Indiana Tribüne, Volume 21, Number 220, Indianapolis, Marion County, 28 April 1898 — Page 1
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Zur Situation.
Der erste Angriff ist erfolgt. Er war allerdings nur preliminär, aber auf spanischer Seite mag er Blut und Leben gekostet haben. Die Erdwerke bei MantanzaS wurden beschossen, erstenS um deren Vollendung zu verhinder, zweitens um die Lage der Batterieen kennen zu lernen. Sonst hat sich Wichtiges nicht ereignet. Depeschen von Havana melden, daß mehrere spanische Schiffe die Blockade gebrochen haben und daß der spanische Dampfer Montserrat mit drei Millionen DolarS Silber an Bord ohne Belästigung n CienfuegoS angekommen fei. LehereS wäre nicht unmöglich, aber eS wäre kein Blockabebruch, denn CienuegoS liegt an der Südküste CubaS und diese ist nicht blockirt. 3m Uteri gen sind die Nachrichten auS Madrid und Havana mit Vorsicht aufzunehmen, denn sie sind daraus berechnet, Stimmung zu machen. Größere? Interesse als der äugenblicklichen Lage vor Cuba wird jetzt der Lage in den asiatischen Gewässern entgegengebracht. Die Spanier haben dort ebenfall eine Flotte. Sie ist an Zahl der Schisse der amerikanischen voraus, die amerikanischen Schiffe aber übertreffen die spanischen an Größe und Fahrgeschwindigkeit. Da die amerikanische Flotte auS Hongkong auSglw'esen und daher ohne OperalionSbasiS ist, so mag sie sich geztvungen sehen, sich eine solche aus spanischem Gebiete, auf den Philippinen, zu schassen und ein Angriff und eine Schlacht gehören zu den Wahrscheinlichkeiten. Widersprechend sind die Berichte über die spanische Flotte bei den Cap Werde Inseln. Gestern wurde berichtet, daß sie noch, still liege und auch, daß sie schon seit einigen Tagen abgefahren sei, um Städte an der atlantischeu Küste anzugreifen. Was ist nun richtig? Beide Berichte kam?n von Madrid, der eine über London. SS scheint darauf abgesehen zu sein, die Amerikaner irre zu führen. Zwischen der afrikanischen Küste und Nordamerika besteht keine telegraphische Verbinduvg, aber eS besteht eine solche zwischen Brasilien, Cap Werde, den kanarischen Inseln und Spanien, eS wird also seine Schwierigkeiten haben, zuverlässige Nachrichten zu erhalten. Außer den Flotten in afrikanischen und asiatischen Gewässern haben die Spanier noch eine dritte Flotte, über deren Aufenthalt gar nichts bekannt ist. Die spanische Flotte in asiatischen Gewässern hat Manilla verlassen, wohin? daS weiß man nicht. Will sie den Kampf mit den Amerikanern aafnehmen. oder beabsichtigt sie eine Beläftigung der pacisifchen Küste, etwa einen Angriff auf San Francisco oder Port land ? - DaS sind Fragen, welche den ameri kanifchen Marinebehörden schweres Kopfzerbrechen machen, sich aber doch im Augenblicke nicht beantworten lassen. Man hält es nicht für unmöglich, daß die Flotte bei Cap verde nach Asien segelt um den Kampf dorthin zu verlegen. In solchem Falle müßte vielleicht die amerikanische Flotte Cuba verlassen und den Spaniern nachsegeln. Doch daS ist alles nur Spekulation und zeigt höchstens, daß der Krieg sehr lange dauern kann und alles andere nur kein Spaß ist.
Inzwischen werden unserseits Versuche gemacht, Verbindungen mit den Cubanern herzustellen und ihnen vor allem Waffen, Munition und LebenöMittel zuzustellen.
