Indiana Tribüne, Volume 21, Number 225, Indianapolis, Marion County, 3 May 1898 — Page 3

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IN ALLEN APOTHEKEN ew Der Majoratsherr. Roman von Nataly v. Eschslrulh. (Fortsetzung.) Nun. hochverehrter Herr antwortete er hitzig und sichtlich froh, zu Worte zu kommen und die feinen Herrschaften interessant unterhalten zu können, wie ich zum Beispiel ankam, nahm ich an, daß man mich in das wundervolle Schloß zum Herrn Grafen führen würde. Ich sah alle Fenster erleuchtet und war überzeugt, eine gröbere Gesellschaft zu treffen, obwohl ja die Dienerschaft erzählt, daß der steinreiche Mann niemals eine Menschenseele zu sich einlädt." I wo! Er kauft ja nicht für fünf Pfennige in Angerwies!" brummte Simmel abermals dazwischen. Ja, zu Lebzei!en der alten Herrschaften, da soll ein echt gräfliches Leben auf Niedeck gewesen sein, da wurden alle Geschäfte hier in der Stadt reich; aber bei dem Jetzigen.da werden wir allesammt bankerott." Das ist ja sündhaft! Der Mann hat doch Verpflichtungen gegen die Kaufleute." ereiferte sich die Gräfin. Der Assistent aber fuhr nach einem neuen Schluck fort: Ich suche also den Herrn Grafen im Gedanken in seinem schönen Schlosse, und wo finde ich ihn?...." Nun?" In der Kutscherwohnung des Hofgebäudes." Undenkbar!" Aber wahr. Herr Graf. Jetzt weiß es ja auch schon die ganze Stadt. Ja, da hat der Niedecker die unglaubliche Hirnverbranntheit, sich in dem niedrigsten, ärmlichsten kleinen Loche einzuquartieren, wo er doch den schönsten Prachtbau des ganzen Landes sein eigen nennt! Der Kutscher mit seiner Familie wohnt nun in den schönen Parterresälen und der Herr Graf haust in zwei winzig kleinen Käfigen in dem Hofgebäude. Jeden Abend muß das ganze Schloß von oben bis unten glänzend erleuchtet werden, aber die Zimmer stehen öde und leer, der Majoratsherr selber setzt keinen Fuß hinein." Nun. hat er denn einen vernünftigen. stichhaltigen Grund dafür?" Daß man nicht wüßte!" Der Graf schüttelte den Kopf. Er ist geisteskrank; so beträgt sich kein vernünftiger Mensch." Ja. man sollte es wirklich annehmen. daß eine Schraube bei ihm lose ist!" lachte der Assessor mit glühender Stirne die Gräfin hatte ihr goldenes Cigarrenetui aus dem Kleide gezogen und mit graziösen Fingerchen zwei Cigaretten gedreht, eine für den Assessor, eine für sich. Nun saß sie und blies die blauen Rauchwölkchen durch die fernen, blassen Lippen so ganz der Typus der eleganten Frau, für welche Värning stets eine Leidenschaft gehabt. Zum Beispiel grenzt es doch auch schon an Verrücktheit, daß er einen Marstall edelster Pferde für seine Dienerschaft hält." Für seine Dienerschaft?" Gewiß, nur für Kutscher und Vedienten. Die elegante Equipage fährt täglich spazieren, ohne daß der Herr Graf jemals in derselben Platz genommen hätte. Bei Wind und Wetter trabt er zu Fuß hinter dem Wagen her. bei Hitze und Sonnengluth keucht er schweißtriefend die weitesten Wege auf Schusters Rappen, dieweil sein Marstall kaum noch die Zahl der edlen Rosse fassen kann." Das ist ja einfach hirnverbrannt!" schüttelte der Graf entrüstet den Kopf. Wenn er dann die Reitpferde wenigstens Ihnen, meine Herren, zur Verfügung stellte und die Schönen von Angerwies in den Wagen spazieren