Indiana Tribüne, Volume 21, Number 216, Indianapolis, Marion County, 24 April 1898 — Page 2
?lcö erlistet.
$jumore2Tc naä) dem Schttedischen von Emil Jo7.a?. Frau 36. war eine Schönheit, wie man sie nicht jeden Tag antrifft. Schön, pikant und kokett! Man sprach sehr viel über sie und natürlicherweise nicht immer zu ihrem Vortheil. Der Luxus, den sie in ihrer Toilette entwickelte und welcher in kcincm Verhältniß zu dem nicht unbedeuienden Vermögen ihres MenntS stand, beschäftigte gar sehr die bösen Zungen. Die Gerüchte waren aucö nicht gauz unbegründet. Nichtsdestoweniger versuchte indeß der junge Untier Feli? Z., einer der elegantesten Bonvivantö der Stadt, alles, um ih?e Gunst 311 erlangen. Er machte ikjr den Hos eins all: erdenkliche Weise, cotx es gelang ihm doch nicht mehr. cl3 höchster ein entzückende Lächeln ihrem Vosenmunde abzugewinnen. Aergerüch hierüber ing er fri seinem nächsÄn Besruk. den er "ntz schönen Fra abstattet schärfer .uf sein Ziel los? er sprach zanz unverhohlen von den rlmlausenö?n Geräten und schloß dimit. sie einet Kuß zu bitten. Niemals!" rar die schöne Marie, ohne jedoch über seine Kühnheit son-derlichk-rzürntzr werden. llra keinen Preis?" fragte er, fe Um a seir.en Ht ergriff. Die praktische Dame hatte fcas Wort Preis" sofort aufgefaßt und klammerte sieb an eine Idee, die ihr dieses Wort eingab. Sie antwortete also: .Nun gut. Zch werde mir einbilden, daß ich an einem Wohlthätigkeits - VazN theilnehme, und mich Ihrer großartigen Opfer Willigkeit bedienen." Nun, und,..?- fragte er gxspannt. Ein Kuß von mir kostet fünfhundert Thaler sagte die schöne Frau. Abgemacht!" jubelte Felix, indem er ihr die Hand hinreichte. Abgemacht!" erwiderte sie. indem sie in seine dargebotene Hand einschlug. Auf Ehrenwort?" fragte er. Auf Ehrenwort!" war ihr? Antwort. Flix empfahl sich auf eine kurze Weile, um nach Heuse zu gehn und die Summe zu hole?. Kaum war eine Viertelstunde ttrstrichen, als er auch schon zu ihren Füßen lag und seinen Lohn in einem Kuß der schönen Frau fand. Eine gute halbe Stunde später sinden wir den jungen Herrn in 'dem Kontor seines Freundes, des Bankiers T., des Mannes der schönen Marie. Ein Wort!" sagte er eilig. Für die fünfhundert Thaler, die Du mir vorhin geliehen hast, konnte ich die beabsichtigte Verwendung nicht finden, weshalb ich sie nn Vorübergehen Deiner Frau übergab. Indessen meinen besten Dank!" Aber wie sage boch?" Adieu! Adieu!" beeilte sich Felix Z. zu rufen, und rn demselben Augenblick hatte er sich auch schon aus dem Kontor entfernt. Zehn Minuten nach sechs Uhr betritt Herr . wie gewöhnlich seine Wohnung. Marie eilt ihm entgegen, er küßt sie zärtlich auf Stirn und Wangen, und in dem Moment, als sie ihm dabei behilflich ist, seinen Ueberzieher auszuziehen, fällt ihm das erwähnte Geldgeschäft mit Felix '& ein. Apropos!" ruft er aus, Herr Z. hat Dir ja fünfhundert Thaler gege-ben!-Es war ein Glück, daß sie hinter ihrem Manne stand! Er wurde sonst die tödtliche Blässe gesehen haben, die jäh über ihr Gesicht zog. Sie war außer Stande, ein Wort der Erwiderung hervorzubringen. Er kam vorhin,"' fuhr Herr 3L fort, zu mir in'sBurean und lieh sich fünfhundert Thaler von mir und nach einer ganz kleinen Weile kehrte er wieder zurück und sagte mir, er habe die tt wartete Verwendung für die Summe nicht finden können und habe dieselbe deshalb im Vorbeigehen Dir ubergeben. Ist dem nicht so?" Ja, freilich," antwortete die schone Marie, indem sie ihre perlweißen Zähne zusammenbiß, dann an ihren Toilettentisch trat und die. Banknsw: herausnahm. Sieh hier, mein Freund, da sinb sie!" Unangenehm. Chrisostomus, bitte komme heute um eine Stunde später nach Hause als sonst, ich habe dringende Beschäftigung!" so sagte die Frau Professor zu 2em Herrn Gemahl und dieser zog sofort das Notizbuch, um sich diese Weisung zu notiren. natürlich um gleich darauf, als er fort ging, das Notizbuch liegen zu lassen. Er macht feinen gewohnten SpaZiergang und. da es .wie mit Kübeln zu regnen beginnt, eilt er, früher noch, wie fönst, nach Hause. Er sperrt dZc Eorridorthüre auf und ist erstaunt, niemand zu finden, in der Küche sieht es kunterbunt aus. . . . im Vorzimmer U;m Mensch, im Wohnzimmer auch nicht, aber horch! daneben im Won, welcher Höllenspektakel! Der patschnasse Professor erbost sich fürchterich, daß man ihm keine Auftnerksameit schenkt, wo man doch weiß, wie leicht sich bei ihm ein Rheun:atismus einstellt. Auf das Höchste erzürnt, reißt er die Salonthüre auf und donnert: Da foll ja aber doch Hleich . . . mir scheint hier ist Hexensabhath!!" und steht vor den Damen, die seine Gattin zum KaffeIronien eingeladen hat.
