Indiana Tribüne, Volume 21, Number 201, Indianapolis, Marion County, 9 April 1898 — Page 1

O rl w r AA rlC WO Kr AfV4W . w V k O Ww y A V y Offlee : No. 18 Süd iUlabama Strahe. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiana Samstag, den g. April 1898 Jahrgang 31 fflcl 201

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Die letzten Nachrichten lassen wenig Hoffnung mehr auf Erhaltung des Friedens übrig. Die spanische Negierung zeigt sich nicht geneigt, weitere Konzessionen zu machen. Geschieht baö aber nicht, dann ist der Krieg sicher. NeueS hat sich seit geßern nicht ereignet. Sowohl in Ma. drid wie i Washington ist alle? beim Alten. ES heißt, daß wenn am Montag die Botschaft de Präsidenten eintreffen wird, der Congreß keinerlei Verzögerung eintreten lassen, sondern rasch handeln werde. Um daö Verlangen der kubanischen Junta, die Unabhängigkeit CubaS anzuerkennen, wird man sich in Washington vielleicht gar nicht kümmern. ES ist neuerding die Befürchtung eingetreten, daß man sich in solchem Falle verantwortlich für den Theil der spanischen Schuld mache, der durch kubanische Einkünfte gesichert ist. Vor Montag wird sich nun wohl schwerlich Neue zutragen. in Jron Age", da Organ der Eisenfabrikanten, also einer Gruppe von Leuten, von welchen man annehmen kann, daß sie doch vom Krieg, mit seinem enormen Verbrauch von Metall zu mörderischen Zwecken, Nutzen haben werden, ist entschieden gegen den Krieg. Eine ganze Menge Leute" sagt da ?ron Age" verlangen ach Krieg in dem Glauben, daß er die Geschäste beleben und dadurch zu einer allgemeinen Wohlthat werden würde. Aber die Wirkung eine Kriege ist stet, daß sie die Annehmlichkeiten de Leben für die große Masse der $e völkeruvg herabmindert, während einige Wenige reich werden. Abgesehen von dem Verlust von Leben und Gliedern, der ja zum größeren Theil den großen Haufen trifft, ist da größte Leiden da Steigen der Preise, welche er fast immer im Gefolge bat, und nothwendiger Weise dann, wenn daö Verkehrgeld entwerthet ist. Au diesem Steigen der Preise schlagen einige Wenige ein Vermögen heraus, die große Masse leidet auf Aeußerge. Mit dem Steigen der Preise geht naürlich eine riesige Steigerung der RegierungSauIgaben Hand in Hand, was mit einer Vermehrung der Sffevtichen Schuld gleichbedeutend ist. Und nach dem Kriege find die Bond zum vollen Nennbetrage zu zahlen, so daß schließlich der Steuerzahler den doppelen Prei für Alle zu zahlen gehabt hat, wa die Regierung brauchte und er außerdem die größte Einschränkung üben mußte, weil da Steigen der Preise seine Ausgaben vergrößert, sein Einkommen aber wenig oder gar nicht vermehrt hatte. E ist ein Irrthum anzunehmen. daß Krieg nothwendiger Weife da Geschäft belebt. Er mag eine große Nachfrage nach Eisen und Pulver und Tuch für Uniformen und nach einigen wenigen anderen Dingen zur Folge haben, aber er wird da Geschäft im Allgemeinen lahmlegen. Die in den Dienst der Regierung tretenden Leute würden weniger ausgeben, al sie im bürgerlichen Leben gethan hätten, und diele Dinge würden schlechtere Preise bringen, al in FriedenSzeiten. Auch ist e nicht wahr, daß der Krieg eine große Vermehrung de Umlaufgelde zur Nothwendigkeit mache. Geld wird durch den Krieg nicht zerstört, und wenn e in genügend aktivem Umlauf bleibt. kann die für den Frieden ausreichende Menge auch für denKrieg durchaus genügen. 3m Jahre 1861 schössen die New Sorker, Philadeltzhiaer und Bostoner Banken der Regierung alle sechs Tage $5,000,000 vor, die von ihr zur Bestreitung ihrer Ausgaben über daS ganze Land vertheilt wurden, und in einer Woche war daS ganze Geld wieder an die Banken zurückgekehrt." MWMiHlen. Inland. 52 e tterberi ch t. Kühleres, schönes Wetter heute Nacht, schöne Wetter morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 59 Grad, niedrigüe 45 Grad. du Washington. Washington, 9. April. Die Vorbereitungen für alle Cventualitä ten werden rasch getroffen. Generalconsnl Lee pird norgen Havsa der