fahren ließe!" Schallendes, ingrimmiges Selachter. Dieser Filz! Dieser Geizhals ! Er kennt uns ja kaum, er verkehrt ja mit keinem Menschen in der Stadt." Und 'doch wäre dies seine verdämmte Pflicht und Schuldigkeit!" rief die Gräfin eifrig. Er sollte alle paar Tage ein schönes, großes Fest auf Schloß Niedeck geben und die Gesellschaft von Angerwies dazu einladen! Mon Dieu Rüdiger wenn wir in Stelle des verrückten Menschen wären. wie wollten wir anders für das Wohl von Land und Leuten sorgen! Bester Herr Assessor. Sie würden allerdings schlecht dabei wegkommen". füllte sie mit leisem Lachen und bezau lxrndem Blicke hinzu. Sie müßten tagaus tagsein mein Cavalier sein . y ... crr . cn t t . UNO Micy zu vageil uuu Nvtj iküici ten." O, gnädigste Grafm kaufen Sie iedeck!" rief Bärning enthusiastisch. N UND Die anoerrn j. U"ic" L l C a CCa Zi .isch zu den Gläsern und jubelten mr. ' rt'tv: 5)urrab! Da ist eine Idee! Her: Graf. Cie müsse;. Niedeck kaufen!" Der Fremde zuckte mit seltsamem Lächeln die Achseln. Ein Majorat kaufen, meine Herren? Dieses Kunttstück machen Sie mir einmal vor!" Er strich langsam den spitz-gedreyten Scknurroart. dann doo er in latzem Entschlüsse den Kopf. Meine Herren rief er laut - können Sie sckweiaen?"

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' Herr Graf wie das Grab!" klang es zurück, während die weinseligen Gesichter sich voll fieberndem Interesse über den Tisch neigten. Ihr Vertrauen ist uns königliche Ehre!" Nun denn, meine Herren Sie

sehen in der Gräfin und mir die künftigen Besitzer von Schloß Niedeck. 2$ habe die Ehre, mich Ihnen bekannt zu machen last not loast!. . .Ich bin Rüdiger Graf zu Niedeck.- t Wie gelähmt vor Ueberraschung saßen die Herren, einen Augenblick herrschte beklommenes Schweigen.dann erhob sich der Apotheker, verneigte sich tief und schuldbewußt und stotterte: Wir hatten keine Ahnung, Herr Graf Ich bitte für uns Alle ganz unterthänigst tausendmal um Entschuldlgung, daß wir es gewagt haben. so sehr abfällig von Ihrem hochgeborenen Herrn Vetter zu sprechen." Der Graf schüttelte lachend den Kopf, streckte dem Sprecher herzlich die Hand entgegen und druckte sie lebhaft. Mein verehrter Herr", lachte er. ich bitte Sie um Alles, keine Ercusen! Sie haben die volle, lautere Wahrheit gesagt, welche ich Wort für Wort unterschreibe. Meine Herren, ich bm für gewöhnlich Nicht so schnell mit Bekanntschaften machen, aber ich muß gestehen, daß Sie Alle mir einen so außerordentlich sympathischen Ein druck machen, daß ich das Gefühl habe, guten, langjährigen Freunden gegenüber zu sitzen, und daß dies noch in Wirklichkeit durch lange Jahre derFall sein möge darauf, meine Herren, lassen Sie uns die Gläser leeren. Meine zukünftigen Gäste auf Niedeck, sie leben hoch!" Em brausendes Hurrah erfüllte das Zimmer. Wie ein wahrer Rausch überkam es die geschmeichelten Herren. Sie warfen sich in die Brust, als habe sie das Wort des Grafen allesammt zu Rittern geschlagen, sie schüttelten und drückten ihm die Hände mit einem Enthusiasmus, als gälte es, ein einiges Deutschland zu feiern. Ein vereinigtes Anqcrwies und Nudeck schien Allen in diesem Augenblicke noch tausendmal wichtiger und weihevoller. Der Assessor küßte schon zum dntten Male die Hand der Gräfin