Indiana Tribüne, Volume 21, Number 214, Indianapolis, Marion County, 22 April 1898 — Page 3
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: t i S tN ALLEM APOTHEKEN iMiTf Von Wilhelm Meher.Jörster. (Fortsetzung.) Musik sbiklte. der Vlap'üz arns langsam mit weit ausgreifendem Schritt, dann plötzlich nahm sein Reiter die Zügel zusammen, uno m ian gem praü)tvollen salopp zog Cnsrft nn Un ??ibiinen vorbei. der " Lucifer!" (5. W. dachte an Chicago und seine amerikanischen Freunde, lauter Plebejer. Schwewehändler und Getreidejoöber. Die hockten nun immer noch drüben, betrogen und wurden betrogen, während er. C. W., auf der Hamburger Derby - Tribüne saß und binnen jetzt und einer Viertelstunde der meist beneidete Mann an der Elbe sein würde. Fürsten und Magnaten waren sein Umgang geworden, und selbst die sahen mit Neid auf Loge III, wo dev geniale Besitzer des besten Rennpferdes still und anspruchsvoll sein Pferd beobachtete. Ja sagte er vor sich hin, man hat es zu etwas gebracht. Sechs andere Pferde kamen auf die Bahn, neugierig gemustert aber wenig geschätzt, und dann gab es noch einmal ein: W Coriolan." Wie Gold glänzten die Haare des Fuchses, den Frauen gefiel er ungleicö besser als sein gefürcht:t:r Gegner. Aber die Männer, durch die Lektüre der Sportzeitungen erzogen und geklärt, fanden den Fuchs zu leicht und gaben ihm wenig Chance. Mr. Graham. der berühmteste aller Jockeys, saß auf dem Hengst im Sattel. Mr. White. der Trainer, führte das Their am Zügel. Neben ihm ging Brandes. Das ist Brandes! Der da!" . Noch einmal richteten sich alle Augen auf den großen Sportsman. dann berm (TnTtnTsln" den Kovf fi und zoa
in ruhigem Kanter hinter den sieben anderen Pferden zum Start. Niemand sah mehr auf Brandes, der langsam die Tribünen hinaufschritt und in der Mittelloae Platz nahm. Na? Aufgeregt?" fragte lachend Carlotta. und Brandes entgegnete ruhig: Nicht, daß ich wüßte.Er war in der That nicht aufgeregt. Er hatte sein Exempel abgeschlossen und blickte kalt in das nahe Ende. In zehn Minuten würde er ein ruinirter Mann sein, nach Hause fahren und nach Rußland den Abschiedsbrief senden. Abschied von Käthchen! Wie ein Meer wogte die Menschen masse auf dem Sattelplatze, die Aufregung hatte ihren Höhepunkt erreicht. Bon den Zehntausenden, die hier draußen auf den Horner Wiesen waren, den Fürsten und Prinzen. Osficien und Sportsmen, Senatoren und Kaufherren, Handwerksleuten und Bankcommis. Kellnern und Schiffern, war fast jede? einzelne an dem großen Rennen betheiligt. Irgend einen Geldbetrag hatte wohl jeder gewettet, und die Frage, wer der Sieger sein würde, war für viele dieser ausgeregten Menschen eine Existenzfrage. Ein schriller Glockenton wirkte in der kolossalen Spannung der Massen wie eine elektrische Entladung, alles stürzte vorwärts an die Barrieren, um besser sehen zu können, die Glocke hatte den Beginn des Rennens verkündet. Einen Moment noch, dann wurde es auf dem weiten Platze fast still, man redete nicht mehr, man beobachtete. Dumps trommelten die zweiunddreißig Hufe der Pferde auf dem elastischen Rasen, und nun kamen die Thiere zum ersten Male an den Tribünen vorbei. Lucifer" galoppirte als Fünfter in dem kleinen Rudel, während Graham auf Coriolan" vier Längen zurück als Letzter ritt. Der Jockey saß so ruhig und gelassen, als ob er einen Spazierritt nach Blankenese ausführen wolle. Jones, der