Indiana Tribüne, Volume 21, Number 158, Indianapolis, Marion County, 25 February 1898 — Page 3

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Dr. I. Wühler, 120 Oft 'ZNcEnrty Str. Sprechftunven : 8 biZ 9 Uhr Vcrm. ; 2 IM 8 : hr Nachm.; 8 biS 9 Uhr Abend?. Telephon 1446. vrechkunden: Sonntags nnx Vormittag. C. C. EYEliTS, Deutscher Zahn - Arzt. No. 8z Nord Pennsylvania tr. y a S wird auf Wunsch angewandt. WA LIEH FRANZ, Zahn-Arzt, ?.'o. 90X Ost Market Strabe. Soff n Block. Zimmer 43. 0fnce2tunben: Jbit2 3m.. lbUSK., 7bil9 dnd. Sonntag 03 10 Uhr Hat. bl Uhr Cokc. Cokc. In ?i(umpci x. zskitloinert. Ticke könne Sie bekomme ta der Osftc, der liiii'p!j Vai ?to 5$ Lud Pennsy'vznia Str. Hmcetingt it m -mm im, er?iedsN et llntor. lJjHaiiiIfit. io. 133, 140 ur.J 142 Itftrno fttnuc. C &rrns!rHt. Ofnnaorr. M. (Sievko Dettlsch?? Buchbinder. 802 Süd öast. Ecke ElcScrti) Stt. Up Srairs. err 5ari Ptngpa.ik. 7 ?k! ladla CTaJ mV fi tilu;jert ür mit (teile. Adolpli Faey, f014 Freodom Rittht.) Xotary Public, Translator, Correspondent etc. No. 196 Eürabeth Stret. Take Blake St. Car. 50) YEARS' EXPERIENCE RADE MAHAI Designs ff f f f O Copyrights Ac Airm Janding a iketcb and descrlptlon may qmtkJy rtatn onr ptnton fr whtbr a tLTtnttnn 1 prob)ly patentabI. ComraunleMoL'S8trltl7eonsldntikl. Iliadbook on PaUbt. nt frea. 01Jet eeencr for secunnf patenu. Patents takan throuab Mann V. rMtf. peeia.' notte, wtthoat hrq. la ta. scienmic man. AÄ(lPomely Olnstratad wkly. Imrt n mi.tinii cit int eientifla lonrn&L Termi. TZ a Tfnf ; loar monina, aoia dj au uwaeair. tlUlill & Co.3618"'1"'- New York BrtomU bflM. Waaalaatoa. v. 0. rer : four roontba, IL Sold by all tswadalara. irt'fV MB? TdPÜSlU 0)teöl ftlPANS TABULES Are intcndcd for thildren, hdles and all who preser a medlcinc dlsguised as oon scctloncry. Thcy "may now be lad (put cp in Tin Boxes. sevcnty-twb Ja a box price, twcnty-sive ccnts or sivc boxes tot cne dollar. Any druggist will get thcta isyou inatst, and ihey may always be obtajncd by rctnittjng the pncc to JfS) ThcRipans Chemical ISMWVZSM r,c t. r"i UKUWK V, i Webster's International: : E5idiionary 0 f',"'.,? ' In''? LcKl. n !5? '. Atht-rov z'i rcvisloa ol th. Unabridi!, t'-.c p urpose cf which Ü- beern noc duplar aor -O t.Sc provisioaef naterial for boastful and howy 6 dvertisnot, but the lue JucÜaon. choUrly, thorough r-riectnij of worlc wbich ta all to 0 , e , growth has obtained la a qual i öcre tk lavor and cemfideae ol tcaolaia and of th seneral pubhe. Tb On arcat 3tanaara Authority. Po -w-ri'r II.. D. J. Brs JiMtio U S. bspriB CoMiw - Send yoar nun for m SotnrtnH ol tb Work of Eugen FUU, FIELD-FLOWERS . tu: CB3TicW mcsastBt Scuvenlr The xnost beatrtlfal Art Prodactlon of tb cen try. A amatl basch of th aast (ratraat s bleaaaf tat bered srem the broad acret f Edteni kleid fara f Lavc. Contain a lection of the most beautiful of theporms of Eugene Field. Handsomely illustrated by tliirty-five of the world'i greatest artists as their contribution to the Monument Fund. Bot for tb ooblc coatribotlvoa f th (rcat artfota thU boo caold et bar be (aaasac tared or 17.00. Forsale at boot Stores, or sent tTtpaid on reeeipt cf Jt.ie. The love offeringto theChild'a roet Laurcate, published by the Conv xnittee toereatea fand to tniild the Monament id to cars for the faraily of the beloved port. ' atae Fi- o aJonameoi. Searcatr Fccd. Ü aiar trt, CXjact 13t

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Fremde Welten.