lassen und morgen werden auch die anderen amerikanischen Consuln, und die meisten auf Cuba wobnenden Amerikaner die Insel verlassen haben. Heute hier eingelaufene oifizielle Nachrichten sagen, daß viele Amerikaner auf den Dampfern von Havana und anderen Häfen abreisen. Bis jetzt hat dort vollkommeneRuhe geherrscht. Auch der Consul in Porto Rico trifft Vorbereitangen zur Abreise. Dem Gesandten Woodford find keine dtsinitiven Inpruktionen in Betreff, seiner Abreise von Madrid ertheilt, sondern die Sache

ist seiner Diskretion überlassen worden. Wenn er geht, wird wahrscheinlich der englische Botschafter in Madrid die amerikanischen Interessen vertreten. Der spanische Gesandte in Washington hat keine Instruktion über seine Abreise erhalten, noch hat er bis jetzt Vorkehrungen dazu getroffen, doch ift er im Stande, venige Stundennach Empfang der Order abzureisen. Daß alle Unterhandlungen aufgehört haben, beweist der Umstand, daß der spanische Gesandte seit sieben Tagen nicht im Staatsdepartement vorgesprochen hat. - Die Regierung will zwei Hamburger Damp fer kaufen. N ew S ork, 9. April. Die Meldung, daß die HamburgAmerica Linie angedeutet hat, sie wäre bereit, ihre Dampfer Normannia", Columbia" und Fürst BiSmarck" an die amerikanifche Regierung zu verkaufen, ist heute beüätigt worden. Die betreffende Marine-5ommilsion ist beauftragt worden, die genannten Dampfer bei ihrer Ankunft in New Fork zu befichtigen. Fürst BiSmarck" ist am 22. April, Columbia" am 6. Mai und Normannia" am 12 Mai hier fällig. Wie eö allgemein heißt, ift die Regierung nicht , WillenS," den Preis zu bezahlen, welchen die subsidute American Line für die Dampfer St. Louii" und St. Paul" verlangt, und glaubt, daß sie die Hamburger Dampfer viel billiger kaufen kann. Von Havana. New Jork, .9. April. Eine Svenaldepesche lvon Havana sagt : Die erwartete Auswanderung der Amerikaner und Anderer ist noch nicht eingetreten, oder doch nur in kleinem Maßstabe. Als am Dienstag die Schiffe Bache" und Mangrove" ankamen, um wie eine offizielle Meldung deS Staatsdepartements in Washington sagte, die Amerikaner auszunehmen, welche Cuba zu verlassen wünschten, glaubte man, daß viele gehen würden. Der Bache" und der Fern" find noch hier. Der Mangrove" sollte am Mittwoch abfahren, doch meldeten sich nur zwölf Personen für die Mitfahrt und General-Consul Lee hielt eö für unnöthig, daS Schiff abzusenden. Gestern Abend fuhr 10 mit fünfzig Passagieren.ab. Am Mittwoch kam die Nachricht, daß alle Quarantäne-Vorschriften ausgehoben seien, und daß der MaScotte" und der Olivette" Eztrafahrten machen würden, um die Leute weg zu bringen und daß auch der Jucatan" auf dem Wege von New Vork nach Mexico via Havana zu diesem Zwecke nach Key West fahren werde. Nur 96 Personen benutzen den MaScotte" auf seiner regulären Fahrt. Am Mittwoch kehrte er von Key West zurück und holte veitere 72 Personen. Der Jucotan" -fuhr direkt nach Mez'eo weiter, ohne nach Key West zu fahren. Der Olivette" wartete in Tampa, wird aber auf offiziellen Wunsch de General Lee am Samstag hierher kommen. Für den Bache" und den gern" ist eine Anzahl Passagiere bereit. General Lee und die ZeitungSleute wollen mit dem gern" nach Key West gehen, wahrscheinlich am Samstag, doch kann diese Bestimmung noch geändert verden. m in Ausland. W a man in Deutschland über die päpstliche Vermittlung denkt. Sonstige. Berlin, 9. April. Der Mißerfolg der päpstlichen Bemühungen wird in hiesigen Regierungskreisen auf die voreilige, überlaute Slorisikation deS humanen Vorhaben durch die franzöfischen Blätter zurückgeführt. Die Verzögerung der Uebersendung der Botsch-ft de? ?r!:7.t:z an den Con-

