Indiana Tribüne, Volume 21, Number 232, Indianapolis, Marion County, 10 May 1898 — Page 3
Mfnnntof in lOfMP sV LAX I R f s Js BON-BONS yi KMOMWM! 1 KURIEREN VERSTOPFUNG ! 1 PFt- rf 1 mwvrtMfpftncXi ftNß üsefitfö IN ALLEN j. DltaCKraT5Kl lÄM APOTHEKEN ! ' i .'
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Der
Majoratsherr. Roman von Nataly v. Eschstruth. (gortjetzung.) Fünftes Capitel. Das Tagesgespräch im ganzen r zogthum bildete der Fall Niedeck. Ma? hatte dies Wendung der Dinge eigen!, lich längst erwartet, denn das Ge nicht bezeichnete Graf Willibald seit Jahren bereits als geisteskranker Mann. Nun war die Geduld seiner Patronatszugehörigen gerissen. Man erzählte sich, daß der Bürger meister von Angerwies sich mit drin.-, genderen Vorstellungen an Graf Rüdiger gewandt habe. Dieser sei inFolge dessen in Begleitung seiner Gemahlin nach dem Städtchen abgereist, um sich unter der Hand von der Lage der Dinge zu überzeugen. Die Ergebnisse dieser Revision seien geradezu entsetzliche gewesen. Der Majoratsherr begehe die unerhörtesten Narrheiten. Allem Anscheine nach sei eine Gehirnerweichung bereits in vollem Gange, was bei dem außerordentlich dicken Wasserkopf des Degenerirten kaum erstaunlich sein konnte. Daß unter solch' einem unzurechnungsfähigen Herrn die ganzen Besitzungen ruinirt würden, sei klar, und darum könne man es dem Vetter nicht im mindesten verdenken, wenn er rechtzeitig Schritte thue, das bedrohte Erbe für den Sohn zu retten. Sehr überrascht war man daher, als die Kunde austauchte, Graf Willibald sei in der Residenz angekommen, um sich eines der ersten Rechtsanwälte zu vergewissern und wie man erzählte sich gegen die b'ösartigenVerleumdungen, welche über um ersunoen seien, unter den persönlichen Schutz des Herzogs zu stellen. Man war auch erstaunt, den Grafen in offener Equipage zeitweilig durch die Stadt fahren zu sehen: er war elegant und modern gekleidet und machte durchaus nicht den verkommenen uno geistesschwachen Eindruck, von dem man sich erzählt hatte. Sicherlich war auch davet stark übertrieben, wenngleich aeradc diese Art von Menschen besonders mißtrauisch und rasfmirt ledes äußere Merkmal ihrer Krankheit zu verstecken suchen. . . Man sah der Losung der Dinge tm großen Ganzen ziemlich gleichgiltig entgegen, denn Graf Rüdiger war ein reicher Mann, dessen Berhaltmsse vurcy den gewonnenen Proceß kaum eine sichtbare Aenderung erfahren dürften, und der Erbherr von Niedeck war zu unbekannt, um die große Menge zu interessiren. Die Angelegenheit nahm den gewöbnlicken Verlauf, die Zeugen wurden verhört und die Sachverständigen walteten ihres Amtes. Sie Yatten iyre Gutachten bereits abgegeben, nacyvem sie auch in Niedeck die Rechnungsbücher und den Stand und die Lage der allgemeinen Gutsverhältnisse geprüft hatten. Nun erwartete man die envannge Entscheidung des Amtsgerichtes. In dem elegantesten Villenviertel der Residenz lag inmitten emes wundervollen Parkes der Prachtbau der Villa Casa Bella-, das Eigenthum des Kammerjunkers des Herzogs, Grafen Rüdiger von Nledeck, welcher mehr zum Veranügen und um wenigstens eine Vesckäftiauna zu haben, diese Stellung am Hofe bekleidete. Villa Casa Bella" strotzte von Prunk uno Sckönbeitsfülle. wie ein Schmuckkästchen. in welches unersättliche Hände stets Kostbarkelten hausten. Man hatte in der Hofgesellschaft anfangs etwas glofsirt über die beinahe unfeine und protzenhafie Weise, in welche? das 'gräfliche Ehepaar seine Reichthümer zur Schau stellte, und spottete leise und laut über la daine parvenue", welche mit ihn Speculan ten geschmack jedwedem Dinge des gräflichen Haushaltes den Stempel aufdrückte. Aber Graf Rüdiger war stets tonangebend gewesen und aller. Lästerzungen durch sein gefürchtetes Mundwerk so überlegen, daß Nienand wagte, auch nur im mindesten an seiner gesellschaftlichen Position zu rühren. Er verstand es, sich voll genialer Ar. roganz überall zu behaupten, und da seine Schandschnauze" fabelhaft amü. sant und fein opulentes, gastliches Haus sehr bequem und angenehm waren, so beugte auch diesmal die Macht des Geldes die Rücken der Leute, und derjenige, welcher zeitlebens am mei sten und schärften über Mesalliancen gespottet, bewies den .Leuten, daß man seine Ansicht ändern und doch des Beifalles der Menge sicher sein kann. Leute, welche einen großen Onkel oder viel Geld besitzen, genießen nun einmal m der Welt das Prestige, im mer Recht zu haben, und wer der. Mund am unverschämtesten . vol? nimmt, der wird zur Monstranze, vor welcher sich Alles demuthig neigt und auf die Knie fällt, wann und wo sie sich nur blicken lakt! . ' ' . .
