Indiana Tribüne, Volume 21, Number 180, Indianapolis, Marion County, 19 March 1898 — Page 1
O w v A rtC KV rlO Or AS OzC i y y y 3 v V y w v w Office : No. 13 Süd SUdbataa Straße. Telephon 1171 Indianapolis Indiano, Samstag, den 19. März 1898 Jahrgang 31 Ziel 180
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Der Minister deö Innern hat Sssentl'che Demonstrationen am 18. März" verboten. (Berliner Depesche ) Cäsar, hüte Dich vor den 3 Ö 1 1 n deS März !" (Westliche Post ) Der deutsche Kaiser hat ein wei cheS Herz l Kaum war die Nachricht von der Katastrophe bekannt geworden die aus dem Maine" 253 Menschen da Leben gekostet, so hat Wilhelm dem McKinley sofort sein tiefste Bei leid ausgedrückt. DaS macht dem Her zea-und vielleicht auch der Oeschwin digkeit der deutschen Majestät" alle Ehre. Dals man aber vielleicht fra gen, waS Kaiser Wilhelm gethan, da fast am gleichen Tage eine Katastrophe in Deutschland 116 Bergarbeiter getödtet hat 7 DaS waren freilich nur lumpige Arbeiter, möglicherweise gar Sozialdemikraten, auf jeden Fall hatten sie aber keine bunte Jacke an und verlohnte eS sich schon auS d i e s e m Grunde nicht, sich besonders aufzuregen! (BolkSanwalt.) Ganz so schroff wollen wir den letzten Punkt nicht auffassen. Vielleicht hat man sich auch aufgeregt, aber damit läßt sich nichts ändern. Wie selbst in Deutschland mit der viel gepriesenen staatlichen Inspektion der Fabriken und Bergwerke Schindluder getrieben wird, zeigte die folgende Mittheilung auS Oberhausen an die Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter Zeitung" unter dem 20. Februar d. I. : Am 19. Februar war die Schlagweiter - Kommission auf der Zeche Oberhausen (Schacht Königsberg) Sie fand gewiß Alles in bester Ordnung. Warum auch nicht ! Hatten wir doch schon etwa 14 Tage vor der Inspektion von deren Eintreffen Kenntniß ! ES wurde Tag und Nacht gearbeitet, um alleS in Ordnung zu setzen. Abbaustrecken, Ueberhauen, Wetterftreckev, alleS wurde peinlichst in Stand gesetzt. Früher kannten wir keine Berieselung, zwei Tage vor der Befahrung durch oben genannte KomMission ging eS aber loS mit Gießkannen. Damit eS noch feucht ist, wenn die Herren kommen". WaS auch zu denken gibt, ist, daß die Betrieböbeamten wußten, welchen Weg die Untersuchungg. Kommission in der Grube nehmen würde. Denn wie st eS anders erklärlich, daß der Steiger mehrmals sagte: Hier, dieser Unterbau, diese Strecke muß gut im Stande sein, hier kommen die Herren durch ! Aber dann folgte noch daS Beste ! Am Samstag (19. Febr) kam die Kommission, die Nacht vorher wurde noch gefördert an einzelnen Punkten und dann wurden einige Betriebspunkte, weil sie nicht ordnungsgemäß waren, mit Brettern und Wettertuch verschlagen ! Als aber die Kommission auS der Grube war, riß man die Koulissen ab und eö ging im alten Geleise weiter ! So wurde inspizirt auf Zeche Oberhausen am 19. Februar 1898, zwei Tage nach, der. furchtbaren Kataftrophe auf Karolinenglück, bei der 116 Bergleute getödtet wurden. Sofort nach Empfang dieses BerichteS begab sich der Redakteur der genannten Zeitung nach Oderhausen und erhielt dort den Inhalt deS Berichtes von mehr als 20 Zeugen bestätigt ! Die D. Berg- und Hüttenarb.