Indiana Tribüne, Volume 21, Number 208, Indianapolis, Marion County, 16 April 1898 — Page 1

0 h? s AN N A 00 AO Cr 4YV rO 'II I I I 'IJrl I I 1 I o w w w yv V Office : No. 18 Süd LUabama Qtzatyi Telephon 1171 Indianapolis, Indiana Samstag, den 16. April l8Z3 Jahrgang 21 9Ici208

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Lditorielles. 3n der kriegerischen Situation hat sich seit gestern wenig geändert. Der Senat debattirte gestern zwar acht Stunden lang über die vorliegenden Resolutionen, aber daö ist nicht von Bedeutung. Ob sie in der einen oder anderen Form angenommen werden, ist betreffs der KriegSauS-

sichten gleichgiltig. Sine Einigung zwischen HauS und Senat ist nur eine Frage kurzer Zeit. Sobald dieselbe erfolgt ist, hangt eS unserseits ganz und gar von dem Präsidenten ab, wie bald der Tanz loögehen wird. Er wird Spanien auffordern, Cuba zu räumen ud wird ihm dazu eine Frist von einem oder mehreren Tagen geben. Spanien wird die Afforderung zurückweisen, denn eS muß die Ehre retten und dann ist der Krieg da. Die ganze Welt ist sich darüber einig, daß Spanien Cuba verlieren wird. ' Ein anderes Resultat kann dabei gar nicht herauskommen. Denn einerlei, wie sich das KriegSzlück im Anfang gestalten mag, nachdem die Sache einmal begonnen, wird Amerikas Ehre nicht zugeben, bah thtt aufge hört wird zu kämpfen, als bis die Spanier von Cuba abgezogen sind. Die Ehre und wiederum die Ehre! Sie ist unter Umstanden sehr kostspielig und muß mit Vlut und Menschenleben be zahlt werden. Ei kann daher nur jedeö Menschenfreundes Wunsch sein, daß wenn der Krieg einmal auSbricht, der entfcheidende Schlag bald fallen möge. ES wäre dabei auch zu wünschen, daß er so ausfällt, daß amerikanische Truppen nicht in Cuba zu landen brauchen, denn außer den Spaniern stünde ihnen dort noch ein Feind entgegen, den man nicht mit .Kanonen bekämpfen kann: das Klima, das gelbe Fieber. Hieria liegt eine große Gefahr, welche zur Zeit um so schlimmer ist, als die Regenzeit bevorsteht. Man glaubt in Washington jetzt genügend vorbereitet zu sein und ist der Anficht, daß jede Verzögerung Spanien zugute kommt. Man ist deShalb geneigt, den Lauf der Dinge zu beschleunigen. Don CarloS hat in Spanien ein neues Manifest verbreitet und eS bleibt der spanischen Regierung wohl nichts anderes übrig als zu kämpfen. Wohl wird in Depeschen vielfach gesagt, der und der habe noch Hoffnung auf Frieden, aber eS wird nicht gesagt, worauf diese Hoffnung sich gründet. Wir unserseits haben jede Hoffnung auf Erhaltung deS Friedens aufgegeben. Wir sehen nicht ein, waS die europäischen Mächte noch Wirksame? thun können, und wir würden erstaunt sein, wenn nicht gegen Ende nächster Woche schon die Kanonen donnern. ArOWrilhIen. Inland. Wetterbericht. WärmereS, schöne Wetter heute morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 84 Stunden 68 Srad, niedrigste 45 Grad. " Der Senat. Washington, 15. April. Der Senat debattirte heute acht Stunden lang über die Cuba. Frage und dertagte sich bis morgen, ohne zur Ab stimmung zu kommen., ÄuS Washington. Washington, 15. April. Die heutige EabinetSfitzung war einer allgemeinen Besprechung der kubanischen Situation gewidmet. . ... " i ! . . i rr . rm i jic gegenwarilge Vieuung oer uoministration ist die deS Abwarten der Beschlüsse dek EovgresseS, ohne Ver suche dieselben zu beeinflussen oder zu verzögern. Der Präsident wird, wie gesagt werden kann, keine Resolution mit Veto belegen, die der Congreß in der Cubasrage annehmen mag. Die Administration glaubt nicht, daß der Congreß eine Resolution zur Anerkennung der Unabhängigkeit der Insurgenten annehmen wird, sollte eS aber doch geschehen, so ist ein Veto sehr unwahrscheinlich. ES wird indessen gesagt, daß der Präsident eine solche Resolution als einen Eingriff in seine Prärogative betrach ten würde, da ti die Verfassung klar

der Exekutive macht, die Unalhangigkeit einer Nation anzuerkennen. Zur selben Zeit hat daS Cabinet noch nicht darüber berathen, waö in einem solchen Falle zu thun ist. , ,, .

