Indiana Tribüne, Volume 21, Number 145, Indianapolis, Marion County, 12 February 1898 — Page 1

o O rl W OO OA K r IV IV y iy -iy W w W o o yv o vOffice : No. 1s Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiana, Samstag, den 2. Februar 1898 Jahrgang 21, ZUM 145

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ZU mmcA Starb : Vonisa riedericke Ldrandes, -.1 r ; . C .!,. Vn 11 S.fcr i Hk yitltuy, u. i 12.15 Morgtn,. im ltn ,o Iah, Monate und ,iagk. i, rndigung findet Sonntag ach. ? ittag k Uhr. vom Trannhause. o. 10 ord Sent, Bmmi au statt, zu einlud, j ' ' Die trauernden Sinterblikben.n. , L. 1 George Mersrmanii Vw K S 5ü 5?. r v a -yVr rX -r' . ZsichenbeftstteV, Office : 26 Süd Delsvareftk. MZt : 120, 122, 124, 129, 128 Oft Pearlftr 1 0n 7 un Rockt Einbezahltes Kapital $600,000 Ueberfchuß-Sond . . . 85,000 Verantwortlichkeit der Aktionäre 600,000 Profitable Änlagkn der Slsparnifse sind die Wurzel dS Wohlstände?. Regelmäßige Ge inne machen bald ein großes Ganzes. Die Verwaltung deS Geldei ist aber kein Kinder spiel. SS nimmt ein gutes Urlhnl, Ecfahr ung und Information. Manche Leute rocl len schnell reich ro rden und nehmen Risikos um große Interessen zu bekommen und der lieren oft daS Kapital. Billige Interessen und gute Sicherheit sind Punkte auf die man achtcn so2te. Vrele Leute, welche sich Gilb sparten od?r erbten, haben ueber die Zelt, noch die Luft sich mit Geldgeschäft n adzu geben. Für sie ist ein zuverlässizer Agent eineWobthat vn sie finden einen in der Union Trust Co., wc?che finanzielle Gk schaste aller Art deneibt. ie hat ein große Kapital, große Verantwortlichkeit, tüchtige Beamte und berechnet nur niedrige Raten. Office (im ScbSude der Gesellschaft) tto. 118 und 122 Ost Market Str. großer AufräumungsVerkauf von Winter Schnhwaaren. Summi-Ueberchuhe für Minner 25c Gummi'Ueberscöuhe für Frauen 15c Zummi'Nebersquhe für Kivder 16c Kalblederne Hcrcenscbube für ZI 00 Frauen Dongolo Knöpf und Echnürschuhe tzl Kinderschuhe Springheel, Größe 5 bil 8, 25c Schulschuhe 60c für Knaben und Mädchen. Alle besseren Satten z entsprechend herab gesetzten Preisen bei Jos. C. Karle, 123 Ost Washington Otr. Jndiana Trust Gebäude. Die Office von Dr. H. P1NK und Dr. C0LE, befindet sich in No. 24 OftlOhio Straße. Telephon No. 927 wie bisher. Dr. Louis Burekhardt, No. 1134 Süd Meridian Straße. Sprechstunden: I Morgen und 7 1 end. 7illouguby BlocV. 224 Nord Meridian Straße. Gprechßund: 4 Nachmittag. Tel. 280. Wo trinkt sich'S gut T EZ trinkt sich gut in Freundeskreisen, Wo fri'cheS JOier vom Fasse fl'eßt. ES trinkt sich gut bei Heitern Weism Und wo der Wirth auch 'mal ein? ,chießt." Nm solchen Platz will ich euch nenne", Sar vielen ist er schon bekannt. Den Wirth, den werdet ihr wohl kenne?. Denn Sonrad Heeß wird er genannt. titt findet man der Eäste v-ele vsn Norden, Oiren, Süd und West, Lei Vier und Wein und auch beim Spiele Sie amüsirm sich auf'S Best'. uch essen sie mit viel B agen Den Lunch zum Bier ganz vohlgemuth. Drum iSrt man sie auch alle sagen, vnm snrad Seß da trinkk sich' gut. WZ Massachusetts Ave. H. SSYFEISD, Deutscher Advokat, Zimmer Vl, Lombard Block, 21 Ost Washington Strafe. Aergert Dich Dein Auge , reibe el 14 , und werfe es iStdo Dir i $nbtxn toenoe Dich an v,aDtr fitr Deine nge lal Stdtge Olal fettig t. Ssnftttche ge wde schmertle eikk. Q t i 1 1 c ixlr $ Cetlilcx Cxgn tu