-Ztg." schließt : Man klage unS an l Wir wünschen eS im Interesse der gründlichen Reform der Berg-3nspektion ! Stelle man unS vor Gericht, dann werden wir zum Wohle der Bergmannsleiber und zum Nutzen der staatlichen BergwerkSaufsicht vollgültig den Beweis dafür antreten, daß ein Fortbestehen der heutigen Zustände einfach dem Spielen mit Menschenleben im Bergbau Rechtskraft gäbe." . m m MMMWell. Inland. Wetterbericht. Kühleres, schönes Wetter heute Nacht und morgen. Hpchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 62 Grad, niedrig? 47 Grad. Eine sensationelle Geschichte. Nevöork, 18. März. Dai New Jor? Journal" veröffentlicht eten ia
teressanten Artikel von seinem Spezialkorrespondenten in Cuba, Honore F. Laine,'der kürzlich von den spanischen Behörden verhaftet und inö gort CabanaS gebracht und später auS Cuba ausgewiesen wurde. Laine hatte
von einem Reporter Diaz, der rabiaten spanischen Zeitung La Union Constitutional", einen Brief WeylerS in Abschrift bekommen, in welchem er sich alS Vertreter HavanaS in den Corteö anbietet und zum Schluß wört lich schreibt : Nachdem ich zwei Jahre lang 200,000 spanische Helden im Feld kommandirt habe, werde ich stolz darauf sein, Havana in den CorteS zu dertreten. Ich habe in den letzten Tagen gelesei, daß die Amerikaner die Absicht haben, eineS ihrer Kriegsschiffe nach Havana zu senden. Sie haben nicht gewagt, so etwas zu träumen, während ich in Cuba kömmandirte. Sie wuß ten, welch furchtbare Strafe ihrer war tete. Ich hatte den Hafen von Havana für einen solchen Fall gut vorbereitet. Ich habe schnell die Arbeiten beendet, die Martinez CampoS in so nachlässiger Weise aufgegeben hatte. Wenn unS die Beleidigung zugefügt wird, dann hoffe ich, daß sich eine spanische Hand sinden wird, um die Amerikaner so furchtbar zu bestrafen, wie sie eS verdienen. Ihr ergebener Freund und Diener . Valeriano Weyler." Madrid, 8. .Januar. Einige Tage nach der Erploston auf der Maine" traf Laine mit Diaz zusammen, alS er ihn fragte, ob er sich deS Briefe? erinnere und der Anfpielunq auf ein amerikanisches Kriegsschiff. Lane antwortete, daß er sich der Stelle wohl erinnere und daß er glaube, ' der Rath'Wehler'S fei, von irgend Jemand befolgt worden.. Inzwischen hatte Diaz eS mit der Angst bekommen und hatte den Polizeichef von Havanna von der Sache benachrichtigt, vorauf am 4. März Laine plötzlich verhaftet wurde. Der Polizeichef sagte im Gefängniß zu ihm : Nun, mein Herr, haben wir Sie an einem sicheren Platz Ich will Ihnen gerade heraus sagen, daß Sie niemals im Stande sein werden, daS Geheimniß, daS Sie, wie ich weiß, besitzen, einem Anderen zu verrathen, da Niemand jemals aubsinden wird, was auS Ihnen'geworden ist." Laine antwortete': Wenn Sie glauben, mich ermorden zu können, wie Sie daS mit Ariza und Pocasa gethan haben, den beiden jungen Männern, die von hier fortgeführt und am Corro erschössen wurden, so sind Sie im Irrthum." Der Oberst antwortete in ruhigem aber strengem Ton :'Nein, ich besinde mich keineswegs im Irrthum " Sie mögen sich nicht irren," entgegnete Laine, ich kann Ihnen aber die Versicherung geben, daß schon in diesem Augenblick der amerikanische und der französische Konsul wissen, daß ich mich hier bisinde." DieS hatte zur Folge, daß der Polizeichef einen etwas anderen Ton anschlug, er bestand aber darauf, gewisse Information von Laine zu erhalten. Ich weiß", sagte er. daß Sie sich im Besitze der Abschrift eine Briefes vom Gen. Weyler befinden