in der rothen Seidenjacke auf Lucifer" im Sattel war gleich. falls ein Jockey ersten Ranges saß vornüber geneigt, scharf beobachtend, rechts und links spähend. Da plötzlich ein Lärm auf den Tribünen! Rücksichtslose Leute sprangen auf die Bänke, um besser sehen zu können. und selbst die. welche von dem Rennen nichts verstanden, kamen in Aufregung. Jones hatte ganz unerwartet den Favorit in Schwung gebracht, war in fünf Sätzen seines Pferdes an den andern vorbei an die Spitze gekommen und zog jetzt immer weiter und immer weiter von seinen Gegnern davon. Und wo blieb Coriolan"?!! Die sechs anderen Pferde waren schon jetzt, das sah man, glatt geschlagen, aber wo blieb Coriolan"?! Er blieb in dem Rudel der sechs anderen, und weiter und immer weiter slog der Rappe voraus. Es sah aus, t ob er. wenn das so fort gehen würde, hun. dert Meter vor den anderen an's Ziel kommen müßte. Man sah einen Mann auf den Tribünen in Loge III, der auf einem Stuhle stand, wie toll gestikulirte und in den Lärm hinein immerfort: .Bravo!" schrie. Alle Welt glaubte, der Mensch sei verrückt, als aber wie ein Lauffeuer die Mittheilung über, die Tribünen g-nz: Das ist Mr. Kalm, der Besitzer des Pserdes," fand man . sein Benchmen leicht erklärlich. Und Brandes?
Er saß aus seinem Stuhl, den Mund leicht geöffnet. Der Krimstecher war ihm aus der Hand geglitten und polternd zu Boden gefallen. Leise sagte er. vor sich hin: Corry", Käthchen. Corry." Sie hat immer so viel von dem Pferde gehalten." Zwanzig Längen vor den anderen galoppirte Lucifer" die letzte Breitseite entlang, die rothe Seide leuchtete prächtig auf dem schwarzen Hengste, und die Damen sagten nein, sie kamen nicht dazu, ihrer Bewunderung Ausdruck zu geben. Denn wie ein Schreckensschrei ging es über den weiten Platz: Jones! Die Peitsche!" - Man denke: Jones hatte zur Peitsche gegriffen! Lucifer" bekam die Peitsche! Lucifer", der zwanzig Längen voraus als der sichere Sieger galoppirte! Aber es waren ja nicht mehr zwanzig Längen! Es waren nicht mehr fünfzehn! Nicht mehr zehn! Nicht mehr fünf! Coriolan!!" Ein Brausen von Stimmen und Rufen: Coriolan!!"Weit, weit zurück waren die übrigen sechs geblieben, der Goldfuchs aber hatte mühelos Grahams leichter Aufforderung gehorcht und lag jetzt keine zwei Längen mehr hinter dem Favorit. So kamen die beiden Pferde die Bahn herauf den Tribünen entgegen. Alle die zehntausend Blicke waren auf die kämpfenden Thiere gerichtet. Niemand schaute auf die Jockeys. Sonst würde man gesehen haben, wie ein Lächeln über Mr. Grahams Gesicht ging, als er jetzt zum letzten Angriff avancirte. Er war seiner Sache ja so sicher. Und ganz leicht, spielend leicht kam der Goldfuchs an den Rappen heran, spöttisch musterte sein Jockey den verzweifelten Rivalen, der den Arm mit der Peitsche wie einen Windmühlenflügel drehte, und dann ritt er vorbei, und dann blickte er nach links, als wollte er den Tausenden auf den Tribünen sagen: .So gewinnt ein Jockey von Klasse. Ein Jockey, der sein Pferd zu taxiren versteht und auf Kinderscherze wie die des guten Jones nicht hereinfällt." Angehalten, nur noch langsam galoppirend, kam Coriolan" zwei Längen vor dem total erschöpften Gegner durch's Ziel. Nie hatte ein Pferd so lächerlich leicht ein Derby gewonnen. Da löste sich die kolossale Spannung der Zuschauer in ein wahnsinniges, ohrenbetäubendes