Indiana Tribüne, Volume 21, Number 232, Indianapolis, Marion County, 10 May 1898 — Page 1
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Zur Situation. Fast von Tag za Tag wird daS Publikum durch falsche Nachrichten genarrt und eö scheint, daß eö genügt, wenn irgendwo im westindischen Archipel von der Küste auS Rauch aus dem Schornstein eines SchisseS bemerkbar wird, der Welt zu melden, daß die spanische Flotte da sei Ueber deren Aufenthalt weiß man nämlich noch immer nichts. Wenn sie von Cape Verde westlich gefahren ist, dann müßte sie jetzt in der Rähe von Portorico erfcheinen und müßte schon von den Seeparouillen entdeckt worden sein. ES ist durchaus nicht unmöglich, daß sie nach einem spanischen Hafen zurückgekehrt ist, aber merkwürdig wäre eS in solchem Falle, daß man davon nichts gehört hat. Denn wenn auch die Spaaier alles Mögliche versuchten, die Sache geheim zu halten, so könnte der Ausenthalt einer ganzen Kriegsflotte auf die Dauer kein Geheimniß bleiben, weil auö- und einfahrende Handelsschisse darüber berichten würden. Wenn und wie bald ein.Ereigniß von Bedeutung eintreten wird, läßt sich daher nicht sagen und all die Vermuthungen, welche diese oder jene Zeiung, diese oder jene Person auöpricht, haben wenig Werth. Nach Manilla sollen 5000 Mann geschickt werden, um die Stadt besetzen zu können. Soweit scheint eö nicht, als ob die Insurgenten dort im Stande, oder Willens seien, irgend etwas gegen die Spanier zu unternehmen. WaS Cuba betrifft, so scheint eS. daß schon jetzt eine AnnexionSpartei ihre Drähte legt. Eö heißt nämlich jetzt schon in verschiedenen Berichten, daß die kubanische Junta die Stärke der Insurgenten stets übertrieben habe, daß auf die Hilfe der Insurgenten nicht viel zu rechnen sei, daß die amerikanischen Truppen allein die Insel erobern' müßten und daß eine starke Strömung sür die Annexion der Insel bereits eingetreten sei. Diese Berichte scheinen von einer Partei oder Coterie inspirirt zu sein, welche auf die Annexion der Insel hinarbeitet. Die Berichte von Washington lassen ebensowenig wie die von Key West erkennen, waS für die nächsten Tage geplant ist, ob ein Angriff auf Portorico oder auf Havana, oder auf MatanzaS, und der Wust von Nachrichten, der täglich veröffentlicht wird, dient bloß dazu die Ungewißheit zu vergrößern. - Die gegenwärtigen Zustande geben einen kleinen Vorgeschmack von dem, waS bevorstände, wenn durch Einführung der Silber-Freiprägung ein allgemeines Steigen der Preise erfolgte. Wer sich die Mühe nehmen will, sich all die verschiedenen Argumente der Silberleute inS Gedächtniß zu rufen, der wird sich auch der Behauptung erinnern, daß mit dem Stei gen der Preise der Arbeitslohn eben falls steigen müsse. Nun, wir haben jetzt ein allgemeines Steigen der Preise. Alle LebenSmittel sind infolge des Krieges theurer geworden, aber von einem Steigen des Arbeitslohnes ver lautet bis jetzt noch nichts. Und das ist ganz natürlich. Denn eö bleibt sich ganz gleich, vaö die Ursache einer all gemeinen Preissteigerung ist, der Ar beitSlohn folgt, wenn überhaupt, im mer zuletzt und meist erst nach schweren Kämpfen.
Ärchlmchichlett. Wetterbericht. Heute Nacht Regen; fchöneS Wetter morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 75 Grad, niedrigst? 52 Grad.