Die Lage der Nicht Combattanten und ConcentradoS auf Cuba muh unterdeß eine noch viel entsetzlichere als bisher geworden sein. Ein englisches Schiff, das von Havana abfuhr und dem man gestattete, durch die Blockadelinie zu fahren, berichtet, daß eS gar nichts mehr Ungewöhnliches sei, Leute plötzlich vor Hunger und Entkräftung todt niederfallen zu sehen. Die Preise aller LebenSmittel in Havana seien aus daS Doppelte gestiegen. Vermögendere Leute haben in Voraussicht solcher Zustände sich früher Vorräthe eingelegt, aber die ärmere Bevölkerung leide entsetzlich. Sie wird wohl noch länger leiben müssen. ES ist zu vermerken, daß die Presse Rußlands und Englands, welche bisher den Amerikanern sehr freundlich gesinnt war, ihnen nunmehr immer feindseliger wird. In Europa, wo alle politischen Bestrebungen stets darauf gerichtet find, den Frieden zu erhalten, sieht man jeden Bruch deöselben, so lange er nicht absolut unvermeidlich erscheint, mit sehr feindseligen Augen an. In unserem Repräsentantenhaus wird zur Zeit die Bill zur Auflage von Kriegssteuern besprochen. Dieselbe enthält auch eine Klausel, welche die Regierung zu einer Anleihe ermächtigt. Darüber wird eö im Senate zu schweren Debatten kommen. DaS Silberelement bekämpft den Vorschlag und verlangt Prägung alleS noch nicht geprägten Silbers und Ausgabe von Papiergeld. Eö wird aber wohl schwerlich durchdringen. MMachlMk. Inland. ' Wetterbericht. Zeitweilig Regen heute Nacht, küh. lereS schönes Wetter morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 64 Grad, niedrigste 47 Grad. Der erste Angriff. An Bord des Flaggenschiffe New Jork, 27. April, 2 Uhr Nachm. Die New Sork", der Puritan" und die Cineinnati" beschossen heute Nachmittag die Forts bei MatanzaS achtzehn Minuten läng. Unfälle auf den Schissen kamen nicht vor, in den Forts aber muß die Beschießung wohl Verluste an Menschenleben zur Folge gehabt haben, obwohl man darüber nichts weiß. Der Zweck der Beschießung war der, die Vollendung der Erdwerke bei Vunta Gorda zu verhindern. Von den FortS auS wurden etwa zwölf achtzöllige Granaten abgefeuert und von der Batterie fünf oder sechs, aber eS traf keine. Zwei flogen über die New Jork hinaus. Die drei Schisse feuerten etwa dreihundert Schüsse auS einer Entfernung von 4000 bis 7000 LardS ab und fuhren dann wieder in die offene See hinaus. ES wurde bei der Beschießung die Abficht erreicht, die Lage der Batterieen kennen zu lernen. Allem Anscheine nach wurden die Erdwerke stark demolirt. Die Schüsse waren gut gezielt und man konnte fast nach jedem Schusse Staub und Erde in die Lust fliegen sehen. m In Gefahr. Washington, 28. April. Nachrichten von Porto Rico sagen, daß George Clark MuSgrave, ein New Jorker ZeitungSeorrespondent sich an Bord deS Dampfers Buenos AyreS als Gefangener befinde, daß er wahrschein lich nach Spanien gebracht und dort erschossen werden wird. Eine wichtige Conferenz. Washington, 28. April. Ge neral MileS und Repräsentanten von Cuba hatten heute Bormittag eine wichtige Conferenz, während welcher der Operationsplan auf Cuba befpro chen wurde. Nach Versicherung der Cubaner ist Lieutenant Rowan sicher im Lager der Aufständischen angekommen, da die Insurgenten Borsorge für sein veleit getroffen hatten. ES wurde beschlossen, daß die Insurgenten krik:.!iz von den C.