Bravo! Coriolan!" Brandes!" Bravo!" Man sah nicht, wie der Mann in der Loge III mit seinem Stuhle beinahe umgekippt war und vor Wuth röchelte, man stürzte auf die Bahn, um den Goldfuchs zu betrachten, und man drängte sich durch die Massen, um Brandes die Hände zu schütteln. Bon taufenden geleitet ritt Mr. Graham auf den Sattelplatz, aber in all dem Lärm und in den betäubenden Bravorufen hatte der kleine Engländer merkwürdig dieselbe Empsindung. die jetzt droben auf den Tribünen in dem Kreise der Glückwünschenden Brandes durchzuckte: Käthchen! Warum ist Fräulein Käthchen heute nicht hier? Sie hatte den Corry" so gern und wollte ihn am Derby - Tage selbst bekränzen." Er. klopfte den Hals des Pferdes: My good Corry.Mit zitternder Hand schrieb Georg Brandes auf ein Blatt, das er aus dem Notizbuch gerissen hatte: Mein liebes Käthchen! Coriolan" hat Lucifer" das Derby gewonnen. fehr leicht. Ich bin glücklich. Grüße Deinen Mann. Dein treuer Vater. An Ihre Durchlaucht die Prinzessin Katharina von Reichenberg. Grenowo bei Grenesko, Rußland." Konrad nahm das Blatt und gab die Depesche auf. Brandes' Glück ist unermehlich.sagten die Leute. Die Sonne senkte sich langsam dem Westen entgegen, als die Rennen beendigt waren, und der ganze große Menschenstrom zu Fuß und zu Wagen mit der Eisenbahn und den großen rothen Waggons der Straßenbahnen nach Hamburg zufluthete. In den Bierwirthschaften zu Horn und Wandsbeck tranken die Besucher auf Coriolan" und Brandes, während im Hamburger Hofe am Jungfernstieg das großartige Diner hergerichtet wurde, das der glückliche Gewinner seinen Freunden und Bekannten heute Abend bot. Die letzten Wagen rollten davon, und als C. W. mit dem Baron von Rosse über die Wiesen der Rennbahn schritt, war es dort so still und einsam, als ob hier nie Pferde gekämpft und menschliche Leidenschaften getobt hatten. Nur das zertretene Gras deutete darauf hin,' daß vor wenigen Stunden hier viele Tausende hin und her geschritten waren. Es war still, die Heimchen zirpten leise, ein schöner weicher Sommerabend, der die Menschen heiter und friedlich stimmt. Drei Stunden hatten C. W. und der Baron an einem trockenen Graben gesessen. wo man die Rennbahn und die Tribünen nur in weiter Ferne sah. Nie wav Herr Kalm in so elegischer Stimmung gewesen, und als er unmittelbar nach dem schrecklichen Ereigniß sich an des Barons Arm gehängt und ihn flehentlich gebeten hatte: Führen Sie mich fort, irgendwohin," hatte der alte Baron trotz seiner eigenen entsetzlichen Depression beinahe ein Rühren emPfunden. Ich kann nie mehv nach Hamburg," stöhnte C. W.. ich bin blamirt über alle Maßen, ich schäme mich halbtodt." Es klang fast grotesk: Herr Kalm, der sich schämt, aber er hatte in der That so maßlos renommirt und jcdtm erzählt: Mein Pferd gewinnt im Schritt," daß eine moralische Depression wohl am Platze war. Den Oberkellner im Hotel, den F:i-
seur, den Schneider Rupprecht, alle großen und kleinen Leute hatte E. öi).
in's Unglück gestürzt, sie alle hatten ihr Geld aus Lucifer" angelegt, . und sie würden ihn jetzt verwünschen und verfluchen. DieserGedanke, so schrecklich und un angenehm er war, hatte doch wiederum für C. W. etwas Versöhnliches. ' Wenigstens war nicht er allein der Hereingefallene, und als er sich das näher . ausmalte, überzog ein Grinsen sein Gesicht. . Sie gingen nach Horn, wo Lucifer" einauartirt war. und trafen Mr.