und davon ungebührlichen Gebrauch machen wollen, daran ist mir aber nicht viel gelegen. Was ich wissen will, und ich hoffe, Sie werden mir antworten, ist, welche Information Sie. am 21. Febr. dem General Lee gaben, waS Sie über eine Verschwörung sagten, die in dem Briefe angedeutet vurke, wie auch über daö Placiren von Dynamit-Minen im Hafen von Havana, mit welcher Thatsache Sie behaupten, während ihrer Gefangenschaft unter Weyler bekannt geworden zu sein ?" Die? war wirklich eine Ueberraschung für mich", fährt Laine fort, denn ich hatte über den Weyler'schen Brief mit Gen. Lee gesprochen und hatte ihm auch gesagt, waS ich während meiner mehr als einjährigen Gefangen schaft im Fort CabanaS gesehen hatte." Ich hatte bemerkt, daß während mehrerer Nächte in dem Fort mysteriöse Arbeiten verrichtet wurden. Von einem Soldaten, den ich kannte, erfuhr, ich, daß von dem Magazin große Mengen Dynamit fortgeschasst wurden, die im Hafen versenkt wurden. Meine Nach Forschungen wurden dann fortgesetzt, so cst die) untcr den Umständen ci?z, iH
war aber nur im Stande, in Erfahrung
zu bringen, daß Dynamit-Minen im Hafen gelegt und per Kabel mit dem Büreau deö Hafen-KapitänS im Fort iu Verbindung gebracht wurden. Ei, ei, Herr Pastor ! Chicago, 18. März. Bor den Verwaltungöräthen der deutschen evan gelischen Kirchen in der Umgegend von Palatine und Plum Grobe findet eine hochnotpeinliche Untersuchung gegen die ehr- und tugendsamen Reverenden I. A. Hader, Pastor der PalatineKirche, und Pfarrer Blusch von der Plum Grove Congregation statt. Ge gen die genannten Herren liegt nämlich die Anklage vor, daß sie in ihrer dienstfreien Zeit gewisse Plätze in Custom House Court, wo sehr leichtgeschürzte, gefällige Dämchen heimisch find, zu frequentiren pflegten. Die würdigen Kirchenleuchten, welche ihren frommen Schäflein mit einem so bösen Beispiel vorangehen, find von einigen jugend lichen Mitgliedern ihrer eigenen Ge meinden auf der That ertappt worden. m ,, e Ausland. Große Begeisterung in B er lin. Berlin, 18. März. Der größte Theil der Berliner Presse brachte bereitö gestern Angesichts deS heutigen JahreötageS der Berliner Revolution vor 50 Jahren VölkerfrühlingS-Artt-kel. Zumeist enthielten dieselben historische Reminiscenzen. Die Sozial demokratie hat sich fast ausschließlich der Feiern der Erinnerung an den bedeutsamen Tag in Preußens Geschichte bemächtigt. 3n nicht weniger als 30 Lokalen der Stadt und Umgegend werden heute sozialdemokratische Versammlungen. statlsinden. 3m 6. ReichStagSwahlkreiS Berlins wird der greise Führer der deutschen Sozialdemokraten, Wilhelm Liebknecht, sofort nach seiner Entlassung auS dem Gefängniß in Plötzensee, wo er wegen MojestätSbeleidigung eine Haftstrafe abgebüßt hat, sprechen. Er hat übrigenS in seiner Gefängnißzeit eine Broschüre geschrieben, welche den Titel trägt: Daö Jubeljahr der MärzRevolution". Auf den Straßen werden rothe Rofetten, Brechen, Cravatten und Nadein massenweise verkauft. Flugschriften, die den Namen Märzblätter" führ und auf rothem Papier gedruckt sind, werden feil gehalten. DaS Mundkück der Agrarier, die Deutsche Tageszeitung," spricht sich zornig über die Begeisterung für die Ereignisse deS Jahre? 