Nach Tampa. Washington, 10. Mai. G,n. mti begiebt sich heute Nacht mit seinem Stäbe nach Tampa, Florida. Man weiß nichts. Washington, 10. Mai. AuS der zuverlässigsten Quelle verlautet, daß der heutige Tag verging, ohne daß ein Bericht von Admiral Sampson eintraf. Die Marine-Abtheilung erwartet erst in einigen Tagen von ihm zu hören. ES ist augenscheinlich, daß die Abtheilung keine Befürchtungen für die Sicherheit deö amerikanischen Geschwader? oder für irgend ein Schiff der Flotte hegt. Der Beamte, welcher die obige Information ertheilte, ist mit den Plänen deö Admirals Sampson vollkommen vertraut und die Aeußerung scheint anzudeuten, daß der Admiral den Feind dort, wo er ihn vermuthete, n'cht fand und seine Aufmerksamkeit einem anderen Zwecke widmete. Welcher Zweck dieses ist. konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. ES wild jetzt offiziell zugestanden, daß Admiral Simpson sich gestern mit seinem Geschwader nahe Kap Haiti, an der Nordküste von San Domingo, eine Entfernung von ungefähr einer Tageöfahrt von Porko Rico, befand. ES ist eine Thatsache,, daß daö Marinedepartemcnt. nicht genau weiß, wo sich die spanische Flotte befindet und eö ist möglich, daß sie an der anderen Seite deö atlantischen OzeanS oder bei Cadix und nicht in der Nähe SampsonS in Westindien ist. Schwert und Medaille. Washington, 9. Mai. Der Beschluß deS CongresseS, bezüglich der Ernennung Dew'yS zum Admiral, lautet dahin, daß die Zlhl derContreAdmiräle von sechs auf sieben erhöht werden soll. ES wurden ferner 510,000 bewilligt, um dem neuen Admiral einen Ehrensäbel und sämmtlichen Leuten, die an der Schlacht betheiligt waren, Medaillen zu übergeben. Nach den Philippinen. San Francisco, 9. Mai. Innerhalb dieser Woche werden 6000 Mann im Praesidio in dieser Stadt eirquartirt werden und ihre Besörderung nach Manilla erwarten. Jeden Tag werden Truppen von Oeegon, Washington, Utah und Jdaho eintreffen und wird die Einmusterung der Miliz fortgesetzt werden. Staats- und BundeSbehörden arbeiten hier Tag und Nacht, um alle in Bereitschaft zu fiellen. General B. E. Merriam wird stündlich von Van Conver erwartet. Von Washington kam gestern zu später Stunde die Nachricht, daß alle Zweige dcö Heerwesen? in der ersten Truppensendung nach den Philippinen vertreten sein würden und Californirn auöerlesen sei, dieselben zu stellen. Die Schisse, welche während der Nächsten 48 Stunden im hiesigen Hasen erwartet werden, die zum Tranöport von Männern, Ps?:den. KriegSmaterial und Kohlen gebraucht werden könnten, sind die Avstralia," Mariposa," Ohio,". Eity of Pueblo," Leelanaw," City os Pekin," City of Sydney," Progresso," Washtenaw" und Willemette." Duluth von einer großen Feuerbrunst heimgesucht. Duluth, Minn., 9. Mai. Fünfzig Holzgebäude auf Minnesota-Point, direkt oberhalb deö SchissScanalö, wurden heute Nachmittag durch Feuer zerstört. Man konnte eine kleine Rauchwolke wahrnehmen, welcher gltich daraus eine Flamme folgte, und wenige Minuten darausstand die lange Häuserreihe in Brand. - Eine Stunde später waren zweitausend Menschen obdachlos. Der zerstörte Distrikt war von dem ärmsten Theil der Bevölkerung der Stadt bewohnt. Viele der obere Stockwerke der zwei- und dreistöckigen Gebäude waren vermuthet. Die Leute waren fo eng wie nur möglich in ihren Wohnungen zusammengedrängt,
Indianapolis. Indiana Dienstag, den Q. ZNai J898