George, als er eben beschäftigt war, die Pferde füttern zu lassen. Er begleitete die Herren durch den Statt, und da stand nun dieser schwarze Lucifer", fraß. fraß, fraß fraß C. W's. theuren Hafer und kümmerte sich den Kuckuck um das Un glück seines Herrn. Bestie!" sagte C. W.. da drehte sich das Thier bei dem Klang der Stimme rasch um. Bestie!" Das eben noch ruhige Thier riß cn seiner Kette und versuchte in seiner engen Box sich umzuwenden. C. W. erörterte lang und breit, wie widerlich ihm dieses miserable Geschöpf stets gewesen sei. und er endete damit, daß der Rappe todtgeschossen werden solle. Heute noch. Es kostete Mühe, ihm diese Kindere! auszureden, und erst der Hinweis, daß alle Welt darüber lachen und sich aufhalten würde, brachte ihn von dem Vorsatze zurück. Sie gingen weiter, und plötzlich d?cht Avor Wandsbeck überkam C. W. das graue Elend, er sing herzbrechend an zu schluchzen. Nichts gelingt mir! Ach, ich unglücklicher Mensch." Da faßte den guten alten Baron, der sich nicht erinnerte, einen Mann in Thränen gesehen zu haben, ein aufrichtiges Mitleid. Er zog C. W. in eine kleine Wirthschaft, wo sie eine stille Laube im Garten bekamen, und nun schilderte er ihm. wie das verlorene Rennen ihn selbst, den Baron, zehnmal härter treffe. Sehen Sie," sagte er, Sie sind ein reicher Mann, Herr Kalm. Was Sie heute verloren haben, gewinnen Sie vielleicht in kurzer Zeit wieder; und wenn nicht, so trifft das Sie auch nicht weiter hart. Sehen Sie mich an: der Sieg hätte mich zum wohlhabenden Manne gemacht. Ich würde ruhig für Jahre hinaus in die Zukunft gesehen haben, vielleicht hätte ich nicht mehr nöthig gehabt, mich um meine alten Tage zu sorgen. Und nun bin ich bettelarm." C. W. schaute auf, das Thema begann ihn zu interessiren: Bettelarm? Wirklich bettelarm?" Ja. Aber ich lasse den Muth nicht sinken. Ich werde mich noch mehr einschränken, und einmal wird das Glück doch kommen." lFortseKung folgt.) ilrn tausend ZNark. Bon M. v. Zoreck. .Werth 1000 Mark," schrieb Heinz Carlsen mit deutlicher Schrift auf das kleine, viereckige, sorgfältig gesiegelte Packet, das die Adresse an die Jury des Leonhard Müller - Preises" trug. Sinnend wog er das flache Kistchen in der Hand. Bisher war noch keine seiner Arbeiten 1000 Mark tverth geWesen, aber der Preis war mm doch einmal so hoch festgesetzt worden und immerhin lag die Möglichkeit vor. daß er, Heinz Carlsen, diesen Preis erhalten könnte. Es war zwar nicht wahrscheinlich, aber doch möglich. Wenn nun das Bild verloren ging, so erhielt er den Preis bestimmt nicht, also verlor er 1000 Mark, also folgerte er war das Bild ihm tausend Mark werth. Er stülpte seinen Manilahut auf den Kopf und vervollständigte seine etwas nachlässige Toilette, nahm das Kistchen unter den Arm und trat die Wänderung nach der etwa dreiviertel Stunden entfernten ländlichen Poststation an. Tausend Mark! Wer die bätte! Herr Leonhard Müller hätte sie, mehr als Hundertsach sogar. Das famoseHaarwasser hatte sie ihm gebracht. Er war ein armer Friseurgehilse gewesen, bis er das Mähnenelixir" erfunden, das ihn zum steinreichen Mann gemacht. Sein eigenes lang auf die Schultern niederfallendes Haupthaar, das er einst als lebende Reklame des Elixirs getragen, war das einzige, was er noch von damals übrig behalten hatte. Im übrigen widmete er sich ganz seiner Leidenschaft, den Mäcen zu spielen. Bei seiner recht lückenhaften Bildung