Indiana Tribüne, Volume 21, Number 194, Indianapolis, Marion County, 2 April 1898 — Page 1
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o A AA rlC 1 00 A kA M vv o W V V W o o w V Office : No. 18 Süd Ollabaya Otraße. Telephon 1171 Indianapolis. Indiana Samstag, den 2. April 1893 Jahrgang 21, Noi 194:
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Man muß eö dem Präftdenten hoch anschlage, daß er sich von dem dummen Kriegsgeschrei nicht beelnflussen läßt, sondern alle Mögliche aufbietet, die kubanische Frage auf friedlichem, diplomatischem Wege zu lösen. Die Wahlen in Spanien sind zu Gunsten Sagastaö ausgefallen, er hat die CorteS auf seiner Seite, und während tl ihm wohl nicht möglich ist, auf einmal durch brüske Auftreten Spanien zur Unterwerfung zu bringen, wird eb wohl durch ruhiges und vernünftige Verfahren nach und nach gelingen, Spanien zum Nachgeben zu bewegen, denn so dumm find die leitenden Männer dort nicht, daß sie sich der HossnungSlofigkeit eine Kriege nicht wohl bewußt find. Aber sie haben auch mit dem fanatifirten Volke zu rechnen und dazu muß man ihnen Zeit geben. ,, Nicht nur in Amerika, auch in anderen wandern macht man dieselbe Erfahrung, daß auf dcm Wege der Gesetzgebung gegen alle Gewohnheiten und Laster nichts auszurichten ist. Wie in Amerika, so sucht man auch in Schweden und Norwegen seit Jahrzehnten da Uebel ter Trunksucht vermitte st deö GesejlS zu bekämpfen. Allerdings gießt man dort nicht, wie bei unS daS Kind mit dem Bade auö, sondern beschränkt sich auf die Bekämpsung teS Branntweil S. Man hat unter dem sogenannten Gotenburger System den Verkauf von Spirituosen privilegirten Gesellschaft übertragen, welche unter strikter Staatscontrollk stehen, eine Einrichtung, die hierzulande im Staate South Carolina durch daö Tillman'sche StaatsAuSschankmonopol nachzuahmen versucht worden ist. In Norwegen gab eS im Jahre 1895 öl privilegirte Gesellschaften zum Betriebe deS BranntveinverkaufeS. Um denselben mögliehst zu verhindern, wurden dem Geschäfte mancherlei Beschränkungen auserlegt, wie z. B. sehr zeitiges Schließen der Schankstellen, Maßregeln, denen die Gesellschaften sich willig fügten. Trotzdem war der Branntweinverbrauch stetig gestiegen. 3n Folge dtssen erließ daS Storthing auf Betreiben der Mäßigkeitsfreunde ein neues Branntweingesetz, dem alö Verschärfung eine Local - Option - Klausel hinzugefügt wurde. Dasselbe bestimmt, daß die Einwohnerschast einer, Gemeinde, Manner und Frauen über 25 Jahre, vor Ertheilung neuer Gerechtsame erst darüber abstimmen solle, ob man eine Branntveingesellfchast haben will oder nicht. Infolge solcher Abstimmungen haben biS zum vorigen Jahre von 32 Städten 19 ihre Branntweingesellschalten und damit jedweden Branntweinverkaus verloren. Wenn eö nun auf der Welt nichts weiter alö Branntwein gäbe, müßte in den ihrer Branntweingesellschaften beraubten Städten eine rührende Nüchternheit herrschen. Dem ist aber keineswegs so, denn seit Inkrafttreten deS Gesetzes. 