Indiana Tribüne, Volume 21, Number 206, Indianapolis, Marion County, 14 April 1898 — Page 1

A )0 As 0 rlO k '4W fvf y v w v vw v W v Office : No. 18 Sud Alabama Qtraße. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiana Donnerstag, den J4. April 1898 Jahrgang 31 ncizoß

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Lditorielles. Die Vorboten der angenehmen Folgen eines Krieges melden sich bereitS : Erhöhung der Steuer auf Bier und Tabak, Steuer ouf Thee, Steuer auf Kaffee, Steuer auf Bankchecks u. s. w. Da könnte der Krieg unseren Finanzleuten im Eovgreß, welche, für die Deckung deS chronischen DlsizitS keine neuen Steuern einzuführen wagen, ja sehr gelegen kommen. Nach dem Krieg gäbe eS noch mehr Pensionen und dann noch mehr Steuern, und unter solch ungewöhnlichen Umständen hilft die patriotische Phrase über die Furcht hinweg, sich durch neue Steuern mißliebig zu machen.

Man wirft dem Prajtdenlenvö?, daß er mit seiner Friedenspolitik unter dem Einflüsse der Finanzleute, und Kapitalisten stehe. ES mag sein, daß sich dieS wirklich so verhält. Wir haben den Einfluß deS Kapitals auf unsere Regierung und unsere Gesetzgebung noch niemals bestritten und werden ihn auch jetzt nicht bestreiken. Trotzdem ist eS in diesem besonderen Falle absurd, dem Präsidenten einen derartigen Vorwurf zu machen. Ein solcher wäre doch nur dann gerechtstetigt, wenn die Interessen der Kapitalifien zum Schaden der Interessen der anderen Volksklassen bevorzugt würden. Aber den allgemeinen Volksinteressen wird doch wirklich durch einen Krieg nicht gedient und dem Präsidenten daraus einen Vorwurf zu machen, daß er die Interessen der Svekulanten und Lieferanten nicht berücksichtigt, das wird doch im Ernste Keinem einfallen. . ,,. ESwirdvielfach angenommen, daß der AuSbruch eines Krieges den Gang deS Geschäftsverkehrs im Lande, und selbst auch mit dem Auslande, nicht so wesentlich beeinflussen würde, als sonst wohl Kriege zu thun pflegen. Man geht dabei offenbar von der vielleicht nicht unrichtigen Annahme euS, daß der ganze Krieg sich um und. in Cuba abspielen, andere Plätze kaum nennenSverth ia Mitleidenschaft ziehen wird. Aber Sichere, Zuverlässiges ist mit Bezug darauf nicht zu behaupten, denn KriegSglück und mögliche KriegSvendüngen beruhen in diesem Falle auf so ungewissen, unberechenbaren Faktoren, wie selten in einem früheren Kriege. Ueber den schNehltchen AuSgang eines eventuellen Kampfes kann freilich kaum ein Zweifel obwalten, die Ver. Staaten vermögen eS eben unter allen Umständen länger aushalten, als daS arme, heruntergekommene Spanien. Aber wann diefeS schließliche Ende eintreten wird, ob nach kurzem, in schnellen, siegreichen Schlägen geführ tem Kampfe, ob erst nach langvieri gem, wechselndem Schlachtenglück, wer kann daö sagen? ES mag daS eine sein, eS kann auch das andere eintreffen. Zieht aber der Krieg sich irgendwie in die Länge, dann ist eine stark hem mende Beeinflussung unseres in- wie ausländischen industriellen, kommerziellen und finanziellen GeschäftSver kehrS eine sicher zu erwartende Be gleiterscheinung, die sich ja schon jetzt, angesichts der bloßen Kriegsgefahr un verkennbar anzeigt. (N. S. volttztg.)