lief natürlich manche groteske Laune mit unter. So dieses Preisausschreiben! Carlsen lachte in sich hinein: der Friseur kam doch immer wieder durch! Ein Waschtischstillleben in jeder beliebigen Dimension! Hatte man je derartiges gehört! Menschliche Staffage streng verboten! Wenn Heinz sich dennoch an die Arbeit gemacht, so war das weniger aus Uebermuth als aus Noth geschehen. Er konnte doch nicht ewig beim Onkel Pastor auf dem Lande hocken, und das Schulstipendium war in den Lehrjahren draufgegangen. Heinz Carlsen seufzte. Man konnte das Bild im besten Falle originell" nennen. Man hatte ihn ja auch immer originell" genannt, wenn die Armuth ihn zwang. Wein und Bier zu meiden, Winter und Sommer die gleichen Kleider zu tragen und auf die leichtgeknüpften Liebesbande ' seiner Collegen zu verzichten. Damals sagte man ihm sogar Prinzipien" nach! Ach du lieber ott! . Er betrat das Postgebäude und zeichte sein Packet dem Beamten durch das Schalterfenster. Dann setzte er sich auf das Brett des geöffneten Fensters, bis der brave Alte den Schein herausgekramt, was immer längere Zelt zu dauern pflegte. Dann aber kam etwas I . - W . tf
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der Schrift in lein Hirn eingruv:' nn I Postgebäude zu Haseln, dem Kreis-' städtchen, sei eineSenduna Spitzen und '
ano vervrannt und der schlaue Halunke, der Schöneberger, habe den vollen versicherten Betrag dafür erhalten, obwohl das Zeug kaum die Hälfte werth gewesen sei. Nachdenklich stopfte der Maler seinen Schein indie Tasche und schienderte nach dem Bahnhof, um den nachsten Zug abzuwarten, die einzige Zerstreuung, die man in dem öden Neste finden konnte. Wie jeder echte Künstler liebte er seiner Hände Werk zärtlich, aber trotzdem keimte in ihm der Wunsch auf, daß das Preisstillleben verloren gehen möchte. Verbrennen, zerreißen, gestohlen werden, jede Todesart war ihm recht, wenn er nur seine 1000 Mark bekam. Mit der unpersönlichen Person der Post" hatte er kein Mitleid, für sie war die Summe eine Kleinigkeit. Der Herbstabend war schnell hereingebrochen und dichter Nebel senkte sich nieder; die spärlichen Laternen des kleinen Bahnhofs durchdrangen ihn kaum noch. Der Perron war ganz leer. Seit man ein Billet für 10 Pfg. lösen mußte, kamen die Einwohner nicht mehr zu ihrem Vergnügen her, und da es ein Montag war, reiste auch Niemand. Der Zug hatte starke Verspätung, endlich tauchten die rothen Lichter der Lokomotive auf, aber nur langsam kam diese näher. Der Briefträger lieferte Briefsack und Packet ordnungsmäßig ab und der Zug setzte sich wieder in Bewegung. Da. plötzlich ein Gegensignal aus dem Postwagen, die schrille Pfeife ertönte rasch hintereinander. Noch ein paar schwerfällige Raddrehungen und die Maschine stoppte wieder. Unterhalb des Postwagens, den man ganz und gar unverletzt geglaubt, zeigten sich Splitter, der Boden hob sich, als wolle er bersten, die Vordern?and war durch den starken Gegendruck der Puffer halb eingedrückt. Nur durch ein Wunder war er nicht entgleist. Alles Fluchen und Schimpfen half nicht; der Wagen mußte losgekoppelt und ausgeleert werden. Die Nachricht von der Störung hatte sich im Dorfe verbreitet. Was sich an Zuschauern am Bahnhofe eingefunden hatte, legte Hand mit an. Der Nebel verdichtete sich mehr und mehr; die Brustlaternen der Beamten tauchten wie Glühwürmchen auf; die vermummten Gestalten ließen sich