Roman von ReinH'old Ortmann. (Fortjetzung.) Oder f)at man Ihnen dtelletazt schon gesagt, daß Sie vor mir auf der Hut sein müßten? In diesem Falle möchte ich Sie allerdings nicht gern durch ein Ausdränoen meiner Freund schaft in Verlegenheit setzen.Wolfhardt blickt: sehr angelegentlich nach dem Nauch seiner Cigarre. mQ nein sagte er zaudernd. Wer hätte mir auch in den wenigen Stunden meiner Anwesenheit einen solchen Rath ertheilen sollen?.Vielleicht Mist Helga Vradwell! Wenn sie ihren Regentag hat. sieht sie alle Welt nur durch einen trüben Nebel des Mißtrauens und glaubt selbst in den harmlosesten Menschen ihrer Umgebung die gefährlichsten Intriganten zu entdecken. Es wollte mir beinahe scheinen, als oö sie gerade heute wieder einen solchen Regentag gehabt hätte." .Fräulein Vradwell ist also nicht immer, wie ich sie heute gesehen habe?" .Gewiß nicht: Aber man muß Glück haben und eine günstige Gelegenheit erwischen, um ihr wahres Gesicht kennen zu lernen..Ihr wahres Gesicht? So halten Sie dasjenige, welches sie heute gezeigt hat. nur für eine Maske?.Ohne Frage! 5at sie Ihnen nicht den Eindruck urschütt:rlichster Ernsthaftigkeit und eisigster Ruhe gemacht? Würden Sie diese junge Dame mit den kühlen Augen und den spöttischeu Lippen einer gewaltigen, stürmt sta Leidenschaftlichkeit fähig halten? Sicherlich nicht J Und doch ist ihre schembare Gelassenheit nur die trügerische Aschendecke über einem Vulcan. Sie müßten sie nur einmal sehen, wenn sie auf dem Rücken ihres Pferdes über Stock und St:!n dahinfliegt, wenn sie am Klavier in ihre -musika-lisch: Raserei geräth oder wenn auf irgend einem Feste die F7öhlichkeit übzr sie kommt diese schreckliche, unheimliche Fröhlichkeit, wie Miß Evelyne Phelps sie zu nennen pflegt! Dann würden Sie kaum nock an die Möalickkeit glauben, daß dies das nämliche Wesen sei. das Sie heute mit so überm. 1 legener Ruhe uver aue mu spotten hörten..Das ist sonderbar! Aber es erklärt sich vielleicht aus der traurigen Thatsache, daß Fräulein Helga sehr frühzeitig ihre Mutter verloren hat." Randolph Markham zuckte mit den Achseln. .Vielleicht! Man erzählt sich übrigens hier, daß diese Mutter von einer ganz ähnlichen Art gewesen sei. Ich selbst habe sie nicht mehr gekannt; denn sie war schon todt, als ich aus England herüberkam. ES ist Ihrem Oheim, wie ich hörte, seinerzeit sehr verdacht worden, daß er diese Dame zu seiner Gattin machte; denn ihre Vergangenheit war in undurchdringliches Dunkel oehüllt, und man hielt sie für eine Abenteurerin. Aber er muß sie sehr geliebt haben, denn die ersten Anfänge seiner Krankheit entsprangen nach der Meinung der Aerzte dem übergroßen Kummer über ihren plötzlichen ?od Gewiß liegt es nicht an ihm, wenn sich diese Liebe nicht auch auf die hinter-, lassene Tochtzr der Verstorbenen über, tragen hat." .So sind Sie der Meinung, daß Herr Vradwell seine Adoptivtochter nicht liebt?" ' Es müßte ein übermenschlicher Vorrath von Langmuth und Zärtlichkeit in seinem Herzen sein, wenn er dazu im Stande wäre. Denn daß Miß Helga für ihn nicht die geringste Zuneigung, sondern viel eher das ge rade Gegentheil davon empfindet, muß ihm längst zur unumstößlichen Gcwißheit geworden sein. Ich weiß nicht, ob die junge Dame überhaupt im Stande wäre, irgend Jemanden zu !ieben daß sie aber die Fähigkeit be sifctj gründlich und dauerhaft zu has sen, dafür mir ihr Benehmen gsgen oen Stiefvater, der sie mit all:n Annehmlichkeitin des Reichthums, umg.'ben hat, eiu unanfechtbarer Ve-re'v Hermann Wolfhardt legte seine erst halb gerauchte Cigarre fort und stand auf.' .Ich werde einen Spaziergang durch den Park machen," sagte er in einem Tone, welcher Markham keinen A?ei' fel darüber lassen konnte, daß er mit seinen lekten Marien eine Unasckick lichkeit begangen habe. .Vielleicht ct.: v.a m.-....". ..... fifavc(iuy vu9 -ociyiiuyui, 3lt iuttt wiederzusehen. Adieu!" Aber Sie können doch unmöglich in dieser Mittagshitze " wollte der iunae Enaländer einwenden: dock der Andere war bereits die Stufen der rr . ' t n: w Merlane qinauyciicycn unu uci schwand bald zwischen den blühenden Gebüschen. Man muk. wie es sckeint. vorsick Hfl? mit ibm umaebsn. als ick ae glaubt hätte.- murmelte Randolph Markham. der ihm mit halb geschienen Augen nachgesehen hatte, vor sich hin. .Wie empfindlich er mit einem Mal war! Run, es würde wahrscheinlich sein Vortheil nicht sein, wenn er mir etwa auch da m's eycge 10m rnen wollte." Er nabm eine neue Ciaarette;' aber er warf sie weg. nachdem er kaum die ersten Zuge getyan halle, eruner wartete, iäbe Absckluk des eben aeführten Gesprächs schien seine gute Laune doch - nicht- uneryevllaz veein rätidt iu haben. .

