Indiana Tribüne, Volume 21, Number 181, Indianapolis, Marion County, 20 March 1898 — Page 10

ujga TtTttfTTYAT"A , lax,r H f l VERSTOPF I 1 I ,NALLE" ! ! DIL SCHACHTEL 2Wmf zvsie-i APOTHEKEN ! , , , --Ü

Offene Volkssprache (rt)cnt'ttian0 vo uns gesunver anen Tx. e. OPOic. entnUt apne? uer Ursachen und Brdü Pr'vat Lelture für Uläitner nns ftrauen, .in'o für Junaunt twa ton xramj i, lk über eoeumee müt, oef4ltt irscdSosung uno ttxtv Wievkroer, ellung. feöO Seiten mit 20 tl luttxr ationen u. 0 tn pracht voiem gar denorucr au neffibrien ar ttn. Nebst nhang von über Reikpren. optxlSie Aukgabe. Preis $1M vorto stet versande nadt mvsaug des Betrage. 3 deutscher oder eagltsazer Sprache. SZnrray vill Publisdwa 12 Ost 23. ira&' New oxf. Hlttae aenren gegen hoben Rabatt gesucht. Alle Teutschen trinken Seebach's Thee. (Deutsche Schweizer Kräuter) Sr ,seiti,t Mrtdve. i,t Cn, M'g'. tqaltrtHi Sek'". flairx dli Wer . d,sSrdert EtZ?ga,, ; rifonbtri flrawe empMl. V,stsi SO. : ,,.lav,t. S. Lsebsek. Peru, Jll. MM-W X 1 Chrafcnt tosten OonartaSt unb muSflufaul fn an uroant ut CK(iIiff)i li:flfobfll ohne Ünbnutmli4ftiii. rellfstirM i m v-i . .,.. ta. ll'UVfj f l.Wf vci mutn v. V. O. Vor 81, e Dort. Dr. I. Büyler, 120 Sst PZcSnrty Ltr. Sprechkunden : 8 M5 9 Uhr Vorm. ; Mi 3 l hr Nachm. ; 8 MS S Uhr bmdS. Telephon 144S. Vrech?e: Sonntag ormittaa. C. C. EVEKT8, Deutscher Zahn . Arzi No. 8z Nord Pennsylvania Str. Gas toteb aus Wunsch angesandt. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, No. 90X Ost Market Straße. Eosfin lock Aier 41. Ofnci.Stanbtn: 9 6 11 rn., 1 ttt 3 T Hl Abend, onntagl oa 10 Uhr Cm. Iti 2 Uhr Coke. Coke. In klumpen tt zsrleinert. TtJFctl a,'5l b?,t in Im vkftee ) Ind'poliN Ite C No. 53 Süd Pennsylvania Str. ytMM 'CO YEARS Vv EXPERIENCB Tradc Marks Designs - rni Copyrights &c A7n Sin? ketcb and dMeriptton mmy 2loklr Mcrtain oar plnion fr wbtbr an lrantioa ta probably patentablc Commnnica CoaaatrlctiyeonfldantiaL Uandbook on PatnU nt fr. OldMt focy tot catinptnt. Patau takea tbroazb Mann tt Co. rMlT aywiaX tk, wtthoat cbrva. In ta Scientific Hnicrican. A k visliomaly QtastratM waekly. Ijirtart tr aijulon of any dentiüo loornaL Tenoa, 13 tm : f on montna, tU Bold by aU uawdealrj. ,iüliII&Co.38IBroallewYort Bnaab fiao. CS V PU Waabinctoo, T. a f JvEtfBate RlPANS TABUIES rt intcndcd for thUdren, hdics tnd all who predser a medidne dlsgutsed as tonscctioncry. Thcy "may now bc had (put cp !ft Tin Poxcs, seventy-tw5 ja a box price, twcnty-dve cenU or five boxe for oaedollar. Any cmggisX will getthca ii you instsi, ana iney may aiways DO obtaineq py rcnuttwg the pncc to TT T)tri ai nmtonT Company yJjk: f jaiov-; r5(iiöG ;.ppCTcsstjg (gggrf: iklULllUI ljlltllUUll . Send ywrr md for Sovrenfr U th Works of Lagen FUU, FIELDFLOWERS Ctt ei38 Hcli m:sst $cu:er The mt teautünl Art Productlon of tht eenHrr. 'A aoa;t noch of ta taoit fratraat af laa mu athtn4 taa tb kntd acrra f Bfta d a Far wt Un." ConUina aclection of the mort beantifulof thepoemt of Enzene Field. Hand omely lllustrated by thirty-five of tbe world'i greatest artlsta as their contribtiUon to the Monument Fund. Bat for ta ! oatrtbatlaaa af tha frtat artliU ttU bk coald oet kari bett taaoifae Und Ut 5?.. Foraale at book atorea, or aent orepakl on receiptof Sf.to. The lore offering to IbeChikl'a Poet Lanreate, pnblisbed by the Conv nlttee to errate a fand to build the Monument ad to care for the family of the beloved poet, a2Sflt IW Uonnment Souvenir Fond, (Sa Utam tXtnX, CUst4 Q

ji WWi, WkS k ul

ra? j

! &km&

k'"-,.7 tf

rtoOTy

! X d Gg3 i :!,

f ÄWW

Qln ZttNiUf.o.zpparat.