Staaten ausgerüstet werden und dann
aus Havana zu marjcylren sollen, um aus diese Weise die Stadt von beiden Seiten angreifen und gleichzeitig eine bessere Verbindung zwischen den Insurgenten und dem Blockadegefchvader herzustellen. Ein biSchen Romantik. K e y W e st, Fla., 23. April. Lieutenant del Pino, von der spanischen Infanterie, und sein Bursche, die gestern auf einem kleinen, nach MatanzaS fahrenden Schooner vom V. St. Kanonenboot Wilmington" gefangen waren, wurden bei Santa Cruz, 20 Meilen von Havana, vom V. Staaten Boote Algoquin" ans Ufer gesetzt. Der Lieutenant war auf Urlaub und hatte seine Frau und sein neugeboreneS Kind, daS am Freitag zur Welt gekommen und daS er noch nicht gesehen hatte, besucht. Unter diesen Umständen fand eS Contreadmiral Samplon für angebracht, den spanischen Offizier ud seinen Begleiter auf Ehrenwort zu entlassen. Der Algoquin", commandirt vom Fähnrich CroSby, dampfte unter einer Parlamentärflagge in die Bucht von Santa Cruz und wurde datti durch viele Augenglaser vom Flaggenschiff New Jork," der nur wenige Meilen entfernt lag, scharf beobachtet. Man sah, daß einige wenige Menschen sich bei den Befestigungen von Santa Cruz dersammelten, als sich der Algoquin" näherte. Das kleine Boot führte seine Mission auS und kehrte darauf, nach Key West zurück. ' ' Wieder eine Prise. K e y W e st, 23. April. Der Monitor Terror brachte den spanischen Dampfer Guido als Prise ein. Derselbe war mit LebenSmittel für Havana unterwegs. Der Guido .iffein Sch'ss von über 2000 Tonnen. . m Ausland. Besorgnisse in Deutschland. Berlin, 28. April. Die Möglichkeit, daß Amerika die Philippinen blockiren könnte, hat in Hamburg zu großer Beunruhigung Veranlassung gegeben. ES wird bemerkt, daß eine Blockade die Interessen Deutschlands und Englands bei weitem mehr als die spanischen Interessen schädigen würde. Von den 33 großen Handelshäusern in Manilla find nur 6 spanisch; aber 14 find deutsch und 12 englisch. Von den 70 Sch'ffen, die vom 16. Februar biS 11. März in den Hafen von Manilla einliefen, waren nur 4 spanisch. Die interesfirten Firmen beabsichtigen, an die deutsche Regierung zu appelliren. Ha m b u rg. 27. April. Die Direktoren der Hamburg-amerikanischen Dampfer-Compagnie haben wieder. in Abrede gestellt, daß der Dampfer Fürst Bilmarck" von den Ver. Staaten angekauft sei. --- Wiesich Liebknecht die Poli tischen Folgen des Krieges denkt. Berlin, 28. April.' Der Sozialistevführer Liebknecht drovbe,eit 'im Vorwärts" in einem längerenÄrtikel, daß der jetzt vor sich gehende spanischamerikanische Krieg, die Errichtung einkS neuen Dreibundes zur Folge haben werde, und zwar ist er der Ansicht, daß die Vereinigten Staaten, England und Japan diesen neuen Bund bilden werden und kommt dabei zu dem Schluß, daß dadurch die Machtverhältnisse EuropaS eine vollständige Umwälzung erfahren werden. An eine Gegen - Combination von Deutschland, Oesterreich, Italien, Ruß land und Frankreich, die sich in einem solchen Falle höchst wahrscheinlich ge gen diese obengenannten Mächte bilden wurde und den Schwerpunkt der Machtverhältnisse jedenfalls auf dem europäischen Continent ließe, scheint Liebknecht nicht zu glauben. Was ein M i l i t ä r k r i t i k meint. Wien, 28. April. Der Militär kritiker der Neue Freie Presse" be zeichnet die Blockade CubaS als eine schwache und ungenügende Maßnahme welche nicht im Stande sei, Havana zu verhindern, sich über südliche Häfen mit allem Nöthigen zu versehen. Die Zerstörung der Befestigungen und NilitärdepotS dos Havana hätte da Lrste sein aussen, ua die sp-7.is?