Kriegsvorbereitungen und Mobilisirung. - N e w S o r k, 16. April. Der heute von New Castle, England, hier eingetroffene Dampfer Marengo brachte 250 Tonnen Kriegsmaterial, daS vor Kurzem von den Armstrongs gekauft wurde. Die Ladung besteht auS Geschützen, Geschütz-Patronen und ungeladenen Patronen. Boston, 16 April., Gouvernör Wo'cott sandte heute der Legislatur eine Botschaft, in der er eine Bewilligung von $500,000 zur Erhöhung der Schlazfertigkeit der Miliz empsiehlt. Washington. 15. April. Die Regierung hat die Dampfer St. Paul, St. LsuiS. New Jork und Paris von der amerikanischen Linie gechartert Heute spät soll eine Order erlassen werden, die verfügt, daß sich die ganze reguläre Armee an der Küste, meistens in Florida, versammeln soll. DaS Marine - Departement hat heute Nachmittag beschlossen, die fünf Patrolschisse Issemite, D''5ie, Prairie. gankee und Venezuela den MarineReserven von Maryland, MassachusettS, Michigan, New Jork und New Jersiy zuzutheilen. IedeS Schiff wird unter Commando eines FlottenossizierS gestellt und von den Reserven der betreffenden Slaaten bemannt werden. Ehattanoo g a, Tenn., 16. Apr. Sechs Compagnieen des 25. Jnfanterie. Regiments bezogen heute ein Lager im Chickamauga-Park. NewportNewS, Va., 15. Apr. DaS fliegende Geschwader ist auf der Fahrt nach Old Point in die CaveS eingefahren. Washington, 15 April. Die Order für die Covzentrirung der Armee wurde um 2 Uhr heute Nachmittag erlassen. Sie weist daS 1 , 2., 3 , 6., 9. und 10. CavallerieNegiment und alle leichten Batterieen an, sich sofort nach Ehickgmauga, daS 1., 7., 8 , 10., 11., 12 ,13 . 20. und 25. InfanterieRegiment nach New Orleans, daS 2., 3 ,4 , 6 , 15 , 17 , IS . 22. und 24 Jnfanterie-Regiment nach Mobile, daS 5 , 9. und 21. Infanterie - Regiment nach Atlanta zu begeben. AuS Ha v a n a. H a v a n a, 16. April. Der Commercio sagte heute, daß, während daS amerikanische Schlachtschiff Iowa vor Kurzem bei Key West Schießübungen vornahm, ein Thurm einstürzte, waS eine Panik unter der Mannschaft verursachte, da sie glaubten eS handle sich um eine unterseeische Mine wie bei dem Maine. Die Colonial - Regierung hat bebeschlossen, mit Billigung der Regierung in Madrid die SenorS Giberga, Dolz und Verdi als Parlamentäre abzusenden, um mit den Insurgenten zu unterhandeln. Die Genannten werden sich in daS 3nsurgenten-Lager begeben. ES heißt sie werden sicher heute aufbrechen. Gx Alfred Dolge bankerott. N e v g o r k, 16. April. Ebenso unerwartet, wie der Bankerott deS Zeitungi-Magnaten Singerlh vor einigen Wochen seine Philadelphiaer Mitbürger traf, ganz ähnlich werden zur Zeit die Deutsch. Amerikaner durch den Zusammenbruch Alfred DolgeS in New Jork berührt. Dolge war vielleicht der erfolgreichste Deutfch-Amerikaner unserer Tage, den verschiedenen Brauer-Millionären und Multi-Millionären zum Trotz, denn diese find auf einem fruchtbaren Boden gewachsen, Dolge aber mußte sich sein Gebiet erst schassen; er hat nicht nur eine, sondern gleich ein halbe? Dutzend Industrieen in diesem Lande geschaffen, und dieses Land ist ihm großen Dank schuldig. Er war ein König der indu striellen Thätigkeit und hat der schlaf rigen Gegend von Herkimer County im Staate New öork neues Leben eingehaucht. Sein Ehrgeiz war S, ein amerika nischer Krupp zu werden. Außer der gilzfabrik sind in Dolgeville eine Filz schuh - Fabrik, eine Ließerei, OSgeühlen, eine yianofabrik, eine üt

sossnzboiea - Fabrik, die Ziemercn'lY;: C"t::f:n-C-:i! ub an

dere industrielle Unternehmungen. Unter enormen Schwierigkeiten wurde die Stadt mit dem SySem der Centra Bahn" verbunden, und erst vor Kurzem wurde der AuSkerada-gluß einge-