und rief leidenschaftlich: Die künftigen Herren von Niedeck! Wann bricht aber diese goldene Zukunft für uns Alle an, gnädigste Gräfin?" Eine athemlose Stille trat ein. Ja, wann bricht sie an?" wieder holte der Apotheker mit sehnsuchtvollem Seufzer. Der Graf blickte ernst in sein Glas. Wenn mein Vetter zu seinen Vätern heimberusen wird, meme Herren, und das möge noch Zeit und Weile haben, ich will ihm sein Leben, bei Gott, von Herzen gönnen, wenngleich er in seinem traurigen geistigen Zustande nicht v:el Genuß davon hat und auch Anderen nicht zum Glucke dient. Ich weiß nicht, ob Sie mit unseren Familiensatzungen vertraut sind, meine Herren? Nein? das wundert mich, denn dieselben sind so eigenartig, daß sie als Absonderlichkeiten im ganzen Lande bekannt sind und viel besprochen werden. Der Vater meines Vetters Willibald und der meine waren Brüder. Nach Recht und' Gesetz erbte der Aeltere, Willibalds Vater, das Majorat, und diesem folgte rechtmäßig sein einziger Sohn, der ietzige Besitzer. Obwohl Willibald seit Jugend auf ein absonderlicher Kauz war und den Begriff degenerirt" leider stark bewahrheitete, schien doch für mich wenigAussicht auf das Erbe, und darum helrathete ich, ohne Rücksicht auf die wichtigsie aller Majoratsclauseln, meme schone Frau hier. . ." Schmeichler!" Die volle Wahrheit, schöne Grafin!" Obwohl ich dadurch für mich personlich jedes Recht an das Majorat aufgab." Mein Gott! Inwiefern das, Herr Graf?" Meine Frau ist eine geborene Bürgerliche, die Tochter eines unserer bedeutendsten Industriellen des Landes; wer jedoch Majoratsherr von Niedeck sein oder werden will, darf nur eine Gattin mit sechszehn Ahnen, die Tochter eines im Lande angesessenen Adelsgeschlechtes, heimführen. . ." Wie absurd unerhört lächerlich!" Ja, meine Herren, diese Klausel ist nicht nur lächerlich, sondern unhaltbar, denn bei unseren heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen gehört eine Dame mit sechzehn Ahnen zu den großen Seltenheiten, sie ist selten noch im deutschen Reiche zu finden, geschweige denn in unserem kleinen Ländchen, wenn sein Adel auch als einer der exclusivster noch gilt. Ein tadelloser Stammvaum von derartiger Höhe ist nur noch bei zwei Familien des Landes zu finden, und der Zufall wollte es, daß just für unsere Generation ich meine für Willibald und mich keine beirathsfahigen Tochter in diesen Familien vorhanden waren. Ich sah au ßerdem meine kleine Frau und da mit war mein Schicksal besiegelt." O. wie begreiflich!" flüsterte der Assessor mit schwärmerischem Blick. Ich persönlich kann also niemals mehr Besitzer und Majoratsherr von Niedeck werden, sondern mein ältestes Söhnchen wird erst in diese Rechte treten, wohl aber kann ich als Vater und Vormund des Kindes das Erbe für ihn verwalten, falls Willibald vor dessen Volljährigkeit sterben sollte." ' Der Sprecher schwieg. Nachdenklich starrten die Herren in die Gläser. Wie sehr traurig liegen- die VerHältnisse für uns, Herr Graf." seufzte der Apotheker, denn ich fürchte, so krank auch der Geist des Herrn Grafen sein muß, so kerngesund ist sein Körper und läßt ihn ein sehr sehr hohes Alter erreichen." O, das wäre gleichgiltig. wenn wir. . ." rief die Gräfin sehr eifrig, I verstummte aber unter dem säarfen.

