Indiana Tribüne, Volume 21, Number 188, Indianapolis, Marion County, 27 March 1898 — Page 11
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t 2 : IN ALLEM APOTHEKEN m -1 Von Wilhelm Meyer.Förster. (Fortsetzung.) Viertes Kapitel. Herr Brandes ist zu Hause Der Diener musterte Konräd einen Augenblick neugierig. Der schwarze Tuchrock mit dem seltsamen Schnitt aus dem Nachlasse des Vaters paßte nicht zu dem nagelneuen Cylinder, und die hellen Handschuhe noch weniger zu den schweren Stiefeln mit den dreifachen Sohlen. Aber der Herr hatte etwas an sich, was den Diener nicht in die Stimmung der Ueberlegenheit kommen ließ: eine ruhige und vornehme Sicherheit, die den Tuchrock und die Stiefel zu ganz gleichgiltigen Aeußerlichkeiten stempelte. Ja, Herr Brandes ist zu Hause. Wenn der Herr einen Moment warten will " Der Diener ging, und Konrad war eine Minute allein. Ein leises Gesühl der Unbehaglichkeit überkam ihn jetzt doch. Dieser Herr Brandes mußte ein schwer reicher Mann sein. Konrad hatte nie ein Haus gesehen, das schon auf Treppe und Flur solche Pracht zeigte. Die Marmorstufen -waren in der Mitte mit weißem Plüsch gedeckt, den vergoldete Stangen hielten; große Teppiche hingen an den Wänden, und an den Treppenabsätzen waren Spiegel in den Marmor der Säulen gefügt. Was sollte er hier bei diesemManne? Er, der Bankcommis, der doch nie zu einem solchen Hause in nähere Veziehungen treten konnte? Vielleicht hatte sein' Vater die Verhältnisse falsch beurtheilt, als er ihn auf dem Sterbebette so dringend bat, Georg Brandes aufzusuchen. Vor zwanzig Jahren oder mehr waren sein Vater und dieser Mann Freunde gewesen, aber em Menschenaltev trennt und verwischt solcke Beztiebunaen. Und schließlich war er, der hier stand, nur der Sohn des einstigen Freundes, was wollte er beute nock bier? Ein Band neu knllpfen, das längst zerrissen war, und das neu zu knüpfen eigentlich keinen rechten Sinn hatte? Genau dieselbe Empfindung mußte doch wohl auch Herr Georg Brandes da drinnen baden: wnuicy, es war em unerquickliches Zusammenkommen. Da öffnete sich in dem breiten, etwas dunklen Gange eine Thür, nicht der Diener kam heraus, sondern ein mittelaroßer breltschulteriaer Mann mit scharf geschnittenem Gesichte und schwarzem Schnurrbarte. Das konnte kein anderer als Herr Brandes selbst sein. Mit raschem Schritte kam der den Gang entlang auf Konrad zu, reichte ibm die 5cnd, drehte ihn. ohne ein Wort m saa.en. gegen das Licht, das die Abendsonne durch die Fenster des Treppenhauses schickte, und sah ihn groß an. .Konrad Eckert? Rudolfs Junge? Ja? Ja. komm, mein Junges Die Stimme klang etwas verschleiert. wie beweat. Er nahm Konrads Arm und ging mit ihm nach der Thür. die noch yalv geossnet itanv. Aber ehe sie in das Zimmer traten Konrad hatte überrascht noch kein Wort gefuni en je oen Dien rauves noaj einmal an. Gieb mir Deine Hand.mem Junge. Du hast mir eine große Freude beriitet. eine sehr große." Die Dämmerung zog hernieder und die Dunkelheit. Konrad saß schon Stunden in dem aroken. weichen Stuhle Georg Brandes gegenüber, und in diesen Stunden war ihm eine Welt aufgegangen. Wie oft hatte sein Vater in dem kleinen Garten ymter vem kleinen Hause zu Jnsterburg ihm von der Vergangenheit erzählt, von dem Ocean und von den Bergen, von Hambürg und La Plata. von Abenteuern und der ganzen wunderbaren Jugeno. Aber was war all jenes Erzählen geWesen gegen diese Stunde, in der ein ganz anderer dasselbe ganz anders bericyttle. (Ss war, als ob ein Poe: von den Taaen seinerkuaend svräcbe. alücklich und traurig, bald lachend und bald ttes bewegt, m jedem Worte Leidenschaft. Es hat nie einen besseren Menschen aeaeben alsDeinen Vater, mein ?kunae. nie.