Das geftc. -' Eine Wiemr Geschichte von A. Grefe. Es war weit, weit draußen, dort, wo die Stadt schon beinahe aufhört und nur noch einige halbausgebaute Gassen sich gleich ungeheuren Fühlern hinstrecken. Es sind öde, häßlickcGas scn. und nur die Aermsten der Armen bewohnen sie. Im Sommer brennt dic Sonne erbarmungslos hinein, jeder Lufthauch wirbelt eine Staubwol fe empor, und im Herbst und Winter versinkt man in dem Schmus, der nie-, rnals weggeschafft wird. Die Häuser sind alle viele Stock hoch, äußerlich ein wenig aufgeputzt mit billigem Zierrath, wahrend innen die unverhüllte Armseligkeit überall hervorguckt. In einem dieser Häuser lvohnten seit kurzer Zeit eine atte Frau und ein kleiner Knabe. Niemand lannte sie hier. Niemand bekümmerte f.ch um sie, ja. dem stanm Ernst in den Zügen der Greisin gegenüber schwand sogar die schwahhaste?!eugier der nächsten Nachbarn. Nur selten, "wenn ein Ausgang sie css ihm Wohnung führte und sie Qthemschöpsend eine Minute auf einem der Gänge rastete, ehe sie den mühsaran Aufstieg bis 'in's allerletzte Stockwerk forffetzte, war sie überhaupt sichtbar. Und auchdann sah sie mit einem so seltsam traurigen Blick an den Besegnenden vorbei, daß man, ohne sich dies recht klar zu machen, schweigend zene Hoheit respektirte, welche ein großes .Unglück den Menschen verleiht. 'Nur wenn sie mit dem Kinde fortging, merkte :man, daß ihr Gesicht, das einst sehr 'schön gewesen sein mußte, xrach noch Heiterer zu erscheinen vermochte. Dann lag in den braunen Augen ein fast feuriges Leuchten, und ihre welle Hand strich manchmal wie kosend über seine 'prächtigen, goldenen Löckchen. Ja, einmal, als eine Nachbarin sich bei einer 'solchen Gelegenheit nicht enthalten konnte, zu sagen: Ist das aber ein schönes Kind!" da hatte die alte Frau sich freundlich umgedreht und -geantwortet: Freilich! Und gut und lieb nnd gescheidt ist er auch, mein kleinerSchatz, mein Liebling!" Ein weiteres Gespräch hatte sie .aber mit einem grüßenden Kopfnicken abgeschnitten und war in ihrer Wohnung verschwunden, ehe die Nachbarin .sich noch auf eine weitere Anknüpfung besann. Allmählig gewöhnten sich die Leute an die eigene stolze" Art der Alten und ließen sie und das schöne, blasse Kind ihren eigenen Weg gehen, ohne sich weiter dareinzumischen. Nur wollten Einige bemerken, daß die Fremde in letzterer Zeit besonders verfallen aussah, und daß ihr Gesicht noch müder, noch stiller war als früher. Auch daß sie keine warmen Kleider hatte, sondern sich fröstelnd in ihr dünnes Tuch wickelte, und daß der kleine Fritz kein Winterröckchen bekam, wurde wohl gesehen, aber nicht beredet, ebenso die immer kleinere Rechnung, welche jeden Samstaa beim Greikler drüben
.Pünktlich bezahlt wurde, und die immer seltener werdenden Besuche des Kohlenmannes". Mir scheint, es geht ihr elend genug," sagte manchmal eine oder die andere der Frauen, aber :wir hab'n ja selber nix da könnt' man ihr so net helfen." Ja, sie hatten Recht, vollkommen Recht. Die alte Frau, welche zufällig in der dunklen Küche neben der Thür hantirt hatte, nickte nur leicht mit dem Kopfe, als die Worte des Ganggespräches zu ihr hereintönten. Da war nichts zu ändern! Unwillkürlich fuhr die magere Hand in die Tasche, in der ein paar Silberstückchen schwach klimPerten. Ja. ja," sagte sie still vor sich hin, .das ist jetzt das Letzte! Das Allerletzte!" Sie ging in das kleine, kalte