Indiana Tribüne, Volume 21, Number 216, Indianapolis, Marion County, 24 April 1898 — Page 10

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No. 58 Lad yennsyldania Olr.

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IN ALLEM AMTHtKtN Per leiste Dienst. " Von Max Böttlcher. Nun war sie todt, still und todt. Schon seit einer Stunde. Keine Macht der Grix, kein Reichthum, keine Kunst der Aerzte, nichts, nichts konnte sie wieder in's blühende Leben zurückrufen. ; Und er stand noch immer wie angewurzelt neben dem schneeigen Bett, da rin sie ruhte wie eine blasse, schlunimernde Elfe, hielt die Lippen, fest auf. einander gebissen und starrte hin auf seine Fee" so hatte er sie gerufen in den Stunden der Liebr mit brennenden, thränenlosen Augen. i Als sie, die schmale, heiße Hand in seiner umklammernden Faust, ihren letzten Athemzug gethan, da war es ihm gewesen, als bräche das Haus über ihm zusammen, als sause die schwere, ungeheuere Last des Daches auf sein Haupt nieder. Und so stand er jetzt noch, die Stirn tief, den Nacken gebeugt, die Schultern schlaff herabhängend, der willenlose, elende Sklave Mensch vor seinem grausamsten Tyrannen, dem herzlosen Schicksal. : Aus dem Nebenzimmer drang schluchzendes Wimmern. Dort kauerte die Mutter der Entschlafenen in einer Sophaecke. Den Kopf mit dem vollen, noch schwarzen Haar auf die harte Tischkante gebettet, biß sie das seidene Taschentuch entzwei, das sie sich, um ihre Thränen zu ersticken, zwischen die zuckenden Lippen gepreßt hatte. Sie ist glücklich!- dachte der Mann mit einem Anflug von Neid, sie kann wenigstens weinen !" Und er gab sich Mühe, die athemraubende Schwere, die ihm auf der Brust lag. zu zersprengen, abzuwälzen, seinem unsäglichen Schmerz in Thränen Luft zu machen. ' Aber es gelang ihm nicht. Nur ein erstickendes Drängen und Würgen spürte er tn der Kehle. In seine brennenden Augrn stieg es nicht feucht und erlösend empor. Sein Leid linderte kein Weinen. Und mit einem stöhnen, den Aufsckrei sank er auf den Sessel, der neben dem Bette stand, in sich zusammen. Die Frau aus dem Nebenzimmer kam herein. Die Gräfin Jsabel von Arco war eine stattliche, fast noch jugendliche Erscheinung, deren Bewegungen selbst jetzt, in der Erregung deö Schmerzes, etwas Majestätisches, Bornehmes an sich hatten. . ; Sie galt für . den ausgesprochenen Lieblina der Hofgesellschaft, und ihr unermeßlicher Reichthum war im Munde der Leute geradezu sprichwörtlich geworden. . ; Leise, fast schüchtern, trat sie jetzt an ihren Schwiegersohn, den armen BildHauer ohne Namen und Ruf, heranstreckte ihm beide Hände entgegen und flüsterte -mit zuckenden Lippen: Franz vergib mir!" Der Unglückliche richtete sich ein wenig' empor und sah die majestätische, reichgekleidete. Erscheinung- an seiner Seite mit. einem fast drohendenHlicke an. ..Wenn sie nicht so Hartherzig be standen hatte auf ihrem StandeSvorurtheile, vielleicht schliefe sein Glück dann nicht dort auf dem weißen Lager derr ewigen Schlaf, den Schlaf, aus dem es kein Erwachen gibt. , Vielleicht umschwebte- sie ihn dann immer noch wie ein Märchen, wie eine süße, berückende Traumgestalt. Denn der Gram, der Schmerz darüber, daß sie im Bösen vom Vaterhause geschieden, daß sie mit der geliebten Mutter in Feindschaft leben' mußte, hatte genagt und gezehrt an Stella's empfindsamer Seele, ruhelos, wie eine tückische Krankheit. ., . . , ..... Die