Indiana Tribüne, Volume 21, Number 230, Indianapolis, Marion County, 8 May 1898 — Page 1

o h? s As xiS rl M V kYM svcV o s$ Ml I I I ' 1 - 1 I 1111 l iVo vU W V o O ov V Office : No. 1s Gab Alabama Straße. Telephon 1 171. Indianapolis.- Zndiana Sonntag, den 8. Mai 1898 Jahrgang 21. 9101230

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Stimmung gegen den Marine Minister und den Admiral Montijo in Betreff der Vertheidigung Manillaö noch

bitter ist. Spezial'Bericht der Indiana Tribüne." Der merkwürdige Sieg der amerikanischenglotte. Washington, 7. Mai. ES war um 4 Uhr heute Morgen, alS die erste Depesche von Hongkong eintraf. Sie enthielt weiter nicht als da Wort McEullpch". In dieser Weise wird immer die Ankunft eineS Kriegsschiffes angezeigt. Erft um 9 Uhr trafen wei tere Mittheilungen ein. Bald nach Empfang derselben telegraphirte Ma rinesekretär Long an Dewey FolgendeS: Der Präsident im Namen deS amerikanischen VolkeS dankt Ihnen, Ihren Offizieren und Ihrer Mannschaft für Ihren außerordentlichen Sieg. 3n Anerkennug de selben hat er Sie zum fungirenden Admiral ernannt und wird dem Congrrsse ein Dankeövotum für Sie empfehlen Der Sieg ist ein so merkwürdiger. daß er fast einzig in der Geschichte dasteht. Die ganze spanische, auS elf Schiffen bestehende Flotte, wurde trotzdem sie die Hilfe der Forts hatte, total vernichtet. Sie bestand aus den Kreuzern Nein Christina. Castilla und Don Antonio de Ulloa und auS den Kanonenbooten ZSla de Cuba, General Lazo, MarquiS del Duero, El Coreo, VelaSco, Mindano und Zöla de Luzon und einem Trankportschiffe. ES war also eine ganz respektable Flotte. Aber die Spanier schössen schlecht und viele ihrer Geschütze hatten nicht genug Treffweite. So kam eS, daß nur wenige Schüsse, sowohl der Landbatterieen, wie der Tchisse trafen. Die Reina Christin und der Castillo. sowie die ZSla de Cuba waren bald nach Beginn der Schlacht kämpfunfähig, indem sie Feuer fingen. 0 kam eS, daß nur sehr wenige Schüsse trafen, daß die amerikanischen Schisse fast gänzlich unbeschädigt blieben und nur wenige leichte Verwundungen bei der Mannschaft vorkamen. Nach der Vernichtung der Flotte setzte Dewey den Kamps mit den Batterieen auf Eavite fort und er zerstörte die Befestigungen an der Einfahrt in die Bay vollständig. Die Stadt Manilla ist thatsächlich in seine Gewalt gegeben, aber eine Besetzung derselben ist ihm nicht möglich, weil er nicht genügende Mannschaft hat. Dewey telegraphirt, daß die Ausregung in Manilla groß sei und daß er die Ausländer in Schutz nehmen werde. Kurz, nachdem die Schlacht entschieden war, sandten die Spanier von Manilla auS Nachrichten über dieselbe nach Madrid, aber bald darauf schnitt Dewey daS Kabel, daS Manilla mit Hongkong verbindet, entzwei, um die Spanier von dem Verkehr mit dem Mutterlande abzuschneiden und die Uebermittlung falscher Nachrichten zu verhindern. Nachdem alle vorüber war, half Dewey an der Versorgung und Unterbringung der verwundeten Spanier. ES find deren etwa 250. Die Zahl der Todten bei den Spaniern giebt er mit etwa 1L0 aa. Unsere s i e b e n A r m e e c 0 r p ö. Washington,?. Mai. GeneralAdjutant Eorbin erließ heute eine Generalordre im Austrage deS Präsidenten, welche die reguläre und Freivil-lige-Armee in 7 ArmeecorpS eintheilt, welche die Nummern 17 führen werden. Ihre Hauptquartiere und die kommandireaden Generäle werden später angekündigt werden. . Hl D i e KriegSfteuerbill. Washington, 7. Mai. DaS Finanzcomite deö Senats setzte die Berathung der KriegSfteuerbill fort. Die Demokraten hatten einige von den AmendementS ausgearbeitet, welche sie vorlegen vollen und diese uud andere Fragen wurden in Berathung genommtrf. In der BormittagSsitzung wurde eine Anzahl von AmendementS berathen, welche republikanische Mitglieder zu dem Schedule für Stempelsteuern eingebracht hatten. Sie waren sehr zahlreich und bezogen sich theilweise aus die Fassung, theilweise auf die Raten.

