Indiana Tribüne, Volume 21, Number 178, Indianapolis, Marion County, 17 March 1898 — Page 1

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I (Y A rN KV r1 svfr K AO r l-iVo w w y w w w x v A V Office : No. IS Oüd Ola&anw OtraZze. Telephon 1171. Indianapolis. Indiana, Donnerstag, den 7. März J898 Jahrgang 31 CJ178

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Frenzel Irofhers, No. 1 West Washington Strafte, (M erch an ts National Bank.)

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Editorielles. Der Iowa StaatS-Anzeiger" hat eine interessante Statistik gefammelt Über den Umfang der Einfuhr don Bier aus anderen Staaten nach 3owa Da die Mittheilungen der Zeitung von den Brauern selbst zur Verfügung gestellt wurden, so kann man sie als ziemlich zuverlässig gelten lassen. Die Einfuhr für daS Jahr 1897 war wie folgt: Von Wisconsin 750,000 Barrelö. von Missouri 550,000, don SllinoiS 350,000 und von Ohio 150.000

Barrels, insgesammt also von jenen vier Staaten allein in einem Jahre 1,800,000 BarrelS; außerdem werden auch betrachtliche Sendungen Bier auS Nebraöka und New Jork eingeführt. Der Preis des BiereS stellt sich im Durchschnitt auf 57 per ftafc, die Bürger JowaS bezahlen also an die Brauer jener vier Staaten allein 512.600,000 für Bier. Dabei bestehen in Davenport, Dubuque und verschiedenen anderen Städten deS Staates große Brauereien, deren Produktion obige Ziffern verdoppeln dürste. ES geht aub dieser Statistik hervor, daß die Prohibition in Iowa ein absowter Fehlschlag ist und nur dort besteht und durchgefuhrt werden kann, wo die Brauer schon vor Erlaß deS Gesetzes keine Kundschaft besaßen. Die Statistik ekstreckt sich nun nicht aus Wein und Schnaps, sonst würde die Summe, welche der Staat alljährlich an außerstaatliche Industrie bezahlt, noch weit größer sein. Der Staats. Anzeiger" hat sich der Mühe der Anfertigung dief.r Statistik unterzogen, um den Prohibitioniken zu zeigen, daß daS ProhibitionSgeseh nur eine heimische Industrie lahm legt, nicht aber den Verkauf von berauschenden Getränken hemmt, und daS Geld aus dem Staate treibt. Die Mittheilungen Eol. SibokS, deS RedakteurS deS Staats - Anzeiger", machen berechtigte? Aussehen. Heute find es fünfzig Jahre, daß sich daS deutsche Volk zu dem schwersten Kampf bereit machte, um TyrannenWillkür zu brechen und da die Tage wie in Erz gegraben in der Erinnerung unserer Achtundvierziger leben, so wollen wir gerne hie? der Worte Jakob MüllerS in seinen Erinnerungen eine Achtundvierzigers" gedenken. Die Gegenwart schwindet, und in die Vergangenheit führen die neckischen Geister mich zurück ; die Bilder der Sturm- und Drangperiode zaubern sie vor meine Seele, als wollten sie jene fkühere Zeit nochmals durchleben l Und unbewußt und unwillkürlich finde ich, wie mit einem Zauberschlage, mich in die fünfziger Jahre zurückversetzt ; und da sehe ich denn mit meinen geistigen Augen die Personen und Dinge, als könnte ich mit den Handen sie greifen. so deutlich und klar, wie sie in Wirk lichkeit waren. Ich sehe die Straßen, die Hauser, Bäume und Gärten, auch daS Aussehen der Menschen, die deren Thun und Treiben. ES nahen sich die freundlichen Gestalten, mit welchen ich damals in Freundschaft verkehrte, mit denen ich Seite an Seite für freiheitliche Ziele und die Emanzipation deS DeutschthumS gekämpst und gerarbeit, und die herrlichsten Tage meines LebesS hisebrat hatte.