warnenden Blick, welchen ihr'Gatke ihr zuwarf. Wenn wir wenigstens zeitweise als Gast auf Niedeck weilen und unsere liebenswürdigen Freunde hier bei uns sehen könnten" fiel er ihr schnell, mit gewinnendem Lächeln ins Wort. Nun,

die Hofsnug müssen wir ausgeben, mein Kind, denn Du weißt, daß Willibald und ick als feindliche Vettern ein ander gegenüber stehen. Jcy yulviae der Devise: Leben und leben lassen", und bin bemübt. durck mein Geld auch anderen Menschen Freude und ' Genuß zu verschaffen ; Willibald , hingegen ist em knickeriger Egoist, welcher kein Herz für seine Mitmenschen hat." Das stimmt!" klang es erbittert im Kreise. Wird denn aber Ihr Söhnchen eine Frau mit sechzehn Ahnen finden, Herr Graf?" fragte der Postassistent schüchtern die Sache ging ihm gewaltig im Kopfe herum und beunruhigte ihn ersichtlich. Graf Rüdiger lachte: Ja, mein lieber Müller, dafür habe ich fchon bei Zeiten Sorge getragen. Mein ältester Junge ist jetzt zehn Jahre alt. und bei dem Freiherr von Norvlingen-zum-merbach ist vor vier Jahren ein reizendes, blondhaariges Töchterchen geboren, welches recht arm an Geld, ab:r desto reicher an Ahnen ist. Diese kleine Pia ist die gegebene Frau für meinen Wulff - Dietrich. Bei ihrer Taufe haben wir Väter die Sache bereits abgemacht und ich erachte das kleine Elfchen schon völlig als Schwiegertochter, denn sie muß es werden, es gibt keine andere Frau im Lande für den Niedecker. Nun aber noch einmal an die Gläser, meine Herren! Das Wetter klärt sich auf und Papa Simmel muß uns einen Wagen beschaffen, daß wir ein wenig spazieren fahren können. Ich muß doch einmal nach dem Rechten sehen, ob die Besitzungen unter dem Regime des geisteskranken Herrn nicht allzu sebr berunterkommm. Heute Abend auf Wiedersehen, meine Herren? Sie speisen docy woyl wieoer hier?" Man rieb sich halb verlegen, halb eifrig die Hände. Für gewöhnlich kommen wir erst nach dem Abendbrod wieder hier zusammen aber wenn wir die hohe Ehre genießen können, mit den Herrschaften abermals zusammen zu sein. . ." Natürlich! Wir wollen doch die kurze Zeit genießen, um uns recht gut kennen zu lernen", lächelte die Gräfin wie ein Engel, und reichte jedem der Herren die Hand. ' ?lck bin auf iedem Falle hier: ich bin der Schatten meiner schönen Königin!" rief der Assessor voll kühner Sectlaune. Die elegante Frau lachte amllsirt und der Graf klopfte ihm jovial auf die Schultern; Recht fo! Tragen Sie ihr die Schleppe, lieber Bärning. sie ist so sehr an Verehrer gewöhnt, daß sie sich nicht langweilen darf." Gott sei Dank, der Gatte war nicht eifersüchtig!" Dem Assessor ward ganz schwindelia vor Wonne. Das Ehepaar Simmel aber lächelte sich strahlend zu. So war es recht; die Herrschasten sorgten auch für Abendtischgäste in der Stadt Hamburg". lFor.fetzung folgt.) Lore. Von Fritz Lapidoth Zum ersten Mal sollte ich ein Testament abschließen. Mein College, ein Hilfsreferendar im Notariat, hatte mir bereits erzählt, daß Fräulein Balders zu den Sonderlingen unter den Clienten unseres Chefs, des Notars Wilhelmus Hendrikus Baselius, wie wir ihn in unsern Gesprächen nannten, gerechnet werde. Vierzehnmal hatte sie. die kaum Fünfzigjährige, bereits Testament gemacht, obgleich ihr niemals etwas widerfahren war. das, von unserm notariellen Standpunkt