Armee auf Cuba der Mittel der Kriegsführung zu berauben. Die amerikanische Strategie ist sin de siecle". Diese Kriegösührung ist wenig ritterlich und nicht von militärischem Geiste
diktirt, aber sie ist klug und Erfolg versprechend, weil darauf berechnet ist, den Krieg in die Länge zu ziehen und dadurch schließlich Spaniens sinanziellen und militärischen Ruin herbeizuführen. Eine russische Ansicht. Odessa, 28. April. Die russische Presse ist der Ansicht, daß wenn eS den Ver. Staaten nicht bald gelingt, einen entscheidende Sieg zu erringen, die Ehre Spaniens gerettet sei und daß Europa alsdann darauf bestehen werde, daß Spanien vachgiebt, damit die commerziellen Interessen nicht länger Schaden leiden. Die spanisch e Flotte. St. Vincent, 27. April. (4:ö Nachm.) Die spanische Flotte befindet sich zu dieser Stunde noch immer hier und erwartet Befehle. Unsereglotte in Asien. London, 28. April. Der Correspondent der Times" in Hongkong sagt, daß daS amerikanische Geschwader am Mittwoch Nachmittag um 2 Uhr direkt nach Manilla absegelte. L o n d o n, 28. April. Der Correspondent der Daily Mail" in Hangkong sagt : Der amerikanische Generalkonsul Williams begleitet das amerikanische Geschwader. Zwanzig Insurgentenführe? wollten daS Geschwader begleiten, aber nur Chef Aguinaldo geht alö deren Vertreter. Er wird daS Commando über die Insurgenten bei Manilla übernehmen. Admiral Dewey hat strikten Befehl ertheilt, daß die Insurgenten keine inhumanen oder barbarischen Handlungen derüben. Der Hauptzweck ist, die spanische Flotte zu sangen und Admiral Dewey hält dieS für wichtiger, als die Einnähme von Cuba. Er ist entschlossen, die Jagd auf Handelsschiffe zu verhinder. Nach der Ankunft vor Manilla wird er die Kapitulation innerhalb einer halben Stunde verlangen. Seine Leute find vom besten Geiste beseelt und bei bester Gesundheit. Washington, 28. April. 'Bezüglich der Berichte über die bevorstehevde Seeschlacht bei den Philippinen hegen die Marivebehörden starke Zweifel, daß die spanische Flotte einen Kamps vagen wird. Der Grund dafür ist der, daß die spanische der amerikanischen Streitmacht, unter Admiral Dewey, bedeutend untergeordnet ist. DaS Departement ist daher davon überzeugt, daß die spanischen Schisse keine Schlacht auf hoher See vom Admiral Dewey annehmen, sondern im Hafen bleiben werden, um sich unter dem Schutze der Batterien von Manilla zu halten und daS Departement erwartet keinen Zusammenstoß vor zwei Tagen. ES herrscht überhaupt keine Gewißheit, daß ein Zusammenstoß in der nächsten Zukunft stattfinden wird. Der Hauptzweck ist, passendes spanischeS Gebiet auf den Philippinen als Basis für Operationen in asiatischen Gewässern zu besetzen. SS ist möglich, daß dieseS gethan werden kann, ohne andere befestigte Häfen, sondern nur solche, deren Bevölkerung mit den Insurgenten sympathiflrt, zu besetzen. - OchiffS.Naqriyt,. Angekommen in : New Sork: Kaiser Wilhelm der Große" von Genua; Bremen" von Bremen; Teutonie" von LiderPool. Liverpool: Majeftic" von New Sork; Pennland" von Phila delphia. Baltimore: Dresden" von Bremen. . R o t t e r d a xrS Obdam" von ev Sork. 'Glasgow: Ethiopia" von New Sork. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut ansangen. Sood'S Sarsaparilla beseitigt die Ur sache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, bap sie daS Blut reinigt. Ho ob's Pillen wirken ilde aber rasq und LQiz aus die Leber nn den
Allerlei.
