Indiana Tribüne, Volume 21, Number 152, Indianapolis, Marion County, 19 February 1898 — Page 1

O A w Y N sO A rC w K 0 r II I l I I I I I W y w l Vo y y a V v W V Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiana, Samstag, den Zebruar (898 Jahrgang 21 Vtoi 152

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Mnmh niMrififli hm km'h u.. 19. Februar 1$'.. D ic CTdititcn Vänk.n .-n nfcianapolil en am Die. ftag. den 22. Rtbrucc ; - . . . .fn. r.: o' . . . tottb Washington! Otbtt etofl geflossen fein. Pa s ier,. ie an diesem Xi( säii merk, .sollte am ontaz. den 11. 1 inuar bejüh'.t we,drn. ffrederick BaggS. Manager. Conrad Bauer, Noch auf dem alten Platz, No. 230 Nord CapUol Avsnue. DaS bkste Ochmalz n. geräuckerteFleisch im Markt. Telephon 2008. Groker ZlufraumungsBeltaus von Winter - SchttHwaaren. Summi-Ueberchuh? für Männer 2"c (ZummikUkberschuhe für Frauen 15c Eummi'Uebttschuye für Knder 15c albledkrn Hrrresckuhe für $1 OO Frauen Dongolo Knips ur d Schr.ü' schuhe i Amderschuh: Ermgheel, Groß,' 5 tti ?, 25c Schulschude 50c für Knaben und Äl.'acchen. Alle besseren Sotten zu er.tsxrecherd herabges.tzten Preisen bei Jos. C. Karle, 125 Ost Wasbinzivn it Jndiana Trust Gebäude. Wo trinkt sicb'S g 't ? Ei trinkt j ch gut in Freur.dc kreisen, Wo fri che ter vom gae ft efet ES trinkt sich gut bei heire'n Wenn, Und wo der ü'irth auch 'mal eins ,chkßt." 'Nen solchen Platz will ich cuch nenne-. Gar v'elen ist er fc&on bikanrt, Den Wirth. tt werd t ihr rsch' kenne:,. Denn Conrad Heeß fcmb er Qtrant. vier findet man der Gäste v e!e V n Norden, O ien, Süs und West, Bei Bier und Wein und auch beim Spiele Sie amüsiren sich auf'S Best', lluch effkN sie mit viel B Hagen Drn Lunch zum B,er ganz w.lzlgemh, Drum HSrt man fie auch alle sagen, Beim Stcnrat H eß da trir kr suy gut. 832 Massachusetts Ave. H, SElTFUlEi 2 so Deutscher Advokat, Zimmer 91, Lombard Block, 2ßst Washlnatvn Strafe, FRED LAGLER. .chs.lzerr.n Hermann Linke. Vlm. 15 Ciift ZUatama Strafte. ' I Dau?pfScdlels:Gtabl,ss.mcttt "Hastirn fser für Sarbi.re. Schweren. (5 ixVtxi und ch rrzische In st' um. nie tt-rden schnell urd qut g schlissen. "Mi Ärdeit garartirt. Die Office von vr. . PJNK und Dr. C0LE, befindet sich in No. Z4l Ost Ohio Straße, Tlephon No. 927 wie b'Shzr. Dr. Louis Eurekhardt, No. 1134 8 üb Meridian Siraße. re chstnnd e : ? Morgens urk 7 8 i"d. ttlOUgkd Block. 224 Nord Meridian Straß?. Sprechstunde a:Z-4 Nachmittazs. Tel.SS. Günstige Anlage für Ersparnisse 0 cy urner j fQau und Svar-Vcrcin bezahlt halbjährliche Dividende für ummen von Vi.uv auswärts. M . m t M T ff t ' , Lrin hnriualirrir rairtnnir rhioi I h,n tlber anxuUaen. "Z"k,"7 ,

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Versammlung jeden Samstag Abend rm Deutschen Haus. Kl)ra Autkunft zu erhalt : Albert . Metzger. Präsident, lrmi Bonn. Eekretlr. (t! H. Lieber. Echatzmeisier. ' iroonse öErmno w fJkSsfß FsiHsnheßattee, Office : Zg Süd Delawareftr. ritt : 120, 122, 124, 125, 128 Oft PesUft, LeleVZsn Oll. Offen Xaa und Nacht.

