Indiana Tribüne, Volume 21, Number 182, Indianapolis, Marion County, 21 March 1898 — Page 1
o A 00 s AS rlO rs W W W w y yv V l Office : No. 18 Sud Mabama Straße. Telephon 1171 Indianapolis Jndiana, Montag, den 21 iri'dv$ 1898 Jahrgang 21 Noj 183
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ArOMIchlell. Inland. Wetterbericht. TrübeS Wetter heute Nacht, rnorgen kälter. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 63 Grad, niedrigük 42 Grad.
Stiller Sonntag. Zan ö v ille, O.,2. März. Heute war der stillste Sonntag in der Eeschichte der Stadt Zaneöville. Am vorigen Sonntagabend ließ ein Verein von Predigern die Wirthschaften überfallen und die Verhafteten wurden schwer bestraft. Gestern, am Samstag, benachrichtigte der Mayor die Prediger, daß er ihnen die Polizeimacht für den Zweck der Schließung der Wirthschaften für heute zur Verfügung stelle. Die. Wirthe hielten ihre Platze geschlössen und benachrichtigten die Apotheken, Cigarrenläten, Zeitungkstände, Milchhandlungen, Fruchtläden etc , daß sie aus ihre Verhaftung dringen würden, wenn sie heute ihre Geschäfte offen hielten. DaS Resultat war, daß alle Geschäfte ruhten. G Die Rüstungen. Bethlehelm, Pa., 20, März. Die Geschützwerkstätten der Bethlehem Eisenwerke standen heute zum ersten Male an einem Sonntage in vollemBeriebe. ES wurde für die Regierung in Kanonen, Lafetten und Panzerplatten gearbeitet. DaS Etablissement arbeitet Tag und Nacht mit über 2.000 Mann. Pensacola, gla., 20. März. Pulver, Kugeln und Bomben treffen ortwährend für die FortS und Batteien zum Schutze deö HafenS ein. Drei der acht großen Mörser für die neue Batterie auf der Santa Rosa Insel find ebenfalls eingetroffen und werden o schnell wie möglich aufgestellt werden. Auch in Fort Pickenö herrscht große Thätigkeit. Neben den sechs achtzölligen Kanonen wird eine fünfzehnzöllige Kanone in Position gebracht. Capt. I. W. MacMurray. welcher die beiden Batterien dcS 4. Artillerie-Regimenlö n Fort BarrancaS eommandirt,ist zum Major deS 6. Artillerie. Regiments befördert. C o l u m b u , O., 20. März. Für die neuen Artillerie-Regimenter find bis jetzt achtzig Rekruten von hier abgesandt worden. ES werden nur die brauchbarsten Leute ausgewählt und volle vier Fünftel der sich Anmeldenden werden zurückgewiesen. -- Unterstützungen für noth leidende C, u b a n e r. Kansaö Eity, Mo, 20. März. Ein Unterstützungösond von $9,033 und 21 Frachtwagenladungen von Lebenömitteln und Kleidern, unter letzteren viele Ealicokleider für Frauen und Kinder, die in Missouri, KansaS und Oklahoma für die nothleidenden Eubaner in MatanzaS gesammelt wurden, gingen heute von KansaS City ab. Die Sachen werden von der 3llinoiö Centralbahn kostenfrei nach New Orleans und von dort von der Regierung nach MatanzaS befördert. Die Verkeilung in MatanzaS wird unter Leitung des ConfulS Brice von hiesigen Unterstützungöagenten besorgt werden. ZnSachen deö Main e". K e y W e st, 20. März. DaS UntersuchuvgSgericht für die MaUe-Ka-tastrophe wird nach Aussage deS Con-tre-AdmiralS Sicaro seine Arbeit wäh rend der nächsten Woche fortsetzen, weil eS noch nicht im Stande ist, einen Be rlcht über das Zvcame-ungluck zu machen. Hochwasser in Indianc. Vincenneö, Ind., 20. März. Die Flüsse Wabash und White find über ihre Ufer getreten und die Niederunaen sieben vollständig unter Wasser. Tausende von Acker Land, die mit Weizen bestellt sind, find über schwemmt und der dadurch angerichtete Schaden wird sehr bedeutend sein Die Aussichten auf eine gute Weizen ernte in den Niederungen waren vorzüglich, aber durch die Ueberfchvem mung hat sich die Sachlage vollständig geändert.
Ausland.