greß wird hier viel korrmentirt. . Die

Hamburger Nachrichten" sprechen die Anficht auS, daß die Verzögerung durch die Vorstellungen der Mächte veran- : laßt worden ist. Ob sie aber Erbaltung dtö Friedens bedeute, darüber gehen die Ansichten auseinander. . Die Berliner Neuesten Nachrichten" erklären : Die Mehrheit der Deut schen dürfte nicht davon entzückt sein. fall der bedanke einer Intervention de Papste von Berlin gegangen wäre. Die Protestanten opponiren der Prätensiov. daß der Papst der be rufene Friedensstifter sei, entschieden." Die Situation der spanisch - amerikanilchen Frage wird hier jetzt folgen dermaßen beurtheilt : Eine Wendung zum Besseren ist bemerkbar. Die Ve mühungen der Mäch'e werden wohl in Washington nicht ganz ohne Eindruck bleiben. Schreitet Amerika jedoch zu einem ungerechtfertigten Kriege, ' so werden die Shmpathieen der Mächte mehr auf Seiten seine Gegner sein; dieS wäre auch ohne eine direkte Einmifchung ein nicht ganz zu verachtender Moment. - Der frühere Minister deS Innern und jetz'ge Oberpläsident der Provinz Pommern, Herr v. Puttkamer, dürfte wieder Minister werden. Gerüchtsweise wird er alö Nachfolger deS MinisterS deS Innern Recke v. d Horst genannt. Eine Spinnerei in Wien erhielt mit dem Dampfer Ekdale" aus Havana. via Bremen, amerikanische Baumwolle zugeschickt. Inmitten der Ballen wurde beim Ausladen eine mit Explosivstoff gefüllte und mit Zündern versehene Kapsel aufgesunden. Nur ein Zufall hat eine Explosion verhütet. Generaloberst Gras Waldersee hat sich durch CorpSbefehl vom 9. Armee corp verabschiedet. Der Graf dankte den Offizieren und.Mannschaftensur ihre Hingabe für den soldatischen Beruf, ihre Pünktlichkeit und Pflichttreue im Dienst und sprach sein Bedauern darüber auö, daß eö ihm nicht vergönnt gewesen sei, daö Corpö gegen den Feind zu führen. An Arthur Nikifch, den früheren Dirigenten deö Bostoner SymphonieOrchesters, ist die Anfrage ergangen, ob er Lust habe, an deö verstorbenen Seidl Stelle in die New Sorker Philharmonische Gesellschaft zu treten. Auch Nikisch hat dankend abgelehnt. Au Deutschland. B erli n,'9. April. Geheimrath Bausch, der Ingenieur de Kaiser-Wil-helmö-Canalö, ist gestorben. New Jork, 8. April. EineBerliner Depesche sagt : In Anbetracht deö wahrscheinlichen AuSbruchS von Feindseligkeiten zieht die deutsche Admiralität, die momentan kein einzige? Sch'ff in Westindischen Gewässern hat, die Rathsamkeit in Betracht, mindesten einen Kreuzer zum Schutze der politischen und kommerziellen Interessen Deutschlands hinzusenden. Die Ham-burg-amerikanische Linie wird. ihre Dampfer nach verschiedenen amerikanischen Häfen schicken, um den KüstenHandel auszunehmen, falls der Krieg brechen sollte. ES wird gesagt, die amerikanischen Küstendampfer würden eS nicht rikkiren zu fahren, weil sie fürchten, von spanischen Freibeutern gekapert zu werden. Gelber Journalismus Madrid. in Madrid, 9. April. Der Pariser Correspondent deS PaiS" telegraphirt. daß ihm der Baron Rothschild gestern mitgetheilt habe, daß er einen Kreuzer kaufen werde, 'um denselben Spanien zu schenken, für welche? er große Liebe und die wärmste Sympathie hege". Dasselbe Blatt hat gestern Abend seinen Lesern erzählt, daß die spanische Gesandtschaft in Washington von einer Pöbelrotte angegriffen worden sei, daß daS spanische Wappen heruntergerissen wurde und daß sich der spanische Gesandte nur durch einen Sprung auS dem Fenster habe retten können. Au Madrid. Madrid, 8. April. Eine von Washington eingelaufene Depesche sagt, daß dort keine Unterhandlungen begonnen wurden, und daß keine im Auslande begonnen werden sollen, ausgenommen durch General Woodford,' der inftruirt ist, nur auf der Bast der bei der letzten Conferevz überreichten Note zu unterhandeln. Na drid, 3. April, Dir Otra-