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vw.vww I,NewA)lk i(i die Biöcaya, k Cin pantGC8 licgf onBuaiu... ß3 jft njt klar. WkShalb dllS Sch'ss ' in spanisches Kkiegösch'ff angekommen, abgeschickt wurde, angeblich zebocy sollte eS eine fr'undschaftliche Erwidcrung deS Besuche? der Maine" in Havana sein. 3n Folge der furchtbaren Aufregung, welche die Explosion deS letzteren SchiffeS hervorgerufen, befürchtete man Pöbelangriffe auf daS spanische Sch ff und die Polizei hat demgemäß sehr umfangreiche Vorbereitungen getrcssen. Wir glauben nicht, daß eS nöthig gewesen wäre. Wir haben in Amerika viele Maulbeiden, aber wenig Attentäter. . Unser Zeitalter bildet sich ein, den Gipfel aller matenellen und geistigen Kultur erklommen zu haben, in Wirklichkeit hat es jeden Maßstab für die Beurtbeilung der vorhandenen Kultukklemente eingebüßt. ES lchäht Dinge hnch, die einem wahrhaft gibt lifirlcn Mer.schrn a'ö Tand scheinen, und Nl, haltet andere, di, tvi, klicken Kult, rwktth besinn; eS s, dt sich Zkcke, die nur Mittel sein können, und sieht in der Srlngung bestimmter Mittel, die, wenn vernünftig angewandt, zu erfreulichen Zielen führen kör.nen, die Nealistrung von Kulturausgaben. .Woher d,ese rjcyetnung : ,e resultirt aus der Thatsache, daß die moderne K..lturmenschheit fast jeden direkten, innigen Zusammenhang mit der Natur verloren, die belebenden BeZiehungen zu der Natur in thörichter Vemesstnbkit derart verklaululirt und entwürdigt hat, daß die Grenze zwischen Natur und Unnatur in vielen Fällen kaum noch zu erkennen vermag. Ctne Gesellschaft aber, die sicb in Widerspruch seht z.i der Nütur, auS der sie doch bklvorgegangen, verschüttet damit eigenhändig den frischen Quell, auS dem allein sie Gesur.cheit trinken, neue Lebenikaft schöpfen kann. Unsere SjäUebewohner wissen kaum nzch. waS Natur ist, und unseren Landleuten raubt die Sorge um ihre r,istein den Genuß der Natur. Die Gesehe der kapitalistischenGülerproduktion und deö WaarentauscheS nehmen die Aufmerksamkeit der Menssen ln ungleich böherem Grade gefangen, wie die s.,. ri. N..,nn,n Ytr i. v Polizei stehen in höherem Ansehen, als kle Bedingungen unserer ielol,qen und geistig'n Existenz, und wenn nicht ab und zu Blh: krachend in unserer Nabe einschlügen, unheimliche Erdbeben die i?r ftenz Tausender gefährdeten und brausende Olkane unsere, im Vergleich mit den Schöpfungen der Natur stümperhas:en, Wunderwerke mit Vernichtunz bedrohten, und wenn der Tod nicht wäre, der allmächtige Despot wir würden am 5nde noch ganz verg.ssen, daß eö Kräfte gibt, die der IndustrialkSu'.uö nicht in Ketten zu legen, niit zu kapitalisiren vermag. Und wie wir in oer großen Welt unS fremd fühlen, so find wir auch in der kleinen Welt unseres eigenen Znnern zu Fremdlingen geworden, zu Frenidlingen, die vor jedem Aufleuchten der natürlichen Regungen unseres Herzens erschrecken, da wir ja vvr lauter Kultur nicht mehr wissen, ob diese Regungen natürlich, d. h. in der Sprache moderner Polizei und Staatsmenschen, ob sie erlaubt oder verboten sind. c?S fehlt unö der Maßstab für eine gerechte Beurtheilung der Dinge und Erscheinungen, weil wir un, selber f,,fc, sn; s.s.. ,.s. WV.H. . . MMV... v eigenen vplungen ZU Perren uoer Ä X "!.. r . rer Kultur, anstatt unö dieser Kultur als eines Mittels zu unserer eigenen Glückseligkeit zu bedienen. Vor dem Reichthum liegen wir in dem Staube, und den Menschen, der ihn geschaffen. hat, treten wir mit Fü ßen. Dem Reichthum opfern wir unser Dasein, anstatt mit Hilfe deö Reichthums unserem Dasein einen fröhlichen, gesunden, vernünftigen Zn halt zu geben. Wir buhlen um die Gunst, um den Beifall, um die Werth schähung Anderer, die nicht besser und klüger sind a!S wir, anstatt an dem Beifall unseres eigenen KopfeS und HerzenS Geuüge zu finden, die unS die Wahrheit sagen, wenn wir ihnen nu Gehör schenken wollen. Auö Eitelkeit oder auö knechtischer gurcht tanzen wir nach Anderer Pfeife anstatt muthi, wie es Kulturmenschen

