Indiana Tribüne, Volume 21, Number 222, Indianapolis, Marion County, 30 April 1898 — Page 1
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I )0 (V A s AA xN K M n r y w v w x y y yy v l Office : No. 18 Oud Mabama Vtratze. Telephon 1171 Indianapolis, Zndiana Samstag, den 30. April 1898 Jahrgang 31, NttSLS
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Zar (Situation. Ja Madrid herrscht eitel Freude wegen des Siege den Blanco seinen Landöleuten berichtete. Man könnte den Leuten ja die Freude gönnen, wenn durch solch falsche Berichte nicht
die KriegSluft entstammt würde, wodurch eventuell der Krieg in die Länge gezogen werden kann. Ueber das Thun und Treiben und die Absichten der Spanier herrscht nahezu völlige Dunkel. Der größte Theil der spanischen Flotte ging von St. Vincent mit versiegelten Befehlen ab und man weiß also nicht, wohin die Fahrt gehen wird. Drei Torpedoboote, welche zur Flotte gehörten, schlössen sich der Fahrt nicht an, sondern gingen nordwärts, man vermuthet nach den kanarischen Inseln. Seit die amerikanische Flotte von Hongkong abgefahren ist, weiß man natürlich nicht über die Bewegungen derselben. Die Nachrichten über die spanische Flotte in Asien find widersprechend. Sinmal heißt e, dieselbe sei den Amerikanern entgegengefahren, ein andermal, fie werde in Manilla bleiben, einmal wird mit Bestimmtheit eine Seeschlacht in Aussicht gestellt, ein andermal heißt e wieder die Spanier würden nicht Stand halten. Kurzum, die Nachrichten find so unbestimmt, daß man sich auf keine verlassen kann, und nicht übrig bleibt, al die Situation ruhig abzuwarten. Für die amerikanischen Schisse hängt von dem Erfolge einer eventuellen Seeschlacht alle ab. Werden sie geschlagen, so ist nicht nur an eine Besetzung der Philippinen von amerikanischer Seite nicht zu denken, sondern die amerikanischen Schisse würden in eine sehr prekäre Lage gerathen. Viele tausend Meilen von einer OperationSbasi entfernt, und nicht im Stande die im Eefecht erlittenen Schäden auszubessern noch sich mit Kohlen, Munition und Proviant zu versehen, bliebe den Schiffen nicht übrig, al in einen chinesischen oder japanesischen Hafen zu flüchten, woselbst fie aber für die Dauer de Kriege zu derbleiben hatten. da die Neutralitätögesehe ein nochmalige Auslaufen nicht gestatten. Sind die Schisse noch einigermaßen seetüchtig und noch genügend mit Kohlen und Proviant versehen, dann könnten fie eventuell die Heimreise anzutreten versuchen. Die amerikanische Flotte muh also unter allen Umständen versuchen die spanische zu schlagen und sich aus den Philippine festzus.jen, da sie sich sonst nicht zu halten vermöchte. S würden ferner im Falle einer Niederlage unserer Schisse die Städte an der paeisischen Küste ohne Flottenschuh den Angrissen der Spanier ausgesetzt sein. Admiral Devey soll vor seiner Abfahrt behauptet haben, daß er keinen energischen Widerstand von der spanischeu Flotte erwarte, da dieselbe bedeutend schwächer und schlechter auSgerüstet ist, wie die amerikanische, und bah er Manilla innerhalb einer Stunde eingenommen haben werde. Daß unsere Schiffe größer und schneller find al die spanischen, ist richtig, und eine Niederlage ist daher gerade nicht zu befürchten, aber mehr al eine Stunde dürste die Einnahme von Manilla denn doch wohl in Anspruch nehmen, fall eine Vertheidigung überhaupt stattfindet. Inzwischen beeilt man sich unserseit die Truppen so rasch wie möglich in Tampa zusammenzuziehen und man kann sich keinen anderen Zweck al den einer Landung in Cuba denken. Ein energische Borgehen hat jedenfalls sein Gute., d. h. wenn e erfolgreich