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Editorielles.

t t Dkk Zola Prozeß lt Mkyr 018 . ftatct Ct ist citlC Schmach sÜk ..'-... , . Ct. 4. rt?rtfif mir tnimr U""" die Regierung in der Anklage gegen Zola alles vermied was dem Angeklagten hätte Gelegenheit geben können, auf den DreYfuS-Fall einzugehen und lieber die schlimmsten, entehrendsten Beschuldigungen aus sich sitzen ließ, die Beharrlichkeit, mit welcher die Nichter der Negierung zu Willen find und alleS ausschließen, waS sich darauf bezieht, worauf eS gerade ankommt, die vielen Zeugnißverweigerungen, der ewige Refrain Geheimnih", das alleS läßt daraus schließen, daß eS richtig ist, wie man annimmt, daß DreyfuS aus ein Dokument hin verurtheilt wurde, daS weder ihm noch seinem Vertheidiger jemals vorgelegt oder zu Gesicht gekommen ist, und daß aller Wahrscheinlichkeit nach noch SonstigeS bei der Sache faul ist. Angesichts der bevorstehenden Wah len thut die Regierung alleS waS in ihren Kräften steht, um die Wahrheit zu unterdrücken und sie hat zu diesem Zwecke den Pöbel von Paris zu Hilfe gerufen. ES laßt sich von hier au nlüt beurtberlen. wle.wett oser wu enge der Begriff Pöbel zuehmen ist Die Pariser Presse hat sich als käuflich erwiesen, dem Volke wurde die Wahrheit vorenthalten, eine systematische Verhetzung fand statt. Die Ehre der Armee soll wenigsten? gerettet werden, enn sonst ist von der Ehre Frankreichs möt viel mebr vorbanven. o laßt sich denn auch nicht sagen, ob die Gechworenen ein unbeeinflußtes Urtheil werden fällen können. Die Namen Wilfon, Boulanger, Panama, DreyfuS, schreibt die K. Ztg. n einem Artikel über die politischen Zustände in Frankreich, find ursächlich mit einander verbunden und ranken zeitlich in einander; sie bezeichnen die verschiedenen Erscheinungsformen der Krankheit, an der Frankreich leidet Man kann sie bei einem Volke, daS noch jüngst bei einer Weltschau die Palme errungen, nicht MaraömuS nennen, aber sie läßt sich dtsiniren als das zusammenwirkende Ergebniß au der Korruption der Regierenden und Regierten. Nichts hat so deutlich die Mitschuld aller Schichten offenbart, wie der Veraus und der AuSgang deS PanamakandalS, die Mitschuld deS Volkes, daS sich Vertreter wählt, die eS auSbeuten, die Mitschuld deS Parlaments, daS zu einer beispiellosen Vergeudung öffentlicher Gelder die.Hand bietet, die Mitschuld der Presse, die Millionen an Schweigegeldern einsteckt, die Mitchuld der Regierung, die alleS daS duldet. DaS ist in flüchtigen Umrissen die Skizze deS Nährbodens, auf dem die rein juristische Frage, ob nicht neue Thatsachen und eine offenkundige Rechtsbeugung die Wiederausnahme deS Prozesses eineS wegen HochverrathS verurtheilten GeneralftabSoffizierS erforderlich machten, sich zum DreyfuS-Sksndal, zu geradezu revolutionären Zuständen auSwachsen konnte. Wie vor hundert und mehr Jahren die vornehmsten Geister deS Landes eS waren, die die Revolutiin vorbereiteten, so wirst sich jetzt der erste Schriftsteller Frankreichs der drohenden Gegenrevolution, welche Errungenschaften gefährdet, die inzwischen Gemeingut der ganzen Menschheit geworden sind, kühn entgegen. Aber während ein Voltaire, ein Beaumarchais wußten. daß sie von den Besten der Nation getrage und gefördert wurden, schwimmt Zola gegen den Strom, der vielleicht über ihn hinweggehen wird. Er kann nicht mit dem stolzen Bewußtfein Beaumarchais' ausrufen: Die Nation sikt nicht auf den Bänken derer, die das Urtheil sprechen, aber ihr majestätisches Auge schwebt über ihnen; wenn sie nie der Nichter Einzelner ist, so bleibt sie doch stets der Richter der Richter." Dem Lande der Gewissensfreiheit ist dieses MajestitSgefühl der Vorfahren abhanden gekommen, der französischen Nation ist heute die reS judieata wenn sie einen Juden oder Protestanten trifft heiliger als ihr souveräne? Nichteramt. Neben Zola sitzt Frankreich auf der Anklagebank. Mit seiner Verurtheilung spricht sich die Heutige Gesellschast der Republik selbst ihr Urtheil."

