Indiana Tribüne, Volume 21, Number 237, Indianapolis, Marion County, 15 May 1898 — Page 5
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rrjjTlrkufrS tT te ermsii Pressjfc PUteCa. No 226. Mem lieber Herr Redaltionär! Zwische Jhne un mich hen ich arig schlecht driwkver gefiehlt, daß ich jet, wo der Wahr gestart Hot, Widder heim sollt gehn. Nemme Se emol an, was ich alles in den El' . land Kjubeh erlebt hen un was mich geheppend is! Dreimol hen ich mei ferchterliche Wichs kriegt, zwei mol sin ich enaus geschmisse werde, eemol wär ich purtienier uffgefresse, und einmol sin ich doht geschosse wor'n. Ich lxtte Jhne einiges, daß unner all die Sohlschers. wo jetzt enlistet sin, noch keine zehn soviel erlewe duhn wie ich. Un was Guts Hot mich gedahn? Nattings, ausge lacht wer'n ich noch owwedrein. Awwer dieselwe Zeit geb ich gar nicks drum. Ich hen gepruhst, daß der Philipp Sauerampfer, wanns gilt, der erschte Mann bei die Spritz is un sich nit so iesig schkehre läßt. Jesser un das is wo ich praud druff sin. Ich hen dene Spenierds emol gezeigt, was en Emerrikan Zittisen leiste kann, wei wann lch derzu gefiehlt hätt, ich hätt die ganze Gäng uffresse gekönnt, jesser. fell ls mei Nehtscher. Der Wedesweiler denkt die Welt, was er duht. daß er aach sei Gönn getäckelt Hot un nach Kjubeh mahrtscht. Sell is keine Kunst, nachdem ich dene Fellersch e Ding oder zwei gezeigt hen. Awwer wie ich die Sohlscherdeus so hen mahrtsche gesehn, do hen ich doch zu mich gedenkt: Phil, du bist doch en alter Esel, es wär aar nit so schlappig, wann ich jetzt erscht gehn deht. Ich sage Jhne, ich hen gefiehlt, als wann ich noch emol in die Wahr gehn sollt. Die Spehnjierds hen mich zu mahd gemacht mit ihre facksie Tricks. Awwer jetzt war off Kohrs alles vorbei, ich hen den WedesWeiler geprammist gehabt, daß ich sei Bißnes for ihn rönne wollt und zu mei Pramises sin ich noch immer gestocke. Ich hen mich dann uff das Diepoh geschlängelt un wie ich mich e Ticket hen kaafe gewollt, do en ich erscht ausgefunne. daß ich kein Geld gehabt hen. Ich hen den Feller m die Ticket - Office ecksplehnt, daß ich zu die Ahrmie belange deht. Un denke Se emol, was der grobe Kerl do gesagt Hot: Nicks komm eraus," Hot er gesagt, do könnt jeder Schoofskopp komme." Ich sage Jhne, den hen ich awwer e Paar Aaage Hingeschmisse, daß er gefiehlt Hot, als wann ihn e Tohrpiedo gestrocke hätt. Ich sin dann Widder fort. Ich sin e Weil in die Stritte um gelaafe, bekahs ich hen gedenkt, ich deht mehbie en Dumme sinne, wo mich das Geld lente deht, awwer ich denke in Kueh West Hot's kaa Dumme mehr. Well, was war zu duhn? Ich sin Widder nach den Diepoh un in den selwe Moment hen se grad en Freht Trehn rettig gemacht. Ich hen nit lang iwwergelegt und sin hinne druf getschumpt un bums, do Hot der Trehn gestart. Jetzt war'n ich awwer doch so froh wie alles. Schie Wittecker. was hen ich awwer noch uff den Trehn soffere gemißt. Ich hen mich mitaus zu stappe festhalte gemißt, bikahs ich wär'n sonst erunner gefalle. Biseids deß hen ich mich aach vor dene Trehnmänner Heide gemißt. Dann hen ich aach Widder so en ferchterliche Dorscht kriegt. Sell war das