Indiana Tribüne, Volume 21, Number 229, Indianapolis, Marion County, 7 May 1898 — Page 1
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Jahrgang 31
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Editorielles Wenn Spanien jetzt durch die Ver. Staaten auS der Neuen Wett, die eS entdeckt, aber auch ausgebeutet und auögtvlüadert hat, wie kein zweites Volk der Welt ie eroberte und unter jochte' Länder und Völker ausplünderte, für immer hinausgeworfen wlrd, so hat eS sein Schicksal relchllch verbunt. ES vollzieht sich an ihm bann nur die geschichtliche Nemesis, die früher oder spater ein jedeS Volk ereilt, daS die Gebote der Menschheit ungestraft derletzen zu können glaubt. Daö heutige Spanien, nur noch em Schatten des mächtigen Spanien, in dessen Machtbereich unter Karl dem Fünften die Sonne nicht unterging, muß jetzt nicht allein für die eigenen Sünden büßen, sondern auch für die Sünden seiner Bäter. Niesengroß ist die Schuld, die Spanien in den letzten vier Iahrhunderten in Amerika in der Befriedigung seines GoldhungerS auf sich geladen hat, unddaö ist daö Traurige und Tragische an den weltgeschichtlichen Verhältnissen, daß sie Sene mehr tresfen, die weniger für ihr Hereinbrechen verantvortlich sind. Wie daS Frankreich Ludwigs deS Sechzehuten büßen mußte, vaö daö Frankreich Ludwigs deS Vierzehnten und deö Fünfzehnten verbrochen hatte, so müssen die heutigenSpanier nicht nur büßen, waö sie selbst verbrochen, sondern auch daS, was ihre Bäter und Vorfahren in ihrer unsäglichen Raubgier verbrochen haben. Mit dem gemeinen spanischen Volke, daS für die Sünden seiner Großen wenig konnte, kann man eigentlich Mitleid haben; denn eö ist nicht minder immer Opfer gewesen als die bedauernswerthen amerikanischen Ureinwohner, die zur Bereicherung der Großen Spanien, zur Füllung deö ewig gähnenden Staatsschatzes bis autS Hemd auSgeplündert und in die schwärzeste Sklaverei gepreßt wurden. Mußten die Ureisvohner Amerikas den letzten Pfennig, den ihr Besitz und ihre Sklaverei bot, an den Eroberer abgeben, so mußte daS spanische Volk immer und immer wieder daS ftano nen- und Krankheitöfutter liefern, daS die ewigen Croberungö- und UnterwerfungSkriege seiner Machthaber derschlangen. Ihm erging 'eö dabei die den Legionären deS alten Rom, die die ganze damals bekannte Welt für die Großen ihres Reiches unterworfen hatten 'und von denen trotzdem der Geschichtöschreiber sagen mußte, dab sie schließlich nichts mehr hatten, wo sie ihr Haupt hinlegen sollten. Der beste Beweis für die kulturfeindliche Wirthfchaft Spaniens ist die fortschreitende Verarmung deS Landes und der große Nothstand seiner Volksmassen. Spanien, unter der Herrschaft der Mauren, der Garten SuropaS, der Sitz der höchsten, damals bekannten Wissenfchaft und Kultur, an 40 Millionen Einwohner zählend und ernährend, zeigt heute wenig mehr mehr von diesen Spuren einstigen Wohlstandes, ist trotz seiner herrlichen Lage und seiner mannigfachen natürlichen Hilfsmittel im industriellen Wettstreite der Völker weit zurückgeblieben, zählt nicht einmal die Hälfte der einstigen Bewohner. Thatsachen reden. Und diesen Thatsachen gegenüber, daS wird die Welt nicht anders sagen können, ist unser Land, waö auch gegen die Form seineö Vorgehen? eingewendet worden iß und aö heute noch dagegen eingewendet erden mag, nur der Testamentsvollstrecke? der beschichte. Jemand mußte endlich der wie ein Stück Mittelalter in die Neuzeit hin einragenden spanischen Wirthschaft ein Ende machen. Unser Land hat eö sich deS kulturhistorischen Momentes bewußt oder unbewußt, bleibt sich gleich unternommen, diese Aufgabe zu erfüllen. So wird unser Krieg gegen Spanien im Wesentlichen ein mal im Buche der Geschichte verzeichnet stehen. Hl i Der Papst räth zur Zntervention. L o nd on, 7. Mai. Eine Depesche von Rom sagt, der Papst habe der Kö niginRegentin von Spanien telegra phirt und dringend gerathen an die Mächte um sofortige Intervention in dem Kriege mit Amerika zu appelliren. Seine Heiligkeit soll seine Unterstütz ung und die der Mächte versprochen haben, eine ehrenvolle Lösung der Ochvierigkeiten herbeizuführen.
