekannten Gegenden abfahren wird. Man glaubt, daß Cervera so lange eine entscheidende Seeschlacht hinaus schieben könne bis die Cadix-Flotte unter Admiral Camara in kubanischen Sedässern sich befindet und entweder dem Admiral Cevera zu Hilfe eilt, oder den Hafen von Havana entsetzen vird. Nachrichten v on Madri d. Madrid. 25. Mai. Die Ootschafter Rußlands, Deutschlands und Englands konferirtea heute Abend mit dem Hrrzsz Olederr de Nls, der:
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Madrid. Eine Depesche von
Havana sagt : Die Amerikaner konzentriren sich vor Guantanamo und Santiago. DaS deutet an, daß sie sich vorbereiten, Cervera anzugreifen." London, 26. Mai. Der Madrider Correspondent der Daily Mail" sagt : Offizielle Telegramme von Cuba bestätigen den Bericht, daß Admiral Sampson und Commodore Schley mit ihren vereinten Geschwadern sich jetzt vor Santiago de Cuba befinden und den Admiral Cervera blockiren. Die Minister find der Anficht, daß Santiago genügend Vertheidigungsmittel befitzt, um irgend eine aggressive Aktion deS Feindes werthloS zu machen. Die Position deS amerikanischen Geschwaders wird die Regierung veranlassen, sofortige Thätigkeit zu entfalten, eS ist aber noch unbekannt, worin dieselbe bestehen soll. Gerüchte, daß eine Schlacht bereits stattgefunden hat, werden offiziell in Abrede gestellt. Wieder eine Lüge festgenagelt. Berlin, 26. Mai. ES wird halbfsiziell erklärt, daß an dem Bericht v m Manilla, daß der dortige deutsche Snsul dem Admiral Dewey wegen Nichterlaubung der Landung von Nahrungsmitteln durch deutsche Schiffe gedroht und gesagt habe, er werde die Nahrungsmittel mit Hilfe der deutschen Kreuzer landen, worauf Admiral Dewey gedroht habe, daß er auf die deutschen Kriegsschisse feuern werde, wenn sie sich einmischen würden, auch nicht ein wahres Wort sei. Ochisfö. Nachrichten. Angekommen in : NewI ork: Werra" von Neapel; Teutonic" von Liverpool; Anchoria" von Glasgow. QueenStovn: Majeftic" von New Aork nach Liverpool. Baltimore: H. H. Meier" von Bremen. Rotterdam: Rotterdam" von New Sork. (Allerlei. -Wäyrendderander Placd Brouckere in Brüssel wohnende Ge.ä!dehändler Andre Dernette sich Nachmittags mit seinerFrau auf einem Ausgange befand, drangen Diebe h sein Schlafzimmer, brachen eine Commode auf und stahlen für - 300.000 Francs Werthpapiere sowie ein Käst chen mitSchuldscheinen und Urkunden. In Petersburg ist die schwedische Erpedition eingetroffen, die Andree aufsuchen will. Sie besteht aus den Doktoren der Philosophie Stadling und Nilson und dem Ingenieur Fränkel. Sie will ihren Weg über Jrkutsk und Tomsk den Jenissei hinauf nach dem Ufer und den Inseln des Eismeeres nehmen. Die Expedition überbringt der Tomsker Universität ein Geschenk vonNordenskjöld, eine seltene Sammlung Schmetterlinge und Insekten, die im hohen Norden gefunden wurden. Nansen ist gleich Nordenskjöld noch immer überzeugt, daß Andree lebe und daß im Herbst sicher Nachricht von ibm zu erwarten sei. Eine sensationelle Freisprechung wird aus Madrid gemeldet. Vor Jahresfrist wurde in der Hauptstadt Spaniens der Universitätöprofessor Moreno del Pozo auf offener Straße von demBäcker VilluendaS angegriffen und nach einem kurzen WortWechsel niedergeschossen. VilluendaS hatte im Laufe der Jahre der Gattin des Professors eine bedeutende Geld summe gegen hohe Zinsen geliehen. Alö er dann selbst in Noth yerieth und sein Geld oder wenigstens emen Theil desselben zurückverlangte, wurde er von der ProfessorSfrau mit leeren Worten hingehalten, während Professor Moreno del Pozo, der einer der bedeutend Üen Aerzte in Madrid war, sich überyaupt nicht sprechen ließ und für die Schulden seiner Gattin nicht aufkommen wollte. Da? bot die Veranlassung zu der Mordthat. VilluendaS stand bereits vor mehreren Monaten vor den Geschworenen. Er wurde freigesprochen, aber das Kassationsaericht stieß dieses Urtheil um und unterbreitete die Sache einem neuen Schwurgerichte. Dieses sprach nun vor einigen Tagen den Bäcker, obwohl er in allen Punkten aestandia war, .um zweiten Male krek. SS lohnt sich. Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Lei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zuhaben vor Srlppe, Lungenentzündung, Diph teritiS oder Fieber. Hood'S Willen sind den den eu5zesut:? ?Il??zen sersiltizst znbe-
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