Da sehe ich Doktor Homburg, Carl

Rümelin, Sohn B. Stallo, Gustav Körner und den Patriarchen gar West", die alle persönlich ich gekannt, und die schon zur Zeit der achtundvierziger Einwanderung eine patriotische und ruhmvolle öffentliche Vergangenheit hinter sich hatten ; dann die Jungdeutschen. Führe? der FortschrittS.Bewegung, mir persönlich Bekannten : Karl Heinzen, Karl Dänzer, Kaspar Butz, Hermann Raster, Georg Hillgärter, Domschke und Bauer, Philipp Weigel, Friedrich Hecker Franz Sigel, Theodor Kaufmann, SchünemannPott, Carl Post, Konrad Krez, Eduard Dorsch, und so viele andere der braven StrebenSgenossen, die wohl verdienen mit den Besten ihrer Zeitgenossen und als hervorragende Vertreter deS amerikanischen DeutschthumS genannt zu werden. Ich glaubte auch einige vergrämte Gesichter von Renegaten zu sehen, die im gemeinften EgoiSmuS ihre einstigen Ideale ertränkt hatten und deS Namens von Achtundvierzigern nie würdig waren. es (daS Buch) soll den deutschen Lesern einen Gruß mitbringen und ihnen sagen, daß eS gekommen sei, um sie an die Erhaltung ihrer Muttersprache und die Pflege deutschen WesenS zu mahnen ; auch soll eS den Lesern verkünden, welche' hohe Dankbarkeit sie ihren Eltern und Vorsahren schulden, die mit kräftigen Händen und Muökeln wie mit den Waffen deutschen Geistes Amerikas Kultur fördern halfen und die Grundlage zu einem freien und geachteten Deulfchthum in der neuen Welt schufen; , und nicht zu betonen sollte daS Buch vergessen, daß e ch t e ö deutsches Wesen mit dem echten AmerikaniömuS nicht im Widerspruch steht und'den wahren Patriotismus nicht ausschließt. Alchlilllchriclzleli. Inland. Wetterbericht. SchöneS Wetter am Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 48 Grad, niedrigste 42 Grad. DemFeuerdämon fallen in Chicago viele Menschen leben zumOpser. Chicago, 16. März. Eine Anzahl von Personenwurde heute in dem Gebäude der National Mufic Co. und Canover Piano Co an der Walnut Avenue und Adamö Straße gezwungen, auS Fenstern der oberen Stokwerke zu springen. Edward BinnS. der Kassirer der Sweet-Wallace Comp , sprang auS dem sechsten Stockmerke und wurde zerschmettert. ES sollen noch zwei andere Personen daS Leben verloren haben. Die Zahl der Verletzten ist 15. ES kamen mehrere Explosionen vor und herrschte in den überfüllten Geschäftsstraße eine Panik. Die brennenden Gebäude dehnten fich'von No. 215 bis 221 Wabash Avenue auS und schlössen sich Healey'S Mammoth Räumen an. Die Flammen ergrissen auch das Hochbahngerüst und der Verkehr wurde aus allen Hochbahnen in der Stadt zum Stillstand gebracht. Die Zahl der Todten bkläust sich auf 2030 Personen. Ordensbruder in Schwulit ä t e n. Little Rock, Ark., 17. März. ChaS. F. Fowler, Ez-Siegel-Bewah-rer der Großloge der KnightS of Py thiaS in ArkanfaS, ist in Anklagezustand versetzt worden, indem behauptet wird, daß er 52300, demOrden gehörige Gelder, unterschlagen habe. Der Prozrß nahm gestern seinen Anfang und wird wohl einige Tage in Anspruch nehmen, da eine größere Anzahl Zeugen aus beiden Seiten vorgeladen wurden. Ausland. O welche Lust Soldat zu sein. B e r l i v, 17. März. Die Ursache der TyphuS-Epidemie in der Kaserne in Saarbrücken findet eine unappetitliche Erklärung. Ein Soldat soll nach den Reinigen eine? Kloake mit ungest?to? . f?frtf?fsrtf w w w WVfrHW C-$i fat rsd z-r ca deS Hai

