Indiana Tribüne, Volume 21, Number 185, Indianapolis, Marion County, 24 March 1898 — Page 1

l W TVO K A rlO (VO l iVo V W V w o y v s Office : No. IS Sud Alabama Otraße. Telephon 1171. - i . Indianapolis. Indiana, Donnerstag, ' den 24. März (898 Jahrgang 31 Sld 185

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Editorielles. Die Spannung und die Unsicherheit betreffs der Politik unserer Negierung in der kubanischen Angelegenheit wird wohl bald zu Ende sein. Der Bericht der UntersuchungS-Commission wird heute in Washington eintreffen. Lieutenant Commander Marix überbringt denselben. (Mariz ist in Sachsen geboren, war aber noch ein kleines Kind, als er mit seinen Eltern nach Amerika kam. Er trat 1864 in die Marineakademie ein ) Wie lange eö

dauern wird, bis der Präsident den Bericht an den Congreß übermittelt, läßt sich nicht sagen, einige Tage jedenfalls. Ja einer begleitenden Botschaft wird der Präsident dann jedenfalls die künftige Politik der Regierung klarlegen. BiS dahin lasse man alleS müssige und sensationelle Ceschwätz unbeachtet. - Selbst im puritanischen Neueng land, der Heimath der berüchtigten Blue LawS," macht sich in Betreff der Heiligung deö Sabbaths" eine immer freiere Auffassung geltend. So find in Massachusetts neuerdings sogar namhafte Geistliche der Agitation der Sabbathheiligen entgegen getreten, die gegenwärtig die Legislatur wieder mit ihren Anliegen bestürmen. Der Dekan der theologischen Schule der Harvard Universität sagt, eS sei die höchste Zeit, mit den veralteten Gesetzen zu brechen. Der Dekan der epZSkopalischen theologischen Schule von Cambridge erklärt, er sei gegen Gesetze, die den Sonntag verhaßt machen. Der Sonntag sollte ein Tag der Freude und nicht deö Schreckens sein. Noch vor zwanzig Jahren würde ein Geistlicher in MassachusettS mit derartigen Ansichten sich unmöglich gemacht haben. (Milw. Herold.) 19 Die loyalen Blätter diesseits und jenseits deS OzeanS können sich gar nicht darüber beruhigen, daß der Sozialist Bebel im deutschen Reichstage eine Debatte über die Märztage von 1843 vom Zaune brach". Den Aerge? der Junker begreifen und derzeihen wir. WaS in Deutschland noch von junkerlichem Feudalismus übrig war. daS erhielt in 1843 den TodeSstoß. Daß man aber eine Diskussion der Achtundvierziger Ereignisse vorn Zaune brechen" muß, um die bürgerlichen Klassen, ja sogar um all die der schiedenen Schattirungen der Fort schrittler und Freisinnigen an jene große Zeit, an ihre" Zeit zu erinnern, daS ist zwar historisch ebenfalls begreiflich, aber unschön genug, um unverzeihlich zu sein. Die Revolution von 1848 war keine proletarische, sondern eine bürgerliche Revolution, daS Wort Bürger nicht in dem Sinne des citoyen, sondern deS bourgeoU gebraucht. Ihr Ziel und Zweck war die Beseitigung aller feuda listischen und selbstherrlich - monarchi schen Einrichtungen und Einführung einer konstitutionellen Monarchie. Der Kapitalismus war noch nicht daS, vaS er heute ist und die Einführung man chefterlicher Freiheit auf dem Gebiete wirthschaftlicher Reformen war daS Ziel der revolutionären Bewegung. Die bürgerliche Klasse hat durch die Achtundvierziger Bewegung erreicht, vaS für ihre Entwicklung nothwendig