Vrnftlllhrilhleil.
Nachrichten von Dewey. VölligeVernichtung der sanisb-n Nlotte. 00. r - i - w--Spanier todt, 400 verwundet. Bloß sechö - verwundete Amerikaner und die Flotte intakt. New öork, 7. Mai, 6 Uhr Morg. Die World" veröffentlicht in einer Extra-AuSgabe eine Depesche von Hongkong, dahin lautend, daß daS Depeschenboot MeCulloch angekommen sei und die Vernichtung der ganzen spanischen Flotte von elf Schiffen berichte. 300 Spanier wurden getödtet und 400 verwundet. Aus den amerikanischen Schissen wurde Niemand getödtet und bloß sechs Personen derwundet. Keines der amerikanischen Schisse wurde beschädigt. - Die amerikanische Flotte fuhr letzten Sonntag im Dunkel der Nacht in die Bay von Manilla ein. Als sie etc Insel Corregidor erreichte, eröffneten die gortö das Feuer. Die Amerikaner schenkten demselben keine Beachtung, denn die Schüsse trafen nicht. Die Schiffe, fuhren weiter in die Bay biö sie sich Cadite gegenüber befanden, wo die spanischen Schiffe im Schule der Kanonen der Forts lagen. Dewey griff ohne Zeitverluft an. Die Wirkung war wie oben angegeben. Washington, 7. Mai. Die Marine-AbtheiluvgZerhielt telegraphische Meldung, daß der Zollkutter MeCulloch in Hongkong angekommen. DieS ist die einzige Nachricht, du bis jetzt eingelaufen. Weiteres wird baldigft erwartet. Später. Washington, 7. Mai. Der Bericht DeweyS ist eingetroffen. Er ist in Chiffren und muß erst übersetzt werden. Cö heißt darin, daß er die Batterieen von Manilla zum Schweige gebracht, daß er selbst daö Kabel entzwei geschnitten und daß er aber nicht genug Mannschaft habe, um die Stadt Manilla zu bksktzkn. Die Schisse der Spanier wurden vollständig zerstört. Daö amerikanische Geschwader ist unbeschädigt und nur wenige Leute wurden verwundet. Weitere Nachrichten von Dewey. C a v i t e, 4. Mai, Ich habe die Marine-Station in Cavite in Besitz genommen und die Befestigungen am Eingang zur Bay vollständig zerstört. Ich beherrsche den Eingang zur Bay und kann die Stadt jederzeit in Besitz nehmen. Meine Leute find gesund und frischen Mutheö. Die Spanier haben etwa 150 Todte darunter befindet sich der Kapitän der Rein Christin, Ich bin beschäftigt die spanischen Verwundeten zu unterstützen. SS befinden sich etwa 250 bei uns. Ein Irrthum. Washington, 6. Mai. Der französische Poftdampser Lasayette" wurde heute alö Prise genommen, aus Befehl von Washington auö aber dieder frei gegeben. Der Dampfer hattß von den Marinebehörden die Erlaubniß erhalten, in Havana einzufahren, aber dse betreffende Ordre war auö irgenh welchen Gründen nicht eingetroffen. Die, wie berichtet wird, in Paris herrschende Aufregung wird sich nun wohl wieder legen. Hungerönoth in Havana. Washington, D.C., 6. Mai. Der in Philadelphia eingelaufene englische Dampfer Luciline, Gapt. Tucker, brachte eine Ladung Zucker und Molasse?, sowie 112 kubanische Flücht, linge von Havana.- Einige derselben haben dichtige Mittheilungen über die Befestigungen, von Havana und die allgemeine Lage baselb? itxzt. Einer derselben k:ri!:te : ül die
Indianapolis. Zndiana Samstag, den 7. Mai 1898.