ist. Denn so lange nicht ein entfcheidender Schlag erfolgt, ist an ein Aus. hören de Kriege nicht zu denken. C ist 'möglich, daß fall Matanza genommen wird, die Spanier bereit sind, aufzuhören. E ist möglich, daß eine einzige Niederlage der Spanier genügt, dem Kriege ein Ende zu machen, und e.wäre daher sehr wünschenwerth, daß dieselbe bald erfolgt. Ja eigenthümlicher Lage befinden sich die Milizen und e zeigt sich, wie wenig vorbereitet man hier aus kriegerische Ereignisse ist. Die Negierung hat 125,000 Mann Freiwillige einberufen und damit dieselbe euk allen Theilen de Lande kommen, von jedem Otaate eine entspreiZentt Zahl derlanzt. Cle hat sich
zu diesem Behufe an die Gouvernöre
der Staaten gewandt und diese haben die Milizen zusammengerufen. Die Regierung hat aber nicht die Milizen, sondern Freiwillige verlangt. Die Negierung hat nicht mit den Milizorganisationen zu thun, sie will Soldaten sür ihre Armee anwerben, welche keinerlei Vorrechte besitzen. E muß daher jede einzelne Mitglied der Milizen sich individuell anwerben lassen. Ob sie alle gegangen waren, wenn jeder Einzelne daheim und allein gefragt worden wäre, da ist zum Minbesten eine offene Frage. Nun, da die Milizen beisammen sind, kommt nicht mehr der individuelle Wille, sondern der Herdeninftinkt zur Geltung, da wird sich Keiner ausschließen wollen, der nicht muß. Diese sonderbare'.Cinrichtung aber hat vielerorts große Unzufriedenheit erregt. Die Pennsylvanier und New Jorker Milizen Protestiren heft lg dagegen, fie verlangen Anerkennung ihrer Organisation, andernfalls würden viele ihrer Mitglieder nicht mitgehen, und die Marine Reserven" von Massachusetts weigern sich geradezu, sich eivreihen zu lassen. Gezwungen dazu können sie nicht werden. E scheint un, daß hier ein sehr großer Fehler begangen wurde. Die Regierung hat. Recht, wenn fie bloß Soldaten will, die fie nach Belieben verwenden kann, aber dann hätten die Gouvernöre nicht die Milizen einberufen, sondern einfach Freiwillige zur Meldung auffordern.sollen. ZlrchllilllHrilhkli. Inland. Wetterbericht. Wolkiges Wetter mit Regenschauern heute Nacht und Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzte 24 Stunden 70 Grad, niedrigste 52 Grad. DieKriegSsteuer. Washington. 30. April. Die Kriegksteuerbill wurde mit 181 gegen 131 Stimmen im Nepräseatantenhause angenommen. Demokraten und Populiften opponirten der Ausgabe von Bonds und stimmten deshalb dagegen. UM Glücklich angekommen. NevSork. 30. April. Die Pari kam heute in der Frühe bei Fire 3tland in Sicht. Sie ist auf der ganzen Fahrt nicht belästigt worden. Um 8 Uhr war fie in ihcem festlich mit Flaggen geschmückten Dock. . , Ein Gerücht. K e y W e st, 30 April. Ein Gerächt besagt, daß gort Cabana bei Havana Freitag Abend beschossen wurde. Der Zweck soll ebenfall RecognoSzirung gewesen sein. - Truppenbewegungen. Chattanooga, Tenn., 30. April. Die ganzen acht Batterien Artillerie, sowie daS 24. InfanterieRegiment und die ' vier Compagnien de neunten Cavallerle - Regiment brachen ihr Lager auf. um sich sofort nach Tampa, Fla , zu begeben. Offiziere und Mannschaften glauben, daß eine Invasion von Cuba, oder wenigstenö da Einnehmen eine cubanischen Hafen beabsichtigt werde, um eine Verbindung mit den Cubanern unter Gomez und Garcia herzustellen und in Verbindung mit denselben die hungerleidenden Concentrado zu unterflützen und die spanischen Truppen von der Insel zu vertreiben. Heute traf da 16. Jnfanterie-Re-giment von den Posten in Washington und'Zdaho in dem Lager ein. S wird der ersten Brigade zugetheilt werden. N e w O r l e a n , 80. April. Das erste Regiment, da vor einigen Tagen hier ankam, hatte kaum seine Zelte aufgeschlagen, al e schon nach glorida beordert wurde, ton wo au e nach Cuba gesandt werden soll. Großer Enthufiaömu herrschte unter . den Bewohnern beim Abmarsch der Truppen. Mobile, Ala., 30. April. Da 10. und 22. Regiment ging heute nach Tampa. ab und die Truppen wurden aus ihrem Marsche zum Bahnhof mit großem Enthnfiakmu begrüßt. Der Zug ging in vier Abtheilungen über Pevsaeola ab. In Lazer ist der Oefehl ei7ktr:sskJ, die Ccr:paikkn der