- Nun liegt er im Grabe; ich wollte, ich wäre bei ihm gewesen. und hätte ihm die Augen zudrücken dürfen. Du bist mein einziger Freund gewesen, Rudolf Eckert; ja. weiß Gott, der zZge!Er schritt im dunkeln Zimmer minutenlang auf und ab, ohne ein Wort zu sprechen. Jetzt hielt er bei Konrad an und legte die Hand schwer auf dessen Schulter: Du sollst bei mir bleiben, Junge, ich lasse Dich nicht wieder fort. Dir nützen, Empfehlungen geben oder was sonst in dem Briefe stand das ist ja alles Unsinn. Du sollst gar nie wieder von mir weg. Das versprichst Du mir." Konrad wollte etwas erwidern, aber Brandes faßte seine Hand wie mit Eisenklammern: Rede nichts dagegen, sag Ja und nichts weiter. Ja?" Ja!" iKäibchen!" Konrad schrak fast zusammen. Brandes hatte ohne zeden Uebergang das Wort herausgeschrieen. Und dann, als eine Sekunde lang alles still blieb. rt'k er nocb einmal:
Kaiychen!" Ganz von ferne her hörte man ein Ja!" Dann wurden Thüren geschlagen. immer näher, und nun flog die große Thür dicht vor Konrad weit auf. ein Meer vonLicht blitzte in das dunkle O.mtri nn Vi n Vi0rn Citmrnfr Vier
)l!UIUllf UIIV lil VVI vlli v Thür stand das Mädchen. j Stockfinster! Papa, wo bist Sur Hierher. Käthchen!" Sie tappte laut lachend in das Dunkel. Jetzt faßte Brandes ihre Hand, nahm mit der anderen Konrad und führte die beiden vorwärts m's helle Licht. Das ist mein kleines Käthchen. und das ist Konrad Eckert, der jetzt immer b uns bleibt. Gebt Euch die Hand, Kinder, so. Haltet gut zusammen, ihr Beiden, hört ihr wohl!" Er strich zärtlich über den dunkeln Scheitel des Mädchens, das mit seinen großen braunen Augen etwas erstaunt auf Konrad sah. Sie ist jetzt siebzehn, ein großes Mädchen, und Du, mein Junge, wie alt bist Du?" Zweiundzwanzig." Bon! Wie zwei Geschwister." Konrad stand immer noch geblendet. Er war so lange in dem dunkeln Zimmer gewesen, daß die Augen an die Helligkeit sich erst gewöhnen mußten. Es entstand eine kurze Pause, und als Konrad sich nach Brandes umblickte, sah er daß außer ihm nur noch Käthchen im Zimmer war. Brandes hatte die beiden allein gelassen. Einen Moment war auch Käthchen verlegen, dann faßte sie sich: Der Rittmeister von Earlotta ist drüben im Billardzimmer, er hat vor dem Abendessen noch mit Papa zu sprechen. Er reitet am Sonntag Papas Pferde in Hamburg; kennen Sie Earlotta?" Konrad schüttelte den Kopf: Nein!" Ich meine, wenigstens vom Hörensagen?" Nein, ich kenne lhn nicht." Merkwürdig." sie sah ihn etwas zweifelnd und erstaunt an. Earlotta ist der berühmteste Reiter in der ganzen Armee. Man sollte denken, den kennte Jeder. . Ich nicht," sagte Konrad ehrlich. Wieder kam eine kurze, verlegene Pause, dann gab sie sich einen kleinen Ruck: Wir wollen durch die Zimmer spazieren, bis zum Abendessen ist noch eine Viertelstunde Zeit. Und der Prinz kommt bestimmt Nicht vor neun." Sie ging voran und öffnete die Thür, mit einem Blick scheuer Bewunderung folgte er ihr. Die zierliche Gestalt wav ganz in Weiß gekleidet, aber in ein Weiß, wie es Konrad nie aesehen hatte. Durch das dunkle Haar zog sich em schmales Seidenband, all das andere Weiß waren Spitzen, die wie Spinnwebe einander überdeckten und der Gestalt etwas Leichtes. Schwebendes gaben. Der Kopf war vielleicht nicht schön, aber von einer Eigenart. wie man sie selten sieht. Der Temt hatte eine Goldfarbe, fast eine Broncesarbe. das war das Erbtheil der schönen kreolischen Mutter. Die Oberlippe zu kurz, so daß unter den rothen Lippen alle Augenblicke die kleinen Zähne schimmerten, die Stirn zu niedrig und doch fein geformt, das Kinn von einer vollendeten Rundung. Aber das Hübscheste waren die Augen. Aus denen strahlte eine so heitere Lebenslust, so viel Gutbrrziakeit und so viel Feuer, so sehe Anmuth und ehrliche Offenheit, daß es kein Wunder war, wenn die Garde - Osficiere m Georg Brandes' Tochter den Stern der Zukunft sahen. Wenn