Villa Casa Bella' ölähie sich im mer hochmüthiger und dominirte als Königin unter ihren viel bescheideneren Nachbarinnen. Der Park lag im ersten Frühlingsgrün. Die auserlesensten Blumen duf-
teten und prangten aus den Teppichbeeten, kostbare Marmorstatuen waren ! der winterlichen Umhüllung entkleidet und leuchteten voll märchenhaften Zaubers durch den smaragdenen Schleier jungen Laubes. Ferner hin, wo sich die herrlichsten Baumexemplare dichter zusammendrängen und einen kleinen Wald bilden, wo eine künstliche Ruine für Staffage sorgt und kühle Grotten und Laulen für den pikanten Zauber italienischer Nächte bereit stehen, huscht eine schlanke Knabengestalt über die buntglitzerndcn Sandwege. Hie und da bleibt Wulff-Dietrich stehen und späht vorsichtig den Weg zurück, welchen r gekommen. Ringsumher schweift sein Blick in ruhigem Forschen, dann athmet er tief auf. Er ist dem Haushofmeister unbemerkt entwischt, er ist allein und ungesehen. Er huscht in die nächste, noch kahle Laube, in welcher jedoch schon elegante Bambusmöbel aufgestellt sind, wirft sich in einen Rohrsessel und zieht ein Buch aus der Sammetblouse. Mit leuchtenden Augen schlägt er eS auf und vertieft sich in die Lectüre der Ägyptischen Königstochter", welche ihm. als noch nicht passend für seine Jahre, von den Erziehungstyrannen untersagt ist. Wulff-Dietrich liebt aber nichts mehr auf der Welt als interessante Bücher. Er versteht sie auch besser als man ahnt, denn seine Seele gleicht einem stillen, tiefen Wässerlein, auf dessen Grunde es von heimlichen Schätzen gleißt. Wer aber hat in Villa Casa BellaZeit und Lust, das zu erforschen? Wulff-Dietrich genießt nicht die Sympathien, wie sein kecker, übermüthiger und amüsanter jüngerer Bruder Hartwig. Er ist ein ernster, schweigsamer Knabe, stolz und spröde bis zur Empfindlichkeit seinen Jahren weit voraus; er sieht und beobachtet scharf und ist ein strenger, aber gerechter Kritiker. Das ist der Leichtlebigkeit unbequem. und oft hat Gräfin Melanie schon ärgerlich den Kopf geschüttelt und geklagt: Wo der Junge nur das schwere Blut her hat! Gewissenhaftigkeit ist ja recht schön, aber wenn sie übertrieben wird, wirkt sie als Pedan. terie! Wulff-Dietrich hat alle Anlagen zum langweiligen Moralprediger, und wenn er sich nicht noch sehr ändert, wird Niedeck unter seinem Commando ein Kloster oder eme urnversltat!" Ja. Wulfs - Dietrich war ein eigenwilliger Knabe, ein Charakter im Flügelkleide, aber es war keinerlei Unnatur in seinem Wesen unv ver nelne Moralist sündigte sogar mit großter Kaltblütiakeit, wenn es galt, an verbotenen literarischen Früchten zu naschen. Seine aroßen, dunklen Augen blitzten stol, auf. als ihn sein Vater inst darüber zur Rede stellte. Ich lese keine gemeinen und keine gottlosen Bücher", antwortete er fest, und mir eine aute Lectüre verbieten, ist Unsinn. Ob f , tit tn ich sie verstehe over Nlcyl. vas ist meine Sache." Dennock bebauten Eltern und Leh rer bei ihrem Verbot, und dennoch sündigte Wulff-Dietrich mit bestem Gewissen dagegen, so oft sich ihm eine Gelegenheit bot. Den Kops lies yeravgenngi, ias rr mit beiken Wanaen. Fern her hallte der Straßenlärm, über ihm zwitscherte es im Gezweige. Der künftige Erbe von Nledeck war ein schlanker und doch sehr kräftiger Knabe, dessen