1. Januar 1896, , ist ein Theil der norwegischen Bevölkerung eifrige Weintrinker geworden. Da aber dieser Wein" ein stark alkoholhaltiges Kunstprodukt schlimmster 'Sorte ist, daö auch in Ut weiblichen Bevölkerung immer mehr Anhänger findet und daö in großen Massen auö dem Auslande kommt, at die Zweckmäßigkeit des Branntweinge setzeö die größten Bedenken erregt. Während die Wein-Einsuhr in Nor wegen blö 1890 nie über 2 Millionen Liter betrug, stieg sie 189S aus über 4& Millionen, und der größte Theil entfällt aus die billige Weinsorte, die, wie aller Wein, den bestehenden Handelöverträgen gemäß sehr niedrige Zölle trägt, während die Zölle aus Branntwein stark erhöht wurden. Sin Ausschuß deö Storthing hat demgemäß bei einer Revision deö Veanntweingesetzeö die Wiederaus Hebung der Local Option empfohlen, waö in vielen Städten alö eine willkommene Aenderung gutgeheißen wird, da die Pacht-Gesellfchaften einen Thei ihreö Einkommens für verschiedene ge. meiavützige Zwecke zu opfern verpflicht tet find. So hat sich zum Beispiel in Drontheim selbst die wissenschaftliche Gesellschaft für die Beibehaltung der Branntveingesellschaft. erklärt, da fi gewohnt ist, von derselben reiche ZuWendungen zu erhalten. Andere Olim e find freiliH dagegen, inie sie,
ungeachtet entgegenstehenderErfahrun- tion empfiehlt, er die herzliche Untergen, dabei bleiben, daß in der Volks- stühung des SongresseS haben .wird, abstimmung daö vernünftige Regula- ' obgleich in gewissen Congreßkreisen die tiv deS Branntweinverbrauches zu Neigung herrscht, nur die Unabhängig-
suchen sei. - Jlrajtiiiidjiidjlßii Inland. Wetterbericht. Schöneö Wetter heute Nacht und Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 51 Grad, nielrigke 33 Grad. Zur Situation. W a s h i n g t o n, D. C., 2. April. Folgendes ist ein Aüözug auö dem Telegramm deS Generals Woodford, daö am Abend deö 31. März einlief: Er informirt die Regierung der Ver. Staaten, daß General-Capitän Blanco daö Dekret in Betr.ff der Concentradoö in den westlichen Provinzen Cuöaö, MatanzaS, Santa Clara, Habana und Pinar del Rio widerrufen hat ; daß die spanische Regierung dem General - Gouvernör drei Millionen Peseta ($600,000) zur Beifügung gestellt hat. damit die Landleute sofort und mit Erfolg an ihre Arbeiten zuückkehren können. Die spanische Regierung wird alle Hilfe zur Errährung und Unterstützung der Verarmten annehmen, soweit sie in Einklang mit dem etzt befolgten Plane von den Ver Staaten geschieht. Erschlägt vor, die Vorbereitungen süreinen ehrenvollen und dauernden Frieden dem spanischen Parlament anzuvertrauen. Da die kubanischen Kammern erst am 4. Mai in Funktion treten, will die spanische Regierung ihrerseitö nicht einer Suöpendirung der Feindseligkeiten opponien, wenn sie von. den Insurgenten vom Oberst'Commandirenden erbeten wird, der die Dauer und Bindungen der SuSpendirung zu bestimmen hat. ES herrscht wenig Zweifel, daß der Präsident und die Mitglieder deS CabinetS j.tzt einen Cor.si et mit Spanien ür faft unvermeidlich halten. In seiner Botschaft an den Congreß, die wahrscheinlich am Montag eingesandt werden wird, wild der Präsident deö Längeren die augenblickliche Situation larlegen aber nicht um weitere Zeit ür Unterhandlung zur friedlichen Löung der Frage ersuchen. Die heute Morgen abgehaltene Cabinetöfitzung war ohne Zweifel die wichtigste seit vielen Jahren. Daö Cabinet nahm Spaniens Antwort auf daö Ultimatum unserer Regierung entgegen und entchied sich, da eö die Antwort nicht zuriedenstellend fand, für eine Politik, welche zu dieser Stunde sicherlich Feindseligkeiten zu involviren scheint. AlleS wird dem Congreß vorgelegt werden. Die zweite Sitzung deö Eabinetö dauerte von S Uhr bis 6 Uhr 20 Mi nuten Abendö. Der spanische