S?on O. G. S?autalowiz. Der Fortschritt uns'rer Zeiten cv n icber Wisscnsa't Es lätzt sich nicht bestreiten Ist wirklich falelhast! Luftschiffe. Telegraphen, Dampf. Elektricität, X-Strahlen, Phonograph: Wenn das so weiter geht. Wird demnächst Bahn sich brechen Ein neuer Apparat. Durch den man außeremSprechen Auch küssen kann per Draht! Führt man den so erprobten, Dann in die Praxis ein, So wird er den Verlobten Bald unentbehrlich sein. Denn, wohnt er auch in Danzig Und sie am Kongofluß, Um Pfennig fünfundzwanzig Verbindet sie ein Kuß! Es fliehen rasch die Stunden Beim Kosen beiderseits, Oft wird man falsch verbunden. Auch das hat seinen Reiz! Man wechselt froh und heiter Elektrisch Kuß um Kuß. Und will man nicht mehr weiter. So ruft man: Dank, Schluß!" Zwar, bei dem kolossalen. Allseitigen Gebrauch. Gab's wohl zu öfter'n Malen 'nen kleinen Irrthum auch. Wie wär' mit vollem Grunde Ein Bräutigam entsetzt. Wenn plötzlich käm' die Kunde: .Die Nummer ist besetzt!" Auch könnt' es leicht geschehen, Wenn man nicht achtsam ist. Daß einer aus Versehen Die Schwiegermutter küßt. Indeß, gesteh'n wir'ö offen: 's wär' praktisch für die Welt; Wir wollen nur noch hoffen, Daß einer d'rauf verfällt! 'Rossinis erste Hpcr. I. Rosenhain. In dem kleinen nüchternen Probesaal deö Theaters von Sinegaglia stand, zwei Fenstern gegenüb.r, die nach dem Hafen gingen, ein Klavier. Es war offenbar in anstrengendstem Dienst mit Ehren alt geworden und pensionsberechtigt; die dünnen Beine schienen nicht mehr recht fesizu stehen, das Pedal schwankte bei zeder Berührung bedenklich, der Teint der Tasten zeigte ein ttungSloses Grau, die Stimme selbst klang so mißmuthig und gereizt, wie die emes Menschen, den man wider seinen Willen durch allerlei Künste immer von Neuem zum Reden zwingt. Vor eben diesem me lancholischen, invaliden Instrumente nun saß ein kaum achtzehnjähriges Bürschchen, auf dem Notenpulte vor ihm lag die aufgeschlagene Partitur oer damals sehr beliebten Opera seria: Dido" von Piccini. Die schlanken Finger des jungen Musikers hämmerten lustig darauf los, die Töne und Accorde rollten dahin, als wären sie ein gewohntes Spielzeug, d'e dunk len. schalkhaften Augen in dem frischen Gesicht aber schauten gar oft an den Noten vorbei, nach den geöffneten Fenstern, durch welche der blaue Spiegel des Adriatischen Meeres hereinschim merte. Die ersten blühenden Rosen waren draußen an der grauen Mauer heraufgeklettert, in dem Lande der Poesie ist ja nichts sicher vor einer Rosenumschlinung klopften an die staubigen Scheiben und riefen lachend: Thor! komm doch heraus' zu uns! Der Frühling ist da! Hier draußen klingt es viel schöner als. bei Dir da drinnen, und schlügest DU auch noch tolle? auf die Tasten!Wohl wäre der junge Spieler gar zu gerne aufgesprungen, um jenem aeheimnißvollen Rufe zu folgen, aber dicht hinter ihm stand eine Gebieterin, die ihn in solchen Probestunden um keinen Preis der Welt beurlaubt hätte, und wenn alle Frühlings- und sonstigen Boten angeklopft, um ihn abzuholen. Es war dies nämlich die da malige souveräne Beherrscherin . der Opernbühne von Ancon undSinegaglia. die zwar bereits überreife, aber bei Lampenlicht noch immer schöne Signora Belani. Primadonna as3oluta. der er, wie schon so manche andere Rolle, eben jetzt die Dido - Partie U gleiten und einstudiren mußte. Das war durchaus keine leichte Arbeit, denn die Diva lebte leider mit dem Takt auf dem denkbar gespanntesten Fuße und sprana nebenbei mit den Jntenttonen deö jeweiligen Eomponifien um, wie etwa mit der Garnitur eines Kleides, nach Belieben ändernd und verwerfend, hier zusetzend, da abnehmend, wie es ihr eben paßte, d. b. effektvoll erschien. ' Jede auch noch so bescheidene musikali . sche Einwendung, von wem sie auch immer kommen mochte, wurde mit dem höchsten Zorn zurückgewiesen und so wagte es endlich Niemand mehr, nne iaene Meinuna laut werden vx lassen,