allerschlimmste. Ich hätt jo, wann die Trehn alsemol gestoppt Hot, mehbie en Drink Wasser hawwe gekönnt, awwer ich sin nit zu den Stoff ekostemt un ich hen mich doch aach nit mein Stommeck verunjeniere gewollt. Gasch, was is die Trehn so rasch geronnt! Ich hen mehr wie e Dotzendmol mein Adam verlöre. Sehn Se, in selle Mohments do hen ich oft an die Lizzie, was mci Altie f, gedenkt. Was werd dann das alte gute Diehr mache? Werd se sich arig for mich trudele? odder Hot se mich am End schon ganz vergesse und kann aach mitaus mich duhn? Selle Kwestschens hen mich arig gebattert. Wann ich nor nit so en verdollte Dorscht gehaht hätt! Ich hen aus lauter Dessperehschcn in mei Packet erumgefummelt un do is mich mei Schnuffbacks in die Finger komme. Ich sage Jhne, do hen ich mich gefreit, wie e Behbie uff Krißmeß. Do hen ich mich emol e diesente Schnuff getäckelt und sell Hot mich Widder e wenig besser fiehle mache. Wie ich dle Backs Widder in mei Pehnties gestoche hen, do Hot's so sonnig in mei Packet geklappert. Ich war'n zu Doht gscbkehrt, awwer in die greßte Hurrie hen ich nochgeguckj un was wer'n Se den5e, do hen ich jo noch zwanzig Dahler in Goldpieses geHabt! Dat's de Stoff, hen ich gehallert und hen for Freid getschumpt. Es wär alles gut gewese, wann ich nit zu laut gehallert hätt. So hen mich dje Trehnmänner gehört. Ee hen die Trehn gestoppt un hen mich getäckelt. Se hen rnsch dett Biet gerufe un hen gesagt, ich miißt mit fe settele. Ich müßt se fünf Dahmer bezahle, oder ich deht ganz mörderisch mei Wichs kriege. Ich .sollt mein Meind usfmache. was ich hen wollt. Ich hen nit lang nachzudenke gebraucht. Ich will Euch ebbes sage hen ich gesagt, mei Geld is mich liewer. gebt mich liewer e Lickin, do sin ich besser iuhst zu." Well, ich Un mei Spänkin kriegt un was for eene! Wei die Fellerfch sin mit mich vmgange, w:e d:e Sau mit den Ve telsack. Tli Nehlroho . Telö hen se Uff mich geschmisse un ich hen schuh'r gedenkt, mei letztes Stündche wär do. All mei Gliddercher va mich wie gesprehnt, awwer eö Hot mich weiter kein Dnnmetsch gedahn, ich var'n froh, wie der Trehn Widder gestart is un ich die Fellerscb los .war. Do ien ick Zedt oe-
sosse mit meine Kenntnisse. Wo 'hen ich hingehn gesollt, sell war jetzt die Kwestschcn, wo mich am mehrschte geposselt Hot. Ich hen mich emol umgeguckt un do is mich die Gegend uff emool so bekannt for komme. Alles Hot geguckt, als wann ichs fchon emol gesehn hätt. Schuhr genug, ich war'n ganz nier zu Mtser Zittie. No. no, was hen ich mich awwer do gefreit! Se könne imätschinne. wie ich do hurrieopp gemacht hen, daß ich heim sin kom-
me! Es war fo ebaut zehn Uhr NachtS, wie ich in Front von mei Haus gestanne hen. Es war alles dunkel un es Hot Niemand geHort, wie ich an dte Dohr genackt hcn. Do hen ich nicks annerscht duhn könne, ahs daß ich e Glas in de Kitschenwinder geschmäscht un in das Haus gekleimt sin. Die Lizzie war nit heim un ich hen gedenkt, was is der Juhs zu warte, du besser gehst ins Bett. Ich hen noch nit diesent ins Bett gelege, do hen ich aach schon geschloofe. ' Uff eemol hörn ich e ferchterliches Gekriesch. Ich wecke uff un in denselwe