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UllV Ul Hll WtIVIV f v.. 7 " aber konnte sie die Weltgeschichte und die Entwicklung der Dinge nicht zum Stillstand bringen. Mit der Entwicklung des Kapitalismus entwickelte sich gleichzeitig das Proletariat. . w jr. fr . . I ie ourgerucye nioe war zur herrschenden geworden, gleichzeitig wuchs daS Streben der proletarischen Klasse emvor. Wenn eine Klasse durch Revolution zur Herrschaft gelangt ist, so redet sie sich ein, daß ihre Errungenschaften daS höchste Ziel menschlichen Streben? überhaupt seien; sie sucht sie zu verewigen und daS Mittel, durch daS sie selbst zur Herrschast gelangte, betrachtet sie in den Händen Anderer mit Abscheu. Die bürgerliche Klasse fühlt wohl, daß die gegenwärtige, einstweilen noch friedliche Revolution nicht ihre Revolution, sondern gegen sie gerichtet ist. ' Deshalb deöavouirt sie ihre Revolution und perhorreSzirt die Revolution überhaupt. WaS aber die Proletarier betrifft, so seiern sie in den Märztagen nicht die Achtundvierziger Revolution, wenn diese auch die äußerliche Veranlassung zur Feier bildet, sondern die Revolution schlechtweg. Unsere amerikanischen loyalen Bürger seiern Washingtons Geburtstag, den vierten Juli und andere Ereignisse in Verbindung mit der amerikanischen Revolution gegen England. Den Ausgangspunkt der amerikanischen Republik bildet die Revolution. Aber jeden revolutionären Gedanken der Gegenwart betrachten sie mit Abscheu und Entrüstung. DaS war immer und überall so und ist überall so. Da begreift sichS wohl, daß Bürger und Junker ärgerlich über die vom Zaune gebrochenen" Bemerkungen BebelS find. So was muß man vom Zaune brechen, sonst schweigenö die Andern todt. Hochwasscr. Eine Meile südlich von ColumbuS, Ind., stürzte ein Arbeiterzug, auf dem sich 41 Personen befanden, gestern Abend um 6 Uhr durch eine Brücke. Die Leute sollten Reparaturen der 3. M. u. Z. Bahn vornehmen. Die Brücke war durch daS Hochwasse? unterwühlt. Die Zzhl der Umgekommenen ist noch nicht mit Bestimmtheit festgestellt, aber eS werden achtzehn bis zwanzig fein. Eisenbahnzüge bleiben von allen Seiten auS, Geleise find theilweise weggespült, Brücken unterwühlt und der Verkehr mußte vielerorts gänzlich eingestellt werden. ColumbuS, O , ist theilweise überschwemmt. In ganzen Stadttheilen stehen die unteren Räume der Häuser in Wasser und die Bewohner mußten Zuflucht in den oberen Stockwerken nehmen. Dabei ist ein Theil der Stadt ohne Trinkwasser, weil die Wasserwerke überschwemmt und beschädigt find. . Jn Zaneöville, O., ist die Ueberschwemmung sehr schlimm. Zu Tausenden wurden die Leute aus ihren Wohnstätten getrieben und man befürchtet den Verlust vieler Menschenleben. Etwa fünfzig Menschen werden vermißt. In der Umgegend von Pittöburg, Pa., sieht eö traurig auS. Die Verwüstung ist eine furchtbare und die Nachrichten auS den kleineren Städten und Ortschaften melden entsetzlichen Schaden. Am schlimmsten scheint eS im mittleren Ohio auszusehen, wo die kleinen Städte und Ortschaften und auch daS flache Land unker dem Hochwasser schwer leiden. In St. LouiS und Umgegend bis hinunter nach ArkansaS herrscht ein heftiger Blizzard und die Temperatur siel seit gestern um 48 Grad. Die Flüsse in Missouri steigen rascb. Eine außergewöhnliche Erscheinung' ist die große Kälte im Süden. Die Stadt Dayton befindet sich in größerer Gefahr als zu irgend einer Zeit seit 1866, als der mittlere Theil der Stadt überschwemmt war. Der Miami Fluß zeigt am Regierung?Pegel 12j10 Fuß Wtsser und steigt. 3m vorigen Jahre, als ein Schaden von ungefähr 550,000 entstand, war der höchste Wasserftand deS Flusses 16 4J10 Fuß. 5!ord-Dahton steht dollständig unter Wasser und find an 200 Häuser fast vollständig bedeckt. ES wurden seine