als nur Einer, jener kleine Begleiter am altersschwachen Klavier. Ueber seinem Haupte hing denn auch in solchen Probestunden stets ein Gewitterhimmel; Blitz und Donner waren jeden Augenblick bereit, loszubrech:n. Die Diva verlangte von dem Klavier paukenden Sklaven unbedingte Unterwerfung, schweigendcnGehorsam und rückhaltlose Bewund'rung. Daß der junge Mensch zu rcvoltlren wagte, wenn sie in gewohnter unantastbarer Willkür mit Noten.Takt und T?mpi umsprang, und sogar bei dem endlosesten Triller nicht vor Entzücken vom Sch?mel fiel, erregte seltsamerweise mehr ihr Erstau nen als ihren Zorn. Wie oft sie auch schon ihre Hand erhoben hatte, um beu kecken Burschen zu strafen, wenn er ihr unumwunden erklärte, zu solch:m Ge sänge nicht mehr begleiten zu können, sie ließ sie auf halbem W:ge sinken. Er war nun einmal, das ließ sich nicht leugnen, ein Spieler, dem nichts z.l schwer war und auf den man sich bei den verhaßten albernen Zeitmessungen, Takt genannt, so sicher verlassen konnte, wie auf einen braven Lootsen im Sturm, sonst hätte sie ihn längst mit Schimpf und Schande davonge jaat. Aber wo einen Anderen finden. der ihr Alles so mundgerecht machte? Selbst der elegante Intendant der Over. Eonte Luigi M.. einer ihrer glühendsten Verehrer, bei dem sie sich oft über den Unverschämten bettagtc, zuckte nur die Achseln und rieth vo'r jedem Gewaltstreich ab. Er küßte die schönen Hände der Zürnenden, lächelt sein unwiderstehlichstes Lächeln und sagte: Niente da, sare Bellissirna! Der Junge ist zwar dann und wann vom Teufel besessen, aber die Stimme eines Engels muß ihn ja schließlich doch endlich besiegen! Hoffen wir also! Und schließlich, Oarissima rnla, ich schwör's bei Euren himmlischen Augen, bekommen wir in ganz Italien Keinen, der seine Sache besser macht für so entsetzlich wenig Geld! Auch wäre es geradezu grausam, ihn fortzuschicken, denn er schafft Brod für Vater, Mutter und Schwestern und seinBeichtvater nennt ihn einen musterhaften Sohn und Bruder. ' Haben wir also Geduld und Erbarmen mit ihm!" Die Diva wollte freilich, trok dieser Argumente, durchaus nicht einsehen, weshalb gerade sie, der anerkannte Stern der Oper von halb Italien, nachsichtig und mitleidig sein sollte gegen solchen erstbesten hergelaufenen Musiker aus Pesaro! Er konnte doch nichts als ein wenig zählen, Takt treten und Klavier trommeln und sollte htm Fimmel auf den Knien danken.

