Indiana Tribüne, Volume 21, Number 157, Indianapolis, Marion County, 24 February 1898 — Page 1
o i o Kl rfo Yfr sfT 4 O Kr Or AO r l W W l W O X O vv Office : No. 13 Süd Mabama Straße. Telephon 11,71. Indianapolis, Zndiano, Oonnerstag, den 24. Sebruar 1898 Jahrgang 31 fnei 157
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ä???'' Ü"" Editorielles. Ueberdie Untersuchung der Katastrophe im Hafen von Haoana und über die Beziehungen fischen der amerikanischen und der spanischen Regierung wird eine Niesenmenge von Quatsch geschrieben, gesprochen und telegraphirt. DaS ganze Zrug ist nicht deS DruckenS werth. Die Ergebnisse der Untersuchung werden vorläufig geheim gehalten und waS darüber verössentlicht wird, beruht bloß auf Vermuthungen sensationsgieriger Berichterstatter. Die viele Rederei und Schreiberei hat weiter keinen Zweck als Auslegung zu erzeugen. Wirkliche Thatsachen find nicht mitzutheilen und alleS Kriegsgeschrei ist Unsinn. Ueber den Prozeß in WilkeS. barre schreibt daS gut unterrichtete Philadelphia Tageblatt" : Die Verhandlung, in dem Prozeß gegen den Sheriff von Luzerne County und seine Gehilsen ist nun beim zweiten Stadium angelangt. DaS erste war der Anklage gewidmet, und daS zweite gehört der Vertheidigung. Wir ollen versuchen, in der leidenschastSlosesten Weise zu rekapituliren, welche Ergebnisse der Prozeß, bis jetzt gehabt hat: ES ist erwiesenworden, daß unefähr 5C0 Kohlengräber von Harewood gegen Latlrmer marschulen. Borher hielten sie eine Versammlung ab. Bei dieser wurde bekannt gegeben, daß die Leute, welche in Lattimer arbeiteten, se'.bft wünschten, daß die Streiker. von Harwood anmarschirten, woraus sie sich dem Ausstand anschließen werden. ES läßt sich auS den Berichten nicht ersehen, ob diese Einladung thatsächlich erging, aber daS ist auch unwesentlich sür den Fall. In jener Versammlung wurde beschlossen, daß Niemand Waffen mitführen dürfe, sogar Stöcke wurden nicht erlaubt. Dieser Beschluß ist nach der Aussage einer Anzahl unparteiischer Zeugen genau eingehalten worden. AIS die Streiker West.Hazleton erreichten, trat ihnen Sheriff Martin mit etwa 80 DeputieS entgegen und verhinderte sie am Weitermarschiren mit Gewalt. Der Polizeiches der Ortschast, SoneS, hielt zwar daS Vorgehen deS Sheriffs als gesetzwidrig. Um aber einem Conflikt vorzubeugen, bewog er die Steiker, sich zurückzuziehen und zeigte ihnen einen Weg, über welchen sie an der SherissS-Mannschast vorbei gegen Lattimer kommen konnten. DaS bezeugte er selbst beim Prozeß. AlS Sheriff Martin sich umgangen sah, fuhr er mit seiner Mannschaft in Trolley-Wagen nach Lattimer, um den Slreikern vorzukommen. Er faßte Pofto nahe dem Eingang zum Orte. Die Szene von West Hazleton widerholte sich nun. Einige der Streiker versuchten an dem Sheriff, der sich von seiner Mannschaft getrennt hatte, vor beizukommen. D:r Cjcciff verlas die AusruhrS-Proklamation. ES wurde keinerlei förmliche Warnung gegeben. Drei cder vier Zeugen beschworen, daß Martin zuerst schoß und einen Arbeiter tödtite und verwundene. Dann folgte eine Salve der DeputieS. Keinerlei Widerstand wurde geleistet. Die Sheiker liefen entweder davon, oder liefen sich auf den Boden fallen, um det Kuzeln zu entgehen. DaSOchie'3 dauerte mehrere Ninuten. Die
Mehrzahl der Opfer vurde in den u-n 10 Uhr wieder tn S'Kung nno verRücken geschossen. DeputieS liefen den hörte Dr. Honeberger, den Zahlmeister, fliehenden Leuten geraume Strecken und den Oberingenieur Howell vom nach und schössen auf sie. Auch wurde ' Maine". Mehrere andere Zeugen, von ihnen vorsadlich aus am Boden deren Namen nicht in Erfahrung ge-
