Indiana Tribüne, Volume 21, Number 153, Indianapolis, Marion County, 20 February 1898 — Page 1

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Jahrgang 31

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ArHUlhrilhlel!.

Der Untergang der Maine. Washington, 19. gebr. Die Ansicht, daß die Siplofion aus dem Dampfer Maine durch verbrecherische Hände herbeigeführt wurde, gewinnt immer mehr Boden, obvohl im Grunde genommen, alle Anhaltepunkte dafür feblen. Die spanische Regierung ließ dem Staatssekretär ihre Hilfe bei der Untersuchung über die Ursachen der Katastrophe anbieten. Der Präsident, der Staatssekretär und der Marinesekretör hatten darüber eine lange 99 e rathung und beschlossen, da? Anerbieten zurückzuweisen. SS kann natürlich den Spaniern nicht untersagt werden, die Sache ihrerseits zu untersuchen, aber die Untersuchung von Seiten der amerikanischen Behörden soll unabhangig und selbständig geführt werden. AuS Deutschland Berlin, 19 geb. Im Reichstag waren HauS und Tribünen ziemlich gefüllt, der Sozialiftenführer Bebel hielt seine schon lange erwartete Rede zum Militäretat. Wie gewöhnlich führte'er einige Mißhandlungöfälle an Soldaten an, auf die vom KriegSmivisier nicht geantwortet werden konnte, weil ihm das Material fehlte. Dann zog er die Rede deS aiserS an die Rekruten in die Debatte und monirte die kaiserlichen Worte: Nur ein guter Christ kann ein gute? Soldat sein." Wir Kimmen zwar mit dieser Anficht durau? nicht überein, denn aber ein 'Zesetz gemacht würde, daS die Nicht-Chrifien vom Heeresdienste auS schließt, so würden wir demselben freudig zustimmen. Schließlich em pfähl Bebel daS Schweizer MilizSystem. Der Kriegsminister Goßler antwortete: Die Irrlehren der Socialisten bestehen durchgängig aus unerfüllbaren Versprechungen und erwiesenen BeHauptunzen. Er habe sich genau mit der sozialistischen Litteratur bekannt gemacht und aufmerksam die Parteitag. Protokolle gelesen, habe sie aber herzlich langweilig gefunden (Heiter, keit). WaS nun Bebel aber von der Rede deS Kaisers gesagt habe, sei nicht übereinstimmend mit den Thatsachen, ein Jude habe die Rebe gehört. Geaeralauditenr Jttenbach wurde zu Gemüthe geführt, er habe bei der ersten Lesung deS SatmurfS der Militär-Straf-Verord:ung diverse Falle sehr schwerer und grausamer Bestrafungen in der Armee der Ver. Staaten angeführt, sei aber von dem Generalauditeur der Ver. Staaten-Armee darüber eineS Andern belehrt worden. Jttenbach erklärte, die Strafen in der amerikanischen Armee seien ftrenger, als die der deutschen, er müsse aber zugeben, daß die von ihm angeführten harten Urtheile einer Publikation au dem Jahre 1871 entnommen seien (Ah) Der sozialistische Redakteur Kunert legte sich nun in' Zeug, um Generalauditeur Jttenbach, der die deutschen Strafen für Soldaten so Verhältnißmäßiz milde betrachtet, abzuführen. Sr kritisirte eS scharf, daß derselbe daS deutsche Volksheer mit den Söldnern der amerikanischen Armee überHaupt vergleichen könne. Mit PathoS schloß er seine Rede, anspielend auf die Unterschrift der bekannten Allegorie deS Kaisers von den Völkern Europas, mit den Worten: DaS Volk muß dem Militarismus gegenüber seine heiligsten Güter wahren". Der Kriegsminister hat in der sachlichen . Rede deS GeneralaaditeurS nichts gesunden, waS die Aufregung deß Vorredners rechtfertige. Zm preußischen Abgeordnetenhause beschwerten sich die beiden Nationalliberalen Robert griedberg und Rechtsanwalt Krause, daß drei Landräthe im Negierungzkretz Hildet. heim einen Wahlaufruf unterzeichnet haben, welcher der von der Regierung angebahnten Politik der Sammlung nicht entspräche. Die Landräthe hätten sich von jeglicher Wahlbeeioflussung fernzuhalten. . . Aus der freisinnigen Vereinigung kamen Langerhani und Rickert aus die gestrige Debatte zurück: Anstatt die