jaft man ihm überhaupt gestattete, zu den Aaubertönen einer Belani einige Äccorde anzuschlagen. Was kümmerte :s sie. daß man ihn einen Musters oyn und -Bruder nannte. Der auU Eonte war zuweilen lächerlich in semerFurcht vor einem kleinen Skandal! Und eben heute, in der Hauptarie de. Dido, wollte und mußte sie einen harten Kampf ausfechten mit dem Beglei ter und Einpauker und das verdarb ihr von vornherein gründlich die Laune. Sie hatte sich etwas Herrliches ausgeoacht, einenEffekt sondergleichen. Mitten in ' einem Allegro furioso beabsichtigte sie einen sogcnanten Point d'Orgue einzufügen, einen Raketenregen vonKoloraturen, Trillern, Nach tiaallenschluchzen und Verzierungen, was eben die Kehle hergeben wollte und konnte. Daß derselbe zu den Gedanken und Harmonien des Componisten im grellsten Gegensatz stand, war nach der Meinung der Sängerin eben daö Pikanteste bei der Sache. Es war doch die Pflicht einer begnadeten Diva, den oft so stupiden Componisten durch thre wunderbare Kunst nachzuhelfen und ihnen die richtigen Weae zu weisen. Dank erntete man freilich von dieser Sorte nie und nimmer! Wie würden morgen Abend die Musiker im Orchester . dareinschauen, wie würde dasPublikum staunen, um dann in den tollsten Jubel auszubrechen! Es würde und mußte einfach rasen! Ewiva la Belani! Da capo!" Die stolze Primadonna fühlte ihr Herz schon rascher klopfen bei dieser Vorempfindung. Gewaltsam sich aus diesen süßen Träumen reißend, schritt sie jetzt auf ihren kleinen Begleiter zu, aanz Dido von Kopf bis zu den Füßen, unnahbare Herrscherin und unbedingte Unterwerfung verlangende Gebieterin. Gtoachmo Rossini sagte sie nach, lässig über die üppige Schutter her'b'.r, wie das so ihre Art war, ich möchte einmal etwas Neues bringen, wer also im zweiten Allegrosatz einen sögenannten Point d'Orgue einfügen, Jh? werdet also die Orchesterspieler anwoisen, mir zu folgen oder diZcret zu schweigen, wie eö mir eben beliebt, merkt auf, was ich jetzt singe!" Und die Tonwellen aus. ihrer gewaltigen Kehle umwirbelten nun plötzlich den jungen Klavierspieler, daß ihm Hören und Sehm verging und er .fast den Athem verlor. Seine Hanve sanken von den Tasten; da junge Antlitz milder zierlich gebogenen Nase rnd dem feinen Munde wandte sich der Sängerin zu, in den ' Augen lag ein Ausdruck maßlosesten Staunens, um die Lippen aber irrte ein Schelmenlächeln. Er wartete geduldig, bis die glühendroth gewordene Diva denn es war eine Kraftleistung ersten Ranges, abgesehen von aller Kunst aufhörte, um dann bescheiden, aber fest zu sagen: Verzeihung, Signora! aber diese Extravaganz ist eine Unmöglichkeit, Piccini, der Componist, würde sie nun und nimmer gestatten r Was wagt Ihr, mir da zu sagen und was kümmert mich der Vtatm!" fuhr sie auf und schleuderte iym einen Flammenbllck zu. Ich will tl o und eS geschieht!" Ich sagte nur was jeder Musiker Euch sagen müßte, wenn er furchtlos ist. ES ist diese? Euer sogenannter Point d'Orgue ein ganz unerlaubter Uebergang, gleicksam ein rauberilcker Einfall in fremdes Gebiet und ge

radezu eine Sunde gegen den &omponisten!" Tacete!" schrie die Diva wüthend. Der Alte könnte wenn er noch lcbte.