Im Nebligen darf man att sicher

annehmen, daß gleichviel ob Zola derurtheilt oder sreizesvrochen wird, die Sache so lange nicht zu Ende kommen wird, biö Licht in daö Dunkel geworsen ist. ,- W etterberikbt. SchöneS Wetter heute Nacht; wärmereS, schönes Wetter Sonntag Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 55 Grad, niedrigüe 32 Grad. Ausland. AuS Deutschland. Berlin, II.Feb. Im Reichstag wurde heute die von dem Sozialdemokratea Auer eingebrachte VereinSrechtSVorlage in erster Sitzung erledigt und kam in zweiter Lesung sofort vor daö Plenum. Fürdieselbe sprachen die Abgeordneten Pachnicke, Stolle und Rösicke. Pachnicke machte sich über die Angst deS Freiherrn von Stumm lustig und variirte daS Wort BiSmarckS dahin : Die Deutschen fürchten die Sozialdemokraten und sonst nichts auf der Welt. Was würde Herr von Stumm sagen, wenn der von ihm für junge Arbeiter gebrauchte Ausdruck Laufejungen" auf siebzehnjährige Offieiere angewandt würde?" Freiherr von Stumm antwortete : Vorredner lese meine früheren Reden, sie enthalten die Antwort." 3m preußischen Abgeordnetenhause wurde daS RothstandSgesetz zu Gunsten der von Ueberschwemmungen heimgesuchten Bezirke einer Commission von achtundzwanzig Mitgliedern überwiesen. GrafArmin erklärte, daß fünf Millionen nicht genügend waren. Graf Strachwitz wandte sich gegen die Regierung und beschuldigte sie, sie habe hre Pflicht vernachlässigt, den Noth. schrei Schlesiens nur zögernd beächtet und den Kaiser nicht rasch genug von dem großen Umfang der WasserSnoth in Kenntniß gefetzt. In Privatkreisen sei gesammelt worden, damit der FiSkuS geschont würde, Sachsen und Oesterreich hätten prompter gehandelt. Ebenso scharf antwortete der Finanzminister Dr. von Miquel; er brauchte siebenmal den AuSuck: Ganzlich falsch", Unwahr". Der Kaiser hat an den Oberbürgermeiste? von Metz, Frhrv. von Krame?, folgende Depesche gerichtet : Um meinem landesväterlichen Wohlwollen und Interesse für daS herrliche Metz befonderen Ausdruck zu geben, habe in dem Wunsch der Stadt gemäß die Schleifung der alten Südost-Umwallung angeordnet". ,, Japan behält W ei-Hai-Wei. Paris, 11. Feb. Eine amtliche Meldung von dem auswärtigem Amt in Peking besagt, daß Japan China mitgetheilt hat, eS beabsichtige, Wei-Hai-Wei dauernd zu behalten. In Folge dessen hat die chinesische Regierung ihre Vertreter im Ausland angewiesen, zu erklären, daß China keine Anleihe im Ausland auszunehmen brauche, da diese lediglich gewünscht worden war, um die KriegSentschädigung an Japan bezahlen zu können. DerProzeßZola. PariS, 11. Februar. Vor dem Assisen. Gerichtshof der Seine hatten sich heute Morgen die gewöhnlichen Menschenmengen gesammelt, als der fünfte Tag deS Prozesses der Herren Zola und Perreux begann. General Pell'luz sagte auS, daß Ge neral Saussier, der frühere Militär Gouverneur von Paris, einen öffent lichen Prozeß für Major Csterhazv wünschte, daß aber der Kriegsminister, General Biliot, ein geheimes Versah ren anordnete. Trotzdem habe daS Kriegsgericht sich geweigert, daS ganze Verfahren geheim zu halten, und deshalb sei eS un möglich, zu behaupten, daß Esterhazy auf höheren Befehl freigesprochen wurde. AlS General Pellieux den Zeugenstand verließ, erhob sich Herr Zola und rief : ES giebt verschiedene Wege Frankreich zu dienen, Sie, Ge neral, machten Ihre Feldzüge; aber ich werde der Nachwelt den Name Emile Zola vermachen, und unsere Nachkam men werden meine Richter sein". Dann wurde Oberst Picquart gerusen. Er erklärte, wie er in Besitz von Theilen einer telegraphischen Note in 1896 ge kvmmen sei, und daraus geschlossen habe, daß Major Esterhaztz mit der-