Auf einm Zuge der Boston & Mame Eisenbahn wurde dieser Tage ein Billet für die Fahrt von West Lebanon nach Lebanon präsentirt. welches vor über 30 Jahren gekauft, aber bisher noch nicht benutzt war. Der Conducteur, welchem daS Billet übergeben wurde, war noch nicht geboren, als dasselbe ausgestellt wurde. Zu einer regelrechten Schlacht kam es zwischen Weißen und Negern in Ramseys N. I. Ungefähr ein Dutzend Neger, die als Jackson Whites" bekannt sind und in den Ra-mapo-Bergen, hinter Ramseys. wohnen, wurden mit Weißen handgemein, und bald vertauschte man die Faust mit dem Revolver. Zahlreiche Schüsse krachten. Zwei der Weißen, Abraham Wannamaker und Geo. Benson, wurden getroffen, aber zumGlück nur leicht verwundet. Die Neger zogen sich dann rn ihre hermatyllchen Berge zurück. Die leltenden Geister der Grand Army" 'beabsichtigen eine zweite Beteranen-Colonie ' zu gründen und zwar 16 Meilen südwestlich von Staunton, Ba., der den sogenannten Stribling Springs", die von einer Actiengesellschaft von Veteranen für die Summe von Z100.000 angekauft wurde. Me Gesellschaft oraanisirte sich mit einem Actiencapital von 8100.00. das sich auf 1000 Antheilscheine von ze ?1(X) vertheilt, und giebt die Actien ab gegen eine Anzahlung von je Z10. Jeder Antheil berechtigt den Eigenthumer zu einem Stuck Land vom Grundbesitz der Colonie. Dieser umfaßt 2000 Acres. 26 geräumige .Cottages und ein großes, modernes Hotel sind dort 'bereits vorhanden. Das Hotel wird als Sanitarium für solche Veteranen, welche ärztlicher Aufsicht und Pflege bedürfen, dienen. Vor einigerZeit wurde die Tochter einer angesehenen Familie von Caroline-County. Va., von einem jungen Manne desselben Countys verführt. Er entfloh, um sich den Folgen semer Handlungsweise zu entziehen, wurde aber vom Sheriff Gill in NordCarolina aufgefunden, zurückgebracht und in's Gefängniß gesteckt. Einige Tage später wurde er gezwungen, das Mädchen zu heirathen, und am letzten Montag für ein Verhör vor den Rich ter gebracht. Unter den Anwesenden im Gerichtszimmer befand sich auch der Vater der Verführten, und da dessen Benehmen Verdacht erregend war, wurde er durchsucht und ein Revolver bei ihm gefunden. Er erklärte, die Absicht gehabt zu haben, den Verführer seiner Tochter zu erschießen. Die Aufregung war so groß.daß der Gefangene durch ein Hinterfenste? nach dem Gefängniß gebracht werden mußte. Der Fabrikarbeiter Blöchinger und der Maurer Würfl wohnen in einem Hause in Heitzing bei Passau und sind nicht gut zu sprechen auf einander. Würfl kam dieser Tage betrunken nach Hause, machte m der Wohnung Vlöchmgers Skandal und wurde von diesem hinausspedirt. Damit beruhigte sich aber Würfl nicht, sondern setzte den Spektakel in seiner Wohnung fort, so daß als Ruhestifter der Fabrikarbeiter Obermaier bei ihm erschien, dem in dem verpachteten Hause dieses Recht zusteht. Würfl glaubte in seinem Jähzorn den Blöchmger vor sich zu haben, griff nach ei. nem Beil und brachte dem Obermaier eine so schwere Verletzung am Kopfe bei, daß die Hirnschale gespalten wurde und Knochensplitter in das Gehirn eindrangen. Gleichwohl hofft man den Obermaier am Leben erhalten zu können. Der Thäter. Maurer Würfl, wurde verhaftet. E i n sonderbarer Verbreche? stand kürzlich vor den Schranken 'desPariser Schwurgerichts. Es war ein gewisser Fran?ois Noel, der, nach seinem Stande gefragt, angab, Apostel des Gedankens" zu sein. Den größten Theil seines Lebens, nämlsch 27 Jahre, hat er im Gefängniß zugebracht. Auch sein neuestes Verbrcchen war gewöhnlichster Art, er hatte ein armes Mädchen um ihre Ersparnisse betrogen. Als er aber gefragt wurde, was er zu seiner Vertheidigung anführen könne, zog er ein Manuskript aus der Tasche und begann Verse vorzulesen. Es war ein Vertheidigungs- ? dicht", das er während der Unteruckunashaft verfaßt hatte. Die gar nicht so üblen Verse verhinderten aber nicht, daß ihm weitere vier Jahre aufgebrummt wurden. Der Zudrang zum Eintritt w die französische Fremdenlegion hat sich in einem solchen Grade vermehrt, daß die Angenommenen in den vorhandenen Truppeneinheiten nicht mehr untergebracht werden können'. Keine Compagnie zahlt weniger als 325 Mann, die Depot Compagnie ist sogar 700 Mann stark. Es ist daher die Aufstellung eines 3. Regiments in Aussicht genommen. Daö Gesetz vom 9. März 1831 hatte ein Regiment zu drei Bataillonen zu vier Compagnien gestattet; am 14. September trat ein zweites hinzu. Ein jedes derselben hat fünf Bataillone zu vier Compagnien, neben denen noch zwei Depot - Compagnien vorhanden sind. Gegenwärtig ist die ganze Fremdenlegion in Algerien v?1;
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