mir auf den Knien danken, d.iß ich ' seine Oper singe. Was wären überj Haupt alle diese Noten ohne uns, die l Sanger! Es wäre traurig, wenn viele Sänger so dächten, wie Sianora Belani. , ich wenigstens möchte dann meie Opern lieber verbrennen, als mit solchen Points d'Orgue aufführen lassen!" Ihr?" lachte die Diva verächtlich auf. Wer. wird von Euch wohl jemals eine Note singen wollen! Doch wo,;u diese Unterhaltung? Ich wiederhole nur, urterwe'.st die Musiker und damit Ba!'!!" Sie werden sich selbstverständlich weioern, zu foloen!" ,.'W?iwn? Sind Sie toll? Di?se Leute könnten sich unterstehen, :inen willen zu haben, wenn ich, die Belani. singe? Wenn sie sich nicht weigern, wird ein heilloses Charivari entstehen, darauf möchte ich meinen Kopf verwetten!" Ah bah! Als ob an solchen Köpfen etwas gelegen wäre!- v!ef sie ihm, schon im Weggehen, spöttisch zu. Vederemo!" antwortete er und schlug mit der Hand ein Schnippchen. Einen Moment starrte die verwöhnte Primadonna ihren Sklaven fassungslos an. Dann sagte sie feierlich : Ihr habt nicht eher wieder vor mir zu erscheinen, als bis ich Euch rufen lasse!" Dann rauschte sie mit emer Wendung desHauptes a la Dido und langsamen majestätischen Schritten hinaus. Heiter trällernd verließ der in Ungnade Entlassene die Marterkammer, wie er selber dies Uebungszimmer zu nennen pflegte, und suchte seinen Freund, den Chef des Orchesters auf. Am nächsten Abend war daö Theater in Sinegaglia überfüllt. Die Oper Dido" hatte sich längst einen festen VIatz erobert, der Name Piccini zog immer, und wer bätte an dem Ruhm der Belani zu zweifelt gewagt! Huldvoll nabm die Diva die gewohnten lebhaften Ovationen des Publikums ent:.egen: Wie übermüthig blitzten die ounklen Augen, wie stolz lächelten die Lippen, wie keck rollten die Läufer und Triller daher! Hinter ememPulte der zweiten Geige aber faß der junge Begleiter und flüsterte seinem Nebenmann lachend zu: .Und sie wird heute doch ein Fiasko erleben! Gebt nur Acht! Piccini wird sich im Grabe darüber freuen!" Die Hauptarie der, Königin begann. Die Musiker sahen in hoher Erregung jener ihnen von dem Begleiter der Primadonna bezeichneten Stelle entgegen. Höher ab erhob die Sängerin ihr Haupt, da . war der ominöse Point d'Orgue, die Verunstaltung deö armen Compontsten der 2)ido." O kleiner Gloächino, welch' großer Prophet warst Du doch: Wie ein plötzlicher Schrecken über etwas Unerhörtes Durchfuhr tl die Musikerfchaar trotz aller Vorbereitungen. Niemand wußte, woher es eigentlich kam, aber die Geigen wankten, als ob sie Jemand gestoßen, hi? Cellj taumelten ihnen nach, ein paar Flöten stolperten, die Hörner gingen einfach durch, diePauke fiel rasselnd vier Takte zu früh ein. Der Dirigent, unter den Flammcnbllcken der Sänaerin, erhob ' leichenblaß beschwörend die Hände, eö war vergebens. Wüthend stampfte die Diva mit den kleinen Füßen, ein Gemurmel erhob sich. dann lachte irgend Jemand und sofort brach ein Gslächlen. Lärmen und Toben auö, wie :S daS Theater in Sinegaglia noch nie gehört: ES war nicht mehr zu leugnen, trotz, der abgerissenen Läufer und Trillerfragmente, die noch wie zerrissene 5?eken umherflogen, der Point d'Orgue und mit ihm die berühmte Belani hatten unrettbar Fiasko gemacht. Der todte Componist war gerächt. Noch in später Nachtstunde ivurde der junge Rossini zum Intendanten beschicken. Der stetö liebenswürdige Kavalier und elegante Lebemann empfing ihn etwas erregt mit feierlicher Miene: Figlio rnio, was macht Ihr für tolle Geschichten? Man hat Euch bitter bei mir verklagt und mißt Euch zum großten Theile die Schuld bei an dem bedauernswerthen Vorgang deö Abends. Unser Stern verbirgt sich hinter Wolken. Signora Belani ist erkrankt in Folge der Aufregung. Ich habe ihr versprechen müssen, Euch ezemplarisch zu bestrafen!" .Aber, wofür denn. Eccellenza?! Mein einziges Verbrechen ist eine richtige Prophezeiung. Ich habe die Signora gewarnt. Warum folgte sie nicht? Weil sie eitel und ' eigensinnig ist und nichts versteht von. Musik!" - Der Graf lächelte. Sprecht nicht so laut! Es ist ein Glück, daß die Diva Euch nicht hört, aber auch Andere sollen derartige Lästerungen nicht hören. Aber habt Ihr schon zu Nacht gespeist?" . Nein! Ich saß eben vor meinen duftenden Maccaroni Niemand kann sie besser bereiten als meine Mut- ,,,,, Jedermann fafli fo. Catearetß Candy Cathartie, die wundervollste medizinische Entdeckung dei Zeitalter?, angenebn und erkrischend im veschmack, wirkt sanft und sicher aus Nieren, Leber und dingkkeide, daß ganze Qyftem reinigend, entferut Erkältung, fniitl stopfet!), stie der, anbaltende Oerstopfung und Un verdauliükeit. Kasse und dersuäen Oie eine Oüaötel von C. G. C. beute; 10, 15, und 50 Cents, verkauft und yeilunz öttZktirt t:a eiln OpctZ.Zca.