ie das Leben reich und frcudcversprechend vor einem Mädchen lag. dann vor ihr. Und sie wc.r sich dessen voll bewußt. Mit offenen, lachenden Augen schaute sie vorwärts, dem Glück entgegen. Das ist unser Speisezimmer. Die Diener, die eben beschäftigt waren, an die Abendtasel die lenie Hand zu legen, traten zurück. Sehen Sie. hier sollen Sie nachher sitzen, neben Papa. Dann rechts der Graf Venlow. dann ich. dann der Prinz, dann Mr. Grey. Es wird ein hubscher Abend, ich freue mich schon. Nun will ich Ihnen die Bilder zeigen." Sie gingen von Zimmer zu Zimmer. und an all den Wänden hingen zwischen werthvollen Landschaften Pferdebilder: Oelgemälde. Kupferstiche. zumeist nur Photographien. Sie waren in einfache Holzrahmen gefaßt, auf denen in silbernen, aufgelegten Buchstaben die Namen verzeichnet standen. Von jedem dieser Bilder und dieser Pferde wußte Käthchen die Geschichte: Das ist Stockwell", der berühmteste Hengst Englands, und das Gladiateur". der für den Grafen Lagrange das englische Derby gewann. Nachher haben die Engländer gesagt, der Graf hätte betrogen und Gladiateur" wäre ein Jahr älter gewesen als er sein durfte, aber es ist natürlich alles nicht wahr. Die Engländer waren nur neidisch, weil Gladiateur" ein Iranzose gewesen ist. Ein hübsches Pferd, nicht wahr?" Ja. ein hübsches Pferd." sagte Konrad. Alles fing an. sich ihm wie ein Mühlrad im Kopfe zu drehen: Brandes' Güte, das schöne Mädchen, die Pracht der Zimmer, die Abendtafel mit Prinzen und Grafen, an der er, Konrad Eckert. sitzen sollte; dazu jetzt diese Bilder, von denen er gar nicht wußte, was sie eigentlich vorstellten. Käthchens Geschichte von Gladiateur" und Lagrange er kam sich vor wie auf den Kopf geschlagen. Wie im Traume ging er neben ihr, sah immer neue Pferdebilder und hörte immer neue Erzählungen. Jetzt müssen Sie aber aufpassen." sagte sie plötzlich mit einem leisen Vorwurf. jetzt kommen unsere eigenen Pferde. Sehen Sie, da ist vor allen RuyBlas", ist das nicht ein Prachtpferd? Der hat für Papa in Nizza die große Steeple Chase gewonnen, jetzt ist er natürlich schon lange todt. Sechs Jahre alt war ich. als Nun - Blas
von Nizza wiederkam, aber ich weiß es noch wie beute. Crawdon hat ihn
geritten. Und sehen Sie, jetzt kommt unser Bester!" Sie zeigte auf ein Oelgemälde, das, ohne Rahmen und unvollendet, auf einer Staffelei stand. Wissen Sie. wer das ist?" Konrad betrachtete das Bild, das einen hübschen großen Fuchs darstellte, und dachte: Entweder bin ich verrückt, oder dieses Mädchen macht sich über mich tustig." Dann sagte er mit gepreßter Stimme: Nein, ich weiß es nicht.". Das ist Coriolan"." Sie schien zu erwarten, diese Mittheilung werde auf ihren Begleiter einen sehr starken Eindruck machen, als er aber so gleichgiltia blieb, als sei dieser Coriolan" ein Omnibuspferd oder irgend eine Nosinante. war sie einen Moment verstimmt. Aber auch nur einen Moment. dann fing sie an zu begreifen. Sie haben sich wohl Nie für Rennpserde intercssirt?" Nem. nie. Sie reiten wohl auch nicht?" Nein." Da überkam es sie wie eine Art freundlichen Mitleids, und tröstend sagte sie: Das schadet nichts. Wenn Sie nun bei uns bleiben, werden Sie das alles lernen." Und als sie seine Verlegenheit merkte, fügte sie rasch hinzu: Nun will ich Ihnen andere Bilder m gen. und eines wird Ihnen sicher ge fallen." Sie ging durch zwei kleme Zimmer ihm voran, im dritten machte sie Halt. Auf dem Boden lagen Wolfsfelle. an den Wänden hingen Jagdtrophäen, Flinten, fremdartige Sattel und Reitzeuge, indische Schnitzereien, ein Tigerfell und indianische Waffen. An der Breitseite des Zimmers war eine Wand besonders kunstreich drapirt. und mitten zwischen seltsamen Dingen auö fremden Welten war von einem verblichenen Kranze umrahmt eine einfache Photographie