Blockade begann, wurden die dortigen Soldaten, etwa 40,000 an der Zahl, auf ihre Posten berufen. Man glaubte, dab daS spanische Geschwader soso,t I , . . herüberkommen und die Blockade rr . i r . . ..,' k .L V!. oreqen weroe, atö eo aoer oikß, vap ir spanische Flotte nicht kommen werde, wurde die Bevölkerung sehr unruhig, da keine Zufuhr von Proviant möglich ist." Thatsächlich soll in Havana bereitö eine Hungerönoth herrschen und die Lage dort derart sein, daß die Bevölkerung eine Blockade nicht mehr lange aushalten kann und die Uebergabe von General Blaneo verlangen wird. Versorgung der Konsuln. . Washington, 7. Mai. Die amerikanischen Consuln in Spanien und Cuba, die beim AuSbruch der Feindseligkeiten ihre Posten verlassen mußten, werden keinen finanziellen Schaden erleiden. Einstweilen haben sie vom Staatsdepartement sechzig Tage Urlaub mit vollem Gehalt erhalten. Sollte der Krieg länger dauern, dann wird der Eongreß auShelfen müssen, da dann daS Staatsdepartement nichts mehr thun kann. Der Präsident hat angeordnet, daß alle Marine. Hospitäler für Aufnahme von Matrosen und Soldaten der Marine in Stand gestellt werden, wo immer dieö uolhig erscheint Cö ezistiren etwa zwanzig dieser Hospitäler in verschiedenen Küftenftädten. ' Deutschland neutral. Berlin, 6. Mai. Die Ceremonie deS ReichStagS-SchlusseS fand heute im weißen Saale des königlichen Schlosses statt. Der Kaiser betonte in der Thronrede, nachdem er Bezug aus. die erfolgreichen Resultate der Sesetzgebung in' der .verflossenen Sitzung genommen, einschließlich der Verstärkung der Armee und Marine, wodurch die friedliche Sicherheit deö Reiches und verstärkte Garantie des Erhalten? deS europaischen Friedens geschaffen werden", den friedfertigen Charakter der deutschen auswärtigen Politik, welche zur selben Zeit die deutschen Rechte energisch schützt." Auf den Krieg zwischen Spanien und den Ver. Staaten Bezug nehmend, sagte der Kaiser: Die Regierung wird alle ihr durch ihre neutrale Stellung auferlegten Pflichten voll und ganz erfüllen, aber aus der anderen Seite deutsche Schifffahrt und Handel soweit wie möglich vor.Belästigungen schützen. ,, Die Unruhen in Spanien. M a dr i d, 6. Mai. Weitere Ruhe, störungen werden auS verschiedenen Theilen der Provinzen gemeldet, namentlich von Murcia, der Hauptstadt der Provinz gleichen NamenS, 80 Meilen von Carthagena, wo ein Hauptfachlich auS streikenden Bergleuten bestehender Mob die Telegraphenleitungen abschnitt und daS RathhauS und das GerichtSgebgude . in Prand steckte Die Anführer machten auch einen Angriff auf daS Gefängniß, schlugen die Thüren ein, und befreiten die Gefangenen. Endlich haben die aufrüherischen Bergleute die Bahnverbindung mit Mvrcia unterbrochen, einen Laden mit Dynamit zerstört, und die darin gefundenen Borräthe unter sich vertheilt. Die Situation wird für sehr ernst gehalten. Erst vor Kurzem versuchten 6000 ftreisende Bergleute von Murcia nach Carthagena zu ziehen und konnten nur durch eine starke Truppenmacht daran verhindert werden. Hl. Ein Protest. Lissabon,? Mai. Die portugiefische Regierung hqt einen sermellen Protest von der Regierung der Ver. Staaten gegen toS