verschiedenen Regimenter aus die volle
Kriegsstärke von 106 Mann zu bringen. Die Freiwilligen au dem Staate werden am Montag hier erwartet. Ausland. Ein Gerücht. M a d r i d,30. April. Ausregung hat hier ein Gerücht verursacht, daß Deutschland eine Note erlassen hab,, worin e erklärt, daß e der Landung amerikanischer Truppen auf den Philippinen nicht opponiren, daß e aber keine Beschießung der Städte erlauben werde, da die deutschen Interessen auf den Philippinen zu bedeutend seien. Da Deutschland keine Neutralitäterklälung erlassen hat, ist man um so eher geneigt, da Gerücht zu glauben. -9Werden ausgewiesen. Londo ,30. April. Eine Spezialdepesche toi Madrid meldet, daß die spanische Regierung beabsichtige, alle Amerikaner zuweisen. Warum? Paris. 29. April. ES wird derkündet, daß außerordentliche Marine und militärische Thätigkeit in ganz Frankreich entwickelt wird. Alle kürzlich mobilifirten Schiffe werden gefechtbereit gehalten. Die Reserven erwarten ihre Einberufung. Spanische Berichte. ' Madrid, 30. Apr. Folgendes ist der wesentliche Inhalt de Berichte von General-Capitän Blanco über da Beschießen der Fort von Matanza am letzten Mittwoch durch Contre-Qd-miral Sampson Geschwader : Die amerikanischen Kreuzer feuerten auf die Batterien von gort Morilla in Matanza, ohne Schaden anzurichten. Wir feuerten 14 Schüsse, auf welche die Amerikaner mit vielen Mitrailleusen antworteten, ohne Schaden zu thun. Da amerikanischeGeschwader feuerte auch 14 Kanonenschüsse aus die Saborilla-Batterie ab, durch welche un ein Maulthier getödtet vurte. Die spanische Batterie antwortete nur mit vier Schüssen, da sich die feindlichen Schisse außer Tressweite besänden. Da ganze Geschwader von sünf Schissen warf, dann mehrere Bomben in die Stadt, ohne Schaden zu verurfachen. Die französischen und öfterreichischen Consuln proteftirten gegen da? Beschießen der Stadt,' da e begonnen wurde, ohne daß vorher die ausländischen Unterthanen gewarnt worden waren. Die Besatzungen der Stationen find voller KampfeSmüth. Wie e scheint thaten unsere Schüsse einigen Schaden an den amerikanischen Schissen." Der Kriegsminister theilte in der Deputirtenkammer mit, baß die Insurgenten in Verbindung mit der amerikanischen glotte handelten, und einen Sandangriff unternahmen, während, die gort von Matanza bombardirt wurden. Er erklärte, die Regierung habe beschlossen alle Nachrichten gute und schlechte, zu veröffentlichen. Er sagte, die amerikanische glotte habe 60 Geschosse abgefeuert und da einzige Opfer sei ein Maulthier gewesen. Da erregte große Gelächter. Die amerikanischen Schisse seien durch da Feuer de spanische Batterien beschädigt worden, und die Insurgenten hätten im Einverftändniß mit den Amerikanern einen Landangriff gemacht, seien aber auf Haupt geschlagen worden. E sei ein ruhmvoller Tag für die spanischen Waffen gewesen. Der Marqui Loma fragte, ob die telegraphische Serbindung mit den Antillen gesichert sei. Er erinnerte an die Pariser Convention und sagte, er hoffe, daß die Verbindung über Halifax, die Vermuda und Samaiea nicht unterbrochen werden würde.