1843 auS und sagt : Nur Irregeleitete feiern den Tag der Schande, an welchem die Giftschlange der Empörung züngelnd ihr Haupt erhob." Der Kaiser ist heute unangemeldet bei den Botschaftern Oesterreichs, Nußlands und Großbritanniens vorgefahren, fand aber den österreichischen Bot schafter nicht zu Hause. Ueber den Anlaß zu diesen Besuchen werden allerlei Vermuthungen laut. Einmal heißt eS, daß daS.spanisch. amerikanische Embroglio zur Sprache gekommen. andererseits verlautet jedoch, daß die ostasiatische Frage besprochen worden sei. - 48 Revolution im Reichs tag. Berlin, 18. März. Im Reichstag rief heute während der Debate über die Porlage für Reform der Kriegsgerichte der sozialistische Führer, Herr Bebel, eine Diskussion über die Frage deö fünfzigsten Jahrestages der Revolution hervor. Auf die von Armeeoffizieren genossenen Privilegien Bezug nehmend, erinnerte er seine ZuHörer an die Revolution von 18. März 1848, in der daS Volk für seine Frei heit und seine Rechte gekämvst. Der Kriegsminister, General v. Goßler, u Herr Munckel von der Volkspartei folgten, währen der Präsident deS HaufeS, Baron von Vuel-Borenburg eingriff und erklärte, er wünsche nicht die Bedeutung deS Tage? in Abrede zu stellen, aber auf Verlangen der folgen den Redner könne er nicht gestatten daß er zum Hauptpunkt der Diskussion gemacht werde. Baron von Stumm, konservativ erklärte, die preußische Verfassung sei das freiwillige Geschenk deö König? Her? Oebel sagte unter großen Ans rühr, die Kämpfer von 1848 würden
elZ &c?.z2t bezeiget. O-5 sei in
kam. ortkabrend. saate frtrr Bebel.
W ' , W- " W t daß wenn die Kämpfe von 1848 ihren Zweck erricht hätten, die Ereignisse vo.n 1870 nicht nöthig gewesen wären Der König, so behauptete Redner, habe schon im Jahre 1843 Spuren von Unfähigkeit gezeigt, und selbst Dr. Miquel, der Finanzminister, habe damalS auf Seiten der Revolution gestanden. Herr B.bel bemerkte dann: Wenn die gegebenen Versprechungen erfüllt worden wären, dann wäre kein Biömarck nöthig gewesen. Aber der König wurde betrogen." Hier schritt der Präsident deS Reichstagö ein und rief den Redner zur Ordnung. Seine Bemerkungen wieder aufnehmend, sagte Herr Bebel : Die Männer von der alten nationalen Union schweigen j'tzf. Der König von Preußen von - GotteS Gnaden machte in 1860 tabula rasa. DaS Volk wird auch eines TageS daS Recht haben, dieS zu thun." Dr. Bennigsen, der Führer der Nationalliberalen, sagte, daS Königsthum habe am 18. März 1848 sicherlich einen schweren Schlag erhalten, aber, fügte er bei, der Tag hatte wenig Bedeutung für die Entwickelung der deutschen Angelegenheiten. Dann erwähnte er der Rolle, die damals der künftige Kaiser Wilhelm spielte und deS UmftandeS, daß eö Junker Bismarck war, der Deutschland gründen half. (lllerlei. Die Gebeine des Reichsgrasen v. Tilly. Feldmarschalls der katholischen Liga im dreikigmyttgen Kriege, ruhen in der Tilly - Capelle zu Altgotting und zwar in einem ganz einfachen Zinnsarge. Da dieser vielfach besWiqt ist und seit Langem derLuft Zutritt gestattet und so der Verfall der obnehm aermaen lleberreste beschleu nigt wurde, erfolgte durch den Pfarrer Josef Frischhut in Altgotting die Anrcgung, einen neuen Uebersarg in künstlerischen Formen herstellen zu lassen. Der in Kupfer getriebeneSarg ist jetzt vollendet und wird demnächst die Gebeine des Feldmarschalls aufnehmen. 