Absenden von 900 Kisten Munition und Lebensrnittel auS dem Hafen von Lissabon, am 23. April, zwei Tage, nachdem der Krieg zwischen tn ver. Staaten und Spanien cik'ärt worden war, erhalten. Sowohl Munition die Lebenömittel wurden dem spanischen Geschwader zugesandt, daö damals bki den Uap verde-Znseln vor Anker lag und augenscheinlich eine Angrifföbevegung gegen die Ver. Staaten beabsichtigte. , Die Brodkrawalle in Italien. Rom, 7. Mai. Gestern fanden neue Brodkrawalle in Pavia statt. Die Aufrührer zogen Ketten über die Straßen, um CavallerW-Angriffe zu verhindern. Mehrere Soldaten und Cidilipen wurden verletzt.
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, MlMllUlU)lk -JJIUU UUlllllty'Cj eine Abtheilung Truppen in Sesyo Fiorinti o, und die Soldaten gaben eine Salve ab, durch welche drei ihrer Angreifer verwundet wurden. 3n Prodo, zehn Meilen nordwestlich von Florenz, fanden heute ebenfalls Ruhestörungen statt. , Polo de Barnabe reist ab. T o r o n t o, Ontario, 7. Mai. Senor Polo de Barnabe, der frühere spanische Gesandte in Washington, ist hsute nach Montreal gereist, um von dort auS nach Spanien abzufahren. Wie es heißt, ist die englische Regierung bei der spanischen vorstellig geworden und. soll die baldige Abreise deö frühere Gesandten alö sehr wünschenöwerth bezeichnet haben. Wie schon früher gemeldet, waren verschiedene Beschwerden bei der englischen Regierung eingelaufen, daß Polo de Barnabe seinen Aufenthalt in Toronto, dicht an der amerikanischen Grenze, dazu benutzt, die spanische Regierung über alle wichtigen Vorgänge in den Ver. Staaten zu informiren. Die englische Regierung konnte aber keinen Ausweisungsbefehl erlassen, so lange keine direkten Beweise gegen den Exzesandten vorlagen, auch wären wohl die Gründe hierfür nicht zu einer solchen Maßregel ausreichend gewesen. Der Fall wurde daher aus diplomatischem Wege erledigt. Der Gesandte erhielt gestern von seiner Regierung den Befehl, nach Spanien zurückzukehren. OH!l?s,5!aHr!chtet!. Angekommen in ; New S ork: Edam", von Rötterdam ; Britannic" von Liverpool ; sic" von Liverpool.' ötverpool: Germame" von New Fo;s. Hamburg: Bohemia" von Baltimore. Wetterbericht. Wörmereö, schönes Wetter heute Nacht und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 47 Grad, niedrigste 40 Grad. . Allerlei. Im Sylvan Retreat bei Cumberland, Md., ist Bruder Hilanan. ein Kapuzimr-Mönch, gestorben. Bruder Hilarian baute vor 16 Jahren Die prachtvollen Altäre der St. Petcrund PaulS-Kirche - zu Cumberland. siurz darauf umnachtetc sich sein Geist und er mutzte nach dem Asyl als ein zahlender Patient gebracht werden. Dort schmückte er die 'Wände mit aus gezeichneten' Gemälden. Der weltliche Name des Verstorbenen war Hermann Busch; unter demNamen Hilarius trat r 1873 in den- Orden. Er war 40 Jahre alt und stammte auS dm Köyiareick Dacksen, ZuernemargerlichenAust r i t t kam es in der Trinity Methodistenkirch zu Bridgeton. N. I. Der Prediger Jesse R. Thompson erklärte in einer Gebetdersammlung; Die Ver. Staaten hätten kein Recht, mit Spayien Krieg anzufangen. Spanien kämpft für seine Ehre und die Per, Staaten behaupten dasselbe zu thun. .Aber