kaum, unterscheiden. Die Postbeamten arbeiteten wacker' und bestanden darauf, die ihnen anvertrauten Sendüngen selbst herauszuschaffen. Heinz Carlsen stand unthätig dabei, in seinen Ohren tönte es unaufhörlich: Verbrennen, zerreißen, gestohlen werden!" Ein Schrei weckte ihn aus seinen Träumereien, einer der Packetstapel war in's Schwanken gerathen, und "die Kolli rollten über den Kopf des Schaffners hinweg aus dem Wagen, wohl ein Dutzend Kisten und Kasten kollerten über den Damm. Eine' scharse Kante verletzte Heinz m Schienbein; mit einem halblauten Fluche zog er den Fuß zurück und bückte sich, um nach der Ursache zu forschen. Siedend heiß stieg ihm das Blut zum Hirn. Da, zu seinen Füßen, wie von der Vorsehung eigens hingeschleudert, lag ein flaches, viereckiges Kästchen: sein Bild! Heinz überlegte nicht mehr, Pfeilschnell griff er nach dem Holze und jagte wild denEisenbcchndamm jenseits der Barriere hinab in die Nacht hinaus. Niemand hatte seine Flucht bemerkt; der Nebel legte überdies seinen dichten Vorhang um jeden Blick, und wenn nicht, wer hätte in Heinz Carlsen einen Dieb vermuthet?! Keuchend und schweißtriefend erreichte der Maler das Pfarrhaus; rückwärts durch die Waschküche tappte er sich bis an die hölzerne Treppe und schlich leise in sein Giebelstübchen hinauf. Schnell den Riegel vor und Licht entzündet, so gut es mit den zitterndenFingern gehen wollte! Er beugte sich über die Kiste, die er mit der Adresse nach unten auf den Tisck gelegt hatte, und löste hastig die Nägel aus dem Boden. Die Brette, lockerten sich schwer und splitterten, als er sie seitwärts zu biegen suchte. Doch sieh da, statt der Rückseite des Bildes . lag ein weißer, verschnürter Pappkarton vor Heinz's verschwimmendem Blick. Träumte er denn? In namenloser Angst drehte er den Kasten herum: eine fremde Handschrift er hatte ein fremdes Packet gestohlen! Er brach halb bewußtlos auf einem Stuhle zusammen; erst jetzt wurden ihm alle Consequenzen seiner Handlungsweise klar. Dieses Packet, nach dem zu forschen nur er selbst sich berechtigt glaubte, gehörte einem Dritten! Der junge Sünder wischte sich über die Stirn; hier gab es nur einen Weg; dem Bestohlenen sein Eigenthum,- so wie es war denn auch der Karton hatte beim gewaltsamen Oeffnen stark gelitten zuzustellen, sich durch ein ehrliches Bekenntniß in seine Hände zu Cln Wahres SprüHvort. Nichts ist so erfolgreich wie Erfolg." Diese Behauptung ist nie beft ser bewiesen als wie durch den Srfola von Dr. Bull'S Husten Syrup. 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geben und dann abzuwarten, ob jener die volle Sühne für seine Schuld verlangen oder sich an der Reue des armen Burschen genügen lassen würde. Heinz stand resolut auf und legt den Karton uneröffnet bei Seite. Zunächst mußte er die Adresse seines Richters wissen; er näherte nochinalö den Deckel dem Lichte. Ein neuer Schrecken wartete seiner. Die Adresse lautete: Herrn Leonhard Müller, Berlin." Ihm war, als sähe er das letzte Zipfelchen des erhofften Tausendmarkscheines höhnisch lächelnd entschweben. Er seufzte tief auf und zog sein Portemonnaie. Vierter Klasse bis Berlin kostete nur eine Mark achtzig, denn die Entfernung war gering. Dazu reichte es noch; wie er dann zurückkam, wußte der Himmel. Das machieVhm die geringste Sorge. Vielleicht formte er seine Gefängnißstrafe gleich antreten. Heinz Carlsen hatte sich lange auf die Fahrt nach Berlin