Verluste an Menschenleben berichtet,

viele Leute entkamen aber nur mit knapper Noth. Die Stauwasser thun unterhalb der Stadt großen Schaden. Drei der sechs elektrischen Straßen-bahn-Linien find blockirt und der Eisenbahnverkehr ist nördlich von der Stadt sehr unregelmäßig. Bei Abgang dieser Depesche find die Dämme, welche Miami City und Riverdale schützen, in großer Gefahr und werden alle Anstrengungen gemacht, um dieselben zu stärken. In den mittleren Theilen der Stadt steht daß Wasser in den Kellern, und find ohne Zweifel viele werthdolle Waarendorräthe beschädigt. Der Schaden wird sehr groß sein. ZlraMlllhrilhleli. Inland. Wetterbericht. ' Wärmeres, schönes Wetter heute Nacht und am Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 46 Grad, niedrigste 22 Grad. t Skandal in Philadelphia. Philadelphia, 22. Mär'. 3n heutigen Gerichtsverhandlungen wurde ein böser Skandal aufgedeckt. Ein StadtrathSmitglied gestand, bestochen worden zu sein und mehrere andere find desselben Verbrechens angeklagt, während wiederum andere beschuldigt sind, Bestechungsversuche gemacht zu haben. Die Sache sieht in Verbindung mit der im Stadtrathe schwebenden Ordinanz zur Vermietung der Wasserwerke. . Die Bestechung ging von einem Vertreter der Schvylkill Valley Water Co., Nelson Green von New Lork, auS, und eS handelte :sich zunächst darum daS Wasser-Comite deS StadtrathS zu einem günstigen Berichte zu veranlassen. Cs sollen für diesen Zweck $15,000 bis $25,000 ver ausgabt worden sein. StadtrathSMitglied Walker gestand, $500 bekom men zu haben. Die Angeschuldigten wurden unter Bürgschaft gestellt. DaS Leben Crämer'S gerettet. Seattle, Wafh., 22. März. Nach Jahre langem Kampfe ist das Leben deö deutschen BrauarbeiterS Crämer, der zum Tode verurtheilt war, gerettet. Der Souvernör ermäßigte heute daö Urtheil. Eö wird unö jetzt gelingen. die Unschuld deö Manneö beweisen zu können. O. F. Wegener. ,, , , S t a p e l l a u f. NewportNewS, Va., 24. März. 3m Gegenwart Tausender wurden heute die beiden Schlachtschisse erster Klasse Kentucky und Kearsage vom Stapel gelassen. DaS erstere wurde mit einer Flasche Champagner getauft, Miß Bradley aber, die Tochter deS Gouvernörö von Kentucky, weigerte sich eine Flasche Champagner zu nehmen und nahm eine Flasche Wasser. m , m Ausland. GroßeSpitzbüberei. Berlin, 22. März. Der Schwindel in der Reichsdruckerei, welcher durch das Auffinden von Tausendmarkscheinen unter einem Grabstein auf hiesigem griedhofe aufgedeckt worden ist, hat riefige Dimensionen. Wie weit er verzweigt, ist noch nicht bekannt. Die Druckerpresse ist confiSzirt. Unter den Verhafteten b,sindet sich auch die Wirthin, bei welcher der als der Hauptschuldige geltende penfionirte Oberfaetor Grünenthal gewohnt hatte. Gegen die grau ist außerdem auch die Anklage der Kuppelei erhoben worden, weil sie den unerlaubten Verkehr GrünenthalS mit ihrer Enkelin gestattet haben soll 3m Befitz dieser Enkelin find Schein, der ReichSanleihe im Betrage von 100,. 000 Mark vorgefunden worden. Grü, nenthal lebt von seiner Ehefrau ge. trennt. Er hatte ihr 150.000 Mark angeboten, falls sie in die Scheidung willige, die Frau hatte aber abge lehnt. 3m Vorwärts erklärt Liebknecht Die durchaus anständig vollstreckte Haft hat mir dazu gedient, mich auS znruhea und zu lernen. Mir ist die Oammlung besser gelungen als mei nem ehemaligen Onrdetbruder ttl quel."