Die Märzfeier. Der Skandal im Reichstag. Die dal im R.ichötag. Die amerikanische Schildlaus. Der Kampf in Oestreich. Berlin, 20. März. Auch gestern dauerten die Wallfahrten nach dem FriedrichShain, wo sich die Gräber der Märzgefallenen befinden, fort und zumeist waren eö Frauen, die daS Andenken der Freiheitskämpfer dadurch ehrten, daß sie Kränze auf ihre Gräber legten. ES wurden übrigen? trotz des großen Andrangs nach dem FriedrichsHain nur zwei Personen verhaftet. Von den gestrigen Kundgebungen ist zu erwähnen, daß ein in England ansässiger, mit dem eisernen Kreuz geschmückte? Veteran an den Gräbern ein Hoch auf die Helden deö SahreS 1848 ausbrachte. Die Junkerpresse tobt dagegen noch immer über die VerHerrlichung deS Schandtag, ö", wie sie den Tag der Berliner Revolution nennt. Die skandalösen Vorgänge im Reichstag werden von der ganzen Presse besprochen. So sagt die Volközeitung". der Präsident deS Reichstage hätte Bebel während seiner Rede besser gegen den Larm seiner politischen Gegner schützen sollen. Die Paladine der Reaktion wären bei BebelS Dolchstößen förmlich zusammengeknickt. Die National-Zeitung" sagt: Daran, daß die bereit? langweilig gewordene Bewegung von Neuem angesacht worden sei. tragen der Kriegsminister von Goßlar und der Abgeordnete von Puttkamer die Schuld." Dle Vossische Zeitung" stellt die Behauptung deS Herrn von Bennigsen, daß der Einheitögedanke von dem Frankfurter Parlament ausgegangen ei, als eine irrige dar und sagt, ohne die, Berliner Märztage hätte eS gar kein Parlament in der Pauls-K'rche gegeben. Die Post", daS Organ dkS Baron Stumm, bemerkt, das unverhüllte Hervortreten ihreö. revolutionären CharakterS mahne zu einem festen Zafammenfchaaren 'gegen den gemeinsamen Todfeind, die Sozialdemokratie. Der Portier Reichert hat daö CabiNtt der Kaiserin verklagt. Er hatte aus dem Paradeseld einen von der Kaiserin .verlorenen Orden gefunden und dafür einen Finderloha von 160 Mark erhalten. DieS scheint ihm aber nicht .'genug und er hat deshalb den Klageweg betreten. Die Hamburger Nachrichten" sprechen sich gegen die einschränkenden Zuätze zur Flottenvorlage auS, welche bestimmen, daß zur Deckung der Kosten keine neuen, indirekten Steuern erhoben und keine Erhöhung der bereits vorhandenen stattfinden solle. In Charlottenburg ist eine amerikanische SchildlauS gesunden worden. Die Polizei hat in Folge einer auS dem Landwirthschaftsministerium ergangenen Anregung alle Besitzer von Baumpflanzungen aufgefordert, der nächsten Landwirthschaftökammer mitzutheilen, ob und welche BaumPflänzlinge in ihrer Baumkultur auö Amerika stammen und ob dieselben vor oder nach dem Jahre 1893 bezogen worden sind. AuS Wien wird berichtet, die Obmänner der deutschen parlamentarischen ClubS und Fraktionen häiten sich darüber geeinigt, daß ein deutscher Aögeordnete?, dem die Wahl zum Präsidenten des Abgeordnetenhauses des ReichsrathS osserirt wird, die Wahl annehmen soll. Vorläusig'werden die Deutschen im ReichSrath dem neuen Cabinet Thun keine Obstruktion machen, sondern sich auf principielle Opposition beschränken. Der Deutsch. Nationale Hermann Wolf ist aber damit nicht einverstanden. Er droht," den politischen Kampf, dessen Schauplatz bisher der Sitzungssaal deö Abgeordnetenhauses war, auf die Straße zu verpflanzen, wenn die Re gierung fortfahren sollte, den berechtig ten Forderungen der Deutschen ein taubeö Ohr entgegenzusetzen. . Theodor Lerner wird mit einer vom Staate und auS Privatquellen unter stützten Expedition im nächsten Mai aus dem Dampser Helgoland" sich aus dle Suche nach dem Prsfessor Andree, dem vermißten Aeronauten, begeben und wissenschaftliche Untersuchungen anstellen. London, 21. März. Der Berliner Correspondent der TimeS" be stätigt die Erklärung, daß Deutschland keinerlei Neigung hat, betreff? Cuba