ßen waren heute überfüllte? al gestern.

Große Menschenmengen sammelten sich, um die CharfreitagS - Prozession zu sehen. Dieselbe ging in der Nähe der amerikanischen Gesandtschaft vorüber. in deren Nachbarschaft die Menge am dichtesten war, aver e fand keinerlei Demonstration statt. Ueberall herrschte vollkommene Ordnung. Ein Dekret, da eine nationale Flotten-Subscrip-tion etablirt, ift entworfen, aber die Königin. Regentin hat eö noch nicht unterzeichnet. Der Name der KöniginRegentin steht an der Spitze der Liste. M a d r i d, 9. April. (Ueber Pariö.) Die Haupt-Oppofition gegen den Waffenstillstand, in Cuba, der von der Kö-nigin-Regentin und dem Minister der Colonien, Tenor Moret, vorgeschlagen wurde, kam von den Ministern de Kriegeö und der Marine,General Correa und Admiral Bermejo. Wenn Senor Sagafta, der Premier, nicht nachgegeben hätte, so würden sie resignirt haben und Spanien würde in einer kritischen Zeit der Häupter der zwei hauptsächlichsten Ministerien beraubt gewesen sein. Eö wäre, wie man fürchtete, unmöglich gewesen sein, diese beiden Minister zu ersitzen, in Anbetracht der jetzigen Stimmung der Armee und der Marrne. M a d r i d, 9. April. Senor Gullon, der Minister deö Auswärtigen, hat mehrere Conferenzen mit den Botschaftern der Mächte gehabt. Da Gerüchte im Umlauf waren, daö Fehlschlagen der Bemühungen deS PapfteS sei durch die Haltung der Ver. Staaten verursacht worden, so hat die hiesige Nunciatur folgende Notiz deröffentlicht : Die Nunciatur hat heute stärkere Hoffnung auf Erfolg der päpftlichen Intervention alö je vorher. ES ist nicht wahr, daß Präsident MeKinley die Intervention deS PapsteS.zu Gunsten deS Friedens zurückgewiesen hat. Eine solche Unhöflichkeit wäre um so unpolitischer, als sie nicht nur eine barbarische Intoleranz zeigen würde, sondern auch weil, wie feindlich gesinnt auch Jemand dem Papste sein mag, eö unmöglich sein würde, die Stimme de ehrwürdigen alten Manneö falsch auszulegen, der die Erhaltung deö griedenömpfiehlt. Auf der anderen Seite würden die Katholiken Amerikas nie eine solche Mißachtung deö Haupteö ihrer Kirche