. Zwölftes Capitel. Wenn Hermann Wolfhardt unter dem Eindruck der ersten Erlebnisse geglaubt hatte, daß ihm schon die nächsten Tage weitere bedeutsame Ueberraschungen oder entscheidende Offen barungen bringen würden, so sah er sich in' dieser Erwartung vollständig getäuscht. Nahezu vier Wochen waren bereits seit seiner Ankunft in Melbourne verstrichen, und noch immer befand er sich genau in der nämlichen Lage wie am ersten Tag. Wenn es in seiner nächsten Umgebung wirklich feindliche Parteien gab. so mußten sie den Kampf, den sie gegen einander führten, wohl sehr gut zu maskiren verstehen, da Wolfbardt nichts Anderes davon wahrnahm als kleine gelegentliche Reibereien, wie sie selbst unter guten Freunden wohl zuweilen vor kommen können, und da ihm zu ande-

ren Zeiten wieder unter allen Hausge nossen das denkbar beste Einvernehmen zu herrschen schien. So hätte er denn, auch wenn es seme Absicht gewesen wäre. Helga's seltsa, men Rath zu befolgen, durchaus kcme Möglichkeit gehabt, sich auf die Seite der einen oder der anderen Partei zu schlagen und einem der Kriegführenden s,Zn Aundesaenossenschaft anzubieten. Niemand schien ein Verlangen nach solchem Beistande zu haben, und noch viel weniger schien irgend Jemand da ran zu denken, ihm selbst ven crieg zu erklären. Herrn Frank McBurney sah er fast nur bei den gemeinschaftkicken Mahlzeiten; denn er war der Einzige im Hause, von dem man , einen Worten und seinem Verhalten nach an nehmen durfte, daß er regelmäßig arbeite. Seine gemessene Höflichkeit blieb unverändert dieselbe, und wenn Wolfhardt in seinem Bemühen, mög lichst rasch in alle Verhältnisse der ihm nevtn Melt einzudringen, sich mit der Bitte um eine Auskunft an ihn wandt?, konnte er ganz sicher sein, stcts eine derartige und verständliche, aber wie auf der Goldwage abgewogene Antwort zu erhalten. , M Auch in Randolph Markhams Bentbmm katte sick nichts geändert. Er war immer derselbe offene, liebmswür. dige. heitereGesellschaster. und er stellte dem neuen Hausgenossen seine Kenntnisse. wie seine Dienste immer mit derselben zuvorkommenden Vereitwillig keit zur Verfügung. Der kleine Zwischenfall nach zenem ersten gemein, a men frühstück schien nicht die leiseste Neritimmuna in ihm zurückgelassen zu haben, aber der Name Helgas war seitdem in seinen Unterhaltungen mit Wolfhardt nie wieder genannt worden, wie nahe auch manchmal die Versuchung liegen mochte, ihrer Erwähnung 211 tbun. Da ihn seine Thätigkeit nur für einen verschwindend kleinen Theil des Tages in Anspruch zu nehmen schien, war Markham fast beständig mit irgend einem Vorschlage bei der Hand, welcher bezweckte, dem jungen Deutschen auf eine angenehme Art die Zeit zu vertreiben. Bald lud er ihn .? r- . v i VI. zu einem üspaziergange ouxaf uiz Stadt ein, die in ihrer jungen Schonheit immer neue Ueberraschungen und Schönheiten für Wolfhardt hatte, bald machten sie in einem leichten Gefährt, daö Randolph Markham selber lenkte. mit William Bradwells feurigen Pser. den eine genußreiche Spazierfahrt in die Umgebung von Melbourne oder sie spielten, wenn die drückende Hitze und der feine Staub, welcher die Lust erfüllte, zeden Aufenthalt unter freiem Himmel verboten, in emem kühlen. schattigen Zimmer Schach, wobei sie stets in englischer Sprache conversirten. damit sich der junge Deutsche in dem Gebrauch des fremden Idioms möglichst rasch jene Gewandtheit aneigne. die ihm bisher noch fehlte. Wolfhardt vermochte sich in der That kaum vorzu stellen, wie sich sein Lebm in William Bradwells Hause ohne die immer be reite Gefälligkeit dieses an-zenehmen jungen Mannes hätte erträglich gestalten sollen, und wenn ihm c.uch Helgas warnende Worte noch zuweilen wie eine leise Mahnung im Herzen nachklangen, war er doch seiner ganzen Charakteranlage nach unfähig, so vies len Beweisen einer uneigennützigen ZuNeigung gegenüber nur einen Schatten des : Mißtrauens gegen " Randolph Markham in seiner Seele zu bewahren. Er fühlte sich ihm zu aufrichtigem Danke verpflichtet, und da er us dieser Gesinnung durchaus kein Geheimniß machte, mußte die Art ihres Werkehrö in jedem Beobachter die Ueberzeugung erwecken, daß eine ehrliche und fest gegründete Freundschaft zwischen den beiden gleichaltrigen jungen Leuten im Entstehen begriffen sei. Ob auch Helga diese Ueberzeugung hegte und ob sie sich überhaupt der Mühe unterzog, Betrachtungen über das Verhältniß der Beiden anzustellen, verrieth sie nach außen hin in ihrem Benehmen gegen Hermann Wolfhardt nicht. Er hatte inzwischen so wenig einen tieferen Einblick in daS Gemüthsleben des sonderbaren Mädchens gewinnen können, als eS ihm vergönnt gewesen war, einem jener Ausbrüche elementarer Leidenschaft beizuwohnen, von denen Randolph Markham gespro chen hatte. Er sah von ihr nie etwaZ Anderes als die kühle, ernsthafte Ruhe und die allzeit zu sarkastischen Ausfäl len geneigte Klugheit, die angeblich nicht ihr wahres Gesicht sein sollten, und die ihm doch mehr und mehr als ihr eigentliches Wesen erschienen. Gewisset Veränderungen aber, die er in ihrem Verhalten gegen ihn wahrgenommen zu haben glaubte, waren so zweifelhaft und überdies von so geringfügigerNatur, daß er selber zu der Annahme neigte, darin nur das Opfer einer Täuschung geworden zu sein. Daß er während der ersten Woche an iedem Morgen einen frischen Blumenstrauß auf dem Tische seines Wohn,immers gefunden hatte und daß dieser duftige Gruß dann eines Tages ausgeblieben war, um sich nie mehr zu wiederholen, war freilich keine Einbildung, sondern eine unbestreitbareThat, fache; aber er hatte nicht den geringsten sicheren Anhalt dafür, daß wirklich Helga, die Spenderin jener Blumen geWesen sei. Aus Furcht, ihren Spott herauZzufordem, hatte er nie gewagt,

sie vanacy zu vesragen, uno meyr uns mehr neigte er jetzt der Annahme zu.