aus, eine sst oftmals miederholte Aenderung ihzt letzten Verfügung erfordert hätte. Sie war bekannt als eine durchaus nicht unvermögende, alte Jungfer, zu deren Gunsten wir bereits mehrere Hypötheken abgeschlossen hatten, und deren in einer der belebtesten Straßen Amsterdams gelegenes Haus jährlich eine hübsche Rente abwarf. Wiederholt schon von spekulativen Heirathscandidaten und vermeintlichen Erben heimgesucht, war die gute Dame allmälig zu der Ueberzeugung gelangt, daß eine uneigennützige Freundschaft nur bei Thieren zu finden sei. Und so hatte sie denn mit allen möglichen Individuen aus dem Thierreich Bekanntschaft gemacht.abwechselnd für Kanarienvögel, Hunde, Katzen und weiße Mäuse schwärmend. Während sie bei all diesem Gethier anfangs eine aufrichtige, völlig selbstlose Liebe vermuthete, ward sie dann eines schönen Tages völlig ernüchtert. Dies pflegte immer zu geschehen, wenn sie diese oder Z jene Thiergattung hinlänglich beobachtet hatte, denn Thiere sind nun emmal etwas auffälliger eigennützig als Menschen. Jedes Thier vergegenwärtigte in ihren Augen einen Erben; und zwar den Neffen, der es ihr geschenkt hatte. So lange sie also für ihren Kanarienvogel schwärmte, blieb der freundliche Spender, Neffe Johannes", in ihrem jüngsten Testament am meisten bevorzugt. Die Zuneigung, die sie für den Vogel empfand, konnte der Neffe wohl benutzen, und er würde sie, nach Fräulein Balders Tode, fogar noch zehn Jahre lang benutzen können, wenn der Ka narienvogel am Leben blieb und nicht inzwischen in Ungnade fiel. Aber das geschah, und es dauerte nicht lange, bis davn auch der Spender enterbt ward. Fräulein'Balders konnte aber nicht mehr ohne Thiere leben. Darum brachte ihr Neffe Jakobus einen echten, klemen Puck" mit und ward darauf zum Lobn alL llniversalerke ,rnneseiit. Der U senpinstzer wandelte indeß all zukald auf sdlcitrn Qeaen. bliebTäae

und Nächte aus, forderte ' Fräulein Balders' Entrüstung und Eifersucht heraus und gab durch sein leichtfertiges Betragen die Veranlassung dazu, daß auch Neffe Jakobus enterbt wurde. So waren nacheinander verschiedene Neffen Erben und dann wieder ExErben geworden, bis Fräulein Balders endlich mit einem Papagei beehrt wurde. Der Fall ward dadurch außerordentlich schwierig und verwickelt, daß der Geber, ein alter Marineofficier, starb, kurz nachdem Lore" ihren Einzug in das Balders'sche Haus gehalten. Wer würde nun zum Univer-

salerben ernannt werden? Niemand, wie es anfangs schien. Fräulein Balders erklärte ihr letztes Testament für unglltig. und es schien fast, als werde sie ohne Angabe ihres Erben sterben müssen, nachdem ihr letzter Wille nun bereits mindestens ein Dutzendmal zu Protokoll genommen war. - So lange Lore gesund und munter blieb, dachte Fräulein Balders nicht über die Zukunft des Thieres nach. Als aber der Papagei, während eines schlechten, feuchtkalten Winters, em wenig zu kränkeln anfing und weniger sprach, schrie und lachte, legte sich die Thierfreundin mehr als einmal ängstIlch die Frage vor: Wer wird sich um Lore kümmern, wenn ich einmal nicht mehr da bin und das Thier alt und häßlich geworden ist?" Nun fing sie an, genau zu beobachten. wie sich sämmtliche Neffen und Nichten, die sie besuchten, dem Thier gegenüber benahmen. Sie ersann alle