gefreut, nun gestaltete sie sich zu einem Martyrium für ihn. Er schaute auch nicht rechts noch links, als er den Bahnhof verließ, sondern eilte so rasch als möglich nach Müller's Wohnung. Muß der Zahn heraus," philosophirte er, dann so schnell als möglich." Die Ungewißheit war ihm unerträglich. Als er in Leonhard Müller's Empfangszimmer stand, während der Diener ihn meldete, schlug ihm das Herz gewaltig. Müller trat mit seiner gewohnten Protectormiene ein und begrüßte den jungen Mann herablassend mit zwei Fingern der rechten, während er mit der linken Hand seine langen, prächtigen, nunmehr eisgrauen Locken strich, dieselben Locken, die einstmals nicht zum Wenigsten dem Mähnenelixir" zu seinn Popularität verholfen hatten. . Freue mich sehr, Herr Carlsen! Habe schon Ihr Bildchen ausgepackt und besehen. Hm ja! Kann mich natürlich nicht darüber äußern " Ich bin auch nur gekommen, Herr Müller," begann Heinz zaghaft, doch Leonhard unterbrach ihn sofort: Hm ija! Kommen alle jetzt, die jungen Herren. Aber lasse mein Urtheil nicht beeinflussen " Er klingelte dem Diener. Karl, noch immer kein Packet aus Hamburg da?" Der Diener verneinte und Herr Müller schüttelte ärgerlich das Haupt. Heinz aber sprang dunkelroth empor und reichte mit resoluterBewegung dem dicken Mäcen das gestohlene Kästchen. Ist es vielleicht dies?" Sem Athem stockte. Mit Herrn Müller ging eine furchtbare Veränderung vor. Er wurde todtenbleich, während er mit zitternden Fingern den ihm wohlbekannten Karton ergriff. Herr Carlsen," begann er mit erstickter Stimme, und jedes Wort schien ihm Qual zu verursachen. Ich will nicht fragen, wie Sie in den Besitz dieses Kästchens kommen " Ich sehe mich gezwungen " - Nein, nein, ich beschwöre Sie " Alles Gönnerhafte war aus seinem Benehmen gewichen. Aber, Herr Müller, mein Gewissen verlangt" Was Sie wollen! Den Preis? Si sollen den Preis haben! Oder einen zweiten wenn die Jury nicht will, aber schwören Sie mir, zu schweigen gegen Jedermann!" Er ergriff flehend Heinzens Hände. Der junge Mann war verblüfft und verlegen ob der unerwarteten Wendung der Dinge. Doch das Versprechen der 1000 Mark wirkte entscheidend. Er leistete den verlangten Schwur und verließ so rasch als möglich und leichteren Herzens, als er gekommen war, das Haus des sonderbaren Alten. Grübelnd schritt er fürbaß. Er hatte gestohlen, und der Beflohlene hatte ihn um Verschwiegenheit angefleht und ihm obendrein 1000 Mark versprochen! Erhielt er die nun für seinen Diebstahl oder für sein Bild? Oh, närrische Moral des Zufalls! 5 Zur gleichen Zeit wischte sich Leonhard Müller den Angstschweiß von der Stirn, verriegelte alle Thüren und öffnete dann fast zärtlich den weißen Karton. In diesem aber lag, zwischen Seidenpapier gebettet eine neue, eisgraue Perrücke. ; Eine Perrücke, wie sie einst in brauner Pracht nicht wenig zur Popularität des berühmten Mähnenelixirs" beigetragen hatte! Bom ttüsseu. Niemals darfst du einen Kuß Einem jungen Mann erlauben." Sprach die strenge Mutter einst; Grete wollt' es nimmer glauben. z Als ein junger Vetter kam, Gab sie ihm zur Abendstunde Gern zwei holde Knospen hin Von dem süßen Purpurmunde. Doch die strenge Mutter fand Bald heraus die große Sünde; Sie begann ein ernst' Verhör Mit dtm schuld'gen Menschenkinde. ! . Daß ein Kuß nicht schicklich sei." Wiederholt die Mutter eben O. ich habe ". Grete spricht. Deshalb ihm ja zwei gegeben!"