ter als Ihr mich rufen Neßet, Ex cellenza!" Nun, dann speist bei mir. Zur Strafe abev mögt Ihr das Libretto dort auf meinem Tische, das mir vor einigen Wochen ein Poet eingesandt, heute mit nach Hause nehmen, um es an meiner Statt aufmerksam durchzulesen. ' Man quält mich so viel, die Poeten und die Musiker sind ungeduldige verzogene Kinder, die nie das Warten lernen wollen, was wir doch Alle lernen müssen! Ihr sollt mir dann berichten, ob es der Mühe lohnt, das Ding irgendwelchem Componisten zu überweisen. Es heißt: Deme trio e Polibio." Bringt es mir baldigst zurück, zu übereilen braucht Ihr Euch deshalb doch nicht, denn im aünstiaen Fall aebt dann nur eine an-

dere Art der Quälerei für mich los! Ach. im Vertrauen gesagt, figlio rnio, es ist kein Vergnügen. Intendant zu sein! Aber lassen wir jetzt die leidigen Geschäfte und kommt herüber in d?n Speisesaäl! Ich gehe voraus! Ihr findet nur einige wenige Sklaven und ein Paar niedliche Sklavinnen der Königin Dido bei mir. Sie selber bleibt begreiflicherweise diesmal unsichtbar. Ich denke, das wird uns aber den Appetit nicht verderben. Wie undankbar ist doch ein Menschengeschöpf! Arme Belani! Also: a rivederla!" Die Thür schloß sich hinter der eleganten Männergestalt, Gioachino Rossini hörte die letzten Worte kaum mehr, er hatte sich schon über den Operntext gebeugt und las. Von fern herüber schwirrten Gläserklirren, abgerissene Mandolinenklänge, helles Lachen zu ihm hin, er achtete nicht darauf. Drüben an der glänzen, den kleinen Tafel deö Grafen Luigi perlte der Champaaner in den hohen venezianischen Gläsern, frische Rosen dufteten in kostbaren Schalen, die Wachskerzen auf den silbernen Kandelabern von venezianischer Arbeit warfen ein zitterndes Licht auf einen kleinen Kreis reifender, geschmückter Frauen und heiterer Männer. Ew Platz nur war leer geblieben. Rückt näher zusammen, schöne Lätltia und Ihr, beneidenswerther Eduardo! Der kleine Rossini' wurde von mir eingeladen. ich weiß, er wird von Euch Allen verzogen. Cr scheint aber fortgelaufen zu sein. Da er sich sonst doch vor strahlenden Frauenaugen nicht zu fürchten pflegt, so muß ich glauben, daß ihn der tolle Point d'Orgue und der Zorn unserer Diva mehr derstimmte, als er mkr ekngesiehen wollte. Lassen wir uns also dadurch nicht stören! Avant!!" Wer hätte sich auch wohl ernstlich stören lassen wollen durch die Abwesen. heit eines unbedeutenden jungen KlaVier - Begleiters. Wer hatte auch Zeit, an ihn zu denken oder von ihm zu reden? Man scherzte und plauderte fröhlich weiter. Die Feste im Hause deg Intendanten hatten einen glänzenden Ruf. Da war Niemand an der kleinen Tafelrunde, der jener absoluten Herrscherin die kleine Schlappe nicht von Herzen gönnte. DaS fröhliche Motto lautete übermüthiger denn je: Evviva la Gioja!ES war endlich still geworden in dem Hause deS Grafen Luigi, - der Morgen dämmerte herauf. DaS Geräusch kleiner trippelnder Füße auf dem Korridor verhallte, auch daS Stimmengewirr, dann und wann noch, wie das Klingen eines fernen silbernen GlöckchenS ein leises Lachen, und die lustige Schaar huschte hinaus auf die mond lichtüberflossenen Straßen. Der Gastgeber selber kehrte trallernd, zufrieden mit diesem harmonischen Abschluß eines stürmischen AbendS. in sein Arbeitszimmer zurück, um sich in das daneben liegendeSchlafgemach zu begeben, da blieb er erschrocken. wie gebannt auf der Schwelle stehen. Am Tische, bei tief nieoergebrannten Kerzen, den Kopf aufgestützt, beide Hände in die dunklen Haare eingewühlt, saß der zu bestrafende junge Begleiter der Diva, den derGraf längst in seinem armseligen Kämmerlein in den Federn wähnte. in daS aufgeschlagene Libretto starrend. Erst als der Hausherr ihm mit einem lebhaften Auöruf die Hand auf die Schulter legte, fuhr Gioachino Rossini em'or und sah ihn heiter mit den verträumten Augen eines eben erwachten Kindes an. Oh Eccellenza! Ich habe die ersten Sceneg schon im Kopfe und sitze mitten im Finale." rief er ihm erregt zu. Aber Lirbaute, träumt Ihr denn oder hat man Euch zu viel Wein gebracht? WaS fällt Euch ein?!" Kein Mensch war bei mir! Ich componire nur den vernetrio c l olibio", Signor Honte! Aber jetzt merke ich erst, daß solche Arbeit doch gewaltig hungrig und durstig macbt. O meine. Maccaroni! Ob wohl in Eurem Hause noch ein Bissen und Schluck übrig geblieben sind?!" - Wenige Monate später nur führte nan tn Venedig im Theater San Samuele die erste Oper deS kleinen KlavierspielerS auf vemetrio e ?olldio". unter großem Jubel. In einer Loge saß eine reich geschmückte Frau in stolzer Haltuna. Halb ungeduldig, halb verwundert schaute sie nieder, als der Vorhang gefallen war und die Menge den Namen Rossini immer wieder mit dem vollen, für jeden Künstler so erquickenden Enthusiasmus deS Südens rief. Sie wendete sich mit der bekannten königlichen Bewegung zu ihrem Sealeiter, dem Intendanten deS Theaters in Sinigaglia, und flüsterte ihm unter dem Schutz eines kostbaren FächerS zu: Wenn dieser Kleine wirkllch wieder einmal eine Oper componiren sollte, und ich glaube, er wird die nöthige Dreistigkeit dazu haben, so werde ich mich vielleicht herbeilassen, aus alter Anbänalichke.it an meinen ehemaligen