möglichen Listen, um herauszufinden, wie dieser oder jener wirklich über ihren Liebling dachte; denn natürlich heuchelten sie alle das größte Interesse und eine übertriebene Aengstlichkeit für Lore. Von jedem einzelnen ber Besucher erhielt Lore natürlich etwas Gutes; niemals aber nahm der Papagei von zwei Schmeichlern die Kakaobohne oder den Zucker in derselben Weise an. Während er bei dem einen gierig nach dem Dargebotenen griff, nahm er es dem andern fo zart und behutsam wie möglich aus der Hand. Fraulem Balders versuchte nun herauszufinden, welche Gebärden bei Lore auf die größte Liebe schließen ließen, und nachdem sie dieses schwierige Problem einigermaßen zu ihrer Zufriedenhat gelost hatte, ließ sie den Notar Baselius kommen, um ein neues Testament aufzustellen und zwar zu Gunsten einer mittellosen Nichte, die unter der Bedingung, den Papagei bis an dessen Lebensende mit mütterliche: Liebe zu pflegen und zu behandeln, zur Universalerbin eingesetzt wurde. Die arme Nichte ahnte nichts von dieser Verfügung und fuhr indessen fort. Lore ein wenig zu verziehen und zu verhätscheln. Doch der von allen Menschen verwöhnte Papagei hatte seine Launen. Eines Tages biß er seine Freundin in den Finger; das Blut strömte über seinen Schnabel, und ' wüthend dae rüber, daß er so besudelt wurde, flog der Papagei, heftig. mit den Flügeln schlagend, durch seinen eleganten Ka fig, während er an dem festen Gitter rüttelte und vor Wuth laut schrie. Fräulein Balders fürchtete, ihr Liebling werde einen Schlaganfall bekommen, ward krank vor Angst und wüthend auf ihre Nichte und erklärte ihr jüngstes Testament für null und nichtig. Darauf vermachte sie ihr Vermögen einem Neffen, der niemals auf Lore geschimpft haben würde, selbst dann nicht, wenn der Papagei ihm ein neues Paar Handschuhe zerrissen hätte. . So löste der. eine den andern als Fräulein Balders Erbe ab. Das Merkwürdigste von allem aber war es doch. daß der Papagei anfing, die ganze Familie, darunter auch seine Herrin, zu tyrannisiren. Viel zu lange schon hatte ihm ein jeder alles an den Augen abgesehen und ihn dadurch vollständig verdorben. Indessen begann Fräulein" Balders Besorgniß, wie die Habgier der Erben, in eine Vergötterung des 'abscheulichen Thieres auszuarten. Der Papagei ward despotisch, und um so despotischer, weil Niemand genau wissen konnte, was ihm angenehm und in welchem Augenblicke ihm beizukommen war. Sie behandelten Lore, wie die Fetischdiener ihre als Gottheiten verehrten und angebeteten Vogelscheuchen: man betrachtete den Papagei mit heimlichem Entsetzen und näherte sich ihm dann doch mit großer Vertraulichkeit und Leutseligkeit. Man studirte so eingehend wie möglich seine Kehllaute, seine Art und Weise zu pfeifen, sich in seinem Käfig herumzudrehen u. f. w. Und der eine verschwieg dem andern ängstlich, was er auf diesem Gebiet Neues erfahren. Die Erbfchaftsspekulanten versuchten, auf alle mögliche Art und Weise, Lore in gute Laune zu versetzen. Sie übten sich an andern Papageien im geschickten Krauen unter den Flaumfedern und waren eifrig bemüht, Lore möglichst hübsch vorzupfeifen, damit der Papagei zum Mitschreien verführt werde. Und der Papagei sah sich ringsum mit seinen fahlen, gelblichen Augen, um etwas zu suchen, das ihm mißfiel. Denn