Von den Philippinen. L o a d o n, 30. April. Der Correspondent de Daily Telegraph" sagt, der Insurgentensührer Aguinadalo treffe Vorkehrungen für einen Angriff auf Manilla. Hongkong, 30. April. Bon Manilla wird gemeldet, daß da amerikanische Geschwader auf der Höhe von Bolinao, nördlich von Manilla in Sicht fei, daß aber da Wetter zu Sürmisch sei, al daß sich die Flotte hätte mit .den Insurgenten i Oertindu?.z setzen köZÄkn. ' - ! I
. Commodore Dewey glaubt, daß seine Pflicht erfüllt sei, wenn er die spanische glotte gefangen und den amerikanischen Handelsschiffen die Sicherheit verschafft habe. Elf dieser Schisse sind ühersällig und die Amerikaner hegen schwere Befürchtungen.
: Gladstone im ;t e'rb e n. Londo n,30. April. Eine Pridatdepesche von Hawardm meldet, daß Glatstone rach seinem Ende entgegen geht. Flüchtlinge von Cuba. Kingston, Jamaika, 29 April. Der deutsche Dampfer Remui". von Hamburg nach Baltimore, lief heute Morgen in Port Antonio, auf dieser Znsel an, und landete 441 deutsche, kubanische, britische und amerikanische Flüchtlinge von Santiago de Cuba. Der Remuö", der mit Eisenerz beladen ist, kam mit Brook Brothers in Santiago de Cuba überein, die Flüchtlivge auöBarmherzigkeit aufzunehmen. Die Flüchtlinge .sind meistens Frauen und Kinder. An Bord des RemuS" befanden sich keine Accomodationen für dieselben, und fie waren genöthigt während der ganzen Nacht auf Deck zu bleiben, ohne Nahrung, da der Dampfer nicht sür so diele Menscheu vo gesehen war. Als fie ankamen waren die Flüchtlinge sehr hungrig und durch die Strapazen der Nacht erschöpft. Einer sagte : Wir können gerade so gut hier als dort Hungers sterben. Die Spanier haben in Santiago de Cuba alt Nahrungsmittel. für die Armee beschlagnahmt, und die Civilbevölkerung der Stadt, etwa 20.000 Personen, ist ganz ohne Nahrung." DieZlüchtlinge bestätigen die Berichte, daß die Spanier die kleinen Plätze und Plantagen, die fie früher bewachten, verlassen, und vor ihrem Abmarsch die Plantagen-Gebäude nied'erbrennen." Die Thätigkeit der Insurgenten hat in letzterer Zeit stark zu genommen und fie stellen RazziaS bis an die Außenwerke von Santiago de Cuba und Guanbaco an. Die Agenten der Insurgenten stehen in Verbindung mit der Stadt Santiago de Cuba. -- SchiffS.ttachrlchien. Angekommen in : Philadelphia: Sviherland" von Antwerpen; Missouri- von London. New V o r k : Peninsular" von Lissabon; Phönieia" don Hamburg. QueenStown: Campania" von New Jork nach Liverpool. Southampton: Kenfington" von New Lork. Kopenhagen: Noordland" von Baltimore. Genua: Aller" von New Sork. allerlei. In überaus trauiaem Zu, stände ist die britische Barke Willscott", Capt. Mitchell. im Schlepptau der Sea Witch" im Hafen von San Francisco eingetroffen. Seinen eisernen, kurz üb:r dem Verdeck abgebrochn nen Hauptmast schleppte es nebst vieler Takelage im Wasser mit. Beide anden Masten waren ebenfalls abgebrochen, wenn auch die Stumpfen noch Nothsegel zu tragen vermocht hatten. Vom