3n der Walhalla, der deutschen Ruh-

meShalle bei Donaustauf, unweit RegenSburg fand gestern die Enthüllung der Büste deö Kaisers Wilhelms des Ersten statt. Der Privz -Regent von Bayern und die ganze officielle Welt nahm an der Feier Theil. Der Kaiser war durch den Prinzen Friedrich Heinrich vertreten. X Daö nennt sich Republik. Paris. 22. März. Morellet hat im franzöfischen.Senat eine sogenannte Spionage. Vorlage eingebracht, welche gedruckt und alö dringlich" an die Senatömitglieder vetheilt wurde. Diese Vorlage ist durch den ZolaProzeß veranlaßt. Sie setzt zunächst schwere Strafen für alle Arten von Spionage fest, von der Todesstrafe abwärts bis zu einer beschränkten Hast- nebst Geldstrafe. Ferner bestimmt sie, daß dieProzesse von verdächtigen Mitgliedern deS HeereS und der Flotte stets geheim geführt werden, und daß, je nach dem Belieben deS Gerichts, Civiliften derselben ProzesfirungS-Me-thode unterworfen werden sollen. Endlich macht eS die Vorlage zu einem Criminalverbrechen für alle Zeitungen, von einem Elchen Prozeß überhaupt zu sprechen. sWachenhusen. s Marburg, 22. März. Der Schriftsteller HanS Wachenhusen ist todt. Er ist 71 Jahre alt geworden. Der Massenmord in Latti. m e r. Wien, 22. März. Dr. Meyreder interpellirte heute im Unterhause deS österreichischen Landtage? den Premier, Gras von Thun Hohenstein, welche Schritte die österreichisch - ungarische Regierung thun werde, um eine euergische Stellung gegenüber der Freisprechung deö Sheriffs Martin und der Deputy - Sheriffs, welche angeklagt waren, eine Anzahl streikender Minenarbeite?, darunter österreichisch-unga-rische Unterthanen, am 1. September v. 3. bei Lattimer niedergeschossen und getödtet zu haben. - OchiffS.Nachrlchten. Angekommen in : New I o r k : Fulda" von Neapel. Queenötown: Pennland" von Liverpool. Moville: Ethiopla" von New Fork für Glasgow. London: Kenfington" von Phi ladelphia. So u t hamv t on : St. LouiS" von New Sork. Bremen: H. P. Meier" von New Sork. O l a S g o w : Ethiopia" von New Sork. Baltimore: München" von Bremen. allerlei. Nrin,QLman5?azil. ein Vetter des Khedive, ist während er auf ftntm Kameel nack den Pyramiden ritt, plötzlich an einem Schlaganfall gestorben. Pnnz )sman wäre, wenn das ottomanische Erbfolgerecht nicht durch Jsmael Pascha zu Hunnen i. neS Sohnes geändert worden wäre. Khedive geworden. Er war in Frankreich erzogen, in verschiedenen europäischen Hauptstädten wohlbekannt und in Cairo sehr beliebt. Die Christliche Kirchein Carlisle, Ky., war jüngst der Schauplatz einer ungewöhnlichen Taushandlung. Von fünf schwerbewasfneten Wächtern geleitet, marschirten ebensoviele gefesselte ZuchthausCandidaten. John Campbell, Sam atrick, Charles Howard. Eddie Crump und George English, in die Kirche, wo sie vom Aeltesten M. F. Tinder getauft wurden. Nach der Taufe wurden sie in das Ortsgefängnih zurückgebracht, um von dort in das Staats - Zuchthaus nach Frankfort transportlrt zu werden. Amtlich ist , in Los Angeles. Cal constatirt worden, dak dort große Mengen Pferdefleisch consumirt werden, besonders im italienischen Viertel. Der Fleischinspektor Hughes fand in dem Laden des Schlächters B. Gattener den Cadaver eines Füllen, von dem Kopf und Beine fehlten. Der Mann hatte versucht, das Fleisch zu verstecken. Er war seit einiaer Äeit verdächtigt worden, mit Pferdesletsch zu handeln. Em rtalienischer Schiach ter mit Namen Sicci hatte ebenfalls Pferdefleisch in seinem Laden. Das öffentliche Feilhalten von Pferdefleisch ist übrigens w Los. AnaeleS verboten.

