Indiana Tribüne, Volume 21, Number 204, Indianapolis, Marion County, 12 April 1898 — Page 1
VI W AO riC fiA rlC ft K V r liVo vO W V W O A O Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Jahrgang 581, Indianapolis. Jndiana Dienstag, den 2. April 1898 lci204
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Editorielles. In Frankreich finden am 8. Mai die Wahlen für die Deputiitenkammer statt. i" Laut Angabe deS New Lorker Arbeitsstatistikers ist die Anzahl der im letzten Jahre beschäftigten Arbeiterinnen von 3441 auf 6024 gestiegen. Der durchschnittliche Arbeitslohn für sie aber von $85 auf $73 vierteljahrlich gesunken. ES scheint unS, daß der Präsident sehr vernünftig handelt, daß er äugenblicklich die Anerkennung der Unabhangigkeit Cubak nicht empfiehlt, und daß er darauf aufmerksam macht, daß daS später Zeit habe. Praktisch wäre in der That den Insurgenten ja nicht damit gedient, wohl aber würde die Lage eine verwickelte werden. Denn wenn amerikanische Truppen in Cuba einrücken sollten und sie finden dort eine Regierung vor, die von ihnen alö solche anerkannt ist, dann müßten sie sich den Anordnungen dieser Regierung unterwerfen oder eine feindliche Stellung gegen dieselbe einnehmen. Da aber die Ber. Staaten weder daö eine noch da? andere thun wollen, so scheint ei in der That praktischer zu sein, die Anerkennung der Unabhängigkeit einstweilen' aufzuschieben. Waö immer jetzt in der kubanischeu Angelegenheit geschehen' möge, der Präsident ist nicht weiter verantwörtlich. Die Sache liegt jetzt in den Händen deö CongresseS und eS ist wohl anzunehmen, daß nun, da die Verantwortlichkeit auf Seiten des CongresseS ist, die vorlauten Schreier etwaö vorsichtiger werden. . Der Verlauf der Angelegenheit so weit zeigt, daß Spanien noch froh sein wird, Cuba loö zu werden, aber man muß ihm Zeit geben. CS hat wirklich keinen Zweck, die Dinge derart auf die Spitze zu treiben, daß Krieg unvermeidlich ist, wenn man durch Geduld und vernünftiges Zuwarten daö Ziel auch ohne Blutvergießen erreichen kann. Spanien hat vorläufig die Cinstellung der Feindseligkeiten bewilligt. Selbstverständlich wird daS im Augenblick keine Aenderung der Situation herbeiführen, wenn die Insurgenten nicht ebenfalls Willen? find, die Feindseligkeiten einzustellen; und daß sie es Willens find, ist sehr zweifelhaft. Jedeufalls aber hat die spanische Regierung Zeit gewonnen das Land aus den nächsten Schritt, die Anerkennung der Unabhängigkeit Cubas, vorzubereiten. Dieser Schritt kann nicht ausbleiben, er ist bloß eine Frage der Zeit. Wir find jetzt mehr als je der Ueber zeugung, daß die Frage ohne Krieg ge löst werden kann, wenn die Leute nur ein Biöchen ruhig und vernünftig han deln wollen. SS ist wahrscheinlich, daß der Covgreß jetzt sich doch etwas Zeit nehmen wird. Unser Zeitalter ist daS Zeitalter der Phrase. Für den Kulturmenschen unserer Zeit gibt eS keine unergründlichen Probleme, keine uabeantvorte ten Fragen, keine ungelösten Räthsel. Wo ihn seine Kenntnisse im Stiche lassen, wo ihm seine Vernunft den ge wünschten Dienst nicht zu leisten ver mag, wo seine Hilfsmittel nicht aus reichen, ihm die Sinficht zu verschaffen.