zukömmt, unsere Persönlichkeit undj Ueberzeugung geltend zu machen. Wir. werden Hörige dieser oder jener Por-j

tei. von der wir doch nur gebraucht und aufgebraucht werden, anstatt die Parteien für unsere Zwecke zu gebrauchen und sie zu zerbrechen, wenn sie diesen Zuecken nicht länger dienlich find. Wir lassen unö von unseren Vorurtheilen beherrschen, anstatt durch daS Schwert unserer Vernunft un dieser Vorurtheile zu entledigen. Kurz, anstatt Menschen zu sein, find wir Marionetten, die von Kräften dirigirt werden, die unö selbst ihr problematisches Dasein verdanken. Vor lauter Kultur haben wir den Zweck der Kultur auS den Augen derloren. AuS dieser Schmach kann Niemand unS erretten, wenn wir's nicht selber thun, und wir können dieS nur thun, wenn wir unS klar darüber werden, daß wir UN selbst Zeck unsere Daseins sind, daß aber alle Kultur nur dann eistenzberechtigt ist, wenn sie unS als Mittel dient, unö unseres MevschenthurnS in möglichst vollkommenem Maße bewußt zu werden Der Nnieraang de5 SchlacktfchtffeS Maine ES ist absolut nichtö Neues über die furchtbare Katastrophe im Hafen von Havana zu melden, trotzdem die Sensationkpresse tagtäglich ganze Seiten voll schreibt. Zn Regierungökreisen hält man vorläufig an der Ueberzeugung fest, daß eö sich um einen Unglücksfall handelt. Inzwischen werden alle Vorbereitungen zu einer genauen Untersuchung getroffen. Gerüchte und Ansichten sind in unglaublicher Menge vorhanden, sind aber daö Papier nicht werth, auf daö sie gedruckt werden. Eö st selbstvelständlich. daß die Regierung die genauesten Nachrichten erhält, aber sie hat seit gestern keine erhalten. An der Geschichte mit dem Papier, daö dem Kapitän Sigöbee vor mehreren Wochen in die Hand gedrückt worden ein soll, scheint ebenfalls kein wahres Wort zu sein. Eö ist also bis jt nichtö vorhanden, waö auf etwaö andereö alö eine zufällige Katastrophe hindeutet. Die Mannschaft deö Sch'ss.ö bestand auö 355 Personen, tarunter 26 Ossiziere. Von den Osfiziren find 2 umgekommen, von der ,übrigen Mannschaft 246. Verleht wurden von den Offizieren Niemand, von der übrigen Mannschaft 67, so daß außer den 24 Offizieren nur 26 Leute unverletzt davonkamen. Biö jetzt find 125 Leichen gesunden und beerdigt worden. Im Senat herrschte gestern große Ausregung, hervorgerufen durch die Debatte über eine Resolution, dahin gehend, daß der Congreß unabhängig von der Regierung eine Untersuchung veranstalte. Senator Mason behauptete, daß die Regierung die Thatsachen absichtlich unterdrücke. Daö ist nun offenbar eine ganz unbegründete Behauptung, aber Viele glauben eö und die vage Behauptung wird weiter kolportirt. Capital Sigöbee telegraphier, daß er den spanischen Behörden versprochen habe, keine andere Untersuchung alö solche offiziellen Charakter? zu dulden. Damit soll gesagt sein, daß er keine Untersuchung durch von Zeitungen an gestellte Taucher dulden werde. Wenn also späterhin von Sensationöblättern allerhand Geschichten erzählt werden. so weiß man, waö davon zu halten ist. ,, Wetterbericht. Trübeö Wetter und zeitweilig Re gen heute Nacht und morgen. Kalter. Höchste Temperatur innerhalb der letz ten 24 Stunden 45 Grad, niedrigste 34 Grad. Von Chicago traf heute die Nach richt ein, daß die Temperatur Sonntag 20 Grad fallen würde. lUl Ausland. Der Prozeß Zola. Pariö, 18. Febr. Nach Schluß der heutigen Verhandlungen gab eö heute wieder großen Aufruhr und eö hätte nicht viel gefehlt, so wäre Zola thatsachlich von dem Pöbel gelyncht worden. Nieder mit den Juden l" Spuckt auf Zola !" waren die Rufe deö lieben Pariser Pöbelö, der jeden fallö von der Regierung durch Lock spitze! aufgehetzt wird. General Boiödessre bestätigte alö Zeuge natürlich alleö, waö Gen. Pel lievi gesagt hatte. Oberst Piquard