wegen das Per so n a l des französischen' Consulats in Genf wurde ein Attentat begangen. Ein Franzose, Namens Salleun. hatte öf. ter an die französischen Behörden Bittschriften gerichtet, die unbeantwortet blieben. Salleun, geborener Bretone, reiste nin von Montpellier nach Genf, wo er sich noch nie aufgehalten hat. Er richtete eine Bittschrift an das Consulat und da auch hier die Antwort ausblieb, begab sich Salleun auf das Consulat und feuerte aus einem Revolver zwei Schüsse auf den Consul Dutroit und den Angestellten Raynaud ab. Glücklicherweise konnten die Beiden sich rechtzeitig ducken, so daß der Attentäter sein Ziel verfehlte. Salleun hatten den französischen Consul noch nie gesehen. Mit Stolz nennt er sich -inen Anarchisten, der mit den Märty?ern der Propaganda der That intime Beziehungen unterhalte.

Hiesiges. Herr Fred Bachmann ersuchte den Board of Public Works um sosortigen Bau eines Abzugskanals in der Lincoln Str. DaS Wasser läuft in seinen Holzhof und richtet bedenklichn Schaden an. 3m HendrickS Block am Circle fand man heute früh eine FrauenSPerson, welche Morphium genommen hatte. Dr. Edwards hatte nach kurzer Zeit die Frau außer Gefahr. 3n der Office deS HendrickS Blocks weigerte man sich, den Namen der Frau mitzutheilen. Man sagte nur, sie sei eine nicht dort wohnende unbekannte Straßendirne. Heute Vormittag wurde auf städtischen Befehl die über den Fall Creek führende Northwestern Avenue Brücke abgesperrt. Sie steht in Sefahr einzustürzen. Die Passagiere der Straßenbahn müssen an einem Ende der Brücke auöfteigen und am anderen Ende werden sie von Extrawagen toti terbefördert. Daö Wasser hat die Brückenpfeiler unterspült. Der Prozeß der Center Loge, gegen die Großloge deö 3. O. O. F. Ordenö, wurde gestern geschlichtet, indem die Großloge der Center Loge für ihre 112 Aktien $11,200 bezahlte, o. h. vier Mal deren Nennwerth. $500 davon wurden haat bezahlt, $150 gingen für schuldige Miethe ab und der Rest wird in fünf Jahren bezahlt und mit 6 Prozent verzinst. Die Polizei wurde heute Morgen etwa um 2 Uhr nach der Ecke der Walnut und Campbell Str. gerufen, wo eine Ueberschwemmung drohte. Der Deckel eineö EinsteiglocheS deS großen White River AbzugSkaaalS war von dem Wasserdruck abgehoben worden und daö Wasser überffuthete schnell die Gegend umher. Eine kranke Frau war so ängstlich geworden, baß sie die Polizei rusea ließ. Obwohl der White River an vielen Stellen über seine User trat, ist Indianapolis doch von größerem Schaden verschont geblieben. Wenn ihr ein guteS Mittel h:ben wollt Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Conftitution zu kräftigen, gebraucht Hood'S Sarsaparma. Gebraucht uun Hood'S. Ho od'ö Pillen heilen Brechreiz. Kopfschmerzen auö dem Magen und UnVerdaulichkeit. Ein zehnjähriger Negerjunge, der auf der Polizeistation seinen Namen alö Arthur Joshua angab, kam gestern Abend um 8 Uhr nach dem Hause der Frau Anna Siebold, 214 N. Noble Str., und war nicht mehr fortzubringen, so daß Frau Siebold sich genöthigt sah, die Polizei zu Hilfe zu rufen. Der Junge scheint ein durchtriebener Schlingel zu sein, denn er erzählte der Polizei so diele Geschichten über sich selbst, daß dieselbe zu dem Schluß kam, daß er ein Erzlügner ist. Er hatte vorher schon öfters seine Mahlzeiten bei Frau Siebold erkettelt und glaubte darauf hin wohl auch zu Quartier berechtigt zu sein. Aergert Dich Dein Auge reihe cl tcht an, nd werfe ichtdo Dir ssnder wende Dich an 'CMC, vTe r rwCiA A nmw Vrfb - oPTiciAMaf) nnniLi. INOIANAPOLM-IND. s. man Dir für Deine nge da nöthige Ola anfertigt. Snftttche e werde schmer! etngesetzt. G c HÄ et: erde ach ll CTetiole d Cx;ta tx

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