Schiffsgeländer und den Deckhäusern waren nur noch dürftige Spuren, zu sehen. Das Schiff fuhr in Ballast von Hiogo in Japan ncch dem Puget Sund, als es von einem furchtbaren Taifun überrascht wurde. Das Fahrzeug wurde in ein hilfloses Wrack verwandelt und in diesem Zustand begegnete es dem britischen Dampfer Conway", Capt. Hume, der aber unter Nichtbeachtung aller Nothstgnale weitersuhr. Nach unsäglichen Mühen erreichte Capt. Mitchell das Leuchtschiff auf der Höhe von Sair Francisco, wo er den Dampfer Sea Witch" traf, der ihn in den Hafen schleppte. Ein modernerLeanderist ein junger Mann Namens William Gunn in Covington. Ga. Seit Kurzem war er mit Fräulein Emily Jackson in Henry County, Ga., verlobt und dieser Tage sollte in einer am South River belegenen Kirche die Trauung des Paares stattfinden. Als er die dorthin führende Brücke zu überschreiten im Begriff stand, wurde er don einem Wächter angehalten und don ihm ein Gesundheitsattest verlangt, da in seinem Heimathscounty die Pocken ausgebrochen waren und dasselbe unter Quarantäne gestellt war. Außer Stande, das Attest sofort zu beschaffen. iegabGunn sich an einen etwa eine Tlbe Meile von der Brücke beleg:7.en Platz, der don den Quararttä.'iewä
rern mcyr geleyen weroen ronnke, emkleidete sich und schwamm mit seinen Kleidern auf dem Rücken der den mit eiskaltem Wasser gefüllten, reißenden Strom. Glücklich erreichte er das andere Ufer, kleidete sich an und kam rechtzeitig in die Kirche, wo die Eheschlleßung vollzogen wurde. Nach der
Dränung setzte er mit semer Braut in einem kleinen Nachen über den Strom und auch dieses Mal wußte er sich den Argusaugen der Quarantänewächter zu emzieoen. , , . f ., . . rneöestialischeTrinkerwette hat in Matawan, N. I.. den Tod emes der Theilnehmer herbergeführt. John Barnay Banpolt trank im Matawan House 2j Quart Apple Jack. stürzte etwa 10 Minuten darauf bewußtlos zu Boden und starb am folgenden Mittag. Banpolt hatte gewettet, daß er soviel Apple Jack trinken könne, als ein anderer Bier, und jedesmal, wenn sein Gegner ein Glas Bier leerte, trank er ein Glas des feurigen Stoffes. Der Biertrinker verlor, und Vanvolt wurde als Sieger erklärt. Es zeigten nicht sofort die Wirkungen des Schnapsgenusses, und er trank noch ein Glas Bier, allein gleich darauf fiel er vom Stuhl. Freunde brachten ihn in die Wohnung seiner Eltern, wo er zu Bett gelegt wurde. Da Banpolt öfter schwer betrunken heim kam. so kümmerte sich sein Vater nicht weiter um ihn. Als er am folgenden Mittag in seines Sohnes Zimmer kam, lag derselbe 'todt im Bette. An den Ufern des'North Canadian River haben sich Krieger vom Stamme de Cheyenne-Jndianer angesammelt und führen wilde Geistertänze auf. Sie verlangen größere Rationen, und da die Bundestruppen Befehl zum Abmarsch nach dem Süden erhalten haben, glauben die Rothhäute, daß die Gelegenheit zu einem Ulttmatum an den Jndianeragenten günstig sei. Aufgereizt von ihren Medicinmännern sind nahezu 1000 Krieger nach dem Canadian