zu interveniren. Er zitirt die Beri
liner Post", welche sagt, daß sowohl, icyelrulye gehöre emer vergangenen! Deutschlands Handelöinteressen alö'Z"t an, wo noch Wunder geschahen
vu " auch feine Achlang m Un d.u.schm Bewohnern in den Ver. Staaten eine solche Einmischung verbieten. ' Spanien sucht Bundesgenossen, findet aber keine. Berlin, 20. März. Trotz aller DementieS behauptet sich doch daS Ge rücht hartnäckig, daß Spanien sich widerholt und dringend an 'Kaiser Franz Joseph von Oesterreich gewendet habe, um denselben zu bewegen, seinen Einfluß bei den andern europäischen Monarchen, besonders bei Kaiser Wilhelm, zu verwenden, damit diefelben sich bemühen, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Ver. Staat,n und Spanien wiederherzustellen. Die Königin hat besonder die Nothwendigkeit betont, den Frieden EuropaS zu erhalten und ein harmonische? Zusammenwirken der europäischen Mächte gegen daS aggressiv auftretende republikanische Amerika zu erzielen, und auf die V rwandtschaft der spanischeu Dynastie mit der Habsburger Familie hingewiesen. Dem Vernehmen nach hat Kaiser Franz Joseph der Königin zwar vorsichtig geantwortet, aber doch auch einen Brief an Kaiser Wilhelm gerichtet, um von diesem die Zuficherung seiner Bemühungen in die Erhaltung de? FriedenS zu erlangen. Und noch später hat Spanien sich an die deutsche und die österreichische Regierung gewendet, um von denselben die Zuficherung zu erhalen. daß sie im Falle eine? Krieges Spanien in der einen oder anderen Weise unterstützen würden. Der hiesige spanische 'Botschafter, Senor Mendoz de Vig,'.hatte vergangenen Mittwoch eine Conferenz mit dem Minister der auswärtigen Angelegevheiten, Baron von'Bülow, in deren Verlauf dieser ihm erklärt haben soll, daß, während Deutschland nichts ehnlicher als die Erhaltung deS FriedenS wünsche, eS sich döch zu nichts als zur strengsten Neutralität verpflichten würde. Man glaubt,.daß Span en in Wien und Paris dieselbe.Antwort erhalten habe. ,, t ??S a t w i II w a tt t n. K o n st a n t i n p e l, 20. März. 3n Folge deS direkten Gesuche? des Sultan? hat der Zar seine Forderung von $3,750,000 rückständiger Kriegsentschädigung vom rusfisch-türkischen Kriege her zurückgezogen. Dadurch wird, wie eö heißt, angedeutet, daß die Türkei den Prinzen Georg von Griechenland, als Kandidat des Zaren, zum Gouverneur von Kreta anzunehmen willens ist. .,,. TrannSvaal will selbst- . ?ädig sein. . I o h a'n n e ö b u.r g, 20.März. Der Standards und die DiggerS NewS" sagen in einem scheinbar inspirirten Artikel : Der Krieg , ist fast unvermeidlich, ausgenommen, England giebt seine Forderung der Oberhoheit über die Transvaal Republik auf." Ochisss. Nachrichten. Angekommen in : New Sork: Alfatia" von Mar seille. allerlei. Sieben Monate hat eine Postkarte gebraucht, um von Kösen nach Leipzig zu gelangen; trotzdem trifft Niemanden ein Borwurf daran. Das kam so: Am 8. Juli vorigen Iahres unternahm eine fröhliche Gesell schaft einen Ausflug nach der sanges berühmten Rudelsburg. Vor der Heimfahrt, als man beim fröhlichen Pokuliren im Muthigen Ritter- saß. wurde beschlossen, nach der Art der Seefahrer ein Lebenszeichen von sich zu geben. Gesagt gethan. Auf eine Ansichtskarte von Auerbachs el ler, die einer der Herren noch bei sich trua. schrieb man, der ehrliche Fln der" möchte die Karte an den Stamm tisch im .Pilsener- zu Leipzig elan gen lassen. Die Karte wurde in eine gut verkorkte Weinflasche gesteckt und diese in die Saale geworfen. Niemand dachte mehr an den Scherz, als dieser Tage plötzlich der Postbote im Pilse ner" erschien und den erstaunten Stammgästen die Karte einhändigte. Die Flasche war einem Fischermeister in Leikllvg bei Welßenfels ins Ned ae rathen und dieser hatte als ehrlicher Finder- die Karte zur Post gegeben.