IR.fnnhrrA k,mükt man fi(& ein aeeiaOT.f ,.f...r ft. X.M fiximidini 11(1(9 V((Uyi(U Ul VIC uiiyiuniiv Besteuerung von Kontrakten über Differenzgeschäste zu ermitteln. Auch Seator Wolcott. Colo.. brachte einige Amendementö in dieser Richtung vor Die Demokraten brachten ihr Amende. ment bezüglich der Besteuerung von Eorporationen ein, welches auch Ver-ficherurkgS-und GaSgesellschaftea betrifft, aber eS wurde noch nicht berathen. Im ganzen verliefen die VerHandlungen über die AmendementS der Republikaner harmonisch, und eS besteht überhaupt kein Streit außer über die Bondfrage und den Betrag welchen die Bill ergeben wird. Senator Wolcott war für Erweiterung der Steuerbestimmungen, ist aber kein Gegner der BondauSgabe, sondern wird wie eö heißt für sie stimmen. Senator ZoneS' (Nev.) Stellung zu der BondauSgabe hat sich noch nicht entwickelt, gegen welche jedoch alle Demokraten geschlossen stimmen. Die Demokraten legten einige AmendementS vor, welche sie formell einbringen werden, darunter eineö über die Bestimmung der Brutto-Einnahme der Eorporationen in Höhe von einem Prozent und Ausprägung deö Silberschlagschatzeö im Schatzamt. Schlimme Aussichten für die spanische Dynastie. Hendayo, Frankreich, nahe der spanischen Grenze, 7. Mai. . Nachrichten welche hier per Post eintrafen besagen, daß die allgemeine Meinung in Spanien dahin gehe, daß wahrscheinlich eine Militärdiktatur eintreten werde. Marschall EampoS, der frühere Generalgouernör von Cuba dürfte vielleicht an die Spitze derselben kommen. Man wird versuchen, den Ehrgeiz WeylerS durch einen anderen hohen Posten zu befriedigen. Madrid, 7. Mai. Die Aufregung in der Hauptstadt ist außerordeutlich. Die Studenten halten Versammlungen ab und man vermuthet, daß sie einen Aufruhr anzetteln wollen. Eine starke Polizeiforce ist aufgeboten um die Volksmengen zu verhindern, sich mit den Studenten zu vereinigen. In mehreren Provinzstädten ist Aufrühr auSgebrochen und in Eludad Real ist der Belagerungszustand erklärt worden. Keine Abdankung. L 0 n d 0 n, 7. Mai. Die Beamten der spanischen Botschaft haben ein entschiedeneS Dementi der Nachricht erlassen, daß die Königin-Regentin beabsichtige, auf den spanischen Thron zu verzichten. London, 7. Mai. Nach einer Depesche auS Wien hat sich die Köni-gin-Regentin nochmals an Kaiser Franz Joseph wegen einer Jntervention Europas gewandt und der öfterreichische Minister deS Aeußern hat eine entsprechende Note an die Mächte gerichtet. London,?. Mai. Eine Depesche auS Wien sagt, in den höchsten Kreisen sei man der Anficht, daß die Dinge in Spanien rapide einer ernsten Krisis entgegengehen. Für die persönliche Sicherheit der Königin-Regentin und ihres Sohnes fürchtet man jedoch nicht, sondern erwartet, daß sie im geeigneten Augenblick im Stande sein werden, Spanien ungehindert zu verlassen. Die Brodkrawalle in Ztalien. R 0 m, 7. Mal. DaS Umsichgreifen der Brodkrawalle in Mittel- und Ober-Jtalien erregt große Besorgniß, weil die Bevölkerung dieser Landestheile besser unterrichtet und aufgeklärter ist und die Agitation deshalb schwerer zu unterdrücken sein wird. Die ärgsten Unruhen kamen in Pavia vor,'wo unter Anderen der Sohn deS Vicepräsidenten der Kammer, Signor Musst, ein Student, getödtet wurde. Durch die Nachricht hiervon entstanden Verwickelungen in Mailand, wo Signor Mussi beliebt ist. ES kam zum Zusammenstoße zwischen Truppen und Aufrührern, und aus jeder Seite fiel ein Mann und viele wurden verwundet. 3a Murgie-Mineronio in Calabrien belegte die Menge eine