17 Jahre zählt die Quadrone Eliza Moore in Lezington, Ky.. erst, aber sie ist bereits ein Koloß von 537 Pfund. Als sie geboren wurde, war Eliza ein winziges Kindlein von nur zwei Pfund, bald aber nahm sie zu und nach drei Monaten hatte sie bereits ein Gewicht von 100 Pfund erreicht. Das zarte Mägdelein mißt 6 Fuß 4 Zoll und trägt Schuhe No. 6z. Mrt ernemKrag-Jorgen-sen Gewehr schoß sich in Presidio, Cal.. ein ehrenvoll entlassener Soldat Namens Fougue eine Kugel durch das Herz. Nachdem der Coroner des Ortes seinen Jnquest abgehalten hatte, verlangte die Militärbehörde das Herz des Selbstmörders, um dasselbe dem General-Arzt in Washington behufs Vornahme von Untersuchungen betreffs der Durchschlagkraft des neuen Gewehrmodelles zu übersenden. Der54Jahre alte John Cotter aus East New York ist in Folge des Lesens der vielen SensationSbe richte aus Cuba übergeschnappt. Seit der Maine" - Katastrovbe träumt nur von Dynamitgeschossen und blut dürftigen Hidalgos, und auch :m wa chen Zustände wird er von Hallucinationen geplagt. Seine Familie befürchtet, daß er sich ein Leid zufügen : . .' .J jf i riODtx unyei! annagen Ivclvc. ic liest ihn in seiner Wohnung an Railroad Avenue von mehreren KrankenWärtern bewachen. Kürzlich gelang es ihm, sich der Aufsicht der KrankenWärter zu entziehen. Er flüchtete sich in das Haus seines Schwagers Henry Otten. und ersuchte denselben um Schutz gegen spanische Dynamiteriche. Otten liefe zwei Blauröcke holen, welche' den Geisteskranken nach ku:zer Gcgenwebr überwältigten und nach der !Kevierwache an Vermont Ave. brachten. Später wurde er dem Nichter Kramer im Lee Ave - Polizeiaericht vorgeführt. Derselbe sandte ihn nach dem Gefängniß, wo der Geisteszustand des Unglücklichen untersucht werden soll. Jnterelsanre Einwand t rer. nämlich russisch Menoniten auö Bessarabien brachte hatte der Dampfer Kaiser Wilhelm der Große" im Zwischendeck nach New Nork. Schon das Aeußere der Leute erregte in der Bar-ae-Office Aufsehen, die Männer trugen nämlich groß Mäntel, aus Bären-, Schaf, yder Ziegensellen, doch war mt haarige Seite nach innen gekehrt, während die Außenseite braun gefärbt zu sein sch'en. " Von den anderen Einwan. ! C f j . l.fjt!. verern aus ocm arenreicyr uniericoieden sich diese Leute durch die Sauber keit ihrer Kleidung auf's vortheilhafte ste. Manche von ihnen trugen reichgestickte Westen und bunte Halsshawls aus Seide. Die mit Baargeld reichlich versehenen Menoniten reisten direkt m der Lehigh Valley- und Grand TrunU Eisenbahn nach Dakola,
3 n Göltrngen ist ein
alleres reiches Fraulem Namens Dankwärts das Opfer einesRaubmör- ! ders geworden. Der Mörder Finster- ' Dusch steht anfangs der 30er Jahre und ist aelernter Scklosser. ulekt Muth er ein Fleckenreinigungsinstitut, auch gmg er yier unv va als Lohnkellner. Da er. trokdem er Familienvater ist. einen lüderlichen Lebenswandel führte und lem Geschast vernachlässigte, be fand er sich in dauernder Geldverleaen heit. Er scheint nun den Plan gefaßt zu yaven, licy dadurch aus semer slnanziellen BedränanZK m retten, dak er das durch ihre große Freigebigkeit bekannte Fraulem todtete und bestahl. Die Dame wohnte Gronertstraße No. 2. Nachmittags 4 Uhr hörte man sie m ihrem Zimmer laut um Hilfe rufen. Die Hausgenossen eilten herbei, fanden aber die Zimmerthür verriegelt. Während man nach der Polizei schickte, sprang ein Mann aus dem im zweiten Stock liegenden Zimmer in das Freie und flüchtete