Wer da a tau bt, die Wün-' i-
, i t i ' . y , '.. ' ' ' l t T)fT irrt nnnUl Ct; cv Sl C Z ! AuS Tburmaen und 5?rnkkn" Nachdem in Dreißigacker bei Meinungen Wasser mit Hilfe der Wünschelruthe gefunden worden ist, soll nun auch in Heimeberg in gleicher Weise nach Wasser gesucht werden." Die braven Dreißigackerer wurden bei ihren Zau-ber-Versuchen von den Meininaern achörig ausgelacht. 'Trotzdem haben sie sich, nicht abschrecken lassen und bei Ausschachtung der durch die Weidenruthen gefundenen Stelle auch wirklich in der Tiefe von 6j Meter eine Wasserader gefunden. Wer im WirthsHause zu Dreißigacker in thörichter Skepsis etwa äukern wollte, die auten Bauern hätten mehr Glück gehabt, als mancherAndere. dem würde es wohl schlimm ergehen. E rn interessanter Pro zeß ist zwischen dem. Cborberrenstift Münster und der Regierung des Kantons Luzern anhänaig. Seit 1363 wird nämlich von Selten des Chorherrenstiftes für Herzog Albrecht und die übrigen Gefallenen bei Sempach eine Fahrzeit" abgehalten, wofür das Chorherrenstift Münster jährlich 520 Stück Sempacher Balen" vom Staate Luzern bezog. So bis zum Jahre 1875, von welchem Jahre an die Fischueserung unterblieb, aus dem ernfachen Grunde, weil es keine oder wenig Baien'" mehr gibt, d. y. die Fischgattung aus noch nicht aufgeklärten Gründen im Aussterben ist. Da Versuche zur gütlichen Beilegung der streitigen Sache scheiterten, hat nun das Chorherrenstift Münster den Rechtsweg betreten, um die Regierung des Kantons Luzern zu der seit 1875 unterbliebenen übungsgemäßen Leistung zu zwingen, d. h. einen entsprechenden Geldwerth zu erhalten. Eine Arberterausbeutung unerhörter Art hat sich zu Alexandria in Italien zugetragen. Während die Nachtarbeit sür Frauen und Kinder in Italien gesetzlich nicht über sechs Stunden dauern darf, hatte ein reicher Baumwollenspinner, der über 1000 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt, diese zwölf Stunden lang arbeiten lassen. Das Gericht verurtheilte ihn in Anbetracht der unzähligen Uebertretungsfalle zu 13,000 Lire Geldbuße. Der Fabrikant wählte nun ein ganz eigenthümliches Mittel, um die Strafe von sich abzuwenden. Er rief seine Arbeiter zusammen und erklärte ihnen, entweder sollten sie dafür sorgen, daß die Strafe aufgehoben würde, oder er werde die Fabrik schlieKen. Die armen Leute, um ihr tägliches Brot besorgt, liefen wirklich zu dem Präfekten und baten ihn, die Geldbuße dem Herrn zu schenken und der emgeschüchterte Präsekt versprach es auch wirklich! Die versammelten Baumwollenspinnereibefitzer von Mailand haben ihre Entrüstung über den Collegen ausgesprochen, wobei wohl die Furcht vor dem Mitbewerb mitgesprochen baben maa. hiesiges. Der kleine Stadtherold. Frl. Mamie Schulmeyer kehrte heute von LouiSville zurück. Gestern Morgen 9Z Uhr starb Herr EliaS Bräutigam, auS Eisfeld, Sach-sen-Meiningen gebürtig. Er hätte morgen seinen 68. Geburtstag gefeiert. Nach Amerika kam er im Jahre 1869 und wohnte seither in Indianapolis. Er war ein gelernter Müller, welches Geschäft er auch hier betrieb. Die Beerdigung findet morgen Nachmittag 2 Uhr vom Trauerhause 1861 Draper Str. auS statt. Mucho'ö Cigarrenladen befindet fich in No. 199 OS Washington Str. Polizist Cook und die Radlerpolizisten Holtz und Wallaee verhasteten gestern daS farbige Ehepaar Wm. und Kate Franklin und den Neger Ward Lradford wegen Hühnerdiebftahlö im en gros. Die Diebe wohnen an der Churchman Road, südlich der Gürtelbahn. Der dortigen Nachbarm w t schast kurven in legier tfctt eine Menge Hühner gestohlen. Bei der Verhaftung fanden die Polizisten eine Anzahl Hühner im Hause, die theil weise von einer Frau Zesse CollinS als ihr Eigenthum identisizirt wurden. DaS Zeugenverhör in der heutigen PolizeigerichtSsitzunz bewies, daß Lradford der eigentlich Schuldige war. Nichter Cos bestrafte ihn mit f 5 und 120 Tagen Arbeitshaus. Da? Ehepaar wurde freigesprochen. Der Schwäbische UnterftützungSverein hielt gestern Nachmittag seine regelmäßige Versammlung in der Nyzsrt Haye ab. SS . wurden drei
Ein zerrüttetes Nervensystem Schließlich Herzbeschwerden. Gesundheit wlederhergeftellt durch Dr. Vliic' erviue.