nach der er Verlangen trägt, da behilft er sich mit der Phrase. Die Phrase ist der Stein der Weisen, die in unserem öffentlichen Leben den Ton angeden, und unsere sozialen Gewohnheiten und Umgangsformen find ihrer Mehrzahl nach vergesellschaftete Phrasen. Und je inhaltsloser eine Phrase ist, je mehr sie sich inS Nebelhafte verliert, desto schneller durchläuft sie den Weg zur Popularität. Denn ES meint der Mensch, wenn er nur Worte hört,
ES müsse sich dabei auch etwaS denken lassen." Auch der Patriotismus, wie er von den Musterpatrioten und ihrer Presse den Massen gepredigt und von den Massen geglaubt wird, ist eine vergesellschaftete Phrase, und zwar eine sehr profitable Phrase für diejenigen, die sich ihrer bedienen, um die Geister für ihre Sovderinteressen einzufangen. Wie hätten die Machthaber eS je fertig gebracht, die größten wie die kleinsten Völker in so brillanter Weise zum Narren zu halten und sie gelegentlich aufeinander zu Hetzen, wenn ihnen die patriotische Phrase nicht die schwierigste Arbeit abgenommen hätte. Zum Dank dafür haben sie den PatriotiSmuS zum Range einer Tugend erhoden. WaS ist heutzutage eine Tugend ? Eine Tugend ist eine Charaktereigenschaft oder eine GemüthSempfindung deS Menschen, die sich geschäftlich nicht wohl ausnützen läßt, den klugen Leuten aber viel nützt, wenn die braven sie üben, die denen aber, die sie üben, in der Regel nichts einbringt, was auf dem Markte des praktischen Lebens einen Werth hätte, höchstens Prügel, und die haben, wie bekannt sein dürfte, keinen CurS. Sine solche Tugend ist der PatriotiSmuö für die Massen. Sobald jedoch der Patriotismus etwas einbringt, in Gestalt von fetten Pfründen, anfehnlichen Gebühren, öffentlichen Contrakten, HeereS- und Flottenlieferungen, dann wird er plötzlich zur verzehrenden Leidenschaft, die keinerlei Opposition duldet, die über das gesummte menschliche Thun und Treiben den Schleier partiotischer Begeisterung gezogen sieht und erst dann wieder in die Grenzender Vernunft zurücktritt wenn die patriotischen EinnahmSquellen versiegen und das Geschäft beendet ist. DaS ist der Patriotismus der gelben" Zeitungen, der Haute Finanee und gewisser Anderer. ArOllllhrichleti. Inland. Wetterbericht. Schöne Wetter heute Nacht; zunehmende Bewölkung, Regenschauer und kühleres Wetter Mittwoch. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 65 Grad, niedrigste 46 Grad. Zur Situation. Washington, D. C., 12. April. Die Zukunft der Beziehungen der Ber. Staaten zu Spanien ruht jetzt in den Händen deö Kongresses. Welchen Kurs dersebe einschlagen wird, kann augenblicklich nicht vorausgesetzt werden. Die Comiteen für auswärtige Angelegenheiten beider Häuser haben die Angelegenheit jetzt in Händen. Man erwartet von ihnen schnelle Arbeit in dieser Sache, eS kann aber noch nicht bestimmt werden, wann die Berichte zu erwarten find. Daß die Botschaft keinen großen Enthusiasmus erregte, kann der Enttäufchung Derjenigen, welche CubaS Unabhängigkeit und. Rache für den Verlust deS Maine verlangen, zugeschrieben werden. In diesen beiden Punkten stimmt Herrn McKinleys Botschaft mit den Ansichten der Majorität nicht überein. Das Senatcomite für auswärtige Angelegenhenheitea begab sich sofort nach Vertagung der heutigen Session deS Senats in' Sitzung. AuS der Thatsache, daß die republikanischen Mitglieder nach der Vertagung der Sitzung des Comites eine Berathung abhielten und aus dem, was gesagt vurdl) ist anzunehmen, daß nur weitgehende Beschlüsse durchzubringen find. Man sprach von Kriegserklärung und einer Erklärung, daß das Volk von Cuba frei sein und der Präsident die vollmacht haben soll, bewaffnete 3a tervention vorzunehmen. Es ist wohl