allmälig ward das Thier sich seiner Macht bewußt und merkte sehr wohl, daß man zitterte, wenn er über die Farbe eines Hutes oder einer Krawatte in Wuth gerieth und das machte dem Thier Spaß. Denn er war empfänglich geworden für jede Art der Huldigung, die die Despoten mit einem hämischen Lächeln ode; einem spöttischen Kräuseln der Oberlippe entgegenzunehmen Pflegen. Sogar Fräulein Balders konnte sich angesichts dieses tyrannischen Vogels eines heimlichen Grauens nicht erwehren. Sie hatte so oft schon seinetwegen die Bestimmungen über ihren letzten Willen ,z:ändert, hatte es schon so trefflich gelernt, ihre kleinen Freundschaften und Neigungen von Lores wechselnden 'Launen abhängig zu maI chen, daß. sie sich nicht mehr als Besiderin des Tmeres. ia kaum jiogi als

Besitzerin ihres Vermögens vorkam. Die alte Jungfer selbst verfügte nicht mehr über ihr Geld; nicht sie widerrief das eine Testament nach dem andern, sondern ihr war's, als sei es der Papagei. der bald diesem, bald jenem den Titel eines Universalerben verlieh. Und sie begann sich vor dem von zwanzig Familienmitgliedern vergötterten Thier, vor seinemGeschrei, seinem Flügelschlagen und seinen gelblichen Augen zu fürchten. Und es war ihr, als beginne der Papagei sie zu hassen, nun, da er merkte, daß sie vor ihm zitterte. 00 kam Fräulein Balders denn auf dm Gedanken, den tyrannischen Vogel lieber sofort an eins der Familienmitglieder zu verschenken. Sobald sie aber Lore mit diesem Gedanken anblickte, schien der Papagei ihr Vorhaben zu errathen, und dann las sie in seinem gläsernen Auge die Bedrohung, daß sie sterben müsse, sobald er das Haus verlassen habe. . Sie litt nämlich an einem Leberleiden, das ihr täglich mehr Beschwerden und Schmerzen verursachte. Und in ienen Augenblicken tödtlicher Angst hörte sie stets den Papagei in seinem Käfig umhertanzen und immer wieder und wieder rufen: Erstick' halt deinen Schnabel erstick' halt deinen Schnabel Später meinte dann Fräulein Valders, das Thier könne eben natürlich nicht wissen, was es sage. Als sie jedoch in dem Augenblick, da sie glaubte, daß ihre letzte Stunde geschlagen habe. Lore wiederum jene fürchterlichen Worte hinausschreien hörte, glaubte sie, der Teufel sei in den Papagei gefahren und bedrohe sie nun, bereit, jeden Augenblick mit ihr zur Hölle zu fahren. Sie hatte jetzt solche Angst vor Lore, daß sie an ihr Vorhaben, den Papagei aus dem Hause zu entfernen, gar nicht mehr denken konnte. Ab und zu betete sie wohl noch für seinen baldigen Tod. und gewiß hätte sie nun dem Verwandten, der es gewagt hätte, das Thier auf geschickte Art und Weise zu vergiften, ohne Zögern zu ihrem Universalerben ernannt. Doch daran dachte natürlich kein Mensch. Im Gegentheil jeder beunruhigte sich mehr als notbia. wenn Lore einmal etwas wemer vergnügt war als gewöhnlich. Fräulein Balders merkte es nur allzu gut, daß ihr eigener Gesundheitszustand viel weniger Theilnahme erregte, als der des entsetzlichen Vogels. Der armen Person ward es. in der Seele zuwider, daß man zu ihrem Tyrannen so freundlich und zuvorkommend war. Die Schmeichelworte, die man ihm zuflüsterte, flößten ihr Widerwillen. ein, und in ihren Augen ward der Papagei nach und nach so häßlich, daß die kleinen Komplimente, die man ihr nach wie vor über das