daß Miß Ebelyne Phelps seinen Dank für die zarte Aufmerksamkeit hätte be ' anspruchen können. Die Freundlichkeit. mit der sie ihn behandelte, und die süßen Blicke, urch welche sie ihn sehr häufig bei Tische in Verlegenheit setzte, standen keineswegs im Widerspruch mit einer solchen Vermuthung, und es schien recht wohl begreiflich, daß sie die verblümten Aeußerungen eines etwas verspätet in ihrem Herzen erwachenden Empfindens eingestellt habe, nachdem sie durch sein hartnäckiges Schweigen zu der Erkenntniß gekommen war, daß er die Urheberin jener zarten MorgenÜberraschungen nicht errieth oder nicht errathen wollte. ) Und ganz ähnlich verhielt es sich mit den anderen auf Helga bezüglichen Wahrnehmungen Wolfhidts. Eine Täuschung konnte es 'in, daß er. wenn sie einander glentlich die Hände reichten, den warmen Druck nicht mehr zu spüren meinte, den er während der ersten Tage jedesmal gefühlt eine Tauschung konnte es sein, daß er zuweilen, wenn sem Blick bet Tische unvermuthet dem ihrigen begeg nete, eine seltsame Zraurigkeit in i ihren auf sein Gesicht gttichteten Augen zu entdecken wähnte und eine i Täuschung war es seiner eigenen Meinung nach ganz gewiß, alZ er eines Ta ' ges, da er träumend an einem versteckten Plätzchen im Park gesessen, bei einer zufälligen Wendung des Kopfes für emen Moment in allem Ernst geglaubt hatte, zwischen den Blättern des Laubwerks, das ihn umgab, ihr schönes, zartes Antlitz mit einem tief schmerzlichen Ausdruck in den feinen Zügen zu sehen. Er hatte ihren Namen gerufen und war aufgesprungen, sie theilnehmend nach der Ursache ihrer Betrübniß zu befragen; aber er hatte keine Antwort erhalten, und als er um die Hecke geeilt war, hinter der er sie vermuthete, da hatte er nichts mehr von ihr erblickt ihr dunkles Köpfchen so wenig als auch nur einen verschwindenden Schimmer ihres hellm Kleides. Die Erde mußte sie verschlungen haben, wenn ihn nicht irgend ein Trugbild genarrt hatte, und da er sich nicht entschließen konnte, an ein Wunder zu glauben, fand er sich natür ltch mit dieser letzteren Annahme ab. Was wäre auch in seinem Thun und Lassen gewesen, das Helga verdrießlich oder gar traurig machen konnte! Er hatte ihr in der ersten Stunde aus ehrlichem Herzen seine Freundschaft angeboten, und sie hatte dies Anerbieten mit einer verletzenden Bestimmtheit zurückgewiesen, die ihm jede Wiederholung unmöglich machte. Durfte sie ihm jetzt verargen, wenn er bei einem Anderen den Anschluß suchte, dessen er in dieser fremden Welt doch so sehr bedurfte, und wenn er dabei eine Warnung in den Wind schlug, der es seiner innersten Ueberzeugung nach an jeder Berechtigung fehlte. Auch konnte er der haßlichen Empfindung nicht mehr ganz ledig werden. die Randolph Markhams Hinweis auf Helgas angeblichen Haß gegen ihren Stiefvater in ihm wachgerufen hatte. Er war rechtschaffen bemüht gewesen, sich von dieser Empfindung loszumachen und in den unüberlegten Worten des jungen Engländers nur eine Aeußerung seines heimlichen Aergers über eine eben von Helga erlittene Kränkung zu erblicken; aber die. junge Dame selbst schien durch ihr Benehmen zu bestätigen, was er nur so ungern oiauoen wollte. lgortsezung folgt.) . Fasching der Armen. (ortfetung und SchluN rau Zirnr cryirtt baare acht Marl und eilte nun i.i ei.ier'aZlknzarderodc. um für Censi einen feschen Domino zu besorgen. Da gab es schon Kundschaf: und die gute Frau hatte 'genug zu schauen, um die Herrlichkeiten zu b:wundern. Ritter, Türken. Husaren. Indianer, Clowns und Pilger füi Herren, die prächtigsten Costüme aller Nationen für Damen waren hier zu ihen, und dem unternehmungslustigen Menschenkinde wurde es schwer, eine Wahl zu treffen. Da stand der BäckerXaverl, der kaum dieLehrzeit hinter sich hatte, vor einem Rokoko-Soldatenrock mit Degen und schien ganz verzückt zu sein bei dem Gedanken, in diesem Gewände der Mitwelt Respect einfsößen zu können. Die Geschäftsinhaberir weilte eben mit d:r Anwalts-Leni be! nnem Tauerincostiim mit reichzestick. lern Mieder und vr;?3 dem Mädcbe.' die übrzi'.ge cir.ct solchen Verklcidnni iv.. Das dralle Kccherl ging endli,' .uf diesen Vorschlag ein und eilte mi. oem G?wan'oe davon, als ob Räubei ,inter ihr wären. Der Taverl fand .loch et'ras großartigeres, nämlich einen Ritteranzug und