ES scheint, daß nunmehr der

Krieg nicht mehr zu vermeiden ist, auSgenommen Spanien giebt Euba sofort frei, was aber nicht wahrscheinlich ist. Wir find dieser Ansicht nicht deshalb, weil daö Repräsentantenhaus eine Resolution passirt hat, welche den Präsidenten zum sofortigen Einschreiten auffordert, sondern deshalb weil wir glauben, daß sich die spanische Regierung nicht helfen kann. Den Carlo?, der Kronprätendent, hat ein Manifest erlassen, worin er ankündigt, daß wenn die Regierung den ihr von den Ver. Staaten hingeworfenen Handschuh nicht aufnehme, er nach Spanien kommen und eine Armee sammeln werde. Daß Angesichts dessen die Regierung eö wagen wird, Cuba auszugeben, ist nicht wahrscheinlich. Allerdings wird die spanische Regierung nicht besser daran sein, wenn sie, waS ja früher oder später der Fall sein wird, Niederlagen erleidet und Cuba räumen muß. Zu alledem kommt noch, daß die Rebellen auf den Philippinen bereits wieder daS Haupt erheben und daß, sollte der Krieg zwischen Spanien und den Ver. Staaten beginnen, der Aufruhr dort in hellen Flammen auSbrechen wird. Ob ihn dann Spanien unterdrücken kann, ob eS nicht auch schließlich die Philippinen verlieren wird, bleibe dahingestellt. Man sollte glauben, daß unter solch mißlichen Umständen die Spanier sich beeilen würden, Cuba aufzugeben, allein, wenn man Gefahr auf allen Seiten sieht, dann begegnet man vor Allem der nächsten, zumal ein rebellirendeS Volk wenig mit der Zukunft rechnet. Indeß, wir wollen wohl dahin verstanden sein, daß wir. den Krieg für wahrscheinlich, keineswegs für gewiß halten. Immerhin ist vom Congreß noch keine einheitliche Resolution pasfirt. Du- deS HauseS lautet anders,! 'S". v . . ' n " . i.' ."Ttrflr ' i " 4 mt oie 0(9 enais uns zur &tu, va wir dieses schreiben, hat der Senat noch nichts beschlossen. Auch kann zwischen der endgiltigen Beschlußfassung und dem ersten Kanonenschuß och Manche? geschehen. SS wird von Madrid gemeldet, daß in den CorteS der Antrag gestellt werden wird, daß Spanien unter Vorbehalt seiner OberhoheitSrecht; und der Forderung einer Entschädigung die Insel räumen soll Geht daS durch, dann dürste schwerlich weitere Veranlassung zum Kriege sein. Der Vorbehalt wird die Cubaner nicht hindern zu thun, waS ihnen beliebt ES kann noch über eine Woche dauern, ehe sich die Sache entscheidet. 4. IWilllhrictzkli. Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und Freitag.. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 68 Grad, niedrigüe 41 Grad. Aus dem (Tongreg Washington, 15. April. Die vom Hause angenommene Resolution bezüglich CubaS lautet wie folgt : Da die Regierung von Spanien seit drei Jahren auf der Insel Cuba gegen eine Revolution der Bewohner Krieg führt, ohne irgend welchen Fortschritt in der Unterdrückung derselben zu machen und dabei den Krieg in un menschlicher unzivilisirter Weise ge führt hat, so daß mehr als 200.000 Nichtcombattanten, der Mehrzahl nach Frauen und Kinder, HungerS sterben. Und da durch all dieS unser Handel ge schädigt, daS Leben und Eigenthum amerikanischer Bürger bedroht wird und unS große Kosten zwecks der Wahrung unserer Neutralität verursacht werden und Da diese lange Reihe von Schädi gungen und Verlusten schließlich in der Zerstörung deS Schlachtschiffes Maine im Häfen von Havana und im Tode von 266 Seeleuten gipfelte, sei Beschlossen, daß der Präsident er mächtigt und angewiesen sei, sofort zu inteverviren und dem Kriege auf Cuba ein Ende zu machen, damit daselbst ein dauernder Friede hergestellt und daS Äolk durch freie Wahl sich eine eigene unabhängige Regierung schaffen kann; und der Prä sident ist ermächtigt, sich zur AuSsüh rung dieses Beschlusses der Land- und Seemacht zu bedienen. Die Resolution wurde mit 222 ge gen 19 Stimmen enzenommea.