dämmt, um elektrische Betriebskraft für die verschieden Fabriken zu gewinnen. Herr Dolge sagte in einem InterView mit einem Vertreter deS Morning. Journals" : Ich bin gezwungen worden, mein Vermögen zu übertragen und habe eingewilligt, daß ein Massenverwalter für die Firma Alfred Dolge und Son ernannt worden ist, um alle Gläubiger zu decken und unnöthige Verschleuderung der Aktien zu verhindern. Die j'tzige unsichere Lage deS Geldmarktes hat eS für unS unmöglich gemacht, unseren Verpfiichtungen nachzukommen oder Wechsel zu erneuern. Infolge unserer großen Anlagen in Dolgeville mußten wir stets bedeutende Summen borgen, und seit Eintreten der jetzigen unsicheren VerHältnisse ist unS eine Ausdehnung d,S Credits verweigert worden. Ich sehe auch jctzt ein, daß ich in Anbetracht der jetzigen Verhältnisse nicht vorsichtig genug bei der Unterstützung Anderer war. Ich bin heute, wo ich angefangen habe, und habe nur den einzigen Wunsch und Ehrgeiz, daß unsere Gläubiger voll und ganz gedeckt werden." Die Aktiva der Firma werben auf t2,500.000 und die Passiva auf $500,000 geschätzt. (?) Ausland. Ankauf von Torpedo-Zer-st ö r e r n. Berlin, 15. April. AuS Kiel wird gemeldet, daß die Ver. Staaten um den Ankauf der Torpedozerflörer Timburi" und Tupy" unterhandeln, welche aus der Germania-Werst'sür Brasilien gebaut werden. Die Timburi" und Tupy" find die schnellsten Schiffe der Welt und können 33 Knoten in der Stunde zurücklegen. ES heißt hier, daß alle amerikanischen Schiffe, die auf Urlaub in Europa find, Befehl erhalten haben, nach Hause zurück zu kehren. Da Millionen von Deutschen in Amerika wohnen, nimmt man hier an den Vorgängen in den Ver. Staaten daS größte Interesse. Fast alle Zeitungen ergehen sich in scharfer Sprache über die Botschaft deS Präsidenten und die Stimmung ist stark gegen die Ver. Staaten. Deutschländisch'e Ansichten. Berlin, 15. April. Auch den letzten Optimisten ist jetzt die Hoffnung auf Erhaltuug deö Friedens geschwunden und allgemein ist man der Anficht, daß der Krieg zwischen Amerika und Spanien unvermeidlich und jede weitere Intervention zwecklos ist. DaS Gerücht, daß die Mächte einen neuen Eollectivschritt zu machen beabsichtigen, ist unbegründet, dielleicht wird aber eine oder die andere Macht nochmals selbstständig einen Vermittelungsversuch machen. Der französische und der spanische Botschafter haben heute eine Conferenz abgehalten, die mehrere Stunden dauerte. Die Industriellen klagen bereit? darüber, daß viele spaNische Aufträge zurückgezogen worden sind. Von den Blättern dertheidigt zwar kein die spanische Mißwirthschast ; daS Borgehen Amerika? wird aber fast allgemein verdammt und vielfach Spanien der Rath gegeben, ohne Verzögerung los zu schlagen. Die Berliner Neueste Nachrichten" bemerken : Spanien verliert Cuba unter allen Umständen, eS muß aber für sein Ansehen und seine Ehre kämpfen. Der Beschluß des Congresse? ist eine frivole Herausforderung znmKriez?. Präfident McKinley hat wenig Charakterstärke an den Tag gelegt." Da? Berliner Tageblatt sagt, die gesammte civilifirte Welt könne sich de? Eindruck? nicht verwehren, daß kaum zemal? eine frivolere Provoca tion vorgekommen ist. Der Börsen Courier sagt, der Fanatiker oder Spe kulant Lee habe die Stimmung der Amerikaner vergiftet. Wird Cuba nicht räumen London, 15. April. Wie heute eine Opecialdepesche an? Nadrid cift theilt, hit ein spanischer Minister in

der Präsident McKinley Spanien auffordern würde, Cuba zu räumen, diese Regierung die Aufförderung sofort und in energischster Weise zurückweisen und hinzufügen würde, daß sie auf die