einen falschen Schnurrbcrrt. der ihn zum Glückselig stcn unseres Sternes machte. Nun suchte Frau Kritzer etwas für ihre Censi. Sie fand einen blaßgelben Seidendomino, der großartig kleiden mußte; aber sechs baare Mark wanderten dafür in die Maskengarderobe ; dann kaufte sie noch ein Billet und schließlich blieben von dem ganzen Seidenkleid noch fünf-zig Pfennige! Censi kam früher heim als sonst. Als sie den prächtigen Anzug sah, schlug sie die Hände vor Verwunderung zusammen und meinte, er sei sehr billig. In ihrem Geschäfte gebe es auch Dominos, die aber viel, viel theurer seien. . Mit mehr Sorgfalt als sonst frisirte sie sich und zog sich an; etwas zu esse-.i war ibr unmöglich sie war . ,. ,..' Jedermann sagt so. Cakcarctö Candy Cathartie, dii wundervollste medizinische Entdeckn? des Zeitalters, angenehm und ertri schend im Geschmack, wirkt sanft urd sicher aus Nieren, Leber und Eing'deide, daö ganze System reinigend, ent sernt Erkältung, turnt Kopsrseh, fttc der, anhaltende verkopfuna und Un Verdaulichkeit. Kaufen und versuche? Sie eine Oüaehkel von C. C. beute; 10, 26, pnd 50 Cent, verkauft uno

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nicht mehr die Censi sie war ei,e hübsche, elegante, feine Dame, vor der sich die feinsten Herren verneigen werden, die sie dann an der Nase herumführen wird; und tanzen wird sie jede Tour durchtanzen! Die Mutter hielt ihr noch eine ergreifende Moralpredigt, aber Censi hörte keine Silbe davon. Sie huschte fort allein. ohne Begleitung. Pfui, wird sich manches denken! Aber das war ja nicht möglich. Mutter hatte kein Ge. wand, um mitgehen zu können; das Geld reichte nicht, um zu zweien gehen zu können! Sollte deswegen das arme Mädchen ganz entsagen müssen? Sie wird sich schon zu helfen wissen, und wenn die Geschichte vorbei ist, werden sie sparen, und der Magen wird das Vergnügen nachträglich bezahlen. Endlich war die Dame fertig. Sie hüpft? fort und bestieg die Trambahn, um schneller an's Ziel zu kommen. Da saß der Ritter Xaver! schon da, kerzengra), wie wenn er einen Degen geschluckt hätte, und neben ihm das Bauerndirndl, mit der sich der Conducteur so herablassend unterhielt, war AnwaltsLern. Censi nahm Platz neben ein alten Frau und sah verlegen vor sich hin, denn die Leute vis-a-vis guckten ihr so neugierig in die Augen und die Alte musterte sie mit dem bösesten Blick, den eine strenge Sittenrichterin nur versenden kann. .Colosseum, aussteigen!" Jetzt schlüpfte sie aus dem Wagen und eilte in 'das Ballhaus. 55 Es war schon spät eigentlich früh, als Censi nach Hause kam. Vorsichtig stieg sie die Treppe hinan und sperrte leise die Hausthüre auf, um die Mutter nicht zu wecken. Als sie aber in's Zimmer trat, kam ihr diese schon entgegen und sagte in vorwurfsvoller Weise, die aber mehr mütterliche Besorgniß verrieth: .Aber Censi so spät jetzt iS drei Uhr und um sechs Uhr sollst wieder aufstehn, was hast denn so lang fortgethan?" Ja, liebe Main,- entgegnete Censi

mit wichtiger Betonung, .ich hab' nicht sortkönnen, ehe es gar war, weil ich immer angaschiri war!" So", meinte die Mutter mißtrauisch eö hat dir, scheint's, recht gut gfallen?" Das mein ich." versetzte Censi. indem sie langsam begann, sich von ihrem Domino zu trennen; weißt, der Saal ist so wundervoll, daß im Himmel auch nicht schöner sein kann, und so hell ist's, wie am Tag, wenn die Sonn' scheint. Von Menschen hat's nur so gewimmelt; Dominos in allen Farben; die Herren alle im Frack oder wenigstens im Wichs mit dem Schapoklax, ich sag' dir fein nobel großartig! Wie ich hinein bin, sind's mir gleich nach, daß ich gar nicht gewußt hab, was ich sagen soll. Da hat die Musik ang'fangt einen Walzer zu spielen das war einer, bei dem ist's Tanzen von selber gangen! Gleich ist ein Tänzer kommen, und nachher bin ich nur so dahin g'flogen; ja wohl, man kann schcn sagen, g'flogen. denn der Boden war so glatt wie Eis, und da ist's dahingangen man hat gar nicht müd' werden können! Und denk' dir nur! Bei der Franaise habe ich die Anwalts-Lene und den Xaverl miteinander tanzen sehen und grad' wichtig haben sie's g'habt und g'lacht. Haben's mit'n ganz'n G'sicht. wie a paar Maikäfer ich glaub, bei dene zwei hat'Z eiug'schlagen die werden g'wiß ein Paar!" O mei', Censi," unterbrach