befe!igt: ein junger Mann mit großem Strohhut, der eine Flinte in der Hand trägt und einem andern Manne, der bor ihm sitzt, die Hand auf die Schulter gelegt hat. Sie bliate Konrad fragend an: Wer ist das?" iFor.setzung folgt.) picili Diicrsnd:'$ Zchrcwcbrief. Geöhrtester Mister Edithor! Seit den Daa. wo ick so strena in Fehtr vcn den Christ seine Libberthee ei die Selma getahkt hen, do Hot die Selma ibrn alte ??ubl so keind un so polcit oetriet, als wann se rscht ingehtscht mit ihn wär. Der Christ Hot scll awwer gar nit epprieschieted. Alle Owcnd is er von heim fort un for daß die Selma nit mit die Kids alleins in's Haus zu sein braucht, do sin ich bei se gestanne. Der Christ Hot do drum gar nlcls gewwe. lir war nor sroy. baiZ er m den ?aluhn gehe konnt. Ich hen das nit aealicke un die Selma Kot aach nit. Ich sin shuhr, es gibt befor lang noch emol en ganz gehörige Rumpes. Dann wern ich awwer fein still schweige un kei Wörtche mehr sage. Dann kann der Chriy sehn, wie er duht. Ich hen de annere Dog erschi en Tahk mit ihn gehabt. 5ch ben aesaat: Sieb bier. Christ," hen ich gesagt, so derf's nit mehr weiter geyn. Du mußt dich behehfe. Du mußt äckte. als wie en Mann un nit wie en verdollter Sobk. Warum tendst du nit zu dei Fraa un zu dei Kids, wie sich's for en diesen Vanillevatter gehört? Wann i ch die Selma wär, wei, ich deht kei Minnit mehr bei dich stehn! Awwer was denke Se. daß der Christ gesagt Hot? Er Hot gesagt, er deht gar nicks drum gewwe, siz sollt nor Widder bei ihr Ma gehn un sollt sich aach die Kids mitnemmc. Wisse Se. was ich do aedabn ben? 5tcb hen ihn en Pusch in die Magegegend gewwe. daß er hmgefalle is, wie enSack voll Flauer. Dann hen ich ihn noch e Pies von mein Meind gewwe. Ich hen gesagt: Du bist en ganz armseliger Tropp. du bist nit fitt, in einiger Kammunithee unner diesente Zittisens zu lewe. un ich wer'n iewen mit dich, in zwei Woche von heit kannst du dich nach en annere Schapp umgucke, bikahs ich hen mit dich gesettelt." Do Hot er awwer e Fehs gemacht, das war o lang, wie en Esel seins. Ich hen ihn stehn losse un sin fort. Am Owend, do Hot die Selma viel gegreint. Se Hot gebeckt, ich soll doch den Christ nit distschartsche. er hätt sie-geprammißt, daß er sich in zwei Woche von heit arig bessern deht un er wär doch immer enihau ihr Mann un so fort. Well, wie se so gegreint Hot, do war'n ich getotscht un ich hen gesagt, ich wollt dann den Christ noch emol behalte, awwer nor for e Treiel. Do war se dann Widder sattisfeit. Awwer mit den Christ, do hen ich kei Wort mehr gesproche, der war mich zu miehn. Am Mehrschte Hot mich's mähd gemacht, daß er sich noch zwei Woche Zeit genomme Hot, befor daß er starte wollt, besser zu duhn, un ich hen aach nor an Ekaunt von die Selma mei Aage zugedrickt. Off Kohrs is er alle Nacht mit en Duft heimkomme, und die Selma un mich, mir hen alle Dag an den Källender gesickert, wie viel Dag es noch nemme deht, bifohr daß der Christ sein diesende Spell kriege deht. Ich sin nie nit mehr mit ihn fort, ich hen ihn doch e gutes Beisviel seke aewollt. Da Behbie, w mich schon so viele schlaflose naqt gemacht Hot, Hot ruhig Nv.tergekrische. awwer mir ben nicks mebr drum gewwe un hen's ruhig weiter kreische losse. Uff en schöne Owend hen ich aach Widder emol bei die Selma gesosse. Mir hen e wenig Piedro aesvielt. for die Zeit zu kille. Es war so ebaut acht Uhr un die Selma is uff eemol eingefalle, daß se noch ebbes von den Dackter for das Behbie bawwe bot misse. 5lck hen gesagt, ich wollt hingehn, for den ston zu yole, un die Selma Hot mm ecksplehnt, wo den Dackter sei Haus is Ich hen mei Kutt un mein tfrnt anae zöge un sin losgeschowe. Der Dackter yot obbstehrs gewohnt un die Stehr V' Wehs Ware so pitschdunkel, daß ich pu tiniehr mein ioali aebrocb? ben. ?!