bekannt, daß u irgend einem gemach
ten Vorschlag im Senat ein Amendement für Erklärung der Unabhängigkeit der gegenwärtigen kubanischen Regierung gestellt werden wird. Die konservativen Senatoren hielten während deö Nachmittag ebenfalls eine Konferenz ab und beschlossen, irgend einer radikalen Maßnahme zu opponiren. Sie werden der Unabhängigkeitserklärung und der Kriegserklärung opponiren und wollen nur den Empfehlungen des Präsidenten einer Intervention nach seinem Gutdünken zustimmen. Die Stimmung deö HauseS konnte nicht gen ru ermittelt werden. Irgend ein Bericht deS Comites, welcher die Anerkennung der kubanischen Unabhängigkeit nicht enthält, wird amendirt werden und eS sid Aussichten vorhan den, daß alle Demokraten und viele Republikaner für daS Amendement Kimmen werden. ES fand heute keine KabinetSsitzung statt. Die Wirkung der Botschaft war in der Stadt eine beruhigende. Der spanische Gesandte, Senor Polo, derblieb während deö TageS in der spaNischen Gesandtschaft. Er kabelte die ganze Botschaft deS Präsidenten nach Madrid. In den anderen Botschaften und Gesandtschaften erregte die Botschaft daS größte Interesse, eS kann aber nicht gesagt werden, daß sie mit Zufriedenheit aufgenommen würde. 3n einer der wichtigsten Botschaften wurde die Anficht ausgesprochen, daß Herr McKtnley durch seine Botschaft seine Hände von der unreinlichen Sache gewaschen und die Verantwortung dem Congresse aufgehalst habe. Eine weitere allgemeine Conferenz der Botschafter und Gesandten der Mächte hat nicht stattgefunden und eö wird von jener Richtung her auch gegenwärtig kein weiterer Schritt erwartet. Im Staatsdepartement kam nichts Neues vor. Sekretär Sherman sagte, er würde nicht überrascht sein, wenn die Gerüchte von Madrid, daß der Gesandte Woodford im Begriffe stehe, seinen Posten zu verlassen, bestätigt würde. DaS Staatsdepartement hatte aber keine Nachricht, daß Herr Woodford den Schritt wirklich gethan haöe. General Lee befindet sich ans dem Wege hierher und man erwartet, daß seine Ankunst hier daö Signal für eine Demonstration sein wird. Die republikanischen Mitglieder deö HauScomiteö für .auswärtige Angelegenheiten hielten den ganzen Nachmittag Sitzung, sie konnten aber zu keiner Einigung kommen. Man hört, daß viele Mitglieder, welche bislang ganz gewaltig für die Unabhängigkeit?klärung ins Zeug gegangen waren, ihre Ansicht änderten. ,, m Ausland. Neue Unruhen. Madrid, IS. April. Letzte Nacht entstanden aufö Neue Unruhen in den Straßen und GenSdarmenmußten einschreiten, um die Ordnung wieder herzustellen und die Menge zu zerstreuen. Viele Personen wurden verletzt und zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Der Heraldo" veröffentlichte diesen Morgen ein Interview mit dem früheren Marineminister, AdmiralBeranger, wobei Letzterer sagte, daß Havaua und die übrigen kubanischen Häfen voll von TorpedoS und unterseeischen Minen sei. Der Jmparcial" tadelt den Admiral scharf wegen seines Auöplauderns. ,,, Die. Ruhestörungen in . Madrid. Madrid, 11. April. (9:46 Morgens.) Während der Ruhefiörungen, die g,stern Abend hie? stattfanden, wurden mehrere Verhaftungen gemacht. Die wichtigste derselben war die des Barons Sanguoren, eines Carlisienführers und früheren Deputirten. Es wird berichtet, daß die Republikaner und CarliSen hinter ber Mani festation standen und daß die Carlisten den Hauptantheil an derselben nahmen Unter den Verhafteten befinden sich ferner Senor Golvez, ein früherer Deputirter, General Castelvi de Bour bon und viele ZeitungSleute. Die Polizei trieb die Haufen, welche sich gegen Mitternacht bei der Puerto del Ool zu formiren versuchten, auseinan der. Mehrere Personen wurden der let.