dächtigen Charakteren korrespondier

Er verschaffte sich Proben von Ester-? hazyS Handschrift, die, mit gewissen! Dokumenten verglichen, zu bemj Schlüsse führten, daß Major Esterhazyoffizielle Papiere in ungehöriger Weise benutze. Ich wurde, sagte der Zeuge serner, von der Ähnlichkeit von Major EsterhazyS Handschrift mit der deS Bordereauö betroffen und legte Herrn Bertillon und dem Major Paty de Clara Photographien vor. Herr Bertillon erklärte, eS sei genau dieselbe Handschrift wie die deS BordereauS und fügte bei : Die Juden würden AlleS rr. , 9 tn der zuöeir oarum geoen, oeies Schriftstück zu bekommen " Fortfahrend, sagte Oberst Picquart, er kenne einen höheren Offizier, dessen Name genannt wurde, als der eines ManneS, derDokumente an eine fremde Macht liefere und, fügte er hinzu, er wünsche noch weitere Geheimnisse zu enthüllen, die er noch untersuche. Die Zeitunzen begannen eine Agiation und in der Kammer wurden Interpellationen gestelltste meineSchwierigkeiten vermehrten. Dann wurde ich nach Tunis gesandt, wo alle Briefe geöffnet in meine Hände gelangten. AlS ch von TuniS zurückberufen wurde, um dem Csterhazy-Prozesse.kbeizuwohnen, behandelte mich General Pellieux a!S den eigentlichen Angeklagten und wekgerte sich,; eine Anklage gegen Esterhazy anzuhören." Oberst Picquart betonte, daß, wahrend die Anti-DreyfuS-Blätter FacfimileS deS BordereauS veröffentlichten, sie keine Facsimiles deS Briefes, den DreyfuS unter dem Dikktate deS MajsrS Paty du Clam geschrieben, veröffentlichten. DaS wäre zu unangenehm gewesen Hiermit wollte Zeuge sagen, daß ein Vergleich gezeigt haben würde, daß DreyfuS nicht der Versasser deS BordereauS war. Oberst Picquart schilderte anschaulich seine Verfolgung Seitens seiner öorqesetzten, weil er versuchte die Unschuld DreyfuS' darzuthun. Er war ein ausgezeichneter Zeuge für Zola. allerlei. Einem zehnstöckigen Ge baude soll in Ärooklyn. N. Y., ein Spukhaus weichen. Zwischen vem Haupt-Postamt und Columbia Thea ter in der-Kirchenstadt befindet sich jetzt ein uraltes zweistöckigesH'äuschen, das nicht blos für Geschastszwecke unaeeianet ist. für das aber auch keine Miether zu finden waren, da man sich ... rn fjt tfi. v. rti -1 in oer cacyoaricyasl erzaytic, Iie uci ster der Opfer emes m dem Hause oeaanaenen Verbrechens wandelten zur Mitternachtstunde racheschnaubend umher. Von Leuten, welche von dem Geisterspuk nichts gehört hatten oder denselben als Ammenmärchen bezeichn neten, wurde dasselbe zeitweise gemiethet, doch schon nach kurzer Zeit zogen sie aus, da es ihnen nicht geheuer in den Räumen war. Das neue Gebäude wird ein Prachtbau werden. Es soll als Garon-Hotel. eingerichtet und mit den neuesten Verbesserungen ausgestattet werden. Die Pläne sind bereits im Bau - Departement eingereicht worden. Einen Wald, der einst Eigenthum von George Washington ge. wesen, haben der Staatssenator C. L. Vrown und der Repräsentant Miller aus West Virginia von den Rogers'schen Erben in Baltimore gekauft. Der 1134 Acres umfassende Wald und das betreffende Land wurde von dem König George III, von England im Jahre 1T72 an George Washington uyerwie sen, dessen Erben es seit seinem Tode besaßen. Washington vermachte das Land Mary Custls, von dieser ging es in den Besitz von Lloyd N. Rogers und dann auf Edmund Law Rogers über, Die letzten Eigenthümer waren die Wittwe des Letztgenannten und Frau Caroline Smith. Seiner Zeit wurde das Land von George Washington mit Col. Crawford vermessen und eine Nummer des Baltimore American" vom Jahre 1773 enthält eine Anzeige, in welchem Washington dasselbe zum Verkauf ausbietet. Brown und Miller bezahlten für den Wald 530.000. Ein Jiederwelb eigener Art ist Frau Leiser in Leiser's Landmg, Jll., welche mrt den Dampsvoo tkn einen schwunghaften Lebensmit telhandel treibt und weit und breit U kannt ist. Sie flucht wie ein um meltilrke und ist mit ihrem Revolver schnell vtt der and, flenn st, provo cirt wird. Die . unternehmende Frau hat jetzt eme ebenso neues wie elgenar tiges Unternehmen begonnen: sie macht nämlich Würste au Rabbitfleisch. Da eö in der Gegend von Lelfer's Lan ding Rabbitö in Unmasse gibt, fehlt eS ihr nicht an Rohmaterial für ihre ' cm n . ? erst. uMuiit, oit vorigen teoyaiie uunay ' me finden.