Yen vann icrnttftio Die oyr gesunne un hen die Dohrbell gerunge. E Lehdie Hot mich uffgemacht un Hot mich inseit gelosse. Es war e arig gutquckiges Frauche un se Hot so plessent geschmeilt, daß ich ordentlich gebloscht sin. Nemme Se Jhne Ihr Dingses ab." Hot se gesagt. Sell Hot mich geposselt un ich hen gefrogt, ob der Dackter nit do wär. bikahs ich wollt Meddezin for unser Behbie hole. Do sagt se. no. hier deht kein Dackter wohne, awwer mehbie. sie könnt mich mehr gut duhn. als wie en Dackter. Galle, hen ich gedenkt, wo bist du do Hinkumme? Ich hen aack gefront, was sie dann enilxiu mit mich wollt, und do Hot se mich ecksplehnt. daß sie c Fohrtschenteller wär. To hen ich doch e wenig gestutzt. Ich hen noch nie kein Fohrtschenteller gesehn, awwer ich hen schon lattse von gehört. Se Hot mich gesagt, sie könnt mich mei ganze Fjuhtscher offebare un wißt aach von die Vergangeheit Alles. For ihr Sehrwisses deht se nor en Dahler tschahrt--che un sell wär doch dörttschiep. Bei Galle, hen ich. gedenkt, sell könnt mer doch aach emol dranhbänge. Ich hen gesagt: Well." hen ich gesagt, go eyett!" Die Fohrtschenteller. mer Hot se Mäddem Muhnschein geheiße. Hot mich mei Händ getäckelt un Hot lang druffgeguckt, ich sin ganz norwes geworde. Se Hot allerhand Stoff geschwätzt, wo ich kei Wort von unnerstehn hen könne. Dann Hot se uff eemol t Gesicht gemacht, als ob se en Bullfrahk verschluckt hätt. O. mei." Hot se gesagt, jetzt sehn ich mein Weg klier. Sie hen lattse Truwel mit Ihre Femmillie, Sie hen, loß emol sebn, fünf Kids un hen e Frau, wo Jhne arig battert. Sie oewwe Jhne Ihre Frau nit xenug Spendgeld un Sie sin, wie mer v zut Dettsch sagt, e wenig arig stinschie. Jhne Ihr Fraa is arig tschellus an Jhne, un se Hot aach gute Riesen for. Sie leiche Mäsches zu mache "
Well, weiter hen ich se nit komme losse. Ich hen gesagt: Mäddem, Sie sin sc schmart, wie ich noch gar kei Fraa ge. miet hen, blos in e Paar Points hen Sie Mistehks gemacht. Erschtens hen ich kei fünf Kids, sonnern gar keine, zweitens geb ich meine Fraa nit wenigGeld. ich geb se gar keins, bikahs, drittens, ich sin gar nit verheirath, sondern sin en sinkler Bätscheller. Viertens sin ich kein Mascher, bikahs ich gewwe um die Wimmenfohks gar nicks. am allerwenigste awwer for so en alte Humbucker, wie Sie ne sm, awwer sunst hcn Se'5 ziemlich gut mit mich getroffe. Nor eens hen Se nit gewißt, un sell is, daß ich der Schehriff von dieses Kauntie sin un daß ich Jhne jeizt einronne." Do hätte Se awwer emol e Eckseitment sehn solle! Wei, die Fortschentellcr hoi angewwe. als wann se siwwe Backszehr. gepullt sollt k"iege. Ach. liewer, gute: Mister Scbebrisf," Hot se gesagt, lossSe mich doch alleins, ich sage Jhne aaä. so lange, wie Sie lewe, die Wohrheit. mitaus, daß ich Jhne ebbes dersol tschabrtsche duhn." In sellen Mohmen, do hen ich e arig gute Eidie kriegt, wa es for m Eidie war. sell kann ick Jhn noch nit sage, mehbie später. Ich hen se noch e wenig jammern losse un dann sagt ich: Ahlrecht," hen ick gesagt, ich will Jhne den Fehwer duhn. ich eckspeckte awwer, daß Sie morge in meiAjfis an mich kahle, bikahs ich will aach en Fehwer von Jhne gedahn hen." Off Kohrs Hot se mich das aach geprammist un ich sin for heim gestart. Es war schon halb nach elf Uhr. wie ich heim sin komme un die Selma Hot schon lang geschlose. Grad wie ich dir Stepps enusf sin, do is der Christ heimkomme. Er Hot gesunge, wie en krebste Männ un is in die Hahl erumgefalle. wie e Tschicken, was Vliesiersch an du Fieß Hot. Ich hen grad genug von der Stoff gehabt. Ich sin uff den Christ losgetscbumpt un hen ihn e diesentk Lickin gewwe, dann hen ich die Dohi uffgemacht un hen ihn en Schlenker gewwe. dt er bis in die Mittel von du Rohd gefloge is. Ich hen dann die Dohr gelackt un hen mich nit mehr um den Christ bekimmert. Was weiter gehäppend is un wie mei Eidie geschafft Hot, sell solle Se in mein neckste Schreiwebrief erfahren. Well, gut Bei Juhrs trulie Meik Habersack. Eskweier un Schehriff von Aeppe! Jäck, Holy Terror Kauntie. LandwirkkschastlichcSa Vienenweide. Es werden vielfach Vorschläge und Empfehlungen zum Anbau von gewissen