Indianapolis,

Presse, welche die Ueberschreitungea der Polizei festnagelte, zu tadeln. hätte Frhr. v. d. Recke um Entschuld! gung bitten und als Minister deS Innern Abhilfe versprechen müssen. Der Prozeß Zola. PariS, 19. Febr. Während der heutigen Verhandlungen im Prozeß gegen Zola kam eS zu heftigen Aufteilten, namentlich zwischen dem vorfitzenden Richter und dem Vertheidiger. General Pellieur sagte, auf Oberst Piquart anspielend, eine Person sei hier und ich sage eö ihr inS Geficht, die noch die französische Uniform trägt, kommt i,.S Gericht und klagt Offiziere der Fälschung an. Piquart erwiderte darauf : Ich habe gesagt, daß ich zu viel Achtung vor meinen Vorgesetzten und für Gerechtigkeit habe, um die Wahrheit zurückzuhalten, und ich wiederhole eS. Als Laborie etwas daraus sagen wollte, unterbrach ihn der Richter mit den Worten : Sie halten eine Rede." Nein, sagte Laborie, ich wünsche Wichtiges zu konstatiern, man versucht uns einzuschüchtern. Sie kalten eine Rede," sagte der Richter, ,,'ch muß Ihnen Einhalt gebieten." Ich danke Ihnen -für jedes Mal. daß Sie mir Einhalt gebieten. Sie erweisen mir eine Ehre damit. Als Laborie weiter sprach, unterbrach ihn der Richter nochmals mit Aadrobung einer Disziplinarstrafe. Der Vertheidiger erwiderte darauf: Ich frage mich, ob eS nicht daS Beste wäre, wir verließen daS GerichtSzimmer, anstatt uvS so behandeln zu lassen. AlS im Saale Lärm entstand, wendete sich Laborie an die Lärmmacher !td sagte : WaS Ihnen Freude macht il, zu sehen, wie Tag um Tag daS Rech! mehr und mehr virtetzt wird. Die Vertheidigung wird keine Zeug?n mehr aufrufen und die Verband lungen werden am Mittwoch gesch'cssen werden. hiesiges. Selbstmvrt versuch. AuS Gram über den Tod ihreS Gatten nahm gestern Abend zwischen 6 und 9 Uhr die No. 63 Blackford Str. mit ihren zwei unmündigen Kindern wohnende sechSunddreißigjährige Wittwe Pauline Houston eine 5c DofiS Morphium. Sie wurde gegen 10 Uhr. auf dem Flur deS ParktheaterS liegend gefunden. Die Ambulanz bracht sie inS Stad.thofpital.- Um 11 Uhr erklärten die Aerzte sie außer Gefahr. Ein Mann Namens Alerander griff gestern Abend Herrn Mantel, den Eigenthümer eines BarrelhauseS an W. Washington Str mit einem Schlagring an und verletzt ihn nicht unerheblich. - Mantel wehrte sich und Alexander zog den Kürzeren, so daß er im Dikpensarium verbunden werde mußte. Alefander, ein Neger, trug einen Schnitt über dem rechten Ohr und einen an der rechten. Backe davon. Alexander wohnt 1262 Biooker Alley. Am nächsten Freitag bringen die Mitglieder deS .Portfolio Clubs ein von Herrn Hector Füller geschriebenel Theaterstück Count TompkinS" zur Aufführung. Die Mitwirkenden find : Herr Wm. gorsyth, Herr Füller, Herr Oliver Willard Pierce, Herr Howard McCormick und Frl. Leta Holman. . Herr Füller ist Mitarbeiter an der hiesigen NewS.Rheumatiömuö im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Wogen oder. Handgelenken enfteit durch zu diel Saure im Blut. Hooo Oarsaparilla Heilt RheumatiSmuö. . Hood'S Villen find die beste Abfuhr-und Leber-Medizin für Fant liengebrauch. 25 . . Geo. F. Hl'att, Administrator der Nachlassenfchaft seines verstorbenen lriihl tfXtrn Avlf y9 rtfl nmf MVV fc Uft . y U ., V H. . . der P. C. C. & St. L. Ry. Co., ange-