dagegen sagte auö, daß daö zweite Dokument eingelaufen sei, sofort als Esterhazy angeklagt wurde und daß eö ohne Zweifel eine Fälschung sei. Der Richter weigerte dem Verthei-

diger die Erlaubniß Boiödessre inö Kreuzverhör zu nehmen, woraus Laborie erwiderte: Die Generäle kommen in voller Uniform inö Gericht und halten Reden für den Staatöanwalt. Der Vertheidigung wird vorgeworfen, daß sie eine Revision deö DreyfuöProzesse? herbeiführen volle, aber die Generäle wehren sich auch gegen eine Revision deö Esterhazy - Prozesses, trotzdem Esterhazy freigesprochen wurde Ueber seine Richter die Verantwortung! Die Leiden deö Mannes auf der Teuselöinsel interessiren jedenfalls die Leute nicht, die im Hintergrunde deö Saleö heulen. Meine Herren Geschworene! Ich beschwöre Sie, sich über daö mißleitete Volk zu stellen, zu bedenken, daß wir an einem WendePunkt unserer Geschichte angekommen sind und daß die Folgen Niemand ermessen kann. Der Richter nahm beute in der auffälligsten Weise Partei gegen Zola und Esterhazy, der alö Zeuge aufgerufen wurde, benahm sich in ter unverschämtesten Weise gegen Zola und den Anwalt Laborie, wendete ihnen stetö den Rücken zu und verweigerte jede Antwort. Anton, der HauSwirlh Sfterhazhö bezeugte, daß er dem Militärgerichte mitgetheilt habe, daß Esterhazy die Absicht ausgesprochen habe. Selbstmord zu begehen. MH Ochisfs-Nachrichteu. Angekommen in : Neapel: Kaiser Wilhelm II." von New Sork, N e v S o r k : Karlsruhe" von Bremen; Prusfia" von Hamburg. - Philadelphia: Bohemia" von Hamburgs Queenttovn: Lueania" von New Bork. Marseilles : Patria" von New Scrk. m ,, -M Allerlei. Ein Zwillinaspärchen, das die preußischen Landesfarben (schwarz - weiß) repräsentirt, hat eine kohlenschwarze Negerin in Polk. Terni., zur Welt gebracht. Eines der Kinder lst schwarz und das andere weiß, mit langem, schwarzem Haar und schwarzen Augen. Von weit und breit strömen Schaaren von Neugiertgen herbei. um das merkwürdige Pärchen anzustaunen. Ein Verehrer der edlen ffrau Musica ist Reuben Parish in Loulsvllle. ZZy.. offenbar nicht, denn als ihm aus Anlaß seines Geburtstaaes seme Freunde em Standchen brachten, antwortete er mit Schüssen. Parish lag im tiefsten Schlafe, als die Kapelle das erste Stuck angestimmt hatte; natürlich erwachte er und kaum hatte er sich über die Ursache der Störuna vergewissert, als er ein Fenster öffnete und auf die Gesellschaft zu schießen begann, ohne zedoch emes der Mitglieder zu verletzen. Durch die Schießerei wurde em Polizist herbeigelockt, welcher Parish einlochte. Der 80Jahre alte Ebenezer Griffith in Northport. N. Y.. hatte mit drei Ehen noch nicht genug gehabt und nach dem kürzlich erfolgten Tode seiner letzten Besseren" eine Heirathsanzeige erlassen, auf welche die 20 Jahre ulte Julia Hilton von No. 573 Classon Avenue. Brooklyn, auch wirklich anbiß. Der alte Schwerenöther hatte jedoch den Fehler begangen, sich seiner neuesten Zukünftigen als einen reichen Hausbesitzer vorzustellen, obgleich er ein armer Schlucker sein soll. Di's fand die junge Gemahlin schon wenige Tage nach der Hochzeit aus. und da damit alle Vortheile einer baldigen Wittwenschaft in Schaum aufgingen, dankte sie für weiteres Ehe glück und verschwand, Eine Memorial - Brücke zum Andenken an Grant und Lincoln über den Potomac bei der BundesHauptstadt, ist schon seit einigen Iah. ren proiektjrt und in der vorigen, Con-arek-Sikuna indossirt worden. Der Kosten - Anschlag von iz Millionen Dollars hat bis jetzt jeden definitiven Beschluß darüber verzögert. Eine Verwilligung von 510.000 von Seiten des Eongresses hat es ermöglicht, die nothigen Vermessungen zu machen. Ein Plan dafür ist schon in 1886 vonCapt. T. W. Seymonds vom IngenieurCorps gezeichnet worden. Die Brücke soll vom MarineObservatorium nach Arlington sühren. in der Mitte eine Spannung von 300 Fuß haben und auf zwei Hauptfeilern ruhen, gekrönt von massiven Thurmbauten, einer zu Ehren Grant's und einer zu Ehren Lincolns.