Nachdem Italien Jahre lang mit Vankskandalen zu thun hatte, konnte die kleine, vom geeinten Königreich umschlossene Republik S. Marino nicht zurückbleiben und liefert nun auch

ihren Beitrag zu der klaglichen Chronik italienischer Bankverbrechen. Es besteht nämlich dort eine Volksbank, deren Verwaltungsräthe. Angestellte und Censoren fast sämmtlich wegen Fälschung, Betrug und widerrechtlicher Aneignung belangt worden sind. tn i eyr gewichtiger Mann ist Herr Payelle in der nordfranzösischen Stadt Lille. Er wiegt nämlich 340 Pfund und ist wegen seiner Stattlichkeit ein hervorragendes Mitglied des Hundert Kilo Clubs der Stadt. Der starke Mann ist Kaufmann und muß oft auf Reisen, kann aber wegen seiner Dicke nur durch die Thüren der Wagen LKlasse sich durchzwängen. In einen Wagen 3. Klasse kann er nicht hinein. Gleichwohl reist er immer nur mit eine? Fahrkarte 3. Klasse. Die Vahnverwaltung in Lille drückt ein Auge zu, und vergnügt fährt Payelle seit Jahren billig erster Güte". Doch die Nachbarstädte sind weniger nett zu dem schwerfälligen Dicken, und als er in Dünkirchen mit seinem Fahrschein in einem Wagen erster Klasse betroffen wurde, mußte er Strafe bezahlen. Er aerieth in eine furchtbare Wuth, und die Folge war eine Fluth von Beschimpfungen und eine Prügelei mit dem BabnhofSvorstände, Inspektor und Schaffner. Den Abschluß dieser Reise des Herrn Payelle bildete eine Strafe von 340 Frcs. wegen Beleidigung und Körperverletzung. Der gemaßregelte Dicke hat vor Aerger um drei Pfund abgenommen. Lady Murray hat ln Äntibes ein großes Haus angekauft, wo lungenkranke arme Schriftsteller und Künstler aller Nationalitäten, soweit es der Raum gestattet, in den Wtntermonaten Aufnahme finden lönnen. Lady Murray knüpft an die Aufnahme folgende Bedingungen: Es muh Aussicht bestehen, daß sich die Gesundheit des Gesuchstellers in einem milden Klima bessere, daß er ohne solchen Beistand nicht im Stande ist, ein heilendes Klima aufzusuchen und daß seme Aerzte Hoffnung hegen, ein Ausenthalt in einem milden Klima werde den Patienten wieder arbeitsfähig machen. Die Reisekosten hat Jeder selbst zu tragen. Em Pfund Sterling wird wöchentlich für Kost und Logis berechnet werden. Feuer und Licht müssen eigens vergütet werden. Das Grundstück der Lady Murray umfaßt zehn Acres. Gesuchsteller haben ihre Briefe an Lady Murray. Villa Victoria. Cannes, zu richten. In diesem Jahre wird das Heim vom 