j Z'err Edward Hardv. der joviale Man, nj ger deö grobe,, Stores der Shepperd Co. zu Braceville. Jll.. schreibt: .Ich war nie einen Tag kank in meinem Leben, tll 1890. Ich litt so schlimm an nervöser Erschlaffung, das, ich meine Stelle nicht versehen konnte und ,u medi i'niren anfangen mubte. Ich versuchte unsere Lokal-Aerzte und einen in Joliet. aber keiner konnte mir helfen und ich dachte, ich würde fter den. Ich wurde verzagt und stand unsägliche Angft aus. konnte weder essen, noch schlafen und ruben, eS schien 13 könne ich nicht exiftiren. ach Verlaus von sechZ Monaten war ich nur ein Schatten und zuletzt wurde mein Her, ergris sen und ich war wahrhaft elend. Ich nahm sechZ oder acht Flaschen von Tr. MileS' Nervine. die mir von Anfang an Linderung brachte ad mich schlicfjlich kurirte. Der größte Segen meines Lebens. Dr. MileS' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erste Flasche nutzt oder daS Geld wird zurückerstattet. Buch über die Krankheiten des öerzeuS und der Nerven frei. Adresse: 41,, V vr? r.'.?Z5 i A tfizTy moi 4 nzziorcs j Hcc'th 5' Ts. ... .w V v Dr. M t l e , M e d i e a l S o.. Slkhart. Ind. neue Mitglieder aufgenommen. Nach Erledigung der Geschäfte lud Herr Victor die Mitglieder zu einem Commerk ein. Präsident Sohn Weber, Henry Victor u. A. hielten Ansprachen und G. Leukhardt rief einen Heiterkeitösturm durch ein Couplet hervor, in welchem er die Erlebnisse deS Comitek daS kürzlich in LouiSville war in komischer Weise erzählte. ES gefiel so gut, daß er es dreimal wiederholen muhte. Cascaret stärkt Leber, Nieren und Eingeweide. ES erregt keinerlei Schmerzen oder Krämpfe. IS CentS. Capt. Louiö Neubacher erhielt von Herrn Peter Lieber in Düsseldorf den nachfolgenden Brief : Lieber LouiS ! Noch selten im Leben wurde ich so angenehm überrascht, als gestern die am. Post mir auf der Krankenstube daS Diplom als Ehrenmitglied deS Deutschen Veteranenvereins brachte. Der Verein hat mich hoch geehrt und ich fühle mich meinen alten KriegSkameraden zu Dank verpflichtet, die sich ihreS alten Kriegskameraden in der Ferne erinnert haben. Ich bitte dich lieber LouiS, als Präsident, dem Deutschen Veteranenverein, als Freund, den alten Kriegskameraden meinen verKindlichsten Dank auSzusprechen. Ich würde den Dank am liebsten den Vereinen und den Kameraden persönlich auösprechen, wenn daS körperliche Besinden mir daS erlaubte und mich nicht an die Scholle festhielte. Vielleicht kann ich eS später nachholen. Ich hoffe, daß diese Zeilen Dich und Familie in bester Gesundheit antreffen und verbleibe mit herzlichem Gruß Dein alter Freund und Kriegskamerad P. Lieber. ES lohnt sich, Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angft zuhaben vor Grippe, Lungenentzündung, DiphteritiS oder gieber. Hood'S Pillen sind von den auSgesuchteften Pflanzen sorgfältigst zubereitet. Der New York Store lEtadlirt 1853.) W.,ur Butterick Muster! Noera Tuch. Ein Spezialeinkaus von "fleecelined Noera Tuch in hübschen, farbigen Streifen, sür WrapperS, Jacken ee. schwarz und weiß karirt für Kinderblusen und Kleider alleS 10c und 12He Waaren morgen 5 Cents die rzard. Flannell - Departement Oasement. ss m m ESfii
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