Gesandte sprach um halb 5 Uhr im Staatsdepartement vor und konfeiirte eine Zeitlang mit Hilföekretär Day. Obgleich da strengste Geheimniß gewahrt wxrde, kann doch bestimmt gesagt werden, daß die Ver. Staaten keine weiteren Vorschläge un terbreiteten, noch unterbreitete der Ge sandte Etwaö, waö geeignet wäre, die Situation zu ändern. ' Aus beiden Seiten betrachtet man die Frage alö klar g'stellt, ohne Wahrscheinlichkeit weiterer Verhandlung ehe der Präsident die ganze Frage dem Congreß unterbreiten wird. Die Ver. Staaten haben ihre Forderungen gestellt, und Spanien hat seine Antwort gegeben. So steht die Sache. Die Antwort Spanien? wird alö Grenze der Conzesfionen betrachtet, die Madrid zu machen gesonnen ist, und wenn ein weiterer Schachzug gemacht werden soll, so erwartet ihn Spanien von den Ber. Staaten. Natürlich kann man nicht vorher sagen, waö Madrid unter dem Drucke der Verhältnisse in den nächsten Tagen thun mag. Die best Jnformirten erwarten aber nichts, da Spanien ihrer Meinung nach nicht weiter gehen wird. Spät heute Abeud traf ein Bulletin von Madrid ein, deö Inhalts, daß der Papst versuche friedlichen Einfluß auö zuüben, um Spanien und die Jusurgenten zu veranlassen einen Waffen stillstand auf Cuba anzunehmen. Im Congreß ereignete sich nichts Neues, eö zeigte sich nur, daß wenn die Ootschaft deö Präsidenten Jnterven
, keit CubaS anzuerkennen.
AuS dem Congreß. Washington, 1. April. Senat. Nach kurzen Verhandlungen trat der Senat auf Antrag deö Herrn Lodge in Ekutivßtzung, um die Resolution betreffend den Erwerb der Insel StThomas zu berathen. Herr Lodge gab im Allgemeinen ein Erklärung darüber ab, welche Vortheile man von der Controlle der dänschen Insel in strategischer Beziehung zu erwarten habe. Senator Grah machte dagegen geltend, daß eö Prinzip der Ver. Staaten sei, kein Gebiet außerhalb ihrer eontinentalen Grenzen zu erwerben, und daß der Ankauf zu internationalen VerWicklungen führen müsse, daß die Befestigung viel Geld kosten würbe, und daß sie bei einem etwaigen Covflikt mit Spanien wegen Cubzö nichts nützen könnte. Die Senatoren FrYe und Lodge erwiderten, daß voraussichtlich eher Portorico als Havana daö Centrum deö Kampfes mit Spanien bilden werde, und daß dabei die dänische Inselgruppe unschätzbare Dienste leiste, und selbst für eine baldige Beendigung deS Krieges ausschlaggebend sein würde. ES wurde versichert, daß. Spanien! Kohlenvorräthe in Porto Rico sehr knapp seien, und daß eS sich deshalb von den dänischen. Besitzungen auö leicht kontrolliren lasse. Man berief sich auf den Wunsch der Admlniftration. , ' - - ; Alle Senatoren."welche sprachen, behandelten den Krieg alö unvermeidlich, ob sie nun für oder gegen den Erwerb waren. Da sich nach langer Debatte zeigte, daß die Freunde der Bill über den Erwerd der dänischen Inseln nicht in der Mehrzahl waren, so ließ man den Gegenstand schließlich fallen, und die Bill kann alö zurückgezogen betrachtet werden. ' Senator Gray brachte eine Resolution ein, welche dahin lautet, daß daö Comite für auswärtige Beziehungen beauftragt wird, bis zum ö d. M.eine Bill bezüglich der Anerkennung der Republik Cuba'einzuberichten. . Die Resolution wurde nach den Regeln zurückgelegt. Herr .Mitchell, WiS., unterbreitete ein Telegramm von etwa 20 angeseheneu Bürgern von Milwaukee, welche erklären, die Geschäft?