Klavierbegtener, unv um ihm ein wemg zu helfen, denn ohne uns kommen ja nun einmal derartige Leute

nicht vorwärts, eine Rolle darin zu singen !" Aber dann, Bellissirna," lautete die- dicht an ihrem kleinen Ohe gegebene heitere Antwort, ohne irgend welchen Point d'Orgue, denn den Würde der Componist um keinen Preis erlauben, fürchte ich!" Aergcrt Dich Dein Auge s reihe e oteZU an, und aerte el triebt von Dn j der ende Dich an ÄHI5? rrerc? !Tio! cZ-rl a tjT.tC" JlS ' Xi'l I l'V' . . . VATMilTXy Sr&-lANOff'r Vrfb - 0FTICIAH-U'99 ' Ml! mri im t-r tr ....... V nn.ron.ji. t'tli(7H P05t INDIANAPOLIS- IHD man Dir kör Tetne Auge da nötbiqe Sla, '" rngt. ult?e upe werden iatmtxnr foefeat. , i."- . . t ata erden ach le iefit ftettoke de ,, QCBBHI. Sable öutlery, irarven's, poirno Qad Ifoijs, üringers, 3LEDS a tc-c TD 133 a. Clemens Tonnegut . tfU fc 183 Oft Wasbinaton Str. CscD aa na. CTc3lLin Saloon u. Billiard-Hall o.9Z Ost Washington Str. Hahn Meilacher, aiiertaft fr-2SZZ2S2S2&S2SZ5252SZSZ2X i VN TRIcD, HWi GSED. H BAß FIXTURES DQAirj BOARDS ARO AtX Tin 2lnCa Drcsd. Coppcn Ulokct end ctl ratchen end Plotod Utonotta &3l7ood. Morbid Po? cololn Etc i CCOriCE VW. tlOFFMAtt Q CM aaHai mA ficytlatct. ß H 2C8IU4TWAtMlNtTON6T..f0UMA0U. ßf (T i TUE ßMEEFEBy FRlEiiO. k. e ymgs2sasHisga Zum Verkauf in Apotheken t 5 utam 25 Tentß per Vfund. T: F. Smither, 8t(?t(Sttt imfc luvnlMg Sompositions- :: :: Dachdecker. Theer und Kie S.Dächer, ASphaltdächer, kbeftoSdächer, SUsoniterächer und alle Xrten der besten fertigen Dächer. vroßhandler in allen Sorten Tachdecker.aterial. Bfta ach 151 C3. C?rtlrab Chr K Ijtllch.CctCrifttiCmst. Televdone LSI. JndianavoliS Jnd, l)eov0V Mein, dÄrtsr ok Tittej, Ecke Spartet und Pennsylvania Oft The Lsicckjc, Crttt 3, ei-, Erct hoch. kelePhon l7M. Jadianavolik OtcrJxe, OcniTCst 400 65) Cafc C3e HcCarltj 6tt. Tjp Otairo. 6rr CXarl gtmaHs&T OtbCIalam trali tmmt OettOvaaca ftr ick nitaiaca. AdoDpti IFirey (014 mloa ä 21ihL Tlotory PuöllCi Trr.nrlr.tor, Corrcsponfloiit otc 15. 100 Elisabeth Otrot Toka Blak St, Ctr,

ykssr

J?nT&

vim , ,, . , , . Af ' inil .1 ifW i iffM n 0 rv .tiPat; j. H Ii 'fvi ' Z s?iT)nRnTiv l fr. 11 MIM,. 1 3 i 3 Scoqf e3vtjff e Pcttszumv s