Während der Debatte kam es in

Folge der Aufregung, in welcher sich die Mitglieder befanden, zuerst zu Schimpfereien und dann zu einer ganz gehörigen Schlagerei, an der sich Viele betheiligten und nur mit Hilfe eines Dutzend starker Fäuste gelang eS dem Sergeant at ArmS Ordnung und Ruhe herzustellen. ES war eine über alle Beschreibung rohe Szene. Dem Senate liegen zwei Resolutior.en vor, welche beide sofortiges Einschreiten empfehlen, die sich aber darin unterscheiden, daß der Minori tätSbericht die Anerkennung der Unab hängigkeit CubaS fordert, der Majo ritätöbericht aber nicht. Der Senat debattirte den ganzen Tag über, ohne zu einem Beschluß zu kommen. - KriegSvorbereitungev. Washington, 13. April. ES herrschte heute in allen Zweigen deS Kriegs- und Marinedepartements große Thätigkeit. Um 2:20 wurde berichtet, daß taS fliegende Geschwader unter Betheiligung deS Commodore SchleY von Old Point abgefahren sei Im Marinedepartement wurde gesagt, daß die Bewegung deS GeschwaderS keine KriegSmaßregel sei, sondern mehr geschehe, um den rastlosen Ossi zieren und Mannschaften dieseS GeschwaderS einige Tage etwas zu thun zu geben. Für die beiden Possagierdampfer St. Paul" und St. LouiS", von der American Linie, welche durch den sogenannten Naval Auriliary Board in New Jork für die V. St. Negierung augekauft find, wird die enorme Summe von $5,000,000 bezahlt werten. 3m Kriegsdepartement ist alles bereit für eine prompte Bewegung von Truppen nach einem Centralpunkte. General MileS sagte,eö würden wahrscheinlich keine großen Truppenmassen südöstlich gesandt werden, biS Zeichen surbertn'Nolhvendigkerhnnden sind. ES find aber vollständige ArrangementS dafür getroffen. ' m in Ausland. DeS PapfteS Bemühungen. London, 13 April Eine Spezialdepesche von Rom verkündet, daß der Papst wieder an den Kaiser Franz Joseph von Oesterreich telegraphirte und denselben bat, seinen Einfluß aus die anderen Herrscher zu verwenden, um den Frieden zwischen den Ver. Staaten und Spanien zu erhalten. - E i n Antrag auf Vermittl U N g. Bern, 13. April. Der Nationalrath hat beantragt, daß der Bundeörath Berathung darüber halten soll, ob er nicht seine Vermittlung zwischen den Ver. Staaten und Spanien offeriren könnte. Der Antraa wird morgen berathen, aber wahrscheinlich verwarfen werden. - Die Stimmuna in Madrid. Madrid, 14. April. (3 30 MorgenS) Als Resultat einer langen und wichtigen Kabinetösitzung, die gestern Abend stattfand, ist daS spanische Kriegsdepartement äußerst thätig, die spanischen Inseln deS Mittelländischen MeereS zu befestigen und zu bemannen und andere Theile deS Königthums in Vertheidigungszustand zu versetzen. London, 13. April. Laut einer Spezialdepesche von Madrid sagte der spanische Premier, Tenor Sagasta, heute Morgen in einem Interview, er glaube, die Mächte könnten hinsichtlich der Intervention nicht mehr thun, als bereits gethan wurde. Der Minister sagte serner, daß er die Botschaft deö Präsidenten McKinley für bedauernswerth halte und daß er glaube, dieselbe sei ihm durch daS Geschrei deS CongreffeS, der seine Schwäche benutzte, abgezwungen." Senor Sagasta soll hinzugefügt haben : Die Dauer deS Waffenstillstandes hängt jetzt von dem Verhalten der Re bellen und der Stellungnahme der Ver Staaten ab. Senor Polo y Bernabe ist inftruirt, dem. Sekretär Sherman eine weitere Denkschrift zu überrei chen." Z'lm Schluß soll der spanische Bot schaster gesagt haben, er glaube, daß der Congreß dem Präsidenten McKin ley bewilligen werde, waS er verlangt London, 13. April. Die Nach. mittagSblätter dieser Stadt drück einstimmig die Unsicht auS, daß C3