Zimmer zurück und fetzte sich, jedes Ge.räusch vermeidend, in den Lehnstuhl am Fenster. Das Kind schlief m dem Bette und hatte rosige Wangen bekommen durch die Wärme in den Federn. Fest lagen die Lider über den Auaen. .in tiefen Athemzügen hob sich dieBrust. .wit muve er ist, dachte die alte Frau und blickte zärtlich hinüber in 'das reine, liebliche Gesicht. Wie müde! Es ist aber auch weit für folche Füßchen bis hinein in's Versatzamt. Ja. sehr weit!" Wieder klirrte das Geld in ihrer Tasche, fast erschrocken fuhr sie zusamLnen. Das Letzte!- sprach sie vor sich hin. .Und was nun weiter? Was weiter, 'Fritz, mein Fritzel?Aber das Kind gab keine Antwort. 'EL schlief so süß und träumte einen seligen Kindertraum. Und auch die alte, einsame Frau begann zu träumen den langen Traum ihres. Lebens. Heute, in diesen stillen Stunden wurde alles Vergangene wieder lebendig, das Einst erstand noch einmal mit furchtbarer Klarheit, und schattenhaste Gestalten schwebten heran und zogen sie mit sich fort in das Reich des Gewesenen. Wie lange war es eigentlich her, daß sie selbst ein Kind mit blitzenden Augen urib zwei herrlichen, dunklen Zöpfen gewesen? Heute schien ihr die lange Zeit, welche sich ausdehnte zwischen jenen sonnigen Tagen und dem düsteren Jetzt, fast nur wie ein Moment, der kaum merkbar an ihr vorübergerauscht. Sie sah es noch so deutlich, das kleine, behagliche Haus der Eltern, das mitten in dem Garten stand, wo der Vater seine schönen Pflanzen zog. Manchmal durfte sie mitfahren auf den Markt, und dann saß sie neben ihm unter dem Riesenschirm und rief mit ihrem hellen Stimmchen: Rosen! Kauft Rosen!Und des Abends, da spielte sie un ter der alten Linde und neben ihr der
Sohn des Nachbars, der wilde Joan nes. Johannes!- Sie hüite' dZ Wort fast laut gerufen wie eine- Abwehr, wie ein tiefer Äroll klang es darinnen. Und doch hatte sie ihn einst so lkb gehabt, so sehr lieb! Der Garten hätte davon erzählen können, wie oft an schweigenden Mondabenden ein junges Paar dicht aneinander geschmiegt auf seinen Steigen hin und her gewandert war. Nur hie und da fiel ein Wort; es war, als horchten sie Beide, ob nicht das Glück vvrübttflattere, ihnen nicht heimlich entwische. Und dann lag oft plötzlich der dunkle Kopf des Mädchens an seiner Brus und ihre Arme schlan gen sich fest um ihn. . Hast Du Mich lieb, Johannes?" Und er strich kosend über ihr Haar. Mehr als mein Leben, Agnes!" Die alte Frau lächelte bitter. Mehr als mein Leben!" hatte er gesagt, und üls sein Vater schließlich das Verhältniß zu dem Nachbarkinde entdeckte und dem Johannes seinen Standpunkt klar machte" - wie leicht hatte er sich da getröstet! Es war ja Alles richtig, was der Alte vorbrachte. Sie hatte nichts, kaum eine Ausstatjung, denn an ihres Vaters Tische sasjen zehn Kinder, und er mußte tüchtig schaffen, sollten diese ehrlich und anständig durchgebracht werden. Von Ersparen konnte leine Rede fein. Und der Johannes war ja selbst ein armer Schlucker! Und da drüben die Rosel. das einzige Töchterchen des reichen Gastwirthes, die einst so einträchtig mit den Beiden zur Schule gewandert war, nun aber längst Agnes nicht mehr zu kennen schien, ja, die Rosel. die hatte schon seit Langem ein Auge auf Johannes geworfen. Daß ihn sein Vater studiren ließ, gefiel ihr beson-Z ders, und sie dachte es sich gar nicht übel, dereinst Frau Doktorin" genannt zu werden.