und hinter der Häuserreihe war Unrath und Abfall in großen Mengen ausgehäuft. '. Der Gesammtverlust wird auf $100,000 geschätzt. Unter den Betroffenen befanden sich fünfzig jüdische Familien, Mitglieder einer Kolonie, welche sich zur Zeit in einer MassenVersammlung befanden, um sür den Erfolg der amerikanischen Waffen in dem Kriege mit Spanien zu beten. Viele Personen entgingen nur mit knapper Noth dem Tode, jedoch glaubt man, daß sämmtliche Leute, welche sich in den Häusern befanden, gerettet wurden. Wird wohl eine Ente -sein. L o n d o n, 10. Mai. Von ShangHai auS wird berichtet, daß Montejo, der die spanische Flotte kommandirte, mit seinen beiden Söhnen ermordet worden sei. Ferner, daß daS Hospital von San Rique, daö mit spanischen Soldaten angefüllt war, durch Bomben von der Boston" in Brand gesteckt wurde, und daß barmherzige Schwestern ihren Tod fanden, als sie halfen die Verwundeten zu entfernen. Die Insurgenten sollen außerhalb ManillaS furchtbare Metzeleien verübt haben. DaS internationale Schachturnier. N e w I o r k, 9. Mai. Nach den neuesten vorliegenden Nachrichten werden sich folgende Spieler an dem kommenden internationalen Turniere der Schachmeister in Wien betheiligen: Steinitz, PillSbury, Showalter und D. C. Baird, von New Jork;. Blackburn, Caro, Mafon, von London; Burn,von Liverpool; Tarrasch, von Nürnberg; Lipke, Walbrodt, von Berlin; Marco, Schlechter und Halprin, von Wien; JanowSki, von PariS; Tschigorin, Alapin und Schiffers, von St. PeterSbürg; Charousec und Maroczy, von Budapest. 4 Unruhen in Spanien. Madrid, 9 Mai. Die Unordnungen in den spanischen Provinzen nehmen zu. Ausstände find in Cadiz und Alicante auögebrochen und man befürchtet, daß sie sich auf Landestheile ausdehnen werden, die bislang ruhig waren. DaS Kriegörecht wurde in den Provinzen Albacete und Jaen proklamirt. In Martoö, 9 Meilen von 3aen, durchzogen Männer. Frauen und Kinder die Straßen und schrieen : Tod den Dieben !" Gefährliche Unordnungen ereigneten sich in Broneö, nahe Sevilla, wo der Dorfpfarrer gesteinigt und getödtet wurde. Nähere Nachrichten von Linareö melden, daß dort zwölf Männer getödtet und fünf verwundet wurden. Die Leichen der Getödteten und Verwundeten wurden in den Straßen liegen ge lassen ; die Füfilade vom Rathhauö war so anhaltend, daß eö nicht möglich war, die Verwundeten zu retten. Die letzten Berichte von Linareö sagten, daß der Kampf fortdauerte und daß die Kaufleute sich die Consusion zu Nutzen machen und große Quantitäten Waaren ohne Zahlung der Taxen in die Stadt einschmuggeln. Keine Schildlauö. Berlin, 10..Mai. Die deutsche Negierung gefleht in offiziellen Correspondenzen zu, daß an dem untersuchten amerikanischen Fallobst keine San 3ose-Schildläuse gefunden wurden. Auf Grund der .Behauptung, daß daö Insekt gefunden wurde, erließ die deutsche Regierung vor längerer Zeit daö Einsuhrverbot gegen amerikanische Früchte. Die Situation in Madrid. M a d r i d, 9. Mai. Die politische Situation ist hier unverändert. Die Berathung zwischen der Königin-Re-gentin und Senor Gamazo, den Liberalen Führer, und Senor Montero Rio?, dem Präsidenten deö Senats, blieben resultatlos. Keiner scheint geneigt zu sein, unter der bestehenden Lage der Dinge die Verantwortung durch Annahme eine Minifterpoftenö übernehmen zu wollen. In Lahia angekommen. O a h i a, Brasilien, 9. Mai. Daö Ver. Ot. Schlachtschiff Oregon" ist hier angekommen.