Antlitz schon jetzt den Ausdruck trua. welcher es einst als Männergesicht veredeln und interessant macken wird. Schmale, feingeschnittene, etwas blasse Züge, welche stolz und ruhig, beinahe allzu leblos scheinen würden, wenn nicht die dunklen Augen tief und seelenvoll auö ihnen hervorleuchteten. Das Haar ist in altdeutscher Art tief in die Stirne geschnitten und fallt bis auf die Schultern, über welche ein kostbarer Spitzenkragen breit zurückfällt. Der ganze Anzug des zungen Grafen ist äußerst elegant. Die seidenen Kniestrümpfe, die Lackschuhe, der dunkelblaue Sammtanzug sind tadellos und nach Ansicht der Gräfin sofort unbrauchbar,wenn sie auch nur das kleinsie Fleckchen aufweisen. Die Spitzen des Battisthemdes fallen über die Hand und wenn die Knaben einmal geturnt oder mit Kameraden wild gespielt haben, wandern die echten Valenciennnes in. die Lumpen. . . Wer hätte die Kinder wohl jemals gelehrt, Rücksicht auf ihre Kleidung zu nehmen? Schonen" war ein ebenso .plebejisches Wort, wie Sparen", darum war Beides im Hause Niedeck verpönt. Wulff-Dietrich hatte die Beine übereinander geschlagen und lebte so sehr in allen Gedanken an den Usem des Nils, daß ihn erst ein leises Bellen ganz in seiner Nähe aufschrecken ließ. Das Schoßhundchen der Mama kol lerte wie ein weißer Seidenknäuel über den sammtweichen Rasen und m kur zer Entfernung folgte ihm Graf und Gräfin hastigen Schrittes. Ihr Sohn sprang zahlings empor und starrte er schreckt durch das knospende Laub. Die Eltern waren seit einigen Tagen in der schlechtesten Laune, zankten und schalten über jede Kleinigkeit - es würde eine sehr heftige Scene geben, wenn sie den ungehorsamen Sohn abermals der verbotener . Lectüre er tappten. Schnell entschlossen, sprang WulfsDietrich die kleine Anhöhe empor, in der Nuwt Schutt tu su:5en : kaum
aber, daß er sie betreten, merkte er, daß die Nahenden ihre Schritte ebenfalls nach dem alten Gemäuer richteten. Was thun? Zur Seite lehnte eine kleine, eiserne Thür lose in den Angeln, sie schloß einen gewölbartigen Raum ab, in welchem die Gärtner ihre Gerätschaften aufbewahrten. Ohne sich zu besinnen, huschte der künftige Erbherr von Niedeck in den Keller hinein, athemlos wartend, daß die Eltern vorüberschreiten würden. Er täuschte sich. Hochathmend trat die Gräfin in die Ruine, warf einen spähenden Blick ringsum und sank erschöpft auf die nächste Steinbank nieder. Hier sind wir ganz allein und ungestört, hier mach' auf und lies'!" stieß sie durch die Zähne hervor. Graf Rüdiger schritt voll nervöser Aufregung noch einmal die Mauern entlang, sich zu überzeugen, daß keine Beobachter in der Nähe waren, dann zog er einen Brief aus der Brusttasche und fuhr zuvor mit dem seidenen Taschentuche über die Stirne, ehe er ihn öffnete. Im Hause ist man ja keinen Augenblick unbelauscht und ich ertrage es nicht mehr-, all dieAufregungen fchweigend in mich hineinzuwürgen. Je nun sodann lass' uns unser Schicksal hören. Auf das höchste betroffen, starrte Wulff-Dietrich durch die Thllrspalte. Er zuckte zusammen, als er in die Züge des Vaters blickte . farblos, entstellt von Aufregung und wilder Leidenschaft, mit fest zusammengepreßten Lippen starrte er auf das Papier nieder, welches leise zwischen seinen bebenden Fingern knisterte.