Folgen diese? Schritte vollständig vorbereitet ist. Die Regierung", sagte der Minister weiter, bedauert nicht, den Waffenstillstand bewilligt zu haben, da sie dadurch ihre Stellung vom Völkerrechtlichen Gesichtspunkte au? angezeigt und eine Einmischung der Ver. Staaten, ohne sich in eine völlig falsche Stellung zu bringen, noch mehr erschwert hat." Au? Madrid. ' M a d r.i d. 16 April. Großen EnthusiaSmuS hat der Umstand hervorgerufen, daß die Königin. Regentin sich mit einer Million Peseta? an die Spitze der National-Subscription zur Verstärkung der spanischen Marine gestellt hat. Der unabhängige Jmparcial bemerkt dazu : Biö gestern erblickten Viele in der hohen Dame nur eine tugendhaste Königin, aber seit gestern wurde sie Allen als spanische Königin bekannt. Ihre Gabe don einer Million Pesetas bringt ihr Millionen von Segea?wüschen ein." Ja Betreff der politischen Lage sagt der Jmparcial : Tenor Sagasta? Regierung schlug gesterendlich den spanischen'Ton an, und da? Resultat ist eine Wiedervereinigung der Regierung und de? Volke?. Heute find wir alle Spanier; wir vergessen die Parteilinien und wir find um den Staat vereinigt." Die Meldung, daß Spanien die Dampfer der Hamburg. Amerikanischen Linie Normannia und Columbia gekaust, wurde heute bestätigt. E? heißt, der Minister der Colonien, Senor Moret, habe den Kauf abgeschlossen, ohne den Marine-Minister, Admiral Bormejo,. um -Rath zu fragen. Madrid, 15. April. Die Aeuße rungen de? General? Lee bei seiner Rückkehr nach den Ver. Staaten in Betress de? Maine etc. werden hier aus'? Schärfste verurtheilt. General Weyler wiederholt, daß der Brief, dessen Schreiber er sein soll, und auf den sich General Lee bezieht, eine Fälschung ist E? wird hier verkündet, daß tro de? Waffenstillstände? die Insurgenten ihre Angriffe fortsetzen und daß die Regierung Nachrichten erhalten hat, die melden, daß neue Filibuster-Ezpedi-tionen in Florida organifirt werden, deren Ziel die Insel Cuba ist. Madrider Nachrichten zufolge ist der spanische Gesandte Senor Polo y Barnabe, bereit, Washington zu verlassen, hat aber von seiner Regierung noch keine dahinlautenden Order? erhalten. El Epoca", konservativ, billigt in Anbetracht de? bevorstehende:. Kriege? da? Einberufen der Corte?, da e? sowohl den öffentlichen Geist, al? die Hände de? Regierung. stärke. Don Carlo? hat wieder ein Manifest erlassen, worin er seine Anhänger auffordert, in'den Krieg gegen die Ver Staaten zu ziehen. Er droht die Regierung zu stürzen, wenn Spanien sich weiter demüthigen lasse. Madrid, 15. April. Die heute von dem Cabinet gefaßten Beschlüsse haben die seit gestern allgemein Herrschenke Ansicht bestätigt, daß der Krieg jetzt unvermeidlich sei. Der kriegelischt Ton der von der spanischen Regierung erlassenen offiziellen Note findet hier allgemeine Anerkennung und verursacht große Ausregung. Trotz der allgemeinen Meinung, daß die Königin. Regentin um Frieden zu jedem Preis unterhandelte, hatte ihre heutige Haltung viel mit.den festen Beschlüssen de? Kabinet? zu thun. Au? unbestreitbar zuverlässiger Quelle hört man, daß die Königin-Regentin kürzlich folgende Erklärung abgab : Ich ziehe selbst die Schrecken de? Kriege? einem Flecken auf dem Rufe der Armee, oder einer Verkürzung der Rechte der Krone vor." Wie heute Abend im Heraldo angedeutet wird, rechnet Spanien auf da? gelbe gieber al? wichtigen Faktor in der kubanischen Frage. Da? Blatt sagt: Wir haben 200,000 Mann Truppen auf der Insel, die vollständig scclimatifirt sind, und alle Amerikaner, die dort gelandet werden, werden st erbe wie die Fliegen." OHilZIaNaHriyten

Angekommen in : Oouthanpton: Cictcih" ten nctj'öci!.