Hingerichtet. Land on, 9. Mai. Spezialdepeschen von Athen melden, daß Karditza und VeorgeuS, die beiden Männer, dies am 26. Februar daö Attentat auf daö Leben deö Königs Georg von Griechenland machten, heute hingerichtet wurden. Ist'S die spanische Flotte? L i s s a b o n, 9. Mai. Die Zeitunge dieser Stadt sagen, daß eine spaNische Flotte, bestehend auö 9 Schissen, heute Nachmittag gegen 1 30 Kap ESpichel, 21 Meilen südwestlich von hier, pasftrte. Gestern stcuerte dieselbe einen südlichen KurS. Der Aufstand in Mailand. L u g a n o, Schweiz, 9. Mai. Laut den neuesten hier eingetroffenen Depeschen von Mailand scheint der Volksausstand dort niedergeworfen zu sein. Während der ganzen Rächt rückten Truppen in die Stadt. Unruhen entstanden in Treviso, Berona, Padua und Breöcia. In den Theilen Mailands, wo der Widerstand am verzweifeltsten war, wurden von den Aufständigen ganze Straßen aufgerissen, nicht eine Fensterfcheibe blieb unzerbrochen; die Thüren wurden eingeschlagen und überall erblickt man Feuerruinen, zerschlagene Möbel und zerbrochene HauShaltungögegenstände. Jene Theile der Stadt find in Wirklichkeit geplündert. Die Leichen der Getödteten wurden in Thorwegen aufgehäuft und wurden später in Militärwagen gesammelt. Die Hospitäler find mit Verwundeten überfüllt. Mailand, 10. Mai. Signor Castro, ein sozialistischer Deputirter, wurde verhaftet und 200 Ausständige wurden in einem Kloster gefangen genommen. R o m, 9. Mai. Signor Turati und Signor Hissolate, sozialistische Deputirte, wurden heute in Mailand verhastet. Unbedeutende Ruhestörungen ereigneten sich heute in Bologna, Verona, Padua und Tropca. Nach den letz'en Berichten von Mailand ist die Situation dort noch immer gefährlich. Der Straßenbahnverkehr ist eingestellt und die Eisenbahnangestellten streiken. Die Einstellung deS BahnzugSverkehrS verhindert daS Eintreffen von Informationen über die wirklichen Ereignisse innerhalb der Stadt; die Brianza-Bauern, bewaffnet mit Heugabeln, eilen den Streikern von Mailand zu Hilfe. , ,, , Daö tägliche Märchen. Ca p Hay tien, 9. Mai. Iuliuö G. Tücke?, der amerikanische Consul in Martinique, sagt, daß die Nachricht, daß die spanische Flotte in der Nähe gesehen wurde, gänzlich unbegründet sei. , B S.s e Zustände. L o n d o n, 10. Mai. Berichte auö Madrid melden, dab Kriegörecht in Sevilla und Saragossa proklamirt wurde und wahrscheinlich über daö ganze Land auögedehnt werden wird. Der Einfluß der Militärpartei ist stetig im Wachsen. , Daö abgeschnittene Kabel. L 0 n d o n, 10. Mai. Eine Depesche der Daily Mail" von Hongkong sagt, daß die Spanier noch immer herausfordernd seien, und die Stadt Nicht ohne Angriff übergeben werden. Ein Telegraphist ist mit dem McCulloch" abgegangen, um zu sehen, waö sich mit dem Kabel thun läßt. , ,, OchMs.5Iac)ric)ten. Angekommen in : New Sork: gurnessia" von Glaögow; Manitoba" von London; grieöland" von Antwerpen; Aragonia" von Stettin. Bremerhaven: Königin Luise" von New Sork. Gibraltar: Kaiser Wilhelm II" von New Srk. Marseilles: Burgundia" von New Sork. Philadelphia: velgenland" von Liverpool. Liverpool: Sylvania" von Boston. Genua: Werra" von New Sork. Meerschaumpfeisen, lange deut fA . flf lf fff rtA.tshifc. 41 ttal 1 Ca Nuüe, 1CD O? O2shi-:teJ Cfc. 1 Ik. I.II.HI VltltHIUIH "
allerlei.