Moment kriege mich e paar Fellerfch zu packe. Schmiß hen se mir gewwe, daß en Hund jammert un an die Stritt hen se mich geschmisse. Ich hen zuerscht gedenkt, die Fellerfch von den Trehn hätte mich noch emol getäckelt, awwer dann hen ich ausgefunne. daß die Sach different war. Die Lizzie is heim komme un Hot mich in das Bett liege sehn. Off Kohrs Hot se mich nit eckspecktet gehabt un do Hot se gehallert: Es liegt en fremder Kerl im Bett!" Do sin all die Nehbersch erbei komme un hen mich verhammatscht. Wsll, wie sich der Mißtehk erausgestellt Hot, do wäre mer all häppig. Die Llzzie Hot mich arig gut getriet. Ach Phil," Hot se gesagt, was sm ich so froh, daß ich dich Widder hen, ich hen schon gedenkt, se hätte dich gekillt. Du glaubstgar nit, wie ich dich in allem gemißt hen!" Do hen ich geschmeilt. Es is ganz gut. wann die Fraa als emol ausfinne duht, was se an ei'm Hot, Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer. Maifeier in der Vohlcnmark. Maienarün und Kohlenstaub! Das paßt genau so schön zu einander, wird Mancher denken, wie wenn em rußvedeckter Schornsteinfeger sich mit Rosen schmückt. Und doch, im betriebsamen Lande der Ruhr, dort wo der Märker Eisen reckt" oder vielmehr, er jetzt Gußstahl walzt oder Kohlen schürft. schmückt sich nicht nur alljährlich, wenn's Mailüsterl. weht, Baum und Strauch mit duftigem Grun, wie anderswo in deutschen Landen, fondern es wird dort sogar ein Maifest gefeiert: und dessen kann sich Nicht manches Dorf noch rühmen. Aus diesem Gebiete, wo tückische Naturkraste die im Schooß der Erde Schaffenden Tag um Tag bedrohen, wo gewaltsame Aeußerungen der Leidenschaft bei emer so zahlreichen, aus verschiedenartigen Volksstämmen gemischten Arbeiterbevölkerung unvermeidlich sind, kommen dem Zeitungsleser oft genug dunkle Blätter aus dem Buche des Lebens zu Gesichte.so daß ihm einmal ein freundliches Bild um so wohlthuender sein wird. Also die Stadt Bochum hat ihre Maifeier. Festamtlich heißt sie Maiabendfest", denn sie wird am letzten Tage des April gehalten und soll gar kein richtiges Maifest sein. Das leuchtet Einem auf den ersten Blick ein, da die Feier, wie das dem Zeitalte? und dem Lande entspricht, einen durchaus militärischen Zuschnitt hat. Sie gleicht einem kriegerischen Auszuge mehr, als irgend etwas Anderem. Mit Recht hehauptet man, die Sache hat nämlichwenn wir an der grämlichen histori'' schen Kritik, die keinen schönen Wahn in Frieden lassen kann, mit dem stolzen Bewußtsein unserer guten Sache vorübergehen ihren geschichtlichen Grund und Boden in den Kriegsthaten der Vorväter. Ein richtiger Schweizer wird seinen Tell. den Befreier, der den schlimmen Landvogt tödtete, sich nicht rauben lassen, mag die Forschung noch so unwiderleglich nachweisen, daß ein Landvogt Geßler nie gelebt hat. Lebt doch Tell, in Schillers SchauspieZ nicht nur, sondern auch im Valksglquhen unvergänglich fort, und die Schweiz ist stolz auf ihn. Warum sollen die alteingesessenen Bürger sich Nicht der kriegerischen Thaten der Bochumer Jugend in der Vorzeit freuen? Zumal da der alte Beiname KauBaukum" (Kuh-Bochum), der allzusehr die friedliche Thätigkeit der Bewohner