Der Präfekt erließ heute eine Pro-
clamation, in welcher er daö Volk ermahnte, ruhig zu bleiben und der er hinzufügte, daß ' die gestrige Demonstration von einer politischen Partei antftift tmi c...t. c ...rx 4 . ,ti ti lult aiuiym vtttioji I hAnK CO t ii. er r r r uuuiuuiincnc tiuQc; vie Borncyiemapregeln wurden aber nicht versäumt. Obwohl die Zeitungen behaupten, daß General Woodford .heute Madrid verlassen wird, hat der V. St. Gesandte noch keine Schritte zu seiner Abreise gethan. Der Papst ist zufrieden. London, 12. April. Der Korrespondevt der Timeö" in Rom hatte eine Unterredung mit dem Kardinal Rampolla, dem päpstlichen Staatösekretär, welcher sich mit der gegenwärtigen Situation sehr zufrieden erklärte und Hoffnung auf ein friedliches Resultat der Vermittlung deö Papsteö auSsprach. Kardinal Rampolla lehnte eS ab, sich auf Einzelheiten einzulassen, deutete aber an, daß er von Wafhingt,n eine Depesche, welche daS Herannahen einer Lösung der Schwierigkeiten melde, erwarte. Erzbischof Jreland telegraphirte gestern, daß der Krieg unvermeidlich sei. Durch Feuer zerstört. Bern, 12. April. Das Dorf Merlizen, am Thuner See, wurde durch Feuer fast gänzlich zerstört. Ruhe in Ha v an a. H a v a n a, 11. April. ES ist hier heute schönes Wetter, die Geschäfte gingen ihren gewohnten Gang; die Preise der Nahrungsmittel stiegen aber auf daS Doppelte. Die offizielle Gazette veröffentlicht heute einen vom Generalcaptain Blanco unterzeichneten Erlaßt in welchem, verkündet wird, daß die spanische Regierung auf wiederholte Wünsche deS Papstes befohlen habe, die Feindseligkeiten aus Cuba einzustellen, um die Wiederherstellung deS Friedens auf der Insel zu ermöglichen. SS ist keine Zeit für den Ablauf deS Erlasses festgestellt. Dr Erlaß verursachte eine festere Haltung an der Börse. Kampf zwischen Stier und Löwe. M e r i c o, 11. April. Am Öftersonntag wohnten 6000 Personen einem grausamen und blutigen Kampf zwischen zwei afrikanischen Löwen und einem mexikanischen Stiere bei. Unter den Zuschauern befand sich die ganze hiesige amerikanische Colonie. ES waren auch viele Damen anwesend. Der erste Löwe, welcher erst vor kurzer Zeit seinen Wärter getödtet hatte, war sehr groß. Mann hatte ihn in voriger Woche hungern lassen. Der Stier sprang ohne Zögern auf den Löwen zu, nahm ihn aus die Hörner und warf ihn 16 Fuß weit gegen die Barriere. Der König der Thiere wurde dadurch vollkommen kampfunfähig. ES wurde darauf ein zweiter Löwe losgelassen ; derselbe kämpfte tapfer wurde aber von dem Stiere übel zugerichtet und mußte in verendendem Zustand aus dem Ringe geschleift werden. Der Gouverneur gebot darauf dem grausamen Spiel Einhalt. tu OchiffS-NaHriHten. Angekommen in : Genua: Fulda" und Karamania" von New Sork. Philadelphia: Pennland" von Liverpool. Antwerpen: Svitzerland" von Philadelphia. New S ork : Obdam" von Rotterdam. Stettin: Aragonia" von New Sork. Rotterdam: Sdsm" von New Sork. Gibraltar: ES" von New Sork. Liverpool: Umbria" von New Sork. Die auffallendsten Heilungen von Scrofeln, die man kennt, find mittelst Hood'S Sarfapanlla er . i . r .rnti. i r r i r jnt t neu. freies ixuieiiaqi i eines uuet chen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur Hoo d'S.Ho ob's Pillen find mit der tzasd'cemacht und völlig gleich enOröße c::) Uxtcr. 35.
Allerlei.