sie die Mutter, das is no lang net unter schrieben, wenn auf . einem solchen Maschkererball ein paar junge Leu" umeinanderhupfen und schön thun miteinander so was vergißt ma zu schnell! Aber wie is dir denn nachher gangen? So lang hast tanzt?" Natürlich." sagte Censi, und müd' bin ich schon gar nicht ich könnt' gleich von vorn anfangen !" Wär mir g'nug!" brummte .die Mutter. .Ich hab mich sehr gut unterhalten, und die Herren waren sehr anständig und freundlich; nur einmal wäre mir bald was passirt. Da hab ich mit einem sehr eleganten Herrn tanzt, ver aber schon ein bißl oft in's Glasl g'schaut haben muß; der hat mich nach dem Tanzen hinter eine Säulen g'füh ct und. hat positiv ein Bußl von mir haben wollen!" Was hat er wollen?" rief Frau Kritzer entrüstet aus. Ein Bußl! Aber das giebt's bei der Censl net. Ich sag: Was fallt denn Jhna ein? Jetzt packt er mich und will's mit G'walt nehmen! Im selben Augenblick gcht ein Herr auf ihn zu und sagt: Mein Herr, wollen Sie das Mädchen in Ruh' lassen oder nicht?" , Das war ein feiner Mann!" unter, brach sie die Mutter. Da hat er mich loslassen und fyA gegen den Herrn gehen wollen, hat sich aber doch nicht traut, denn der hat ihn ang'schaut, daß ihm angst und ba-lg worden ist. Und wer meinst, daß dieser zweite Herr war, der mir diesen Ge fallen than hat? Unser Zimmer, Herr, der Herr Doctor!" Ah, der Doctor! Drum hat er g'sagt, daß er auf den Vall muß!" Ja der Herr Doctor! Ich sag dir, Mam, das ist ein guter und auch ein lieber Mensch. Ich hab mich mit ihm nachher so gut unterhalten " .So?" machte die Mutter. a, und wir haben dann immer miteinander getanzt kurz, er ist ein reizender Mensch!" So?" fing jetzt Frau Kritzer an, und jetzt meinst du wahrscheinlich, jetzt ist alles in Ordnung? Er hat dir schön gethan, weilst ein saubers Madcl bist, und du glaubst natürlich alles und meinst, daß auf'S Jahr Hochzeit fein soll. Sei nur still und sag nichts, vaö weiß i besser da wird so fortgemacht, er thut nichts mehr, sie thut nichts mehr, und wenn er dann dazu kommt, wirklich was z'werden. dann ist's mit der Lieb schon lang aus, und dannr.d's schlechter dran als z'erst, .tzxx st: Passen einfach nimmer z'sam! C:7.5l. m-ch kei Dummb:it und scklaa

dir den Doctor aus dem Kops! Das wär mir noch das Wahre!" j Censi sagte nichts, stieg in's Bett ' und murmelte etwas vor sich hin, steckte d:n Kopf unter die Decke und rührte ' sich nicht mehr. Ein paar Stunden später hatte , Mutter Kriher alle Mühe, die Schläferin zu wecken. O. das ging hart ! !

aio war aber diese Schwache Aberwunden, und als sie beim Kaffeeschüsselchen saß, meinte die Censi: Mam, zum Herrn Doctor sollst doch was sagen, weil er mir so g'holfen hat!" Wird schon b'sorgt," entgegnete scharf die Mutter. Dann eilte Censi singend fort. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gelang es der Frau Kritzer endlich, beim Herrn Doctor vorzukommen. Sie sagte, daß sie gekommen sei, sich zu bedanken, weil er sich um die Cnsi so angenommen habe. Er antwortete bebescheiden und ließ eine kleine Schmeichelei bezüglich der hübschenTochter einfließen. Nun rückte die Alte heraus. Glauv's schon, Herr Doctor. daß Jhna g'fallet! Sie haben scheint's dem Madel auch schon solche Mucken in's Ohr g'sctzt. Das muß i mir verbieten; Sie werden mir's net übelnehma, denn Sie müssen's selber einsehga! Mei Censi ist ein braves Madl und zu einer Spielerei zu gut; im Ernst aber hat sie gar nix und Sie brauchen eine Frau, die, wie sie sagen, MooS hat, weil Sie eben Sie werden entschuldigen auch nix haben. Wenn Sie wirklich der ehrenhafte Mann sind, dann wissen's. was zu thun haben!" Ueberrascht schaute sie der Student an und sagte dann: Hausfrau, Sie haben recht die Censi ist zwar ein schönes, liebes. Ding, aber es kann mit unö zwei nichts werden, und deshalb will ich aus dem Weg gehen und das Haus verlassen. Dann werden Sie vielleicht doch glauben, daß ich der ehrliche Mann bin. für den mich ihre Censi ansieht!" Ja." rief nun Frau Kritzer froh gestimmt, jetzt glaub' ich's und wünsch' Ihnen für alle Zeit das Allerbeste!" In einigen Tagen schon führte der Herr Doctor" seinen Vorsatz aus. Er verabschiedete sich herzlichst und zog in einen ganz anderen Stadttheil. Censi war überrascht, enttäuscht und geradezu