tLtnLehrerinBlegierL bei Digne (Niederalpen) Namens Martin, der in den Bergen der Umgcbung des Dorfes jagte, bemerkte auf einem Felsen zwei Raubvögel, die ein Lamm verschlangen. Es gelang ihm, eines der Thiere, einen Lämmergeier, auf den ersten Schuß zu todten. Dieser Vogel, der ehedem in den Pyrenäen.

der Schweiz, in Tirol. Deutschland. auf Corsika und Sardinien sehr hau fig anzutreffen war, ist aus Europa fast gänzlich verschwunden, so daß dieser Fang von wissenschaftlichem Interesse ist. Der von Martin erlegte Läm mergeier hat 2 Meter 80 Centimeter Flügelweite, 1 Meter 20 Centimeter Länge vomSchnabel bis zur Schwanz.spitze, und wiegt 6 Kilogramm 50(. Gramm. Sein Gefieder ist oben schwarz und auf der Innen- und Außenseite der Flügel und dem Rücken zieht sich der Länge nach je ein weißer Streifen durch die Mitte der einzelnen Federn. Die langen Flügel- un) Schwanzfedern sind von grauer Färb?, einige bis zu 70 Centimeter lang und II Centimeter breit. Der Kopf ist weiß mit zwei schwarzen Streifen versehen, die zusammen vom Schnabel Muhend sich über die Stirn hinaus un, die Augenhöhlen ziehen und da gleichsam die Augenbrauen bilden. Unter dem Schnabel befindet sich ein Büschel schwarzer steifer Borsten von 4 Centimeter Länge, die einem Bart gleichen und dem Vogel ein sehr eigenaltiges Aussehen verleihen. , EinTheilderBesatzung des österreichisch - ungarischen Kriegsschifses Pola". das sich seit October vorigen Jahres im Rothen Meere befindet, ist an der arabischen Küste, nördlich von Aden, von Beduinen überfallen worden. Der Angriff wurde von den Matrosen rechtzeitig entdeckt und mit großer Energie abgewehrt, wobei sie von türkischen Soldaten unterstützt wurden. Vor der Besatzung der Polst" wurde Niemand getödtet oder verwundet. Die Pola" befindet sich zum Zwecke wissenschaftlicher Forschungen im Rothen Meere und bat na mentlich die Aufgabe, die im verflössenen Jahre begonnenen Tiefseemessungen fortzusetzen. Die astronomischen Vermessungen und Forschungen erheischten es. daß -hier und da Expeditionen an s Land gesetzt wurden, wo sie dann in Zelten Unterkunft fanden. Matrosen begleiteten in genügender Zahl die Forscher und gaben ihnen wahrend ihres Ausentbaltes aus dem Lande den nöthigen Schutz. Eine solche wissenschaftliche Erpedition ist von den Beduinen angegriffen worden, und es scheint nur der Wachsamkeit und tapferen Gegenwehr der Matrosen, sowie der Geistesgegenwart des ComMandanten zu danken, daß der Angriff zurückgewiesen werden konnte. Ein ähnlicher Angriff wurde im Jahre 1872 von Beduinen auf daö österreichisch - ungariscke Kriegsschiff Fasan unternommen, als dieses Schiff im Rothen Meere stranlete und aezmunaen war. am Lande anzulegen. EinmerkwürdigesUrtheil ist von dem Schwurgericht in Wien gefällt worden. Der 76jährige Hausbesitzer Johann Lipka. der gegen seinen Schwiegersohn Dr. Sonnenschein einen Revolverschuß abfeuerte, der ihn nur unbedeutend verletzte, war vor dem Schwurgerichte des Mordversuchs angellagt. Sonnenschein lebte getrennt von seiner Gattin und führte einen Scheidungsproceß.was zahlreiche Mißhelligkeiten zwischen ihm und der Familie seiner Gattin heraufbeschwor. Die zweitägige Verhandlung brachte zu Tage, daß der Angeklagte schon vor einem Jahre den Plan faßte, Dr. Sonnenschein aus der Welt zu schafsen. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten trotzdem einstimmig frei, indem sie unwiderstehlichen Zwang bei der Thatverübunq annahmen. Beinahe 14.000 Mann Freiwillige nebst einer Abtheilung Fußgardisten rückten in mehreren Colonnen von London aus nach Norden vor, um Uebungen auszuführen, deren Zweck war, den Angriff eines Feindes, den man sich von Nordosten her anrückend vorstellte und derLondon durch einen Handstreich nehmen wollte, zu vereiteln. Der Plan gelang nur im Allgemeinen, da viele Befehle falsch verstanden wurden, einzelne Truppenabtheilungen sich von ihrer Brigade trennten und zeitweilig verschwanden und ein Bataillon ganz verloren ging. Ein Regiment erreichte sein Ziel zu spät, während eine Colonne dem Oberst - Commandirenden ihre Ai kunft nicht meldete. Der amtliche Bericht über diese Uebung stellte auch mit Bedauern fest, daß manche Freiwilligen reihenweise die Colonne während des Marsches verließen und in die Wirthshäuser gingen. - Die engli lischen Vaterlandsvertheidiger- sind also noch unsern Soldätle über". - Ein amüsanter Vor. f a l l hat sich in Allenstein (Ost-Pren. ßen) zugetragen. In der Wartenburgerstraße dortselbst steht vor der Wohnung des Garnisonältesten ein WachtPosten. Kurz nach Mitternacht erschien ein Zieqenbock von ganz ungewöhnli. cher Größe, welcher aus einem Stalle ausgebrochen sein mußte, vor den Wachtposten. Wohl nur Schutz vor dem Regen suchend, griff der Bock den Posten mit den Hörnern so heftig an, daß dieser sich gezwungen sah, das Schilderhaus zu verlassen, von welchem

dann oer Aoct BesiN naym Wiederholte Versuche des Postens, seinen Wachkameraden aus seinem rechtswidrigcn Besitzthum zu entfernen, vereitelte dieser dadurch, daß er sich auf die Hinterbeine stellte und dem Posten die Hörner wies. Als dann zwei Männer von der Stadt nach dem Bahnhof gingen, versuchten sie auf Bitte deö Soldaten, diesen von dem Bock zu befreien. Doch sprang der Bock auf Beide los, und nun begann die Jagd: während die beiden Männer unter lauten Hilferufen davonliefen, setzte der Bock mit vorgestreckten Hörnern und lautem Meckern ihnen nach, bis es ihnen gelang, in den Anlagen des Gymnasiums Schutz zu suchen. Stolz trollte dann der Bock von dannen. ZweiBrüderin Landsberg a. W., die eine Kornbranntwein- und Preßhefen - Fabrik u. s. w. gemeinschaftlich betrieben hatten, dissociirten sich. Im Vertrage wurde bestimmt, daß der ausscheidende Bruder einen bestimmten Betrag in Geld oder Waaren des Geschäfts erhalten solle. Die auf diese Zahlung richtete Klage des Ausscheidenden wurde vom Landgericht abgewiesen (No. 1). Das Kammerae-