' sers Geburtstag. Vierzig Mann find

der Krankheit erlegen, und eine große Zahl Kranker ist noch vorhanden. 3n Magdeburg hat der Schneider Strauch erst seine Ehefrau, dann sich selbst erschossen. 3n Dresden ist der tresfliche Pianist und allbeliebte Componist JuliuS Schulhoff im Alter von 73 Jahrengestorben. .' In Nürnberg erdolchte der Reißzeugmacher Werther zuerst seine Mattreffe, dann deren Mutter, eine Wittwe Mißlein, und schließlich sich selbst. Ein unangenehmes Rencontre hatte, wie Münchener Blätter berichten, der bayrische LandtagS-Abgeordnete Heim Derselbe wurde von seinem erbitterten politischen und persönlichen Gegner. dem prakt. Arzte Mennicke, öffentlich geohrfeigt, nachdem er eine Herausforderung desselben zum Zweikamps mit Pistolen unbeachtet gelassen hatte 1 8'4 8 l B e ? l i n, 17. März. Hier fleht der Haupt-Gedenktag (18. März) der Volkserhebung von 1848 vor der Thüre und der Friedrichöhain, wo sich die Gräber der Barrikadenkämpfer besinden, ist bereits daS Ziel Tausenderd, Spaziergängern, und auf den eingesunkenen Grabhügeln der Märzgefallenen werden zahllose Kränze niedergelegt. Der Friedrichshain und dessen Umgebung wimmelt von Schutzmannern in Uniform und Civil, doch fanden diese soweit keinen Anlaß, den Spaziergängern in den Weg zu treten und bat Niederlegen von Erinnerungs zeichen auf den Gräbern zu verhindern. D e m e n t i r t. B e rlin, 17. März. Die Norddeutsche Allg. Ztg." bestreitet, daß die Ver. St. Negierung bei Deutschland angefragt habe, welche Stellung im Falle eines Krieges zwischen den Ver. Staaten und Spanien die deutsche Regierung einnehmen werde. Heldenmüthige Frau. Pa?iö, 17. März. Frau DreysuS, die Gattin deS unglücklichen EsCapikainS DreyfuS, der sich zur Zeit als Gefangener auf der TeufelSinfel befindet, hat dem Colonialminister M. Lebon eine Petition überfandt, in welcher sie darum bittet, daS Schicksal ihre? Manneö auf der einsamen Insel theilen zu dürfen. In ihrer Bittschrift erklärt sie ausdrücklich, daß sie sich gensu den Regulationea und der DiSciplin unterwerfen wolle, unter der ihr Gatte steht. ES ist wenig Aussicht vorhanden, daß daS Gesuch der unglücklichen Frau bewilligt wird, da schon eine vor fast zwei Jahren eingereichte gleichlautende Bittschrift abschlägig beschicken wurde. Eine deutsch-französische Grenz-Episode. N a n c y, 17. März. Ein Offizier der deutschen Grenzwache überschritt am Montag, von einem Untergebenen begleitet, die französische Grenze. AlS die Deutschen ungefähr zwanzigSchritte auf französischem Gebiet zurückgelegt hatten, versuchten eine Anzahl franzöfischer Arbeiter die Deutschen zu verhaften und einer der Franzosen schlug mit einem Stock aus den Ossizier ein. Der Letztere zog seinen Degen und besah! seinem Untergebenen, sein Gewehr zu laden. Die beiden Deutschen zogen sich dann über die Grenze zurück, wo sie anhielten, um daS weitere Verhalten der Franzosen abzuwarten. Die Angelegenheit wird untersucht werden. AuS Oefterreich-Ungarn. Budapest, 17. März. Die Sozialiften veranlaßten hier gestern Abend einen Ausstand. ES wurden viele Fenster eingeworfen und infolge dessen 33 Personen verhaftet.

Frankreich macht mobil. Paris, 17. März. DieAurore" bestätigt heute, daß die französische Flotte zur Mobilmachung vorbereitet wird und sögt hinzu, daß fieberhafte Thätigkeit in allen Arsenalen und SchiffSbauhöfen, wo bis 10 Uhr Abends gearbeitet wird, herrscht. Die Aurore" sagt, daS französische nördliche Geschwader bei Cherbourg sei zu sofortiger Abfahrt bereit. ES scheint, daß die Schiffe während der Nacht in Bewegung gesetzt werden, um ihre Compasse zu richten. C$tll$ tnrd behauptet, daß zur