Zndiana, Sonntag, den 20.

stellt war und bei seiner Arbeit den Tod fand, hatte kü.zlich von Geschworenen für die Wittwe und deren zwei Kinder ein Urtheil für $8,000. Schadenersatz erlangt. DaS Urtheil wurde aber umgestoßen da Kläger nicht gezeigt hab', welchen Werth die Arbeit deö Verstordenen hatte. Der Fall kam dann wieder zur Verhandlung und nun sprachen gestern die Geschworenen die Gesellschaft von jeder Haftbarkeit frei. EigenthSmlich ! Karl ZNoor. . von A. de Reve. Im Jahre 1842 lebte auf der Univer. sitüt zu Halle ein Student, Namens Pip pig, der hinsichtlich seiner kleinen Statur von seinen Comilitonen den Spitznamen Vivin der Kurze- erkalten battc. Vi Pin war sonst ein geschcidter Kopf, auch fleißig, nur von der unseligen Idee befangen, daß ihm ein großes Talent zur Schauspielkunst innewohne, ihm, den die Natur so stiefmütterlich ausgestattet und ein Organ verliehen, welches sich gerade so anließ, als wenn man ein Stückchen Postpapier zerreißt. - - Wenn er seinen Freunden mittheilte, daß er über kurz oder lang doch einmal zur Bühne übergehe, so gab's stets ein Gelächter, oder Einige die auf seine Plä ne scheinbar eingingen, riethen ihm Hel denrollen an, als Götz von Berlichingen, Wilhelm Tell, Karl Moor und derglei chen. Pippig dachte : eS ist am Besten, du verschweigst einem Jeden deinen Plan und thust, wie du es für gut best.idest. Auf! Bald wird man von mir reden, in mir lebt ein zweiter Davison, ich springe auf die Bretter, und wenn ich nicht in Jahr und Tag ein Mitglied der Berliner Hosbühne bin, so will ich Hans Matz heißen. ' Institutionen und Pandekten wurden bei Seite geschoben und dafür Schiller's Räuber vorgenommen . . .'. In einem Tage war die Rolle herausgeschrieben, und nun ging er an's Lernen. , Wenn Pippig im Bette lag, nttangS: Mt scheu! Menschen! falsche, . heuchlerische Krokodillenbrut!- Wenn er Mittags im Pflug- speiste und ein Kälberbra ten auf die Tafel kam, flüsterte er: Ganz, ganz muß ich ihn haben, und wenn Du mir ihn ganz bringst, so sollst Du eine Million....Hier wurde er ' unterbrochen, indem sein ehemaliger Stubenbursche an die unlängst gepumpte eine Mark erinnerte. Aber Pippig sah und hörte nicht, er war ganz Moor vom Scheitel bis zur Sohle und suchte sich einsame Plätze, wo er deklamiren konnte, z. B. nach Passendorf und sogar nach der schwär zen Schürze- wurden Abstecher gemacht. Vertieft in seine Rolle ging er des Weges, und als er einmal mit allem Pathos die Thurmszene vor sich hin. spielte und ausrief: O, seht! seht! eS ist mein eigener leiblicher Vater," stand ein OchS vor ihm, der nach Halle zum Verkauf geführt wurde. Als ihm einst im Kühlen Brunnen- der - Kellner einen Krug Mersedurger gebracht und er in kräftigen Zügen getrunken, stöhnte er: Dein Wasser ist gut, Schweizer!Nach Verlauf einiger Wochen war unser Pippig . bühnenreif.' d. h., er tonnte seinen Karl Moor zu jeder Zeit loslassen. Da fügte es sich, daß in dem zwei Stunden von Halle entfernten Stadtchen Lauchstädt ein Schauspieldirektor ankam und feinen Thespiskarren in die Goldene Sonne- schob, welcher Gasthof dazu ausersehcn war, den Lauchstädtern von den Brettern, die die Welt bedeuten. Kraft und Saftstücke vorzuführen. Unser Studiosus wanderte eines Tages nach Lauchstädt. sah sich die Komödie mit an und trug noch am sei den Abend dem Direktor 'sein Anliegen vor, indem er bemerkte, daß er im voll ständigen Besitz der Garderoben sei. die zu dieser Rolle erforderlich, besonders ein Paar mächtige Kanonenstiefel habe. Ein'Paar Kanonenftiefel? rief der Direktor, jndem sich sein Gesicht der flqrte. kommen Sie, Freundchen. Sie sind engagirt!" . Pippig mußte wieder nach Halle. Schon am nächsten Freitag sollte e? agiren, sollte er die Bretter betreten, i Kein Musensohn erfuhr dgs Mi deste von seinem Vorhaben. Zu sei? nen Freunden sagte fr, daß er e'.n? eise zu seinem Vetter vor habe. Zwei, Tage vor der anberaumten Aufführung wanderte er nach Lauchstädt, wo der Direktor der Wanderbühne ihn den Mitgliedern derselben vorstellte. Jetzt kam aber ein kitzlicher Punkt. Der HU storienvqtlr wollte gedruckte Zettel nach Hülle schicken, indem Cchillzr Räuber e,r! akademisches Publikum nach Lauch' städt locken sollten. . Mein Name auf dem Zettel? Nichts do! Ich taufe mich um. ich heiße Fi süer! Jetzt aber noch eins. Kein Mensch in Halle darf erfahren, daß dieser Fi scher der Studiosus Pippig ist, sonst kommen alle Studenten heraus und eö entsteht im Theater ein Feuerlärm.-' Das war Wasser auf des Direktors Mühle.'