stolze Frau mochte wohl ahnen, was in der Brust des Bedauernswerthen vorging. Denn sie trat noch einen kleinen Schritt naher an den Gebeugten heran, und noch einmal, flehender, inniger aber als zuvor, klang es von ihren bebenden Lippen: Franz, zürne mir nicht länger " Gemeinsames großes Leid macht Menschenherzen, die sich lange fremd waren, bald miteinander vertraut. Im Gedenken daran, daß ja auch die Gräfin ihr Theuerstes, ihr einziges Kind verlorea hatte, zögert) Franz nicht länger, ihre Hand zu ergreifen und fein Haupt an ihre Brust zu bergen. War es doch auch seiner sterbenden Elfe letzter Wunsch gewesen, daß es so kommen möge! So saßen die Beiden lange Zeit. Als Frau von Arco sich schließlich verabschieden mußte, fragte sie, noch immer schluchzend: Und nicht wahr. Du 'erlaubst mir, für alleö Nöthige zu sorgen?Da reckte sich Franz zum ersten Mal, seit seines Weibes Mund für immer verstummt war,, zu seiner ganzen Höhe auf und eine senkrechte Falte grub sich tief.zwischen den finster zusammengezogenen Brauen in seine bleiche Stim. Stella war mein ich habe für sie gesorgt, so lange sie lebte ich ich allein Nun,' da sie todt ist, soll ihr Niemand die letzte Ruhestatt bereiten, als ich ich!-' Die Gräfin wollte etwas erwidern,aber sie' brachte kein Wort '.aus. der Kehle.: Sie fühlte jetzt .deutlich,'dak sie mitschuldig' war am Tode zihreS Km, des, dem sie lZiebe und Sonnenschein

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entzogen, well es - üverzeugungStteu und stark genug gewesen, der Stimme des Herzens zu folgen. So nickte sie nur noch einmal stumm mit schmerzverzogenem Munde, zog- die kostbare Pelzpelerine enger um die fröstelnden Schultern und stieg langsam, - sich fest auf das Geländer stützend, die' Treppe Tvrmfbr '-' - 1 2)er Bildhauer war unterdessen in das Sterbezimmer zurückgekehrt. Er rückte sich den Sessel nahe an das Bett heran, nahm die. schmale abgezehrte Hand seines Weibes in; seine Hände, bedeckte sie mit Küssen. und gedachte in Wehmuth vergangener Zeiten. , ! Es war das alte Lied. Ein Mädchen aus vornehmem Hause, das einen armen noch nicht emporgekommenen Künstler liebt und trotz des Einspruchs ihrer Angehörigen sein eigen wird. Aber die holde, zarte Treibhausblume, aus . der . warmen ' Atmosphäre des Reichthums und Ansehens ? verpflanzt auf den kümmerlichen Boden eines ärmlichen. Künstlerheims,, beginnt .trotz aller Pflege zu kränkeln) laßt.die Blät.--ter tiefer hängen, und. tiefer von. Tag zu Tag,-, wird. immer siecher, .und immer elendes bis : eines Morgens . der i letzte Lebens hauch aus. ihr entschwunden 1 1 ,. . i ; , . 1 1 . . Die . traurigen .Geschäfte,: die.. der nächste . Tag . .dem ; Bildhauer . brachte, waren so hart sie ihm auch ankamen' ein '.Segen '.für ihn. : Kein-Mensch auf der Welt.sollte ja seinem Weibe die letzten 'Liebesdienste, erweisen als. , er. Kein Mensch auch die Mutter nicht nur er er allein ! ; . ...',. :: . - j ,' So ging er denn ungebrochener Mann, die' dringenden-Meldungen '. zu machen, die nöthigen. Einkäufe zu . besorgen... Er hatte' gerade, winige.' Wochen zuvor eines seiner ältesten Werke für einrn ansehnlichen Preis verkauft; seiner Gattin hatte er dies Erekgniß verschwiegen, weil er sie mit dem'Erlös zu ihrem Geburtstaqe, der nahe bevorstand, überraschen wollte. Nun war es anders gekommen, ach, so ganz anders, als r gehofft! i : Vor dem Schaufenster eines