In angstvoller Spannuna hinaen die weit aufgerissenen Augen der Gräsin an seinem Munde. Da rang sich ein heiserer Aufschrei von den Lippen des Lesenden. Laut aufstöhnend, hob er beide Fäuste und schlug sie wie ein masender gegen die Stirne: Das Gericht lehnt den Antrag auf Entmündigung ab!" schrie er auf. Wir haben verspielt, Melanie wir find vernich tet!" Die Mutter war aufaesprunaen und stand an der Seite ihres Gatten. Wulff-Dietrich wich jählings zurück, als er in ihr entstelltes Gesicht sah. Rüdiger!" rief sie außer sich. Willibald behauptet sich? All' unsereMühe. all' unsere namenlosen Opfer sind umsonst gewesen die ganze schauerliche Zeit in dem entsetzlichen KrähwinFei umsonst?" Sie lachte schrill auf. O Du vortrefflicher Diplomat ! Ich sagte Dir doch gleich, daß alle Kniffe und Pfiffe nichts nützen würden, daß wir den verrückten Kerl nun und nimmer unschädlich machen könnten!" Der Kammerjunker lachte bitter auf: O ja. wenn man vom Rathhaus kommt, ist man stets kluger, als wenn man hingeht! Warst Du es nicht selbst, die mich zuerst auf die Idee brachte. Willibald in ein Irrenhaus zu stecken?" Gewiß! Es war a das Einzige. was Du leisten konntest, um Deine Familie vor dem Verhungern zu schützen !" zuckte Melanie mit gehässigem Blick die Achseln. So?! Und wer trägt die Schuld, daß wir verhungern müssen? Der saubere Herr Schwiegerpapa der Schwindler!" Rüdiger!" Der Schwindler, der Bankerottmacher, der meineidige Halsabschneider, welcher den gräflichen Freier mit Mil lionen anlockte und ihm zum Schlüsse dcnBettelstab vordieFüße wirft!" tobte der Graf in unbezähmbarer Wuth. Ich habe mich auf Dein Vermögen verlassen, als ich heuathete; wenn sich dieses Vermögen aber als ein Dunst erweist. so trifft nicht mich, sondern Dich die Schuld!" Melanie verschränkte mit schillerndem Blicke die Arme unter der Brust: Was der Tausend! Ein netter Freier, welcher sich von der lieben Gattin zeitlebens durchfüttern lassen will! Hättest Du jemals Ehr- und Pflichtgefühl gekannt, so würdest Du Dich vor allen Dingen bemüht haben, selber etwas zu leisten, um Deine Familie ernähren zu können. Als Du aber die Millionen der Frau in der Tasche zu haben glaubtest, da hatte der Herr Reserenar weder Zeit noch Lust mehr, das Assessorexamen zu machen. Haha! Nun mußt Du Dich vielleicht jetzt noch auf die Hosen setzen und es nachholen, denn das stehst Du doch wohl selber ein, daß es nichts Verächtlicheres gibt, als solch' einen Weltenbummler, der nichts weiß, nichts kann und nichts ist!" Frau Melanie hatte in sinnloser Heftigkeit gesprochen, einzig von dem Gefühle geleitet, ihrem kochenden Grimm auf irgend eine Weise Luft zu machen, aber Wulff-Dietrich. welcher halb ohnmächtig vor Entsetzen hinter der Thüre kauerte, konnte ihre Gemüthsstimmung nicht beurtheilen, er hörte nur die klaren, nackten Worte und sah die W'rkung, welche sie auf den Vater ausübten. Zum ersten Male im Leben fehlte Graf Rüdiger die Entgegnuna. lForlsezung folgt.) ZNeik ZZabersack'ö Schrcibcbreif. Geöwester Mister Edithor! Wisse .Si. waö. ich wischt? Ich wischt, der Wahr wär schon iwwer. Sie denke mehbie, mir in unser kleine Zittie, mir hen noch gar keine Ruhs von den Wabr aekrieat: do sin Se awwer eklich uff den Holzweg. Es nimmt zwar immer so e Dager drei, bis mir ebbe s lerne, cwwer dieselwe Zeit macht daö nicks aus. Wisse Se, mir-ben jo ach en Dellegraf, awwer der schasst nit recht, ich denke, der duht als emol rosre, bikahs er werd so wenig gejuhst. Dann ls noch en annerer Trubel. Wisse Se, der Apperehter, wo mir hier ben, jell is so en Scblohpohk. Der schloft lz mehrschte Zeit, un wann er