Vervollständigung d.r Anzahl der Of

si,iere Studenten des zweiten Jahrgangö zu Seekadetten ernannt werden . und daß alle Admiräle instruirt find ' sich so einzurichten, daß fie innerhalb 24 Stunden nach ihrer etwaigen Be rufung in Paris sein können. Die Aurore" erklärt, daß die Mobilmachung mit Vorbereitungen zur Unterstützung einer russischen Marine demonftration im fernen Osten in Ver bindung stehe. - Sehr gut. London, 17. März. Sidney Low, der frühere Redacteur der St. JameS Gazette" hat einen langen Brief von New Fork geschrieben, in welchem er die Mäßigung der Amerikaner be züglich CubaS preist und erklärt, daß die Briten solche Grausamkeiten vor ihren Thüren nicht geduldet haben würden, hinzufügend : Die Spanier würden schon vor langer Zeit mit Sack und Pack don Cuba vertrieben worden sein." Ochisfs'Nachrlchten. Angekommen 7: ' D e l a w a r e Breakwater, Passirt : Switzerland" von Antwerpen nach Philadelphia. New Jork: Majestic" von Liverpool; Normannia" von Neapel. QueenStown: Belgenland" von Philadelphia nach Liverpool. Rotterdam: Rotterdam" von NewSork. Neapel: Saale" von New Jork. . Southampton: St. Paul" von New Jork. Liverpool: Teutonic" von New Jork. N e w J 0 ? k : Lahn" von Bremen. -G.i oste. Freude herrscht in English. Ind.. über die Auffindung einer schwefelhaltigen Quelle, die unerschöpflich zu sein scheint. Nebst anderen Ingredienzien wird auch Salz darin gefunden. Der Arbeiter Joseph Love stürzte in das Wasser und war von den Gasen und Mineralien fast erstickt, ehe es gelang, ihn zu retten. BeidemUmbaueines Hauses in Peru. Ind.. stießen Arbeiter jüngst auf ein Werk der Hände des Poosier-Posten James Whitcomb Riley aus jener Zeit, als er noch Schil-der-und Stubenmaler war. Das vom künstlerischen Standpunkte aus freilich herzlich unbedeutende Werk bestand in Dekorationen eines Clubzimmers, die Rilcy in Wasserfarben ausgeführt hatte. Gewaltige Fortschritte hat das Territorium Oklahoma in den sieben Jahren seines Bestehens gemacht. Dasselbe zählt jetzt 275,000 Bewohner d. h. mehr als Montana, Wyoming und Jdaho zusammen. Mit $32,000, 000 ist das gesammte Eigenthum zur Versteuerung veranlagt und sein wirklicher Werth beläuft sich auf $100, 000,000. Im verflossenen Jahre producirte Oklahoma 20.000.000 Bushels Weizen und 120.000 Ballen Baumwolle. Die Vcr. Staaten lassen 32 Riesengeschütze von 16 Zoll Kaliber für die Küsten - Vertheidigung fabriziren. Das erste dieser je 126 Tonnen schweren Geschütze ist nahezu vollendet. Dies find die mächtigsten Kanonen, die je geplant worden, und das 2300 Pfund schwere Geschoß hat eine Tragweite von nahezu 15 Meilen. Das Riesen-Geschütz ist sechs Tonnen schwerer als die Krupp'schen Riesenkanone. die in der Welt-Ausstellung zu sehen war. . Einen Chea zum Betrage von einem Cent hat der Postmeister McCroskery in Newburg einrahmen und in seiner Office alsCuliosität aufhängen lassen. Die Art und Weise, in welcher er in den Besitz dieses Checks gelangte, beweist die Schwerfälligkeit, mit welcher sich manche Transactionen, welche die geringfügigsten Lappalien sind, in unserem Lande vollziehen. Vor Kurzem wurde in dem Newburger Postamte ein Brief, der nur mit einer Eincent - Marke beklebt war. angehalten und der Adressat brieflich um Uebersendung des fehlenden Cents ersucht. Dieser Aufforderung kam der Mann mittels einer Anweisung durch die Postal Telegraph Co. nach, indem er den Postmeister zugleich telegraphisch davon avisirte. Der Postmeister sandte darauf den Brief ab, aber im Telegraphenamt wurde ihm der Cent vorenthalten, bis er von einem Freunde identificirt war. Als dies geschehen, stellte der Telegraphenbeamte einen Check zum Betrage von einem Cent auf die vorgenannte Natkonalbank auS, und diesen erhielt McCroskery erst, nachdem sein Freund das Quittungsbuch und die Anweisung unterzeichnet hatte. Der Adressat des nicht genügend frankirten Briefes hatte $1.25 an Ausgaben, dazu kamen die Schreibereien und Laufereien des Postmeisters, sowie die Bemühungen seines FreundeS und die Arbeit deö TelegraphenamteZ Alles um einen.Cent.