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vianz wie ec wünschen, Herr Fi scheriJetzt hätte er aber nichts Eiligeres zu thun, als nach Halle zu gehen und auf irgend einer Studentcnkneipe eiu ortchcn fallen zu 'lassen, daß ein Studio, Namens Fischer-Pippig. bei lym den Karl ioor spielen werde. -Wie ein Waldbrand verbreitete sich die. Nachricht unter sämmtlichen Aka demikern. Als der reitaa beranoe. naht, da zogen sämmtliche Studenten nach Lauchstädt. Ganze Verbindun gen, die Sandalen, die Braunschwelger, die Hildesen, die Thüringer u'id Pom mcrn, sie Alle kamen, es war eine allge meine Wallfahrt. Karl Moor-Fischer Vivvia war auker sich: er war aber sei ner Sache so gewiß, daß er wähnte, mit Glanz durchzukommen. Die verhängnißvolle Stunde nahte heran; der alte Moor setzte sich auf seinen Stuhl, sein Sohn Franz mit der rothen Perrücke trat ihm zur Seite, der Vorhang rauschte aus. Der Saal war gedrückt voll, Kopf an Kovf Nichts wie farbige Mützen und Schnürröcke, Drillen u. Schnurrbürle, sogar einige Hunde waren in der Komödie. Mit der größten Spannung würd: o:e szene erwartet, wo Karl Moor aus tritt Vipliia. anaetban mit Kanonen stiefeln u. einem mächtigen Sarras an der Seite, erschien. Als er auftrat, herrschte Ruhe, doch augendllckllch rief eine mächtige Bier stimme: Guten M.gen. Herr Fischer!Tics war das Zeichen zum allaemei nen Applaus. Vippia wurde emvfangen, wie noch niemals der größte Mime. Als er seine dünne Zwirnstimme erhob. da brach das Gelächter ,m vollsten Maaße aus. Der Debütant lien sich aber nicht stören, er spielte seine Rolle weiter und stellte sich ungenrnn bärbeißig. Jetzt aber kommt die Hauptsache. (5in'i7.e Studenten, denen unten die Hitze zn arg. oder die sich Amalien in der Nahe beschauen wollten, hatten sich sen. scits des Souffleurkastens aeschlicken. um sich das Ding hinter den 0'oulissen mit anzuseyen. AIs sie hinausgehen, schlendert natürlich auch pflichtgetreu die große Bulldogge eines Lansmann schafters mit hinterdrein. Karl Moor tobte in voller Leidenschaft, und wie er eben das Horn des Aufruhrs durch die ganze Natur blasen will, laust ans den Coulissen rechts eine Katze über d'e Bühne. (5ben brüllt Karl Moor-Pippig mit 2esprei,',ten Beinen die Worte: Auf ! ich sü'ile Armeen in meiner Faust !