Es kam Alles, wie es meist kommt in solchen Fällen. Das Geld siegte, und ziemlich bald schritt Johannes Ruland oft und oft mit der lachenden, blonden Rosel vorüber an dem niederen Gartenzaun, hinter dem Agnes fleißig hantirie. Die junge Braut rief nun plötzlich wieder häusig einen Gruß herüber, ein spöttisches Wort; Johannes aber wandte stumm den Kopf weg von dem blassen Mädchen mit den dunklen Augen, welches so still vor sich hinnickte alsAntwort. Und rasch schritt er vorüber Vorüber!" murmelte die alte Frau. Gott sei Dank! Vorüber das lange Leben! mal Alles!" Es war eine harte Zeit gewesen damals! Oft hätte sie aufschreien mögen vor Qual -und Noth, aber sie preßte die Lippen fest aufeinander und zwang das Weh nieder. - Aber der Schmerz blieb. Er blieb auch, als wenigeWochen später ihr Vater ihr strahlend mit- ! theilte, daß der reiche Blumenhändler in derStadt, für den er fo viele Pflanzen zog, um ihre Hand angehalten habe. MädelZ Das Glück! Nun sind wir aus allen Sorgen! Und lachen kannst Du, lachen über den Johannes, der mitsammt der Rosel nicht halb so reich ist wie Du!" Der alte Mann hatte drohend die Faust gegen das Nachbarhaus erhoben; es lag wie Haß in seinen Augen., Und Agnes? Sie hatte ruhig, mit ernstem Gesicht eingewilligt, dic Frau des Mannes zu werden, den sie kaum kannte, den ihre seltene Schönheit gefangen hatte. Ruhig faß sie neben ihm auf dem gleichen Platz, wo sie einst mit Johannes geplaudert, ruhig schritt sie an seinem Arm über die Gasse, dem Jugendfreund gleichmüthig zunickend, und mit demselben stillen Gestcht fuhr sie an ihrem Hochzeitstage, umwogt von den weißen Schleiern, an ihm vorüber, der mit bleichem Antlitz am Fenster lehnte und mit brennenden Augen hineinsah in die sonnige Welt. Sie aber blickte nicht zurück, ihr war, als fahre sie fort in ein fremdes Land, und hinter ihr versank langsam die Welt der Vergangenheit. So war ans dem schönen Mädchen eine Frau geworden, eine ernste, selten lächelnde Frau, die alle ihre Pflichten pünktlichst erfüllte und von dem großen Reichthum kaum etwas für sich begehrte. Ihr Mann blieb ihr stets ein Fremder, und er kümmerte sich nie um ihr Innenleben, sondern war zufrieden, wenn sie seinem Hause in gewohnter Weise vorstand. Für ihn war es völlig selbstverständlich, daß sie glücklich sei. . Wieder glitt eine Bewegung durch die starren Züge der alten Frau, welche allein in ihrem ärmlichen Stübchen ihr ganzes Leben noch einmal durchlebte und durchlitt. Aber jetzt war es kein Schmerz, nein, der Abglanz eines trn endlichen Glückes. Fritz!" Sie holt vom Schrank einige verblaßte Photographien. Ein holdes Knabenantlitz, hier ein langaufgeschossene.', dunkellockiger Junge mit Schulränzel. daß Käppchen ein wenig schief gerückt. Dann ein Jünglingsantlitz, voll weicher Schönheit, mit träumerischen Augen, und dann Die Hände der alten Frau zitterten; sie bebten so heftig, daß sie kaum das vergilbte Blatt zu halten vermochten, welches sie aus einer kleinen Schachtel genommen hatten. Ihr wollt nicht, daß ich Rose Ruland zum Weib nehme, weil sie arm ist und ihre Mutter nichts taugte. Ich aber will nichts als sie in der ganzen Welt. Und so lebet wohl . Es stand noch viel auf dem gelben Blatt, ein langer Abschiedsbrief, der, in höchster Erregung geschrieben, kaum leserlich schien. Aber die'Frau kannte ihn auswendig, Wort für Wort. Und wie sie jetzt niedersah aus das zerknit. ierte Blatt, da lebte sie die Stürme von damals noch einmal durch, die