Bienennährpflanzen gemacht, und es ist nicht zu verkennen, daß man in Ausführung derselben hie und da recht erfreuliche Erfolge zu verzeichnen hat. Nun ist es ganz selbstverständlich-, daß nur bei solchen Gewächsen auf dauernde Anpflanzung zu rechnen ist, die zugleich auch der lcker- oder Forstwirtschaft einen besonderen Nutzen gewähren; andere Pflanzen können im Großen und Ganzen wenig in Betracht kommen. Nun besitzen wir ja in den Schmetterlings - Blüthlern Leguminose? Gewächse, welche sowohl für den Ackerbau wie die Bienenzucht von allergrößter Bedeutung sind. Hier gehören: Weißklee. Schwedischer oder Vastardklee, Espasetta. Wicken. Vobncn, Alfalfa, Seradella. Diese Pflanzen liefern bekanntlich die allerreichsten Erträge. Dazu kommt, daß der von ihnen stammende Honig als ein Produkt erster Güte bezeichnet werden muß, was Geschmack. Farbe und Consistenz anbelangt. Immer mehr dringt nun die Ueberzeugung durch, daß die Farmerei nur durch die Erzielung eines möglichst hohen Ertrages vom Acre über Wasser erhalten werden kann. Das läßt sich im Allgemeinen nur mit reicher Düngung im Verein mit Hilfs Dünger Fertilizer erreichen und erfordert bedeutende Geldauslagen. Gerade durch den Anbau obiger Pflanzen kann man aber die Auslage für einen der theuersten Hilfsdünger sparen, nämlich für den Sticksioffdünger Nitrogen. Die betreffenden Pflanzen kommen nämlich noch i in theilweise erschöpften Bodenarten recht aut fort, weil sie im Stande sind.
den in der Lust enthaltenen Stickstoff als Nahrung zu gebrauchen und an sich zu ziehen. Doch ist zu beachten, daß alle diese Schmetterlings - Blüthler nur dann hohe Erträge liefern, wenn es dem Boden nicht an Phosphorsäure, Kali und Kalk fehlt. Auf den Mangel an diesen Nährstoffen im Boden sind darum vielfach die Mißerfolge zurückzuführen, die man beim versuchsweisen Anbau von dergleichen Gewächsen auch
in Jmkerkreisen nicht selten aufzuweisen hat. Das ist em wohl zu beherztgendcr Punkt. Thomasmehl Basic Slag und Kainit enthalten diese nothwendige Pflanzennahrung in reichcm Maße und ist deren vorteilhafte Wirkung durch viele Versuche erwiesen. Besonders merkwürdig und auch für den Imker sehr beachtenswerth ist die Wahrnehmung, daß diese Hilfsdünger Thomasmehl und Kainit vor zugsweise das Wachsthum- der süßen Pflanzen befördern. So ist es eine übereinstimmende Beobachtung, daß auf sauren, nassen, moorigen Flächen nach einer Zufuhr von Thomasmehl und Kainit die sauren Gräser, Binsen und Moose verschwinden, an deren Stelle aber süße Pflanzen und Kleegewachse, insbesondere Weißklee, treten. Man hat es also durch zweckmäßige Verwendung lenerStoffe m der Hand, die Futtererträge seines Landes zu er:;ohen und zu verbessern. Der Farmer, welcher zugleich Imker ist, vermag es also, mit großem Nutzen den Anbau zener Gewächse ausgedehnter zu bercsven, und verschafft zugleich femen Bienen eine bessere und weit ergiebigere Tracht. Auch der Imker, welcher fernen Ackerbau betreibt, kann m dieser Beziehung manches durch Belehrung erreichen. Das gilt besonders für jene Kreise des Jmkerthums. die sich ans dem Prediger- und Lehrerstande der Bienenzucht widmen. Kleeheu-Bereitung. ' Man mähe des Morgens nicht zu früh, es sollten der Thau oder die Regentropfen vollständig abgetrocknet fein; dann läßt man den abgemähten Klee ein wenig welk werden bei dünnem Stande geschieht das in wenigen Stunden, hingegen beansprucht dichter, üppiger Klee einen halben Tag. Was bis Mittag gemäht wurde, kann also Abends Mit dem Pferderechen zusammcnaebracht werden. Nun wird der inWindreihen aufgeharkte Klee in kleine Haufen gesetzt, etwa 3 Fuß hoch und 2 2z Fuß untere Breite, aber lo daß er m den Haufen locker liegt. Die Hausen werden natürlich schön in Reihen gesetzt und diese so weit von einander gehalten, daß der Heuwagen bequem dazwischen fahren kann. Ist der Klee in Haufen, so geht man zwischeu den Reihen noch emmal mit dem Pferderechen hindurch, um alles Heu rem aufzunehmen. Hauptsächlich achte man darauf, daß die Häufchen an der Basis so schmal als möglich gemacht werden, denn beim Eintreten von feuchter Witterung ist dies von großem Vortheile; auch