1. Februar bis zum 31. Mar geöffnet sem, spater schon vom 1. November bis Ende Mai. Zu einer großen Kundgebung gestaltete sich in Elberfeld die Beerdigung eines alten Elberfelder Barrikadenkämpfers von 1843 49, des 75jährigen früheren Wirthes Hugo Hillmann. Hillmann trat zum ersten Male in die Oeffentlichkeit, als am 9. Mai 1849 in Elberfeld daS Militär einrückte. Damals kam es zu ernsten Barrikadenkämpfen, wobei daö Militär zurückgeschlagen wurde. DaS Volk nahm von dem Rathhaus Besitz und bildete einen Sicherheltsausschuß , der die Geschäfte der Stadt vorläufig übernahm. Diesem Sicherheitsausschusse geHorte auch Htllmann an. Nach Beendigung des Aufstandes wurde ev flüchtig, hielt sich 11 Jahre in London auf. kehrte 1661 nach der Am nestie zurück und wurde Bevollmächtigter Lassalle s zur Agitation für den allgemeinen deutschen Arbeiterverein. Als er 1881 auch in einen Socialistenprocetz vorübergehend verwickelt worden war, gtng er nach Amerika, von wo er erst nach Aufhebung des Socialistengesetzes zurückkehrte. Den Rest semes Lebens verbrachte er dann in Elberselb. Der Leiche Hillmann's gaben fast 2000 Genossen und Genossinnen das Geleite. Unzählige Kränze mit rothen Schleifen schmückten den Sarg und den Leichenwagen. Auf dem Vorortbahnh o f des Pariser Nordbahnhofs ist eine Druckmaschine für Fahrkartelin Thäjiqkeiten getreten. Sie mackt die großen unübersichtlichen Schränke mit all den Fahrkarten überflüssig. Die Reienden, die am Schalter eine Fahrkarte ordern, schen die Beamten nicht mehr m Schranke herumsuchen, vielmehr mit drei Handgriffen an einer bequemen Maschine die Fahrkarte vor ihren Augen herstellen. DuFahrkarten erhalten die Bezeichnung der Abgangsstelle, die Bureaunummer, die genaue Zeitangäbe der Ausgabe, Reiseziel, Classe, Preis und Neihennummer. Der Apparat seinerseits controlirt seine Jnanspruchnahme, indem er gleichzeitig mit der Fahrjarte auf einen Papierstreifen Ntihennummer, Preis und BestimViungsort druckt. Der zur Fahrkarte nöthige Carton wird der Maschine mit einem Zahnrad zugeführt und in der richtigen Weise beschnitten. Die Maschine hat im wesentlichen die Form eines dreifachen horizontalen Rads, aus dessen Umkreis u. a. die Namen, der von dem betreffenden Schalter bedientenStationen imRelief angebracht sind: durch Drehung wird der erforderliche Name an die zum Druck erforderliche Stelle gebracht. Die Handhabung soll leicht und schnell sn. . ....