Sargfabrikantenstand er still. Ja dort der weiße war der schönste unter allen, so einfach und mit so- stilgerechten, künstlerischen Beschlägen und ein Metallsarg war's auch denn ein Metallsarg mußte eö ja sein, damit damit . - ' ' Franz vermochte nicht weiter zu denken. Mit zitternden Händen klammerte er sich an die große Eisenstange vor der Auslage an, um nicht zu Boden zu sink : ' Und die Kissen im Sarge mußten von Seide sein, von reiner Seide -seine Stella sollte ruhen wie ein KLnigskind ; - ' ' Als er mit seinen Einkäufen wieder zu Hause war, kleidete er seine Fee zum ewigen Schlummer an -7- das weißseidene Brautkleid mit dem langen, lanaen ' Schleier - und die weißen, kleinen Atlasschuhchen.'- Auch einen Kranz von Vergißmeinnicht drückte er seinem scheidenden Glück auf die blonden, flimmernden Locken. Dann bettete er sie in den' Sarg, ohne jegliche fremde Hilfen Sie war ja so leicht geworden, so leicht und keine Menschenhand sollte sie mehr berühren als seine, seine allein! Er faltete ihre schmalen, bleichen Händchen über dem Gesangbuch, das ihm einst seine Mutter zur Confirmatlon geschenkt; er schmückte ihr Gewand und jede freie Stelle im Sarge mit Blumen, Blumen, den schönsten und duftigsten,' die er auf seiner traurigen Wanderung durch die Straßen erspäht hatte, und hielt bei ihr die Todtenwacht zwei Tage noch und zwei Nächte. j Am Nachmittage des dritten .Tages aber die Wintersonne meinte eö gut und sandte der müden Erde ihre kar-! gen Strahlengrüße erschienen die Trauergäste in seinem Hause. Sie drückten Franz alle die Hand und sagten ihm alle ein paar Worte deö BeileidS. Der Tod sühnt ja alles Unrecht, auch eine Mesalliance macht er gut. Eine Trauerfeier begann. . Der alte Geistliche sprach ' mit thränenerstickter Stimme von Liebe und Treue bis zum Grabe und über das Grab hinaus. Und ein unterdrücktes Weinen hub an in dem einfachen Atelier, darin Stella aufgebahrt lag. ' Franz hört kein Wort von der ergreifenden Trauerrede. Am Fußende des SargeS stand er und hatte dm Blick fest, fest auf fein Weib geheftet. Es galt ja, sich ihr holdeS Bildniß tief in's Herz zu prägen, tief, tief, unvergeßlich für alle Zeit seines Lebens. So stand er versunken und hörte und sah nicht, was um ihn her vorging. Wie er dann zum Friedhof hinausgekommen war, wußte er nicht. Genug, er stand plötzlich an einer tiefen, schmalen Gruft drin der weiße Sarg, der sein Liebstes umschloß und unter den Kränzen, und Blumen nur matt hervorleuchtete. ! - Und nun kam das Letzte, das Furchtbarste, der Schluß der Tragödie gleichsam. Er wußte daö von Begräbnissen her, denen er früher dann und wann beigewodnt hatte. - Da hielt lhm. auch schon . irqend ein Mensch mit einem stupiden Gesicht und weißwollenen Handschuhen eine Schaufel voll Erde entgegen.-, ,' . " . Des Künstlers Herz zuckte, als müßte eö brechen. - Aber seine Händ, alter Gewohnheit folgend, streckte sich aus, krampfte. eine Faust voll Sand von dem Spaten und warf sie hinunter in die Gruft . tn die Blumenpracht auf den Sargdeckel, -der dumpf - erdröhnte. Dann noch - eine -Faust, voll und noch eine. ZvaS letzte Mal gab eS einen schrillen Klang. . ES mußte wohl ein Steinchen-in.der Erde aewesen sein und den Metalldeckel getroffen hahen. - Bei diesem schrillen Klänge aber taumelte Franz hinten über und griff mit den Händen in- die . Luft.' -Behende Arme -fingen . den .Ohnmachtigen auf und brachten ihn zum Wagen. , , - Die Gräfin Lsabel Hon Arco nahm