verzeihen". um Wollen sich noch mehr blam i r e n. Pari, 9. April. Die Offiziere, die daö Kriegsgericht bildeten, das den Grafen Esterhazy freisprach, traten heute zusammen und beschlossen, ein Civilverfahren wegen Verleumdung gegen Herrn Emile Zola und Herrn Perreux, den Herausgeber der Aurore". anzustrengen, die vekanntlta wegen ihrer gegen das Kriegsgericht erhobenen Anklagen zu Gefängniß und Geldstrafen verurtheilt worden waren. Die Offiziere äußerten auch den Wunsch, daß der Kriegsminister beantragen solle, Herrn Zola von der Ehrenlegion auszuschließen. Sir Edward Monson, der hiesige britische Botschafter, hat Namens der Königin Victoria dem Präsidenten Faure ein Oelgemälde Ihrer Majestät überreicht, daS speziell auf seinen Wunsch gemalt wurde. 9 allerlei. li m e 5g e n t Y ii n l l ch r Fall vcn Llu!v:rqisturg hat sich in Camden. N. I., ereignet, der vielleicht eincm Arzt. Dr. D. Benjamin, das Lebcn kosten wird. Vor einigen Taaen wurde c: !n ein Haus gerufen, wo ein Bab'., an Vräune erkrankt war. Das Kindchen loar nahe am Sterben, da es keine Luft bekommen konnte, und der Doctor faßte ihm in den Mund, um die Membrane zu entfernen. In diesem Augenblicke drückte das Baby seine Zähnchen zusammen, und Dr. Benjamin trug eine leichte Verletzung davon. Trotz seiner Bemühungen starb das Kind. . Er hatte der Wunde gar nicht weiter geachtet, als plötzlich seine Arme zu schwellen begannen. Der Zustand des Arztes ist bedenklich. Entmastet und kieloben trieb bei Mecox Station an der Küste von Long Island der Schooner Julie A. Warr" an's Land. Bereits zu Anfang des Jahres wurde das Fahrzeug als verloren gemeldet. Der Schooner fuhr von Calais, Me., nach Vineyard Haven zu Anfang December mit Bau holz beladen ab. Er wurde 230 Mei len östlich von Boston gesichtet, wo er entmastet und umgestürzt trieb. Der Zollkutter .Daniel Manning" wurde auZ geschickt, um das Wrack zu lociren.

ram aoer am 14. Januar unverrtchte ter Sache nach Boston zurück. Andere Fahrzeuge, unter ihnen der deutsche Dampfer Armenia", haben seither das Wrack gesichtet. Was aus der Mannschaft geworden, ist nicht be-