mit einem Hammer in der Hand durch die hinter dem Haus: befindlichen Gärten. Zufällig erkannte eine Frau in ihm Finsterbusch. Die Polizei wurde seiner auch bald habhaft, und nach kurzem Leugnen legte er ein Geständniß ab. Um in das Zimmer des Fräulein Dankwärts zu gelangen, mußte man an das offene Fenster eine Leiter legen. Man fand die alte Dame erdrosselt vor. Ein feiner Stahldraht war zweimal um ihren Hals festgewunden und hatte tief in Fleisch eingeschnitten. EineBrotfälschungim großen wurde vor einiger Zeit durch die Aerzte Labesse und Bleunard in der französischen Stadt Angers entdeckt, worüber sie eine Mittheilung an die Pariser Academie der Medicin sandten. Auch hier waren wieder einmal die Röntgen'schen Strahlen das Mittel gewesen, in die inneren Geheimnisse dieses merkwürdigen Nahrungsmittels einzudringen. Es wurde eine große Mehllieferung untersucht und festgestellt, daß das Mehl zu zwei Fünftel aus mineralischen Stoffen bestand, hauptsächlich aus Kiesel und unlöslich. Kalksalzen. Der Fälscher hatte sich in diesem Falle '. also nicht mit einer Kleinigkeit abgegeben. Die Aerzte sprachen sich dringend dahin aus, daß die staatliche Gesetzgebung Untersuchungen mit RLntgen'schen Strahlen für größere Mehllieferungen zwangsweise einführen sollte, um derartige Attentate auf die Volksgesundheit unmöglich zu machen. Einer de kältesten und verdientestenTelegraphenveamten Eng. t L a l a er (v'r f m n r lanus, jpc öiicyer, orittyer des Haupt-Telearaphenamtes in London, ist in den Ruhestand getreten. Fischer ist Deutscher von Geburt und trat 1850 als Telearapbist in den Dienst der hannoverischen Regierung. Drei Jahre später wurde er nach England verufen, um m dem Londoner Bureau der ebemaliaen Electric & International Telegraph Company" den lelegrapytjchen Zverkehr mit dem Auslande zu leiten. 1869 trat Fischer in den enalischen Staatsdienst über und vereinigte im Hauptpostamte von &t. Martlns-le-Grand die Bureaux der vier privaten Telearavben Gesell schaften, die damals bestanden und ein Jahr j Pater verstaatlicht wurden, zu einer großen Centrale. Damals wur. den durch die vier Gesellschaften zufammen 900010.000 Depschen täg. lich befördert und 600 Beamte waren angestellt. Jetzt gehen täglich 140.000 Depeschen durch das Londoner Haupttelegrapyenamt, und das Personal daselbst ist während der Amtsthätigkeit des Herrn Fischer auf über 4000 Be amte .ngewachsen. In der Nähe von Cerichsville sollte gestern Abend ein gauftkampf zwischen William Canady und JameS Leverett stattfinden, aber Sberiff Shufelton verhinderte denselben. Eine Remonftranz gegen GeWährung einer Schanklizevz an Jacob Greenman, der No. 405 Mass. Ave. ein BarrelhauS führt, ist bei den County Kommissäre eingereicht vorden. Repräsentant Sesse Overftreet traf gestern auS Washington hier zu einwöchentlichem Aufenthalt ein. Ge fragt, waS er über die augenblicklichen veziehungen zu Spanien denke, gab er zur Antwort, daß man erst dai Urtheil des UnterfuchungSgerichtk abwarten muh. Die auffallendften Seilungen von Scrofeln, die man kennt, find mittelst Hood'S Oarsaparilla er zielt. Dieses Mittel sucht seines Glei chen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur $00 o'ß. Hoob'l Pillen sind mit der Qzrtr.zC,t u-d v!2iz glriH csCrJJt u- C:tC. 25.
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