ibn mit in ihr ValaiS. .damit er ei

köenig auf. andere Gedanken komme!" Er blieb aber nicht lange. Es trieb ihn zurück in sein Heim., Ach wie öde, wie leer, wie fremd' muthete ihn das an! Da der Platz am Tische, wo Stella immer gesessen hier das Bett, in dem sie geruht, dort ein Buch, in dem sie noch in den letzten Tagen ihres Lebens gelesen. Wie öde, wie leer, wie fremd war Alles! :. Der Bildhauer flüchtete in sein Atelier.. Er wollte sogleich daran gehen, einen längst gefaßten Entschluß zur Ausführung zu bringen. Einen Herrlichen Marmorblock besaß er. aus dem erdereinst eine Göttin des Ruhmes hatte meißeln -wollen. Nun sollte de? wertbvolle Stein einen anderen Zweck erhalten. Ein Grabdenkmal sollte daraus erstehen, einen Engel des Friedens darstellend, der Stella's liebliche Züge trug.. Tag und Nacht arbeitete der Künstler. Er gönnte sichkeine Rast, keine Erholung, so viel Frau von Arco ihn auch bat. und beschwor. ..Als, er nach drei Monaten , sein wahrhaft rührendes Werk, vollendet hatte, war .er selbst bjttch wie . der. Marmor, an dem er gearbeitet, und matt und kraftlos, wie die Zweige )der Fliedersträuche, die der Märzwind vor seinem Fenster hin und her schüttelte. ; j- . . . .Eines Morgens fuhr er mit einigen Leuten hinaus auf den Friedhof und stellte ;',das Denkmal am Grabe seines Weibes. auf. . Als es fest untermauert war, so daß kein 'Sturm ihm mehr etwas anhaben konnte, schickte er seine Begleiter nach Hausen .. . . Am Nachmittag fand man ihn todt mit durchschossener Schläfe. . Er sah kemen Grund mehr, weiter zu leben, nachdem er seinem Weibe den letzten Dienst erwiesen. . W . ., . -. . , , v . Der deutsch'chiuestsche-Vrieg.

Herrn Wippchen in Bernau. , . Es freut uns sehr, daß Sie sich unserer chinesischen Unternehmung wieder zuwandten, , obschon wir noch immer nick! damit einverstanden sein können, daß Sie an Ihrer Ueberschrift festhalten. jetzt noch, wo der friedliche Verlauf dieser nützlichen Expedition gesichert erscheint. Indeß wollen wir hiergegen weiter nicht opponiren, nachdem Sie uns in Ihrem geschätzten Schreiben vom 24. Januar mit Ihrer Ansicht bekannt gemacht haben. Hierfür verlangen wir aber auch, daß Sie nicht auf dem Abdruck Ihrer Ballade bestehen. in welcher Sie Ihr Badeabenteuer schildern. Denn wer wird es Ihnen glauben? Und ist es nicht eine bekannte afrikanische Anekdote, die Sie da verwenden? Unseres Wissens giebt es auch an der chinesischen Küste weder Krokodile noch Haifische. Einliegend finden Sie also Jhte höchst gruselige Ballade: Ich stand da eines Tags am Strand Und dachte, schön wär's, mal zu baden, Wenn ich es auch nicht nöthig fand, Es schien mich förmlich einzuladen. Da kam ein Mandarin daher. . , Der auch hier ging, sich abzukühlen. Den fragt' ich, wo ein Plätzchen wär', Das ganz entblößt von Krokodilen. Man kann von dieser Bestie ja Sich denken, was man will, indessen Sie kann empfindlich stören, da Den Badenden sie pflegt zu fressen. Er ging mit mir entlang am Strand Und wies mir eine solche Stelle, Abstreifte gleich ich mein Gewand Und sprang beruhigt in die Welle. Dann sprach ich: Freundchen, sage mir. Du wirst dadurch mich sehr verbinden. Wie konntest wissen Du. daß hier Sich keine Krokodile finden? Das ist sehr einfach, Fremdling, sagt Der Mandarin von feiner Höhe, Haifische hausen hier, da wagt Kein Krokodil