des einstigen Ackerbaustädtz chens hervorhebt, noch irnm.e.; fiichj verschollen ist, Einstmals, fo erzählt der Geschichtschreibe? der Maiabendseier, war eine Fehde zwischen dem Grafen Engelbert dem Dritten von der Mark und der Stadt Dortmund. Die Dortmunder zogen aus gen Eamen. Nicht weit von Unna liegt hqtz nahe Eamen Unh Hai wie Pisa einen schiefen , -' Thurm. . Es gelang ihnen, dort ein? gut. Beute an Rind'yieh und Pferhen. zy machen. Siegeösreudig traten sie den Rückzug an; aber sie hatten die Rechnun ohne das Bochumer Junggesel len-Aufgebot gemacht, das auf seindlicher Seite focht. Es ruckte heran, entz riß den Dortmundern mit starihand so Rind wie Roß und steyie Alles dem Grafen Engelbert wieder zu. Zum Dank für die höchst nützliche Kriegs that hat dieser zu Nutz und Fromme. .den Bochum Junggesellen auf e.wigs Zelten eme Stiftung usaesetzt; AU jährlich am. 30, Ppril durften sie auz dem Bokhylte (Buchenwalde) bei dem Nachbardorse Harpen einen Baum ho len, um aus dem Erlös desselben einen I auten Trunk zu beschaffen und diesen
m vanrvarer Erinnerung ver tapferen That zu weihen. Der Auszug geschah
aber im Jahre 1383. Der Verlauf des Festes, wie es sich in der Geaenwart abspielt, ist aber also. An den letzten Sonntagen im April unterbrechen frische Marschwei sen die nachmittägige Stille. Die Trommler und Pfeifer, welche die Straßen durchziehen, tragen blauweiße Bänder um die Mutzen: denn blau weiß ist nicht nur bayerisch, blauweiß ist auch die Bochumer Stadtsarbe. Die liebe Straßenjugend, die nirgend fehlt, wo etwas los ist, läuft natürlich hinter den Svielleuten drem. Das Trom meln und Pfeifen mahnt die Junggesellen. daß es nun an der Zeit ist. zwecks Theilnahme am Zuge nach Harpen sich einschreiben" zu lassen. Die eingeschriebenen Junggesellen nur solche dürfen den Marsch mitmachen werden in verschiedene Sektionen" eingereiht mit Unteroffizieren und Lieutenants. An einigen Abenden vor dem Festtage laßt der Herr Haupt, mann das junge Kriegsvolk auf einem freien Platze antreten. Manrnguch er scheint dann mit einem Schießzeug ausgerüstet. Von der StemschloßFlinte bis zum allerneuesten Hinter!der. von der langen Entenflinte bis zum Zimmerstutzen ist so ziemlich jede Art und Große vertreten. Ewige begnügen sich mit einem gewissen Etwas aus Holz, das wie ein Schießgewehr aussieht. Der Herr Hauptmann bemüht sich, nachdem die Mannschaften mit einiger Schwierigkeit in Reih und Glied gebracht sind, ihnen die zu dem geplanten Feldzuge, unerläßlichen Begriffe von rechts um, links um, kehrt" u. f. w., sowie die wirksame Handhabung ihres Waffenstllcks beizubringen J Gelingen auch die Bewegungen und Handgriffe nur einigermaßen", so thut dies der Heiterkeit de, .jungem und ältern Zuschauer keiner. Abbruch Em Zapfenstreich und Umzug durch die Stadt am Vorabend leitet daS Fest em. jQit zungen eule veriammein sich, bekleidet mit einer Leinenhose von blendender Weiße und schwarzemRocke, das Haupt mit blauweißer Mütze geschmückt. Man setzt sich unter klingendem Spiel in Bewegung; der Hauptmann mit seinem Adjutanten hoch zu Roß voran. Ihm folgt ein prächtiges Banner, das die Jungfraulem mit