iestgss. ES wird bitterer Ernst,

AlS der Generalstaatöanwalt Ketcham am Dienstag Versailles verlassen hatte, wurde auf einen im Norwood Houfe in OSgood angestellten Schankkellner, Arch Wright, geschossen. Die Versailler Zeitungen bringen nur eine ganz kurze Notiz und fügen hinzu, "tk Kot was a clos one". ES heißt, daß Wright einer der Hauptzeugen deS Staates ist, der am DienStag stundenlang mit den dortigen Großgeschworenen eingeschlossen war, ebenso wie ein gewisser I. C. Smith, auch einer der Hauptzeugen deS StaateS, der erst seit November in OSgood ein Eisenwaarengeschäft führt. Man weiß, daß die verschiedenen Besuche deS GeneralstaatSanwaltS in Versailles die Lyncher sehr beunruhigt haben und man glaubt, daß sie sich darin einig sind, die Hauptzeugen vor Beginn deS Prozesses niederzuknallen. Der auf Wright abgegebene Schuß beweist die? zur Genüge. Der stellvertretende Generalftaatkanwalt. Herr Merrill Moores, befragt. waS er über die Schießassaire denke, sagte, daß er nichts weiteres wisse, als was die Versailler Zeitungen sagen. DeS Weiteren sagte er, daß Wright sämmtliche Lyncher kenne, sagte aber nicht, daß er die Ramen derselben im Interesse deS Staates angegeben habe oder angeben werde oder wolle. Herr Ketcham war gestern über drei Stunden mit dem Gouvernör in Sitzung. Berichterstatter verschiedener Zeitungen suchten ihn nachher auf. Er war sehr munter und scherzte, als man ihn auf die Gefahr werterer Besuche in Äiplly County aufmerksam machte, indem er behauptete, daß $40,000 Lebensund $25,000 Unfallversicherung wohl gerug seien und ihm nicht bange ist. Board os yublie WorkS. Folgende Petitionen wurden dem Ingenieur zur Berichterstattung überwiesen: CementtrottoirS an beide Seiten der Alabama Straße von 11. zur 16 Straße. Verbesserung der Morris Straße von Madison Avenue zur Gürtelbahn.' CementtrottoirS in 20. Straße von Meridian zur Illinois Straße. CementtrottoirS an der Westseite der Alabama Straße von MassachusettS Avenue zur Ft. Wayne Avenue. Sekiesung der Srinkman Straße. Folgende Resolutionen wurden angenommen : Backsteinpflafterung der Pearl Str. von Alabama zur New Jersey Str. und Legung von Rinnsteinen und CementtrottoirS. ASphaltirung der Washington Str. von Rural Str. zur Gürtelbahn und Legung von Rinnsteinen. ASphaltirung der Market Straße von Tast zur Noble Str. und Legung von Rinnsteinen. Lackfteiopslasterung der ersten Alley südlich von Pearl Straße von Alabama zur New Jersey Str. Backsteinpflafterung der Gray Str. von Pearl Str. bis 195 Fuß südlich. ASphaltirung der New Jersey Str. von 16. zur 19. Str. und Legung von CementtrottoirS Rasen und Rinnsteinen. ASphaltirung der Washington Str. Von Alabama Str. zur Senate Ave., Bekiesung von Backsteinen zwischen den Straßenbahngeleisen und BacksteintrottoirS. Folgendes Angebot wurde vergeben: Abzugskanal in Noble Str. von Washington zur Louifiana Str. an W. H. Ubbett k Co. zu $1.61 per Linealfuß. Valzsluh tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertheile Hood'S Sarfapanlla, der große Blut reiniger heilt Salzfluß. Ho od'S Pillen wirken Vorzuglich nach der Mahlzeit und kuriren Kopfweh. 25. C3 General Harrifon ist heute früh nach Chicago abgefahren, woselbst er heute Abend einen Vortrag vor den Mitgliedern deS Marqaette KlubS zu Ehren deS Geburtstags LineolnS hält. Versuchen Oie eine Schachtel Cascaret, der fernste, jemals angefertigte Leber -und Eingeweide - Neguliier.

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