Thier sagte, sie wüthend machten. War sie denn wirklich monatelang dasOpfer einer derartig unverschämten Schmeichelei und Liebedienerei gewesen? Im Gegensatz zu früheren Zeiten ward ihr jetzt der Verwandte am theuersten, der am schlechtesten mit Lore umging und den Papagei am meisten mit Hut oder Krawatte reizte. Wiederum wurden Testamente gemacht und widerrufen; im Bureau des Notars Baselius wettete man bereits auf den geschicktesten Erben. Der Zufall mußte entscheiden, wem endlich der Nachlaß zufallen sollte. Es war das erste Testament, das ich abschließen half. Fräulein Balders ging nun endlich, nachdem sie bereits so viele Testamente gemacht, doch ihrer letzten Stunde entgegen. Wir saßen an ihrem Bett: der Notar, mein Freund, der Hilfsreferendar. und ich. t Wie in einem Traum, vor Erregung zitternd, hörte ich. wie man eintönig und tonlos folgendes vorlas: Am sechsten November habe ich. Wilbelm Heinrich Baselius, im Hause des Fräulein Elisa Balders in Gegenwart von Zeugen, dieses Testament unmittelbar nach dessen Verlesung unterzeichnet." Der Notar Baselius konnte nicht weiter sprechen; niemals werde ich den fürchterlichen Eindruck vergessen, den ich in jenem Augenblick empfing. In seinem glänzenden Käfig, vor Ungeduld und Wuth darüber, daß so viele fremde Menschen im Zimmer waren. wie rasend umherflatternd, rief der Papagei in einem fort mit seiner kreischenden Stimme: Erstick' halt deinen Schnabel erstick' halt deinen Schnabel!" Zuerst hatte der Notar gefragt: Wäre es nicht besser, wenn wir das Thier aus dem Zimmer entfernten, mein gnädiges Fräulein?" Da aber hatte sich Fräulein Balders mit einem Ruck aufgerichtet und, mit einem scheuen Blick auf den Käfig, in ernsthaftem Tone geantwortet: Nein, ich darf ihn nicht fortbringen lassen; er will nicht fort." Darauf hatte dann einer von uns über das anhaltende Rufen und Schelten leise gelächelt. Lachen Sie nicht, mein Herr!" rief sie. Lachen Sie um Gotteswillen nicht! Es ist der Teufel " Der Notar zuckte die Achseln und fuhr dann fort zu lesen: .... Ich ernenne zum Universalerben, unter der Bedingung, daß er meinen Papagei Lore versnroen rrlr'r UM Chi Nnfeblbareö Mittel. 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Fräulein B'ers richtete sich halb auf. Erstick' I;clt deinen Schnabel erstick' halt deinen Schnabel!" rief der Papagei nun wieder, wüthend darüber, daß vorgelesen ward. Sie irren sich, Herr Notar. Es muß heißen: er .... er ... . erwürgen. Jawohl, Herr Notar, bitte erwürgen." Der Notar machte eine Randbemerkung und verlas darauf möglichst schnell den Schluß. Er fürchtete.Fräulein Balders könne noch vor der UnterZeichnung von der nahen Krisis befallen werden. Der Papagei schrie je länger, desto lauter und schriller, flog in seinem Käfig umher und rüttelte mit seinem Schnabel an dem eisernen Gitter. Und Fräulein Balders war gerade noch im Stande, zu unterzeichnen und den erforderlichen Zusatz hinzuzufügen. Dann kam der fürchterliche Schmerz und verzerrte ihre armen, alten Glieder. Der Arzt löste uns am Krankenbett ab. Aber noch auf der Treppe hörten wir, das Gejammer der Sterbenden übertönend, das Kreischen des Vapageis: Eistick' halt deinen Schnabel erstick' kalt deinen ScknabelZ"

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