kunstsinniqer Hand selbst angesertlgt und den Junggesellen aewidmet haben. Dahinter wird em pokalartiges Trinkgefäß von Achtung gebietenden, Größenverhältnissen getragen, das den geheimnißvollen Namen Birkemeyer" führt und aus einem Birkenstamm geschnitzt ist. Es mag wohl andeuten, daß bei diesem Kriegszuge im Frieden ein anderes Naß vergossen werden soll, als Blut. Von dem erhöhten Schwung, in den der Beginn des Festes schon die Theilnehmer sowie gleichfühlende Seelen versetzt, aibt noch m spatester Abendstunde das hier und da aus einem der Vertilgung des Bieres ge widmeten Raume heraustönende stimmungsvolle Lied Kunde: Nur emmal blüht im Jahr der Mai, - nur einmal im Leben die Li?be." Am andern Morgen um 8 Uhr es hat ja nicht sonderlich Eile und der Weg ist nicht weit zieht die reisige Schaar unter den Klängen des Marsches Wer geht mit, wer geht mit nach Harpen" hinaus. Einige Jahre hindurch wurde auch ein großes Festungsgeschütz mitgeführt, das au) einem schwerfälligen Fahrwerkzeug ruhte und seine Mündung dräuend emporrichtete. Aber wahrscheinlich wegen der unangenehmen Familienähnlichkeit dieser Donnerbüchse mit der faulen Grete" hat man das wieder ausgegeben. Wenn gleich der ursprüngliche Zweck des Auszuges, einen Baum aus dem Bokholte abzuholen, nunmehr hinfällig geworden, seitdem das alte Recht durch einen Geldbetrag abgelöst ist, wird doch der altersgraue Brauch beibehal. ten. und um so lieber, als die Anwesenheit in Harpen durch einen guten Trunk zu dem kräftigen märkischen Nationalgericht P P (Pfefferpotthast) gewürzt wird. Darin spricht sich zugleich der ausnehmend friedliche, tzhs? rakter der Expedition gu,Zz Venn die schlimmste Gefahr, di, wsyk li zuwei len während derielhey sich einstellt, wi.rtz weniger dem' Leben der Theilnehmer verhängnißvoll, als vielmehr deren weißer Beinumhüllung. Wem daö Wasser eines ausgiebigen Regengusses, den der scheidende April dem anrückenden Mai ins Gesicht schleudert, mit den Zuthaten aus dem gMw(ichten Lehmboden der hermttcht. seine, Schuldigkeit thu)., so hjeten die Heim-, kehrenden trotz ihre, Kränze von Schlüsselblumen und Blättern um Gewehre und -Mützen den begrüßenden weiblichen Augen bei Weitem nicht mehr die Augenweide, wie des M gens beim Ausrücken Rvfcl$hstMniger freuen sich die zu. besagten Augen gehörenden Fjjßt, daß sie nun bald auch bej dem daö Fest beschließenden Batt zu ihrem Rechte kommen. Denn was wäre eine Maifeie.1 yhne Tanz! Weil dies Mgiseft m eine bestimmt Begebenheit geknüpft . wird, hat die Frgu Geschichte sich genöthigt gesehen, der Sache einmal näher zu treten. Da hat sich herausgestellt: : Zum Ersten: Die Wafsenthat. durch die den Dortmundern. j Theil ihrer Kriegsbeute entrissen wurde,' hat sich am 30. September 1383 zugetragn; und da wäre es sonderbar, daß- dt: Stiftung eines Baumes HMr auf den 30. April sollte angesetzt worden sein. Zum Andern: Bürger jenerZeii zogen v.W selber in. den Kamps, sie stellten Söldner. Endlich: An dem Streite gegen Dortmund nahm zwar, wie aus - dem Fehdebuch dieserStadt ersichtlich. Dat feste van Bokem teil" (d. h. daö Amt), aber nicht dat Dorpe , to Boychem. Mit dem Namen Stadt beehrte - der r.i . . x.i Cvw4tiyy. vy. ivw (i(Uf