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Marseille?: Alsatia" von New Jork. Liverpool: Lucania" von New Jork. Stettin: Norge"- von Nev

öork. allerlei. DemWeltenbummler J.S. Jacobs ist in Lincoln. Ky.. von seinem dort ansängen Vater ein merkwürdiger Grabstein gesetzt worden. Nachdem der Erstgenannte sich mehrere Jahre lang in aller Herren Länder umhergetrieben hatte, kehrte er in die Heimath zurück und starb bald darauf im Elternhause. Sem Vater ließ ihm nun einen Leichenstem setzen, der die Gestalt eines altmodischen Handkofferchens hat und folgende Inschrift zeigt: Ifere is where he stouDed last." Der große elektrische Schinwerfer von 30.000 Kerzenstärke, welcher auf der Weltausstellung zu Chicago so viel Aufsehen machte, wird zur Zeit bei Fort Monroe. etliche MeU len oberhalb der Einfahrt zur Chesapeake - Bai, errichtet. Dieses Licht wird die Bai Meilen weit taghell erleuchten und es unmöglich machen, daß ein Fahrzeug zur Nachtzeit unbemerkt den Schifffahrtscanal heraufkommt. Behufs Herstellung eines 35 Fuß tiefen Cänals werden in wenigen Taen in New Orleans die VerMessungen am Südwestausflusse des Mississippi beginnen. Die Sachverständigen sind der Ansicht, daß die so hergestellte Schiffahrtsstraße, die schon.in ihrer ganzen Länge eine genügende Tiefe und nur an der Mündung das Hinderniß einer Barre habe, einwandsfreier sein werde, als die südliche Strommündung. BeidemVersuche, zwei andere Personen vor demTodc zu bewahren, hat Eli Lacy bei Brookville. Ind., selbst sein Leben eingebüßt. Er fuhr ein junges Pferd ein, welches auf einer steilen Anhöhe durchging und in rasendem Galopp den Berg hinabstürzte. Auf dem schmalen Fahrwege kam von entgegengesetzter Richtung ein anderes Gefährt daher in welchem sich einHerr und eine Dame befand. Die drohende Gefahr sofort übersehend, sprang Lacy aus seinem Wagen und hielt sein Gespann im letzten Augenblick erfolgreich auf. aber die heroische That kostete ihm das Leben, er stolperte, stürzte dabei in Boden' und kfi5 kaS Genick. Die Unters ucbuna aegen den französischen Massenmörder Bacher ist endgiltig geschlossen. Sie erstreckt sich auf 93 Mordthaten oder Mordversuche, deren Urheber bis dahin nicht ermittelt werden konnten. Bacher hat 12 dieser Verbrecher eingestanden, während der Staatsanwalt ihm noch 16 weitere zuschreibt. Er beschuldigt ihn nämlich noch, 1894 ein neunjähriges Kind. 1895 einen Knaben und vier Frauen, 1896 einen Knaben, einen Mann und zwei junge Mädchen, 1897 drei funge Mädchen und drei alte Frauen ums Leben gebracht zu haben. Herrn Felix Faures Geschäftsgrundsätze im Ledergeschäfte verräth die photographische Ausfiellung, die seit einigen Tagen in dem Salzdepot zu Petersburg eröffnet ist. Unter anderen Photographien von Handschriften sieht man dort einen von Herrn Felix Faure an Herrn Thurau, Wassili - Ostrow, 4. Linie No. 31. gerichteten Brief in deutscher Sprache. Es handelt sich um Lederwaaren. Felix Faure und Cie. dedauern, den Auftrag flicht übernehmen zu können, da sie mit dem Auslande nur per omptaut" Geschäfte machen. Es wäre interessant, au hören, ob Herr Felix Faure als Präsident der Republik in seinen politischen Geschäften, die manchmal auch etwas ledern sein mögen, denselben Grundsatz aus dem biederen Händelshause in Havre übernommen hat. Ami. Mrz(nachrussischem Kalender) wurde in Rubland eine neue Anweisung ül?er den Waffengebrauch der Grenztruppen eingeführt. Danach soll Wache alle Personen. die beim heimlichen Ueberschreiten der Grenze ertappt werden und ihrer dreimaligen Aufforderung, stehen zu bleiben. nicht Folge leisten, ohne Weiteres niederschießen. Bisher durfte auf Schmuggler, die ihre Waaren oder Waffen wegwarfen und davonliefen, nicht geschossen werden. Die Folgen dieser Verordnung beginnen sich dereits zu zeigen. Im russischen Grenze dorfe Gargsden bei Krottingen wurde ein russischer Unterthan, der auf der Rückreise von Amerika ohne Paß die Grenze überschritt und auf Anruf der Wache nicht sofort stand, erschossen. Das gleiche Schicksal hatten zwei sza maitische Spiritusschmuggler. die bei Coodjuthen von der Grenzwache abgefaßt wurden Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Sood'? Sarfaparilla beseitigt die Ur sache diese? Uebel? und heilt Katarrh dadurch, daß sie da? Llut reinigt. Hoov'? Pillen wirken ilde abn rasch und s.$:r auf tis L:bn uu tzx

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