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Äugen sinnend ?n die Ferne, als ginge ihn die Angelegenheit hier nichts an. Alexchen war der strikte Gegensatz. Klein, mager, mit einem Spitzmausgesichtchen, stand er keinen Augenblick auf einem Platz still. Mit allen Fasern seines Herzens verfolgte er den Gang deS Geschäftes, seine verschiedenen Wendungen nach dem Beispiel seiner Mutter mit Hohnlachen, schmerzhaften Ausrufen, Hände über'm Kopf zusammenschlagen und sonstigen Kundgebungen begleitend. Manchmal machte er einen Luftsprung vor Vergnügen, dann wußten wir aber alle genau, daß seine Mutter soeben kolossal gelogen hatte. Zu theuer, vier gebe ich e,rwiedert meine Mutter kühl. Frau Weiß prallt entsetzt zurück und sieht uns der Reihe nach wie entgeistert an, dann zu ihren Söhnen gewendet mit schmerzlicher Stimme: Soll man da ehrlich sein? Hätte' ich fünf Gulden verlangt, hatten die gnä'ge Frau vier und ein halb geboten. Mein Alexl hat erst neulich noch zu mir gesagt: Mutter," sagte er, Du bist viel zu ehrlich. Du denkst immer mehr an die Vortheile Deiner Kunden als anDeine eigenen." Mein Alezchen is ja so klug! Und französisch spricht er Ihnen schon. wie ein geborener Professor. Alezl, mein Sohn, sprich mal mit den Herrschaften franzosisch!" Alex richtete sich sofort auf, machte nach rechts und links hin eine steife Verbeugung und beginnt sodann langsam und gemessen: Messieurs ct mesdames, j'ai l'honneur de vous saluer Eines Tages kam mein Vater eben hinzu, als der Handel seinen Kulminationspunkt erreicht hatte. Beim Anblick des Pater familias fühlte Frau Weiß sich verpflichtet, ihre Zungentechnik noch zu verdoppeln, dabei Alexl immerzu auffordernd, mit meinemVater französisch zu sprechen. Alexl hatte gerade sein messieurs et mesdames zum dritten Male hergesagt, da fiel es meinem Vater ein, zu Frau Weiß zu sagen, ihr Sohn hätte ihm soeben auf französisch mitgetheilt, sie würde die Gans doch noch billiger geben, meine Mutter solle nur recht handeln. Aber da hätte man Frau Weiß sehen sollen. Wie ein Tiger stützte sie auf ihren Jüngsten los: Was. das hast Du gesagt, Du infamer Kerl, so was sagst Du von Deiner Mutter! Dir werd' ich die Knochen zerbrechen! .Glauben Sie ihm nicht, lieber Herr' Wissen Sie was? er kann ja gar nicht französisch! Nicht ein Wort kann er. und ein großer Esel is er dazu!" Von dem Tage an durfte Alexl nie wieder französisch sprechen. Fünfzehn Jahre später. Ich sitze in Wien im Hotel, da klopft es an, und herein tritt ein junger, sehr elegant gekleidete? Herr. Nach einer kurzen Verdeugung richtet er sich au und heginnt

Ein großer Spezial-Berkanf im Basement.

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Bulletin.