furchtbaren Stürme, als 'sie gemerkt, ihr Einziger, ihr Fritz wrrde ihr entfremdet durch die Tochter jenes Mannes, der ihr am meisten weh gethan im Leben. Es war etwüs wie ein stilles Behagen in ihr gewesen, als sie beobachten konnte, wie allmälig das Vermögen des Johannes, um dessen willen er sich selbst verkauft hatte, dahinschwank, durch vielerlei Unglücksfälle zersplitterte. So hatte es ja kommen müssen, so war es gerecht! Und als se'm Weib sich von ihm schied nach langem, unglücklichen Beieinandersein da lächelte Agnes zum ersten Male seit langer Zeit wieder, freilich ein bitteres Lächeln. Sie hatte ihn wohl lieber gehabt, als sie geglaubt. Alles vorbei! Wieder gingen die Jahre, aber in dem reichen Hause war es nun ganz still geworden, denn das Licht, die Sonne desselben war fort. Fritz kam nicht wieder. Niemals wieder! Er konnte nicht lassen von der Tochter Johannes Ruland's, und seine Mutter hätte sich lieber in den Sarg gelegt, als jener die Hand geboten. So schieden sie für immer, gingen jedes seinen eigenen Weg durch das Leben, als ob sie nicht doch zusammengehört hatten! Herr Gott, vergieb mir! Vergieb mir!" schluchzte die Einsame auf und vergrub das blasse Antlitz in ihren mageren Händen. Vergieb uns unsere Schuld, also auch wir vergeben unseren Schuldigern", betete sie halblaut vor sich hin. Aber das Gebet nützte nichts. Sie wußte es ja von unzähligen stillen Stunden, da sie ebenso gerungen feit her. Es nützte nichts! Schwerfällig erhob sie sich und schritt im Zimmer auf und ab. Das Kind fchlief noch immer. Der Abend sank herab, vor den Fenstern wogte derWinternebel, hie und da klirrten die Scheiben, wenn der Sturm daran rüttelte. Aber die alte Frau achtete nicht darauf. Mit brennenden Augen fah sie vor sich in's Leere. Woran dachte sie? Vielleicht an alle die furchtbar langen Stunden, welche sie dann durchlebt, ohne ihn, ohne ihren Liebling ? Vielleicht an die Begier, mit der sie nach Jahren ves Trotzes überall nach ihm geforscht, ihn gesucht, ohne ihn je zu finden? Oder an jenen Tag, da man ihren Mann, der ihr stets ein Unbekannter geblieben, hinaustrug zur letzten Ruhestatt und sie nun allein heimkehrte in das große Haus am Marktplatz? Vielleicht auch kam ihr jene furchtbare Stunde in den Sinn, da sie ganz unvermuthet wieder einen Brief ihres Fritz in Händen hielt, der sie an em Sterbelager führte, oder jene Minuten des Wiederfindens und zugleich des Abschiedes, als Fritz, wortlos vor Erregung, die Hand seines kleinen Knaben in die ihre legZe: Schütze ihn nimm ihn! Statt meiner ihn!" Wo ist seine Mutter?" hatte sie stockend gefragt. In jenem Moment wäre ihr das Vergeben leicht gefallen. Aber er hatte den Kopf geschüttelt. Todt! Längst! Ich bin ein einsamer Mann, der sich in der Fremde schwer sein bischen Brod verdiente! Mutter. 7oie habe ich mich heimgesehnt! Wie schwer war mir das Leben! Mache es ihm" er wies auf das Kind mache es ihm leicht und froh und sonnig!" Leicht und froh und sonnig!" Die alte Frau hatte es laut gesagt, so laut, daß der Knabe davon erwachte. Schlaftrunken richtete er sich empor. Großmutter!" klang es bittend herüber. Sie sah nicht auf. Leicht und sroh und sonnig!" wiederholte sie, und dabei klimperte ihre Hand mit dem Gelde in ihrer Tasche. Laut fuhr sie fort: Und da nahm ich ihn und dachte : Alles. Alles willst Du ihm geben, ihm. dem Kind Deines Kindes! Alles! Aufblühen soll er wie eine Blume! Gut haben soll er es! Und lieb haben soll er Dich, die Niemand lieb hat. An ihn willst Du Dich anklammern " Ein Lachen klang durch die Stube, ein schrilles, bitteres Lachen. Heute reich morgen arm!" sagte die Frau; sie sah das Kind nicht, welches mit großen, erschrockenen Augen ihr nachblickte ' Alles ist weg! Ist zerstreut, zersplittert, fortgeweht! All das vieleGeld und das Haus und Alles! Denn der Mann, dessen Namen ich trug, hatte es durch Wucher erworben, und da gedieh es nicht. Fort damit!" Sie .fuhr mit der Hand durch die Luft, als wolle sie etwas wegwischen. Leiser fuhr sie fort: Bergab! Immer bergab! Alles hergegeben, damit kein Makel bleibe an dem Namen, damit das Kind wenigstens den rettet und dann fortgegangen aus dem Haus, den Fritz an der Hand, fort aus dem folgenlosen, behaglichen Leben in den Kampf der Wirrniß. Und er immer tapfer mit, immer fröhlich und brav " Großmutter!" rief das Kind lauter. Ihm war