nien sowohl als auch die Ver. Staat.,

direkt auf den Krieg zusteuern. Sie tadeln ferner den Präsidenten McKinley wegen seiner Unentschlossenheit. Madrid,14.April. (3 Uhr Nachmittags.) Die Situation wird heute in allen Kreisen, ja selbst vom Ver. St. Gesandten Woodford, für sehr prekär gehalten. Madrid, 13..April. (8:45AbendS) ES wird berichtet, daß ein offizielles Telegramm von den Philippinen einlief, welches sagt, daß ein gefährlicher AuSbruch in Tuluan stattfand, daß die Insurgenten die Telegraphenstation besetzen und die Telegraphisten kaum mit dem Leben entkamen. ES find Truppen abgesandt, um den Ausstand nieder zu werfen. Ein Gerücht ist in Umlauf, daß Kardinal'Rampolla, der'papstliche Staatssekretär, der Regierung in Madrid heute telegraphirte : Eine Versicherung, daß der Friede zwischen Spanien und den Ver. Staaten nicht gestört werden wird." London, 14. April. Der Madrid Correspondent der Daily Mail" telegraphirt: Generallieutenant Correa, der Kriegsminister, und Graf tquena, Minister der öffentlichen Werke, sagten mir heute Nachmittag in einer Unterredung. daß die Regierung fest entschlössen sei, jeden direkten oder indirekten Angriff auf Spaniens OberHoheit auf Cuba abzuweisen. Sie sagten mir, daß dieses Verhalten Spanlenö von den europäischen Mächten sicher unterstützt werden würde, besonderS weil die Unterhandlungen auf einer Anerkennung der spanischen Oberhoheit auf Cuba basirt wären. Sie sagten mir ferner, daß daS Verhalten Spaniens mit dem Benehmen der Ver. Staaten verglichen werden würde und Spanien angesichts der fortgesetzten militärischen und Marine-

Vorbereitungen -in - denBer.OtaatenlÄ5schöpf äN,dasHaus jde Mörders

vollkommen berechtigt sei, seine Vorbereitungen zu treffen. Schließlich sagen mir die Minister : Unsere Beschlüsse wurden in der KabinetSfitzung einstimmig gefaßt und wir werden dieselben mit aller nöthigen Energie aufrecht erhalten." ochisfö. Nachrichten. Angekommen in : Southampton: St LouiS" von New Fork. Hamburg: Alefia" von Boston. Bremen: München" von Baltimore. London: Michigan" von New Sork. MarseilleS:Patria"vonNev Sork. (Tllerei. tneerzogerunavon einigen Minuten fand kürzlich in allen Grlchtsyofen Balhmore's m den Verhandlungen statt, da es bekannt geworden war, daß die Gsetzgebung ein Gesetz passirt hatte, durch welches die Ei. dcsformel umgeändert werden soll. Man glaubt nämlich, daß das Gesetz r p i pi t , r.i. r. jr i. . fosorl in rast ireien fvuie, oraqie zedoch auf telephonische Anfrage in Erfahruna, daß das Gesetz erst am 1. Juni, also nicht mehr während des jetzigen Gerichtstermins, in . Anwendung kommen soll. Das betreffende Gesetz beabsichtigt, die verschiedenen Eidesformeln der Christen, Jsraeliten und Nichtgläubigen einheitlich zu ge stalten, indem nur vorgeschrieben ist, daß der betreffende Zeuge oder der betreffende Geschworene durch Emporheben der rechten Hand den Eid ablegt. WerausderFarmvon Rob. Smith, sechs Meilen von New - Castle. Del wohnende Neaer Alexander Toman ist auf die Anschuldigung, seinen 8 Jahre alten Sohn ermordet und die Leiche in einer Kiste in einer Ecke seines Gartens begraben zu haben, verhaftet worden. William Joneö,- ein Nachbar. hatte einen Erdhaufen in dem Garten Toman'ö bemerkt, und da er Verdacht gegen Toman hegte, die Sache untersucht und die Leiche gefunden. Bei dem Coronersinquest wurde festgestellt, daß Toman seinem Sohne mit einem Holzstück auf den Kops geschlagen, weil der Knabe ein Stuck Brod genommen, das zu nehmen ihm verboten worden , war. Der Knabe soll, als er geschlagen wurde, bewußtlos niedergestürzt und sein Bewußtsein nicht mehr wiedererlangt haben. Nach Toman's Verhaftung wurden übrigens Stimmen laut, die behaupten, daß der Unhold auch seine Frau ermordet habe. Dieselbe verschwand vor einem halben Jahre in mysteriöser Weise, ohne daß eine S?u? von ihrem Verbleiben ermittelt worden wäre.