nit scylose vuyk, 'dann Hot er en Dust, daß er en Mehbock for t Ellefanteweibche anguckt. Ich hen ihn off Kohrs t Pies von mein Meind gewwe, awwer ob's gut duhn werd, sell weeß ich off Kohrs nit. Well, ecksjuhse Se mich, daß ich t wenia von mei Stobrie
ab sin komme. Ich hen Jhne von den Wahr verzehle gewollt. Uff en schöne Owend hen ich mit den Christ grad in oen aluyn gesosse und hen Wahr getahkt. Ich hen die Kraut off Kohrs en Peunter odder zwei gewwe kenne; wisse Se. ich ben de Wabr mit die Franzose mitgemacht, un do lernt mer doch e ganze att. Oss Kohrs, ich sin schon nacy Die erschte Woch, wo ich emgemustert warn, Widder ausgemustert worde, bikahs ich hen das Fiewer krirgt. awwer ich sin schubr. wann micü sell nit gehäppend war. wei, ich hätt' de ganze Jttieg mitgemacht, von de Start bis zu den End. Ich hätt' aach schuhr das eiserne Kreiz kriegt, bikahs ich war so arig for das Butschern. In Fäckt fiehl ich. als wann ich das eiserne Kreiz hätt, bikahs verdient hen ich's ennihau. Sehn Se, wann mer selbst Sohlscher war, was in mein Kehs der Fall war, dann is mer gepohstet. Ich hen die Kraut grad ecksplehnt, daß en Wahr e beeses Ding wär. awwer do hätte Se emol die Fellersch höre solle kicke. Se hen gesagt, ich hätt kein Battriotissem un ich wär' - en Kauert, mir müßte zu unser Kontrie sticke, in die erschte Lein, wann es en Kehs von Jümenniteh is. Do hen ich gesagt: Jscy dat so? Ihr seid mich viel zu dumm, als daß ich mit Eich iwwer den Peunt diebehte sollt, awwer wann Ihr denke duht, ich wär en auert, dann kommt emol mit Mich autseit, dann will ich Eich zeige, daß ich nit effrehd von Eich sin." Do hen se vocy geguckt, un es is keiner mit mtcy ganae. Dann bot eener aesaat. er debt wische, daß die Spehnjierds emol e mesente Liarn kriege dehte, un wann for Truhps gekahlt deht wer'n. dann war er reit in it. Do ben die Annern all gehallert: Gutt, Hurreh. for die Juneited Stehts, mir gehn aach mit!" Well, wie mer so im allerscheensteTahke sin, do kimmt uff eemol unser sekkendyenoiger Dellegras - Apperehter un sagt zu mich: Mister Scheriff ." bot er gesagt, es is ewwen e Messitsch komme, awwer icy kann's nit ausmack, was es is. es saat ebbes iwwer Wa'kr un tuhmarrob un dann sin noch e paar Kickers ch dnn, awwer was es meint, ich kann's nit ausmache." Wie der Apperehter aesaat Hot Wahr", do hätte Se awwer emol sehn solle, was die Fellerscy sor Feyses gemacht hen. Eener, der e Paar Minnits zerick so e arokes Maul gehatt Hot, der Hot nach die Klack eguckt un sagt: Well, es is enniweg Zeit, daß mer beim aebt. auneit " 5n leß denn no Teim war er autseit. Die innern Yen aach uss die Klack geguckt un hen sich gewunnert, daß es schon so spät wär. Der Eene Hot kein Kieh bei sich gehatt, der Annere Hot seine Alti: geprammist gehatt, in Zeit heim zu sein, der Dritte Hot uff eemol nit aut gefiehlt un so fort. Es Hot nit lang genomme, vo war'n ich un der