liegende Verwundete geschossen. ES wurde berichtet, daß verschiedene der DeputieS vor der Katastrophe gesagt hatten. eS werde zum Schießen kommen und daß sie sich in teuflischer Weise darauf gefreut und den Wunsch ausgesprochen hatten, die Arbeiter niederknallen zu können. Eö wurde ferner bewiesen, daß eine Anzahl dieser DeputieS nach dem Gemetzel sich damit gebrüstkt hatte, so und so viele Mann zusammengeschossen zu haben. Diese Thatsachen sind über jeden vernünftigen Zweifel hinauS festgestellt worden. Nicht bloS Leute, welche am Streik beteiligt waren, beschworen sie, sondern auch andere, völlig einwandfreie Zeugen. Nun hat die Vertheidigung daS Wort und eS wird sich ja zeigen, waS sie dagegen sagen kann. Wir werden eS ruhig abwarten und dann wieder sprechen. Aber selbst wenn sie auch nicht ein Zola von dem soweit unterbreiteten BeweiSmaterial widerlegen könnte, so wäre, nach unserem Dafürhalten, keine Hoffnung dafür vorhanden. daß die Gerechtigkeit siegt. Der entscheidende Faktor ist die Jury Die Mörder, so darf man sie doch"wohl nach den Ergebnissen deS Prozesses nennen, find sämmtlich amerikanische Gentlemen" und gehören zu den prominentesten Personen" in der Gegend von Wilkeöbarre. Ihre Opfer find sämmtlich Ausländer, nicht rur Ausländer, sondern HunS", SlavS", Polandns" verachtet und gehaßt von der einheimischen Bevölkerung. Die Jury besteht ausschließlich auS eingeborenen Amerikanern. ES ist richtig, daß man sie nicht als eine kapitalistlsche Jury bezeichnen kann, denn die meisten der Geschworenen find kleine Geschäftsleute oder Arbeiter. Aber eS find Nativisten. Mit einer einzigrn Ausnahme hat jeder derselben im Verbör zugegeben, daß er ein Vorurtheil" gegen die Ausländer hege. Man hat dann so lange an ibm herumgebohrt, biS"er fich die Erklärung abringen ließ, daß er sich durch dieseS Vorurtheil nicht dtstlmmen lassen werde. Wer daS glaubt ? Die Vertheidigung verfügt über reiche Mittel. Sie wird Leute genug beibringen, welcheschwören,daß fiedurch die Streiker am erwähnten Tage und zuvor in Schrecken gesetzt worden find. Sie wird jede Ruhestörung, jeden Zusammenlauf, jeden Streit, der fich in der Gegend ereignet hat, in Zusammenhang mit der Affaire bringen. ES wird ihr wohl auch ouf falsche? Zeugniß nicht ankommen. Und die Nativisten auf der Geschworenenbank werden froh sein, solche Vorwände zu bekommen, um die Mörder freizusprechen. DaS ist der wahrscheinlichste AuSgang. AschllMichlen. Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 35 Grad, niedrigöe 24 Grad. , Die Untersuchung der K atastrophe. Washington, 23. Februar. Sekretär Long erhielt heute Nachmittag folgende Depesche von Admiral Sicard, von Key West : Right Arm" traf heute Morgen in Havana ein. Kapitän Magee scheint ein erfahrener Mann zu sein, der im Stande sein wird, guten Rath zu er theilen. Kapitän Samson telegraphirt mir. die Beschaffenheit des Wracks sei eine sehr böse. DaS Untersuchunggeeicht empfiehlt einen Kontrakt mit der bestausgerüsteten Berge Gesell schast. Die vordere Hälfte deS Schif feS ist vollständig zerstört; die hintere Hälfte ist scheinbar, mit Ausnahme von Kleinigkeiten, unbeschädigt. Si card" Im Marinedepartement haben die Arbeiter wieder ihren gewohnten Rou tineganz angenommen. (?8 trafen keine Nachrichten, die auf den Maine" Bezug hatten, ein. DaS Untersuchungsgericht .für die Nwe-Katastrophe trat heute Norgen