River gezogen, wo sie beim Geistertanz die Heldenthaten ihres Stammes besingen und den Blaßgesichtern ewige Feindschaft schwören. Man befürchtet, daß sich die Indianer vom Geistertanz aus den Kriegspfad begeben werden. Die Krieger sind un, zufrieden mit dem kürzlich vurchgeführten Territorialgesetz, welches die bei den Jndianerstämmen allgemein übliche Vielweiberei untersagt. Und die Fleischrationen, die der große Vater" in Washington liefert, sind seinen rothen Kindern immer zu klein gewesen. Au den ältesten Äsitzungen der Wittelsbacher am linken Rheinufer gehören die oberhalb Neustadt a. d. Haardt gelegenen Burgen Wolfsburg und Ruine Winzingen (Haardter Schloß). Erstere Ruine befindet sich zur Zeit in schlechtem bzulichem Zustande; auch ist die Schild mauer östlich vom Palas noch nicht völlig freigelegt, ebensowenig wie ein früher vor derselben befindliches Vorwerk. Der Vorstand des Verschönerungsvereins für Neustadt und Umgebung beabsichtigt nun, mit Hilfe de5 pfälzischen Verschönerungs - Vereins. diese altwittelsbachischeBurgruinc völlig freizulegen (sie erscheint mit Neustadt zuerst urkundlich Anno 1255) und auch die Reste des Palas. früher Wohnung des Vice - DominuS, in eine repräsentable Verfassunq zu bringen. (Segen Die Gelegenheitsmacherin Carpette in Brüssel hat die auf 7 Tage veranschlagte GerichtsVerhandlung vor dem Brüsseler ZuchtPolizeigericht stattgefunden. Unter der Anklage des Betruges, der Kuppelei. Unzucht. Wucher und Erpressung hatte die 41jährige Sennorita" Carpentero. Besitzerin des Highlife-Bar in Brüssel, und in den Kreisen, in denen sie verkehrte, unter dem Namen Miß Carpette bekannt, auf der Anklagebank Platz zu nehmen. Die Carpette unterhielt mehrere öffentliche Häuser sowie Restaurants, in welchen die tollsten Orgien gefeiert wurden. Sie plünderte ihre Gäste nicht nur bei deren Besuchen tüchtig aus, sondern verfolgte sie mit Erpressungen bis in den Familienkreis. Ihr Vermögen wird auf 500.000 Francs beziffert. Das Treiben der Angeklagten hätte wohl noch lange gedauert, wenn nicht ein französischer Marquis, den sie in ganz unerhörter Weise ausgebeutet hatte, die Brüsseler Staatsanwaltschaft zum Einschreiten aufgefordert hätte. Die Verhaftung der Carpette und die Aufdeckung d:r Skan. dalaffäre hatte die Entlassung des durch seine Beziehungen zu der Jnhaftirten compromittirten Generalstaatsanwalts de Rouge zur Folge, sowie zahlreiche Ehescheidungen in der Brüsseler Gesellschaft. Für die VerHandlung, die unter Ausschluß der Oeffentseit vor sich ging, waren mehr als hundert Zeugen geladen. Die Carpette wurde zu fünfzehn Monaten Gefäng niß und zehn Jahren Polizeiaufsicht berurtöellt. Die ausfallendsten Heilungen von Scroseln, die man kennt, find mittelst Hobd'S Sarsaparilla erzielt. Dieses Mittel sucht seines Gleichen bei Llutkrankheiten. Gebraucht nur H o o d'S. Ho ob's Pillen find mit der Handkemacht und völlig gleich anCröße Ud CtZiC. 25.
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