wirkt auf diese Art Luft und Wärme besser ein. als auf solche 5)aufen, die unten breit ausemanderliegen. Je nach dem Wetter sind die Häufchen in 1 2 Tagen ausgetrocknet, höchstens die unmittelbar auf der Erde aufliegende Schicht ist scheinbar noch ganz frisch, dies ist aber eben nur scheinbar. Man kehre einige Stunden vor dem Einfahren die ganzen Haufen mit der Heugabel auf einmal um, so daß die untere Schicht an die Sonne kommt. Diese Arbeit soll morgens geschehen, wenn das Heu noch vom Thau feucht ist; es wird dadurch das Abbrechen der Blätter und Blüthenköpfe verhindert. In ein bis zwei Stunden nach dem Wenden ist alles abgetrocknet und das Heu kann eingefahren werden; es ist sehr weich und hat tmt schöne grüne Farbe. Außer dem ergibt sich bei dieser Art des Kleetrocknens auch beim Aufladen der Vor theil, daß jeder Haufen auf einmal auf die Gabel genommen und auf den Wagen geworfen werden kann; es gehen also nicht so vieleBlätter und Blüthenköpfe verloren. Jetzt, wenn uns die Arbeit noch nicht auf die Finger brennt, ist es Zelt, darüber nachzudenken, wie wir sie am leichtesten und vortheilhaftesten ausführen. FlüfsigesBaumwachs. Man nimmt einen irdenen Topf mit ziemlich breitem Boden, thut zwei Pfund Harz Rosin welcher vor her in kleme Stucke zerschlagen wurde, hinein, macht dann draußen ein kleines Feuer und stellt den Topf auf drei Ziegelsteinen über das Feuer; es darf das letztere nicht stärker sein, als die Flamme einer Petroleumlampe. Mancye itellen auch emsach eme solmt darunter. Wird das Feuer zu start, daß die Masse am Rande größere Blasen wirft und zu steigen droht, dann ist es Zeit, daß man den Topf einige Minuten wegsetzt und das Feuer vermindert, im andern Falle läuft das geschmolzene Harz rn's Feuer und ist dies innerhalb eines Gebäudes auf einem Ofen eine große Feuersgefahr. Ist endlich die Masse ziemlich hell und hell mutz sie werden , dann wird der Tods vom Feuer entfernt. Man wartet, bis das Harz ganz ruhig geworden ist, alsdann werden' von gutem Alkohol nicht ganz zwei Trinkgläser, anfänglich jedoch nur einige Tropfen dem Harze zugegossen; steigt die Masse nicht, dann wird unter beständiaem Umrübren Verhüte Ein Frühes Grab Wie oft hören wir daß ein frübcö Grab durch eine vcrnachläßigte Erkaltung herbei geführt wurde. Bedenke dicö und gebrauche Dr. Bull'S 5ustcn Syrup, welcher sofort alle Halö und Lungcn-Vcidcn kurirr. Herr W. H. Mahoney, Lowcll, Mass., schreibt: "Ich war scbr krank lnit einem schlimmm husten.' Dcctorcn konnten mir nicht helfen und jedermann sagte daß ich die Schwindsucht hatte. Em Verwandte? empfahl mir Tr. Vull'6 Husten Syrup und nacbdcm ich zwei Flaschen davon gebraucht hatte war fiirtVr (9A nvir wunderbar! Ich werde Dr.Bull' 6 Husten Syrup immer Krfttndfn emvsMcn denn ich weiß -daß er ein unftblbareS Mittel r. Bull'6 husten Svrvp rsird !, überall für 25 Cents verkauft. . " " r i - .tt r rc rf4
Warnung. Das Publikum wird vor gewissenlosen Handlern gewarnt, die gewöhnliches Glaubersalz, oder eine Mischung von ge wohnlichem Seidlil Pulver als Karlsba der Salz", Sprudel'Salz Deutsches (Grman) Salz", Künstliches Karlsbader Salz", und unter viele anderen Bezrichilungeu zu verkaufen suchen, unter, der Anpreisung, daß diese eben so gut" seien wie die echten Produkte von Karlsbad, welche direkt aus den wcltbe rühmten Quellen genommen werden. Dies bcnlht nur auf ewer Täuschung des Publikums des größeren Verdienstes wegen, den der betreffende Händler an diesen Fäl schungen macht. Jede Flasche des echt importirten Wassers und Sprudelsalzes muß obiges Stadtsiegel, sowie die Unterschrift der Agenten "Eigner & Mendelson Co., New Fork," auf jeder Eti kette haben. Zu hadert in allen Apotheken. Man hüte-sich vor Fälschungen. Der Stadtrath : Karlsbad. ganz allmälig das Glas geleert. Gleich nachher, wenn noch alles warm ist. mischt man etwa 2 4 Löffel voll Holzruß unter beständigem Umrühren demHarze bei; man nehme aber nur die staubfeinenTheile desselben, damit das Harz nicht körnig kiesig wird. Während die eine Hand den Ruß langsam beimischt, wird mit der andern so schnell als möglich gerührt, damit die Masse nicht klumpig