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VtUUk iVllVlM tVII tttvn; v.'. f - rend deö Nachmittag? vernommen. Capt. Samson, der Präsident deS Tribunals, machte heute dem Wrack einen weiteren Besuch. Er sagt, er wisse nicht, wie lange daS Tribunal hier in Sitzung bleiben wird. Er füzte hinzu; daß früher oder später jeder der Ueberlebenden vom Maine" verhört werben würde. Die Regel, daß vollkommenes Stillschweigen bewahrt werden soll, bis die Thatsachen deS FalleS durch Zeugen erwiesen find, wird streng befolgt. mi Schandthat von Weißen im Süden. Columbia, Ga., 22. Feb. DaS scheußlichste Verbrechen, daS Weiße in Süd-Carolina je begangen haben, ist heute früh in Lake City, Williambarg County. verübt worden, als der Postmeister Baker, ein Neger, und seine Frau durch Feuer auS ihrem Hause vertrieben und der Postmeister und sein jüngstes Kind, erschossen wurden, während seine Gattin und seine drei Töchter durch Schüsse verwundet wurden. Baker wurde vor drei Monaten zum Postmeister ernannt. ES wurde zwar chon damals gegen die Ernennung eines NegerS protestier, aber nicht sehr energisch. Später wurde einmal auf Baker auS dem Hinterhalt geschossen, man schrieb dieS aber einer Personchen Rache zu. Letzten Dienstag hatte fich eine Anzahl Männer hinter Häuer und Zäunen versteckt und feuerte sm w m m ft. & r . erne Menge au e gegen oas ebände ab, in welchem Baker wohnte und auch die Postosfice fich befand. Sie zielten aber hoch und bezweckten wahrscheinlich nur, eine Warnung zu geben. Vor einigen Tagen verlangten die Senatoren Tillman und McLaurin und der Congreßabgeordnete Horton die Absetzung Bakerö weil er ein Neger war, ihr Gesuch wurde aber abgechlagen. Baker selbst behauptete seiAr M ftl nea Pollen . uno. zeigte aucy reine Furcht, weil er auf Schutz durch die BundeSbehökden'.rechnete. Heute früh um 1 Uhr wurde die Brandfackel an daS Haus BakerS und daS Postamt gelegt. In kurzer Enternung von dem Hause, gerade außerhalb der Sichtlinie, hatten fich etwa 130 Weiße aufgestellt, die mit Pistolen und Jagdgewehren bewaffnet waren. Sobald die Bewohner deS HauseS, Baker, seine Frau, vier Töchter, ein Sohn und ein Säugling, durch daS Feuer aus dem Schlaf geweckt wurden, fiigen die Leute draußen an zu schießen. Baker trat zuerst vor die Thüre und fiel sofort von Kugeln durchbohrt zu Boden. Frau Baker erschien gleich darauf mit ihrem Säugling in den Armen und auch sie wurde mit einem Kugelregen empfangen. Sie erhielt mehrere Wunden und ihr Säugling wurde ihr in den Armen erschossen. Die übrigen Mitglieder der Familie wurden alle mehr oder minder schwer verwundet. Die Leichen Baker'S und seines kleinen KindeS verbrannten in dem Gebäude und die Flammen zerstörten auch sämmtliche Postsachen. Sine CoronerS-Jury trat heute Abend zusammen, besichtigte die derkohlten Leichen und vertagte fich dann biS Samstag. Große Entrüstung wird über die Schandthat geäußert. Aus dem (Kongreß. Washington, D. C., 22. Feb. Senat. Während der Senat heute die Bewilligungöbill für das diplomatische und ConsulatSwesen berieth, veranlaßte Senator Allen (Nebr.) eine scharfe Debatte durch Einreichung eines AmendementS, welches die rechtliche Anerkennung der kubanischen Znsurgenten bezweckte. Die Debatte dauerte nahezu vier Stunden. Zm Verlaufe einer Antwort aus die Erklärungen deS Senators Allen sagte Senator Morgan (Ala.), daß die Beziehungen dieses Landes zu Spanien jetzt gespannter Art wären und die Jntervention der Ver. Staaten, die vor einem Jahre noch ohne Krieg hätten geschehen können. j,tzt höchftvahrschein lich einen Krieg verursachen würden. Er druckte die Anficht auS, daß die Cubasrage zwischen den Ver. Staaten und Spanien gelegentlich der Ent scheidung ' durch daZ Ochwert unter-
breitet werden würde, er wünsche aber