DieGacetadeMadridveröffentlichte wieder die Zusammenstellung d?r den Schullehrern für gestundete Gehälter geschuldeten Sum men. Die einzigen Provinzen, die in dieser Hinsicht ihren Verpflichtungen pünktlich nachgekommen, sind: Alava, Barcelona, Burgos, Guipuzcoa, Palencia, Pontevedra und Vizcaya. Navarra schuldet blos 613 Pesetas, Lugo blos 2791 In den übrigen Provinzen sieht es dagegen jämmerlich aus. Es schulden u. A.: Albacete 194.745 Pesetas; Caceres 219.182; Badajoz 220.049; Hueäca 267,188; Almeria 27S.182; Murcia 376,044; Tarragona 442.627 ; Valencia 453,265; Lerida 503.433; Zaragoza 534.505; Kanarien 742.060; Gronieda 833,590; Malaga 1.201.845 ; Cuenca 1.214,146. Diese Zustände sind auf den Umstand zurückzuführen, daß das Staatsbudget nichts mit Primärunterricht zu schaffen hat. Den Gemeinden liegt diePflicht ob, für die Deckung der Kosten zu sorgen; da es nun aber viele Dörfer gibt, wo der Alkalde weder schreiben noch lesen karm, so wird der Schullehrer einfach nicht bezahlt. Es gibt Lehrer, denen das Gehalt von zwei oder drei Jahren geschuldet wird und die sich schließlich gezwungen sehen, wie dies noch vor Kurzem in einem Dorfe der Provinz Malaga vorgekommen ist, auf der Straße zu b e tt e l n. Aus der Umgebung von Pozarevaz in Serbien fuhr ein alter Mann mit seinem achtjährizcn Enkelchen zum Markt in die Stadt, i?n mehrere Schafe zu verlaufen. Äuf der Heimkehr überaab er in )z Jurt, von Räubern überfallen zu werden, den Kaufpreis dem Knaben, der das Geld in seinen Gürtel steckte. Des Greises Ahnung erwies sich nur zu ba!d als begründet. Am Eingange ar j Waldes wurde er von einem lsn , Räuber angehalten und gei?dr. Während dessen lief der Knabe dav:.r und irrte

inen ganzen Tag im Waloe umher, bis rl e l r l . er iriereno uno yunaerno ver einem Hause angelangt war. Dort bat er die Hausfrau um Einlaß und erzählte, w ein Räuber seinen Großvater getödtet und wie er hierher kam; des Geldes aber that er keine Erwähnung. Der Zufall hatte gewollt, daß sich das arme verirrt hatte. Dieser kam nach ; HauTe und erzählte fluchend, wie er den armen Alten umsonst getödtet habe; der Bengel habe das Geld so geschickt versteckt, daß es nicht zu finden war. Die Worte hörte der kleine Knabe, der im Nebenzimmer vor Aufregung nicht einschlafen konnte. Stracks machte er sich auf und entwich durch die Küchenthür. Als der Räuber von seinem Weibe erfuhr, daß das Kind, das er gesucht hatte, im anderen Zimmer schlafe, nahm er ein Beil, eilte zum Bette und tödtete mit zwei wuchtigen Hieben sein eigenes schlafendes Kind. Feuer Heute Vormittag um 10$ Uhr ent stand in dem hinter dem Hause 1313 N. Alabama Str. liegenden Stall ein $50 Schadenfeuer. Ursache unbe kannt. Um 11 Uhr brannte eS indem Hause 430 Nord Capital Ave. Schaden $5. Die vom Gouvernör ernannten Mitglieder der Kommission für die Ausstellung in Omaha'müssen die Kosten selber tragen, biö die nächste LegiSlatur sie ihnen wieder zurückgiebt. Gouv. Mount berief gestern eine Versammlung der Commissäre für nächsten Dienstag Nachmittag 4 Uhr zusam men. Generalanwalt Ketcham fuhr gestern Nachmittag nach Bloomivgton, Ind., woselbst heute der Prozeß gegen verschiedene prominente Farmer wegen WeißkappenthumS beginnt. Die Angeklagten haben im letzten Sommer in einer Nacht verschiedene Mädchen und junge Männer wegen angeblichen unsittlichen Verkehrs in furchtbarer Weife mißhandelt. E ß l o h n t s i ch, Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zuhaben vor Grippe, Lungenentzündung, DiphteritiS oder Fieber. Hood'S Pillen sind von den auSgesuchteften Pflanzen sorgfältigst zubereitet. Der Unabhängige Turnverein hielt gestern Abend seine regelmäßige Versammlung ab. Für daS Picknick am 15. Mai im White Niver Park wurde daS folgende Komite ernannt : Fred. Schrader, F. Binninger, Franz Schäfer, Em. Schlegel und Aug. Wörner. Nächsten Mittwoch wird eine Ertraverfammlung abgehal ten. um über den Neubau der Halle zu berichten.

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