Unverschämt. Kritiker: Hm, das Bild ist ganz hübsch, aber in keine Schule unterzubringen, der unverschämte Kerl!" yeo r ie und Praxis. Zunge Frau: Ach. Heinrich, das Kochbuch, daö Du mir geschenkt hast, kann ich ja jetzt nicht brauchen!" Mann: Warum denn, mein Engel?" Frau (erröthend): Das ist ja alles für fechs Personen berechnet!" I m Kürschnerladen. Dame: Ich möchte gern eine! Marderpelz, haben Sie welchen?" Kürschner: O ja, werde gleich nachsehen! O weh. alle verschwunden! Ich sehe eben, daß ich keinen Marderpelz mehr habe, sondern einen Velzmarder."
I n dem seit Jahrun'd Tag in Stockholm schwebenden Prozeß gegen die Kammerherrin v. Taube, di beschuldigt worden war, ihren Mann vergiftet zu haben,- wurde endlich das Urtheil gesprochen. Es lautete auf Freisprechung. Die Beschuldigung ging von einein Fräulein Fägerskiöld aus, die während der Krankheit des Kammerherrn v. Taube in dessen Hause gelebt und sich nach dessen Tode mit einem Sohn des Kammerherrn, dem Lieutenant Ewert v. Taube, verlobt hatte. Sie kam im Laufe des Prozesses in den Verdacht, selbst den Kammerherrn vergiftet zu haben und war inzwischen verhaftet worden.' Sie wurde wegen Mangels an Beweisen ebenfalls freiaeinrochen. Daß nichts unmöglich ist, beweist, die versuchte Entführung einer Schwiegermutter. Die Strafkammer beim Amtsgerichte Neustettin hat den Bauernsohn Ernst Z. sowie die Brüder Friedrich und Karl E. wegen geme'nschaftl'ch.r versuchter Nöthigung zu je 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Bei Z. wohnte früher seine Schwiegermutter. die Wittwe Henriette M., der er ein Ausgedinge zu liefern hatte. Wegen schlechter Behandlung zog Frau M. zu ihrem Sohne Friedrich. Daß er nun dorthin die seiner Schwiegermutter zustehenden Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände liefern mußte, war dem Z. recht unbequem und .er hätte es deshalb gern gesehen, wenn die Schwiegermutter wieder zu ihm gezogen wäre. Da sie aber freiwillig nicht kommen wollte, plante er, sie gegen ihren Willen zurückzuholen. Er fuhr mit den Brüdern E. nach ihrer neuen Behausung und in einem geeigneten Augenblick ergriffen die letztern die alte Frau, um sie auf den mitgebrachten Wagen zu heben. Auf das Geschrei der Frau eilte ihr Sohn Frit brich herbei, um sie zu befreien. Schnell war nun Z. bei der Hand und packte seinen Schwager an dem Kragen. Mutter und Sohn blieben jedoch in dem Kampfe Sieger und Z. mußte ohne seine Schwiegermutter wieder abziehen. m Erste Excurfion nach Chicago, ' Samstag, den 3 0. April über die Mono n Bahn. $3 75 Rundfahrt $3.75 Tickets giltig auf Zügen, welche 3ndianapoliS Samstag, den 30. April 7 Uhr und 11$ Uhr Vormittags, 3:35 Uhr Nachmittags und 12:55 Uhr Nachts verlassen, und für die Rückfahrt auf Zügen,' welche Chicago Sonntag, den 1. Mai Vormittags 11:45 Uhr und Abends 8:30 Uhr Verlässen und Mon tag, den 2. Mai 2:45 Uhr früh. Tickets und sonstige Auskunft auf dem Union Bahnhof, Massachusetts Ave. Bahnhof und No. 2 West Washington, Ecke Meridian. Geo.W.Hahler,D.P.A.
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