uniangn routot der junge Oekonom Johann Erdmann in Temesvar ermordet aufgefunden. Die Untersuchung ergab, daß eine eigene erst neunzehnjährige Frau ihren Kut-sch-r für 150 fl. zur Ermordung deö Gatten gedungen hatte. Die Frau sowie der Mörder wurdm verhaftet I n N e w a r k, N. I., hat die 11 Jahre alte Ottilie Wernicke in Folge einec Neckerei ihren Tod gefunden. Das Mädchen vergnügte s.ch mit anderen Kindern im Hosrau7.i dir Morton Str. Schule mit Sülsp:!".gen. Ein Knabe riß im Sch:rz ei".em anderen Mädchen das Seil aus d:: Hand und lief damit um Ottilie herum. Das Mädchen trat unöermuthet in eine Schleife und stürzte rücklings zu Boden, mit dem Kops auf die Steinfliesen aufschlagend. Nach m:hreren Stunden klagte Ottilie ihrer Mutter über Schmerzen imNackn und Kopf, und bald darauf folgte Bewußtlosigkeit. Ein Arzt wurde gerufen, allein der Zustand des Mädchens verschlimmerte sich und eö trat Genickstarre ein. Tag und Nacht jammerte und schrie das Kind, bis es der Tod endlich von seinen Leiden erlöste. Friedensrichter Levy von Paterson, welcher Gerechtigkeit verzapft und mit Kleidern handelt, hatte kürzlich ein aufregendes Abenteuer zu bestehen, das er so schnell nicht vergessen wird! Nachdem Levy einen Kunden bedient und zum Laden hinaus complimentirt hatte, erschien plötzlich ein gutgekleideter Fremder auf der Bildfläche und bat ihn um eine private Unterredung. Levy führte den Fremden in seine Gerichtsoffice, die über dem Kleiderladen gelegen ist. Hier verlangte der Fremde das Eh:-Regi-ster einzusehen, und als der Friedensrichter sich dessen verweigerte, sah er sich plötzlich vor der Mündung eines Revolvers und hörte den kategorischen Ruf Entweder oder!- Zu Tode erschrocken holte der geängstigt Beamte das gewünschte Register herbei, in wel. chem übrigens nur eine Heirath und zwar die von Geo. H. West mit Frl. G?orgia A. McDonald - eingetragen war. Nach genommener Einsicht steckte der -Fremde sein Pistol in die Tasche und entfernte sich, zur größten Erleichterung des Friedensrichters. Wer der Fremde und was die Veranlassung zu seinem Verlangen war, ist ein Räthsel. Eine pathetische Liebesgeschichte erzählte Mizzie McShane, eine jugendliche Brünette, dem Richter Teale im Myrtle Ave.-Polizeigericht in Brooklyn. N. I.. in welchem sie sich auf eine von I. Kelly aus No. 283 Flushing Avenue erhobene Diebstahlsbeschuldigung zu verantworten hatte. Lizzie hatte sich geweigert, einige Kleidungsstücke, welche dem Sohn desKlägers gehörten und von ihr verwahrt worden waren, an. den Vater zu ver abfolgen. Sie sagte, daß der Eigenthümer derKleidungsstücke der auf dem Schlachtschiffe Maine" zu Grunde gegangene Matrose John Kelly gewesen sei. Er hatte sich vor drei Jahren für die Maine" anwerben lassen und sollte im nächsten Monat seinen Abschied erhalten. Sie war mit ihm verlobt und als sie vor der Abfahrt der Maine" ihn noch einmal auf dem Schiff besuchte, setzte er den Hochzeltstag auf den 22. Juni fest. Die Kleidung hatte er im Hause ihrer Eltn in No. 97 Spencer Straße zurückgelassen, da er schon über zwölf Jahre nicht im Vaterhause verkehrte. Sie wolle die Kleidung als Andenken an ihren Geliebten behalten. Der Richter wurde von der einfachen Erzählung gerührt, doch konnte er dem Mädchen nicht helfen, da das Recht auf Seiten des VaterS ist. Durch ganz Rußl'and zu Fuß gewandert ist der amerikanische Ingenieur Walter Lodian. Nachdem er am 10. August 1894 San Francisco verlassen hatte, besuchte er zunächst Indien und Japan und gelangte im März 1896 nach Wladiwostok. Von dort auö, vom Stillen Ocean bis zur Ostsee, hat er das ganze russische Reich durchquert. Am 18. April 1896 trat er seine Reise an, und im August gelangte er bereits an den Baikal - See. Von da ging's nach Tomök, über das Uralgebirge und am Bahngeleise entlang über Ufa, Ssamara und MoSkau nach Petersburg, wo er im November 1897 ankam. Von Petersburg marschirte er in zwei Monaten und sechs Tagen nach Warschau, von hier in 13 Tagen einschließlich zweier Ruhetage nach Alexandrowo und dann über Riaa zurück. Die ganze Reise von Wladiwostok nach Alexandrowo dauerte 21 Monate und 17 Tage. Durch Entgegenkommen deS russischen Eisenbahnministers, deö Fürsten Chilkow, war Herrn Lodian übrigens die Reise sehr erleichtert, indem er überall entlang den Bahndämmen gehen durfte. Er hat die Reise ohne jeglichen Unfall zurückgelegt.' Seine Reise - Erlebnisse und Eindrücke hat er sich täglich notirt und wird sie in der amerikanischen Heimath in Buchform herausgeben. Es dürfte Manchen interessiren, daß der Weisende neben mehreren. Stosfanzlj. gen auch ein paar Regenmantel aus Gummi, sowie als Fußbekleidung sieben Paar feste Schaftstiefel ganzlich .verbraucht.- hzt. , ....
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