erbittert. Jetzt, wo sie unter einem Dache lebten, wo sie sich alle Tage sehen konnten, war's so schön, und da zieht er aus! Also hat er doch mehr gesagt, als er verantworten konnte ! Sie sprach kein Wort mehr über den Fahnenflüchtigen, aber wenn sie an ihren ersten Ball" dachte, wurde ihr das Herz schwer und die Augen wurden ihr laß wegen ihres ersten Glücks und der ersten Enttäuschung. Nlavierspiel mit der Linken. Etwa um die Mitte unseres Jai) Hunderts wurde zum ersten Male das Klavierspiel mit der linken Hand allein öffentlich produzirt. Es ist nicht nachweisbar, was den Anstoß zu dieser eigenthümlichen Künstelei gegeben hat. Man erzählt von märchenhaften Entstehungsursachen. Nach einer Sage hat ein armer Musikus, der dem Teufel für ein sorgenloses Leben seine rechte Hand verschriebm, später in wiedeierwachter Liebe zu seiner Kunst daZ Spiel mit der linken Hand erlernt und bis zur Vollkommenheit ausgebildet; nach einer anderen Erzählung hat ein Ritterfräulein, dem von einer gestrengen Ahne die Briefe an ihren Geliebten verboten waren, stcts mit der linken Hand geübt, während die rechte schrieb, um die Ahne zu täuschen. Thatsache ist, daß zuerst Dreyschock das Kunststück öffentlich produzirte. Gewöhnlich spielte er am Schluß seiner Concerte Variationen über (Zoll ave the Queen" für die linke Hand allein," und errang mit Vorführung dieser Schwierigkeiten den allergrößten Beifall, nicht blos von seitm des entzückten Publikums, sondern auch von der Kritik. In unzähligenWendungen pries man dasrechte Ideal einer linken Hand." Selbst der verständige Cramer schrieb von Dreyschock: Er besitzt gar keine Linke, er hat zwei rechte Hände." Selbstredend regte auch der Witz seine Stimme, aber im allgemeinen überwog die schrankenlose Bewunderung. Dreyschock fand Nachahmer in dem sogenannten Trillerkönig" Wilmers und in dem öfterreichischen Kammervirtuosen Leopold von Meyer. Nachdem diese drei ihre lange ruhmreiche Concertlaufbahn beendet, gerieth das Spiel mit der linken Hand allmählich in Vergessenheit, bis der . ungarische Graf Zichy etwa im Jahre 1877 die allgemeine Aufmerk samkeit durch sein wunderbar vollendetes Spiel mit der Linken auf sich zog.. Aber bei ihm war es keine aesuchte Künstelei, sondern aus der bitteren Nothwendigkeit hervorgegangen. Er war schon früh durch ein Jagdunglück seiner rechten Hand beraubt worden; da er die Musik sehr liebte und sie nicht aufgeben mochte, bildete er seine . linke Hand in unglaublicher Weise aus, so daß man bei seinen Vorträgen zu der Annahme verleitet wird, er spiele mit beiden Händen. Wenn er öffentlich auftritt, was allerdings nur in Wohlthätigkeitsconcerten geschieht, erringt er sich die allgemeine Gluck Im Hause. Häuslicher Friede und Glück werden immer bewahrt werden wenn die Eltem die nöthige Vorsicht bei Erkältung, oder j HalS und Lungen Leiden der Kleinen anwenden. Kmdcr sind immer geneigt eincErkaltunalcichr zu nehmen, Dr. BuU's H::5enVrup iedoch kurirt sie rasch und sicher. "Jcq gebrauchte Dr. Vull's Husten Syrup für meinen acht Jahre alten Sohn. Er hatte die Bräune und ich versuchte viele Mittel fand jedoch daß Dr. Vull's Hustm Suruu das beste von allen war." Frau ! A. Gcib, 317 Dcmott Str.,WcstHo, a m rfft m m : boren, sjf. I. nr. Buu'o iten isyr, up kostet nur 25. CentS und er ist besser und blsll'ger.alS wie alle die anderen . Mirturen welcher der Händler anprci?.. -äüft nur Dr. Vul Husten G;rr

roomecroienle Anerkennung, wenn daS Publikum sich jetzt auch ruhiger Ludert, als zu Drcyschock's Zeiten. Uuszer Zichy hat nur noch Bülow Stücke für die linke Hand allein ge spielt, ksders eine Fuge von Rheinb.rger, selbiredend, wie dieses bei ihm i-.iä.t andcrs möglich war, mit großer cistersch.ift. LiZzt spielte nicht inmal seine eigene Composition für die lmle Hand: .Ungarns Gott" in Con ccrten. und Cleste Gallyot. die Gattin des berühmten Geigers Voucher, spielte mit der linken Hand nur die Begleitung der Melodien, die ihre Rechte der Harfe entlockte. Im Allgemeinen kommt man, und mit Recht, sehr selten auf die Spielereien mit der linken Hand zurück, wenn die gewissenhafte Schulung derselben als ein Förderungsmittel für die allgemeine technische Ausbildung des Pianisten auch ganz sicher nicht zu unterschätzen ist. Der ,sznirtc Oalat.