so bange in dem dämmerigen Zimmer, allein mit der alten Frau, die so seltsam mit sich selbst sprach. Aber auch jetzt hörte sie ihn nicht; sie stand inmitten des Raumes, fast ohne Bewegung, nur in den großen Augen flammte es. ' Ja, ja! Mit mir ging's hinunter, und mit Dir, Johannes, ging's hinauf! So ist das Leben! Auf und nieder! Auf und nieder! Und jetzt hast Du Dein lichtes, sonniges Heim und ich da!" sie warf mit einer hastigen Bewegung das Geld aus ihrem Sack auf den Tisch Da! Da! mein Letztes! Aber nein! Nicht mein Letztes! Das bist ja Du! Du, mein kleiner Liebling! Mein Herzblatt! Mein süßes, liebes Kind!" Jetzt erst merkte sie, daß der kleine Fritz aufrecht in dem Bette saß und LEch ihr hinsah. Sie zog einen Sessel
heran und kauertr sich dicht neben dem Knaben nieder, sein Lockenköpfchen fest an ihre Brust lehnend. . Ihr war so wirr zu Muthe, so müde, so schwer. Nur Ruhe! Nur endlich einmal ein Aufathmen, ein Rasten! Was sollen wir thun, Fritzel ?" fragte sie endlich mit klangloser Stimme ich habe so wenig Geld mehr ! Nur dieses!" Das Kind wunderte sich. So hatte die Großmutter noch nie mit ihm gesprochen. Aber es antwortete: Nun, weißt Du, wir tragen wieder was hinein morgen in das große, schöne Haus, wo wir schon so oft ein Geld bekommen haben. Oder zum Mayer, weißt, zu dem Tandler auf der Hauptstraße! Der hat auch immer Geld." Aber ich habe nichts mehr herzugc ben!" rief die alte Frau, und in dieser Stimme lag die ganze unendliche Sorge, die zehrende Angst, all die Qual und das Weh, das sie durchlitten. Nichts!" wiederholte sie und dann, ganz heiser, noch einmal: Nichts!" Das Kind schwieg einige Zeit. In seinem Kopfe wogten unklare Befürchtungen hin und her. Daß dieGroßmut ter nichts mehr haben sollte, begriff er nicht, aber ihr ganzes Wesen flößte ihm Angst ein. Leise, bitterlich begann er zu weinen. Ich möcht' was essen, Großmutter", sagte er ganz verzagt und so kalt ist mir auch. Weißt, so kalt."'. Die alte Frau fuhr empor. Hunger? Kalt?" wiederholte sit,
als habe sie den Sinn dieser Worte nicht verstanden. Aber sie hatte ihn verstanden, ach! nur .zu gut! Und sie wußte es aenau: Diese Worte werde ich nun oft hören müssen, und ich werde sehen, wie das Kmd, das Einzige, was ich noch habe, wie es langsam, langsam seine liebliche Schönheit verliert, wie es blässer und matter wird und endlich zu Grunde geht. Und Warum? Weil sie m blindem Eigensinn damals den holden Lieblina für sich allein begehrt hatte. Sie sah noch so deutlich das Sterbezimmer ihresSohnes. Dort, auf dem Bette, lag er, und ihm zu Häupten stand ein alter Mann mit feuchten Augen. Er sah flehend zu ihr herüber. Agnes", sagte er, lass' Alles vergessen sein! Sieh', ich habe nichts mehr auf der Welt, das zu mir gehört, als sein Kind, das Kind meiner Tochter. Lass' es mich wenigstens manchmal sehm." Nein!" hatte sie stolz gesagt. Nun möchtest Du mir wohl auch noch das Letzte nehmen, aelt, das Allerletzte!? Erst hast Du mir mein Lebensglück ge raubt, dann habt Ihr mir den einzigen Sohn entfremdet gelt! Das istAlles vorbei! Das Kind aber, das gehört mir! Hörst Du, Johannes Ruland? Mir!" Ein Stöhnen drang aus der Brust der Einsamen. Dann erhob sie sich, schnitt ein Stück Brot und gab es dem Kinde. So, da iß!" sagte sie zärtlich, und bleibe hübsch im Bett, dann ist Dir gewiß nicht kalt ! Und störe mich nicht, denn ich muß einen Brief schreiben." Das Kind saß mäuschenstill und knusperte an dem Brot. Aber es währte geraume Zeit, bis die alte Frau zum Schreiben kam. Sie lehnte dort am Fenster und sah in die Nacht hinaus, lange, lange. Wie ein Sturm ging es durch ihr Herz. Auch das noch hergeben! Auch das noch!" schluchzte sie auf. Alles fortgegeben! Nun auch dieses noch! O Herr! Gieb mir Kraft und Stärkesonst kann ich es nicht. Und es muß ja doch sein!" Der kleine Fritz fuhr zusammen. Was war das? Da lag die Großmutter plötzlich auf den Knieen vor dem Bett