Spanien's Ehre fangt an recht schäbig zu werden-, ließ sich eine Stimme aus der Gemeinde vernehmen. .Jawohl und die Ehre der Ver. Staasen ist nicht minder schäbig", erwiderte der Geistliche. Diese Aeußerung fiel wie ein Funke in's Pulverfaß. Die Gemeinde nahm daö Wort sehr übel. Es wurde dcm Geistlichen bedeutet, daß er zu weit gegangen sei in seinen Angriffen auf die Nation und ihre Ehre Rev. Thompson versucht sich jetzt damit auö der Klemme zu zieben. daß er -.rjtätf, er hätte in seiner Aeußerung nur die politische Ehre der Nation gemeint. Merkwürdige Jrrfahr t t n hat ein Blitz aemacht.der während eines starken. Gewitters das Haus No. U03 Woodruff Str., im Borough Bronx, New Fork, daö von Edward Buttikofer und seinen zwei Schwester Cecilie und Lillian bewohnt wird, traf. Der Verderben bringende Himmelsbote traf dieSüdost'Ccke deö Hauses, drang in ein, im zweiten Stockwerk gelegenes Schlafzimmer, zerstörte das Gesimms der Fensterscheibe, warf ein Bett um, lief dann eine Wasserröhre entlang, riß das Dach von der Piazza ab, schleuderte eine Planke etwa hundert Fuß hoch in die Luft und traf dann das zu ebener Erde gelegene Simmer, in welchem Fräulein Cecilia saß. Dort riß der Unhold die Matten auf, warf die Dame zu Boden und empfahl sich dann ebenso unceremoniös wie er gekommen war. Fräulein Cecilia war Pflichtschuldigst in Ohnmacht gefallen, tu holte sich jedoch bald mit Hilfe ihre? Geschwister. Der Schade? wird auf rrnn .s-' rAA 4.,.
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D5e erste Strecke der Jungfrau Bahn wird, Mittheilungen des Erbauers Guyer - Zeller zufolge, noch im Laufe dieses Jahres, im Juli, längstens August, dem Verkehr übergeben, so dah die ' Touristen noch in diesem Sommer von der Scheidegg nach der 2340 Meter hoch gelegenen Station Eigergletscher fahren können. Die elektrischen Locomotiven mit zwei Motoren zu je 150 Pferdekräften werden bereits im Mai abgeliefert werden. Die Mazimalsteigung beträgt auf die. ser Strecke 25 Procent. Für die absolute Sicherheit wurden dreierlei Bremsvorrichtungen angebracht.. Die Tunnelbaute, die auch im Winter tüchtige Fortschritte machte, ist auf eine Länge von 300 Metern fertig. Bisher hat am ganzen, Unternehmen kein Unfall stattgefunden, auch läßt der Gesundheltszustand der Beamten und Arbeiter in dieser Höhe nichts zu wünschen übrig. Es waren die letzten Monate hindurch stets 80 Arbeiter beschäftigt und mit dem Frühjahr werden bedeutende Neueinstellungen stattfinden. Die Arbeitöschichten betragen 8 Stunden. Eine seltsame Wette hat der italienische Dramendichter Augusto Novelli gemacht. Er hat sich verpflichtet, in dreißig Stunden ein dreiaktiges Drama auö dem Radlerleben ZU schreiben, das bei Gelegenheit des bevorstehenden Radler . Congresses im Alfieri - Theater zu Florenz aufgeführt werden soll. Novell! muß daö Drama in sechs Abschnitten von je fünf Stunden in den Räumen ' des Preßvereins schreiben, wo er von einer Journalisten - Commission überwacht werden wird. Der Schnelldichter darf weder beim Eintritt noch beim Ausgang Skizzen oder andere Aufzeicknungen mit sich führen. Wenn die Dichterei mit Dampfbetrieb gelingt, soll