wird. Ruß macht das Harz viel geschmeidiger, und wenn nicht zu wenig Alkohol beigemengt ist, läßt sich das Baumwachs selbst bei ziemlich kalter Witterung sehr gut aufstreichen. Dem Bedarf für die warmere Jahreszeit kann man etwas weniger Alkohol beimischen. Mengt man Holzasche darunter, dann bekommt das Vaumwachs mehr die Rindenfarbe. wird aber leicht zu körnig. Von emer Beimischung von Bienenwachs. Terpentin, Talg u. s. w. ist abzurathen. Das Trinken bei der Feldarbeit. Viele Farmer bekämpfen in der heißen Jahreszeit ihren Durst bei der Feldarbeit, um dem heftigen Schwitzen zu entgehen. Dies ist jedoch durchaus nicht rathsam und kann unter Umständen zu schlimmen, ja selbst lebensge fährlichen Zuständen führen. Der Durst ist als eine Mahnung anzusehen, daß wir dem Körper die durch das Schwitzen entzogenen Flüssigkeiten wieder ersetzen sollen; und bei Nichtbeachtung dieser Mahnung tretenBlutverdickung und Austrocknung der Gewebe, schließlich der sogenannte Sonnenstlch ein. Abgesehen von diesen schlimmen Folgen ist es auch sicher.daß durch den wegen Flüssigkeitsmangel geschwächten Stoffwechsel die KörperNahrung beeinträchtigt wird. Es ist deshalb nicht räthlich, den Durst zu unterdrücken. Aber man trinke stets langsam und mäßig; am besten setzt 'man dem Wasser Citronensäure oder einige Tropfen der bedeutend billigeren Salzsäure zu, wodurch auch die Ma'gensäure, welche durch das reichlich getrunkene Wasser verdünnt wird, m ihrer richtigen Beschaffenheit erhalten wird. Als bestes und billigstes Getränk für Feldarbeiter bei großer Hitze hat sich saure Milch oder schwarzer, in kaltem Wasser gekühlter Kaffee erwiesen. Ein Schluck von diesem stillt sofort den Durst und läßt ihn längere Zeit nicht wieder auskommen. Das Keimen der Samen. Mais. Erbsen, Linsen, besonders Möhrensamen, gar wenn sie schon etwas älter sind und die Witterung noch nicht sommerlich warm ist, keimen oft sehr langsam. Das späte Keimen und Aufgehen der Gemüse- und Getreidepflanzen ist aber nicht bloß unangenehm, sondern hat auch oft bedeutende Nachtheile im Gefolge. Denn erstens verdunstet während des langsamen Keimungsprozesses eine Menge Bodenfeuchtigkeit. die meistens nicht sobald wieder ersetzt wird, und zweitens füllt das wuchernde Unkraut den Acker, bevor noch die Kulturpflanzen über der Oberfläche erscheinen. Das Keimen läßt sich nun nicht nur beschleunigen, sondern auch die Keimfähigkeit älterer Samen kräftigen. Eine Mischung von 30 40 Theilen Wasser mit 1 Theil Salzsäure bewirkt das Keimen schon nach 24 Stunden; oder 6 Theile Ammoniak in 100 Theilen Wasser läßt die Sämereien auch früher in's Keimen kommen. Die Samen werden in diesen Mischungen 12 24 Stunden, je nachGröße und Keimkraft, eingeweicht. Die Behauptung, daß der Kampher ebenfalls die Keimuna beschleunigt, ist nicht richtig, da anaestellte Proben gerade das Gegentheil erwiesen. In einem Hause des Boulevard Haußmann in Paris wurde Vormittags plötzlich ein Fenster eingeschlagen.. Eine junge, kaum bekleidete Frau lehnte sich heraus und rief um Hilfe. Schutzleute stürzten in das Haus und drangen in die Wohnung, aus der die Hilferufe kamen. Sie fanden die junge Frau, die ihnen zurief: Führt mich fort, sonst wird er mich tödten!" Die Schutzleute hüllten die junge Frau in Decken und führten sie in einem Wagen zu einem Polizeicommissär, der sofort Erhebungen anstellte. In der Wohnung des BoulevardHaußmann lebte seit einem Jahre der junge Graf Noailles, Sohn des französischen BotsHafters in Berlin, Marquis Noailles. mit einer jungen Frau, die er aus Deutschland mitgebracht hat und die aus einer ausgezeichneten Familie stammen soll. Graf Noailles, der die junge Frau zuerst fehr sanst behandelt, wurde plötzlich brutal, schlug sie aus den nichtigsten Anlässen, verbot ihr schließlich, die Wohnung zu verlassen, ja auch nur die Schwelle des Schlafzimmerö zu überschreiten. So blieb sie fast ein Jahr gefangen, bis sie sich endlich entschloß, auf die Straße hinaus um Hilfe zu rufen. .Graf Noailles soll nicht im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeuen sern. . i .
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