JmAltervon64Jahren ist in Mülheim am Rhein der Feldhüter Philipp Neuhardt gestorben, der eine bewegte Vergangenheit hatte. Im französischen Elsaß geboren, trat er als junger Mensch in ein französisches Cuirassier-Regiment ein und diente mehr als zwölf Jahre. Unter Mpoleon III. hat er in den Wüsten Algiers. oti der Belagerung Sebastopols, der dem Unternehmen in Mexico und im fernen China mitgekämpft. Als AusZeichnung brachte er eine Anzahl Orden heim, mt in Preußen anzulea.cn ihm später gestattet wurde. Als Abkömmling einer alten biedern deutschen Familie fühlte er sich nach Preußen gezogen, und so kam es, daß er 187071 in den Reihen der deutschen Krieger gegen seme ehemaligen Kameraden kämpfte. Nach Beendigung des Krie ges kam er nach Mülheim, wo der kräftige Mann als städtischer Feldhüter mit seinem Eisenstock in der Hand in den Fluren für gewisse Leute eme sehr gefürchtete Erscheinung wurde. U)urcy eln fflammrnmeer fuhr 'dieser Tage der Locomotivführer William Narragong auf der Strecke nach Tamaqua. Pa. Als er sich mit seinem Zuge einer .'bedeckten, hölzernen Brücke, die bei Springer's über den Schuylkill führte, näherte, gewahrte er zu seinem Entsetzen, daß dieselbe in hellen Flammen stand. Bei der kurzen Entfernung von der Brücke vermochte er den Zug nicht mehr zum Stehen zu bringen und deshalb gab erVolldampf, um so schnell als möglich durch das Feuermeer zu kommen. Sein kühnes Wagniß gelang und Niemand wurde ernstlich verletzt, wenngleich die Waggons angesengt und ihre Dächer mit brennenden Holzstücken bedeckt waren. Wenige Minuten später brach die Brücke zusammen. In New York ist dieser Tage ein Weltreisender eingetroffen, der bisher, soweit er sich nicht eines Dampfers bedienen mußte, die ganze Tour zu Fuß zurückgelegt hat. Es ist dies Herr Constantin von Rengarten aus Riga. Derselbe begann am 27. August 1894. seine Fuhtour durch das europaische Rußland, den Kaukasus. Persien, die transkaspischen Provinzen, die Bucharei. Turkestan, die Kirgisen-Steppe, West- und Ost-Sibirien. die Mongolei, einschließlich der Wüste Gobi China, Japan, von Seattle über San Francisco, Salt Lake City. Chicago und Detroit nach New Aork. Die ganze zu Fuß zurückgehe Strecke ist, wohl verbriest auf allen Etappen, 14.056 Meilen lang. Herr von Rengarten hat auf seiner Reise eine Anzahl Vorträge gehalten undCorrespondenzen an europäische Blätter geliefert. Von hier wird er über Frankreich und Deutschland nach Rußland zurückkehren. Zn Karlsruhe feierte jüngst der letzte Lyceumsdirector Geh. Rath Professor Dr. Ch. F. Gockel seinen hundertsten Geburtstag. Er wirkte 42 Jahre am Karlsruher Lyceum und war zugleich Professor an den großherzoglichen Militär - Vildungsanstalten (Cadettencorps und Kriegsschule); als solcher konnte er bei seinem 40jäy?igen Dienstjubiläum saaen, daß alle damals lebenden badischen Officiere vom General bis zum Lieutenant seine Schüler gewesen seien. In Altheim bei Biberach brannte es im verflossenen Jahr nicht weniger als neunmal. Dc: Einwohnerschaft (570 Seelen) bemachtigte sich furchtbare Aufregung. Endlich lenkte sich der Verdacht auf den Hornisten der Feuerwehr-, einen Maurer Namens Hofherr. Stets rechtzeiiig ertönte sein Signal, stets war er der Erste am Brandplatz. Die VerHandlung ergab nun. daß er selbst aus Freude an seinem Horn und am Lärm die Häuser angezündet hat. Das SchwurgerichtRavensburg verurtheilte ihn zu neun Jahren Zuchthaus und Verlult 'der bürgerlichen Ehrenrechte. V c r Kurzem sandte ein Juwelier in Mainz einen Brief mit Goldsachen und Diamanten im Werth von 2800 Mark an einen Geschäftsfreund nach Landau und warf ihn als Eilbrief in den Briefkasten. Der Aushilfsbeamte Sautier unterschlug den Brief. Einen Diamantring schickte er ebenfalls brieflich an einen Freund in Zürich als Geschenk. Als der unvorsichtige Juwelier von Landau aus benachrichtigt wurde, der Werthbrief sei nicht eingetroffen, erstattete er Anzeige und es fanden erfolgloseHaussuchungen statt. Einige Tage später lief nun in Mainz eine Postkarte aus Zürich, adressirt an Sautier, ein. worin sich dieser Freund für das kostbare Geschenk bedankte. Der Inhalt der Postkarte wurde bemerkt und der Adressat verhaftet. Er gibt an. die übrigen Werthsachen in den Rhein geworfen zu baden - Wer einen Catanh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Sood'ö Sarsaparma beseitigt die Ur sache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, baß sie daö Blut reinigt. Hood'ö Pillen wirken milde aber rasch und sicher auf die Leber und den
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