sich in die Nähe. Ich wollt' nicht meinen Ohren trau'n. Und weiß auch kaum, wie ich gefunden Den Weg an's Land vor Furcht und ' . Grauen Der Mandarin war längst verschwunden. ' . I .' - . , . . Indem wie Sie bitten, uns gefälligst etwas Glaubwürdiges zu senden, grüßen wir Sie . ergebenst .Die Redaktion. - Bernau, 21. März 1893. - Der Pegasussprung meiner Leier in Ihren werthenPapierkorb hat mir nicht weh gethane Man gewöhnt sich schließlich an Alles. Ich habe mir z. B. vom Aal . sagen lassen, daß er manchmal ganz verwundert um sich schaut, wenn keine Köchin da ist, welche ihm die lebendige Haut abzieht-, so sehr sind die Aale daran gewöhnt, daß sie in dieser Weise vom Leben zur Küche gebracht werden. Aber..ichmöchteie doch fragen: Wo in aller Welt habe ich in meiner Schäuerballade gedichtet, daß mein Abenteuernicht auch schon von einem Haupt- oder Nebenmenschm passirt sei? Muß denn jedeö Glück oder Unglück mir allein zugestoßen werden? Wenn Adam von Eva einen Apfel nahm,- hat etwa Paris, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigenHauptstadt Frankreich's, der Aphrodite eine Pflaume gereicht oder Tell vom Haupt seines Sohnes eine Ananas geschossen? klhr Papierkorb in Ehren, aber Sie werden ohne Zweifel fetzt auch den Schwarzen hineinwerfen, von dem ich Ihnen aus Afrika erzählen würde, daß er eine Weiße geheirathet habe, und werden erklären, daß dies ja Othello schon aethar hat. Allerdings. - Aber wenn Sie mir fortwährend JhrenPlci. glatenriecher Akiba auf'sDach .setzen, so nennen Sie mir doch den öerrn Urian.

der Ihnen, -wenn er eine Reise thüt, was erzählen kann. Freilich ist schon Alles dagewes. Ich gebe dem Prediger Salomo 1. 9 Ncchi: Es geschieht nichts Neues unter der Sonne. Aber ich muß Sie doch bitten: Bleib.'n Sie mir mit diesem Vers verzeihen Sie das harte Wort! vom Leibe! Diese drei Schritte müssen Sie mir zu Gefallen thun, wenn ich überhaupt noch eine einzige Quartscite eintauchen soll. Unter Allem, was schon dagewesen, nimmt leider mein Geldbriefträger noch immer nicht den Nang ein, der diesem tüchtigen und allgemein beliebten Beamten zukommt. Schicken Sie mir ihn also recht bald oder noch früher mit einem Vorschuß von 40 Mark. Sie sehen, wie rasch ich wieder versöhn! bin. 5 Peking, den 15. März 1893. W. Auch heute ist "es mir mit dem besten Willen nicht möglich über die Ankunft des deutschen Reichsgeschwaders zu melden, das nicht einmal in Sicht, geschweige denn, in China ist. Man, muß Geduld haben, es ist ein langer Weg von der Mitte ünseresReiches. bis zum Reich der Mitte. Die Chinesen sehen unserem Prinzen Heinrich mit. wie ein Bogen gespannter Aufmerksamkeit entgegen. Als ich gestern einem alten Chinesen. sagte,, daß der Prinz genau so heiße, wie Faust, hatte er leider keine Ahnung von diesem Werke der Weltliteratur und schlug in einem deutsch - chinesischen Wörterbuch nach, das er vor Schreck alsbald fallen ließ, nachdem er gelesen hatte: Faust, in Zorn geballte Hand, um zuzuschlagen, sich den Gegner vom Leibe zu halten, oder ihn zu mißhandeln, oder ihn zu züchtigen.