und riß ihn an sich.ungestüm. fast wild. Und dann bedeckte sie ihn mit unzähligen Mssen und herzte ihn so, wie noch nie. Wirst Du mich vergessen, Liebling? Wirst Du mich vergessen?" Das Kind sah mit großen, erstaunten, zärtlichen Augen in ihr Antlitz. Nie! Ganz gewiß nie!" sagte es und legte dabei seine beiden Aermchen fest um den Hals der alten Frau, ihren grauen Kopf fest an sich drückend. Und sie lag so eine ganze Weile, ohne sich zu regen, und horchte auf das .laute Klopfen seines kleinen Herzens. Wie Ruhe, wie tiefer Friede kam es über sie. Am nächsten Morgen, als Fritz erwachte, mußte er schnell aufstehen, wurde nett angezogen und bekam schließlich sein Mützchen auf. Gehen wir denn fort?" fragte er verwundert. Die alte Frau nickte. Ihr Gestcht war heute fo blaß, daß es fogar dem Kleinen auffiel, und ihre Finger zitterten, als sie dem Knaben nun einen Brief in die Hand drückte. An Johannes Ruland!" stand darauf und darunter eine Adresse. Bis zur Ecke der Gasse führte sie das Kind an der Hand. Dort stand ein Dienstmann, den sie anwies, Fritz zu dem bezeichneten Orte zu führen, wo er dann felbst den Brief abgeben follte. Und Du, Großmutter, Du gehst nicht mit?" fragte das Kind mit ängstliehen Augen. Sie sah an ihm vorüber in's Leere. Nein, ich gehe nicht mit", entgegnete sie tonlos, und dann, sich über ihn bückend, murmelte sie: Geh'! Geh' schnell! Und Gott schütze Dich, Du mein Alles!" Der Dienstmann faßte den Knaben, der nur ungern folgte, an der Hand und ging rasch mit ihm von dannen. Mitten auf der Straße, umfluthet von der hellen, kalten Wintersonne, stand die alte Frau unbeweglich und sah dem Scheidenden nach, so lange noch ein Schimmer der blonden Löckchen,
ein Zipfel des blauen Röckleins zu fehen war. Dort, wo die Nebengasse in die belebtere Hauptstraße mündete, wandte Fritz sich noch einmal um. Großmutter!". Hatte er.es wirklich gerufen, oder hatte ihr Ohr sie getäuscht? Sie wußte es nicht. Ab:r sie machte eine jähe, verzweifelte Bewegung, als wolle sie ihm nachstürzen, ihn zurückholen. Da! Noch einmal sah sie das dunkleMützchen dort unten auftauchen, dann fchob sich eine Menfchenwoge zwischen sie und ihn, und im nächsten Augenblick war die kleine Gestalt untergetaucht verloren in dem Getriebe des Lebens. Die alte Frau wandte sich langsam und ging den Weg zurück nach ihrer Wohnung. Sie sah still aus. ruhig und ergeben. Aber als die Thür hinter ihr ins Schloß gefallen war und sie nun in dem leeren Zimmer stand und das Bett sah. darinnen er geschlafen, und fein Schürzchen, das kopflose Pferd, alle seine werthlose, kleine Habe da kam es über sie mit Lberwältigender Macht, und sie setzte sich dicht neben der Thür nieder, schlug dieHände vor das Gesicht und begann zu weinen, so verzweifelt, so trostlos, wie sie noch niemals geweint hatte in ihrem ganzen, langen Leben. Waren blos Stunden vergangen, seit Fritz fort war, oder Tage oder noch längere Zeit? Die einsame Frau wußte es nicht, sie achtete nicht darauf. Was kümmerte sie noch im Leben? Sie vermochte überhaupt keinen klaren Gedanken zu fassen, nur das eine Gefühl kam ihr deutlich zum Bewußtsein, daß sie erst jetzt völlig verarmt war, daß sie erst jetzt wußte, was es hieß, allein zu sein. Mühsam stand sie auf und fchritt bis zu ihrem Lehnstuhl. Ach ja! Als Fritz fortging von ihr, da war es Morgen gewesen, nun sank schon die Nacht herab. Sie hatte nichts gegessen, das Zimmer war kalt. Aber sie fühlte nichts. Da mußt Du hereingehen", sagte plötzlich eine Stimme draußen in der