In der böhmischen Gc. meinde Kamenicna bedrohte eine Ziqeunerbande die Ortsmsassen und attacirte den Gemeindevorsteher. - Die rcquirirte Gendarmerie verfolgte die Truppe in den Wald. Dort sekte sich

der Zigeuner Caspar Daniel mit einer .acke gegen den Gensdarmen Barta zur Wehre, worauf dieser von der Waffe Gebrauch machte. Der Zigeuner wurde erscyossen. Das s '0 n st so friedliche Städtchen Orsoy war in den letzten Tagen der Sch2uplatz großer Erregung. Es war bii Gelegenheit der Hochzeit des Bürgermeisters, als durch die Munificenz der bräutlichen Familie und des Bräutiga'ms den Fabrikarbeitern des bräutlichen Hauses ein kleines Fest gegeben wurde. Als ein -Angestellter des Hauses ein Hoch aus den deutschen Kaiser, als den Schirml,e:rn des Handels und Verkehrs, ausörach!e, stimmte fast alles begeistert ein. Von etwa 140 anwesenden Personen bli ben 15 Albeiter, darunter ein Holländer, in auffallender Weise sitzen und sprachen nach dem Ausklingen des Hochs sich in spöttischer oder doch unziemlicher Weise über die Ueberflüsstg keit eines Kaiserhochs aus. Hierüber kam es zwischen den patriotischen und socialistischen Arbeitern zu scharfen Auseinandersetzungen und schließlich auch zu Thätlichkeiten, so daß die Polizei einschritt und einige Verhaftungen vornahm. Andern Tages wurde den 15 Arbeitern gekündigt, aber viele der Nichtgekündigten und auch Arbeiter aus anderen Fabriken schlössen sich ihnen an und legten die Arbeit nieder; im ganzen mögen es ihrer 40 sein. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung wurden von d?r PolizeiVerwaltung sofort Maßregeln getroffen. Der Holländer wurde als Ausländer abgeschoben. Die Ausstand!schen warten nun auf Unterstützung aus Hamburg.. Hiesiges. Frl. Emma Schumeyer' bemerkte gestern, wie ein Dieb sich auf der Straße ein Fahrrad aneignen wollte. Sie wollte ibn daran bindern. der Kerl bedrohte sie aber mit einem Messer und radelte dann davon. Pas. santen waren mittlerweile aufmerksam geworden und er kam mit seinem Raube nicht weit, wurde verhaftet und wegen GroßdiebftahlS und Angriffs eingesteckt. DaS Brcycle gehört einem Herrn John Steele, 921 N. Delaware Str. wohnhaft. Da, Verhör ist am 19. März. Der Name deS DiebeS ist Geo. Grah Sin Herrn I. Q. AdamS ge hörendes Gespann, welches von einem JameS Daniel kutschirt wurde, brannte gestern Abend gegen 5 Uhr an der Ecke der Massachusetts Ave. und New Zer sey Str. durch. Die Pserde rannten die New Zersey Str. südlich bis zur Market Str. Als sie östlich in die Market Str. einbiegen wollten fiel das eine .der Pserde, schlug mit seinem Kopf auf den Rinnstein und starb augenblicklich. DaS andere Pferd wurde ebenfalls durch den Fall heruntergerissen und brach sich ein Bein. SS sammelte sich eine kolossale Menschenmenge in unglaublich kurzer Zeit an und als die Bicyclepolizisten Holtz u..d Wallace eintrafen hatten fie große Mühe die Leute auöeinanderzubringen Das verletzte Pferd wurde erschossen. Eine an der Rah Str. wehnende Kate Tilly wurde gestern Abend an der Ecke der West und California Str. von Passanten leblos auf der Erde liegend gesunden. Die Polizei wurde benachrichtigt, daß ein Mädchen, entweder schwer erkrankt, oder vielleicht auch todt, an jener Ecke liege. Als die Radsahrpoliziften Lancaster und Streit eintrafen und sich daS Mädchen näher ansahen, entdeckten sie an ihr einen Rieseneausch, dessen Wirkung sogar denjenigen Passanten, die sie sür todt gehalten hatten, Respekt einflöß'e. DaS Frauenzimmer, einmal ausgerüttelt, fluchte wie ein Türke, daS beutlichste Zeichen der wiederervach'en LebeaSgeifter. Sie wurde in der neuen Station in die Abtheilung für daö ewig Weibliche gesteckt. Ja der heutigen PolizeigerichtSfltzung beschwor sie Anme Cerry zu heißen. Ihr Haarbeute! kostete ZI, zusammen mit den Kosten 511. Da fie aber ih? Geld verjuxt hatte, mußte fie inS ArbeitthauS. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfanaen. Hood'S Sarsaparilla beseitigt die UrW I aqt vieles ueoels uno yerrk akarrh dadurch, daß sie daö Blut reinigt. Ho od'S Pillen wirken milde aber rase) und sie? auf die Leber und den ?c:a. 25?.

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