- Da erblickt die Dogge das ttatzenlhier. fühlt wie der Blitz 'heraus, dem Karl Moor unter die Beine, daß dieser sein Schwert fallen läßt und so, rückwärts auf dem Hunde sitzend, zum Tempel hinausre'.tct ! Keine Feder schildert das Gelächter, welches in ein wahrhaftes Brüllen aus. artete. Die audcren Hunde mußten mit Gewalt zurückgehalten werden, und wäre der Souffleur nicht gescheidt geWesen, das Zeichen zum Fallen des Vor. banges zu geben, so hätte die HundeKomödie noch Zuwachs erhalten. An ein Foltspielen war nun nicht zu denken.' zumal Herr Pippig mit seiner Tebutrolle so unvermuthet auf den Hund gekommen war. Er sah ein, daß er nicht zum Schauspieler passe, und die halbe Universität holte ihn mit Hurrah aus dem Garderoben-Zimmer. wo er der Kunst für immer entsagte. Im vierspännigen Wagen ging es in der Nacht unter dem Gesang : ' Ein freies Leben führen wir!- zurück nach Halle, wo Pippig wieder die Institution nen und Pandekten hervorsuchte. In Freundeskreisen erzählte er noch bis an sein seliges Ende er. starb vor mehreren Jahren von seinem ersten Versuch als Karl PZoor.nnd seinem Ritt auf der Togge, Hexan s"ge platzt. Frau, lejn Mina, ich habe gestern einen gan zen Roman von uns geträumt , Haben wir uns gekriegt ?- . Abgewinkt. Ballerine: Ich werde Dir ewig treu sein!,- Perehrer: Na, das wäre mir doch ew wenig zu kostspielig!" Nach der Weltreise. . . .Auf dem Großen ycean waren Herr Lieutenant auch?- Natürlich auch die feuchte Stelle kennen jelerntlKasernenhafblüthe. Sergeant: Kerls, sy muh Euch da? militärische Wesen in Fleisch und Blut übergehen, daß Ihr beim Anblick eineS Reoenschirm-s rh rMi Wo trinkt sicö'S ant ? ET trinkt sich gut in FundKkreisen, Wo sri'cheS in vom Fasse stießt, SS trinkt sich gut bei htttern Weisen Und wo d Qirth auch 'mal tinl schießt 'Nen solchen Plad will ich euch nennen. Gar vielen ift er schon bekannt. Den Wrrtl), den verv.t tyr woyl kennen, Denn Conrao tzeeß wird er genannt, vier findet man der Gäste viele . W?n Norden. Okten. Süd und Weft, Sei Bin und Wein nd auch beim Spiele Sie aNÜstrm sich auf' Lest'. . , Euch essen sie mit viel B Hagen Den Lunch zum Lier ganz vohlgemuth, Drum bikrt man sie auch alle sagen, Seim onrav da trink fich'i fluV L52ÄaffachuMAye,

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