Der Oberregisseur der vereinigten Theater in G'.az. Direktor Klang,' er zählt, wie das Neue Wiener Journal mittheilt, in seinem Büchlein Theatergeschichten" folgende Wirthshaus-Anek dote: Der verstorbene Komiker Karl v. Bukovics gastirte bei uns in Graz. Liebenswürdig und humorvoll, wie er immer war, sagte er plötzlich während des Speisens: Kinder, jetzt ernstbleiben wir werden lachen! aber ich bitt Euch! ernstbleiben! He, Kellner!" schrie er, dringen Sie mir einen Kalbs, braten mit Salat, aber sznirt muß er sein." ..Jch bitte", sagte der Ganymed und flog wie ein Pfeil davon. Wir stutzten, sahen einander an, ge trauten uns jedoch nicht, diesen weltberühmten Gourmand zu interpelliren, was er mit dem sznirt" meinte, denn es konnte ein kulinarischer Ausdruck sein, der uns Rindfleischessern mit Gemüse nicht bekannt war. Bukovics sah unsere Verblüfftheit und zog unZ gleich in den Aufsitzer- mit hinein. .Ihr staunt," sagte er; was ist denn dabei; wenn man schon gastirt, kann man sich ja auch einen sznirten Salat vergönnen, so viel werde ich doch verdienen!" .Der Ganymed erschien, servirt den Kalbsbraten mit Salat. Bukovics. den Salat erblickend und gleichzeitig dem Kellner zurufend: Aber Sie. lieber Freund, ich habe Ihnen doch gesagt, sznirt will ich den Salat haben." ..O, bitte, bitte," rief Ganymed und schob mit dem Salat wieder ab. Bukovics ließ unS nicht zu Worte krnnmen und brummte: Da hört sich Alles auf. jetzt wird der Kalbsbraten wieder kalt na hört, die Kellner sind bei Euch wohl fürchterlich, sznirt" sich nicht bis in die Küche zu merken!" Ganymed erschien mit dem Salat, der aus Endivien und Kartoffeln bestand. Der Künstler, den Salat erblickend, rief verzweiflungsvoll den. Kellner zu: Aber Sie, der Salat ist ja nicht sznirt ich bitte Sie jetzt allen Ernstes um einen sznirten Salat und nehmen S' den Kalbsbraten gleich mit der unterdessen kalt worden ist!" Ja, bitte, bitte," seufzte der Gan meo und stürzte von deinen e.ür wohin? nicht in die Ki:ch'. s).:der: um zweiten Speiscnkener; der nahi: mit wichtiger Micne den Salat unt segelte, mit. der Serviette in der Lust, in, die Küche mit einer Mimik, die un5 sagen sollte: Mein Kollege ist ein Esel!" Sitzen schon," jubelt der Komiker. Der zweite Kellner erschien und brachte diesmal zu der vorigen Komposition des Salates noch einen Häuptel und kleine Rcttige daraus. Bukovics fing desperat zu lachen an und sagte zum Kellner: Sie, wie oft soll ich Ihnen denn saaen, ich will einen Salat, der .sznirt" ist!" Bitte," entgegnete der Kellner, .der Kcch sagte, der wäre vollkommen sznirt!" So. dann tragen Sie dem Koch den Salat hinaus, er soll ihn selber essen, der ist nicht sznirt-, sondern das ist ein gemischier Salat!" Kopfschüttelnd nimmt der zweite Kellner den Salat und eilt zum Ober, keilner. der von bannen eilt und mit dem Salat, wieder anders am Teller arrangirt, zu Bukovics kommt und triumphirend fat: Bitte, Herr v. Bukovics, jetzt werden Sie zufrieden sein." Nein, Heinrich, ich bin nicht zufrie den, ich wünsche emen Salat, der sznirt ist." Das hörte der Hotelier, kommt mit Grandezza herbet und befiehlt: Bringen Sie Herrn v. Bukovics sofort ein Salat. der sznirt ist!" . Sämmtliche Kellner wollen wegstür zen da ruft plötzlich der Hotelier: Halten! warten! Ich bitte Sie, Herr v. Bukovics, wa? ist denn das: sznirt!" " Gott sei Dank endlich Einer, der fragt, was daö ist! Ja wann Sö'S net wissen ich weiß es nicht!" , Tableau. Vater und Sohn. Der Vater war ein thätiger Mann, Er füllte sein .Portemonnaie Durch fleißige Arbeit stetig an. Und lebte dann als Rentier. Sein Sohn aber lebte umgekehrt. Zuerst als Rentier, und dann. Nachdem er sein Erbtheil aufgezehrt, Fing er zu arbeiten an. UnangenehmeDruckfehler. . . .Es lag dem Studiosus wie Schoppen vor den Augen. . . .Nun erhob sich der joviale Haus Herr, und brachte in einigen . lausigen Versen das Wohl des Brautpaares aus. Er kennt sich. Herr: .Jo hann, heute fahren wir zum Diner nach Gut N...aber daß emer von unö beiden nüchtern bleibt!" ' Malitiös. Geck: ... .Mein Schatz ist mein' Wissen!" Dame: .5Und darf man fragen, wo Sie diesen ' Gz$ vergraben haben?!- -

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