kleinen Küche; pass' auf, daß Du nicht fällst! Die Großmutter schläft gewiß, weil sie gar 'nicht antwortet. Geh' nur recht leise!" Was war das? Fritz? Ihr Fritz? Sie war emporgefahren und stand nun da, das blasse Gesicht gegen die Thür gewendet, beide Arme auZgestreckt. Und da da drückte Jemand vorsichtig die Klinke, und jetzt stand er auf der Schwelle er! Leibhaftig, er! Fritz! Mein Kind! Mein geliebtes Kind!" Sie hielten sich umschlungen, fest und innig, als wollten sie sich nimmer lassen und dann küßte sie feinenMund. seine Hände, seine Haare immet und immer wieder. Die Uhren schlugen draußen herein, die Zeit verrann, aber sie hörte nichts, sie sah nichts als ihn, ihn ihr Letztes! Siehst Du, Agnes", sagte da eine weiche, etwas zitternde Stimme in die Stille hinein. Siehst Du es wohl, daß es so kommen mußte? Was sollte ich thun mit ihm, der sich fürchtet in meinem öden Haus, der sich sehnt nach Dir und Deiner Liebe wie die Blume nach dem Licht?" Sie war schon bei den ersten Worten schnell emporgefahren. Nun stand sie dicht neben dem Kinde, und ihre Augen blickten unverwandt nach dem alten Manne, der dort an der Thür lehnte. Wie fcharf war sein Gesicht geworden! Wie weiß sein Haar! Es zog etwas wie Milde in ihr Herz, zugleich aber kam mit. erschreckender Klarheit die Erinnerung an die letzte Zeit über sie. Das hättest Du nicht thun sollen, Johannes Ruland", sprach sie tonlos, es ist jetzt nur noch bitterer für mich, denn behalten kann ich ihn ja nicht, den Fritz, weil" einen Augenblick lang stockte sie, dann fuhr , sie fort weil ich fo ganz arm bin, Johannes ! So arm. daß ich ihm nichts mehr geben kann!" Johannes Ruland war ganz nahe herangetreten. Nun faßte er sanft nach ihrer Hand. Agnes!" sagte er einfach er braucht Dich aber. Er kann nicht sein ohne Dich, die Du ihm Alles warst. Und um seinetwillen, um des Kindes willen, das uns Beiden das Höchste ist, bitte ich Dich heute: Komm' mit mir in mein einsames Haus, lass' Bergangenes vergessen sein und uns Frieden machen." Sie hatte das Gesicht abgewandt, die Hand entzog sie ihm sachte. So standen sie lange schweigend. Wir sind alte Leute. Agnes", begann er nochmals. Lass' den Märchenträum unserer Jugend versunken sein, die Zeit ist darüber hingegangen und hat Alles längst weggewischt. Wir Beide haben nur noch Eines, das uns zusammenhält, das es uns leicht macht, zu vergessen " Der kleine Knabe hatte bis jetzt verwundert von Einem zum Anderen geblickt. Nun kam er leise heran und faßte die kalte Hand der alten Frau. Geh' mit Großmutter!" sagte er bittend und legte ihre bebenden Finger in die Hand des Mannes. Sie wandte sich und sah Johannes Ruland an mit einem langen Blick. Um seinetwillen", sprach sie leise. , Da neigte sich der alte, Mann auf ihre Rechte und küßte sie. Als er den Kopf wieder hob, funkelte eine Thräne in seinen Augen. Und dann saßen sie nebeneinander wie einst und bauten Pläne für die Spanne Lebens, , die ihnen noch geschenkt; das Kind hielte fröhlich zu ihren Füßen, und manchmal fahen sie zärtlich nach ihm hin: Unser Letztes!"' sagten sie dann, aber es ging dabei wie Sonnenglanz über ihre Gesichter. Mit einen Hungrigen laß dich j in nichts ein; fcro ist Alles Wurp.
Undank ist der Welt Loh.
t s , in r mrm U?r sj Tr hL Bei der Verlob'.. ! LrHvJ ' f v !V 7 '7? A r Während der .Flitterwochen. Der Erstgeborene. PraktischesWeckbett. Kaum glaublich. 14 HniV! ,k ' Was dem Schneidermeister Zwirn passirte, als er-mit seinem Fahrrad an einem Fuhrwerk gerade in dem Moment vorbeifuhr, wie der Kutscher mit der Peitsche knallte. Abgeblitzt. Gast (verliebt): Ach, Fräulein, wenn ich doch ein Herz wüßte . . Wirthstöchterchen . (eilig) : Thut mir leid; nur noch Leber da!" Sie kennt das ! Hausfrau (zur neu eingetretenen Köchin):. ... Ich muß Ihnen gleich sagen, daß wir Alle kein Bier, sondern The: trinken. Das ist Ihnen doch recht?" ' Köchin: Jawohl. Madam'! Ich bin schon früher 'mal bei einer bekehrten Säuferfamilie in Dienst gewesen!" Echt weiblich. Dame: Dieses Sommerkleid paßt nicht gut zu meinem Teint, kann ich es wohl färben lassen?" Farber: Gewiß. daS wird ungefähr 6 Mark kosten." ioumt. vi jji-ui.. juub ii utifc vvu zu theuer. (Für sich): Dann färbe ich' T.. C CTO! ? CT 3 l si Wm& lieber memen Teint.
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