- und conservativen Elemente deö Lande'ö seien für Frieden, sofern er sich mit der Crhaltung der Ehre und Würde deö Landeö vertrage. Dasselbe ging an daö Comite für auswärtige Beziehungen. Auf Herrn BaconS Veranlassung wurde eine Resolution angenommen-, durch welche der KriegSsekretär befragt wird, welche Vorkehrungen zum Schutze der Seestädte Georgiaö getroffen seien. Während der Debatte über die ErWerbung der dänischen Inseln wurde ein lebhafter Patriotismus bekundet, und allseitig wurde die Versicherung gegeben, daß man in'.der kritischen Periode, in welcher man stehe, treu zu der Administration stehen werde. AsayeanStelle Seidlö. New Aork, 1. April. Dem "Journal and Advertiser" zufolge wird der Violinvirtuose Eugen Asaye an Stelle deö 'verstorbenen Anton Seid! die Leitung deö philharmonischenOrchesterö übernehmen. Ausland. BiSmarckö Geburtötag. Zrriedrichöruhe, 1. April. Fürst Otto von Biömarck feierte heute seinen 82. Geburtstag. Er gab 22 Gästen, die vorher die Geburtötagögeschenke betrachtet hatten, ein Festmahl. Der Fürst war bei sehr guter Laune, und bedankte sich beim Geben eine? EtockeS mit goldenem Griffe, ein Ge schenk von Kaiser Wilhelm. Beim Diner forderte er zu einem Hoch aus den Kaiser aus. Gras von Donner?marck brachte einen Toast auf den Für ften Biömarck auö. Alle Mitglieder der Familie wohn ten der Feier bei, mit Auknahr:? einizer Minder deö trafen 'OUZ:l d:
ViSmarck. Zedeö Zimmer deö Schlösse war mit Blumenspenden gefüllt. Kaiser Wilhelm sandte mit dem Stocke ein Handschreiben. Der Stock gleicht dem berühmten Krückstöcke Friedrichs
deö Großen. Ochissö. Nachrichten. i: Angekommen in : Li e w S o r k : Lucavia" von Liverpool; St. Louiö" von Southampton. QueenStown: Capania" von MvSork Lost on: Eephalonia" von Liver pool. , London: Mohawk" von New 3ork. Lissabon: ..Peninsular" von Neis Sork. Rotterdam: Sraarndam" von New Sork. Allerlei. Mit einem künstlichen Hesichtserker wird zur Zeit ein 18jähriges Mädchen in Baltimore, Md.. ausgestattet. Der Arzt Dr. Eisenberg hat dem Mädchen, dem die Natur das Nitchorgan voienthalten hatte, ein Fleischstück aus der Stirn geschnitten und dasselbe da,, wo bislang lm Geficht, ein leeres Platz war, angeheftet. Sobald dieser Fleischklumpen festgewachsen ist, wird die künstlerischeHand des Arztes eine hübsche Nase daraus formen. Als der lunge Cotton Mather, der später als grimmigster Eiferer im jungen Massachusetts gegen die Sünden der Welt wetterte und Hezen verbrennen ließ, noch aus der Ha?vard Universität studirte, hat er sich wohl nicht träumen lassen, daß :m März 1893 der Präsident derselben Universität mit Kniehosen und knallrothen Strümpfen, seine Gattin hinter sich, aus emem Tandem Blke durch Boston's Straßen fahren würde. .Gcschwmdiakelt :st . heute keine Hererel mehr. : In einem Morde uno Selbstmorde hat eine Liebestragödie in Helena. Mont., geendet. Julius Bohn. ein Angestellter der Weinfirma S. Sievers & Co., war seit einiger Zeit mit Mitz Victoria Sassalli, ein:r Tochter wohlhabender Eltern, verlobt, aber sie hatte die Hochzeit beständig hingehalten, weil sie glaubte, dass s"n Verdienst nicht ausreiche, um sie angemessen erhalten zu können. Vor Kurzem erhielt er von seinen Eltern $200. umHochzeit machen zu können, und am Abend fuhr er nach Sasselli's Farm in Chiles Valley hinaus. Seine Braut war mit ihrem Vater nach Helena gejähren und er fuhr ihnen entgegen und