Dies Ergebniß wird die Freunde und Kenner der alten Volksgebräuche
weder betrüben noch befremden. Im Gegentheil wird es ihnen durchaus zusagen, daß dadurch auch die auf den rechten Weg gewiesen werden, welche sich durch den vermeintlichen geschichtlichen Anlaß über den wahren Ur sprung des Maiabendfestes täuschen ließen. Freilich ist dann nur die Vor bereitung der früheren Maifeier beibehalten, das Einholen des Baumes, der am 1. Mar, dem eigentlichen Festtage, auf einem freien Platze aufgepflanzt wurde. Im Jahre 1769 wurde bei einer Grenzberichtigung das Bokholt, das allem Vermuthen nach ehedem zu Bochum gehörig gewesen", wie es in der Urkunde heißt, der Gemeinde Harpen zugewiesen, und zugleich das Gewöhnheitsrecht der Bochumer, alljährlich einen Baum daraus zu holen, auch für die Zukunft anerkannt. Diesem besondern Umstände ist es wahrscheinlich zuzuschreiben, daß der Ueberest eines früher allgemein auf deutschem Boden begangenen uralten Volksfestes sich erhalten hat. Von je her nimmt der 1. Maitag und die ihn einleitende Walpurgisnacht im Fühlen, Glauben und Aberglauben der deutschen Völker einen breiten Raum ein. Das Gefühl der Aufathmung, nach Winters Dunkelheit, Kälte und Starrheit in eine Zeit des Lichts, der Warme und des Lebens binüberzugehen, gestaltete sich in der Urz:it i,. religiöses Empfinden um. Voll tiefen Sinnes offenbart sich uns der Volks, glaube, der in dem wiederkehrenden beledenden Einfluß der Sonne auf die Erde die Wiedervereinigung der Freija (Frigg) mit ihrem göttlichen Gemahl Wodan (Odin) erblickt, den sie lange, lange Monate hindurch missen mußte. Durch Opfer und Freudentänze wurde das Ereigniß gefeiert.. Da aber Gottesverehrung und die Angelegenheiten des öffentlichen Lebens aufs Engste mit einander verknüpft waren, so verbanden sich mit der Frühlingsfeier Gerichtstage,' Volks- undHeeresversammlungen bis in die christliche Zeit hinein. Noch Jahrhunderte hindurch bliedurch blieben später die festlichen Gebräuche in der einen oder andern Gestatt fast überall lebendig, bis sie allmälig erloschen, theils gewaltsam unterdrückt, theils den veränderten Um ständen weichend. Nur in wenigen. vom großen Verkehr minder berührten Landschaften hat man das Aufpflanzen des MaibaumS oder andere Bräuche noch nicht vergessen. Umfomehr muß eS überraschen, mitten i in einem der ' belebtesten Industriegebiete, wo die Gegenwärt rastlos bemüht iist, die Spuren der Vergangenheü. auszutilge, einer Maifeier zu begegnen. Zv.e.z.ev'en College. 1. Journalist: Sie.: haben Sie gehört, daß;sich der College Schmiermeyer ein Landgut gekauft'lll?1 2. Journalist: Güte Idee er will jedenfalls den MW verwenden, den er zusammen-schreibt!-ProbatesMittel. Mrs. Hooley: Können Sie mir keinenRath geben, wie man meinem Manne das Sprechen im- Schlafe abgewöhnen könnte." Ja, lassen Sie ihn nur am Tage auch einmal ein Wort mit-reden!-Eine Geldangelegenheit. Aber wie kommst Du. als guter Freund, dazu, mir meine Braut abspenstig machen zu n?sllen?" Nun hör'-mal! In (Ieldanaelcg:nh:iitr. KZ 7 mMf')
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