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mir laut scrmarrenver Stimme: Monsieur! Henri d'Entremont! Impresario de mesdames Patti, Trebelli, Artot u. s. w." Während er spricht, fixire ich mir ihn etwas genauer, dann bin ich mir vollkommen klar, wen ich vor mir habe. Zwischen uns Beiden entspinnt sich jetzt folgende Unterhaltung: Schön, Herr Weiß." sage ich, ihm freundlich zunickend, nehmen Sie Platz!" Der Fremde fährt zurück und sieht mich starr an. Er faßt sich aber gleich wieder und sagt wieder auf französisch: Verzeihen Sie. ich verstehe kein Wl?rt deutsch, ich bin in Lyon geboren, mein Vater ist der Oberst d'Entremont " Na natürlich, lieber Weiß erwidere ich deutsch, ich verstehe ja jedes Wort! Selbstverständlich aus Lyon. Ihr Herr Vater le colonel a propos, heißen Sie nicht Alex Weiß und sind aus Altofen?" Diese: direkte Angriff bringt du bisher so sichere Haltung des Franzosen in ein bedenkliches Wanken. Er weiß offenbar im Augenblick nicht weiter. Seine Augen bohren sich tief in mick ein. um zu eruiren, woher wir uns kennen. Da er sich aber meiner absolut nicht erinnert, so gibt ihm das seine Contenance zurück, und er hebt nach einer kleinen Weile, obwohl jetzt mit etwas weniger schnarrender Stimme. wieder an: Monsieur, je ne comprends du tout " Ach. Alexl. machen Sie keine Sachen! Wir Beide wissen doch! Also Sie sind Jmpressario und ich soll wohl mit Ihnen reisen? Ja, warum nicht? Nur nicht wahr, Sie sind dochAlexl Weiß aus Altofen?Mais, monsieur, je vous assure " Assllren Sie nichts, sondern beantWorten Sie meine Frage! Sind " Pardon, monsieur, mais " Na, zwingen kann- ich Sie nicht, dann reise ich aber auch nicht mit Jhnen." Mais monsieur Sind Sie's, oder sindSie'Z nicht?" Monsieur " (Wüthend) Ja oder nein!Nu natürlich bin ich der Alexl Weiß!" kam es jetzt im schönsten Altofener Diakekt heraus. Na also! Jetzt setzen Sie sich her und erzählen Sie mir, was Sie vorhaben ! Um eS kurz zu machen, Herr d'Entremont. alias Weiß, schlug mir eine Concerttournee durch Ungarn vor und wußte mir die Chancen in so verführerischen Farben zu schildern, daß ich nicht allein, darauf einging, sondern ihm auch noch einen ansehnlichen Vorschuß einhändigte. Damit reiste er ab, von unterwegs pumpte er mich noch einmal an und Alezl und Vorschuß sah man niemals wieder. Ich hörte nur noch später, daß er es mit einigen

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f tf ,25c ,32c .57c ,66c 72c tf tr tf tt tf tt tf tt c5 ouegen evenfv gemacyl yar. Ver eine verstand aber die Sache falsch und ließ den Herrn Impresario auf einigeJahre ins Zuchthaus stecken. So endete die hoffnungsreiche Carriere Alexl's, des Lieblingssöhnchens der Frau Weiß. Napoleon's Verdienst. Im Jahre 1825 fand in London ein Festmahl statt, das alle Mitarbeiter, des New Monthly Magazine" vereinigte, um den Erfolg des jungen Unternehmens zu feiern. Leiter war der Lyriker Thomas Campbell. Er wurde aufgefordert, einen Trinkspruch auf einen großen Gönner der Poeten auszubringen. In beredten Worten pries er Napoleon I. Erstaunt fragte man, was der für die Schriftsteller gethan habe. Meine Herren", antwortete Campbell in drolligem Ernst, etwas sehr Großes: Er fyii einen Verleger erschießen lassen." Kleine Ursachen große Wirkungen. Fremder: Sie, wo ist denn der Gasthof Zum Ritter", den kann ich gar nicht wiederfinden." Einheimischer: Ja, wissen S'. seit der Samuel Hirsch die Hypotheken übernommen hat, ist der Gasthof umge tauft worden Zum goldenen Hirsch.Modern. Herr (eine Dame ansprechend): Guten Tag, Fräulein Schönberg!" Dame: Mein Herr, was erlauben Sie sich? Der unbedeutendc Umstand, daß wir im vorigen Sornmer verlobt waren, berechtigt Sie doch noch nicht, mich hier auf offener Straße anzusprechen!" Neues Wort. - Professor Wagner heirathet jetzt zum dritten Mal und zwar ein bildschönes Weibchen. Durch seine erste Frau, eines Ministers Tochter, hat er glänzende Carriere gemacht und durch seiner zweiten Mitgift bedeutendes Vermögen erworben. Was sagen Sie dazu?" Das ist ja der reinste Eheglücksritter." tötn hoffnungsvoller Knabe. Ist das Euer Joseph? Versteht er schon was vom Geschäft?" Ob er was versteht! Sag' Ich Jhne, Herr Doctor, ass dcr Bub' g'scheidt is fnr sei' Alter, un' ass ich habb' mei' Freud' dran! Herr Doktor, Sie sind t gescheidter Mann, Sie sind e' gelehrter Mann, awwer mei' Joseph soll mit Jhne Karte spiele so gescheidt Sie sind er betrügt Sie doch!" Beweis. Dienstmädchen: Ich glaube. Madame, es strömt Gas in unserer Wohnung aus; was soll ich thun, um der Sache auf den Grund zu kommen?" Madame: Nehmen Sie ein Streichholz und halten Sie es an den- Gashahn.- Dienstmädchen : Aber dann kann ja das Gas explodiren und ich fliege in die Luft!" pia. dame: Nun. einen besseren Beweis brauchen Sie doch nicht!"

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