kannt. sie scheint aber ertrunken zu sein. Weiler einenvierfüßigen Rivalen hat, lst von Gustav Koch. No. 239 Ost 84. Straße in New gork wohnhaft, in der dortigen Supreme Court gegen seine Gattin eine Klage auf Scheidung von Tlsch und Bett an gestrengt worden. Koch, der im Park Departement angestellt ist, heirathete die Frau, welche seine zweite war, im Junr 1896 und entdeckte bald darauf, daß er, wie er in seiner Klageschrift behauptet, emen Rivalen hatte. Der R: vale war ein Vierfüßler, ein großer weißer Pudel, der in dem Processe eine Rolle spielen muß. Frau Koch soll namllch darauf bestanden haben, diesen Pudel mit in'ö Bett zu nehmen, und da der Gatte sich dem widersetzte, kam es zu häufigen unliebsamen Auseman Versetzungen, die mit der Trennung der Ehekeute imJuli 1897 endeten und jetzt zur Emuichung der Klage führten. Die ländlschen Unterhaltungen mit obligatemMord und Todtschlag dauern im Schnapsstaate Kentucky fort. Etwa elf Meilen von Danville. und nicht weit von Perryville fand an der Harrodsburger Land ftraße wieder einmal ein Znsammenstoß zwischenWachtleuten, welche an einer Zollhebestation statlonirt waren, und einer Bande von Marodeuren statt, welche letztere vorher mehrere andere Zoll-Schlagbäume bereits zerstört hatte. Die Wachtleute Thos. Middleton und Lynn Penny.' welche sich bei der Annäherung der Bande in ein naheö Gebüsch zurückgezogen hatten, eröffneten auA diesem Feuer auf die Marodeure. Die letzteren schössen zurück, und Middleton erhielt eine Ku. gel in die Hüfte, während Penny am Arme verwundet wurde. Ob von den Marodeuren einer verwundet wurde, ist unbekannt. BondensechöEökimoö,die Lieutenant Peary von (einer arktischen Fahrt im letzten Sommer nach New York mitbrachte und die ihn im nachften Sommer auf feiner großen neuen Nordpol - Erpedition begleiten sollten, sind bereits zwei gestorben, ein älterer Mann Kufhan, und die einzige Frau der Gesellschaft. Aughar Nookten. Außer ihrem Mann und ihrer Tochter, besteht die Gesellschaft noch aus zwei Männern. Man fürchtet sehr, daß auch diese vier dem warmen Klima zum Opfer fallen werden, wenn man sie nicht baldigst in ihre kalte Heimath sendet. Anfänglich befanden sich We ganz wohl, aber bald stellten sich Erkältungen ein und seltsamer Weise klagten diese Leute auS dem Eiöland fortwährend über Kälte, während ihnen doch das diesmalige warme MärzWetter fehr zusetzte. Ihre größte Freude war es. als eö im letzten Winter einmal gehörig schneite. Wie manche Juden den Antisemitismus erklärlich, wenn auch nicht gerechtfertigt erscheinen lassen, so ist die Schwiegermutter von Bud Dohle in Beonie. Kan.. eine von den jenigen, welche die Schwiegermütter überhaupt in Verruf bringen. Vor einiger Zeit erkrankte die alte Dame und Dohle ließ ihr die beste Pflege angedeihen. Die Kranke genas und veruneinigte sich bald darauf mit ihrem Schwiegersohn. In ihrem Grimm verlangte sie eine specificirte Rechnung ihrer Verpflegungskosten und Doyle ließ ihr dieselbe unverzüglich zugehen. Nun hatte die Frau während ihres Siechthums auch Whiskey gebraucht, und zwar zwei Quart. Sie bezahlte die Rechnung und begab sich dann sofort zu dem Districts - Anwalt, um ihren Schwiegersohn wegen unerlaubten Whiskeyverkaufs zu denunclren. Dohle wurde verhaftet, aber auf Veranlassung des genannten Beamten das Verfahren gegen-ihn ..eingestellt, nachdem der Thatbestand festgestellt war. R h eumatiömu im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkelv, Elbogen oder Handgelenken steht durch zu viel Säure im Blut. Hood' Sarsaparilla Heilt RheumatiSmu. Ho od'S Pillen sind die beste Abführ-und Leber-Medizin für Familiengebrauch. 25. Harzer und AndresSbcrger Canarien-Län ger, Weibchen zur Zucht, singend Spsttvvgtl, Papageien und den Ssrte ögel. sowie Iftge. quarta, zischglbe, eldftsch. Epstwogelfutter, ffischfutter, ogelsaa, und all wa zum Logelgeschäft hört, in bester ulwahl nd z iilltgsten Preise, mpsietzlt C. F. Klepper, 433 Massachusetts, mu. Misch Ccombi uwk Nicht Strech.

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