Christ un der Apperehter un der Salubnkiever blos alleins noch in das Ruhm, die Annere Ware all sortgeschrnekt. Do kann mer die Krischer sehn, hen ick aesaat. Maulhelde sin's. die noch nit ehbel sin. e Ztatz yinnlA den Ose eraus zu locke. Unner die Zukumstenzes hen mir nicks annersch duhn könne, als wie mit den Apperehter zu gehn, for zu sehn, ob mir aus die Dißbätsch nicks ausmache konnte. Sell Yen mir dann aach gedahn, awwer ich hen doch osf Kohrs nicks von Dellegravieh Verstanne. Ich sag Jhne. mir hen aesvellt. daß uns die Hoor zu Berg gestanne sin. Alles, was ich Yen ausmache gekonnt, war: T 0 -in 0 r r o w w a r w i 1 1 a I I 00 .- Dann is noch ebbes dogestanne, wo ich nit hen ausmache könne. Der Christ Hot gesagt, jetzt wäre mir ecksäcktlie so dumm als wie befohr, awwer do hen ich aesaat: Schentelmänner. 5br leid Rindsviehcher! Die Messitsch is off oyrs e wenig gekuppelt, awwer en Mann, wo nor e ganz klein wenig kammen Sens Hot. so wie for Jnstenz mich. rann doch uslg ausmache, was es meint. Die Dinvätsck meint: Morcu? gibt's Wahr un ich will 100 Mann von Jyne Ihre Zittie -kahle, das is all, was es meint. Sieh?" Do den se awwer die Aagedeckel uffgerisse! Ich hen reiteweg die Order gewwc, daß der Reitwatjcymann dorch die Zittre gehn an aushallern sollt, dak es morae Wabr gibt, un daß sich alle Mennfohks in die Zittiehahl einstelle sollte sor einzuliste. Sell is aach geschehn un ich kann Jhne sage, so e mickst obb Zittie hen ich in mei Lewe noch nit gesehn. Die Lehdies sin mit ihre Rappers un lbre Sckloshauwe uff un de ganze Kopp voll Korlingpehpersch in mei Haus komme un c.. ..... c. : 5. t.jii ycyiciui un i;cu miuj gcocai, la) sollt doch ihre Hoßbends un ihre iu.:.ic.t.i3 !i : nf.. r,: ujuiciyuyii uu in wc -cuuii (iiut. Wie leickt könnt's in so en Wabr mit die fackste Spehnjierds häppene, daß fr . r Tinw t - eme arme ner. sei uoirewq ugcschösse dehte wer'n, un was sollte sie dann mit en Ärippel duhn? Ich kann Jhne sage, ich hen die Nacht schrecklich gesossert. Ich hen die Lehdies all getröst, so gut als ich gekonnt hen, awwer sie hen all schrecklich gefiehlt. Am nächste Morgen do is een ' eenziger Mann in die Zittiehahl komme un der Hot nor ein Arm gehatt un war aach kraßeid. Den hen mir osf Kohrs nit juhse gekönnt, bikahs wann der nach rechts Hot schuhte gewollt, dann Hot er immer nach links geehmt. Mich Hot die Geschicht arig mähd gemacht, un ich hen den Christ sei Beliesfohrs Order gewwe, daß se hunnert Mann erbeihole solle, macht nicks aus, wo se s kriege dehte. Die Fellersch hen osf Kohrs nor uff so e Tschehns gewart, ihr Ahtorriteh zu zeige, biseids des hen se's aach sor manchen von die Zittisens ein. aehabt. Well, es war so ebaut Nuhn, do ben mir die bunnert Mann voll aebatt. das meint, nor die Nomber war voll. Ich hen se dann instrocktet, daß m aaw , Ar a a a ä a m das Vmg BißneV meint, un do Yen se getrembelt wie e alte Mehd, wo ihrn letzte Jackezahn gepullt sollt kriege. Ich h:n se ncJ e wenig cedriui. cwer
tch hen kein Sockzeß mt gehatt. Dann sagt' ich: Schehm an juh. gestern noch habt Ihr all gebloht, was Ihr for Helde seid, awwer heit do seid Ihr nit in it. Einiger Mann soll, wann's gilt, zu sein Kontrie sticke.. Ihr sagt immer, das Kontrie wär aut aenua for Eick.