ZMl5-MWMr

von INDIANAPOLIS. CcberanMungcn. Ilide, Leather & Belting Ca, 125 S. Meridian SL Schuhe und. Stiefel (2?ewil.) Schauroth & Ca, 13 O. WashingtouSt ptanos und 2Nusi kalten. Carlin & Lennox, 31 Ost Market St. Lebendes Vieh. Mercliants Union Stock Yards. Barber A. & Ca M. Seils & Ca Tolin, Totten, Tibbs & Ca Stockton, Gillesple & Ca Clark, Wysong & Voria. kandwirthschafl. Geräthe u. wagen Holten W. R Mfg. Ca, 177 O. Wasn. G&le Mfg. Ca, 117 W. Washington St. H. T. Conde Implement Ca, 87 Capltol Ave. . Bau und Leihvereine. Qcrman-American Lid? Ass'n, 100 Itelawar t. International Bldg & Loan Ass'n 23 Ost Market St. Indlana Mutual Bldg & Loan Ass'n Journal Gebajud. Suckerwaaren, (U)holesale.) vaggett 5? Ca. 13 YsesC Georgla St. DreschMaschinen. Mlnneapolis Tnrashing Machlne Ca, 117 W. Washington St Riemen und Leder. Taylor & Smith, 137 S..Mertdlan St Schnittwaaren. Murphj, Ilibben & Ca, 87 S. Meridian Erwin, D. P. & Co., 106 S. Meridian Apotheken. Clo&n Dmg Ca, 22 W. Washington St CHierärzte. Greiner L. A. , 18 S. East St. Feuer'Versicherung. IXcGlllard Agency Ca, 83 a Markt . Ice Crcam. rurnas VL W. 112 K". Pennsyltania St. ZNilcherei. Indianapolis Creamery, 62 Mass. JLt. Trust Compagnien Indlana Trost Oa & SaXety Vaulk The Marion Trust Ca. Monument Plaoft. Grundeigenthum und Versicherung.' Spann John 8. & Ca. 80 Ost Marks! 'Bauholz. Ooburn Henry, Georgla St. Weißblech. Tanner & Süllivan, 116 S. Meridian C putzwaaren. Fahnley & McCrea, 140 S. Meridian St Bäckereien. The Parrott & Taggart Bakerr. Tel. 300 Bryce's Bakery, 14 Ost South St. Schuhe und.Stiefel (Wholesale.) Ilendrlcks & Oooper, 85 S. Meridian St McKee JL B. L Son, 102 S. Meridian. Hüte, Handschuhe etc. HeadricksoD, LeUer & Co., 3. Merll. isen und Schmiedewc'.aren. Taa Camp Hardware & Iren Co., 73 Z. HUnola St. Hildebrand Hardware Oa, 52 3. Mertd, Layxnan & Cary Ca, 63 S. Meridlon St. Francke & Schindler, S5 S. Meridian. Clemens Vonnegut, 184 & 186 E. Wask. Eisen und Stahl. Holliday W. I. & Ca, 59 S. Meridian. Farben, Oel und' Glas. Burüsal & Ca, 34 a Meridian St. Indianapolis Paint & Color Ca , 40 Massachusetts Ave. wagen und Rutschen. Irvln. Robblns & Co 32 O. Georgla St. Plumbcr Artikel. McElwalne, Richards & Ca, 62 W. Maryland sl 6piel und "Karzroslaren. Mayer Charles & Ca, 29 W. Wash'gL . l Eftracte und Gewürze. The Grosers Mfg. Ca, 80 & PennsyL Banken Capital National. 23 & Meridian St. Indlana Rational Bank. Gummiwaaren (Wholesale.) Indlana Bebber Ca, 127 S. Meridian. Blech Waaren (Wholesale.) Cooaey, Seiner & Ca, 17 E. Soatn St. Bücher und Schreibmaterialien. In4 Book & Staüonery Ca. 75 S. Meridian SL Kommission ZNerchants. Syerup ü Ca, 22 8. Delawar St. Keach J. L., C2 S. Delaware St , Drognisten (Wholesale.) Indianapolis Dntg Oa, 21 E. Maryland Ward Broa., 72 S. Meridian St Groceri (Wholesale.) Ethnnll & Oo, eo S. Iferidian St EeTertA Ortcnuejer & Oa, 516. Meridian St Kothi, Welis ö Baner, 123 S. Meridian OConnor 1L & Co., 47 3. Meridian St Perry J. C St Ca, 23 W. Georgla St Geschirre und Sattel. Indiaruipolis HamL Ca ,10 UeOctK Holliday 5, Wyon. W S. Pennsylvania. Gefen und heerde. Horn Cton Oa, 79 & Meridian St (7MLaVer?cherung5Geftllfchsft Tt Indlana Lisa Ins. C., Mcnii2il PUcaj