Novelli, selbst wenn das neue Stück durchfällt, von der Direction des Alsieri - Theaters 500 Lire erhalten und über das Drama frei verfügen dürfen. Bringt er das Stück in der festgesetzten Zeit nicht fntig, so verliert Novelli sein Recht auf die Bezüge aus allen seinen dramatischen Werken, die ' im laufenden TheoterZahre von der Direc tion Lerti aufgeführt werden. - Frau Hetty Green. die mit ihren fünfzig oder mehr Millionen Dollurs die reichste Frau Amerika's sein soll und-ini vorigen Herbst von Brooklyn nach Hoboken zog, hat diese Stadt wieder verlassen. Ihr Auszug ging ohne viel Klimbim vor sich. Ein einziger, noch gar nicht mal großer Wagen barg ihr ganzesMobiliar: zwei Betten, vier Stühle, drei Seifenkisten, zwei altersschwache SophaS, zroei Ti sche und einiges Geschirr. Frau Green bewohnte den dritten Stock von 1248 Vloomsield Str. Dort lebte sie mit ihrer Tochter Sylvia. Die Nachbarn behaupteten, Frau Green habe die billigsten Läden gekannt und zum niedrigsten Preise eingekauft, und das letzte Dienstmädchen Hetty's erzählte, sie habe aufKisten schlafen müssen, daß ihr die Seiten geschmerzt hätten. Auf den Export amerikaN i s ch e r Ruder, die in allen Theilen der Welt sehr begehrt sind, hat die ungeheure Verbreitung des Fahrrades sowie die stetige Zunahme in der VerWendung von mechanischer Kraft bei Booten einen nachtheiligen Einfluß ausgeübt. Die englische Regierung bezieht alle Ruder für ihre Kriegsmarine aus. den Vereinigten Staaten, auch auf französischen, deutschen, italienischen. holländischen, chinesischen, japanischen, australischen, südamerikanischen, afrikanischen Schiffen u. s. w. werden amerikanische Ruder gebraucht. Die meisten Ruder werden auö Eschenholz hergestellt und kommen aus den Staaten westlich vom Mississippi. Zur Zeit werden etwa 5,000.000 Fuß Ruder fabricirt, genug, um eine ununterbrochene hölzerne Verbindung von New York nach Chicago herzustellen. Der 20 Jahre alte Adolf Munsoa in Forest Place. N. I., hatte neulich infolge eines Irrthum um ein Haar sein Leben eingebüßt. Es war 3 Uhr, als er etwas angesäuselt nach Hause zurückkehrte und versuchte, da er keinen Hausschlüssel bei sich trug, durch ein Fenster einzusteigen, aber nicht in die eigene Wohnung, sondern in die seines Nachbars Miller. Nun ist Miller im Schiffsbauhof in Brooklyn be-) schäftigt und kommt die ganze Woche kaum einmal nach Haufe, Frau Miller ist seit langer Zeit leidend und die 14jährige Tochter Jda, welche nicht anders glaubte, als Munson sei ein Einbreche?, ergriff einen Revolver, rief den vermeintlichen Einbrecher an und feuerte durch eine Glasthüre. Zum Glück wurde Munson durch die Kugel nur an der linken Schläfe gestreift, aber die Glaösplitter hatten ihm das Gesicht zerrissen, und als zwei Polizisten herbeieilten, lag der junge Mann wie leblos am Boden. Sie brachten ihn zu einem Arzt und dann nach seiner WohNUNA. Oalzfluß tritt ost auch bei kaltem Wetter, die innere Hand erreisend und andere Körpertheile Hood'ö Sarsaparilla, der große Blut reiniger heilt Oalzfiuß. Oood'S yillen wirken vorzüglich nach der Nahlzeit und kuriren
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