nicht, daß ein Krieg durch voreilige Handlungen heraufbeschworen werde. Foraker (Ohio) war der Ansicht, daß der Tag zum Handeln nicht mehr fern sei und daß McKinley eigentlich sich darüber freuen sollte, daß der getzgebcnde Zweig der Regierung be reit sei, die amerikanischen Rechte aufcht zu erhalten. Er erklärte, aber doch gegen das vorliegende Amendem ent stimmen zu wollen. Schließlich wurde Senator AllenS mendement außer Ordnung erklärt A und der Einwand gegen diese Sntscheidung deö Vorsitzes mit öl gegen 5 Stimmen auf den Tisch gelegt. Vorher halte Senator Allen eine Resolution unterbreitet, daß ein Comrrttee von Fünfen ernannt werde, welti fich nach Cuba begeben und dort ie genauen Zustände auf der Insel auösinden und darüber berichten solle. Die Resolution wurde bis morgen lbergelezt. Ha u S. Während der Berathung der Sunry Civil Bewilligungöbill nahm Reräsentant Mahony (Rep , N I) Gelegenheit, in einer sensationellen Rede die glänzenden Festlichkeiten, welche die sogenannten Leiter der Geellschaft in New Jork abhalten, während die Nation über den Verlust von 260 tapferen Seeleutender Maine" rauere, alö ein Verbrechen zu bezeichnen. Ck contrattrrte den Mansel an Heilnahme mit den Verhältnissen, die in London herrschten, als der, Camperdown" von der Victoria" in den Grund gerannt war. Dort wären alle esellschaftlichen Feste aufgehoben worden und die Stadt habe getrauert. Er sagte : Ja, diese.selben Leute, die in der l.tzten Präsidentschaft. (Jamvagne mit der nationalen Ehre prahlten und daö Maul bis' an beide Ohren aufrissen, sie sind die Drohnen der Gesellschaft." Er erklärte, daß er alles ?n seiner Kraft Liegende thun werde, um die republikanische Partei von dieser Sippe zu reinigen. Er behauptete, jene 400 von New Jork'. störten' durch.ihre Orgieen die Trauer der Nation und insultiren die Todten. Der Prozeß der Massenmörder. Wilkeöbarre, Pa., 25. Febr. Der Prozeß deS Sheriffs Martin und seiner DeputieS wurde heute Morgen fortgesetzt. Michael Brennan war auf dem Zkuzenstznde und sagte auS, daß er in den Wald entfloh, als ihn einige Streiker veranlassen wollten, mit nach Lattimer zu marschiren. ES wären zwei Schüsse hinter ihm her gefeuert worden. August Winnock, der in Cranberry arbeitete, bezeugte, deß die Streiker versuchten, ihn unter Drohungen von der Arbeit abzuhalten. Ludwig Laube, von Cranberry, sagte auS, daß er sich weigerte, die Arbeit einzustellen und daß einer der Streike? einen Stein nach ihm warf. Eine Anzahl anderer Zeugen machten ähnliche Aussagen. Ausland. Zola verurtheilt. Pari, 23. Febr. Eö war 7 Uhr heute Abend alö die Geschworenen sich zurückzogen. Nach nur halbstündiger Berathung fällten sie ihren Wahrspruch, der aus Schuldig ohne mildernde Umstänte" lautete. Der Richter erkannte für Zola auf daö höchste Strafmaß : ein Zahr gesängniß und drei tausend Nravcö Geldbuße. Verrieuz kam mit vier Monaten Gefängniß weg. Der Pöbel machte den üblichen Lärm und die Geschworenen empfingen eine förmlicher Ovation. Hinter dem Sitze deS Vorsitzenden Richters befand sich ein Bild, JesuS am Kreuze darstellend. Schon Laborie hatte in seine Rede auf dasselbe hingewiesen und mit Emphase ausgerufen: Der Name Pilatuö ist der verachtetste in der Geschichte." Alö der Wahrspruch abgegeben war, sagte Zola: Wie. Thristuö so bin ich auch ein Opfer der Gewalt deö Pöbelö, der Rache und der Unterdrückung der Gerechtigkeit." Er nahm daö Urtheil ruhig hin. Zola kehrte erst um Mitternacht in seine Wohnung zurück. Er fand alle Zimmer mit Blumen gefüllt, von denen diele von jüdischen Damen geschickt r?aren.. Telegramme liefen von - nah
und fern ein, eines darunter von Odessa, dreitausend Worte enthaltend. Zola wird wahrscheinlich einen weiteren Brief veröffentlichen. mm ,, m