-. Es da'uerte lange, bis ich ihm das Menschliche seines Irrens auseinandergesetzt hatte. Faust- belehrte ich ihn, ist ein Gelehrter, dem eines Tages in Pudel zulief, der nicht stubenrein gewesen ist sondern plötzlich hinter dem Ofen wie ein Nilpferd aussah, so daß Faust ben Spruch der Viere brauchen mußte. Hierbei stellte es sich aber heraus, daß keiner dieser Viere in dem Thiere steckte. Im Gegentheil schwoll der Pudel mit borstigen Haaren auf. worauf Faust sich nicht anders zu helfen wußte, als Salomonis Schlüssel zu ergreifen, mit dessen Hülfe er dem Thiere drohte es mit heiliger Lohe zu versengen. .. Jetzt erst füllte es : den ganzen' . Raum ' an und wollte eben zum Nebel zerfließen, als Mephistopheles ', wie. .ein ' fahrender Scholasticus gekleidet den Pudeln verließ. Dieser Gelehrter nun heißt Hein. rich Faust. und bildet den Gegenstand der Verehrung aller Deutschen." Der alte, Chinese, der kein Deutsch derstand, schien mich für toll oder voll zu halten und lief, so rasch ihn seine verkrüppelten .Füße tragen konnten, lachend davon. ,v, :.; : .: . Dieser ungebildete 'Mann ist ' aber eine Ausnahme. . Die große Mehrheit der Chinesen erwartet unseren Prinzen und sein Geschwader als eine. Rettung vor, den übrigen Großmächten, die von dem Reich der sogenannten Mitte ein Stück nach dem andern in die.' Tasche abpachten wollen, so dan säH:?;!' rr-

wenig übrig bleiben dürfte. Mit gro-, ßem Respect wird hier daher von . der Schweiz gesprochen, weil sie keineFlotte hat und daher nicht daran denken kann,, sich an dem allgemeinen Pachten zu betheiligen. So ist die Schweiz heute in China das beliebteste Land Europa's. . Die Vorbereitungen zum Empfang des Prinzen sind in vollem Gang. Die Behörden haben , alle Fabriken voll zu thun, um die . deutschen Fahnen herzustellen, die Kanonen sind feierlich ge laden und. die Jungfrauen, welche bereits bezeichnet sind, am Empfangstage weiß gekleidet zu empfangen, werden auf das Schärfste überwacht,, um jede Störung des Programms zu vermeiden. Ich weiß aus einer dem TschungliAamen (sprich: Tschungli - Yamen) nahestehenden Quelle, daß Alles geschehen wird, den Prinzen Heinrich bei bester Laune zu erhalten, und Alles vermieden werden wird, waS geeignet erscheinen könnte, seinen Fuß China gegenüber zu spannen. Denn davon fürchtet China wohl das Schlimmste: eine strenge Pachtung, einen unerbittlichen Eisenbahnbau und eine weitere wohlverdiente Eröffnung neuer Absatzgebiete für deutsche Jndustrieerzeugnisse. China hat allen Grund, auf der Hut zu fein. u r z und bündig. S&aizr (verschuldet): Also gnädigstes Fräu. lein, wollen die Ehe wirklich nicht mit mir eingehen?- Fräulein: Nein. Herr Baron, ich will nicht eingehen!" Bescheiden. Nachbarin: Es kommt mir vor, als wenn Ihnen Ihr Student den Respect schuldig bliebe.Vermietherin: Ach, wegen deö Respects er bleibt aber auch die Miethe schuldig!" Militärisch N a t u r g eschichtliches. Unterofficier (zu den neuen Rekruten): Seht mal, Leute, so wie der Schmetterling aus der Puppe muß jetzt bei euch ' der Soldat aus dem Civilisten schlüpfen!" Größte Liebe. Nun Marie. liebst Du Deinen Bräutigam wirklich so recht innig?- Braut (große Hundeliebhaberin): Unsäglich, er hat sogar meinen Moppel vollständig aus meinem &tnm verdrängt!" Jedermann sagt so. CakcaretS . Candtz Cathartic, die wundervollste medizinische Sntdeckuog bei Zeitalter?, angenehm und erfrisehend im Seschmack, virkt sauft und sicher auf Nieren, Leber und Singedeide, da ganze' Oyfiera reinigend, entfernt Erkältung, kurirt Kopfveh, gieder, anhaltende Onstopfuna und Unverdauliktit. . Kaufen und verfugen Gie eine GQaätcl vsn beute: 10, 25, und 50 Ceutl. verkauft und

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