traf sie in der Nähe dieser Stadt und bat sie in seinen Wagen zu kommen. Sie weigerte sich zuerst willigte aber endlich auf Zureden ihres Vater ein. Sobald sie in Bohn'S Buggy saß. peitschte dieser sein Pferd an und jagte davon. Sasselli, der den beiden folgte, fand nach einer halben Stunde die Leiche des Mannes auf der Landstraße liegend. Er eilte nach Hause und fand dort die Leiche seiner Tochter mit einem Schuß durch den Kopf. Das Pferd war augenscheinlich durch die Schüsse erschreckt nach Hause geeilt und das Mädchen, 'dessen Kleider hinter dem Tritt des Wagens festgehakt waren, war entlang qeschleist worden. Bohn hatte wahrscheinlich sein Verlangen nach baldiger Festsetzung des Hochzeitstages wiederholt, und da er eine abschlägige Antwort erhielt, das Mäd, chen und darauf sich selbst erschossen. . An Bord deö Dampfers .Campania" erlag auf der Reise von Liverpool nach New Aork einem Herzleiden Alexandrowitsch Tzindzadz, welcher zu der von Buffalo Bill engagirten Don'schen Kosacken Sotnie gehörte. Der Capitän der Campania" ordnete an, daß die Leiche nach Seemannsart bestattet werde, hiergegen erhoben die übrigen Kosacken aber lauten Protest. Sie erklärten, daß sie bei der Heimkehr in's Vaterland beschuldigt werden würden, ihren Kämeraden umgebracht zu haben. Obgleich ihnen mitgetheilt wurde, daß sie ja vom Generalkonsul einen Todtenschein erhalten würden, verlangten sie trotzdem so energisch, daß die Leiche nach New Aork gebracht werde, daß man ihnenschließlich willfahrte. Merkwürdige Versuche über .umgekehrtes Sehen- hat Prof. Georg M. Stratton von der Universität von Californien angestellt. Er trug acht Tage lang eine Maske, die so mit Linsen ausgerüstet war, daß daZ Gesichtsbild umgedreht wurde, mithin in aufrechter Stellung anstatt der sonstigen umgekehrten Lage auf die Netzhaut des Auges fiel. Er lernte bald alle Gegenstände in ihrer richtigen Stellung zu erfassen, d. h. sie fo zu sehen, daß die richtige Seite nach oben gekehrt war. Als er aber nach acht Tagen die Maske abnahm, schien ihm Alles auf dem Kopfe zu stehen, Stratton schließt daraus, haß hys Sehen von Gegenständen in richiigerStellung auf eine? aeistigen Berichtigung des. auf die Netzhaut fallenden wir.ttichn.
Ulldes berubt. .. . ' r-
Der Reißzeugmacher Werthner in Nürnberg gerieth mit feiner Braut und deren Mutter, derTaglöhnerswittwe Nüßlein, aus unbekannten Gründen in Streit, in dessen Verlauf er Frau Nüßlein mehrere todtliche Dolchstiche beibrachte. Auch seiner Braut versetzte er lebensgefährlich, Stiche in die Brust und suchte dann sich selbst den Kehlkopf durchzuschneiden. Man zweifelt am Aufkommen bei beiden Verwundeten. Ein D e t e c t i v, der feit 12 Jahren damit betraut gewesen war. auf der Londoner unterirdischen Ei senbahn Taschendiebe und andere verdächtige Individuen zu überwachen, wurde unter der Anklage, stch an der Thätigkeit der Taschendiebe betheiligt und die Entweichung von Taschendieben aus der Haft herbeigeführt zu haben verhaftet. Eine Dame stieg in der Station South Kensmgton in ein leeres Eoupee zweiter Classe, zwei Männer stiegen ihr nach, von denen der eine als der Taschendieb John Perry erkannt wurde. Auf einer der folgenden Stationen zeigte die Dame an, daß sie von zwei Insassen des Coupös beraubt sei, und gleichzeitig beschuldigte sie den Detectiv Ostime, der mit im Coup6 saß. daß er an der