echisfS'NachriHteu. Angekommen in : New Jork: Amsterdam" von Rotterdam; Nordland" von Antwerpen; Victoria" von London. Bremen: Dresden" von Baltimore; Stuttgart" von New gork. Southampton: St. Paul" von New Fork. Liverpool: Sylvania" von Boston. M o V i l l e : Anchoria" von New Aork. Genua: Nsrmannia" von New Sork. allerlei. I n dem .Hotel Stock. h o l m" zu Kopenhagen stieg ein Deutscher ab und schnev sich als Carl Lange in's Fremdenbuch ein. Er erzählte dem Wirthe, daß er früher Rittmeister in der deutschen Armee gewesen sei und an den Feldzügen von 1864 und 1870 tycugenommen habe. Er erhalte eine Pension von 2000 Mark, befinde sich jedoch augenblicklich in Geldderlegenbett. Da man ihn am nächsten aat nicht gesehen hatte und auf Anklopfen kerne Antwort bekam, öffnete man aetraltsam die Thür zu seinem Zimmer und da zeigte sich, daß der Fremde sich am Bettpfosten erhängt hatte. Aus den m thrn gefundenen Briefen geh: hervor, daß ferne Famnre rn Stettin lebt und daß pekuniäre Sorgen ihn in den Tod getrieben haben. Dem greisen Begrün der des Rothen Kreuzes, Henry Dunant rn Herden (Canton Appenzell). dem schon aus Deutschland und Rußland Ehrengaben zur Besserung seines nicht sorgenfreien Lebensabend? utherl geworden sind, hat nun auch sein enaeres Vaterland die wohlver diente Würdigung zutheil werden lassen. indem es ihm den Alfred Bmet. Preis, bestimmt für besondere Leistunaen aus dem Gebiete des Menschen Wohles und der Vaterlandsliebe, zuerkannte. Der deutsche Kreuzer Falke", Commandant Corvetten-Ca-pitän Wallmann, lief auf einer Rundreise durch das Neu - Guinea - Schutzgebiet auch die Insel Kuna (Nakuna) an der Nordwestseite von Neu-Hanno-ver an. Außer den Eingeborenen, heißt es in dem Bericht über die Fahrt. befindet sich e:n einziger Europaer, Namens Gangloff, auf der Insel. Herr Gangloff, ursprünglich aus Rußland stammend, rft französischer Staatsbürger und lebte während des Krieges 187071 in Straßburg i. l?. Später trat er in die französische Marine - Infanterie ein und hat mehrere Kriegszüge mitzemacht. Vor ungefähr 14 Jahren hat er, angeblich in einem Streite aus Eisersucht, semen Hauptmann erschossen, wofür er mit 6 Iahren Zwangsarbeit und Verschickung nach Neu Caledonien bestraft wurde. Als er nach Ablauf der Strafe rn die Heimath zurückgebracht werden sollte, entfloh er mit noch zwei Gefährten in einem kleinen, offenen Boote und kam nach ungeheueren Entbehrungen mit seinen Gefährten in Finschhafen (NeuGuinea) an, von wo ne ircy aus der Insel Nusa niederließen. Noch anhal tenden Kämpfen mit den Eingeborenen wurden die beiden Gefährten Gangloff's von den Kanälen erschlagen und r-iii v m;o tr-ir,Wi4n u IIUUJ Vlllv Utl JJIVJI tv4iiviuyi uii zehrt. Gangloff entfloh nach der Insel Kuna und stellte sich unter den . . C ft P lazutz des zgaupirrngs oes Dorfes, hatte aber trotzdem viel zu leiden. Aus dieser Zeit rühren sechs Speerstiche her, .m m.. ml M l . t TT die starke maroen mn.leriai,en yaoen. Um sich mit den Kanälen auf guten Fuß zu stellen, heirathete er schließlich vor etwa 5 Jahren ein Kanaken-Mäd-chen und lebt seitdem mit den KungInsulanern rn Frieden und Eintracht. ,,, Salzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertheile Hood'ö Sarsaparille, der große Blut.' rem ger halt Salzsiup. H o o d'ö Pillen wirken voüalich nach der Mahlzeit und kuriren Kopsweh. 26. Ä AufräumungsVerkauf von Winter - Schuhwaaren. Gummi-Ueberschuhe für Minner 25c Gummi'Ueberichuhe für Fraum 15c Gummi'Uebnschuhe sür ider 15c Kaivlederne Hcrrenscbube für l 00 Frauen Dongolo Knöpf und Schnürschube $1 K'nderschuh! Cvrinabeel, Größe 6 bis 8, 25c Schulschude 50c ür Knaben und Mädchen. Alle besseren Sorten z entsprechend herab gesäten Preisen bei Karle, 125 Ost Qasblnaton Oir JnUana Trust (7:52,.
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