ich awwer sag', Ihr seid nit gut genug for das Kontrie." Do hen se Aage gemacht, se hen sich geschehmt. wie e junges Mehdche, wo in die Dunkelheit bei Mistehk ihren Grändpa en Kiß Hot gewwe, bikahs se Hot gedenkt, es wär ihr Feller. In diesen Mohment Hot mich der Mehlkerrier en Brief gewwe, wo an mich edresst war. Ich mach den Brief uff un ich war'n puttiniehr perelleist, wie ich en gelcse hen. Der Brief war von das Wetterbiroh un Hot gesagt, se hätte gestern gestart, mit Wetterriepohrts zu schicke, awwer die Messitsch wär e wenig gekrippelt gewese. Die Dißpätsch sollt lese: To-rnorrw warmer, to-niglit temperature will fall 10 degrees."!!! Ich hen. Wie ich mein Brett Widder gefunne hatt', gesagt: Beus, geht heim, der Wahr is aus." Do hen se getschiehrt wie alles, un den Owend do Hot die ganze Zittie en Duft gehatt. Was die Kahs von den Wahrschkehr war, fell weiß Niemand nit, un wann Sie's nit eweg gewwe, dann find's aach keener aus. Mit beste Riegahrds Jhne Ihrn Meik Habersack, Eskweier un Schehrisf. DerZranzosenstiertagvon 1848. Von Dr. D. Sauk. Wenn man die März-Ereignisse des großen Jahres 1848 Revue Passiren läßt, wird man auch des berühmten Franzosenfeiertages gedenken müssen, jener gn tragikomischen Zügen reichen Episode aus der Bewegung in Württemberg. Nur die allgemeine Nervosität, die sich damals der Bevölkerung bemächtigt hatte, läßt es erklärlich erscheinen, daß auf ganz haltlose und heute noch nicht aufgeklärte Gerüchte hin die Nachricht von einem Einfall französischer Schaaren sich in SüdWestdeutschland, namentlich aber auch im mittleren und südlichen Schwaben verbreiten und einen panischen Schrecken hervorrufen konnte. Dieser Franzosenlärm" tobte in Württemberg vom 23. bis 25. März und erreichte an dem letztgenannten Tage, dem sogenannten Franzosenfeiertage, seinen Höhepunkt. Bon Offenburg und Freiburg her drang das Gerücht und versetzte im Nu das ganze Land von Heilbronn bis zum Bodensee w fieberhafte Aufregung; xnxt die fränkischen Theile scheinen von ihr nicht ergriffen worden zu sein. AuS denjenigen Oberämtern, die sich am meisten bedroht glaubten, liefen bei der Regierung m Stuttgart telegraphische Depeschen ein, die das Herannahen der Franzosen verkündeten und um Militärische Hilse baten. Ganz genau wurde in den einzelnen Meldungen angegeben, wie stark die Franzosen, als deren Führer Herwegh genannt wurde, seien: bald sollten es 8000, bald 20.000 Mann sein, ja auf 40,000 und mehr wurde ihre Zahl angegeben. Raub, Brandstiftung und Gewaltthaten aller Art. wurde den gar nicht vorhandenen Schaaren angedichtet, und dieMähr von ihrenGreuelthaten steigerte die Furcht auf daS Höchste. Eine ganze Reihe von Schlachten wurden m der Phantasie der BeVölkerung geschlagen, und die Siegesbotschaften (einmal u. A. sollte Konig Wilhelm bei Münsingen die Franzosen aufs Haupt geschlagen haben) wirkten dann wieder beruhigend. Wo man indeß der Ankunft der Feinde entgegensah, da ergriff man in der Elle alle Maßregeln, um ihnen Widerstand zu leisten. Die Männer bewaffneten sich, oft in der seltsamsten und wunderlichsten Art; die Bürgergarden mit alten Gewehren, Pistolen, Säbeln, während die Bauern zumeist nach überkommener Weise ihre Sensen m Hellebarden verwandelten. Es wurden Uebungen vorgenommen, Befestigungen und Barrikaden errichtet, um Haus und Hof zu vertheidigen, oder die bunt bewaffneten Hausen zogen wohl auch dem vermeintlichen Feinde entgegen, um ihn im offenen Felde zu schlagen. Die Ausregung war eme so allgemeine, daß an manchen Orten diejenigen als Spione und Verräther angesehen und bedroht wurden, die den unsinnigen Gerüchten widersprachen. Aus den Aufzeichnungen der Zeitgenossen, von denen noch manche der Veröffentlichung harren mögen, ergibt sich ein übereinstimmendes Bild der fast das ganze Land durchzitternden Bewegung. Besonders heftig pulsirte diese in Tübingen, wie wir aus den Ermnerunoen Reyschers (nach seinem Tode von seinem Neffen, dem kürzlich verstorbenen Finanzminister Riecke herausgegeben) ersehen. Die Tübinger sandten eine Deputation nach Stuttgart, wie das die meisten sich gefährdet wahnenden Städte thaten, um Wassen zu erbitten, worauf man ihnen 500 Karabiner zusagte. Studenten und Professoren, Handwerker und Wein-, gärtner", fo berichtet Reyscher. exercirten, diese meist mit Sensen bewaffnet, zum Schutze des Herdes gegen die Eindrinalinae. . welcken noch in der Cin UnfeblbareS WlitttU DaS Feld der Wirksamkeit deS be, j