That betheiligt sei. Der Taschendieb Perry sagte dann aus. der Detectiv habe ihm den Rath gegeben, das gestohlene Geld unter den Kissen der Sitze zu verbergen, und dort wurde es auch gefunden. Perry hatte außerdem eine Anzahl Briefe in feinem Besitz, die er vom Detectiv erhalten hatte. Der französischeEgyptiologe Amölineau hat bei seinen Ausgrabungen in Oberegypten eine weitere bedeutende Entdeckung gemacht. Er hat die positive Gewißheit erlangt, daß das Grab des Set, des Gottes des Bösen, und des Horus, der Personification der Sonne, sich in derselben Todtenstadt Om - El - Galab in Abydos befinden. Horus war derSohn des Osiris und der Isis und der Rächer seines Vaters an Set. Er wurde fast fo allgemein verehrt wie Ra. Sein Symbol ist die beflügelte Sonnenscheibe. Er fliegt als Habicht durch die Luft und wird gewöhnlich mit einem Habichtskopfe dargestellt. ' Set, sein Bruder oder Sohn und Todfeind des Osiris, war der Gott der Mächte, welche die Seelen nach dem Tode qualen, der Gott der Feinde Egyns und der Gott des Bösen. Jn späteren Zeiten wurde er aus demGötterkreise ausgeschlossen. Aber er blieb der Gott alles Bösen, gefürchtet, aber nicht verehrt. Er wird in der Kunst mit einem seltsamen Thierkopf und mit viereckigen Ohren dargestellt. Herr Giulio S a l v i a t i, der Chef der venezianischenFirma Salviati, deren Kunstglaswaaren ' überall bekannt sind, hat sich in seinem Geschäfte in Rcgent-Street in London erschössen. Der Verstorbene war der Sohn des Commendatore Salviati,der die Recepte der altvenezianischenKunstglasfärberei wieder auffand und danach eine alte Kunstindustrie neu ins Leben rief. Der Selbstmord erfolgte merkwürdiger Weise vier Tage nachdem seine Firma zusammen mit der Firma Jesurum in Venedig in eine Aktiengesellschaft mit 330.000 Lst. Kapital umgewandelt war. Die Untersuchung ergab, daß keinerlei geschäftliche Mißerfolge den Selbstmord veranlaßt haben können. Dagegen hat der Verstorbene, nachdem er vor einigen Monaten einen kleinen Schlaganfall gehabt hat. dauernd an Schlaflosigkeit und Melancholie gelitten. Den hinterlassenen Briefen zufolge bildete er sich ein, daß er wohl für seine Gattin. nicht aber für sich genug zu leben habe. Das Leben sei ihm darum unerträglich. Der Verstorbene war 55 Jahre alt. Der Dampfer Meteor" von der staatlichen Dampferlinie Constanza - Konstantinopel ist bei Nebel und Dunkelheit, aber sonst ruhigem Wetter angesichts des Leuchtthurmes Caliachia an der bulgarischen Küs:e auf Klippen aufgefahren und gesunken. Die Schuld an diesem Unglück, bei dem auch ein Menschenleben zu beklagen ist. wird einzig und allein dem Capitän Radoslavovici zugeschrieben, der sich von der Abfahrt des Dampfers von Konstantinopel bis zu dessen Strandung nicht aus seiner Cabine gerührt und auch dann keinen Befehl zur Aenderung des Kurses er--theilt hat, als ihm das Sichtbarwerden des Leuchtthurmes . gemeldet wurde. Im Augenblicke des Auffahrens befanden sich weder Officiere noch Matrosen an Deck, fo daß die Passagiere sich auf ihre eigene Faust zu retten versuchen mußten. Daß dabei eine Französin ertrunken ist. wird wieder nur auf die Pflichtversäumniß derSchiffshemannung zurückgeführt, die trotz deö Umstandes, oaß sich die unglückliche Frau mehrere Minuten lang über Wasser erhielt, nichts zu deren Rettung sethan hat. -
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