richt bestätigte diese Entscheidung (No. 0 Cin ' 3 IJCl t 1 1 i m mjm inxiujiegccicqi i)ou legrere aus und wies die Sache in die Vorinstanz zurück (No. 3. Das Kammra-r!kt erkannte hierauf aus zwei Eide für den Klager (Wo. 4). Das Reichsgericht hob diese Entscheiduna wieder auf. weil die Eide widerspruchsvoll seien (No. 5). Das Kammergericht verurtheüte nunmehr den Verklagten lNo. 6). ekt vollstreckte der Kläger (No. 7). worauf der Verklagte bei dem Landgericht Klage auf Aufbebung der Zwangsvollstreckuna erhob (No. 8). DaS Landgericht wies ihn damit ab (No. 9). . r m e t ä ' woraus er zeruiung oer oem ammergericht einlegte, dessen 7. Civil-Senat nunmehr dahin erkannte, daß sein ergeneö Urtheil wegen zu großer Unbestimmtheit nicht vollstreckbar sei und daß erst eine neue Klage auf Ergänzung desselben angestrengt werden müsse (No. 10). Wie viel Nummern r? t: c ! . r rr jr neu vielen Vorgängen noen anrelyen werden möaen die Götter wissen. Vor ernrger Zeit machten auf den englischen Bühnen die Wasserstücke" volle Häuser, weil diese aber mit der Äeit dem Publikum lana. weilig wurden, mußte man etwas ceues ersinnen und so ist das Hundestück" entstanden, daß in Glasgow Tag für Tag aufgeführt wird. Die vier beinigen Freunde des Menschen spielen vann Die Hauptrolle. Im ersten Act, in welchem ein alter Mann ermordet wird, vertauscht der Hund Towser" das Messer, welches der Bösewichtabsichtlich bei seinem Opfer zurückge lassen hatte und rettet so den .Mdw" von einer Anklage wegen Mordes. Im zweiten Act verhindert derHund Leo", daß der Held" vergiftet wird, indem er das bereit gehaltene Gift sehr geschickt aus der Hosentasche deS BöseWichts" herauszieht. Der Bernhardiner befreit im drittenAct dieHelbin" vor dem Tode des Ertrinkens. Den großen Schlager" aber bring! der vierte Act.' welcher an einer Eisenbahn spielt. Die Heldin" ist an den Schienen festgebunden. Ein Zuz naht. Der Bösewicht" hat den Bahnwächter mit Chloroform betäubt. Da stürzt Duke", der treue Hund dieses Veamten. auf die Bühne, zerreißt mit den Aähnen die Stricke und trägt das ge rettete Opfer binwe m in Wbtökeh - Verfälschung. Wie wir vor einigen Tagen angedeutet, ist der Sesundheitörath hinter den Barrelhäuscr her. Einstweilen hat er sich damit begnügt, die Besier solcher Häuser zu notisiziren, daß sie keire-l gefälschten Whikkey verkaufen sollen. Wenn eine weitere Untersuchung ergeben sollte, daß sie trohdem ihren undesinirbaren Stoss weiter verkaufen, so würde Bestrafung erfolgen. Dr. Morrison sagt, daß er in einem Barrelhauö ein halbes Pint Whiskey für fünf Cents gekauft habe, daS wäre 80'CentS per Gallone. Nun beträgt aber die Steuer auf Whiskey $1.2 per Gallone, da kann man sich denken. waS das für ein Stoff ist, der hier alö Whiökey verkauft wird. Dr. Geiö, der die chemische Untersuchung vornimmt sagt, daß Schwefelsäure, Cayene Psesfer und Tabakbrühe in der gräulichen Mixtur enthalten sei. Dr. EeiS hat auch den Whiskey in mehreren Wirthschaften untersucht und gisunden, daß derselbe meisten? rein ist. Die gewarnten Barrelhauöeigenthümer kamen heute beinahe alle in die Office deö Eesundheitöratheö und ver sprachen sich zu bessern. ES lohnt sich, Hood'ö Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zuhaben vor Grippe, Lungenentzündung, Diph teritiö oder Fieber. Hood'ö Pillen find von den auöge - suchtesten Pflanzen sorgfältigst zubereitet.

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