rühmten Dr. Buu'S Husten Eprup wird immer fortbestehen, denn wenn eine Mutter einmal dieses unfehlbare Mittel gegen HustenMkälwng,Bräune oder Keuchhusten gebraucht hat, so wird sie nie eine andere Medizin versuchen. "2ch gebrauchte Dr. Bulrs Husten Syrup seit IS Jahren in der Familie gegen Husten, Erkältung und HalS-Leiden und fand ihn ein auögezeichnetes Mittel." Frau D.T.Clarke, 163 Congreß Str.,Cleveland,O. Dr. Bull's Husten Syrup wird überall für 26 CentS verkauft und an darf sich nicht von Verkäufern überreden lassen einen anderen cder ersaS blzeren Vrtikkl zn nrhr:, denn nur dr? echte Dr. CSJö SySxi C;rp c ...rr.- -v r"-r a 4 "
Nacht ein ' Trupp Studenten'' unter Bolz (Volz war Professor in Tübingen und wurde von den Studenten zu ihrem militärischen Führer erwählt.da er früher Officier gewesen war) ent-
gegenmarschirt war. Von Männern und Frauen der Stadt Rottenberg als Retter eingeholt und bewirthet, verbrachten die jungen Leute die Nacht in dulci jubilo in den Wirthshäusern und kehrten des andernMorgens, nachdem die bis Horb vorgeschobenen Posten wieder eingezogen waren, theilweise mit schweren Köpfen in die Universitätsstadt zurück." An vielen Orten ging es ähnlich zu. Bald sollte der Feind da, bald dort stehen; muthig marschirten ihm die Vaterlandsvertheidiger entgegen, fanden aber glücklicher Weise keine Gelegenheit, ihre Waffen zu erproben. Aus Reutlingen, Freudenstadt, Tuttlingen. Rottweil, Nürtingen, Tettnang und anderen Städten liegen Berichte vor. die einander im Wesentlichen gleichen. In Stuttgart war man Verhältnißmäßig besonnener, wozu die Haltung der Regierung und die Anwesenheit des Militärs beitrug. Aber auch dort gerieth die Masse in Aufregung, als vom Abend des 24. März bis in die nachfolgende Nacht hinein von allen Seiten berittene Boten kamen, die Nachrichten von dem Herannahen des Feindes brachten, und als gar aus der Umgegend flüchtige Bewohner eintrafen, um Schutz in der Hauptstadt zu suchen. Die Regierung ließ beruhigende Nachrichten verbreiten, die aber nicht sofort und nicht überall Erfolg hatten; doch schon am 26. März legte sich die Aufregung, denn die Franzosen blieben aus und es. zeigte sich, daß Alles nur blinder Lärm gewesen. Das Kriegs-' geschrei verstummte, die Waffen verschwanden und die Bevölkerung gab sich wieder ihren bürgerlichen Geschästen hin. . Nachher ist ein Streit darüber entstanden, wer wohl der Anstifter des Lärms gewesen sei; die Demokraten wurden von den Reaktionären beschuldigt, sie hätten auf diese Weise die allgemeine Volksbewaffnung durchsetzen wollen, während diesen wieder zur Last gelegt ward, daß sie die Noth'wendigkeit des stehenden Heeres dem Lande vor Augen führen wollten. W. Lang in seiner Abhandlung über den Franzosenfeiertag (in Von und aus Schwaben") trifft zweifellos das Richtige, wenn er den Gedanken an eine absichtliche Veranstaltung zurückweist. Die convulstvisch bewegte Zeit war ganz dazu angethan, solche Gerüchte entstehen und lawinenartig anwachsen zu lassen. Vorsichtig. Na. fünfzig Pfennig hätt' ich mir jetzt g'stohlen! G'sehen hat mich Niemand, jetzt heißt's nur nicht zu nobel auftreten!" - Sie - m& Daß reichhaltige Sonntags - Vlait bietet eine Fälle unterhaltenden Bosse. Der Abonnements Preis der täglichen Tribüne ist 12 c, bet Sonntagsblatts Fe, beider zusammen II &td per Woche oder 0S StS. per Monat. Durch die yoft versandt, kostet fc3 Tageblatt 0B daß Sonntagßölat. 02 per Jahr, beide zusammen CG in vsrsukdkzaHkmg. MmeMchen aller Art werden rasch und billig aus. geführt. CiuttimUsttn, Quittungen. TotZUitsttosttt, NeSnnugen, (DesSästSkarten, OtimpUt LirLaUun, rogra? . s rs. für SeschäftZlttate und vereine werd SeschaZvoll auLLtföZrt SS. ISSfl WM r-vi.A.f j5 c..? tr-Ii3f 4r" '-
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